Betreiberimmobilien werden immer beliebter

Betreiberimmobilien wie Hotels, Pflegeimmobilien, Mikro- oder Serviced Apartments rücken immer mehr in den Fokus von Finanzierern und Investoren, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 23.1. Zwar seien Planung und Wirtschaftlichkeitsanalyse vergleichsweise anspruchsvoll und die Drittverwendungsfähigkeit und Fungibilität häufig eingeschränkt, doch vor dem Hintergrund des Angebotsmangels seien sie eine attraktive Alternative. Marcus Buder von der Berliner Sparkasse sehe „grundsätzlich kein höheres Risiko als bei anderen Assetklassen“ mehr, weshalb die Sparkasse schon seit 2013 Betreiberimmobilien finanziere. Auch Immobilieninvestmentgesellschaften und Projektentwickler bewerteten Betreiberimmobilien inzwischen als weniger risikoreich. Allerdings, schränke Theodor Kubak von Arbireo Capital ein, hätten Kreditgeber im Hotelbereich oft weniger Erfahrung, da müsse noch viel erläutert und Überzeugungsarbeit geleistet werden. Doch sei der Hotelbereich sei „seit Jahrzehnten im Daueraufschwung“, weshalb Arbireo vor einem Jahr eine Hotelinvestmentplattform aufgebaut habe. Rolf Zarnekow von Aquila Capital lege den Investitionsschwerpunkt auf Hotelinvestments in Spaniens Metropolregionen: „Nicht nur wegen der niedrigen Bau- und Grundstückskosten, sondern auch wegen der enorm robusten wirtschaftlichen Perspektive dieser Märkte.“ Hemsö wiederum, die sich auf Pflegeinvestments spezialisiert hätten, sehe in diesem Bereich durchaus gestiegene Risiken. „Wegen ständig neuer Regulierungen für den Betrieb und die baulichen Gegebenheiten durch die Politik können Kosten und Einnahmen nur schwer sicher vorausgeplant werden“, sage Jens Nagel von Hemsö. Michael Held von Terragon habe sich in Reaktion auf den Angebotsmangel stärker auf den Bereich Servicewohnen, der stabile Erträge biete, fokussiert.