KOMMENTAR AM MONTAG

Warum die Wohnungspreise steigen ...

John Amram HPBA

Weil die Preise für Wohnimmobilien in Berlin immer weiter steigen, fragen sich immer mehr Menschen, was der Grund für die Hausse ist: Ist es allein die hohe Nachfrage nach Wohnungen in der Hauptstadt? Ziehen so viele Millionäre hierher? Gibt es aufgrund der niedrigen Zinsen keine Anlagealternativen? Wird nicht genug gebaut? Je nachdem, welchem politischen Lager die Befragten angehören, fallen auch die Antworten unterschiedlich aus. Die einen schimpfen auf die Investoren, die anderen auf eine träge Verwaltung, Dritte wiederum auf Weltmarkt und Niedrigzinsphase, um anschließend die Sicherheit zu loben, die Deutschland internationalen Geldgebern bietet. Für mich steht fest: Je länger ich mich mit der derzeitigen Entwicklung am Berliner Wohnungsmarkt beschäftige, desto deutlicher erkenne ich, dass es da weitaus mehr unterschiedliche Zusammenhänge gibt als jene schlichte Antwort: Wenn das Angebot zu klein und die Nachfrage zu hoch ist, dann steigen die Preise.

Gewiss hat der Zuzug nach Berlin in den vergangenen Jahren einen Schub erlebt, mit bald 3,8 Mio. Einwohnern leben heute rund 350.000 Menschen mehr in Berlin als noch vor zehn Jahren. Eine Folge dieser Entwicklung ist, dass frei verfügbarer Wohnraum knapp wird – Eigentümer können höhere Mieten verlangen. Auch suchen mehr Menschen Wohneigentum. Dennoch: Nicht alle Neuberliner haben genug Kapital, um eine Wohnung zu erwerben – das Land Berlin hat in den Jahren 2015 und 2016 bis zu 90.000 Flüchtlinge aufgenommen, die sich keine Eigentumswohnung leisten können. Die gestiegenen Kaufpreise für Wohnimmobilien müssen also andere Gründe haben als allein den Zuzug. Und ebenso geht das Argument fehl, wonach die Preise nur deswegen steigen, weil zu wenig Wohnungen gebaut würden. Schon jetzt sind 42 % des Wohnungsneubaus in Berlin Eigentumswohnungen, während es nur 15 % Wohnungseigentümer in Berlin gibt. Was treibt diese Preisspirale also an?

Ich erkenne mehrere Ursachen, die unabhängig sind von der aktuellen Bevölkerungsentwicklung. Wir befinden uns seit zehn Jahren in einer Niedrigzinsphase. Wer sein Geld auf dem Sparkonto lässt, kann es seit Längerem nur noch beim Wertverlust beobachten. Manche Banken fordern bereits Strafzinsen von ihren Anlegern, in den meisten Fällen sind wir froh, wenn am Jahresende nicht mehr als die Kontoführungsgebühren anfallen. Der Liedtext „Willst Du zwei Penny sparen, sei schlau, trag sie zur Bank“ ist Geschichte – das Bankwesen funktioniert nicht mehr wie zu Mary Poppins‘ Zeiten. Man hört immer öfter, dass wir uns in Europa zudem auf japanische Verhältnisse einstellen sollten. Seit der japanischen Wirtschaftskrise von 1990 hat das Land eine Nullzinspolitik und damit ein langsameres, aber durchweg stabiles Wachstum erfahren. Wäre das ein Vorbild für Europa? Schaut man auf die Staatsverschuldungen der „Südländer“ innerhalb der Europäischen Union, sicher keine schlechte Überlegung. Das Dilemma ist nämlich, dass in Griechenland und Italien fast jedes zehnte Unternehmen existenziell von einem Zinsanstieg bedroht werden würde, während dies in Deutschland gerade einmal 0,7 % der Unternehmen beträfe.

Die niedrigen Zinsen stellen für private, semiprofessionelle und institutionelle Anleger gleichermaßen eine Herausforderung dar. Wie soll eine betriebliche Pensionskasse ihre Beiträge anlegen, soll sie doch weiterhin gute Renditen erzielen? Wie soll ein Lebensversicherer seine Garantiezinsen für Bestandsverträge zahlen, wenn „risikolose“ Wertpapiere wie zehnjährige Bundesanleihen kaum noch Rendite bringen? Wie soll man als Privater für das Alter vorsorgen, wenn Sparen bedeutet, Geld zu verbrennen, Aktien Risiken bergen, Gold keine Zinsen abwirft und das Geschäft mit Bitcoins niemand wirklich versteht? Aus Mangel an Alternativen erhöhen viele Anleger den Anteil an Sachwerten: Sie kaufen Wohnungen und Häuser und nehmen mit jedem Preisaufschlag immer niedrigere Renditen in Kauf – 2 % bis 3 % gelten heute schon als solider Ertrag.

Ein weiterer Grund für die steigenden Preise am Berliner Wohnungsmarkt ist der Geschichte geschuldet. Berlin war bis vor 20 Jahren zur einen Hälfte eine stark subventionierte Insel, zur anderen Hälfte die Hauptstadt eines kommunistischen Regimes. Auch lange Zeit nach der Wende war Berlin die zweitgünstigste Hauptstadt Europas – nur in Albaniens Hauptstadt Tirana waren Immobilien günstiger. Das heißt: Berlin hatte in den letzten Jahren sehr viel Nachholpotenzial. In anderen deutschen und europäischen Metropolen haben die Preisentwicklungen viel früher begonnen. Dass man als Berliner die jetzigen Preiszuwächse als Preissprünge empfindet, ist nachvollziehbar. Wer aber sagt, die Immobilienpreise in Berlin seien nicht mehr normal, der irrt. Nicht die heutigen Preise stellen das Problem dar, sondern die Preise von vor zwanzig Jahren, die eindeutig zu niedrig waren. Für einen Nichtberliner, der in die Hauptstadt zieht, ist Berlin nach wie vor erschwinglich. Ein Münchner, ein Frankfurter, ein Düsseldorfer, ein Hamburger, selbst ein Stuttgarter schaut auf diese Stadt und freut sich: In Berlin kann er sich eine Dachgeschosswohnung leisten, für das gleiche Geld bekäme er anderswo ein Studio. Es kommt also, wie so oft bei Fragen des Geldes, auf die Relationen an und die Vergleiche, die man anstellt. Für einen Berliner ist Berlin teuer, für alle anderen nicht.

Derzeit gibt es Anzeichen, dass mindestens eine der Ursachen für die steigenden Preise am Berliner Wohnungsmarkt an Wirkung verliert, auch Abschwünge sind wieder denkbar. Wer die Zinsen im Blick hat, muss auch Staatsanleihen berücksichtigen – und US-Anleihen haben in den vergangenen Jahren eine interessante Entwicklung erlebt. Wer heute in US Treasury Bonds mit einer Laufzeit von zehn Jahren investiert, erhält eine Rendite von beinahe 3 %, Tendenz steigend. Und das bei nahezu 100-prozentiger Sicherheit: Das Ausfallrisiko einer US-Staatsanleihe ist überaus gering. Setzen wir nun die 3 % Anleiherendite gegen die zu erwartende Rendite bei Berliner Wohnimmobilien, und schon kommen mit Recht erste Fragen auf.

Die hohen Preise am Wohnungsmarkt haben die Renditen stetig schmelzen lassen – was, wenn bei notwendigen Investitionen in den Bestand aus den 2 % ein Zuschussgeschäft wird? Plötzlich erscheinen da die wieder gestiegenen Renditen auf dem sichersten Anleihenmarkt der Welt nicht mehr so abwegig: Die amerikanischen 3 % werden mit Sicherheit Auswirkungen auf die Immobilienkauflaune (Stichwort ‚Kapitaltransfer‘) des einen oder anderen Institutionellen haben. Und das wiederum wird Angebot und Nachfrage auch auf dem Markt für private Investoren beeinflussen. Wenn dann zudem eine Zinswende kommt und das Geld teurer wird, werden viele potenzielle Käufer ihre Kaufentscheidungen mehr als einmal überschlafen wollen.

Dieser Artikel erschien am 25.7. auf CAPITAL online.

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Dann schreiben Sie an den Leiter unserer Redaktion Dr. Josef Girshovich unter Dr. Josef Girshovich.

MARKT-NEWS

Aufschwung am US-Häusermarkt verlangsamt sich

Dem National Association of Realtors (NAR) zufolge hat der Aufschwung am US-Häusermarkt infolge von Angebotsmangel weiter an Dynamik verloren, schreibt die BÖRSEN ZEITUNG am 24.7. Im Juni 2018 seien die Verkäufe von Bestandseigenheimen um 0,6 % auf saisonbereinigte annualisierte 5,38 Mio. Einheiten zurückgegangen. Insgesamt habe sich das Konjunkturklima in den USA weiter aufgehellt.

Werden die Metropolen unbezahlbar?

Über den deutlicher werdenden Gegentrend zur Urbanisierung in Deutschland schreibt das HANDELSBLATT am 27.7. ausführlich. Es sei weniger die Binnenwanderung als vielmehr der Zuzug aus dem Ausland, der die Einwohnerzahlen deutscher Großstädte steigen lasse. Erstere hingegen lasse nach, sage Ulrich Jacke von Dr. Lübke & Kelber: „Was wir bei den Binnenwanderungen erleben, sind die ersten spürbaren Auswirkungen der hohen Preise in den Metropolen.“ Infolge der starken Preissteigerungen der letzten Jahre könnten oder wollten sich insbesondere Menschen mit kleinem Gehalt ein Leben in der Großstadt nicht mehr leisten, zumal auch die Mieten gestiegen seien, wenn auch meist nur halb so schnell. Nicht zuletzt junge Berufsanfänger orientierten sich um, was sich Empirica zufolge darin niederschlage, dass die Gruppe der 20- bis 30-Jährigen Metropolen wie München zunehmend fernbleibe. Von diesem Trend könnten vor allem die mittelgroßen Städte profitieren, indem sich dort die Mieten stabiler entwickelten, gebe Jacke und nenne Fulda als Beispiel, das zwar relativ weit entfernt von Frankfurt, aber dank ICE-Verbindung für Pendler trotzdem interessant sei.

Eigenheime überholen Eigentumswohnungen

Dem Wohn-Index Deutschland von F+B zufolge sind im Q2 2018 die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser stärker gestiegen als die für Eigentumswohnungen. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.7. Gegenüber dem Q1 2018 hätten sich Eigenheime um 2,6 % verteuert, gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,5%. Die Preise für Eigentumswohnungen hingegen seien gegenüber dem Q1 2018 nur um 1,2 % gestiegen, gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,5 %.

Berliner Mieten steigen immer schneller

Die Wohnungsmieten in Berlin steigen F+B zufolge immer schneller, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 27.7. Eine Berliner Standardwohnung sei im Q2 2018 zu einem Preis von durchschnittlich 9,33 Euro/qm angeboten worden, während es im Vorjahreszeitraum noch 8,57 Euro/qm gewesen seien. Das sei eine Teuerung um fast 9 %, während es im Q1 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erst 5,7 % gewesen seien. Dass die Berliner Angebotsmieten damit noch immer deutlich unterhalb anderer Topstandorte lägen, erkläre sich aus dem nach wie vor unterdurchschnittlichen Einkommens- und Kaufkraftniveau in Berlin. In anderen deutschen Metropolen habe sich der Anstieg der Angebotsmieten nicht mehr in dem Tempo wie in den vergangenen Jahren fortgesetzt.

Mangelware Pflegeheime

Über die zunehmende und bedenklich werdende Lücke zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Pflegeheimmarkt schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.7. „Es werden einige harte Jahre kommen und die Menschen werden sich darauf einstellen müssen, deutlich länger als bisher auf einen Pflegeplatz zu warten“, sage Jens Nagel von Hemsö. Nach wie vor werde zu wenig gebaut und vor allem der Bestand gehandelt. Die Spitzenrenditen bei Pflegeimmobilien hätten CBRE zufolge in den ersten Monaten 2018 im Vergleich zum Jahresende 2017 stabil bei rund 5 % gelegen, doch sei die Tendenz rückläufig. Dennoch seien die Voraussetzungen für Neubauprojekte gut, alle Hochrechnungen gingen bis mind. 2030 von einer steigenden Anzahl der Pflegebedürftigen aus. Hinzu komme der Ersatz- und Modernisierungsbedarf bestehender Einrichtungen. Dieser sei nicht zu unterschätzen, sage Michael Held von Terragon, da zwei Drittel der Pflegeeinrichtungen derzeit mindestens 20 Jahre alt seien: „Wir schlagen deshalb analog zu dem Modell in der Wohnungswirtschaft einen Modernisierungszuschlag vor, der als Initialzündung dienen könnte.“ Den Hauptgrund für den mangelnden Neubau nenne Dirk Richolt von CBRE: „Passende Grundstücke sind schwer zu bekommen, auch aufgrund des Booms des restlichen Markts.“ Hinzu kämen die stark gestiegenen Baupreise, mit denen die Mieten nicht mithielten, sodass die Wirtschaftlichkeit solcher Projekte mitunter in Frage stehe. Viele Projektentwickler und Investoren wichen auf alternative Produkte aus, die nicht dem Heimgesetz unterlägen, zumal der Gesetzgeber ambulante Lösungen stärker zu fördern suche. Felix von Braun von der DPF AG gehe davon aus, dass die Zukunft eine Ausdifferenzierung der Produkte bringen werde: „Wohnnahe Formen werden kommen, kombiniert mit barrierefreiem Wohnen, Service und vielleicht Tagespflege.“

Wohnraum als Ass bei der Mitarbeitergewinnung

Über den jüngsten Trend zur Mitarbeiterwohnung schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.7. Anstatt nicht benötigte Grundstücke im Bestand zu verkaufen, gingen immer mehr Unternehmen dazu über, sie mit Wohnungen zu bebauen und damit die eigene Arbeitgebermarke zu stärken. Wie sich so auch dem Mangel an Pflegepersonal entgegenwirken lasse, will Hemsö vormachen. „In den Ballungsräumen kann sich doch keine Pflegekraft mehr eine normale Wohnung leisten“, sage Jens Nagel von Hemsö. Deshalb denke man in seinem Unternehmen darüber nach, bei geplanten Pflegeimmobilienprojekten gleich auch Wohnraum für die dort zu beschäftigenden Mitarbeiter zu schaffen.

Logistikflächenwüste Berlin

Der Vermietungsumsatz mit Lager und Hallen in Berlin ist im H1 2018 BNPPRE zufolge um knapp die Hälfte des Vorjahresergebnisses auf 135.000 qm zurückgegangen, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.7. Realogis nenne ein Ergebnis von 183.000 qm (- 37 %), CBRE komme auf 134.000 qm, also die Hälfte des Vorjahresergebnisses. Grund hierfür sei „ein anhaltender Mangel an geeigneten Mietobjekten“, wie Colette Bodendorf von CBRE in Übereinstimmung mit ihren Branchenkollegen sage. Bis zum Ende des Jahres könne ein Volumen von 320.000 qm zusammenkommen, schätze Bodendorf.

Erste Abmahnungen unter Berufung auf DSGVO

Über erste Abmahnungen unter Berufung auf die neuen Datenschutzbestimmungen und welche Reaktion darauf zu empfehlen ist, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.7. In der Immobilienbranche seien nach Kenntnis des IVD bislang bereits mind. neun Immobilienvermittler mit entsprechenden Forderungen konfrontiert worden. Bemängelt werde die Nutzung eines Onlinekontaktformulars ohne SSL-Zertifikat, das die verschlüsselte Übertragung von Daten erlaube und so den Anforderungen der DSGVO genüge. Abmahner spekulierten auf Unsicherheiten im Umgang mit der DSGVO, doch seien hohe Geldforderungen infolge ‚immateriellen Schadens‘ vor deutschen Gerichten kaum durchsetzbar.

Frische Luft für frische Ideen

Pandion, das für seine Vorhaben gern freiwillig eingeschränkte Wettbewerbe ausschreibt, will in Berlin-Kreuzberg nach dem Entwurf von kadawittfeldarchitekten ein ungewöhnliches Bürogebäude errichten. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.7. Der vierflügelige Gebäudekomplex solle mit einer großzügigen Glasfassade umhüllt werden, die durch ein davor gesetztes, 40 cm tiefes Fassadenelement gegliedert sein werde, und dem Objekt zu dem Namen ‚The Shelf‘ verholfen habe. Ein 900 qm großer, begrünter Innenhof werde den Nutzern der Büroetagen des fünf- bis sechsgeschossigen Gebäudes als offener Arbeitsplatz dienen, aber auch öffentlich zugänglich sein und Cafés und Läden beherbergen. Ruhigere Außenarbeitsplätze sollten in einem privaten, etwa 300 qm großen Innenhof zwischen ‚The Shelf‘ und der bestehenden Nachbarbebauung entstehen. Die eigenwillige Fassade mit integrierten Loggien biete auch innerhalb der Büros die Möglichkeit, an der frischen Luft zu arbeiten.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

RICS an EU-Nachhaltigkeits-Taxonomie beteiligt

Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 24.7. schreibt, wird der Immobilienverband RICS als einzige Organisation der Immobilienwirtschaft bei der Entwicklung des EU-Klassifizierungssystems für nachhaltige Anlagen mitarbeiten, indem er die Europäische Kommission bei der Entwicklung einer sogenannten EU-Nachhaltigkeits-Taxonomie als Mitglied der Technischen Arbeitsgruppe für nachhaltige Finanzierung unterstützt. Die Arbeitsgruppe solle Parameter festlegen, mittels derer bestimmt werden könne, ob eine wirtschaftliche Aktivität nachhaltig sei.

VERSCHIEDENES

Wohnungsbau beschleunigen ist möglich

Das Tempo, in dem in Deutschland der Wohnungsbau voranschreitet, kann beschleunigt werden, wenn die Länder die Bundesregierung dabei unterstützen, schreibt Jürgen Michael Schick in der AIZ 7-8 2018. An erster Stelle seien hierzu die uneinheitlichen Bauordnungen zu vereinheitlichen, die Wohnungsbauer bislang viel Zeit, Geld und Rechtssicherheit kosteten. Ein Bundesrahmengesetz für das Bauordnungsrecht sei unabdingbar. Auch könne das vereinfachte Genehmigungsverfahren in der Anwendung erweitert und so die Anwendung der Genehmigungsfiktion erleichtert werden, was auch die Ämter entlasten würde. Eine Verschlankung von Baunormen wie vor allem der Brandschutzverordnung könne, einer Studie der TU Darmstadt zufolge, das Potenzial für bundesweit mehr als eine Mio. neuer Dachgeschosswohnungen zu heben ermöglichen. Um das alles zu erreichen, sei es aber unabdingbar, dass Bund, Länder, Kommunen und Wirtschaft an einem Strang zögen. Wie, das werde auf dem Wohngipfel im Herbst zu besprechen sein.

Erfolgreich dank Vielseitigkeit

Wie das Büro zur Marke werden kann, erklärt Jens Böhnlein von Commerz Real in seinem Artikel vom 27.7. auf BANKINGCLUB. Anstatt angesagter Universallösungen seien dem Assetmanager individuelle Konzepte zu empfehlen, in denen Flexibilität und Vielfalt die Schlüsselrolle spielten und so für langfristige Mietertreue sorgten. In Zeiten des dezetralen Arbeitens hätten die soziale Funktion und die Wandelbarkeit von Büroräumen an Bedeutung gewonnen. Die nachhaltige Strukturierung eines Objektes und eine vielseitige Aufteilung seiner Mieteinheiten seien essentiell, um eine größe Bandbreite an Nutzungsvarianten anbieten zu können. Zusätzliche Serviceangebote und Räume, die den Austausch unter den Mitarbeitern förderten sorgten für den nötigen Wohlfühlfaktor. Um langfristig erfolgreich zu sein, gelte es, die Grundlagen für einen vielseitigen Mietermix verschiedener Branchen zu schaffen.

Termine

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Die geplante Neuregelung für Share Deals - welche Gestaltungsmöglichkeiten verbleiben? Auswirkungen auf "Altfälle" vor Inkrafttreten der Neuregelung

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an Geschäftsführer/Finanzvorstände von Immobilienunternehmen, Steuerberater / Rechtsanwälte und Transaktionsberater.

THEMEN
Auf der Finanzministerkonferenz am 21. Juni 2018 ist beschlossen worden, die Besteuerung von Share Deals zu verschärfen. Auf der Veranstaltung soll geklärt werden, welche Gestaltungen in Zukunft noch zulässig sein werden und ob Share Deals nach der Gesetzesänderung überhaupt noch sinnvoll gestaltet werden können. Außerdem soll die zeitliche Anwendung der Neuregelungen geklärt werden. Anhand der Rechtsprechung des BVerfG werden wir die Frage diskutieren, ob der Eingriff in bestehende Verträge verfassungsrechtlich zulässig ist. Wir rechnen damit, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung der Gesetzentwurf vorliegt. Bitte melden Sie sich auf jeden Fall JETZT an.

REFERENTEN
Hans-Joachim Beck ist wie kein zweiter Steuerexperte vernetzt in der Berliner Politik. Er war früher Vorsitzender Richter am Finanzgericht Berlin und hat zahlreiche Bücher und Fachaufsätze zu Fragen des Immobiliensteuerrechtes veröffentlicht. Heute leitet er die Steuerabteilung des Immobilienverbandes IVD. Dr. Kai Tiede ist Richter am Finanzgericht Berlin-Brandenburg und beschäftigt sich seit vielen Jahren u.a. mit Fragen der Grunderwerbsteuer. Begrüßung und Einführung von Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 3. September 2018 im Steigenberger Hotel in Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de

HAMBURGER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Wohnungsprojekte in Hamburg - und besondere Chancen in der Metropolregion

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an Investoren (Institutionelle Investoren und Family Offices), weitere Bauträger/Projektentwickler, Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/Vertriebe, Architekten die in Hamburg bzw. der Hamburger Metropolregion in den Wohnungsneubau investieren wollen. Zudem sollten Projektentwickler kommen, die sich einen aktuellen Marktüberblick verschaffen wollen.

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungsneubauprojekte in Hamburg und der Metropolregion vor und sprechen über folgende Themen: Welches sind die Alleinstellungsmerkmale der Projekte/Besonderheiten der Architektur/Grundrisse etc.? Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden? Wer sind die Käufer: Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren? Wie erfolgt die Vermarktung? Welche Preise sind erzielbar? (qm-Preise, Faktoren bei Forward-Deals) Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Außerdem geht es um die Inanspruchnahme von Fördermitteln/Förderprogrammen sowie Fragen zu Kommunikation/PR und Marketing. Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

REFERENTEN
Einleitender Vortrag durch Dr. Joseph Frechen (bulwiengesa AG): Aktuelle Marktentwicklung, Preise und Mieten am Hamburger Wohnungsmarkt. Projektvorstellungen von Michael Jordan (LIP Ludgar Inholte Projektentwicklung GmbH), Albrecht Sonnenschein (Instone Real Estate Development GmbH), Henrik Diemann (Metropol Grund GmbH), Sven Ole Koch (Bauplan Nord GmbH & Co. KG), Tomislav Karajica (Imvest Projektentwicklung GmbH), Torsten Rieckmann (SENECTUS GmbH), Peter Jorzick (Hamburg Team Gesellschaft für Projektentwicklungen GmbH), Fabian von Köppen (Garbe Immobilien-Projekte GmbH), Stefan Wulff, Otto Wulff Bauunternehmung GmbH), Achim Nagel, PRIMUS developments GmbH).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 11. September 2018 im Radisson Blu Hotel Hamburg statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Investitionskriterien von Family Offices im Immobiliensegment

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an Vertreter von weiteren Family Offices, Projektentwickler, AIF-Vertreter (Spezialfonds, geschlossene Fonds), Immobilien-Bestandshalter, Transaktionsberater / Makler und Asset-Manager

THEMEN
Die Referenten stellen die Immobilienstrategie ihres Family Offices vor und sprechen über Fragen wie: In welche Nutzungsarten wird investiert (Wohnen, Büro, Einzelhandel etc.)? Welche Standorte und Lagen sind interessant? In welcher Losgrößen wird investiert? Werden auch Projektentwicklungen im Forward-Deal erworben? Zu welchen Faktoren wird gekauft (maximal)? Wie läuft der Prüfprozess ab? Begrüßung und Einführung von Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

REFERENTEN
Tassu M. Degen (DERECO – Real Estate Private Wealth Management), Maik Rissel, Family Office Bank Marcard, Stein & Co AG), Dr. Matthias Mittermeier (Commodus Real Estate Capital GmbH), Lutz H. Peper (Peper & Söhne GmbH), Hans Hünnscheid (Famos Immobilien GmbH), Robert Hahlweg (ICN Immobilien Consult Nürnberg GmbH & Co. KG), Dr. Henning Schröer, Merz Immobilien Management GmbH), Lars Osterhoff (RI Partners – Real Estate Value Investing), Stefan Brimmers (Devario Invest GmbH), Hanspeter Beißer, Wittelsbacher Ausgleichsfonds), Christian Iwanky (Peter Möhrle GmbH & Co. KG), Christian Schraub, Hardtberg Grundstücksgesellschaft mbH, Dr. Christoph Pitschke, Deutsche Oppenheim Family Office AG, Dr. Jürgen Schäfer, CORESIS Management GmbH.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 20. September 2018 im Steigenberger Hotel Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de

MÜNCHNER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Wohnungsneubau in München. Die interessantesten Projekte

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich diese Veranstaltung richtet sich an Institutionelle Investoren und Family Offices, die in München in den Wohnungsneubau investieren wollen. Zudem sollten Projektentwickler aus München kommen, die sich einen aktuellen Marktüberblick verschaffen wollen, sowie Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/Vertriebe und Architekten.

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungsneubauprojekte in München vor und sprechen über folgende Themen: Welches sind die Alleinstellungsmerkmale der Projekte/Besonderheiten der Architektur/Grundrisse etc.? Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden? Wer sind die Käufer: Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren? Welche Faktoren und Mietansätze beim wurden beim Globalverkauf / Forward-Deal, welche Quadratmeter-Preise beim ETW-Vertrieb erzielt? Wie erfolgt die Finanzierung? (Finanzierung aus dem Cashflow, Bankenfinanzierung, Mezzanine u. ä.) Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

REFERENTEN
Einleitender Vortrag durch Dr. Heike Piasecki (bulwiengesa AG): Aktuelle Marktentwicklung, Preise und Mieten am Münchner Wohnungsmarkt. Projektvorstellungen von Reinhold Knodel (PANDION AG), Michael Ehret (ehret + klein GmbH), David Christmann (ROCK CAPITAL GROUP), Henrik Stratz (ISARIA Wohnbau AG), Dr. Ralf Schneider (CA Immo-Deutschland GmbH), Melanie Hammer (BHB Bauträger GmbH Bayern), Horst Lieder (International Campus AG), Dr. Claus Lehner, GBW Management GmbH), Stefan Pfender (Metropolian Liegenschaften).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 24. September 2018 im Rilano Hotel München statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter:info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Ankaufskriterien von Investoren für Projektentwicklungen im Wohnungsneubau (Forward-Deal)

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler im Bereich Wohnungs-Neubau und weitere Investoren, die in den Wohnungsneubau investieren.

THEMEN
Immer mehr Investoren setzen auf den Wohnungsneubau. Sie investieren dabei vor allem in Forward-Deals. Die wichtigsten Investoren aus ganz Deutschland stellen sich und ihre Projekte vor, nennen ihre Ankaufskriterien (Lagen, Projektvolumen, Einkaufsfaktoren etc.), zeigen Beispiele von bereits durchgeführten Transaktionen und geben Informationen zur Abwicklung von Forward-Deals. Erfahrungsgemäß sind weitere Investoren im Publikum.

REFERENTEN
Fabian Klingler (Aberdeen Asset Management Deutschland AG), Maik Rissel (Family Office Bank Marcard, Stein & Co AG), Klaus Betz (Württembergische Lebensversicherung AG), Nikolas Jorzick CFA MBA (HAMBURG TEAM Investment Management GmbH), Christoph Thumm (AACHENER GRUNDVERMÖGEN Kapitalverwaltungsges. mbH), Thomas Meyer, (WERTGRUND Immobilien AG), Klaus-Niewöhner-Pape (INDUSTRIA WOHNEN GmbH), Florian Mundt (Deutsche Investment Kapitalanlagegesellschaft mbH), Lutz Wiemer (HanseMerkur Grundvermögen AG). Begrüßung und Einführung von Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 29. November 2018 im Maritim proArte Hotel Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de