Besuchen Sie uns in Halle A1 Stand 030 auf der Expo Real 2019
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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

turbulente Tage liegen hinter uns, ein heißer Herbst vor uns. Kommt der Berliner Mietendeckel? Kommt er nicht? Und was sind die Folgen für Käufer und Verkäufer, Eigentümer und Mieter? Wie das Gesetz am Ende auch aussehen mag, bedauerlich an dieser Debatte ist vor allem eines: Vermieter und Mieter werden gegeneinander ausgespielt, als seien sie Feinde. Dabei sind beide Seiten nicht nur voneinander und einem guten Miteinander abhängig. Das ist auch das, was sich alle Menschen in unseren Städten und Metropolen wünschen. Ruhe und Geborgenheit, sei es in den eigenen vier Wänden, sei es zur Miete. Da aber die Politik die Zeichen der Zeit und den Zuzug in die Ballungsgebiete (der ja nicht überraschend kam!) verschlafen hat, schiebt sie den Wohnungsmangel jetzt der Immobilienwirtschaft in die Schuhe. Aus Sicht der Wohnungswirtschaft – der kleinen und mittleren Vermieter, der privaten Anleger – sagen wir daher: Diesen Schuh ziehen wir uns nicht an. Denn es ist die Nachfrage, die derzeit den Markt reguliert. Und wer diesen Druck und damit die Preise entspannen will, muss eines tun: mehr bauen. Was am Markt in den kommenden Jahren wichtig wird (Servicewohnen), wie man Wohnungsneubau verhindert („Zweckentfremdungsverbot“) und wie man analoge Erfahrungen mit digitalen Anwendungen verknüpft (Smart Data), erfahren Sie in unserem aktuellen Newsletter.

Eine interessante Lektüre wünschen

Jürgen Michael Schick und Dr. Josef Girshovich

Beiträge

Dr. Nicolai Wendland CIO und Mitgründer bei 21st Real Estate

Smart Data trifft analoge Expertise

Wird eine Immobilie zum Kauf angeboten, ist die Positionierung von zahlreichen weichen Faktoren abhängig: Wie familienfreundlich ist die Nachbarschaft, und wie „grün“ fällt der Blick vom Balkon aus? All diese Kriterien im Vorfeld zu bewerten, war bislang so gut wie unmöglich. Dank digitaler Technologien wie der künstlichen Intelligenz stehen der Immobilienwirtschaft heute jedoch Smart-Data-Anwendungen zur Verfügung, die nicht nur Zeit sparen, sondern auch die Potenziale von Immobilien-Investments realistisch einschätzen.

Auf Basis von Millionen Daten können Mikrolagen innerhalb weniger Minuten auf Faktoren wie die Nähe zu Freizeitangeboten oder Schulen, die Kaufkraft oder das Jobangebot in der Umgebung geprüft werden. Die Analyse der Entfernung zur Autobahn deckt mögliche Lärmbelästigungen auf, eine hohe Dichte an Freizeitangeboten legt nahe, dass das Viertel auch in Zukunft gefragt sein wird. Für Makler ergibt sich die Möglichkeit, Immobilien-Exposés mit den für sie wichtigen Fakten anzureichern – ohne dass dies bei bloßen Marketing-Aussagen bleibt. Für Projektentwickler hingegen dient ein solches Tool zur Prüfung, ob das passende Immobilienkonzept am geeigneten Standort entsteht.

Die analoge Exposé-Prüfungen als erheblicher Zeitfaktor

Auch die immobilienbezogenen Informationen können auf diese Weise per Mausklick erhoben werden. Wer ein Exposé erhält, muss es nicht mehr in mühevoller Kleinarbeit händisch auf Plausibilität prüfen. Immobilien können auf Basis von einer Milliarde Datenpunkten, bestehend aus Bestandsmietverträgen, Angebotspreisen, Verkehrswerten und weiteren Kennzahlen, innerhalb kurzer Zeit vollständig und fehlerfrei analysiert werden. Gleichzeitig lassen sich aus dieser Analyse belastbare Prognosen, beispielsweise über den zukünftigen Cashflow der Immobilie erstellen.

Für Investoren dient diese Methode als präzise Erstindikation. Sie zeigt auf, welche Angebote weiter verfolgt beziehungsweise intensiver geprüft werden sollten – und welche Exposés gleich aussortiert werden können. Für Makler und Projektentwickler hingegen bietet dies die Möglichkeit, ihren Business Case weiter auszugestalten: Sie erhalten entweder objektive Verkaufsargumente, oder erkennen im Voraus die Hürden, die bei der Vermarktung des jeweiligen Objekts entstehen könnten.

Erfolgreiche Mensch-Maschine Zusammenarbeit

Mein Fazit: Künstliche Intelligenz, kann, wenn sie richtig eingesetzt wird, die Prozesse der Immobilienwirtschaft deutlich vereinfachen und verschlanken. Ersetzen kann sie den Immobilienprofi jedoch nicht. Denn auch in Zukunft werden automatische Analysetools weder die technische Zustandsbewertung der Immobilie noch das erhellende Gespräch mit dem langjährigen Bestandsmieter ersetzen können.

 

Sebastian Fischer Vorstand PRIMUS Immobilien AG

Gut gemeint ist nicht unbedingt gut gemacht

Kennen Sie Gesetze, die eigentlich gut gemeint sind, in ihrer Wirkung aber völlig am Ziel vorbeischießen? Das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum ist ein solches: gut gemeint und leider voll daneben. Der Berliner Senat hat eine ganz eigene Variante dazu geschaffen. So heißt es etwa: Wer bestehende Wohnhäuser abreißt, um neuen und in vielen Fällen auch mehr Wohnraum zu schaffen, ist verpflichtet, für vergünstigte Ersatzflächen zu sorgen. „Für Ersatzwohnraum des Zweckentfremdungsverbot-Gesetzes darf keine höhere Nettokaltmiete verlangt werden als 7,92 Euro pro Quadratmeter monatlich“, heißt es in dem Gesetz. Dieses muss im Grundbuch eingetragen werden.

Die Botschaft lautet, wer nachverdichtet, soll alten bezahlbaren Wohnraum im Neubau anbieten. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass der Projektentwickler jeglichen Wohnraum darüber hinaus zu einem höheren Preis vergeben wird. Die 7,92 Euro pro Quadratmeter sind pauschal, eine dynamische Progression ist in dem Gesetz nicht vorgesehen.

Wer braucht schon Parkett, wenn es auch Laminatböden tun?

Als Projektentwickler rechne ich erfahrungsgemäß anders. Angenommen, ich kalkuliere konservativ mit 1.000 Euro je Quadratmeter für das Bauland und 3.000 Euro je Quadratmeter für Baukosten und Vermarktung. Dann veranschlage ich eine Marge von zehn bis zwölf Prozent – von der Marge gehen übrigens noch Zinsen und sonstige Ausgaben ab. Das sind weitere 500 Euro je Quadratmeter. Dann weise ich die Wohnungen mit einem Verkaufspreis von 4.500 je Quadratmeter aus. Für einen Baupreis von 3.000 Euro pro Quadratmeter bekommt man aktuell keinen Luxus, aber der ist ja ohnehin nicht gefragt. Wer braucht schon Parkett, wenn es auch Laminatböden tun, anstatt einer Keramikbadewanne nimmt man ein Kunststoffbecken und anstatt Steinfliesen an den Wänden die wasserdichte Farbe vom Baumarkt. Bei der Deckenhöhe lassen sich sicherlich noch ein paar Zentimeter einsparen.

Wenn ich dann insgesamt gerechnet bei Kosten von 4.500 Euro pro Quadratmeter eine der Wohnungen anschließend für 7,92 Euro pro Quadratmeter vermieten soll, dann kommt der Erwerber auf einen Kaufpreisfaktor von 47 und eine unbereinigte Anfangsrendite von zwei Prozent. Das klingt zwar immer noch besser als ein Negativzins. Im Gesamten betrachtet ist es ein Fiasko.

Der von der Politik verordnete Billigwohnraum kann kaum mehr über die frei finanzierbaren Wohnungen quersubventioniert werden. Selbst, wenn der Projektentwickler die Wohnfläche verdoppelt, geht die Rechnung nicht mehr auf. Man müsste mit deutlich höheren, letztlich kaum plausiblen Mieten von 20 Euro und mehr in die Kalkulation gehen und hilft damit niemanden.

Die Politik möchte sich für einkommensschwache Menschen einsetzen. Doch die zunächst gut gemeinte Idee, dass der Abriss von maroden und ineffizienten Wohngebäuden an die Schaffung preisgebundener Neubauflächen gekoppelt wird, entpuppt sich als betriebswirtschaftlicher Offenbarungseid. Durch die verpflichtende Ersatzwohnraumregelung wird insbesondere Neubau nicht gefördert, sondern verhindert.

So zumindest interpretiere ich das Gesetz. Das ist insofern schade, weil sich die Politik doch offiziell für den Neubau einsetzen will – in Berlin und anderswo.

 

Dr. Michael Held CEO, TERRAGON AG

Servicewohnen ist beliebt – doch es mangelt noch an Angeboten

In Deutschland leben immer mehr ältere Menschen. 2017 betrug der Anteil der über 65-Jährigen bereits 21 Prozent der Bevölkerung, und er wächst Jahr für Jahr. Das verändert die Gesellschaft, und mit ihr die Immobilienbranche. Denn Senioren haben besondere Anforderungen an ihren Wohnraum. Sie benötigen ein Zuhause, das ihre Selbständigkeit so lange wie möglich erhält und ihnen gleichzeitig Sicherheit und Komfort bietet. Ein Großteil von ihnen ist bereit, dafür umzuziehen – und die meisten wollen dann in eine Servicewohnanlage. Bislang bleibt in diesem Bereich jedoch das Angebot weit hinter der Nachfrage zurück. Positiver ausgedrückt: An dieser Stelle schlummert ein gewaltiges Investitionspotenzial.

Bedarf in ganz Deutschland

Wie groß die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage im Bereich des Servicewohnens ist, zeigt allein die Länge der Wartelisten für bestehende Einrichtungen. Und sie lässt sich genauer beziffern. Die TERRAGON AG hat für alle deutschen Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern untersucht, wie hoch der Bedarf an Servicewohnen für Senioren ist. Das Ergebnis: Insgesamt fehlen etwa 550.000 Wohneinheiten in ganz Deutschland, und zwar in allen Regionen. 94 Prozent aller untersuchten Kommunen haben nicht ausreichend viele Servicewohnungen für ihre älteren Einwohner. Der Neubaubedarf ist hoch, das Interesse der Investoren steigt. Eine der größten Schwierigkeiten ist derzeit die Bereitstellung geeigneter Baugrundstücke vor allem in den Großstädten. Dort ist die Versorgungslage zwar im Allgemeinen besser als in den Klein- und Mittelstädten, doch selbst in den 30 größten Städten stehen pro 100 Einwohner im Alter ab 65 Jahren durchschnittlich nur 3,3 entsprechende Wohnungen zur Verfügung. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen sind viele Großstädte unterversorgt – Duisburg (0,9 Prozent), Gelsenkirchen (0,7 Prozent) und Mönchengladbach (0,5 Prozent) bilden die Schlusslichter unter den Top 30.

Die Kaufkraft ist vorhanden

Das mangelnde Angebot kommt nicht daher, dass die potenziellen Kunden kein Interesse oder kein Geld hätten – im Gegenteil. Kaufkraft und Präferenzen der älteren Bevölkerung wurden ebenfalls von mehreren Marktforschern, darunter empirica und JLL, untersucht, und das Ergebnis ist eindeutig: Mehr als die Hälfte der über 50-Jährigen kann sich den Umzug in eine Wohnung mit Service vorstellen, und den Babyboomern steht im Alter deutlich mehr Geld zur Verfügung als früheren Generationen. In vielen Regionen können mehr als drei Viertel aller Haushalte im oder kurz vor dem Rentenalter bis zu 1.000 Euro im Monat für Miete und Serviceleistungen aufbringen, ohne sich in anderen Bereichen einschränken zu müssen. Zum Vergleich: Die monatlichen Gesamtkosten für Miete und Service in einer Zwei-Sterne-Einrichtung des Senioren-Servicewohnens (nach Klassifizierung der gif e.V.) bewegen sich um 900 Euro. Ein knappes Drittel der Seniorenhaushalte kann sich sogar eine Vier-Sterne-Einrichtung leisten. Allein in dieser Preisklasse besteht also ein Nachfragepotenzial für rund 100.000 Wohneinheiten mit einem Investitionsvolumen von 33 Milliarden Euro.

Diversifizierung des Angebots

Für eine flächendeckende Versorgung sind selbstverständlich Servicewohnungen in allen Preisklassen nötig. Projektentwickler und Betreiber haben deshalb in den vergangenen Jahren ihre Angebote diversifiziert. Neue Konzepte sind entstanden, und inzwischen gibt es beinahe für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack die passende Einrichtung – allerdings nicht überall und vor allem nicht in ausreichender Menge. Gerade in den Metropolregionen und Ballungsräumen wird der Bedarf stark wachsen, denn immer mehr Senioren ziehen dorthin. Sie wollen in die Gesellschaft eingebunden und aktiv bleiben, und dafür ist ein direkter Zugang zu einer leistungsfähigen öffentlichen Infrastruktur nötig. Auf dem Land mangelt es daran oft, und auch das Angebot an Kultur, Gastronomie und Einzelhandel ist in der Stadt meist besser.

Bauland gesucht

Im Bereich des Senioren-Servicewohnens gibt es also eine große Nachfrage. Deutschlandweit beträgt das Investitionspotenzial etwa 64 Milliarden Euro. Ideal dafür sind vor allem städtische Lagen, wo der Bedarf am höchsten ist und am stärksten wächst. Doch genau dort mangelt es an geeigneten Grundstücken, und die Konkurrenz mit dem klassischen Wohnungsbau ist hoch. Dabei wären Senioren-Servicewohnungen eine ideale Ergänzung: Für Investoren, die mit besseren Renditen rechnen können; für Senioren, die bedarfsgerechte Wohnungen finden; und für Gemeinden, die allen Einwohnern guten Wohnraum bieten wollen.

 

Jürgen Michael Schick Präsident, IVD

Der Nächste bitte: Mietendeckel für Gewerbe

Der Berliner Senat hat in Sachen Regulierungsvorschläge nachgelegt. Nach dem Mietendeckel für Wohnungen soll jetzt eine Gewerbemietpreisbremse kommen. Gleiches Recht für alle, wird man sich gedacht haben. Am 13. August hat der Senat eine entsprechende Bundesratsinitiative beschlossen. Die Bundesländer sollen demnach die Möglichkeit bekommen, Gebiete mit angespannten Gewerberaummärkten zu bestimmen. Dort sollen die Regelungen der Mietpreisbremse angewendet werden.

Ich frage mich inzwischen, ob der Regulierungseifer den Senat blind für die Wirklichkeit macht – sowohl für die juristische als auch die sachliche. Bei der Mietpreisbremse für Wohnungen machte man sich wenigstens noch die Mühe, auf das Sozialstaatprinzip zu verweisen. Wie aber will man den Eingriff in die Eigentumsrechte von Vermietern von Gewerbeflächen rechtfertigen? Wohnen ist ein menschliches Grundbedürfnis, einen Kiosk zu betreiben aber wohl nicht.

Zudem stellt sich die Frage, ob das, was beim Mietwohnungsmarkt schon nicht funktioniert hat, beim Gewerbe klappen sollte. Beim Mietwohnungsmarkt besteht ein eklatanter Angebotsmangel, der die Mietpreise treibt. Bei Gewerbemieten trifft dies nicht zu. Kleine und mittlere Unternehmen werden nicht auf breiter Front von exorbitanten Mietsteigerungen aus angestammten Lagen verdrängt oder an einer Anmietung gehindert.

Von exorbitanten Mietpreissteigerungen für Gewerbe kann in Berlin nur vereinzelt die Rede sein. Dabei handelt es sich vor allem um Toplagen wie den Kurfürstendamm oder die Friedrichstraße sowie angesagte Kieze wie Prenzlauer Berg oder Friedrichshain-Kreuzberg. In vielen Einkaufsstraßen in den Nebenlagen indes haben sich die Mieten in den vergangenen zehn Jahren nur horizontal entwickelt oder sind sogar zurückgegangen. Beispielsweise in der Gorkistraße in Tegel, in der Karl-Marx-Straße in Neukölln oder der Reichsstraße in Charlottenburg. Auffällig ist auch, dass in den Toplagen zwar Vollvermietung herrscht, in den Nebenlagen direkt um die Ecke aber häufig Gewerbeflächen leer stehen. Das widerspricht dem vermeintlichen Befund zu hoher Gewerbemieten.

Es ist nicht so, als ob die Einzelhandelsmieten wegen hoher Nachfrage und Angebotsmangel einfach himmelwärts steigen. Ganz im Gegenteil stehen sie eher unter erheblichem Druck durch den sich ausweitenden Onlinehandel. Der Onlinehandel greift seit mehr als zehn Jahren die Konsumausgabenanstiege der Verbraucher ab. Die Umsätze des stationären Handels hingegen stagnieren auf annähernd demselben Niveau. Viele Einzelhändler reagieren darauf, indem sie einen Teil ihrer Services nur noch online anbieten und ihren Flächenbedarf reduzieren. Gewerbeflächenvermieter haben auf diesen Trend bereits reagiert. Sie reduzieren die angebotenen Flächengrößen. Aus Sicht der Mieter werden Ladenflächen damit auch kostenoptimiert. Dieser Trend zu kleineren Flächen wird sich fortsetzen. Ich kenne auch keinen High-Street-Investor, der jüngst ein überproportionales Mietsteigerungspotenzial in seinen Businessplan geschrieben hätte. Die Onlinekonkurrenz wird nicht verschwinden und der stationäre Einzelhandel wird große Flächen nicht mehr benötigen.

Und der Senat? Treibt jede Woche eine neue Sau durchs Dorf. In den Top Ten der Regulierungshitparade gibt es jetzt mit dem Gewerbemietendeckel also einen neuen Kandidaten im Wettbewerbsfeld der sinnlosesten Ideen. Hoffen wir, dass dieser Berliner Vorschlag – wie so manch anderer vor ihm – auf Bundesebene Kopfschütteln verursacht und dann zu den Akten gelegt wird.

PS: Hoffen wir, dass der Berliner Senat nicht auch bald den Onlinehandel deckeln möchte.

 

Berliner Zinshäuser

Berlin-Nachricht

Berliner stehen mit Mietendeckel allein da

Ende des Jahres 2018 vertrat der findige Jurist Peter Weber in einer Fachzeitschrift die These, dass nicht nur der Bund, sondern auch die Länder eine Regelungskompetenz für Wohnungsmieten hätten. Die Berliner SPD, unter öffentlichen Druck gesetzt vom Linken-Volksbegehren zur Enteignung großer Wohnungskonzerne, griff Webers Aufsatz auf und schlug einen Mietendeckel vor. Anfang Juni 2019 legte Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher entsprechende Eckpunkte vor, die aus Sicht des Senats Mieterhöhungen ab dem 18. Juni unwirksam machen. Und das, obwohl das dazugehörige Gesetz noch gar nicht verabschiedet wurde und erst Anfang 2020 in Kraft treten soll. „Der Berliner Senat hat Mut bewiesen, weil mit einem öffentlich-rechtlichen Landesmietengesetz, das Vorrang vor dem zivilrechtlichen Schutz des BGB haben wird, in der Republik Neuland beschritten wird“, erklärte hierzu Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins. „Mut“ beschreibt das Vorgehen des Senats in der Tat trefflich, denn es ist wahrscheinlich illegal. Verfassungsrechtler und Innenverwaltung haben bereits Bedenken angemeldet, dass der Mietendeckel gegen die Verfassung verstoßen könnte, weil er gegen Bundesrecht verstößt und das Land gar keine eigene Gesetzgebungskompetenz besitzt. Die Berliner FDP hat bereits ein Normenkontrollverfahren gegen den Senat angeregt. So erklärt es sich auch, dass sich bisher keine weitere „rote“ Landesregierung eindeutig für einen eigenen Mietendeckel ausgesprochen hat – nicht von Thüringen, nicht von Brandenburg oder Hamburg.

 

Berlin versemmelt Bau von Sozialwohnungen

Zum Jahresende 2017 gab es in Deutschland knapp 49.000 weniger Sozialwohnungen als noch im Vorjahr. Das geht aus jüngsten Zahlen hervor, die das Bundesinnenministerium an den Bundestag meldete. Um den Bedarf zu decken, müssten jährlich eigentlich rund 80.000 Wohnungen zusätzlich auf den Markt kommen. Einmal mehr steht Berlin besonders schlecht da. Wie aus der Jahrespressekonferenz des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) am Montag hervorging, wurden in den vergangenen zwölf Jahren nur 12.880 Sozialwohnungen in Berlin geschaffen. Das eigentlich nur halb so große Hamburg dagegen komme auf 28.500, also mehr als doppelt so viel. Insgesamt verzeichnete Berlin bundesweit den stärksten Rückgang. Die Zahl der Sozialwohnungen sank dort von 137.000 auf 116.000 Einheiten. Allein Baden-Württemberg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern bauten mehr Sozialwohnungen, als aus der Mietbindung fielen. Um die große Nachfrage nach Wohnungen zu decken, müssten Zahlen von Politik und Bauwirtschaft zufolge in Deutschland jährlich 350.000 bis 400.000 Wohnungen neu entstehen. Im vergangenen Jahr wurde der Neubau von knapp 302.800 Wohnungen in reinen Wohngebäuden genehmigt. Inklusive Nichtwohngebäuden gab es im Jahr 2018 gut 347.000 Genehmigungen.

 

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Kernsaniertes Eckhaus mit hohem Leerstand in Pankow

Das Wohn- und Geschäftshaus, welches 1900 erbaut und 2015/2016 kernsaniert wurde, befindet sich im Berliner Stadtbezirk Pankow.
Das Eckhaus, das im Alleinauftrag verkauft wird, verfügt insgesamt über 16 Wohn- und zwei kleine Gewerbeeinheiten. Sechs Wohnungen mit einer Fläche von 373 m² werden strategisch leer gehalten.

Kaufpreis: EUR 2.900.000,- zzgl. 7,14 % Maklerprovision (inkl. MwSt.)

Vermietbare Fläche: 1.069 m²

Aktuelle Durchschnittsmiete Wohnen: 9,00 EUR/m²

Angaben zum Energieausweis: Energieverbrauchskennwert lt. Verbrauchsausweis 220 kWh/(m²*a), Energieeffiziensklasse G, Gaszentralheizung mit Warmwasseraufbereitung, Baujahr 1900.

(bei Interesse bitte Objekt-Nr. angeben: 51602)

 

Zwei repräsentative Stuckaltbauten in Spandau

Wir bieten Ihnen zwei attraktive Wohn- und Geschäftshäuser mit insgesamt 12 Einheiten zum Kauf an. Es handelt sich um schöne, gepflegte und repräsentative Altbauten, die durch einen Lichthof verbunden sind. Eine Dachausbaugenehmigung liegt vor.

Die Immobilien befinden sich in Berlin-Spandau und liegen in einem sozialen Erhaltungsgebiet.

Kaufpreis: EUR 2.100.000,- zzgl. 7,14 % Maklerprovision (inkl. MwSt.)

Vermietbare Fläche: 760 m²

JNKM IST: EUR 74.220

JNKM SOLL: EUR 84.210

Angaben zum Energieausweis: Energieverbrauchskennwert lt. Verbrauchsausweis 201,0 kWh/(m²*a), Gasetagenheizung, Baujahr 1870.

(bei Interesse bitte Objekt-Nr. angeben: 15243)

 

Portfolio aus Wohn- und Geschäftshäusern in Sachsen-Anhalt und Brandenburg

Das zum Verkauf stehende Portfolio besteht aus 21 Wohn- und Geschäftshäusern, die in den Jahren 2000-2017 saniert wurden und sich in einem guten Zustand befinden. Die Liegenschaften teilen sich in 257 Wohneinheiten und acht Gewerbeeinheiten auf. Der überwiegende Teil der Objekte befindet sich in Sachen-Anhalt an sieben Standorten, weitere sechs Liegenschaften befinden sich an zwei Standorten in Brandenburg.

Kaufpreis: EUR 11.700.000,- zzgl. 4,76 % Käuferprovision (inkl. 19 % MwSt.)

Jahresnettokaltmiete: 902.799 EUR

Vermietbare Fläche: 16.891 m²

Preis pro m²: 692 EUR

Angaben zum Energieausweis: liegt nicht vor

(bei Interesse bitte Objekt-Nr. angeben: 52032)