Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

ein lange stiefmütterlich behandeltes Anlageobjekt der Wohnungswirtschaft ist das Reihenhaus. In Zeiten des innerstädtischen Wohnungsmangels finden 100 Quadratmeter Wohnfläche mit einem 200 Quadratmeter großen Garten immer mehr Abnehmer. Was tut man nicht alles, um am Wochenende die Beine im eigenen Garten hochlegen zu können? Für Investoren bieten Reihenhäuser interessante Anlagemöglichkeiten, wie Maik Rissel, Direktor und Leiter Immobilien der Family Office Bank Marcard, Stein & Co berichtet. Gleichzeitig gilt es, die steigenden Baukosten im Zaum zu halten. Frank Wojtalewicz, Geschäftsführer der d.i.i. Investment GmbH, hat dazu die wichtigsten Hebel identifiziert. Wenn Politik und Wohnungswirtschaft an einem Strang ziehen, lassen sich 25 Prozent der Kosten am Bau einsparen. Woran es mangelt, ist der politische Wille.

Mit besten Grüßen

Jürgen Michael Schick und Dr. Josef Girshovich

Beiträge

Frank Wojtalewicz geschäftsführender Gesellschafter, d.i.i. Deutsche Invest Immobilien GmbH

Sechs Wege, die Baukosten zu reduzieren

Angesichts stetig steigender Baukosten wird der Neubau von so dringend benötigtem bezahlbarem Wohnraum immer schwieriger. Doch die Praxis zeigt, dass die Politik mehrere Hebel hätte, um die Baukosten effizient zu reduzieren und Wohnraum dadurch bezahlbarer zu machen.

1) Baulandkosten

Problem: Derzeit belaufen sich die Kosten je Quadratmeter Wohnungsneubau im bundesdeutschen Durchschnitt auf 3.000 Euro. Der Anteil der Kosten für Bauland beträgt dabei inzwischen mehr als ein Fünftel. Zwischen 600 und 650 Euro muss man im Durchschnitt je Quadratmeter Wohnfläche kalkulieren. Das ist mehr als eine Verdoppelung in fünf bis sechs Jahren. Durch die Freigabe der riesigen brachliegenden Flächen im Staatsbesitz würde Spekulation und Teuerung umgehend beendet.

Lösung:
Bund und Länder müssen mehr Bauland zur Verfügung stellen. Bauland ist ein knappes Gut und zum großen Teilen in Staatsbesitz, es wird durch zu wenige Umwandlungen zusätzlich verknappt. Viele ehemalige Industrie- und Gewerbegebiete eignen sich für den Wohnungsbau. Der Bund muss eigene Flächen aktivieren. Der Bund muss zudem Anreize schaffen, damit Länder und Kommunen ihre Flächen nicht horten, sondern für den Wohnungsbau zu Verfügung stellen.

Ersparnis: 10 Prozent der Baukosten.

2) Energetische Auflagen

Problem: Deutschland will nachhaltig und ökologisch bauen. Doch hinter den energetischen Auflagen steckt häufig wirtschaftliches Kalkül. Neubauten müssen häufig an das Fernwärmenetz der Gemeinden angeschlossen werden. Das ist nicht sparsamer, sondern soll der Auslastung der örtlichen städtischen Energieversorger dienen. Häuser werden heute extrem gedämmt, was dazu führt, dass sie gar nicht mehr atmen können und nachträglich Luftschlitze eingebaut werden müssen.

Lösung: Die EnEV muss zielgerichtet und frei von Ideologie nachgebessert werden. Wichtiger als die pauschale Dämmerung wären z. B. Süd- und West-Ausrichtungen von Fenstern. Auch dürfen Eigentümer und Mieter nicht zusätzlich zur Kasse gebeten werden, wenn die Kommunen unter dem Vorwand der Ökologie ihre eigenen Haushalte ausbessern wollen.

Ersparnis: 4-6 Prozent der Baukosten.

3) Bauämter unterstützen

Problem: Die Bauämter sind chronisch unterbesetzt und überfordert. Immer häufiger wird zudem die eigentliche Entscheidungskompetenz der Ämter auf die Bauträger abgewälzt. Zustimmungen anderer Behörden, Zustimmungen von Nachbarn – all das müssen die Bauträger selbst einholen. Ebenso werden Auflagen von den Behörden nicht mehr gebündelt übermittelt, sondern Schritt für Schritt. Dadurch müssen Bauträger im laufenden Genehmigungs- und Vorgenehmigungsverfahren ständig nachbessern. Architekten und Planer müssen dadurch immer wieder an den Plänen Änderungen vornehmen, was weitere Kosten verursacht. Die schleppenden Freigaben von Baugenehmigungen in Kombination mit dem Horten von Bauflächen schafft weiteren Nährboden für Spekulation.

Lösung: Wir brauchen eine Vereinheitlichung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren und die Schaffung transparenter Voraussetzungen für die Genehmigungsfähigkeit von Anträgen. Die Bauämter müssen personell aufgestockt und die Genehmigungsprozesse vereinfacht und wieder effizienter werden. Die Bauämter müssen wieder allein für Bauanträge federführend verantwortlich sein.

Ersparnis: 2-3 Prozent der Baukosten

4) Überbordende Statik-Auflagen

Problem: Deutschland ist ein Land, das auf Sicherheit setzt. Das trifft auch für Bauauflagen bezüglich der Statik zu. Die Anforderungen werden regelmäßig erhöht. Heute benötigt man etwa weitaus mehr und dickere Sparren für die Errichtung eines Dachstuhls als noch vor 100 Jahren. Gleichzeitig werden weitaus kürzere Lebenszeiten für Wohnhäuser veranschlagt als früher. Wir bauen für die Ewigkeit, haben aber als Richtwert für die Nutzungsdauer eines Wohnhauses 80 bis 100 Jahre.

Lösung: Die statischen Anforderungen an die Errichtung von Wohnhäusern müssen sich an der Nutzungsdauer orientieren. Durch die Rücknahme überflüssiger und übertriebener Statik-Auflagen kann sowohl nachhaltiger als auch ökonomischer gebaut werden.

Ersparnis: 2-3 Prozent der Baukosten.

5) Zuschläge für Generalunternehmer

Problem: Die Zuschläge für Generalunternehmer haben sich in den vergangenen Jahren von acht Prozent auf 15 bis 18 Prozent mehr als verdoppelt. Das liegt an der Nachfrage am Markt wie auch an den steigenden Anforderungen an den GU. Die Komplexität und Vielzahl der Auflagen führt dazu, dass die Gewerke mit mehr Aufwand aufeinander abgestimmt werden müssen, dass es viel mehr Bauschritte gibt und dass die einzelnen Bauschritte zudem komplizierter geworden sind.

Lösung: Wenn die energetischen Auflagen wieder Augenmaß haben (Punkt 2), die Bauämter konstruktivere und weniger Auflagen erteilen (Punkt 3) und die Statik-Auflagen in Relation zur Lebensdauer eines Gebäudes gesetzt werden (Punkt 4), werden auch die Kosten für Generalunternehmer sinken.

Ersparnis: 5 Prozent der Baukosten

6) Wohnraumbedarf

Problem: Deutschland hat einen sehr hohen Individualwohnraumbedarf. 1990 berechnete man in Deutschland pro Person 33-35 Quadratmeter, 2018 sind es 46 Quadratmeter. Auch im sozialen Bereich ist der Wohnraumbedarf deutlich gestiegen. Rechnete man im Jahr 1991 noch mit 26 bis 28 Quadratmetern, so gehen die Wohnraumförderungsgesetze für Transferleistungsempfänger heute von 40 bis 45 Quadratmetern pro Person aus. Da der Wohnungsneubau auch die Errichtung von geförderten Wohnungen zwingend vorsieht, werden die Kosten für den Neubau durch den Statistiken zufolge steigenden Wohnraumbedarf zusätzlich in die Höhe getrieben.

Lösung: Bei der Berechnung des individuellen Wohnraumbedarfs müssen die Kosten je Quadratmeter berücksichtigt werden. Dadurch, dass man im Neubau von gefördertem Wohnungsbau weniger Wohnraum je Bewohner kalkuliert, lassen sich die Baukosten deutlich verringern.

Ersparnis: 5 Prozent

Fazit

Bei durchschnittlichen Baukosten von 3.000 Euro je Quadratmeter ergibt sich an vielen Stellen Einsparpotenzial. Durch eine ganzheitliche und kluge Wohnungsbaupolitik und die Erhöhung der bebaubaren Flächen lässt sich über ein Viertel der Baukosten einsparen.

 

Alexander Stehle geschäftsführender Gesellschafter Hamburg | Sotheby´s International Realty

Luxus-Markt: Warum deutsche Metropolen immer mehr Interessenten finden

Monaco, Singapur, New York – das sind im landläufigen Sinn die Hotspots derer, die das Hier und Jetzt wertig und genussorientiert auskosten und hierorts mindestens ein Penthaus oder eine luxuriöse Ferienwohnung erwerben. Das Bild von Deutschlands Städten hingegen ist immer noch geprägt von der Sparer-Nation der späten 1990er Jahre, von einer preußischen Askese und einer Mentalität, die den Geiz dem Wohlstand ganz bewusst vorzieht.

Seit einigen Jahren findet jedoch ein Paradigmenwechsel statt. Denn die hohe Lebensqualität1 und das breite Angebot an Bildungs-, Freizeit- und Entertainmentmöglichkeiten überzeugen Selbstnutzer und Investoren. Vor allem Deutschlands Metropolen holen im Segment der Premium-Immobilien immer weiter auf. Die Käufer der Zukunft legen nicht nur Wert auf schöne Natur und eine hervorragende Infrastruktur, sondern auch auf gute wirtschaftliche und demografische Prognosen für den Standort sowie eine spannende, internationale Kultur- und Kunstszene. Diesbezüglich können insbesondere Start-up-Metropolen wie Berlin und Hamburg gegenüber anderen europäischen Städten – wie beispielsweise London – punkten.

Da verwundert es kaum, dass Berlin dem „Wealth Report 2018” von Knight Frank2 zufolge innerhalb eines Jahres ein Wachstum von rund zehn Prozent verzeichnete und damit unter 100 Weltstädten Platz 12 belegt. Frankfurt liegt mit 12,2 Prozent sogar auf dem sechsten Rang, München auf dem elften. Damit übertreffen die drei deutschen Top-Städte sogar New York, Melbourne und Hong Kong. London landet mit -0,7 Prozent weit abgeschlagen im hinteren Feld. Dieser Umstand ist nicht zuletzt auf das Brexit-Votum zurückzuführen.

Gleichzeitig siedeln sich in Berlin immer mehr international renommierte Digitalkonzerne wie Apple und Amazon an; Siemens investiert in Berlin-Spandau Millionenbeträge, um eine Arbeits- und Lebenswelt der Zukunft zu schaffen; und die Kaufkraft der Hauptstädter steigt kontinuierlich.

Gründer beflügeln hohe Nachfrage im Berliner und Hamburger Premium-Segment

Dass erfolgreiche Unternehmen verstärkt in Berlin investieren, ist auch in den geringeren Lebenshaltungskosten und Kaufpreisen für Wohn- und Gewerbeimmobilien begründet. So kostet ein größerer Büroraum in der Bundeshauptstadt nur etwa ein Fünftel der Londoner Preise. Gerade Flächen in den Metropolen, wie ein Coworking Space in einem Hinterhof in Berlin-Kreuzberg oder ein Loft im Hamburger Szeneviertel St. Pauli sind begehrt und noch vergleichsweise günstig. Dafür spricht auch die Zahl der Neugründungen und -niederlassungen von Unternehmen: Mit 253 Neugründungen in einem Zeitraum von drei Jahren ist Hamburg laut Gründungsmonitor der KfW-Spitzenreiter in Deutschland. Bezogen auf 10.000 Einwohner liegt die Hansestadt knapp vor Berlin mit 238 Neugründungen.

Ein Großteil der Start-ups bringt erfolgreiche Gründer hervor, die von überall aus der Welt nach Deutschland kommen. Neben Selbstnutzern richten auch internationale Investoren ihren Blick verstärkt auf deutsche Metropolen. Die Nachfrage nach Premium-Immobilien in den Elbvororten und in Blankenese sowie in Berlin-Zehlendorf, in Mitte und im Grunewald steigt, gleichzeitig wird auf die Stadtfläche gesehen das Angebot größer. Für den Vertrieb bedeutet das, sich im Wettbewerb der Anbieter bei der internationalen Kundschaft richtig zu positionieren. Hierbei geht es um Softskills bei der Beratung wie auch bei der Einrichtung. Während hohe Fenster und lichtdurchflutete Räume inzwischen ein Muss für jede Entwicklung im gehobenen Segment sind, wird dem Innendesign noch zu wenig Beachtung geschenkt. Allzu häufig werden Kunden durch klinisch weiße Räume geführt, da entsteht wenig Identifikationspotenzial. Auch eigens erstellte Computergrafiken für zukünftige Entwicklungen wirken eher farblos und steril. Es geht um das geeignete Mobiliar oder eine
gut ausgestattete Wohnküche sowie Böden mit hellem Parkett.

Ein guter Vertrieb sollte Verknüpfungen herstellen können

Um Missverständnisse zu vermeiden: Ein Vertrieb sollte nicht zum Innenarchitekturbüro werden, aber er kann geeignete Verknüpfungen herstellen. Seine Aufgabe erfüllt er, wenn er Bauträger und Architekten beim Innenraumkonzept berät und entsprechend koordiniert. Dann wird der Vertrieb zum integralen Bestandteil der Projektentwicklung. Und das eben auch für internationale Städte wie Hamburg und Berlin.

1 https://www.mercer.de/newsroom/quality-of-living-2018.html
2 The Wealth Report 2018 – Knight Frank, S. 34, Marktwachstum zwischen 2016 und 2017.

 

Maik Rissel Direktor und Leiter Immobilien, Family Office Bank Marcard, Stein & CO

„Horizontale Zinshäuser“

Frage: Private Kapitalanleger und Family Offices investieren in der Regel in klassische Wohnimmobilien, die sich möglichst in zentraler Lage in Großstädten befinden. Ihr Multi Family Office Marcard, Stein & CO, welches Vermögen von Unternehmerfamilien und Stiftungen verwaltet, hat eine etwas andere Philosophie. Wie lautet sie?

Maik Rissel: Es mag manchen überraschen, aber wir investieren in Reihenhäuser. Vor einigen Jahren kam ein Bauträger auf uns zu, der um Finanzierungshilfe für ein Portfolio mit Reihenhäusern bat. Wir haben ihn unterstützt und sind seitdem in diesem Marktbereich aktiv. Da es sich um ein- bis zweistöckige Wohngebäude handelt, haben wir ihnen den Namen „horizontale Zinshäuser“ gegeben. Wir sind sehr glücklich über unseren eingeschlagenen Weg.

Frage: Das Konzept ist nicht, die Reihenhäuser zu verkaufen, Sie vermieten sie. Ist denn die Miete aufgrund größerer Flächen nicht deutlich teurer?

Rissel: Das kommt natürlich immer auf die Grundfläche an. Aber Reihenhäuser sind in der Vermietung oft nicht teurer als eine Drei- oder Vier-Zimmer-Neubauwohnung mitten in der Stadt. In etwa kostet es das Gleiche, da die Grundstückskosten am Stadtrand in der Regel niedriger sind. Mieter eines Reihenhauses sind zudem gerne bereit, auch etwas mehr Geld für die gewonnene Freiheit auszugeben. Wurde seriell gebaut, ist der Häusertyp sodann günstiger als ein klassischer Geschosswohnungsbau. Bei unseren Reihenhäusern liegen die Mieten zwischen 9,50 und 11,00 Euro pro Quadratmeter. Das ist eindeutig weniger als in den Zentren.

Frage: Was schätzen denn die Mieter daran?

Rissel: Aus Sicht des Nutzers handelt es sich um ein attraktives Mietprodukt. Er weiß es zu schätzen, wenn er einen eigenen Hauseingang hat und ein Stück Garten, in dem er sich frei bewegen kann. Viele investieren sogar in ihre gemietete Immobilie, sei es in gute Fußböden oder anspruchsvolles Mobiliar sowie eine aufwendige Gartengestaltung. Letztlich genießen sie es, nicht dem täglichen Lärm der Nachbarschaft ausgesetzt zu sein wie in einem hellhörigen Miethaus.

Reihenhäuser haben einen etwas biederen Ruf. Wohnen dort nicht hauptsächlich Beamte?

Rissel: Im Gegenteil, die Bandbreite ist recht groß ¬− vom jungen Akademikerpaar über Familien bis hin zum Seniorenpaar. Im Prinzip ist es ein Modell für alle, die gerne die Ruhe am Stadtrand genießen. Interessenten können wählen zwischen einem Einsteigermodell mit drei Zimmern und 80 bis 95 Quadratmetern und dem klassischen Vier-Zimmer-Modell zwischen 100 und 120 Quadratmetern. Beide Größen laufen gut.

Frage: Ist denn die Ausnutzung auch über einen längeren Zeitraum gegeben?

Rissel: Durchaus. Fühlen sich die ersten Mieter dort heimisch, erzählen sie ihren Freunden und Kollegen davon. Insofern bringt jeder Nutzer etwa ein bis drei weitere Interessenten mit.

Frage: Was hat denn nun der Investor davon?

Rissel: Er ist bei diesem Investitionsmodell flexibel. Besitzt er mehrere Reihenhäuser und möchte sich von einem Anteil trennen, kann er beispielsweise ein einzelnes Haus nach zehn Jahren verkaufen und sein Geld woanders investieren. Außerdem erhält er eine angemessene Rendite. Im Geschosswohnungsbau ist es dagegen viel komplizierter, etwa, wenn eine Eigentümergemeinschaft alle Belange des Verkaufs regelt. Da ist man dann oft nicht mehr sein eigener Herr.

Frage: Gibt es etwas, was Anleger und Nutzer gleichermaßen beachten sollten?

Rissel: Entscheidend ist natürlich immer die Lage. Liegt das Haus am Stadtrand oder weiter außerhalb, sollten eine gut ausgebaute Straßenanbindung zur Stadt und ein ÖPNV-Anschluss mit kurzer Taktzeit vorhanden sein. Darüber hinaus ist eine nahe Lage zu Kitas und Schulen, zu Nahversorgern und Ärzten insbesondere für Familien von großem Vorteil.

Frage: Welche Rolle spielt der Bauträger?

Rissel: Sprechen wir von neuen Reihenhäusern, dann sollte sie jemand bauen, der ausreichend Markterfahrung hat. So sollten die Gärten zur Südwestseite liegen und die Sonne tagsüber ins Wohnzimmer scheinen. Und die Farbe der Fliesen oder das Material der Böden sollten wählbar sein. Denn auch in serieller Bauweise ist Individualität beim äußeren sowie inneren Erscheinungsbild möglich.

 

Jürgen Michael Schick Präsident, IVD

Verheerend für Mieter und für Steuerzahler
Drei Argumente gegen die Enteignungsinitiative

Mietendeckel, Milieuschutzgebiete, Enteignungsinitiative – in keiner deutschen Stadt wird so sehr über Regulierung diskutiert wie in Berlin. SPD, Grüne und Linke verwalten den Mangel, anstatt ihn zu beseitigen. Rot-Rot-Grün in der Hauptstadt zementiert mit der Verhinderung von Neubau das wohnungspolitische Problem, dass es deutlich mehr Nachfrage als Angebot gibt. Linke, Grüne und Teile der SPD, unter anderem die Jusos, unterstützen die Enteignungsinitiative.

1. Mit dem Geld für eine Bestandswohnung könnten zwei neue Wohnungen gebaut werden
Wie in allen anderen Fällen der Rekommunalisierung muss überlegt werden, ob die Steuergelder sinnvoll ausgegeben werden. Auch in Berlin kann man einen Euro nur einmal ausgeben. Im Falle der Vorkaufsrechtsausübung, beispielsweise in der Karl-Marx-Allee oder beim Kauf der 1.821 Plattenbauwohnungen im Kosmosviertel, ist die Frage entscheidend, was mit unserem Steuergeld geschieht. Denn bei der Rekommunalisierung wird eine Wohnung von einem privaten Eigentümer an eine städtische Wohnungsbaugesellschaft oder ähnliches überführt. Zu Höchstpreisen werden Bestandswohnungen so zu „gesicherten Wohnungen“, wie es der Linken-Sprecher der Senatsverwaltung bezeichnet. Die Kaufpreise betragen mit Nebenkosten oftmals deutlich mehr als 4.000 EUR/m². Für das gleiche Geld könnten städtische Wohnungsbaugesellschaften auch neue Wohnungen errichten. Würde die gleiche Summe Geldes also in den Neubau investiert und nicht in den „Rückkauf“ von bestehenden Wohnungen, gäbe es nicht nur die eine Bestandswohnung, sondern zusätzlich zwei neue Wohnungen. In der Summe wären drei (!) Einheiten vorhanden, anstelle einer einzigen „gesicherten Wohnung“.

2. Unbezahlbar für die verschuldete Stadt Berlin
Berlin ist mit 56 Milliarden Euro hoch verschuldet. Allein für den Schuldendienst wird mehr Geld ausgegeben als für die Kultur in Berlin. Die Berliner Infrastruktur ist marode, der öffentliche Personennahverkehr ein Dauerproblem, Schulen und Turnhallen sind in einem miserablen Zustand. Während es buchstäblich durch die Dächer von Turnhallen tropft, sollen Wohnungen für 20, 25 Milliarden oder noch viel mehr enteignet werden. Den genauen Betrag kennt bekanntlich keiner. Unabhängig davon, dass die Initiative „deutlich unterhalb des Marktwertes“ entschädigen möchte.
Nicht weniger unsinnig ist der Vorschlag des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller, die verbliebenen ehemaligen GSW-Wohnungen zurückzukaufen. 2004 wurden diese für 405 Millionen verkauft. Der Rest der Wohnungen dürfte aktuell eine Börsenkapitalisierung von deutlich als fünf Milliarden Euro haben. Sorgloser kann man Steuergelder nicht verschleudern. Und wie gesagt: Dadurch wäre keine einzige neue Wohnung entstanden. Und nur darauf käme es zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes bekanntlich an.

3. Historisch, gesellschaftlich und verfassungsrechtlich absurd
Hochkarätige Juristen wie der Berliner Karlheinz Knauthe sehen das geforderte Gesetz als klar verfassungswidrig an. Die Sorglosigkeit, mit der in allen drei Parteien (SPD, Grüne, Linke) über Enteignung mit Entschädigung „deutlich unterhalb des Marktwertes“ diskutiert wird, macht einen fast sprachlos. In diesem Jahr feiern wir 30 Jahre Mauerfall. Bei aller Lust an immer neuen Regulierungen, die wir auf allen staatlichen Ebenen seit geraumer Zeit im Wohnungsmarkt erleben, soll nun eine Grenze überschritten werden, die nicht akzeptabel ist. Diese Diskussion ist keine Debatte der Wohnungswirtschaft mehr, sondern es ist eine Abstimmung über unser Gesellschaftsbild.

Durch die Verweigerungshaltung von Rot-Rot-Grün, das Wohnungsproblem durch eine Angebotsausweitung in den Griff zu bekommen, wird der Mangel immer weitergetrieben, um ein klares Weltbild zu zementieren.

 

Berlin:
„Wir wollen die Investoren aus der Stadt vertreiben“

Sie kennen das aus amerikanischen Filmen: Der gute und der böse Polizist teilen sich die Rollen, arbeiten aber gemeinsam auf ein Ziel hin. Der böse Polizist auf die brutale Art, der nette Polizist auf die menschliche Art. So sind die Rollen auch im Berliner rot-rot-grünen Senat verteilt, um Wohnungseigentümer zu enteignen.

Die Rolle des „bad cop“ spielt das Bündnis „Deutsche Wohnen und Co enteignen“, unterstützt von Linken und Grünen. Bürgermeister Müller spielt dagegen die Rolle des „god cop“. Der Sprecher, des Bündnisses, Rouzbeh Taheri, erklärt laut Bericht in der FAZ ganz offen: „Wir wollen die Investoren aus der Stadt vertreiben“. In einem ersten Schritt geht es um alle Vermieter, die mehr als 3.000 Wohnungen besitzen. Sie sollen enteignet werden – das ist das Ziel der Initiative. Es geht um rund 200.000 Wohnungen.

Großer und kleiner Miethai
Aber gemeint sind alle Immobilieneigentümer, nicht nur die großen. Auf der Website, auf der für das Volksbegehren geworben wird (https://www.dwenteignen.de/), heißt es: „weil […] Insbesondere Deutsche Wohnen das führende Unternehmen im Berliner Immobilienmarkt ist und eine marktmächtige Stellung besitzt. Die kleinen Miethaie schauen auf den großen Miethai und nehmen ihn als Vorbild. So wird auch eine Niederlage des großen Miethais für die Kleineren eine Lehre sein. Deutsche Wohnen das Handwerk zu legen nützt allen Mieterinnen und Mietern in Berlin, die vom Mietenwahnsinn betroffen sind.“ Also: Auch der „kleine Miethai“ (= kleiner Privatvermieter) soll nicht ungeschoren davonkommen, er kommt als nächstes dran.
Die Taktik ist einfach:

Mit Schikanen zum Verkauf zwingen
Die Linke, die in Berlin mit Katrin Lompscher die Bauverhinderungssenatorin stellt, unterstützt die Enteignungsinitiative. Auch die Grünen signalisieren Unterstützung. Beide spielen in dem Spiel die Rolle des bösen Polizisten.
Berlins Regierender Bürgermeister Müller (SPD) spielt die Rolle des guten Polizisten, der das gleiche Ziel, also die faktische Enteignung, mit anderen Mitteln verfolgt. Er schließt eine förmliche Enteignung ausdrücklich nicht aus, will das Ziel jedoch zunächst auf eine andere Weise erreichen.
Müller nennt das „Rückkauf“. Die Immobilieneigentümer werden systematisch drangsaliert. Dem Unternehmen „Deutsche Wohnen“ hat Berlin kürzlich mittels eines komplizierten Vorkaufsrechtes zahlreiche Wohnungen in zwei Blocks an der Karl-Marx-Allee weggekauft. Die Situation um die Deutsche Wohnen werde „immer unerfreulicher“, sagte Müller. Als Begründung gab er an, dass das Unternehmen von dem ihm gesetzlich zustehenden Klagerecht gegen den Mietspiegel Gebrauch gemacht hatte. „Das gibt kein gutes Bild ab“, meinte er.

Maßstäbe werden verschoben
Die Enteignungsinitiative will faktisch eine entschädigungslose Enteignung. Denn gezahlt werden soll nicht der Verkehrswert der Wohnungen, sondern ein deutlich darunter liegender Preis. Der soll geringer sein als die Verbindlichkeiten, die beispielsweise eine „Deutsche Wohnen“ gegenüber den Banken hat. Im Ergebnis wäre das eine entschädigungslose Enteignung. Jetzt meinen viele: „Ach, das wird schon nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Vorsicht! Das ist ein Denkfehler: Durch die Forderung nach entschädigungsloser Enteignung werden die Maßstäbe verschoben. Die Immobilienbesitzer sollen durch diese Drohungen so lange weichgeklopft werden, bis sie aufgeben und – so Müllers Konzept − „freiwillig“ unter Verkehrswert verkaufen.

Immobilienbranche wehrt sich nicht
Die Immobilienbranche wehrt sich nicht. Wie üblich ist man defensiv, ängstlich, anpassend. Wo bleiben die Demos gegen die Enteignung? Warum schaltet man nicht ganzseitige Anzeigenkampagnen, in denen den Bürgern erklärt wird, wie viele neue Wohnungen man bauen könnte für das Geld, das jetzt durch den Rückkauf sinnlos zum Fenster hinausgeworfen wird? Warum erklärt man den Bürgern nicht auf großen Plakaten in der ganzen Stadt, dass die Senatorin schuld daran ist, wenn sich die Wohnungsnot verschärft, weil unter ihrer Ägide so wenig Bebauungspläne aufgestellt werden wie seit Jahrzehnten nicht? Hat die Immobilienbranche das Geld für solche Kampagnen nicht?! Oder hat man innerlich schon kapituliert? Das Ziel, die Investoren aus der Stadt zu vertreiben, wird schon durch die Diskussion und durch die tägliche Schikane erreicht.

Vorbild Venezuela
Berater von der in Berlin für die Wohnungspolitik zuständigen Senatorin Lompscher ist ihr ehemaliger Staatssekretär Andrej Holm. Weil Holm seine Tätigkeit bei der Stasi bei der Einstellung verschwiegen hatte, musste er zwar als Staatsekretär zurücktreten, aber seit Februar 2017 berät er die Senatsverwaltung als Mitglied des „Begleitkreises zum Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030“. Holm lobte in zahlreichen Vorträgen die Wohnungspolitik von Venezuela als für Deutschland vorbildliches Modell eines „Sozialismus im 21. Jahrhundert“. Auch für die Abschaffung der Demokratie in Venezuela fand er lobende Worte in dem Buch „Revolution als Prozess. Selbstorganisation und Partizipation in Venezuela“. Lompschers Ex-Staatssekretär und Berater lobte darin, dass Venezuela 1999 „offiziell Abschied vom Modell der repräsentativen Demokratie genommen“ und zugleich dem Präsidenten „beschränkte Sondervollmachten“ eingeräumt hatte. Hugo Chávez sei ein „Ermöglicher“ gewesen: „De facto liegen die meisten Entscheidungen des Präsidenten sehr nah an den Forderungen der Basisbewegungen und werden dazu eingesetzt, die partizipative Demokratie zu stärken.“ Genau diese Strategie von Hugo Chavéz soll jetzt in Berlin umgesetzt werden, das Volksbegehren passt genau dazu. Es hat wohl gute Aussichten auf Erfolg, bei Umfragen ist die Mehrheit der Berliner dafür.

Berliner Zinshäuser

Berlin-Nachricht

Mietpreisbremse: Wirkung umstritten, Verlängerung geplant

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) will die 2020 auslaufende Mietpreisbremse um weitere fünf Jahre verlängern. Ein entsprechender Gesetzesentwurf soll noch im Frühjahr vorliegen. Die Ministerin stützte sich bei ihrem Entschluss auf eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Diese hatte dem umstrittenen Gesetz zumindest moderate Wirksamkeit in Form einer „Bremswirkung“ von 2 bis 4 Prozent bescheinigt. Gleichzeitig sind laut Immowelt Marktmonitor 2018 63 Prozent der befragten Immobilienexperten der Meinung, die Mietpreisbremse sollte abgeschafft werden – nur 2 Prozent halten das Gesetz in seiner aktuellen Form für sinnvoll. Nun aber soll es bis 2025 fortgesetzt und, laut Ankündigung der Bundesjustizministerin sogar noch verschärft werden. Führende Stimmen der Immobilienwirtschaft kritisieren das Vorhaben. Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW kommentierte: „Wenn mit derselben Intensität Maßnahmen für bezahlbaren Wohnraum auf den Weg gebracht würden, wie über die Mietpreisbremse diskutiert wird, dann wäre viel gewonnen. Es fehlt ein Planungs- und Baubeschleunigungsgesetz“. Auch der Immobilienverband IVD und der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) positionieren sich gegen eine Verlängerung und Verschärfung der Preisbremse. „Die steigenden Mieten sind lediglich die Reaktion auf ein zu knappes Wohnungsangebot“, so ZIA-Präsident Andreas Mattner. Das wichtigste sei, dass mehr Bauland bereitgestellt werde, sagte IVD-Präsident Jürgen Michael Schick. Diese Ansicht teilt auch der Städte- und Gemeindebund. Kommunen müssten leichter an Bauland rankommen, so die Forderung.

 

Geplante Grundsteuerreform in der Kritik

Lange wurde diskutiert, nun haben Bund und Länder einen Kompromiss in Sachen Grundsteuerreform vorgelegt. Anstelle der momentanen Bemessung auf Grundlage des Einheitswertes soll demnach künftig eine Kombination aus Grundstückswert, Alter der Immobilie und Höhe der Miete zur Berechnung der Steuer herangezogen werden. Basierend auf diesem Kompromiss soll nun ein Gesetzesentwurf entstehen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hält das erarbeitete Eckpunktepapier für eine gute Diskussionsgrundlage und sieht den Verhandlungen optimistisch entgegen. Mehrkosten für Immobilienbesitzer bei der Grundsteuer sollten Scholz zufolge nicht anfallen. In Einzelfällen seien höhere Steuern in Zukunft aber möglich. Kritisiert wurde der Vorschlag von verschiedenen Seiten. Beispielsweise sei derzeit noch ungeklärt, wie die Berechnung bei Gewerbeimmobilien in Zukunft geschehen solle. Das bemängelte die Unionsfraktion. Auch vonseiten der Immobilienwirtschaft trifft das Eckpunktepapier auf wenig Gegenliebe. So nannte der Hauptgeschäftsführer des ZDB, Felix Pakleppa den Kompromiss „aus mehreren Gründen nicht überzeugend“, da unter anderem erheblicher bürokratischer Mehraufwand bei der Berechnung der Steuer entstünde. Neben dem ZDB plädierte auch der ZIA für eine „eine einfache und effiziente Steuererhebung.“ Bei dringend notwendigen Neubauprojekten drohe eine systematische Benachteiligung, kritisierte ZIA-Präsident Andreas Mattner. Kritisch zeigte sich auch der Eigentümerverband Haus und Grund. Die Implementierung der Grundsteuerreform werde mitnichten „aufkommensneutral“ verlaufen, wie im Eckpunktepapier prognostiziert. Es drohen erhebliche Steigerungen der Grundsteuer, vor allem in teuren Lagen.

 

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Zinshaus-/Forward-Deal-Angebote

Top-Lage in Berlin Mitte

Das zum Verkauf stehende Objekt befindet sich im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf und wurde 1991 dreigeschossig errichtet. Das Gebäude verfügt über fünf Wohnungen mit einer Gesamtmietfläche von 516 m² und eine Gewerbeeinheit mit circa 342 m². Das Haus wurde in den vergangenen zwei Jahren umfassend saniert und präsentiert sich in einem einwandfreien Zustand.

Kaufpreis: EUR 3.000.000,-; zzgl. 7,14 % Maklerprovision (inkl. MwSt.)

Vermietbare Fläche: 858 m²

Rendite: 3,49 %

Angaben zum Energieausweis: Energieverbrauchskennwert lt. Energieausweis 102,8 kWh/(m²*a), Warmwasser enthalten, Öl-Zentralheizung, Baujahr 1991

(bei Interesse bitte Objekt-Nr. angeben: 51849)

 

Schlüsselfertige Projektentwicklung einer Wohnanlage bei Berlin

Wir bieten in Form eines klassischen Forward-Deals den Erwerb einer zu errichtenden Wohnanlage an, bestehend aus sechs dreigeschossigen Gebäuden mit je 14 Wohnungen. Die Gesamtwohnfläche wird circa 6.491 m² betragen. Ferner wird es 68 Pkw-Außenstellplätze geben.
Der Bauantrag ist gestellt. Der Baubeginn ist für April 2019, die Fertigstellung zum vierten Quartal 2020 vorgesehen.
Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 59 m² und 98 m². Die monatliche Wohnraummiete ist mit 11,00 EUR/m² kalkuliert. Die monatliche Stellplatzmiete ist mit 45,00 EUR pro Pkw-Stellplatz berechnet.

Kaufpreis: EUR 21.405.000,-; provisionsfrei für den Käufer

Grundstücksfläche: 7.753 m²

6.491 m²

Angaben zum Energieausweis: liegt nicht vor

(bei Interesse bitte Objekt-Nr. angeben: 51817)

 

Gepflegtes Eckmiethaus in aufstrebender Lage von Leipzig

Das voll vermietete Mehrfamilienhaus, welches 1900 erbaut und Mitte der 1990er-Jahre saniert wurde, befindet sich im östlichen Teil Leipzigs.
Das dreigeschossige Eckhaus verfügt über 20 Wohneinheiten, die zwischen 46 m² und 75 m² groß sind. Im Hof befindet sich eine zweigeschossige Remise, die bislang als Büro genutzt wurde.

Kaufpreis: EUR 1.595.000,-; zzgl. 7,14 % Maklerprovision (inkl. MwSt.)

Vermietbare Fläche: 1.146 m²

Aktuelle Durchschnittsmiete: 4,54 EUR/m²

Angaben zum Energieausweis: Energieverbrauchskennwert lt. Energieausweis 118 kWh/(m²*a), Energieeffizienzklasse D, Warmwasser enthalten, Gaszentralheizung, Baujahr 1900.

(bei Interesse bitte Objekt-Nr. angeben: 51857)