PB3C lädt zur EXPO REAL nach München ein. Hier finden Sie eine Übersicht der Veranstaltungen und Anmeldemöglichkeiten.
PB3C lädt zur EXPO REAL nach München ein.

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Kann man noch in deutsche Immobilien investieren? Der aktuelle Empirica-Blasenindex hat Unruhe in den Markt gebracht − aber ist diese berechtigt? Unseren Experten zufolge bleibt Deutschland weiterhin ein solider Wachstumsmarkt mit einer hohen Nachfrage nach Immobilien − von den großen Ballungsgebieten über Universitätsstädte bis hin zu zahlreichen B-Städten. Gute Beratung, Analysen und Marktkenntnis sind freilich Voraussetzung für eine erfolgreiche Investition, denn auf Glück allein kann man kein Vermögen bauen.

Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre mit der neuen Ausgabe unseres gemeinsamen Newsletters,

Ihr

Holger Friedrichs und Jürgen Michael Schick

Beiträge

Hans-Joachim Lehmann Warburg-HIH Invest Real Estate GmbH

Kaufen, bevor gebaut wird?

Projektentwicklungen werden immer begehrter. Kein Wunder, das Angebot auf dem Immobilienmarkt ist knapp, die Nachfrage hoch. Anleger verschieben ihre Investitionsentscheidung deshalb zunehmend nach vorn, erwerben neu errichtete Objekte nicht erst nach der Fertigstellung, sondern bereits sehr früh in der Projektphase. Das hat Charme, denn so lassen sich Objekte in begehrter Lage frühzeitig für das eigene Portfolio sichern. Verlockend, aber durchaus tückisch.

Es gibt zwei Möglichkeiten eines solchen Forward Deals: einen Forward Purchase und das Forward Funding. Beim Forward Purchase wird zwar der Erwerb der Projektentwicklung bereits frühzeitig vereinbart, doch bezahlt wird erst, nachdem das Objekt fertiggestellt und von den Mietern abgenommen ist. Das verringert das Risiko für den Investor, schließlich muss er während der Bauphase, in der immer etwas schiefgehen kann, noch kein Geld in die Hand nehmen. Das muss er erst, wenn das Projekt erfolgreich abgeschlossen ist.

Trotzdem wird die Anlageform Forward Funding immer beliebter. Dabei erwirbt und finanziert der Investor eine Projektentwicklung bereits vor Fertigstellung des Objekts. Er investiert also schon vor Baubeginn beziehungsweise währenddessen sein Kapital. Was klingt wie ein Nachteil und ein erhöhtes Risiko, betrachten gerade institutionelle Investoren eher als Vorteil – denn dadurch können sie frühzeitig ihre liquiden Mittel allokieren und verzinsen. Im Niedrigzinsumfeld ist das für viele Anleger eine bessere Option, als zu warten, bis die Projektentwicklung fertiggestellt ist.

Zudem setzen Investoren beim Forward Funding auf eine kleine Risikoprämie in Form eines vergünstigten Kaufpreises. Tatsächlich aber sind die Risikoabschläge für Forward Fundings bereits stark geschmolzen, insbesondere wenn – und das ist der Standardfall – sich der Investor gegen die Risiken absichert. So übernehmen Investoren Projektentwicklungen in der Regel erst, wenn das Baurecht gesichert ist und das Objekt bereits Vorvermietung vorweisen kann. Das schützt den Investor vor unerwartetem Ärger mit den Baubehörden und verringert das Vermietungsrisiko. Üblicherweise bleibt das Kostenrisiko außerdem beim Projektentwickler: Wird der Bau teurer als veranschlagt, geht das auf seinen Gewinn, nicht auf den des Investors.

Trotzdem kann für den Investor bei einem Forward Funding noch einiges schieflaufen. Eine Baustelle ist schließlich nie zu 100 Prozent planungssicher. Zum Beispiel kann der Generalunternehmer, der die Baudurchführung übernommen hat, insolvent werden, was die Bauarbeiten erheblich verzögert. Gut deshalb, wenn ein Investor im Bereich Projektentwicklung bereits eigene Erfahrungen gemacht oder einen Partner hat, der entsprechende Expertise vorweisen kann.

Die Größe von Forward Deals ist vielfältig. Sie sind beliebt bei institutionellen Investoren, die trotz des knappen Angebots nicht auf Core-Objekte verzichten wollen und deshalb immer häufiger die Möglichkeit ergreifen, Projektentwicklungen zu erwerben. Aber auch kleinere Entwicklungen finden ihre Abnehmer bei Family Offices.

Till Schmiedeknecht BGP Asset Management GmbH

Wohninvestments 2017 – auf der Suche nach der besten Mid-Rendite

Heute noch investieren? Das wird angesichts steigender Preise und knapper Angebote immer schwieriger. Weil der deutsche Immobilienmarkt für ausländische und meist kapitalstarke Anleger ebenfalls reizvoll ist – Stichwort: safe haven –, muss man schon über die Eigenschaften eines Trüffelschweins verfügen, um weiterhin erfolgreich zu investieren. Dennoch: In einigen Regionen und mit der passenden Anlagestrategie – Stichwort: alternative Immobilienklassen – lassen sich auch 2017 gute Renditen erzielen. Man muss nur wissen, wie. Zwei Trends und eine mögliche Falle haben wir von BGP für Sie analysiert.

1. Mittlere Lagen werden attraktiv

Hohe Nachfrage macht erfinderisch: Investoren kaufen inzwischen auch Objekte in weniger attraktiven Makrolagen. Neben höheren Renditen besteht das Potenzial, dass sich Nebenstandorte in B-Städten wie in Metropolen zu Trendvierteln mit steigenden Preisen entwickeln. Allerdings ist die genaue Mikrolage entscheidend: Ist das Objekt gut an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden? Sind Arztpraxen, Geschäfte, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen vorhanden? Viele Anleger wissen mittlerweile: Das Gebäude an sich kann ein Plattenbau aus den 1970er-Jahren sein – wenn es über einen soliden Mietermix verfügt und in einem ausbaufähigen Zustand ist, sollte eine Investition geprüft werden. Aber Obacht: B-Stadt ist nicht gleich B-Stadt. Die Standorte variieren hinsichtlich ihres wirtschaftlichen Entwicklungspotenzials erheblich. Beratung und Marktanalyse sind also unabdingbar, damit man eine Immobilie mit Wertschöpfungspotenzial erwirbt.

2. Studentenwohnungen als Anlagealternative

Auch Studenten wollen wohnen. Das wissen viele von uns aus eigener Erfahrung. Und mit immer mehr Studierenden an den deutschen Universitäten steigt die Nachfrage nach kleinen, kompakten Wohnungen und Zimmern in praktischen Lagen. Die Zahlen sprechen für sich: Es gibt mittlerweile in Deutschland mehr als 2,8 Millionen Studierende, davon kommen etwa zwölf Prozent aus dem Ausland. Eine Investition in eine Universitätsstadt sollte also auf der Agenda für das Jahr 2017 stehen. Dabei gilt es zu beachten: Potenzielle Renditen können durch speziell angepasste Studentenkonzepte deutlich erhöht werden, beispielsweise durch die Vermietung einzelner Zimmer im Bestand, was nur geringe Investitionen erfordert. Hier gilt es zu prüfen, ob sich die Zusammenarbeit mit einem Facility-Partner lohnt. Wichtig zu wissen: Wir haben derzeit einen Studentenüberhang infolge doppelter Jahrgänge – also nicht blenden lassen und die langfristigen Entwicklungen prüfen. Tipp: Wer mit einer Mid-Price-Strategie agiert, wird nachhaltiger vermieten als im Premiumsegment, das vorrangig vom kurzfristigen Studentenboom profitiert.

Ostdeutschlands blühende Landschaften 2.0

Und zu guter Letzt eine Warnung: Von vielen Seiten heißt es, Ostdeutschland erlebe einen Boom, vor allem ostdeutsche B-Städte lägen im Trend. Hier ist Vorsicht geboten: Der ostdeutsche Immobilienmarkt profitiert derzeit weniger von der eigenen wirtschaftlichen Entwicklung als vielmehr von den enormen Preissteigerungen in Westdeutschland. Nicht umsonst sprechen wir von „Schwarmstädten“. Momentan dreht der Schwarm gen Osten, und zwar, weil sich viele jüngere – und flexiblere – Menschen eine Wohnung in einer westdeutschen Großstadt schlicht nicht leisten können. Was aber, wenn es zu Korrekturen am westdeutschen Immobilienmarkt kommt? Sobald mit Neuvermietungen nicht mehr automatisch hohe Preisaufschläge verbunden sind, wird sich der Schwarm wieder drehen. Und dann sitzen viele Investoren auf ihren relativ teuer – da im Zyklus – gekauften Immobilienbeständen und warten auf zahlungskräftige Mieter, das aber in Städten ohne eigene Wirtschaftskraft.

Fazit

B-Stadt ist nicht gleich B-Stadt, Uni-Stadt nicht gleich Uni-Stadt, Ost nicht gleich West. Wer mittel- und langfristig erfolgreich investieren will, darf sich nicht von kurzfristigen Entwicklungen blenden lassen. Gleichzeitig entdecken in- und ausländische Investoren zunehmend mittlere Lagen und alternative Investmentklassen für sich, beispielsweise Studentenwohnungen. Insgesamt bleibt Deutschland für Anleger mit guten Kenntnissen der regionalen Eigenheiten ein solider Investitionsstandort.

Nina Reiter Geschäftsführerin der Bernd Reiter Gruppe

Interview

Frau Reiter, die Metropolen ziehen immer mehr Menschen an, doch der Wohnraum ist und bleibt knapp. Was macht Projektentwicklungen dort so schwierig?

Die stärkste Nachfrage in den Metropolen bezieht sich auf Stadtteile mit den besten Wohnbedingungen – Kultur, Freizeitmöglichkeiten, Arbeitsplatznähe, Infrastruktur. Deren Nachverdichtung reicht für die Nachfrage bei Weitem nicht aus –auch über die Konversion von Gewerbeflächen kommt man, selbst bei zügigen Änderungen des Bebauungsrechts, nicht auf die benötigte Fläche. Es ist daher nicht nur eine gute Projektentwicklung, sondern auch eine Stadtteil- oder Vorortentwicklung nötig, die bei Planung und Realisierung im besten Fall der Wohnraumnachfrage zuvorkommt. Diese Erkenntnis haben die Kommunen unterschiedlich schnell realisiert. Meistens muss der Projektentwickler – und damit auch der Endkunde –in Vorleistung gehen und hoffen, dass die Infrastruktur folgt.

Was bedeutet das für das Umland der großen Städte?

Die Wichtigkeit der suburbanen Umgebung von Metropolregionen rückt als vordringliches Thema der Wohnungswirtschaft in den Fokus. Aufgrund der guten Universitätsangebote, dem kontinuierlichen Bevölkerungswachstum und der hohen Beschäftigungsquote besteht in vielen Regionen eine enorme Wohnungsknappheit und demzufolge unbezahlbare Miet- und Kaufpreise. Die angespannte Marktlage ist nur zu bewältigen, indem die Menschen in angrenzende Städte ausweichen. Speckgürtel von Metropolregionen bleiben aufgrund der prosperierenden wirtschaftlichen Lage langfristig attraktiv. Das bedeutet: In den Randlagen muss zwingend mehr Wohnraum entstehen.

Sie entwickeln derzeit ein neues Wohnquartier mit rund 450 Wohnungen in Wesseling zwischen Köln und Bonn. Ist die Nachfrage in Ballungsgebieten tatsächlich so hoch, dass sich solche umfangreichen Projekte selbst in mittelgroßen Städten rentieren?

Wesseling ist keine klassische Mittelstadt, da Köln im wahrsten Sinne des Wortes fließend nach Wesseling übergeht. Köln-Wesseling-Bonn ist mit der Metropolregion Rhein-Ruhr vergleichbar. Die Nachfrage in diesem Ballungsgebiet nach bezahlbarem Wohneigentum ist enorm hoch, sodass große Nachfragergruppen nicht bedient werden können. Die niedrige Wohneigentumsquote, die wir immer noch haben, zeigt den riesigen unerschlossenen Markt und das Potenzial des Wohnstandortes Wesseling.

Wer sind die Nachfrager im Umland großer Städte? Junge Familien, Pendler?

In den Innenstädten fehlen nicht nur Apartments für Studierende und Pendler, sondern auch klassische 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen und Einfamilienhäuser für Paare und Familien verschiedener Altersklassen. Bei den Nachfragern im Umland handelt es sich also um eine Vielzahl von Zielgruppen. Die Bereitschaft, für günstigeren Wohnraum zu pendeln, ist enorm gestiegen, sofern eine gute Infrastruktur vorhanden ist.

Was für ein Konzept muss man mitbringen, um diese Menschen von seinem Wohnprojekt zu überzeugen?

Zwei Kriterien sind für ein erfolgreiches Konzept ausschlaggebend:
Der Wohnungsmix – eine Variation verschiedener Wohnformen und Wohnungsangebote zur Schaffung eines vielfältigen Quartiers – sowie bezahlbare Miet- und Kaufpreise, die es in den Innenstädten nicht mehr gibt.

Im „Rheintal Quartier“ in Wesseling bieten wir für alle Alters- und Zielgruppen den passenden Wohnraum. Modulare Apartments, klassische 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen, Mehrgenerationenkonzepte und Stadthäuser. Durch Grün- und Freiflächen sowie einen zentralen Quartiersplatz mit Wasserspielen entsteht eine hohe Aufenthaltsqualität − eine städtebauliche und inhaltliche Geschlossenheit beziehungsweise eine soziale Homogenität, die das Quartier zu einem lebenswerten Wohnstandort machen.

Sinnvoll ist es außerdem, wenn die geplante Projektentwicklung einen Beitrag zur Stadtentwicklung leistet, also zur räumlichen, strukturellen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt. Die Planungsziele der Stadt Wesseling wurden bei der Konzeption berücksichtigt.

Trotzdem ist selbst in Metropolregionen sicher nicht jeder Standort für ein großes Investment geeignet. Worauf achten Sie bei der Standortwahl?

Bei der Standortwahl ist die Infrastruktur ausschlaggebend, um mit U- und S-Bahn sowie Autobahnanschluss eine schnelle Erreichbarkeit der Innenstädte zu gewährleisten. Außerdem nahe gelegene Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten, Schulen und Freizeitangebote.

Was ist für Immobilieninvestoren im Umland von Metropolen attraktiver: Bestand oder Neubau?

Bei Investoren ist ein Wandel zu erkennen – nachdem die Preise für Bestandsimmobilien in den vergangenen 18 Monaten stark angestiegen sind, ist der Neubau, wenn Kauf- und Mietpreise im passenden Verhältnis stehen, auch im Umland wieder deutlich stärker nachgefragt.

Der Begriff „Schwarmstädte“ geht um. Sehen Sie Potenzial in Städten jenseits der klassischen Ballungsgebiete?

Der Begriff der „Schwarmstadt“ definiert ein neues Wanderungsmuster in Deutschland. Das Forschungsinstitut Empirica beschreibt, dass insbesondere die jüngere Bevölkerung (18 bis 35 Jahre) wie Vögel aus den meisten Regionen Deutschlands aufsteigen, als Schwarm in vergleichsweise wenige „Schwarmstädte“ einfallen und dort für knappen Wohnraum sorgen, während sich die Abwanderungsregionen zunehmend entleeren. Im Gegensatz zu früher verteilt sich dieser „Schwarm“ nicht mehr nur auf deutsche Großstädte, sondern vermehrt auch in deren unmittelbare Randgebiete.

Das bedeutet, dass die Immatrikulation bei einer Universität nicht mehr zwingend zu einem Wohnortwechsel in die Hochschulstadt führt, sondern aufgrund der aktuellen Marktsituation (enorme Wohnungsknappheit, sehr hohe Miet- und Kaufpreise, höhere Pendelbereitschaft) zu einem Umzug in die Randgebiete. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Städte jenseits der klassischen Ballungsgebiete, die über eine entsprechend gute Anbindung und Infrastruktur verfügen, ein hohes Potenzial besitzen, die neuen „Schwarmstädte“ zu werden.

Jürgen Michael Schick

Die clevere Alternative

Viele Investoren stehen zu Beginn des Jahres 2017 vor der Herausforderung, dass sie bislang in Zinshäuser oder Wohnanlagen investiert haben, aber nur noch wenige Objektangebote zu angemessen Preisen erhalten.

Eine clevere Alternative für bisherige Bestandsimmobilien-Käufer ist die Investition in neu errichtete Mehrfamilienhäuser. Institutionelle Investoren und Fonds, die vor einigen Jahren ausschließlich in Bestandsimmobilien investiert haben, setzen bereits immer stärker auf den Wohnungsneubau. Aber auch für private Anleger bieten sich damit große Chancen.

Gute Zinshäuser sind rar geworden. Es gibt in fast allen großen Märkten mehr Nachfrage als Angebot. Dadurch sind die Preise in den deutschen Metropolen so stark gestiegen, dass sich die Preise für Neubau und Bestandsimmobilien immer mehr angenähert haben. Die relative Attraktivität von Neubauten ist dadurch enorm gestiegen. Im Wohnungsbestand beschränkt die Mietpreisbremse die Mieterhöhungsmöglichkeiten. Für neu erbaute Wohngebäude gilt die Mietpreisbremse jedoch nicht, da der Gesetzgeber den Neubau ankurbeln will. Anders als im Bestand können beim frei finanzierten Neubau die Mieten mit dem Mieter vereinbart werden. Moderne energetische Standards im Neubau sorgen für geringe Nebenkosten. Da für den Mieter nur die Bruttomiete relevant ist, verbessert das die Chancen eines Vermieters, attraktive Mieten zu erzielen. Zwar wird in Deutschland immer mehr gebaut, aber in allen Metropolen wird sehr viel weniger gebaut als angesichts des Zuzuges notwendig wäre. Die gestiegenen Immobilienpreise und Mieten spiegeln diese Knappheit wider, zahlreiche Experten rechnen mit weiter steigenden Mieten und Preisen. Anders als bei Bestandswohnungen müssen sich Käufer von Neubauten keine Sorgen machen über Instandhaltungsstau oder − bei umfassenden Modernisierungen − gesetzlich geforderte energetische Nachrüstungen.

Und so funktioniert es:
Beim Erwerb einer Projektentwicklung kaufen Sie ein Mehrfamilienhaus schon bevor es gebaut wird. Dadurch erhält der Bauträger eine Finanzierungssicherheit und Investoren können günstiger einsteigen. Bezahlt wird entweder, nachdem es komplett fertig gestellt und vermietet ist, oder aber in mehreren Raten, je nach Baufortschritt. In unserem Jargon ist das ein „Forward-Deal“. Für Versicherungen und Versorgungswerke ist das zunehmend die übliche Weise, wie in Wohnimmobilien investiert wird. Es gibt bereits „Forward-Deals“ ab drei Millionen Euro, die von Banken gerne finanziert werden, sodass kleinere Zinshaus-Investoren im Markt für Projektentwicklungen investieren können. Die meisten institutionellen Investoren legen ab ca. 15 Millionen Euro an. Private Investoren haben daher im Bereich zwischen drei und 14 Millionen Euro sehr gute Chancen, zum Zuge zu kommen.

Sie haben zwei Alternativen:
Wer in innerstädtischen Lagen investiert, kann – je nach Stadt – mit einer Bruttorendite zwischen 2,5 Prozent (München) und 3,7 Prozent (Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt) rechnen. Wer höhere Renditen (4 bis 4,5 %) erzielen will, investiert in attraktive, aufstrebende Lagen in Stadtteilen außerhalb des Zentrums oder im Speckgürtel von Metropolen. Wer einen Großteil des Kaufpreises finanziert, wird die Renditen erheblich erhöhen, sodass teilweise zweistellige Eigenkapitalrenditen erzielt werden. Auch im Wohnungsneubau gilt, dass das Verhältnis zwischen Zinsbelastung und Bruttorendite selten so günstig war wie heute.

Wenn Sie bislang in Zinshäuser oder Wohnanlagen investiert haben, aber nur noch wenige Angebote zu angemessenen Preisen erhalten, dann könnten auch für Sie Neubau-Projektentwicklungen eine clevere Alternative für das Jahr 2017 darstellen.

Dr. Dr. Rainer Zitelmann

Boomregion Rhein-Main

Die „Frankfurter Immobilienrunde“ vom 21. Februar hat gezeigt: Der Boom in der Rhein-Main-Region ist ungebrochen. Das gilt keineswegs nur für Frankfurt. Aktuelle Zahlen von bulwiengesa belegen beispielsweise, dass sich die Preise für Eigentumswohnungen in Mainz seit 2007 verdoppelt haben. Auch in Städten wie Offenbach, Darmstadt oder Wiesbaden explodiert die Nachfrage – mit entsprechenden Preissteigerungen. Wolfgang Ries vom Unternehmen Bien Ries AG meinte: „Ich bin seit über drei Jahrzehnten Wohnungsbauträger, aber einen solchen Boom habe ich noch nie erlebt.“

Preise explodieren – nicht nur in Frankfurt

Laut bulwiengesa sind die durchschnittlichen Kaufpreise für Eigentumswohnungen (Erstbezug) in Frankfurt inzwischen bei fast 5000 Euro pro Quadratmeter angekommen, in Darmstadt bei 4200 Euro, in Mainz und Wiesbaden bei 4000 Euro. Zum Vergleich: 2007 betrug der durchschnittliche Kaufpreis einer Eigentumswohnung (Erstbezug) in Frankfurt 3000 Euro. Und die Spitzenpreise stiegen im gleichen Zeitraum von 4500 auf 8500 Euro pro Quadratmeter. Auch die Mieten sind deutlich gestiegen – allerdings nicht so rasant wie die Kaufpreise. Beispiel: Setzt man den Index im Jahr 2007 auf 100, dann beträgt er für die Wohnungspreise in Frankfurt heute 170, für die Mieten dagegen etwa 140. Die Durchschnittsmiete in Frankfurt ist auf 14,80 Euro pro Quadratmeter gestiegen, die Spitzenmiete auf 21 Euro (bei Preisen und Mieten berücksichtigt bulwiengesa extreme Ausreißer nach oben nicht.)

Täglich 40 Zuwanderer, aber nur 11 Wohnungen

Weiterhin kommt die Produktion neuer Wohnungen mit der Zuwanderung nicht mit. So stieg in Frankfurt die Zahl der Haushalte seit 2006 um mehr als 51.000, während es nur knapp 26.000 Fertigstellungen gab. Derzeit werden jeden Tag elf neue Wohnungen in der Mainmetropole fertiggestellt, aber es kommen 40 neue Einwohner hinzu, was 22 Haushalten entspricht. Vergleicht man die Zahl der Mietwohnungsprojekte mit der Zahl der neu errichteten Eigentumswohnungen, dann zeigt sich, dass eindeutig die Eigentumsmaßnahmen überwiegen. Zwei Drittel aller Projekte sind Eigentumswohnungen – bezogen auf die Wohnfläche sind es etwas weniger, aber immerhin noch 59 Prozent.

Starke Nachfrage von Ausländern

Auch der Boom der Wohnhochhäuser hält an. Bulwiengesa listet insgesamt 23 Projekte seit 2012 auf. Das bislang größte Wohnhochhaus Deutschlands, der „Grand Tower“ der GSP Städtebau, hat 51 Geschosse und ist 172 Meter hoch. Der Bau hat bereits im zweiten Quartal des vergangenen Jahres begonnen, mit der Fertigstellung wird 2019 gerechnet. Erstaunlich ist die Vertriebsgeschwindigkeit: In nur zehn Monaten wurden 305 der 401 Wohnungen verkauft. Das Vertriebsunternehmen Zabel brachte viel internationale Klientel – aus 21 Nationen.
Ganz generell ist in Frankfurt eine hohe Nachfrage von Asiaten zu beobachten. Iris Dilger von der Wohnkompanie stellte das Projekt „Sophie“ in der Solmsstraße in Bockenheim vor. 100 von 124 Wohnungen sind verkauft und zwei Drittel der Käufer kommen aus Frankfurt. Zu den „Frankfurtern“ zählen auch Asiaten – denn mehr als jeder vierte Käufer in dem Projekt ist asiatischer Herkunft.

Berliner Zinshäuser

Berlin-Nachricht

Grunderwerbsteuer spült Milliarden in die Kassen der Länder

Im vergangenen Jahr haben die deutschen Bundesländer mit der Grunderwerbsteuer 12,4 Milliarden Euro eingenommen, so das Institut für deutsche Wirtschaft (IW). 2009 waren es nur 4,9 Milliarden. Grund für die Steigerung ist aber nicht nur das hohe Gesamttransaktionsvolumen auf den Immobilienmärkten, sondern auch die wiederholten Anhebungen des Steuersatzes in den vergangenen Jahren. Zuletzt hatte Thüringen die Grunderwerbsteuer zum Jahresbeginn von fünf auf 6,5 Prozent erhöht. Vor allem für Haushalte mit kleineren und mittleren Einkommen wird der Wohneigentumserwerb dadurch stark erschwert, wie zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft beklagen. Beispielsweise fordert Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD, die Steuersätze einheitlich auf 3,5 Prozent zu senken, wie es bis 2006 der Fall war. FDP-Chef Christian Lindner fordert eine Befreiung von der Grunderwerbsteuer bei Kaufpreisen von bis zu 500.000 Euro.

Deutschland gilt bei Anlegern weiter als Sicherer Hafen

Dem „Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2017“ von EY Real Estate zufolge bewerten 96 Prozent der 135 befragten Investoren den deutschen Immobilienmarkt unabhängig von der Nutzungsart als „attraktiven“ oder „sehr attraktiven“ Investmentstandort. Verglichen mit anderen europäischen Märkten ist Deutschland für 66 Prozent „sehr attraktiv“. 98 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten für das laufende Jahr keine Zinswende. Gleichzeitig stimmen 94 Prozent der These zu, dass aufgrund des Nachfrageüberhangs und des damit verbundenen Mangels an attraktiven Assets die Preise in die Höhe getrieben werden. Zudem werden Forward Deals immer wichtiger, weshalb Projektentwicklungen verstärkt in den Fokus der Investoren rücken. Ferner wächst unter Investoren das Interesse an Büroimmobilien – 62 Prozent gaben an, sich stärker auf dieses Marktsegment zu konzentrieren. Bei Wohnimmobilien nannten die Umfrageteilnehmer Berlin als aussichtsreichsten Investitionsstandort, gefolgt von Frankfurt am Main.

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Zinshaus-Angebote

Projektentwicklung in Pankow

Wir bieten eine Projektentwicklung und Realisierung eines schlüsselfertig zu erstellenden Mehrfamilienhauses zum Kauf an. Es entstehen über vier Geschosse plus einem Dachgeschoß acht Wohnungen mit einer Fläche von 718 m² und zwei Außenstellplätze. Die Erschließung erfolgt über ein Treppenhaus und einen Aufzug. Der Baubeginn ist für das 2. Quartal 2017 geplant. Alle Wohnungen verfügen über Balkone, das Penthouse über zwei Terrassen, einmal nach Norden, einmal nach Süden ausgerichtet. Die Wohnungen sind mit Eichenparkettfußböden und Fußbodenheizung versehen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete ist mit monatlich € 14,00 pro Quadratmeter kalkuliert.

Das Gebäude befindet sich im Herzen von Berlin-Pankow. Weitläufige Parkanlagen wie z. B. der Bürgerpark, der Schlosspark mit dem Schloss Schönhausen mit 150 Jahre alten Bäumen, die Schönholzer Heide, die Karower Teiche und die Wege entlang der naturbelassenen Panke laden zum Spazieren, Wandern und Radfahren ein.

Kaufpreis: 3.125.000 zzgl. 7,14 % Maklerprovision (inkl. MwSt.)
Rendite: 3,93 % SOLL

Sehr gepflegtes Mehrfamilienhaus in Treptow-Köpenick

Zum Verkauf steht ein 1997 erbautes, attraktives Mehrfamilienhaus mit sechs gut geschnittenen Einheiten. Alle Wohnungen verfügen über einen Südbalkon, zusätzlich zu gemütlichen Erkern und weiteren Balkonen in den Penthäusern. Zur hochwertigen Ausstattung gehören Fußbodenheizung, Einbauküchen und bodentiefe Fenster. Umgeben wird das Anwesen von einem gepflegten Garten mit großem Spielplatz. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro m² beträgt aktuell moderate € 7,61.

Angaben gemäß Energieausweis: Energieverbrauchsausweis; Baujahr 1997; Endverbrauch: 141 kWh, Heizungsart: Gasheizung; Energieträger: Gas; Energieausweis vom/gültig bis: 14.08.2008 – 14.08.2018.

Kaufpreis: 1.600.000 zzgl. 7,14 % Maklerprovision (inkl. MwSt.)
Rendite: 3,52 %