Immobiliengeschäft der Berliner Sparkasse brummt

Die Berliner Sparkasse hat 2019 einen deutlichen Zuwachs im gewerblichen Immobilienfinanzierungsgeschäft gegenüber 2018 verzeichnet, schreibt die BÖRSEN ZEITUNG am 24.1. unter Berufung auf ein Gespräch mit Hans Jürgen Kulartz. In den ersten drei Quartalen 2019 habe das Neugeschäft 2,54 Mrd. Euro betragen, während es im entsprechenden Vorjahreszeitraum 1,7 Mrd. Euro gewesen seien. Dieser positive Trend habe sich auch im Q4 2019 fortgesetzt. „Dabei achten wir sehr auf die Qualität unserer Engagements“, betone Kulartz. Das Institut habe 97 % seines Immobilienfinanzierungsbestandes in Berlin und sei „sehr konservativ unterwegs“. „Bei der Finanzierung von Bestandsimmobilien erwarten wir vom Kreditnehmer, dass er nicht nur die niedrigen Zinsen zahlen kann, sondern nachhaltige Erträge erwirtschaftet und auch verkraften kann, dass 20 % seiner Fläche leer stehen“, betone Kulartz. Das allerdings sei in Berlin bei einer Leerstandsquote von unter 2 % bei Wohnimmobilien kaum denkbar, zumal der geplante Mietendeckel schon jetzt die Investitionsbereitschaft hemme. Für Marktteilnehmer, die nicht aus Berlin kämen, gelte: „Sie sind verunsichert und halten sich bei Berliner Wohnungen nun zurück.“ Viele Investoren wichen vor dem Hintergrund schon seit ein bis eineinhalb Jahren auf Büros aus, wo Berlin ebenfalls einen großen Nachholbedarf habe.