Wird der deutsche Wohnungsmarkt Investoren zu kompliziert?

Investoren aus dem Ausland scheinen sich zunehmend weniger für den deutschen Wohnungsmarkt zu interessieren, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 5.3. Das Transaktionsgeschehen werde mit einem Anteil von mehr als 90 % von deutsche Investoren dominiert. Allerdings sei dies nur zum Teil auf einen tatsächlichen Rückzug ausländischer Investoren zurückzuführen. Mark Sahling und Stefan Behrendt von Dr. Lübke & Kelber hätten beobachtet, dass viele ausländische Investoren mittlerweile lieber indirekt über deutsche Vermögensverwalter investierten, was vermutlich mit der zunehmenden Kompliziertheit der deutschen Marktregeln zu tun habe. „Es gibt den Trend, sich indirekt, also über Fonds oder Beteiligung an börsennotierten Unternehmen, zu beteiligen“, bestätige auch Jirka Stachen von CBRE. Infolgedessen seien ausländische Akteure statistisch schwerer zu erfassen. Deutsche Investoren wiederum interessierten sich immer mehr für das europäische Ausland, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 5.3. in einem weiteren Artikel. Konstantin Lüttger von CBRE stelle eine „extreme Europäisierung“ insbesondere auf Fondsebene fest: „Es gibt immer mehr paneuropäische Vehikel. Und deren Kapitalausstattung und Einzelinvestmentvolumina steigen“, sage Lüttger. Commerz Real etwa habe im vergangenen Jahr erstmals einen Mikrofonds aufgelegt, der in ganz Europa investiere. Das habe sich vor allem wegen des größeren Produktangebots und dem höheren Diversifizierungsgrad angeboten, erkläre Heiko Szczodrowski von Commerz Real.