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Warum Immobilienmärkte stressresistent sind

7. Mär 2021

Anders als die Aktienmärkte sind die Immobilienmärkte auch in Krisenzeiten nicht von Furcht, Panik oder Euphorie geprägt, schreiben Hirnforscher Hans-Georg Häusel und Matthias Weber von KGAL in ihrem Beitrag in der SPARKASSENZEITUNG online am 2.3., und erläutern, warum das so ist. Um die Handlungen von Anlegern während der Krise verstehen zu können, sei es wichtig, die Emotionssysteme im Gehirn zu begreifen. Das Gehirn lasse sich in das konservative Angstsystem sowie das Dominanz- und Stimulanzsystem unterteilen. Überwiege der Einfluss des risikofreudigen Dominanz- und Stimulanzsystems, blickten wir hoffnungsvoll in die Zukunft und die Bullen bestimmten den Markt. Regiere hingegen das Angstsystem, bekämen schnell die Bären die Oberhand und ließen die Kurse irrational tief stürzen. Panik als Symptom für vorschnelle Entschlüsse ziehe sich prinzipiell durch alle Verkaufs- beziehungsweise Kaufentscheidungen bei sämtlichen Kapitalanlagen. Doch während vor allem Aktienmärkte, aber auch hochverzinsliche Anleihen oder alternative Anlagen wie Rohstoffe äußerst volatil und anfällig für übereilte Entscheidungen seien, reagierten die Immobilienmärkte relativ träge. Panikartige Verkäufe seien selten, weil Transaktionen einen deutlich höheren Zeit-, Arbeits- und Kostenaufwand verursachten.