Wer bremst den Berliner Wohnungsbau aus?

Dass Berlin mit dem Wohnungsbau nicht vorankommt, liegt daran, dass es an Flächen mangeln würde, schreibt die FAZ am 3.4. Allerdings müssten Flächen aktiviert werden, doch dafür brauche es konstruktive Signale von der Politik an die Bau- und Immobilienbranche. „Die Stadt sitzt auf einer großen Zahl an öffentlichen Grundstücken mit Baupotenzial, die jedoch nicht strukturiert erfasst sind“, kritisiere Patrick Herzog von der DKW Gruppe. Doch fehlten der politische Wille und die entsprechenden Kapazitäten bei den Bauämtern. Einer Studie von bulwiengesa im Auftrag des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) zufolge habe im Zeitraum von 1998 bis 2018 die Festsetzung eines Bebauungsplanes fast acht Jahre gedauert. Joachim Wieland von Aurelis fordere deshalb ein „Konzept zur Zentralisierung der Verantwortlichkeiten“. Florian Lanz von Laborgh hingegen sage, man solle das Problem der mangelnden Grundstücksverfügbarkeit nicht nur den Ämtern zuschreiben, er habe auch positive Erfahrungen gemacht. Verantwortlich sei auch die Immobilienbranche selbst. „Es gibt viele freie Flächen, die in Spekulationsabsicht liegengelassen werden“, kritisiere Lanz. Lahcen Knapp von Empira widerspreche dem: „Professionelle Projektentwickler horten kein Bauland, sondern entwickeln Projekte.“