Welche Folgen hat Corona für die Immobilienbranche?

Die Mehrheit der Experten ist sich sicher, dass die Corona-Krise auch die Immobilienbranche belasten werde, schreibt TAGESSCHAU.DE am 30.3. Die seit Jahren zu beobachtenden Preis- und Mietsteigerungen setzten sich voraussichtlich so nicht weiter fort. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) fänden derzeit kaum Besichtigungen statt, Käufer hielten sich zurück, weil sie besorgt um ihre Jobs seien oder mit einem niedrigeren Einkommen rechnen müssten. Deshalb seien eine Stagnation der Immobilienpreise oder sogar leichte Rückgänge zu erwarten. F + B rechne damit, dass erst eine Normalisierung der Marktentwicklung eintritt, wenn die Krise vorbei ist, schreibt BÖRSE ONLINE am 2.4. Wer ein Eigenheim kaufen wolle, müsse das nun möglicherweise erst mal zurückstellen, weil das Eigenkapital nicht mehr reiche, auch aufgrund von Verlusten am Aktienmarkt. Günter Vornholz, Professor für Immobilienökonomie an der Bochumer EBZ Business School sehe das ähnlich: Private Käufer von Wohneigentum warteten jetzt erst mal ab. Anders sei dies aber bei institutionellen Investoren wie Versicherungen und Pensionskassen. Sie interessierten sich gerade aufgrund der Turbulenzen an den Börsen nun noch mehr für (Wohn-)Immobilien. Lars Feld vom Rat der Immobilienweisen hingegen macht sich keine Sorgen, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.4. Er sei zuversichtlich, dass es für die Immobilienwirtschaft nicht ganz so schlimm kommen werde, jedenfalls solange die Baustellen geöffnet blieben.