Preisrückgänge am Büroimmobilienmarkt erwartet

Vor dem Hintergrund der guten Erfahrungen vieler Unternehmen mit dem Homeoffice sorgen sich Büroimmobilieninvestoren zunehmend um die Zukunftsfähigkeit ihrer Objekte, berichten das HANDELSBLATT am 23.6. und die IMMOBILIEN ZEITUNG am 25.6. Laut einer Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) könnten die Büromieten in Berlin im laufenden Jahr um rund 20 % sinken und in Düsseldorf, Frankfurt und München um jeweils 15 %, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG. Bei den Kaufpreisen rechne das IW mit noch stärkeren Rückgängen und gehe für Berlin von bis zu 35 %, für Frankfurt von bis zu 33 % und für Hamburg von bis zu 22 % aus. Die DZ Bank geht dem HANDELSBLATT zufolge davon aus, dass die Corona-Krise, der Einsatz künstlicher Intelligenz und der demografische Wandel die Leerstandsquoten in deutschen Büros im Durchschnitt um bis zu zwei Prozentpunkte steigen lassen könnten und die Mieten bis 2021 im mittleren einstelligen Prozentbereich sinken würden. Nach Abzug von z. B. Urlaubs- und Krankheitstagen würden deutsche Büroarbeitsplätze voraussichtlich nur zu 65 % ausgelastet sein. Käme hierzu noch ein Tag Homeoffice pro Mitarbeiter in der Woche, sinke die Auslastung auf 50 %.