Keine Apokalypse am deutschen Immobilieninvestmentmarkt

Dr. Jan Linsin von CBRE zieht in seinem Beitrag vom 21.7. auf IMMOBILIENMANAGER.DE nach einem halben Jahr Corona Bilanz. Dass sich der Lockdown und der damit verbundene wirtschaftliche Stillstand auch in Form geringerer Transaktionsvolumina auf den Immobilienmärkten niederschlage, überrasche nicht. Doch je nach Betrachtungszeitraum stelle sich die Lage sehr unterschiedlich dar. Betrachte man lediglich die Entwicklungen vom Q1 2020 bis zum Q2 2020, wirkten die Einschnitte geradezu brutal. Vergleiche man hingegen das H1 2020 mit dem H1 2019, zeichne sich sogar ein deutliches Wachstum von 34 % ab. Zudem hätten sich die einzelnen Assetklassen vor allem im Q2 2020 sehr unterschiedlich entwickelt. Vor allem defensive und konjunkturunabhängige Assetklassen wie Wohnen, aber auch Gesundheitsimmobilien und Data Center seien während der Corona-Krise stark nachgefragt worden. Dennoch seien Büroimmobilien die am stärksten gehandelte Assetklasse geblieben, und sogar im Einzelhandelssegment hätten Zuwächse verbucht werden können. Aufgrund der im Markt reichlich vorhandenen Liquidität sei davon auszugehen, dass die Investitionsdynamik im H2 2020 wieder zunehmen werde.