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Die Stimmung am Wohnimmobilienmarkt normalisiert sich

21. Mär 2021

Der Immobilienstimmungsindex, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Zusammenarbeit mit dem ZIA vierteljährlich erstellt, ist im Q1 2021 um 4,6 Punkte auf 32,8 Punkte gefallen, berichtet das HANDELSBLATT am 19.3. Nachdem der Index im Q2 2020 auf ein Rekordtief von 16,9 Punkten abgestürzt sei und sich im Q4 2020 überraschend deutlich erholt habe, sei der nun ermittelte Wert als Zeichen der Normalisierung zu werten. Auffällig sei, dass sich die befragten Marktteilnehmer der Wohnimmobilienbranche mit einem Rückgang um acht Punkte auf einem Indexwert von nur 21,5 Punkten als recht skeptisch erwiesen hätten, obwohl Wohnungen nach wie vor stark nachgefragt würden und die Wohnimmobilienpreise stiegen. Ihre Stimmungsabfall um 3,4 Punkte sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die Befragten zwar die derzeitige Lage mit 49,4 Punkten als sehr positiv beurteilten, jedoch davon ausgingen, dass sich die außerordentliche Hochkonjunktur der letzten Jahre so nicht fortsetzen werde. Vor allem werde befürchtet, dass es im Zuge der bevorstehenden Bundestagswahlen zu weiteren Regulierungen und damit zu einer Schmälerung der Renditen kommen könne. Wenig überraschend sei, dass sich die Stimmung der Marktteilnehmer im Handelsimmobiliensektor um 24,9 Punkte auf 14,7 Punkte deutlich verschlechtert habe. Besser als erwartet hingegen sei die Laune der Marktteilnehmer der Büroimmobilienbranche, was allerdings gute Gründe habe. So werde zwar viel über den Trend zum Homeoffice diskutiert, tatsächlich realisiert werde in diese Richtung jedoch wenig. Der befürchtete Preisverfall sei bislang ebenso ausgeblieben, wie auch die Mieten vielerorts weiter stiegen – und es sei unwahrscheinlich, dass sich daran viel ändern werde, wie eine Umfrage des IW unlängst ergeben habe: Von rund 1.300 Unternehmen planten nur relativ wenige, binnen der nächsten zwölf Monate Flächen einzusparen.