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Der einfachste Weg

16. Jan. 2026

Dr. Karim Rochdi  |  AVENTOS Group

Kommt er oder kommt er nicht, der neue Immobilienzyklus? Und falls ja: Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Einstieg? Das hängt nicht zuletzt vom Zugangsweg ab. Bei offenen Immobilienfonds gibt es immer wieder Hiobsbotschaften. Offenbar wurde noch nicht jede Bewertungskorrektur vollzogen. Doch solange die Anleger per Saldo weiter erhebliche Mittel abziehen, lässt sich dieser Druck immer weniger aussitzen. Direktinvestments indes bedeuten für die meisten Anleger (zu) große Klumpenrisiken bei erheblichen Transaktionskosten und eingeschränkter Liquidität. Große Teile des Immobilienmarkts sind als Direktinvestments zudem praktisch außer Reichweite.

Doch eine weitere Möglichkeit, indirekt in Immobilien zu investieren, wird von deutschen Anlegern oftmals übersehen: Listed Real Estate, also die Aktien börsennotierter Immobilienunternehmen. Bestes Beispiel – und das einzige von Rang am deutschen Kapitalmarkt – ist Vonovia. International ist dieses Aktiensegment sehr viel größer und vielfältiger: Weltweit spricht man von etwa 3000 Titeln mit einer Marktkapitalisierung von circa drei Billionen US-Dollar. Darunter sind Bestandshalter von Büro- oder Wohnimmobilien und diversifizierten Portfolios ebenso wie hochgradig spezialisierte Anbieter von Rechenzentren, Pharmalaboren oder Mobilfunkmasten.

Immobilienaktien bieten einen einfachen Zugang zur Assetklasse Immobilien, mit hoher Liquidität, geringem Transaktionsaufwand, großer Transparenz und hohem Diversifikationspotenzial. Ihre Wertentwicklung mag volatiler sein als bei illiquideren Investmentstrukturen, aber letztlich reagieren sie nur schneller auf ein verändertes Marktumfeld. Deshalb ist viel eher wieder ein guter Einstiegszeitpunkt erreicht. Und weder im Vergleich zu anderen Aktiensegmenten noch in historischer Betrachtung sind sie derzeit hoch bewertet. 

Dieser Beitrag erschien am 10. Januar 2026 in der Euro am Sonntag

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