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Corona drückt die Renditen offener Immobilienfonds

14. Mär 2021

Offenen Immobilienfonds machen derzeit Mietausfälle und Abwertungen einzelner Objekte wie Shoppingcenter, Hotels oder auch Büros zu schaffen, berichtet das HANDELSBLATT am 12.3., und gibt einen Überblick darüber, was Kapitalanleger jetzt wissen sollten. Ob Deka Immobilien, Union Investment Real Estate oder Commerz Real – alle spürten die Folgen des Lockdowns in den Bilanzen ihrer Fonds. „Wir gehen davon aus, dass wir im zweiten Lockdown für einzelne Immobilien geringere Mieteinnahmen generieren werden“, sage Mario Schüttauf von Commerz Real über den von ihm gemanagten Fonds Hausinvest. Von den 153 Immobilien im Portfolio des Hausinvest seien 14 Einzelhandelsobjekte, die sich auf elf Länder verteilten. Schüttauf betone aber, dass den Mietausfällen dort, wo sie auf einem Mietverzicht beruhten, eine Gegenleistung entgegenstehe: „Zum Beispiel haben wir in manchen Fällen unsere Mietforderung temporär auf Umsatzmiete umgestellt und werden nach dem Lockdown wieder auf das vorherige Modell zurückgehen.“ Kapitalanleger sollten sich darauf einstellen, dass es wie schon im letzten Jahr zu Wertanpassungen kommen werde, sage Birger Ehrenberg von Ena Experts und dem Bewerterverband BIIS. Doch gebe es in der Breite kein erhebliches Abwertungspotenzial, da die Nutzungsarten der großen Publikumsfonds gut durchmischt seien, so dass es neben Verlierern in einem Fonds immer auch Gewinner wie etwa Logistik- und Wohnimmobilien gebe. Sonja Knorr von Scope gehe zumindest hinsichtlich der großen Immobilienfonds nicht davon aus, dass die Fondsperformance in den negativen Bereich rutschen werde. Doch sei mit einem weiteren Rückgang der Renditen zu rechnen.