Zehn Jahre Hochkonjunktur – und kein Ende in Sicht

Wie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG und das HANDELSBLATT online am 10.9. schreiben, hat sich die Corona-Krise dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge bislang nicht nennenswert auf den deutschen Immobilien- und Wohnungsmarkt ausgewirkt. Trotz der Rezession in den letzten Monate seien die Mieten und Immobilienpreise weiter gestiegen. Gegenüber dem Q1 2020 hätten sich die Mietpreise im Q2 2020 deutschlandweit um durchschnittlich rund 1 % erhöht. Die Preise für Eigentumswohnungen seien in besagtem Zeitraum um 3,3 % gestiegen. Insgesamt währten die Preisanstiege auf dem Immobilienmarkt damit in sein zehntes Jahr und habe mittlerweile so gut wie alle Regionen Deutschlands erfasst. Offen sei, welche Auswirkungen ein zweiter Lockdown und ein daraus resultierender weiterer Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland auf den Immobilien- und Wohnungsmarkt haben würde, da es dann zu Wertkorrekturen und Kreditausfällen kommen könne. Denn zur Stabilität des Immobilienmarktes hätten seit Beginn der Corona-Krise vor allem Maßnahmen wie der erleichterte Zugang zu Wohngeld und Grundsicherung, Hilfen für Selbstständige und das Kurzarbeitergeld beigetragen, durch die Mietausfälle größtenteils verhindert worden seien.