
Liebe Leserinnen und Leser,
in Kürze ist es wieder so weit: Vom 5. bis 7. Oktober trifft sich die Immobilienbranche in München zur EXPO REAL – in diesem Jahr erstmals mit dem erweiterten Anspruch, auch eine „internationale Fachmesse für Investitionen und Infrastruktur“ zu sein. Ob daraus mehr wird als ein neuer Untertitel, wird sich zeigen.
Fest steht: Die Branche selbst steckt weiterhin mitten in der Bestandsaufnahme, welche Assetklassen, Standorte und Konzepte im neuen Zyklus wirklich tragfähig sind – und welche nicht.
Für Gesprächsstoff wird auch in München der Ausgang der jüngsten Landtags- und Abgeordnetenhauswahlen im September sorgen. In Berlin hat die Partei Die Linke die meisten Stimmen geholt. Die Partei forderte im Wahlkampf, der Staat solle in der Bundeshauptstadt mehr als 200.000 Mietwohnungen aus dem Bestand privater Immobilienkonzerne enteignen, um den Wohnungsmarkt zu entlasten. Mit Spitzenkandidatin Elif Eralp könnte Die Linke damit erstmals das Amt der Regierenden Bürgermeisterin in der Hauptstadt besetzen. Ist Eralp die deutsche Antwort auf New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani? Vor wenigen Tagen titelte die Zeitschrift „Der Economist“: Developers are learning to love Zohran Mamdani. Sind die Sorgen also unbegründet?
Es wird interessant sein, in München in wenigen Tagen zu hören, wie internationale Investoren die jüngsten Wahlergebnisse einschätzen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die neuen politischen Konstellationen auf den Markt für Wohnimmobilien und den Immobilieninvestmentmarkt in Deutschland insgesamt auswirken.
Herzliche Grüße
Erhard Krasny
