KOMMENTAR AM MONTAG

Die GroKo muss kommen

Frank Wojtalewicz d.i.i. Deutsche Invest Immobilien

Eine Große Koalition mag für die Immobilienwirtschaft nicht besonders attraktiv erscheinen, die meisten von uns würden eine andere Konstellation bevorzugen. Aber sie ist immer noch besser als der seit Monaten anhaltende Schwebezustand. Die reflexartigen Verteufelungen, die nach der Koalitionsvereinbarung in der Immobilienwirtschaft laut wurden, helfen niemandem weiter. Politik ist Kompromiss, da müssen auch wir über den eigenen Schatten springen und uns für konstruktive Lösungen stark machen.

Denn die Situation ist ernst. Nicht für unsere Branche, da können wir ruhig ehrlich sein. Auch nicht für Wohlhabende, die Luxuspreise für Wohnraum zahlen können. Für das Gros der Normal- und Geringverdiener aber wird die Lage immer brenzliger. Es sind nicht nur die Ärmeren, denen fehlender Wohnraum sowie steigende Miet- und Kaufpreise Probleme bereiten, sondern auch die Durchschnittsverdiener.

Während die Vermögenden ihren Besitzstand durch die wachsenden Preise immer weiter steigern, stehen viele Verbraucher vor existenziellen Schwierigkeiten. Bereits jetzt geben in den Großstädten 40 % der Haushalte mehr als 30 % ihres Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete aus, und das ist eine ganz entscheidende und kritische Schwelle. Vor zehn Jahren waren es weniger als 20 % des Nettoeinkommens. Wer so viel Geld nur für das Wohnen bezahlt, kann entweder keinerlei Kapital für die Eigentumsbildung ansparen oder muss fortziehen.

Deshalb muss eine Regierung her. Die Politik hat die Instrumente für eine Verbesserung der Wohnraumsituation ja auf dem Zettel, das zeigt der von Union und SPD ausgehandelte Koalitionsvertrag. 1,5 Mio. neue Wohnungen innerhalb von vier Jahren ist das große Ziel. Gut so. Steueranreize sollen den privaten Neubau fördern, eine Optimierung der Baugenehmigungsprozesse soll ihn vereinfachen. Völlig richtig. Eine Reform der Grunderwerbsteuer wird geprüft, das wäre überfällig. Union und SPD streben außerdem eine Verbesserung des Wohngelds an. Endlich, denn erst durch eine zielgenaue Erhöhung des Wohngelds werden viele Mieter wieder konkurrenzfähig und haben am freien Mietwohnungsmarkt eine Chance.

Auch wenn im Koalitionsvertrag längst nicht alles Gold ist, was glänzt, auch wenn er neue Zumutungen im Bereich Mietrecht vorsieht, sind das ordentliche Lösungen. Nur setzt sie bisher niemand um. Je länger dieser Stillstand fortdauert, umso größer wird der Schaden für die Gesellschaft. Und das bedeutet auch für unsere Branche nichts Gutes.

Dieser Artikel erschien bereits am 15.2. in der IMMOBILIEN ZEITUNG.

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MARKT-NEWS

GroKo-Pläne - besser als nichts?

Über die Aussichten der Immobilienbranche im Falle des Zustandekommens einer neuerlichen Großen Koalition schreiben die WELT am 14.2. und die IMMOBILIEN ZEITUNG am 15.2. Vor dem Hintergrund der Vorhaben von Union und SPD, in diesem Falle den Bindungszeitraum für einen qualifizierten Mietpreisspiegel von zwei auf drei Jahre zu erhöhen und den Betrachtungszeitraum zu erhöhen, schreibt DIE WELT am 14.2. zu der Frage, wie sinnvoll Mietspiegel angesichts ihrer in Deutschland unzureichenden Qualität überhaupt sind und ob und wie sich diese verbessern ließe. Das Hauptproblem sei laut einem Immobilienexperten der International Real Estate Business School (IREBS) die mangelhafte Datengrundlage zum deutschen Immobilienmarkt. Es stelle sich die Frage, ob sich diese Grundlage durch eine Auskunftspflicht für Mieter und Vermieter verbessern ließe und wie eine solche Datenerhebung gestaltet werden könne. Die IMMOBILIEN ZEITUNG stellt am 15.2. in mehreren Artikeln die Pläne zum Thema Bauen und Wohnen im Koalitionsvertrag vor und fasst die Reaktionen der Branchenverbände zum geplanten Ministerium für Inneres, Bau und Heimat und dessen Besetzung mit Horst Seehofer zusammen. Jürgen Michael Schick vom IVD halte das Baukindergeld für einen Schritt in die richtige Richtung und gebe zu bedenken: „Es ist ein großer Erfolg für uns, dass die Politik jetzt konkrete Maßnahmen in den Koalitionsvertrag schreibt.“ Andreas Mattner vom ZIA fände es gut, wenn es wieder einen Staatssekretär gäbe, der sich nur den Immobilienthemen widmete, Axel Gedaschko vom GdW wolle nun Taten sehen.

Vorschläge zu einer Grundsteuerreform

Mit Blick auf die voraussichtlich im Frühjahr fallende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Verfassungsmäßigkeit der Grundsteuer in ihrer derzeitigen Form schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 16.2. über die Frage, wie sich die Grundsteuer sinnvoll und möglichst gerecht reformieren ließe, welche Vorschläge es hierzu gibt und welche Vor- und Nachteile sie jeweils haben. Der Vorschlag einer Bodenwertsteuer finde die meisten Befürworter.

Immobilienumsätze nach wie vor auf hohem Niveau

Wie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 16.2. schreibt, sind dem IVD Süd zufolge im vergangenen Jahr in Deutschland Immobilien im Wert von 254 Mrd. Euro gehandelt worden, womit der Umsatz um 5,6 % auf einen neuen Höchstwert gestiegen sei. Der Berechnung sei das Grunderwerbsteueraufkommen zugrunde gelegt worden. „Die Nachfrage nach Wohnimmobilien bleibt landesweit unverändert auf einem sehr hohen Niveau, und die Preise steigen tendenziell“, sage Stephan Kippes vom IVD.

Stabil ist sexy

Einer Studie des Sheffield Political Economy Research Institute (SPERI) der University of Sheffield zufolge wirbt Frankfurts Finanzlobby für ihren Standort vor allem mit dem Argument der politischen und wirtschaftlichen Stabilität Deutschlands, berichtet die BÖRSEN ZEITUNG am 16.2. Die Aufsichtsinstitutionen BaFin und Bundesbank arbeiteten zuverlässig und kompetent, und Frankfurt selbst verfüge über ein größeres Finanzökosystem, zu dem neben der Bundesbank die EIOPA, die Europäische Zentralbank sowie spezialisierte Dienstleister zählten. Somit sei die Stadt ein attraktiver Standort. Die befragten Akteure gingen davon aus, dass infolge eines Brexit bis 2021 zwischen 5.000 und 10.000 Stellen nach Frankfurt verlagert würden.

Die Mieten steigen weiter und weiter

Wie die FAZ am 16.2. schreibt, sind die Preise für Mietwohnungen dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung zufolge auch im Jahr 2017 wieder stark gestiegen. In München sei bei Abschluss eines neuen Mietvertrages mit durchschnittlich 16,65 Euro/qm zu rechnen, in Frankfurt mit 13,09 Euro/qm und in Stuttgart mit 12,62 Euro/qm.

Die Berliner Mietpreisbremse wirkt nicht

Wie der TAGESSPIEGEL und die BERLINER MORGENPOST am 15.2. online schreiben, sind die Mieten in Berlin dem Wohnreport 2018 von CBRE und der Berlin Hyp zufolge im Jahr 2017 noch einmal um 79 Cent oder 8,8 % und damit stärker als im Vorjahr 2016 (+ 5,6 %) gestiegen. Grund dafür sei vor allem der Wohnungsmangel und die zu geringe Neubautätigkeit. In den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte habe die durchschnittliche Angebotsmiete bei mehr als elf Euro gelegen. Christoph Gröner von der CG Gruppe kritisiere die „Klientelpolitik“, die nur mit noch mehr Subventionen reagiere, anstatt sich zu überlegen, „wie man Leute zuziehen lässt, die mehr verdienen“. Denn nur so könne der Bau von Wohnungen wieder attraktiv genug werden. „Wir können keine Wohnungen instandhalten und sanieren bei Mieteinnahmen von vier Euro/qm“, gebe Gröner zu bedenken. Hinzu kämen der Mangel an Bauland und die entsprechend überhöhten Bodenpreisen.

Der Pflegeheimmarkt normalisiert sich

CBRE zufolge wurden im vergangenen Jahr Pflegeheime im Wert von rund einer Mrd. Euro gehandelt, womit ihr Anteil am gesamten Transaktionsvolumen mit Gewerbeimmobilien bei 1,8 % liege, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 15.2. Laut Jan Linsin von CBRE sei damit eine „gewisse Normalisierung“ eingetreten, nachdem das Volumen 2016 noch bei drei Mrd. Euro gelegen habe. Im Unterschied zu damals sei eine große Zahl einzelner Objekte statt ganzer Portfolios gehandelt worden. Besonders kauffreudig seien wie schon im Jahr zuvor ausländische Investoren gewesen, auf die insgesamt 64 % des Transaktionsvolumens entfallen seien. Auf belgische Investoren seien 31,5 % des Transaktionsvolumens entfallen, auf luxemburgische 12 % und auf schwedische 11 %. Unter Letzteren ist insbesondere der Asset-Manager Hemsö aktiv gewesen, der mittlerweile 42 Heime in Deutschland managt, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG weiter. Im laufenden Jahr rechne CBRE mit Pflegeheimtransaktionen in Höhe von mehr als 750 Mio. Euro.

Schnell, gut und wandlungsfähig

Über das flexible Wohnheim ‚Woodie‘ berichtet das HANDELSBLATT am 16.2. Das von Senectus zusammen mit Primus Developments entwickelte Projekt sei aus einzelnen Holzmodulen zusammengesetzt, die einzeln vorgefertigt und vor Ort zusammengefügt würden. Jedes Modul für sich sei eine kleine Wohnung mit Bett, Stuhl, Pantry-Küche und einem kleinen Bad. Das Besondere an dem Projekt sei, dass es erlaube, bis zu vier der je 20 qm großen Module zu einer Wohnung zusammenzufügen und sie so für eine andere Nutzung umzugestalten, sollte die Nachfrage nach Studentenwohnungen wieder sinken. Die Bauzeit habe mit elf Monaten etwa die Hälfte der üblichen Zeit in Anspruch genommen.

Mit vereinten Kräften gegen Fachkräftemangel

Der Verein Real Estate and Leadership Foundation e. V. hat mit Unterstützung von APOprojekt zum Herbst-/Wintersemester 2017/18 den Masterstudiengang ‚Real Estate and Leadership‘ an der Hamburg School of Business Administration (HSBA) initiiert. Das berichtet KONII am 13.2. „Die Immobilienwirtschaft macht seit einigen Jahren einen massiven Wandlungsprozess durch. Akteure bewegen sich in einem immer komplexeren Umfeld, dem sie mit disziplinübergreifendem Know-how verbunden mit Kommunikations-und Managementkompetenz begegnen müssen“, sage Hendrik von Paepcke von APOprojekt. Die Führungskräfte von morgen bräuchten eine fundierte Ausbildung, die interdisziplinäres Denken und Handeln fördere, ergänze Alexander Knälmann von APOprojekt: „Hierfür schafft der Studiengang ,Real Estate and Leadership‘ grundlegende Voraussetzungen.“

Auf zu neuen Höhen

Der Flächenmangel, hohe Bodenpreise und der Trend zu effizienteren Logistikstandorten bewirken einem Report von CBRE zufolge eine steigende Nachfrage nach vertikalen Logistikobjekten, schreibt MMLOGISTIK am 15.2. „Auf dem europäischen Lager- und Logistikmarkt werden in Zukunft voraussichtlich zwei Konstruktionsweisen für vertikale Flächen vermehrt errichtet: Hochregallager und mehrstöckige Logistikzentren“, sage Machiel Wolters von CBRE: „Erstere sind mit 18 bis 30 Metern höher als Standardlogistikimmobilien mit lichten Deckenhöhen von lediglich zehn bis zwölf Metern, während Mehrgeschosser bei gleicher Grundstücksfläche die verfügbare Fläche um ein Vielfaches erhöhen.“

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Die Bauzinsen steigen wieder

In Reaktion auf die gestiegenen Kapitalmarktzinsen kündigt eine Bank nach der anderen eine Erhöhung ihre Bauzinsen an, berichtet die FAZ am 15.2. Die meisten Fachleute für Baufinanzierung rechneten mit einem weiteren moderaten Anstieg der Bauzinsen bis zum Jahresende. Die Deutsche Bank gehe von einem Anstieg bis zum Jahresende um 0,55 Prozentpunkte auf 2 % aus. Forward-Darlehen für Bauherren werde es weiterhin geben, doch würden auch diese teurer.

Bilanz zu indirekten Immobilienanlagen

Barkow Consulting zufolge sind 2017 insgesamt 21,8 Mrd. Euro Eigenkapital in Immobilienaktien, Publikums- und Spezialfonds sowie geschlossene Immobilienfonds geflossen, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 15.2. Das seien 8 % mehr als 2016, wobei das Wachstum hauptsächlich durch Spezialfonds bedingt sei. Auf offene Publikumsfonds seien knapp sechs Mrd. Euro entfallen, auf geschlossene Fonds eine Mrd. Euro (+ 20 %).

Real I.S. freut sich über gutes Geschäftsjahr 2017

Die Real I.S. AG hat im Geschäftsjahr 2017 ca. 744 Mio. Euro im institutionellen Bereich eingeworben, berichtet das DEAL MAGAZIN am 14.2. online. Im Privatkundengeschäft sei das noch verfügbare Eigenkapital von 7,2 Mio. Euro (inklusive Agio) des ‚Real I.S. Grundvermögen‘ platziert worden; der Fonds sei mit rund 128 Mio. Euro Investitionsvolumen geschlossen worden. Für das laufende Jahr rechne Real I.S. mit einer Eigenkapitaleinwerbung im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Der Vermietungsstand über das gesamte Immobilienportfolio habe auf rund 97,5 % gesteigert werden können. 126 Objekte hätten sich zum Ende des Geschäftsjahres 2017 im Management der Real I.S. befunden.

VERSCHIEDENES

Visionen von der Stadt der Zukunft

Im ‚Innovationsdialog‘ von IPE INSTITUIONAL INVESTMENT vom 14.2. mit Prof. Dr. Peter Russo von goetzpartners äußert sich Jochen Schenk von Real I.S. zu der Frage, wie unsere Städte in Zukunft aussehen werden. Schenk gehe davon aus, dass trotz aller Herausforderungen unsere Städte infolge Innovationen in den Bereichen Mobilität und Verkehr ebenso wie bei Wohn- und Gewerbeimmobilien auch in 50 Jahren lebenswert, wahrscheinlich noch lebenswerter sein würden als heute. Es sei damit zu rechnen, dass sich die Grenzen zwischen Arbeiten und Wohnen, Einkaufen und Freizeit mehr und mehr auflösten und alle Lebensbereiche räumlich wie zeitlich enger zusammenrückten, sodass das Leben in der Stadt insgesamt mobiler, flexibler und vielfältiger werde.

Innenausbau als klassische Paketdisziplin

Vor dem Hintergrund der mehr als guten Auslastung der Bauwirtschaft werden Paketvergaben von Aufträgen immer beliebter, schreibt Henrik von Paepcke von APOprojekt am 14.2. in der ALLGEMEINEN BAUZEITUNG. Das Ergebnis einer Umfrage von EY Real Estate im vergangenen Jahr, dem zufolge die Paketvergabe bei Bauherren zumindest theoretisch beliebter sei als die Einzelvergabe, scheine sich mittlerweile in der Praxis zu bestätigten. Dieser Trend könne sich noch verstärken. Vor allem der Innenausbau profitiert vom Trend zur Paketvergabe, da diese Disziplin üblicherweise sowohl die Planung nach Mieterwunsch als auch die Realisierung abdecke.

Berlin handelt der eigenen Verfassung zuwider

Patrick Herzog-Smethurst von der DKW Gruppe fragt auf WALLSTREET:ONLINE am 12.2., ob Berlin den Neubau mit Verweis auf den Mieterschutz behindern dürfe, obwohl in der Landesverfassung die Förderung von Wohneigentum als Staatsziel festgeschrieben sei und nur 15 % der Bevölkerung in solchem lebten. Doch statt den Neubau zu befördern, bremsten der Berliner Senat und die Bezirke mit Verweis auf den Mieterschutz sämtliche Maßnahmen, die den Neubau ankurbeln könnten. Doch zeige der Milieuschutz keine Wirkung außer der, dass der Untervermietungsmarkt blühe, sodass sich nur diejenigen eine Wohnung in begehrter Lage leisten könnten, die dafür umso mehr Geld auszugeben willens und fähig seien. Es sei kaum vorstellbar, dass dies im Interesse der Mieterinnen und Mieter liege.

Halten oder verkaufen?

Über die Frage, wann es geboten sei, angesichts der hohen Wohnungspreise seine Eigentumswohnung zu verkaufen, schreibt Einar Skjerven auf BUSINESS INSIDER am 14.2. Da die Kaufpreise sich von den Mieteinnahmen entkoppelt hätten, sänken die Renditen, und so könne es für viele private Kapitalanleger geboten sein, ihr vermietetes Wohneigentum zu verkaufen und den Erlös neu zu investieren, etwa in Crowd-Investments, die eine überdurchschnittlich hohe Rendite garantierten.

Termine

FRANKFURTER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Wohnungsneubau in Frankfurt - Die elf interessantesten Projekte

ZIELGRUPPEN
Die Sonderveranstaltung richtet sich an Institutionelle Investoren und Family Offices, die im Rhein-Main-Gebiet (besonders Frankfurt) in den Wohnungsneubau investieren wollen. Zudem sollten Projektentwickler aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen, die sich einen aktuellen Marktüberblick verschaffen wollen, sowie Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/Vertriebe und Architekten.

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungs-Neubau-Projekte in Frankfurt/Main sowie im Rhein-Main-Gebiet vor und sprechen über folgende Fragen: Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden? Wer sind die Käufer? Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren? Welche Faktoren und Mietansätze wurden beim Globalverkauf / Forward-Deal veranschlagt, welche Quadratmeter-Preise beim ETW-Vertrieb erzielt? Wie erfolgt die Finanzierung, aus dem Cashflow, Bankenfinanzierung, Mezzanine o. ä.) Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf?

REFERENTEN
Martin Büttner (GWH Bauprojekte GmbH), Volker de Boer (IFM Immobilien AG), Christoph Gröner (CG Gruppe), Hans-Peter Unmüßig (UNMÜSSIG Bauträgergesellschaft Baden mbH), Jörg Werner (GEG German Estate Group AG), Peter Haller (6B47 Real Estate Investors AG), Wolfgang Ries (BIEN-RIES AG), Jürgen Blankenberg (gsp Städtebau GmbH), Marc Bosch (Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH), Özkan Demir (PROJECT Immobilien Rhein-Main GmbH), Ralf Werner (Instone Real Estate Development GmbH). Sven Carstensen (bulwiengesa AG) gibt einen Überblick über die aktuelle Marktentwicklung sowie die Preise und Mieten im Rhein-Main-Gebiet. Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 22. Februar 2018 im Steigenberger Frankfurter Hof in Frankfurt statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de

NRW IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Die 12 wichtigsten Wohnungsneubau-Projekte in NRW

ZIELGRUPPEN
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Projektentwickler/Bauträger, Institutionelle Investoren, Family Offices, Finanzierer/Mezz-Geber und Architekten.

REFERENTEN
Andreas Schulten (bulwiengesa AG), Nina Reiter (BERND REITER GRUPPE), Reinhold Knodel (PANDION AG), Andreas Gräf (Instone Real Estate Development GmbH), Martin Koll (WvM Immobilien + Projektentwicklung GmbH), Ulrich Tappe (Grafental GmbH & Co. KG), Tanja Kilger (BPD Immobilienentwicklung GmbH), Klaus Franken (Catella Project Management GmbH), Timo Wess (BAUWENS GmbH & Co. KG), Stefan Frey (Frey AG), Christoph Gröner (CG Gruppe AG), H.-Jürgen Rodehüser (PARETO GmbH), Achim Bassa (Koschany + Zimmer Projektentwicklung KZP)

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungs-Neubau-Projekte in NRW vor und berichten über ihre Erfahrungen: Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden? Wer sind die Käufer? Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren? Wie erfolgt die Vermarktung? Preisgestaltung: Welche Preise sind erzielbar? (qm-Preise, Faktoren für Institutionelle) Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Außerdem geht es um die Alleinstellungsmerkmale der Projekte, Besonderheiten der Architektur, Grundrisse etc. sowie Fragen zu Kommunikation, PR und Marketing.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 27. Februar 2018 im Radisson BLU Hotel Köln statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE in Kooperation mit der IREBS Immobilienakademie

Sonderveranstaltung Basisseminar: Projektentwicklung

ZIELGRUPPEN
Das Seminar richtet sich insbesondere an neue Mitarbeiter bei Projektentwicklungsunternehmen, die aus anderen Bereichen (oder direkt von der Uni) kommen und sich an zwei Tagen einen Gesamtüberblick über die Tätigkeit eines Projektentwicklers verschaffen wollen. Es richtet sich aber auch an Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (besonders solche, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater und Mitarbeiter von Generalunternehmern/Bauunternehmen. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

THEMEN
Erster Tag: „Grundlagen der Projektentwicklung und Projektmanagement“: Projektentwicklung/Projektmanagement (Ablauf und Leistungsbilder); Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht; Grundstücksanalyse); Planungskonzepte (Untersuchung vorhandener Bausubstanz; Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung; Bildung von Gebäudemodellen); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI; Baukostenplanung in der Projektentwicklung; Rahmenterminplanung); Start der Projektmanagementaktivitäten (360°-Analyse als Einstieg; Objektplanung – durch wen? Projektorganisation – ist alles geregelt?

Zweiter Tag: „Die Arbeit eines Projektentwicklers und einfache Developerrechung“: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen; Definition; klassische Aufgaben); idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte; idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung); der Markt für Projektentwickler (Typen; Strategien; Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse; Wettbewerbsanalyse; Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ zur dynamischen Developer-Rechnung).

REFERENTEN
Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer und Carsten Sellschopf, formart GmbH & Co. KG. Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 11. und 12. April im Maritim Hotel Berlin statt. Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular finden Sie unter: www.tvs-berlin.de/downloads/Einladung26091701.pdf

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung, die wir bereits zum neunten Mal durchführen, richtet sich an alle Marktteilnehmer, die professionell Immobilien kaufen und verkaufen. Sie vermittelt an zwei Tagen sowohl Grundlagen als auch Wissen zu aktuellen Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht. Kommen sollten Projektentwickler, Bauträger, Investoren, Asset-Manager, Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, Transaktionsberater, Makler, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

REFERENTEN
Dr. Peter Decker ist Rechtsanwalt und Partner von Gibson, Dunn & Crutcher LLP und berät in nationalen und internationalen Immobilientransaktionen. Er ist qualifiziert als Chartered Surveyor (MRICS) und leitet die Real Estate Praxis im Münchner Büro von Gibson Dunn, eine der führenden internationalen Anwaltskanzleien.

Dr. Christian Schmidt ist Rechtsanwalt und seit 2014 Mitarbeiter in der Steuerabteilung der Deutschen Pfandbriefbank AG. Zuvor war er 14 Jahre als Rechtsanwalt für die internationale Anwaltssozietät Shearman & Sterling LLP und Gibson, Dunn & Crutcher LLP auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Steuerrechts tätig. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehört u.a. das Immobiliensteuerrecht.

Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
1. Tag: Steuerliche Strukturierung der Transaktion: Asset Deal; Steuerliche Aspekte einer Immobilientransaktion; Asset Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Asset Deal aus Sicht des Erwerbers (Abschreibung der Anschaffungskosten); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtige Rechtsgeschäfte, Bemessungsgrundlage, Steuerausnahmen); Umsatzsteuer (Geschäftsveräußerung im Ganzen, Umsatzsteueroption); Haftung (Betriebssteuern, Grundsteuer, Haftungsregelung im Kaufvertrag). Steuerliche Strukturierung der Transaktion – Share Deal: Share Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Share Deal aus Sicht des Erwerbers (Abzugsfähigkeit der Akquisitionsfinanzierung, Schicksal der Verlust- und Zinsvorträge); Besteuerung mit Auslandsbezug; Umsatzsteuer (Umsatzsteuerfreiheit des Share Deals); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtigkeit der Anteilsübertragung und Anteilsvereinigung; gem. §§ 1 Abs. 2a, Abs. 3 und Abs. 3a GrEStG, Strukturierungsmöglichkeiten); Haftung (Steuerklausel im Kaufvertrag); Geplante Änderungen zur Grunderwerbsteuer bei Share Deals – wie können Investoren ggf. vorausschauend darauf reagieren? Vereinbarungen im Vorfeld der Transaktion: Letter of Intent, Memorandum of Understanding, Term Sheet, Exklusivitätsvereinbarung; Vertraulichkeitsvereinbarung. Due Diligence: Käufer Due Diligence/Verkäufer Due Diligence; Red Flag List; Executive Summary; Report; Datenraumanforderungen. Asset Deal: Kaufgegenstand (Bestimmtheit, Dingliche Belastungen, Bauverpflichtung); Kaufpreis (Gestaltung, Fälligkeit, Sicherstellung, Verkäuferdarlehen); Dingliche Sicherung der Kaufpreisfinanzierung (Belastungsvollmacht, Sicherstellung der Löschung); Übergang von Vertragsverhältnissen (Mietverhältnisse, Service Verträge, Versorgungsverträge, Nachvereinbarungen); Garantiehaftung versus Haftungssystem des BGB; Rechtsfolgen der Haftung (Basket, Cap, Selbstbehalt, Vertragsstrafen); Übergang von Nutzen und Lasten; Rücktrittsrechte (Verzug des Käufers, Nichteintritt der Fälligkeitsvoraussetzungen, Rechtsfolgen); Auflassungsvormerkung und Auflassung; Kostenregelung; Zusammenschlusskontrolle.

2. Tag: Share Deal – Ankauf einer Immobilie: Abgrenzung zum Asset Deal; Anwendbares Recht; Sprache der Transaktionsdokumente; Erforderlichkeit der notariellen Beurkundung; Kaufpreisgestaltung, Ablösung von Verbindlichkeiten und Kaufpreisanpassung; Physisches Closing versus reales Closing; Haftungssystematik beim Share Deal; Optionsvereinbarungen. Joint Venture für ein Immobilienprojekt: Arten von Immobilien-Joint Ventures; Wirtschaftliche Grundlagen von Joint Ventures (Objektbeschaffung, Asset Management, Exit, Budget); die Joint Venture Vereinbarungen (Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen, Geschäftsbesorgungsverträge, Leistungsverträge); die Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Regelungen (Kapitalausstattung, Stimmrechte, Tag along, Drag along, Vorkaufsrechte, Gewinnverteilung); Geschäftsbesorgungsverträge (Verwaltung des Joint Ventures, Beschaffung, Verwaltung, Wertschöpfung, Finanzierung, Verkauf).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 18. und 19. April 2018 im Steigenberger Hotel in Berlin statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de