Besuchen Sie uns in Halle A1 Stand 030 auf der Expo Real 2019
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KOMMENTAR AM MONTAG

Achtung, Energie wird teurer!

Dr. Konrad Jerusalem Argentus

Auf Asset-Manager kommt eine neue Kündigungswelle zu – dieses Mal ist es die der Energielieferanten, und das wird vor allem für die Manager von Retail- und Büroflächen ungemütlich. Denn an den Energiebörsen braut sich etwas zusammen. Die Preise für Strom und Gas steigen derzeit wie seit langem nicht mehr. So waren an der Strombörse in den letzten zwölf Monaten Kostensprünge von knapp 70 % zu verzeichnen. Die Emissionspreise für CO2 treiben die Großhandelspreise vor sich her, und besagter Großhandel wälzt diese Aufschläge seinerseits auf die Verbraucher ab. Die lange Talfahrt der Strompreise, dank der die Stromanbieter auf Kosten der Abnehmer stetig wachsende Margen erzielen konnten, ist vorbei. Die Lieferanten werden die bestehenden Verträge kündigen müssen – oder Verluste erleiden.

Das erste Problem ist die drohende Schockstarre. Zeitgleich mit der „Jahresendrallye“ muss eine Lösung gefunden werden. Gewiss, eine Möglichkeit wäre die Annahme des verteuerten Angebots der bisherigen Energielieferanten. Aber was sagt man dann den Mietern? Tut uns leid, Energie ist teurer geworden, wir haben nicht ausgeschrieben und nicht verhandelt, für kommendes Jahr stehen höhere Nebenkostenabrechnungen ins Haus? Gerade dem Handel, der eh angespannt ist, würde das übel aufstoßen. Von Büros will ich gar nicht erst sprechen – die Mietpreise sind derart nach oben geschnellt, jetzt noch mit steigenden Nebenkosten zu kommen, käme einem Beleg von Unfähigkeit gleich.

Variante zwei wäre weitaus schlimmer. Wenn die Asset-Manager nicht rechtzeitig einen neuen Vertrag vorweisen können, wird bekanntlich nicht einfach der Strom abgeschaltet. Eine funktionierende und konstante Stromversorgung gehört in Deutschland immerhin zur Daseinsvorsorge. Die Verträge rutschen dann aber automatisch in die sogenannte Grundversorgung, die teuerste Vertragsform, die der Markt kennt. Das kann noch weniger im Interesse der Beteiligten sein. Meiner Meinung nach steckt in der aktuellen Situation aber auch eine Chance. Asset-Manager können die Kündigungen ihrer Energiezulieferer als Gelegenheit nutzen, die Energieverträge ihrer Gebäude und Center neu zu strukturieren und zu verbessern, zum Beispiel durch die Bündelung mehrerer Objekte und die Verhandlung attraktiver Nebenbedingungen. Da zudem in den meisten Centern die gleichen Retailer ansässig sind, kann sich die Bündelung von Verträgen auch hier als zuträglich erweisen. Noch ist Zeit, die Asset-Manager sollten sie effektiv nutzen.

Dieser Artikel erschien am 13.12. in der IMMOBILIEN ZEITUNG.

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen?

Dann schreiben Sie an den Leiter unserer Redaktion Dr. Josef Girshovich.

MARKT-NEWS

Gut gelaunt und zuversichtlich für das neue Jahr

Die Immobilienbranche sieht verschiedenen Studien zufolge einem möglichen Ende der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank gelassen entgegen, schreibt das HANDELSBLATT am 14.12. Dem aktuellen IW-ImmobilienScout24-Index zufolge, der dem Handelsblatt exklusiv vorliege, schätzten 82 % der befragten Unternehmen ihre derzeitige Situation als gut ein, 18 % als befriedigend oder saisonüblich und keines als schlecht. Im Ausblick erwarteten fast 19 % der befragten Unternehmen für 2019 eine Verbesserung ihrer Lage, 73 %, dass diese konstant bleibe, und 8 % eine Verschlechterung. Damit seien die Erwartungen zuletzt sogar gestiegen. Savills komme zu einem ähnlichen Ergebnis. Mit Preissteigerungen wie in den vergangenen Jahren sei zwar nicht zu rechnen, doch werde sich der Aufwärtstrend auch 2019 fortsetzen. Ein Einbruch sei aufgrund Deutschlands Beliebtheit als sicherer Anlagehafen, der hohen Nachfrage und den zu erwartenden Mietsteigerungen sowie weiterer positiver Fundamentaldaten unwahrscheinlich. Entsprechend sei die Stimmung anhaltend gut.

Wie entwickelt sich der Wohnungsmarkt 2019?

Die IMMOBILIEN ZEITUNG sammelt am 13.12. die Stimmen von Branchenteilnehmern zu ihren Erwartungen an den Wohnungsmarkt im kommenden Jahr. Gerechnet werde mit einem guten Jahr 2019, das sich nicht wesentlich von 2018 unterscheide. Michael Schlatterer von CBRE begründe dies mit der weiterhin hohen Nachfrage infolge anhaltender Zuwanderung und einem Nachfrageüberhang von rund einer Mio. Wohneinheiten, zumal für 2019 nur mit etwa 250.000 Fertigstellungen zu rechnen sei. John Bothe von Silverlake gebe aber zu bedenken, dass die mögliche Beendigung der Anleihenkäufe durch die Europäische Zentralbank die Höhenflüge am Aktienmärkte bremsen könne, weshalb für 2019 im Immobilienmarkt „mit abwartendem Investitionsverhalten und stagnierenden Preisniveaus“ zu rechnen sei. Andre Schmöller von Domicil rechne weder infolge des Handelsstreits zwischen den USA und China noch infolge des Brexit mit negativen Auswirkungen auf den deutschen Wohnungsmarkt. Doch sei er skeptisch, wie der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum bei der derzeitigen Höhe der Baukosten gedeckt werden könne. Auch könnten die Mietpreisbremse, die abgesenkte Modernisierungsumlage und die Pläne für die Mietspiegelreform den Anstieg der Mietpreise dämpfen. Frank Wojtalewicz von der d.i.i.-Gruppe fokussiere 2019 auf B-Standorte und betone, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sei durchaus möglich. Thomas Meyer von Wertgrund rechne mit einer Zunahme der Bedeutung des „langfristig wertstabilen“ sozial geförderten Wohnungsbaus. Die kürzlich verabschiedete Sonder-AfA für preisgünstiges Wohnen, die mit Förderprogrammen für den sozialen Wohnungsbau kombiniert werden könne, sei für Investoren „äußerst interessant“. Sebastian Fischer von Primus Immobilien halte zwar den Mangel an Grundstücken für schwierig, das Problem aber dennoch für überschätzt. Gerade hinsichtlich Berlins sei er zuversichtlich und rechne weder mit sinkender Nachfrage noch mit sinkenden Preisen. Jens R. Rautenberg von Conversio allerdings warne vor Qualitätsverlust infolge der hohen Baupreise: „2018 konnten wir lediglich 20 % der von uns untersuchten Wohnimmobilienkonzepte uneingeschränkt als Kapitalanlage empfehlen. 2019 gehen wir sogar von einer noch geringeren Quote aus.“

Die Zahl der Wohnhochhäuser wird steigen

Einer Prognose von Catella zufolge wird es in Deutschland im Jahr 2023 etwa 30 Wohntürme mehr geben als noch 2014, schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 14.12. Die meisten Projekte seien für Berlin (14) und Frankfurt (11) geplant, einzelne für Hamburg, München, Düsseldorf und das Stuttgarter Umland. lm Unterschied zu den Wohnhochhäusern der ersten Generationen fänden sich die heutigen Wohntürme fast ausschließlich an zentralen Standorten und würden für das gehobene Segment konzipiert. Doch werde auch die Zahl der geförderten Wohnungen in Wohntürmen zunehmen.

Häuser der Zukunft aus dem Drucker

Über die Vorteile und Chancen, die der Hausbau mittels 3D-Beton-Druckern bietet, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 14.12. ausführlich. Sobald die Technik ausgereift sei, werde sie großes wirtschaftliches und ökologisches Potenzial haben, doch müsse die Baubranche hierfür auch in ihre Entwicklung investieren. Junge Firmen weltweit wollten sich als Vorreiter im Markt für gedruckte Gebäude etablieren. Markets and Markets zufolge werde das Branchenvolumen bis 2023 um 317 % auf knapp 1,5 Mrd. USD anwachsen. ln Europa allerdings stehe das Baurecht einer Anwendung in größerem Maßstab entgegen, weshalb die großen Pilotprojekte im amerikanischen und asiatischen Raum unternommen würden.

Wohin steuert die Coworking-Branche?

Über die Hochkonjunktur am Coworking-Markt und die Aussichten der Branche für die Zukunft berichtet das HANDELSBLATT am 14.12. Einer Statistik von bulwiengesa zufolge seien noch 2013 erst 14 000 qm an Anbieter flexibler Büroflächen neuvermietet worden, 2017 seien es schon 215.000 qm gewesen. 2018 sei dieser Wert 2018 schon nach neun Monaten erreicht worden. Derzeit entstünden knapp 250.000 qm flexible Büroflächen. Dem aktuellen lW-lmmobilienscout24-lndex zufolge, der dem Handelsblatt vorab vorliege, rechneten 54 % der befragten lmmobilienfirmen damit, dass das Wachstum des Coworking-Sektors anhalten werde, 34 % erwarteten ein starkes Wachstum. Allerdings hätten nur 18 % angegeben, solche Flächen selbst zu nutzen. Eine Studie von CC PMRE und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin habe allerdings ergeben, dass die zwischen 1995 und 2010 Geborenen eine Trennung von Arbeit und Privatleben sowie einen fest zugewiesenen Arbeitsplatz schätzten und Coworking ablehnten.

Nur dem, der sich ändert, bleiben die Kunden treu

Wie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 14.12. schreibt, hat sich der durchschnittliche Revitalisierungszyklus von Shoppingcentern GMA zufolge auf 10,4 Jahre verkürzt. Für die kommenden zehn Jahre sei damit zu rechnen, dass 270 bis 320 Center neustrukturiert oder modernisiert werden müssten. Fraglich sei, wie viele Eigentümer die Kosten hierfür bei ihrer Renditekalkulation bereits eingepreist hätten und zu investieren bereit seien, zumal Umbauten oft schwieriger und riskanter als ein Neubau seien. Alternativen hierzu gebe es jedoch nicht, wolle man attraktiv für die Kunden bleiben. Auch lasse sich nicht absehen, welchen Stellenwert Shoppingcenter gegenüber dem Onlinehandel haben würden. Immer beliebter würden laut EHI Center, die Handel, Gastronomie, Freizeit und mitunter auch Wohnen und Büro kombinierten.

Kosten sparen mit schönerem Licht

Über die Energiekosten für die Beheizung und vor allem Beleuchtung von Kaufhäusern und Shoppingcentern schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 14.12. Stationäre Händler gäben EHI zufolge 1,3 % ihres Nettoumsatzes für Strom und Wärme aus, was vor dem Hintergrund knapper Margen in einigen Handelssegmenten und angesichts der Konkurrenz durch Online-Händler durchaus ins Gewicht falle. Mehr als die Hälfte des Energieverbrauchs von Non-Food-Händlern entfalle auf die Beleuchtung, habe eine Studie der Dena gezeigt. Reduzieren ließen sich die Kosten durch Umrüstung der Läden mit LED-Lampen, die zudem eine verbesserte Präsentation der Waren erlaubten. Allerdings erhöhe dies die Heizkosten, da die LEDs weniger Wärme abgäben als herkömmliche Leuchtmittel. Die Energiekosten hierfür aber ließen sich mit energiesparenden Techniken wie Wärmepumpen, mit denen sich ein Gebäude zudem kühlen lasse, oder Photovoltaikanlagen senken.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

CBRE bietet künftig Finanzdienste an

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am13.12. schreibt, hat die CBRE-Tochter CBRE Capital Advisors eine KWG-Lizenz erhalten, so dass sie bei der Anlagevermittlung für regulierte Produkte nicht mehr die grenzüberschreitende Passportlizenz von Kollegen in London nutzen muss. „Die Unterstützung von nationalen und internationalen Investmentmanagern beim Einwerben von Eigenkapital wäre ohne die Lizenz nicht in gleichem Maße möglich“, sage Esther Heilmann von CBRE. Zu den klassischen Banken werde CBRE damit nicht in Wettbewerb treten, da mit der KWG-Lizenz zwar Kapital von institutionellen Investoren eingeworben werden könne, es aber nicht möglich sei, selbst Kredite zu vergeben.

Vonovia erreicht ihre Ziele mit Neubau

Trotz der Ankündigung, das energetische Modernisierungsprogramm in den kommenden Jahren zu reduzieren, will Vonovia für 2019 eine Steigerung der Mieteinnahmen von 4,5 % pro Jahr erreichen und damit auf dem Niveau von 2018 (+ 4,4 %) bleiben, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.12. Erreicht werden solle das Ziel, indem der Anteil der Neubaumaßnahmen gesteigert werde. Jährlich wolle man mittels Nachverdichtung, Dachaufstockung und Bauträgermaßnahmen 2.000 Wohnungen für den Eigenbestand schaffen. Zudem werde mehr Geld in den Innenausbau veralteter Wohnungen in Deutschland investiert sowie in Modernisierungsmaßnahmen in Objekte in Schweden. Für die ersten drei Quartale dieses Jahres melde Vonovia einen FFO I von 778,2 Mio. Euro, was eine Steigerung um 12,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum darstelle.

Allianz investiert in New York und Boston

Allianz Real Estate hat eine Beteiligung zu 49 % an den Terminal Stores, einem historischen, gemischt genutzten Gebäude in New York City, zu einem Preis von 900 Mio. USD erworben sowie eine weitere Beteiligung zu 49 % an einem Bürogebäude in Boston zu einem Preis von 845 Mio. USD. Das berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.12.

Bank of America Merrill Lynch refinanziert The Squaire

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.12. schreibt, refinanziert die Bank of America Merrill Lynch den von ihr dreieinhalb Jahre zuvor verbrieften Kredit für das Büro- und Hotelobjekt The Squaire am Frankfurter Flughafen mit einer weiteren Verbriefung. Emittent der aktuellen Verbriefung sei die Zweckgesellschaft Taurus 2018-3 DEU DAC. Die Fälligkeiten der beiden Kredite seien auf Februar 2024 datiert, die Rückzahlung der Verbriefung müsse spätestens fünf Jahre später erfolgen.

VERSCHIEDENES

Multifamily in den USA weiterhin mit intakter Wachstumsstory

Im US-amerikanischen Multifamily-Segment (Wohnimmobilien) gewinnen Amenities und Communities weiter an Bedeutung, beobachtet Thomas Gütle, Geschäftsführender Gesellschafter der US Treuhand, in ASSCOMPACT 12/2018. Der Grund liege in den in der Regel nur auf ein Jahr beschränkten Mietvertragslaufzeiten und der größeren Flexibilität amerikanischer Mieter. Darauf müssten Vermieter mit sehr hochwertigen und zum Teil ausgefallenen Angeboten reagieren. Der Bedarf an Multifamily-Apartments werde weiter zunehmen, erwartet Gütle. Das anhaltende Bevölkerungswachstum und ein gesellschaftlicher Wandel seien dafür verantwortlich. Bereits seit 2004 seien 10 Mio. neue Mieterhaushalte hinzugekommen, die Wohneigentumsquote sei in den vergangenen Jahren signifikant auf 64 % gesunken. Gütle verweist außerdem auf die extrem hohe Liquidität des Multifamily-Sektors.

Wohnimmobilien-Investments lohnen sich weiterhin

Jörg Homann von 2IP erklärt im Interview mit IPE INSTITUTIONAL INVESTMENT am 12.12. online, warum er institutionellen Anlegern rät, weiterhin das Thema Wohnimmobilien im Auge zu behalten. Den von 2IP vor rund zwei Jahren aufgesetzte Wohnimmobilienfonds ICF German Residential Plus (ICF GRP) habe man sich entschlossen zu schließen, um die Investoren vor einer Verwässerung infolge der stark gestiegenen Sanierungskosten zu schützen. Bereits beschlossene und vergebene Sanierungen würden in den kommenden ein bis zwei Jahren umgesetzt, dann wolle man mit den Investoren gemeinsam sehen, ob die Immobilien im Bestand bleiben oder abverkauft werden sollten. Nach wie vor gebe es interessante Strategien und Ansätze für Investitionen in Wohnimmobilien, nur das Thema bezahlbares Wohnen sei auf dem aktuellen Preisniveau für Anleger wenig sinnvoll. Vielversprechend seien aber beispielsweise der irische Markt oder Neubauprojekte.

Gräben sind out

Warum er die Zukunft des stationären Handels äußerst positiv sieht, erklärt Bernhard Schoofs von Momentum Real Estate in seinem Beitrag im IMMOBILIENMANAGER 12/2018. Denn anders als viele annähmen, seien es nicht die stationären Geschäfte, sondern die Gräben zwischen ihnen und dem E-Commerce, die überholt seien und verschwinden würden. Das Einkaufen werde sich in Zukunft weder nur in der digitalen noch ausschließlich in der physischen Welt abspielen. Vielmehr sei mit einer Verschränkung beider Seiten zu rechnen, die dann immer mehr zu Teilaspekten ein und derselben Einkauferlenisses würden. Die Herausforderung werde zukünftig darin liegen, Immobilien auf diese neue Art des Einkaufens auszurichten.

Chancen des stationären Einzelhandels

Wie Lars Jänichen in seinem Beitrag in IMMOBILIEN & FINANZIERUNG 12/2018 schreibt, ist ein genereller Abgesang auf das Segment des stationären Einzelhandels absolut unangemessen. Allerdings sei Eigentümern zu empfehlen, ihr Profil zu schärfen bzw. ihre Objekte neu zu positionieren. Nachholbedarf gebe es vor allem bei der Entwicklung zielgruppengerechter Marketingstrategien, denn gerade junge, online-affine Kunden müssten auf allen relevanten Kanälen angesprochen werden. In Shoppingcentern biete es sich an, das Kundenerlebnis mittels Pop-up-Stores, Concept Stores oder Läden mit Omni-Channel-Konzepten aufzuwerten.

Unternehmenswerte im Dornröschenschlaf

Nachdem deutsche Unternehmen lange Zeit ihre Bestandsimmobilien lediglich als Grundlage für die eigenen Produktions- oder Verwaltungsprozesse betrachtet haben, wandelt sich nun das Bewusstsein, schreiben Simon Ritsch und Oliver Küppers von CBRE in ihrem Beitrag in der IMMOBILIEN & FINANZIERUNG 12/2018. Das Bewusstsein für Portfoliobewertungen steige zum einen infolge der neuen rechtlichen Vorschriften wie IFRS 16 und zum anderen aufgrund ihrer großen Bedeutung im Rahmen strategischer Transformationsprozesse. Eine gründliche Bestandsaufnahme und Potenzanalyse ermögliche eine kaufmännische Optimierung der Immobilien ebenso wie eine Entwicklung zeitgemäßer Nutzungskonzepte. Eine so zu erreichende Aufwertung des Portfolios reduziere das Risiko feindlicher Übernahmen und unvorteilhafter Kreditkonditionen infolge eines unterbewerteten Immobilienbestands.

Individualität in Serie

Andreas Fohrenkamm von Bonava schreibt im IMMOBILIENMANAGER 12/2018, warum serielles Bauen und individuell gestaltete Immobilien kein Widerspruch sind. Die Erstellung von industriell maßgenau gefertigten Bauelementen erlaube, Einfamilienhäuser, Mehrgeschosser und sogar Ferienimmobilien mit Reetdach in verschiedenen Farben und Formen zu errichten. Der größte Vorteil hierbei seien in Zeiten stark gestiegener Baukosten die vergleichsweise niedrigen Kosten. Kluge Entwickler, die Wohnhäuser in Systembauweise errichteten, könnten die Ersparnisse an die späteren Bewohner durch günstigere Preise weitergeben, was insbesondere in den von Wohnraummangel geplagten Städten von großem Nutzen sei könne, um das Angebot an bezahlbarem Wohnraum zu vergrößern.

Termine

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Jahresauftaktveranstaltung 2019: Immobilienstrategien institutioneller Investoren und Family Offices

ZIELGRUPPEN
Diese Sonderveranstaltung richtet sich an institutionelle Investoren, Family Offices, Stiftungen, Projektentwickler, Spezialfonds und Finanzierer.

THEMA
Unsere Jahresauftaktveranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren zum wichtigsten Ereignis für institutionelle Investoren (und alle, die mit ihnen ins Geschäft kommen wollen) zum Jahresbeginn entwickelt. Es sprechen diesmal zwölf Vertreter renommierter institutioneller Immobilieninvestoren. Sie berichten, wie sie den Markt einschätzen und welche Immobilien sie derzeit suchen. Zu Beginn wird Dietmar Fischer von Ernst & Young Real Estate einen Überblick über die aktuellen Trends im Immobilien Investmentmarkt geben.

REFERENTEN
Tassu M. Degen (DERECO – Real Estate Private Wealth Management); Martin Eberhardt FRICS (CORPUS SIREO Real Estate GmbH); Mark Wolter (WestInvest Gesesellschaft für Investmentfonds mbH / Deka Immobilien Investment GmbH); Klaus Betz (Württembergische Lebensversicherung AG); Ulrich von Creytz (DWS Alternatives GmbH); Maik Rissel (Family Office Bank Marcard, Stein & Co AG); Lutz Wiemer (HanseMerkur Grundvermögen AG); Friso Garbers (Primevest Capital Partners Deutschland GmbH); Andre Schmöller (Domicil Real Estate GmbH); Tomas Meyer (WERTGRUND Immobilien AG); Gerhard Lehner (Savills Investment Management); Einführungender Vortrag von Dietmar Fischer (Ernst & Young Real Estate GmbH): Aktuelle Trends 2019 im Immobilien Investmentmarkt. Begrüßung und Einführung von Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 29. Januar 2019 im Steigenberger Hotel Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE in Kooperation mit der IREBS Immobilienakademie

Sonderveranstaltung: Basisseminar Projektentwicklung

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an (neue) Mitarbeiter von Projektentwicklern / Bauträgern / Projektsteuerern, Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (v. a. jene, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Mitarbeiter von Generalunternehmern / Bauunternehmen. Wenn Sie mehr als drei Mitarbeiter Ihres Unternehmens anmelden, erhalten Sie ab dem vierten Mitarbeiter einen Rabatt von 30 %. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

REFERENTEN
Prof. Dr. Ulrich Schütz (Drees & Sommer) und Carsten Sellschopf (Instone Real Estate Development GmbH & Co. KG). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
Am ersten Tag werden die Grundlagen der Projektentwicklung und des Projektmanagements behandelt: Ablauf und Leistungsbilder Projektentwicklung und Projektmanagement; Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht, Grundstücksanalyse); Planungskonzepte (Untersuchungen vorhandener Bausubstanz, Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung, Bildung von Gebäudemodellen); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI, Baukostenplanung in der Projektentwicklung, Rahmenterminplanung); Start der Projektmanagementaktivitäten (360°-Analyse als Einstieg, Objektplanung – durch wen? Projektorganisation – ist alles geregelt?)
Am zweiten Tag geht es um die Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen, Definition, klassische Aufgaben); den idealtypischen Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte); den Markt für Projektentwickler (Typen, Strategien, Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse, Wettbewerbsanalyse, Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ bis hin zur dynamischen Developer-Rechnung).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 20. und 21. Februar 2019 Steigenberger Hotel Frankfurt statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de