KOMMENTAR AM MONTAG

Trügerische Ruhe am Wohnungsmarkt

Jürgen F. Kelber Dr. Lübke & Kelber

Es ist erstaunlich ruhig geworden um die Gefahr möglicher Preisrückgänge. Im Frühjahr hatte Professor Harald Simons im ZIA-Gutachten gewarnt: Vor allem in den deutschen Metropolen gebe es ein erhebliches Rückschlagpotenzial bei den Wohnimmobilienpreisen. Große Aufregung herrschte daraufhin in den Medien und der Branche. Inzwischen ist es Winter – und die Sorgen über einen Rückgang der Preise scheinen sich zusammen mit dem Grün der Bäume verflüchtigt zu haben. Allenfalls die Bundesbank warnt pflichtbewusst und regelmäßig vor einer Überhitzung, freilich ohne viel Gehör zu finden. Dabei hat sich seit dem Frühjahr eigentlich nichts geändert.

Ein stärkeres Risikobewusstsein stünde unserer Branche gut zu Gesicht. Denn der Immobilienmarkt funktioniert inzwischen so, wie der Aktienmarkt seit jeher funktioniert: Nicht die Gegenwart wird gehandelt, sondern die Zukunft. Die Zukunft ist also schon eingepreist, erwartet werden wachsende Bevölkerungszahlen und steigende Mietpreise. Was aber, wenn die Zukunft so nicht kommt?

Professor Simons hatte in seinem Frühjahrsgutachten bereits darauf hingewiesen, dass die Zuwanderungszahlen und dadurch die Wohnungsnachfrage zurückgehen dürften. Hinzu kommt, dass die Kaufpreise in den Metropolen aktuell an einem Peak stehen. Bei der Rentabilität gibt es praktisch keinen Spielraum mehr nach unten. Das ist die Folge davon, dass sich die Kaufpreise vor einiger Zeit von der Mietpreisentwicklung entkoppelt haben. Jetzt ist der Gipfel erreicht: Wer in der Gegenwart kein Verlustgeschäft machen will, kann höhere Preise erst zahlen, wenn die Mieten steigen. Alles andere ist Spekulation.

Jedoch ist bereits jetzt zu beobachten, dass die Mieten deutlich langsamer steigen oder mancherorts sogar stagnieren. Dem IVD zufolge sind die Neuvertragsmieten zwischen 2016 und 2017 um 2,35 % gestiegen, das ist nur leicht oberhalb der Inflation. Ein Jahr zuvor war der Anstieg mit 3,43 % noch deutlich stärker. Die Dynamik bei den Mietpreisen lässt schon aus dem ganz simplen Grund nach, dass sich die Menschen mehr nicht leisten können. In den Großstädten geben inzwischen 40 % der Haushalte mindestens 30 % ihres Einkommens für die Kaltmiete aus. Diese kritische Schwelle ist also vielfach überschritten, und man stelle sich mal vor, was passiert, wenn der Arbeitsmarkt nicht mehr ganz so rekordverdächtig brummt.

Es spräche deshalb einiges dafür, bald den Exit zu suchen. Selektive Verkäufe gehören zu einem angemessenen Risikomanagement dazu, gerade jetzt.

Dieser Artikel erschien bereits am 18.1. in der IMMOBILIEN ZEITUNG.

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MARKT-NEWS

Renditerekord mit deutschen Immobilien

Die Gesamtrenditen, die 2017 mit deutschen Immobilien erzielt wurden, waren den vorläufigen Zahlen des German Property Index (GPI) von bulwiengesa zufolge die höchsten seit der Wiedervereinigung, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 25.1. Der Renditedurchschnitt aus Wohnen, Handel, Büros und Logistik liege bei 19 % (2016: 16,1 %). Die höchsten Gesamtrenditen hätten 2017 Wohnungen (24,1 %, davon 18,3 % durch Wertänderung) und Büros (19,8 %, davon 14,7 % durch Wertsteigerung) erzielt. Bei Wohninvestments erreichten D-Standorte mit 26,3 %, bei Büroinvestments A-Standorte mit 25 % die höchsten Renditen.

Bima soll an die Kette genommen werden

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 25.1. berichtet, wollen die Bundesländer die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in einer Bundesratsinitiative dazu bringen, bundeseigene Wohnungen für den Bau sozialer oder studentischer Wohnungen vergünstigt an Kommunen oder deren Gesellschaften abzugeben. Ziel des Vorstoßes sei es, Preistreibereien durch Bieterverfahren beim Verkauf von Wohnungen aus dem Besitz des Bundes zu verhindern. Die Länderkammer habe zu diesem Zweck einen Gesetzesentwurf zur Neuregelung der Liegenschaftspolitik eingebracht, nach dem der Grundsatz der Wirtschaftlichkeitsbindung der Bima unter den genannten Bedingungen aufgeweicht würde. Nach dem Wegfall der Wirtschaftlichkeitsbindung müssten sich kommunale Bieter nicht mehr dem Bieterwettbewerb am Immobilienmarkt stellen. Welche Rolle dann noch private Investoren spielen würden, sei offen.

CSU verliert Geduld in der Wohnungspolitik

Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat auf einer Klausurtagung seiner Partei einen 10-Punkte-Plan für die künftige Wohnungspolitik des Freistaats vorgestellt. Das berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 25.1. Demnach wolle Söder nicht länger auf die zukünftige Bundesregierung warten und plane eine eigene bayerische Eigenheimzulage für Ein- und Zweifamilienhäuser. Zusätzlich solle es ein bayerisches Baukindergeld von 1.200 Euro pro Jahr und Kind geben. Wichtigste Maßnahme seines Plans sei jedoch die zeitnahe Gründung einer weiteren staatlich bayerischen Wohnungsbaugesellschaft namens Bayernheim, die bis zum Jahr 2020 rund 4.000 Wohnungen für Staatsbedienstete und Menschen mit geringem Einkommen bauen solle.

Baugewerbe rechnet mit 320.000 neuen Wohnungen

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 25.1. schreibt, rechnen der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes mit rund 320.000 neuen Wohnungen im laufenden Jahr. Benötigt würden rund 350.000 Einheiten. Im vergangenen Jahr seien vermutlich rund 300.000 Wohnungen fertiggestellt worden. Ein Grund für die zögerliche Neufertigstellung sei neben anderen die mangelnde Bereitstellung von Bauland durch die Kommunen.

Frankfurt will Preisanstiegen entgegenwirken

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 25.1. berichtet, haben sich freie Grundstücke für Mehrfamilienhäuser in Frankfurt 2017 dem aktuellen Bericht der Gutachterausschüsse zufolge binnen eines Jahres um 41,5 % auf 1.330 Euro/qm verteuert. Das gehe aus dem aktuellen Bericht der Gutachterausschüsse hervor. Insgesamt seien in dieser Kategorie Grundstücke für rund 349 Mio. Euro gehandelt worden. Neugebaute Eigentumswohnungen hätten sich im Vergleich zu 2016 um 13 % auf 5.380 Euro/qm verteuert. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) werte die Entwicklung als Alarmsignal. Um dem entgegenzuwirken wolle Josef die Gewinne der Grundstücksverkäufer stärker abschöpfen, verrate aber nicht, wie die Stadt diesen Plan umsetzen möchte. Außerdem fordere er, dass das Land einen Teil seiner Einkünfte aus der Grunderwerbsteuer an die Kommunen weitergeben. Mit dem Geld solle ein Bodenfonds gegründet werden, der Bauland für Genossenschaften und Erbpachtnehmer finanziere.

Airbnb-Obergrenze in Frankfurt

Wie die FAZ am 23.1. berichtet, will Frankfurt mit einer neuen Ferienwohnungssatzung für Eigentümer, die ihre Wohnung über Online-Plattformen wie Airbnb kurzzeitig an Urlauber vermieten, diesen ermöglichen, bei der städtischen Bauaufsicht eine Genehmigung zu beantragen, mit der Wohnungen bis zu sechs Wochen im Jahr tageweise vermietet werden können. In der Vergangenheit habe Frankfurt versucht, mit einer härteren Gangart gegen Eigentümer vorzugehen, doch sei der Erfolg zweifelhaft gewesen.

Vormarsch der Coworking-Anbieter zweischneidig

Wie das HANDELSBLATT am 26.1. berichtet, wurden 2017 einer Erhebung von bulwiengesa zufolge so viele Gewerbeflächen wie nie zuvor an Coworking-Anbieter vermietet. Allein in den Top-7-Städten habe deren Anteil bei 215.000 qm oder 5,6 % des gesamten Gewerbeimmobilienmarktes gewesen. Angesichts wachsender Margen der Anbieter freue sich jedoch nicht jeder Eigentümer über die neuen Mieter. Andreas Muschter von Commerz Real schätze zwar die neuen Angebote, doch sei es problematisch, dass die Anbieter die Flächen langfristig mieteten und dann zu kürzeren Fristen weitervermieteten. Dadurch könnten sie, anders als der Eigentümer, alle Mieterhöhungszyklen dank flexibler Konditionen mitnehmen. Der Eigentümer aber trage das Risiko, dass in einem Wirtschaftsabschwung die Mieter des Coworking-Anbieters und mit ihnen der Coworking-Anbieter pleitegingen.

Berlin plant eigene Wohnungstauschbörse

Mieter der landeseigenen Wohnungsgesellschaften Berlins sollen künftig online ihre Wohnungen tauschen können. Das meldet DIE WELT am 24.1. Der Aufbau einer Börse sei bereits im Gange und solle im Q2 2019 abgeschlossen sein. Hintergrund ist die enorme Wohnungsknappheit in der Hauptstadt. Auch auf einigen Immobilienportalen im Internet inserierten Mieter ihre Wohnung nur noch im Tausch gegen eine andere.

Fachmarktzentren resistenter gegen Online-Handel

Die großen Maklerhäuser sind hinsichtlich des Marktes für Einzelhandelsinvestments im laufenden Jahr zuversichtlich, schreibt die FAZ am 26.1. Colliers sehe eine absolute Hochphase, die auch 2018 anhalten werde. Savills erwarte ebenfalls Investitionen auf Vorjahresniveau. CBRE sehe nach einem herausragenden Schlussquartal des Jahres 2017 „beste Voraussetzungen, dass sich die Dynamik auf dem deutschen Einzelhandelsinvestmentmarkt auch im Jahr 2018 weiter fortsetzt.“ Zwar beschleunige sich laut Joachim Stumpf von BBE der Strukturwandel im Einzelhandel bedingt durch den Online-Handel, wirke sich aber nicht überall gleichermaßen aus. Am besten seien die Aussichten bei den Nahversorgern, wo der Online-Handel bislang kaum eine Rolle spiele. Profiteure der ungleichen Entwicklung seien die Fachmarktzentren, da sie oft Ankermieter aus dem Lebensmitteleinzelhandel hätten. Deshalb werde BBE Wealthcap, die den Immobilienerwerb in den kommenden Jahren deutlich ausweiten und dabei ausdrücklich auf Fachmarktzentren setzen wolle, als Partner bei Repositionierungen unterstützen.

Gute Konjunktur treibt Ladenmieten

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 25.1. berichtet, sind die Ladenmieten in den innerstädtischen Ib-Lagen von Städten mit mehr als 500.00 Einwohnern um rund 9,3 % gestiegen, während sie in kleineren Städten zurückgegangen sind. Das gehe aus dem neuestem IVD-Gewerbepreisspiegel hervor. In Frankfurt und Berlin seien die Mieten am stärksten gestiegen. Je kleiner eine Stadt sei, desto geringer seien die Mietpreisesteigerung.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Jamestown schließt Publikums-AIF Jamestown 30 mit Rekordvolumen

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 25.1. berichtet, hat Jamestown den geschlossenen Publikums-AIF Jamestown 30 nach 15 Monaten Vertriebsdauer bei einem Akquisestand von 572 Mio. USD Eigenkapital geschlossen. Der Fonds sei damit der größte US-Vermietungsfonds in der Geschichte des Unternehmens. Die knapp 10.000 Privatanleger investierten im Schnitt fast 60.000 USD in den Fonds, der sieben bis zwölf Jahre laufen und jährlich gut 4 % Rendite ausschütten solle. Das Fondsmanagement erwerbe derzeit Objekte in Atlanta, New York, Pittsburgh, Washington D.C. und im Süden Floridas. Für das H2 2018 sei der Vertriebsstart eines Nachfolgefonds, Jamestown 31, angekündigt.

Weniger Volumen in Publikums-AIFs

Zwar zählte Scope im vergangenen Jahr 29 von der Bafin zugelassene Publikums-AIF – drei mehr als im Jahr 2016 -, jedoch sei das Eigenkapitalvolumen aller Fonds zusammengenommen von 1,08 Mrd. Euro auf 705 Mio. gesunken, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 25.1. Mit 503 Mio. Euro entfiel sei der größte Anteil des Emissionsvolumens auf die Kategorie Immobilien entfallen. Ein Grund hierfür sei, dass ein großvolumiger neuer Fonds in der Größenordnung des Jamestown 30 gefehlt habe. Zudem sei die Konkurrenz auf den Immobilienmärkten mittlerweile so groß, dass die Preise für attraktiv rentierende geschlossene Publikums-AIF zu hoch seien.

Fondsanbieter gehen weiter ins Risiko

Dem Investment Intentions Survey von Inrev zufolge sinkt mit den Renditen sinkt das Interesse der Fondsanbieter an Core-Objekten, wohingegen Value-Add-Investments nun schon im dritten Jahr in Folge die beliebteste Anlageart darstellen. Das berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 25.1. Zwar wolle mehr als die Hälfte der Investoren ihre Immobilienquote ausbauen. Dennoch planten die Anbieter in diesem Jahr gerade einmal 51 Mrd. Euro und damit 1,5 Mrd. Euro weniger als 2017 hierfür ein. Mit fast 60 % komme das meiste Kapital aus Europa. Umgekehrt flössen 40 % der weltweiten Gelder in europäische Objekte.

VERSCHIEDENES

WealthCap und IPH schmieden Partnerschaft

Gabriele Volz von WealthCap und Joachim Stumpf von IPH sprechen in einem Interview mit der HANDELSIMMOBILIEN HEUTE vom 23.1. über ihre neu eingegangene Kooperation für Investments in deutsche Handelsimmobilien. Die Ansprüche der Investoren wüchsen weiter, gleichzeitig verkürzten sich die Innovationszyklen im Immobiliensegment und immer mehr. Anleger suchten verstärkt nach zukunftsfähigen Produkten, die einen hohen Grad an Spezialisierung erforderten. Daher sehe WealthCap IPH im Retail-Segment als einen natürlichen Partner an. WealthCap werde sich verstärkt auf seine Kernkompetenzen im Asset- und Portfolio-Management, der Strukturierung, den Immobilienan- und -verkauf sowie auf die Auswahl von und den Zugang zu internationalen Zielfondsstrategien konzentrieren. IPH verfüge hingegen über eine hochspezialisierte Expertise rund um die Handelsimmobilie, und übernehme für den Anfang das Management von vier Centern aus dem WealtCap-Portfolio.

Mietwachstum macht Wohnungskauf in Berlin attraktiv

In einigen Stadtteilen Berlins war das Mietwachstum im vergangenen Jahr höher als der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen, schreibt Ioannis Moraitis am 19.1. auf FOCUS ONLINE. Dies gebe potenziellen Käufern Anlass, zu prüfen, ob sich ein Kauf noch lohne. In einigen Bezirken sei das Preiswachstum längst nicht so stark wie gemeinhin angenommen, da es sich vor allem auf das untere Marktsegment beziehe. Im Vergleich der Top-7-Städte belege Berlin bei den Kaufpreisen konstant den sechsten Platz. In der Hauptstadt von generell zu hohen Immobilienpreisen zu sprechen, relativiere sich somit.

Die Mietpreisbremse steht vor dem Aus

Die Richter am Landgericht Berlin haben im Dezember Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Mietpreisbremse angemeldet und damit für einen echten Paukenschlag gesorgt, schreibt Jürgen Michael Schick vom IVD in der AIZ 2-2018. Dem Urteil nach behandele die Mietpreisbremse Vermieter ungleich, und mit der ortsüblichen Vergleichsmiete habe der Gesetzgeber eine Bezugsgröße gewählt, die in verschiedenen Städten deutlich unterschiedlich ausfalle. Die Mietpreisbremse stehe wie kein anderes Instrument für eine verfehlte Regulierungspolitik. Während das Bundesverfassungsgericht die Mietpreisbremse prüfe, wäre es unangemessen, parallel darüber in Gesprächen über eine große Koalition zu verhandeln.

Commerz Real als erster digitaler Asset-Manager

Der digitale Wandel verändert Wertschöpfungsketten und bringt neue Geschäftsmodelle hervor, daher will sich Commerz Real in diesem Umfeld zum digitalen Asset-Manager entwickeln, schreibt Florian Stadlbauer von Commerz Real am 26.1. in der BÖRSEN ZEITUNG. Für Commerz Real gehe es konkret darum, alle Leasing-Prozesse zu standardisieren. Eine Online-Plattform bilde die Basis für kundenorientierte End-to-End-Automatisierung. Das Mobilienleasing werde neue Zielgruppen ansprechen und Ausgangspunkt für neue Geschäftsabschlüsse werden. Zugleich ermögliche es eine effiziente Kundenkommunikation. Dafür sei die Einrichtung einer flexiblen IT-Infrastruktur unabdingbar.

Termine

FRANKFURTER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Wohnungsneubau in Frankfurt - Die elf interessantesten Projekte

ZIELGRUPPEN
Die Sonderveranstaltung richtet sich an Institutionelle Investoren und Family Offices, die im Rhein-Main-Gebiet (besonders Frankfurt) in den Wohnungsneubau investieren wollen. Zudem sollten Projektentwickler aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen, die sich einen aktuellen Marktüberblick verschaffen wollen, sowie Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/Vertriebe und Architekten.

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungs-Neubau-Projekte in Frankfurt/Main sowie im Rhein-Main-Gebiet vor und sprechen über folgende Fragen: Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden? Wer sind die Käufer? Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren? Welche Faktoren und Mietansätze wurden beim Globalverkauf / Forward-Deal veranschlagt, welche Quadratmeter-Preise beim ETW-Vertrieb erzielt? Wie erfolgt die Finanzierung, aus dem Cashflow, Bankenfinanzierung, Mezzanine o. ä.) Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf?

REFERENTEN
Martin Büttner (GWH Bauprojekte GmbH), Volker de Boer (IFM Immobilien AG), Christoph Gröner (CG Gruppe), Hans-Peter Unmüßig (UNMÜSSIG Bauträgergesellschaft Baden mbH), Jörg Werner (GEG German Estate Group AG), Peter Haller (6B47 Real Estate Investors AG), Wolfgang Ries (BIEN-RIES AG), Jürgen Blankenberg (gsp Städtebau GmbH), Marc Bosch (Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH), Özkan Demir (PROJECT Immobilien Rhein-Main GmbH), Ralf Werner (Instone Real Estate Development GmbH). Sven Carstensen (bulwiengesa AG) gibt einen Überblick über die aktuelle Marktentwicklung sowie die Preise und Mieten im Rhein-Main-Gebiet. Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 22. Februar 2018 im Steigenberger Frankfurter Hof in Frankfurt statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de

NRW IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Die 12 wichtigsten Wohnungsneubau-Projekte in NRW

ZIELGRUPPEN
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Projektentwickler/Bauträger, Institutionelle Investoren, Family Offices, Finanzierer/Mezz-Geber und Architekten.

REFERENTEN
Andreas Schulten (bulwiengesa AG), Nina Reiter (BERND REITER GRUPPE), Reinhold Knodel (PANDION AG), Andreas Gräf (Instone Real Estate Development GmbH), Martin Koll (WvM Immobilien + Projektentwicklung GmbH), Ulrich Tappe (Grafental GmbH & Co. KG), Tanja Kilger (BPD Immobilienentwicklung GmbH), Klaus Franken (Catella Project Management GmbH), Timo Wess (BAUWENS GmbH & Co. KG), Stefan Frey (Frey AG), Christoph Gröner (CG Gruppe AG), H.-Jürgen Rodehüser (PARETO GmbH), Achim Bassa (Koschany + Zimmer Projektentwicklung KZP)

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungs-Neubau-Projekte in NRW vor und berichten über ihre Erfahrungen: Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden? Wer sind die Käufer? Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren? Wie erfolgt die Vermarktung? Preisgestaltung: Welche Preise sind erzielbar? (qm-Preise, Faktoren für Institutionelle) Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Außerdem geht es um die Alleinstellungsmerkmale der Projekte, Besonderheiten der Architektur, Grundrisse etc. sowie Fragen zu Kommunikation, PR und Marketing.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 27. Februar 2018 im Radisson BLU Hotel Köln statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE in Kooperation mit der IREBS Immobilienakademie

Sonderveranstaltung Basisseminar: Projektentwicklung

ZIELGRUPPEN
Das Seminar richtet sich insbesondere an neue Mitarbeiter bei Projektentwicklungsunternehmen, die aus anderen Bereichen (oder direkt von der Uni) kommen und sich an zwei Tagen einen Gesamtüberblick über die Tätigkeit eines Projektentwicklers verschaffen wollen. Es richtet sich aber auch an Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (besonders solche, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater und Mitarbeiter von Generalunternehmern/Bauunternehmen. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

THEMEN
Erster Tag: „Grundlagen der Projektentwicklung und Projektmanagement“: Projektentwicklung/Projektmanagement (Ablauf und Leistungsbilder); Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht; Grundstücksanalyse); Planungskonzepte (Untersuchung vorhandener Bausubstanz; Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung; Bildung von Gebäudemodellen); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI; Baukostenplanung in der Projektentwicklung; Rahmenterminplanung); Start der Projektmanagementaktivitäten (360°-Analyse als Einstieg; Objektplanung – durch wen? Projektorganisation – ist alles geregelt?

Zweiter Tag: „Die Arbeit eines Projektentwicklers und einfache Developerrechung“: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen; Definition; klassische Aufgaben); idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte; idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung); der Markt für Projektentwickler (Typen; Strategien; Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse; Wettbewerbsanalyse; Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ zur dynamischen Developer-Rechnung).

REFERENTEN
Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer und Carsten Sellschopf, formart GmbH & Co. KG. Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 11. und 12. April im Maritim Hotel Berlin statt. Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular finden Sie unter: www.tvs-berlin.de/downloads/Einladung26091701.pdf

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung, die wir bereits zum neunten Mal durchführen, richtet sich an alle Marktteilnehmer, die professionell Immobilien kaufen und verkaufen. Sie vermittelt an zwei Tagen sowohl Grundlagen als auch Wissen zu aktuellen Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht. Kommen sollten Projektentwickler, Bauträger, Investoren, Asset-Manager, Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, Transaktionsberater, Makler, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

REFERENTEN
Dr. Peter Decker ist Rechtsanwalt und Partner von Gibson, Dunn & Crutcher LLP und berät in nationalen und internationalen Immobilientransaktionen. Er ist qualifiziert als Chartered Surveyor (MRICS) und leitet die Real Estate Praxis im Münchner Büro von Gibson Dunn, eine der führenden internationalen Anwaltskanzleien.

Dr. Christian Schmidt ist Rechtsanwalt und seit 2014 Mitarbeiter in der Steuerabteilung der Deutschen Pfandbriefbank AG. Zuvor war er 14 Jahre als Rechtsanwalt für die internationale Anwaltssozietät Shearman & Sterling LLP und Gibson, Dunn & Crutcher LLP auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Steuerrechts tätig. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehört u.a. das Immobiliensteuerrecht.

Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
1. Tag: Steuerliche Strukturierung der Transaktion: Asset Deal; Steuerliche Aspekte einer Immobilientransaktion; Asset Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Asset Deal aus Sicht des Erwerbers (Abschreibung der Anschaffungskosten); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtige Rechtsgeschäfte, Bemessungsgrundlage, Steuerausnahmen); Umsatzsteuer (Geschäftsveräußerung im Ganzen, Umsatzsteueroption); Haftung (Betriebssteuern, Grundsteuer, Haftungsregelung im Kaufvertrag). Steuerliche Strukturierung der Transaktion – Share Deal: Share Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Share Deal aus Sicht des Erwerbers (Abzugsfähigkeit der Akquisitionsfinanzierung, Schicksal der Verlust- und Zinsvorträge); Besteuerung mit Auslandsbezug; Umsatzsteuer (Umsatzsteuerfreiheit des Share Deals); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtigkeit der Anteilsübertragung und Anteilsvereinigung; gem. §§ 1 Abs. 2a, Abs. 3 und Abs. 3a GrEStG, Strukturierungsmöglichkeiten); Haftung (Steuerklausel im Kaufvertrag); Geplante Änderungen zur Grunderwerbsteuer bei Share Deals – wie können Investoren ggf. vorausschauend darauf reagieren? Vereinbarungen im Vorfeld der Transaktion: Letter of Intent, Memorandum of Understanding, Term Sheet, Exklusivitätsvereinbarung; Vertraulichkeitsvereinbarung. Due Diligence: Käufer Due Diligence/Verkäufer Due Diligence; Red Flag List; Executive Summary; Report; Datenraumanforderungen. Asset Deal: Kaufgegenstand (Bestimmtheit, Dingliche Belastungen, Bauverpflichtung); Kaufpreis (Gestaltung, Fälligkeit, Sicherstellung, Verkäuferdarlehen); Dingliche Sicherung der Kaufpreisfinanzierung (Belastungsvollmacht, Sicherstellung der Löschung); Übergang von Vertragsverhältnissen (Mietverhältnisse, Service Verträge, Versorgungsverträge, Nachvereinbarungen); Garantiehaftung versus Haftungssystem des BGB; Rechtsfolgen der Haftung (Basket, Cap, Selbstbehalt, Vertragsstrafen); Übergang von Nutzen und Lasten; Rücktrittsrechte (Verzug des Käufers, Nichteintritt der Fälligkeitsvoraussetzungen, Rechtsfolgen); Auflassungsvormerkung und Auflassung; Kostenregelung; Zusammenschlusskontrolle.

2. Tag: Share Deal – Ankauf einer Immobilie: Abgrenzung zum Asset Deal; Anwendbares Recht; Sprache der Transaktionsdokumente; Erforderlichkeit der notariellen Beurkundung; Kaufpreisgestaltung, Ablösung von Verbindlichkeiten und Kaufpreisanpassung; Physisches Closing versus reales Closing; Haftungssystematik beim Share Deal; Optionsvereinbarungen. Joint Venture für ein Immobilienprojekt: Arten von Immobilien-Joint Ventures; Wirtschaftliche Grundlagen von Joint Ventures (Objektbeschaffung, Asset Management, Exit, Budget); die Joint Venture Vereinbarungen (Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen, Geschäftsbesorgungsverträge, Leistungsverträge); die Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Regelungen (Kapitalausstattung, Stimmrechte, Tag along, Drag along, Vorkaufsrechte, Gewinnverteilung); Geschäftsbesorgungsverträge (Verwaltung des Joint Ventures, Beschaffung, Verwaltung, Wertschöpfung, Finanzierung, Verkauf).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 18. und 19. April 2018 im Steigenberger Hotel in Berlin statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de