KOMMENTAR AM MONTAG

Warum Nachverdichtung immer noch schwerfällt

Frank Wojtalewicz d.i.i. Deutsche Invest Immobilien

Dass Nachverdichtung in Großstädten ein notwendiges Element bei der Bekämpfung der Wohnungsnot darstellt, ist ein alter Hut. Und trotzdem ist die Zahl der Genehmigungen für neue Wohnungen durch Um- und Ausbaumaßnahmen im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr gesunken – um 22 %. Wie kann das sein und wie lässt es sich ändern?

Das Hauptproblem ist immer noch das Genehmigungsverfahren. Das dauert sehr lange, weil innerhalb der Stadtverwaltungen zahlreiche Behörden und Entscheidungsträger Mitspracherechte haben. Ein Neubaugebiet auszuweisen, ist für die Stadt vergleichsweise einfacher, als eine Dachaufstockung oder die Bebauung eines Innenhofs zu genehmigen.

Für den Investor bedeutet das, viel und zielgerichtet zu kommunizieren. Einerseits mit der Spitze der Stadtverwaltung, denn oft kann es nur gemeinsam mit dem Bürgermeister gelingen, das Projekt durch die Institutionen zu bringen. Dabei muss er sich auf die politischen Gegebenheiten einstellen: Ein CDU-Bürgermeister hat andere Wünsche und Sorgen als einer von den Grünen. Andererseits sind die Mieter keinesfalls sekundär zu behandeln. Gerade Mieter beziehungsweise Anwohner sind häufig skeptisch beim Thema Nachverdichtung. Anwohner befürchten, dass ihre Wohnungen weniger Licht bekommen, dass sie weniger Freiflächen haben, dass sie der Baulärm stört. Das schlägt dann auch auf die Politik durch, was das Genehmigungsverfahren erschwert.

Deshalb muss der Investor alle ins Boot holen. Und das kann gelingen. Denn von einer Dachaufstockung oder einer Innenhofbebauung hat ja nicht nur der Investor etwas. Die Menschen möchten in der Stadt leben und nicht auf dem Land. In der Stadt sind die freien Bauflächen aber knapp – Nachverdichtung bietet sich an. Die Infrastruktur und die sozialen Strukturen sind bereits vorhanden. Durch Nachverdichtung entsteht Wohnraum an genau der Stelle, an der er am dringendsten gebraucht wird. Nimmt der Druck auf dem Wohnungsmarkt dadurch etwas ab, hat das langfristig auch Vorteile für die Anwohner: Nachverdichtung hilft, die Preisentwicklung zu stabilisieren.

Wenn der Investor das kommuniziert und zusätzlich Kompromissbereitschaft zeigt, hat das Überzeugungskraft. Wird zum Beispiel ein Innenhof bebaut, ließe sich die übriggebliebene freie Fläche etwa neu gestalten, sei es durch Pflanzen, Sitzgelegenheiten oder einfach eine Beleuchtung. Das sind kleine Dinge, die aber viel bewirken können.

Dieser Artikel erschien bereits am 9.11. in der IMMOBILIEN ZEITUNG.

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MARKT-NEWS

Konkrete Pläne für Wohnraumversorgung gefordert

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 9.11. schreibt, sind Union, FDP und Grüne in den Sondierungsgesprächen wenigstens dahingehend einer Meinung, dass die Wohnraumversorgung eine „zentrale Herausforderung“ für die Politik ist. Neben der besonders umstrittenen Mietpreisbremse, die die Grünen verschärfen wollten, was die CDU ablehne, während die FDP ihre Abschaffung fordere, stünden u. a. die Grundstücksvergabepraxis der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, steuerliche Anreize für Wohnungsneubau und Sanierung, die Förderung des Wohnimmobilienerwerbs junger Familien und Investitionen in den sozialen Mietwohnungsbau auf der Agenda. Die Interessenverbände seien abgesehen von einer Verschärfung der Mietpreisbremse mit der Agenda weitgehend einverstanden, da sie viele der Maßnahmen selbst gefordert hätten. Doch sei das zu verhandelnde Maßnahmenpaket ‚Wohnen‘ bislang nur ein Sammelsurium von wenig konkreten Vorschlägen, vonseiten der Branche würden Absichtserklärungen ohne Umsetzungspläne befürchtet. Andreas Ibel vom Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) vermisse die von der FDP angekündigte „neue Radikalität“ und empfehle zur Beförderung des Wohnungsbaus eine Reduzierung des Umsatzsteuersatzes auf den Wohnungsneubau.

Gesetzentwurf zur Liegenschaftspolitik beschlossen

Der Bundesrat hat auf Antrag des Landes Berlin den „Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung der Liegenschaftspolitik des Bundes“ beschlossen, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 9.11. Dem Antrag hätten sich auch Brandenburg und Bremen angeschlossen. Der Gesetzentwurf sehe vor, dass der Bund nicht mehr verpflichtet sein solle, Grundstücke per Bieterverfahren und damit zum Höchstpreis verkaufen, wenn diese für Gemeinwohlorientiertes wie sozialen Wohnungsbau vorgesehen seien. Mit dem avisierten Gesetz solle die wenig wirksame Verbilligungsrichtlinie ersetzt werden, und die vergünstigte Grundstücksvergabe auf eine dauerhafte Rechtsgrundlage gestellt werden.

Frankfurt als internationaler Gerichtsstandort

Das Landgericht Frankfurt will zum Jahresanfang 2018 eine englischsprachige Kammer für Handelssachen einrichten, die auch Streitigkeiten zwischen Immobilienunternehmen sowie Bauverfahren verhandeln können soll. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 9.11.

Neues Amt für Bau und Immobilien in Frankfurt

Das Frankfurter Amt für Bau und Immobilien (ABI) hat seine Arbeit aufgenommen, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 9.11. Das neue Amt vereine die bisherigen Ämter für Hochbau und Liegenschaften und sei zudem für Immobilienprojekte des Schulamts verantwortlich.

Preisanstieg beschleunigt sich

Dem Verband deutscher Pfandbriefbanken (VdP) zufolge sind im Q3 2017 die Preise für deutsche Wohn- und Gewerbeimmobilien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,7 % gestiegen, schreibt die FAZ online am 11.11. Dies sei der stärkste Quartalsanstieg seit Erhebung des ersten vdp-Immobilienpreisindexes 2006. Am deutlichsten hätten sich mit 9,2 % bzw. 9,5 % Mehrfamilienhäuser und Büros verteuert. Bei Eigentumswohnungen habe der Preisanstieg im Jahresvergleich bei 7,4 % gelegen, bei Ein- und Zweifamilienhäuser bei 5,6 %. Insgesamt seien Wohnimmobilien um 7,8 % teurer geworden, Gewerbeimmobilien hätten sich um 7,2 % verteuert. Der Hauptgrund für diese Entwicklung sei die ungebrochen hohe Investmentnachfrage infolge mangelnder Anlagealternativen und der Hoffnung der Markteilnehmer auf weiter steigender Preise.

Mietanstieg verlangsamt sich

Dem neuen Wohnpreisspiegel des IVD zufolge sind die Neuvertragsmieten für Bestandswohnungen mit gutem Wohnwert im Q2 und Q3 2017 um 2,4 % gestiegen, schreiben die FAZ, die IMMOBILIEN ZEITUNG und weitere Medien am 10.11. online. Nach durchschnittlich 3,2 % im Vorjahreszeitraum sei dies ein vergleichsweise moderater Anstieg. Bei einem mittleren Wohnwert habe der Anstieg ebenfalls 2,4 % betragen, nach 3,4 % im Vorjahreszeitraum. Auch in den Metropolen seien die Neuvertragsmieten für Bestandswohnungen mit gutem Wohnwert mit im Schnitt 2,3 % etwas weniger stark gestiegen als im Vorjahreszeitraum (4,2 %). Doch seien die Unterschiede groß. So habe sich in Berlin der Bestand mit mittlerem Wohnwert um gut 6 % verteuert, in Köln um 5 % und in Dortmund um 4,8 %. In Hamburg und München habe der Anstieg nur bei 2,1 % und 1,6 % gelegen. In Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf hätten die Mieten stagniert. Dies sei auch auf die höhere Neubautätigkeit zurückführen und darauf, dass Mieter an den Rand der finanziellen Belastbarkeit kämen und zunehmend ins Umland der Großstädte auswichen. Trotz der nachlassenden Mietpreisdynamik sei es zu früh, Entwarnung zu geben, sage Jürgen Michael Schick vom IVD: „Solange in Deutschland zu wenig Wohnungen gebaut werden, wirkt sich das auch auf die Mieten aus.“

Ostdeutscher Wohnungsmarkt spaltet sich weiter

Über den sich immer mehr spaltenden ostdeutschen Immobilienmarkt schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 10.11. Dem ‚Wohnungsmarktbericht 2017′ von TAG Immobilien zufolge stiegen die Bevölkerungszahlen in vielen Städten, die Leerstände sänken auch in kleineren oder wenig beachteten Kommunen wie etwa Eisenach, Görlitz oder Merseburg. Zugleich aber gehe diese Entwicklung laut einer Analyse des Ifo-Instituts Dresden an anderen Kommunen gänzlich vorbei. 600.000 Wohnungen stünden in Ostdeutschland leer, bis 2030 werde diese Zahl sich auf schätzungsweise 1,1 Mio. bis 1,2 Mio. verdoppeln und die Leerstandsquote von derzeit 9 % auf 14 % steigen. Beide Studien lägen mit ihrer Einschätzung richtig: Während für die ostdeutschen Bundesländer insgesamt in den nächsten beiden Jahrzehnten mit drastisch sinkenden Bevölkerungszahlen zu rechnen sei, sei in den ostdeutschen Metropolen mit einem Bevölkerungswachstum zu rechnen, das auch die angrenzenden Regionen deutlich stärken könne. TAG zufolge seien die Mietpreise in 24 der 27 untersuchten Groß- und Mittelstädte seit dem Jahr 2012 deutlich gestiegen. Am stärksten sei der Anstieg mit 33,4 % in Berlin, gefolgt von Leipzig mit 25 %. Weitere zehn ostdeutsche Städte hätten in den letzten fünf Jahren zweistellige Zuwachsraten verzeichnet. Auch die Preise für Wohneigentum seien teils erheblich gestiegen, Ausweichbewegungen bewirkten auch im Umland der Metropolen einen Anstieg.

Wünsche nach Wohneigentum für viele unerfüllbar

Wie die FAZ am 8.11. und die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 10.11. schreiben, haben viele Europäer einer Studie der ING Bank zufolge wegen der stark gestiegenen Hauspreise die Hoffnung auf ein Eigenheim aufgegeben. Vor allem in Großbritannien und Deutschland sei dies der Fall, wo jeweils 56 % der noch nicht über Immobilien verfügenden Befragten davon ausgingen, dass ihr Wunsch nach einer eigenen Immobilie unerfüllt bleiben werde.

Wohnkostenanteil bleibt konstant

Dem Jahrbuch des Statistischen Bundesamts zufolge haben 2016 etwa 16 % der Bevölkerung Deutschlands in Haushalten gelebt, die mehr als 40 % ihres verfügbaren Einkommens für das Wohnen ausgegeben haben und also überbelastet waren, schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 10.11. Damit sei die Quote im Vergleich zu den vorigen Jahren im Wesentlichen konstant geblieben, nur 2014 habe sie mit 17 % etwas höher gelegen. Insgesamt betrachtet entfielen 24 % der Konsumausgaben der Deutschen aufs Wohnen.

Stagnierender Wohnungsbau in Bayern

In den ersten drei Quartalen dieses Jahres sind in München dem Bayerischen Landesamt für Statistik zufolge 55.427 Wohnungsbaugenehmigungen erteilt worden, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 9.11. Damit verharre die Zahl auf dem Niveau des Vorjahres. Etwas mehr als ein Drittel der Baufreigaben betreffe Ein- und Zweifamilienhäuser. Nur bei Mehrfamilienhäusern habe es mit rund 25.000 Genehmigungen eine leichte Zunahme um 2,7 % gegeben. In den acht Großstädten Bayerns seien 15.188 Wohnungsbaugenehmigungen erteilt worden, fast 2 % weniger als im Vorjahr.

Überblick über die Fintech-Landschaft

Über das Fintech-Hub-Ranking 2017 der Comdirect, das dem HANDELSBLATT exklusiv vorliege, schreibt dieses am 6.11. Diesem zufolge hätten 228 der deutschlandweit insgesamt 699 Fintechs ihren Firmensitz in Berlin. Frankfurt und München stünden mit je 84 Start-ups aus dem Finanzbereich zusammen auf dem zweiten Platz, gefolgt von Hamburg mit 67 solcher Unternehmen. Bei den Geschäftsmodellen seien die Schwerpunkte unterschiedlich. So gebe es etwa in München überdurchschnittlich viele Start-ups aus der Versicherungsbranche, in Frankfurt seien die Start-ups besonders stark im Bereich Investment engagiert, in Hamburg gehe es vor allem um Finanzierung, und in Berlin sei jedes dritte Fintech auf die Immobilienbranche spezialisiert.

Die Aussichten der Immobilien-Start-ups

Über die Frage, welche Technologien den digitalen Durchbruch in der Immobilienbranche bringen und ob es einem Immobilien-Start-up gelingen wird, mind. eine Mrd. US-Dollar einzusammeln und zum sogenannten Einhorn zu werden, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 9.11. Derzeit sei mit einer solchen Entwicklung eher nicht zu rechnen, was der Studie ‚The Future of Real Estate‘ von Andrew Baum von der Oxford University zufolge vor allem an der Kleinteiligkeit des Sektors liege. Die höchsten Innovationsgrade hätten Unternehmen, die entweder tief in die Gebäudetechnik eingriffen oder den Bauprozess veränderten. Softwarelösungen für Makler und Bestandshalter hingegen ließen sich aufgrund unterschiedlicher rechtlicher Rahmenbedingungen, Marktintransparenz und lokalen Branchengepflogenheiten kaum weltweit vermarkten. Große Chancen lägen im Building Information Modeling (BIM), doch stehe einem flächendeckenden Einsatz bislang noch die mangelnde Informiertheit und Bereitschaft zur Veränderung vor allem in der Baubranche entgegen.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Risikobereitschaft steigt notgedrungen

Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 7.11. schreibt, ist dem Quartalsbarometer von bulwiengesa und BF.direkt zufolge mit einem weiteren Bedeutungsanstieg neuer Akteure und alternativer Instrumente in der Immobilienfinanzierung zu rechnen. Derzeit würden etwa 10 % der Gelder für Bestandsinvestitionen oder Projektentwicklungen von alternativen Geldgebern zur Verfügung gestellt, in zwei Jahren sei mit rund 30 % zu rechnen. Der Grund hierfür sei in der Zinspolitik der EZB zu suchen, die den Investoren kaum Ausweichmöglichkeiten mit vergleichbarem Rendite-Risiko-Profil lasse. Neben Versicherungen, Versorgungswerken, Family Offices oder spezialisierten Fonds gewönnen auch Instrumente wie Mezzanine-Kapital an Bedeutung. Das Zusatzkapital werde inzwischen in aller Regel als Kreditersatz strukturiert. Der Fremdkapitalanteil summiere sich selbst bei risikobehafteten Projektentwicklungen mittlerweile auf rund 90 %. Insgesamt sei festzustellen, dass die Banken wieder höhere Risiken eingingen.

Adler verkauft Accentro

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 9.11. schreibt, hat Adler die vor drei Jahren erworbene Accentro größtenteils an Vestigo verkauft. Die Verkaufsvereinbarung betreffe zunächst 82 % der Accentro-Aktien, zudem bestehe eine Verkaufsoption für weitere 6 %. Vestigo zahle 180 Mio. Euro für die Accentro. Die restlichen Accentro-Aktionäre erhielten ein Angebot zur Übernahme ihrer Papiere. In den ersten drei Quartalen 2017 habe Accentro mit rund 89 Mio. Euro einen Umsatzrückgang verzeichnet, auch der Konzerngewinn sei unter dem Vorjahreswert geblieben. Jacopo Mingazzini von Accentro erwarte jedoch ein starkes Q4 2017, da noch mehrere großvolumige Transaktionen anstünden, und ist zuversichtlich, die Jahresprognose mit einem Umsatz von deutlich über dem Vorjahr und das Gewinnziel von etwa 34 Mio. Euro zu erreichen.

Zum Umgang der Investoren mit dem Mangel an Wohnimmobilien

Über die Auswirkungen der großen Nachfrage nach Wohnimmobilien auf den Markt schreibt die IMMOBILIENWIRTSCHAFT 11-2017 und stellt verschiedene Akteure und ihre Strategien, mit der Situation umzugehen, vor. Die Zahl der Investorengruppen habe zugenommen, auch Pensionskassen und Versicherungen, die ihre Immobilienbestände lange Zeit reduziert hätten, investierten mittlerweile gern in diese Assetklasse. „Der Wohnimmobilienmarkt hat sich seitens der Anbieter-, aber auch der Nachfragegruppen stärker ausdifferenziert“, sage Konstantin Lüttger von CBRE. Vor allem große Pakete seien gefragt und Mangelware. Doch gebe es auch Immobilienunternehmen, die weniger am Handel und mehr am Bestandsaufbau interessiert seien, wie etwa die Mähren AG. „Primär verstehen wir uns als langfristiger Bestandshalter – Investmenthorizont: fünf bis zehn Jahre -, der jedoch Verkaufsopportunitäten nutzt“, sage Jakob Mähren von der Mähren AG. Da sein Unternehmen nicht börsennotiert sei, könne es sich leisten, antizyklisch zu investieren.

VERSCHIEDENES

Nahversorgung ist ein Entwicklerthema

Über die Tücken und Herausforderungen der digitalen Nahversorgung schreibt Prof. Dr. Winfried Schwatlo von der CD Deutsche Eigenheim in der AIZ 11-2017. Als Projektentwickler sehe man sich vor die Aufgabe gestellt, die Themen Wohnen, Nahversorgung und Digitalisierung unter einen Hut zu bringen. Für ihn stehe fest, dass etwa Lösungen für die Paketzustellung in den Bereich des Projektentwicklers fielen, dem es mit der Einrichtung von Abholstationen und Kühlboxen in den von ihm entwickelten Quartieren möglich sei, Zeit und Ressourcen der Bewohner wie der Zusteller einzusparen.

Die Chance auf eine neue Wohnungspolitik muss genutzt werden

Darüber, wie eine wohnungspolitische Wende trotz der sehr unterschiedlichen Positionen von CDU/CSU, FDP und den Grünen gelingen kann, schreibt Jürgen Michael Schick vom IVD in der AIZ 11-2017. Dies sei schwierig, aber nicht unmöglich, zumal alle Koalitionspartner mit der Entspannung des Wohnungsmarktes dasselbe Ziel verfolgten, ebenso hinsichtlich der Beförderung der Wohneigentumsbildung. Diese beiden Punkte könnten als gemeinsames Ziel am Anfang einer Politikfindung stehen, um dann den Weg dorthin zu diskutieren. Die Chance sei da, die Wohnungspolitik in Deutschland auf ein tragfähiges Fundament zu stellen, und sie müsse unbedingt genutzt werden.

Termine

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Wohnungsneubau in Berlin - Die interessantesten Projekte

ZIELGRUPPEN
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an institutionelle Investoren und Family Offices, die in Berlin investieren wollen. Interessant ist sie außerdem für weitere Bauträger und Projektentwickler, Banken und Finanzierer, Makler, Transaktionsberater und Vertriebe sowie Architekten.

THEMEN
Im Zuge der Veranstaltungen werden aktuelle Wohnungsprojekte vorgestellt und sich offen darüber ausgetauscht. Die Veranstaltung ist Teil einer deutschlandweiten Reihe und hat sich als einer der wichtigsten Treffpunkte für Projektentwickler und Investoren etabliert. Behandelt werden Themen wie Herausforderungen bei der Abstimmung mit Behörden und der Politik, Alleinstellungsmerkmale im Bereich Architektur, Wohnungsgrundrisse, Vertrieb und Marketing sowie Multiplikatoren und Mietansätze beim Globalverkauf.

REFERENTEN
Andreas Schulten (bulwiengesa AG); Projektvorstellungen durch Michael Stüber (CD Deutsche Eigenheim AG), Gunther Hastrich (Archigon Projektentwicklung & Baubetreuung GmbH), Stephan Allner (DIE WOHNKOMPANIE Berlin GmbH & Co. KG), Alexander Happ (BUWOG Group), Torsten Nehls (Belle Époque Gruppe), Joachim Wintzer (Hines Immobilien GmbH), Robert Besir (homepoint Gruppe), Nikita Martynow (homepoint Gruppe), Herbert Dzial (HD Gruppe), Dr. Michael Held (TERRAGON INVESTMENT GmbH), René Richter (Kondor Wessel Holding GmbH). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet 16. November 2017 im NH Collection Hotel Berlin statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: 1- und 1½ Zimmer-Wohnungen / Kompaktwohnungen - Markt, Konzepte und Anforderungen von Investoren

ZIELGRUPPEN
Die Veranstaltung richtet sich Projektentwickler, Bauträger, Banken und andere Finanzierer, Architekten, Vertriebe und Investoren, die in Kompaktwohnungen investieren wollen.

THEMEN
Sind Kompaktwohnungen ein neuer Trend oder sind sie nur Mittel zum Zweck, um Projekte „schön zu rechnen“, die sich ansonsten nicht lohnen würden? Dies ist eine der Fragen, denen während der Veranstaltung nachgegangen wird. Die Referenten diskutieren außerdem Grundrisse und Konzepte, die Marktverhältnisse sowie Erfolgskriterien für Kompaktwohnungen. Zudem werden viele Projekte vorgestellt.

REFERENTEN
Felix Embacher (bulwiengesa AG), Dr. Stephan Brauckmann (Moses Mendelssohn Institut GmbH), Hans-Joachim Beck (Vorsitzender Richter Finanzgericht Berlin-Brandenburg a. D./Leiter Abteilung Steuern IVD), Lutz Wiemer (HanseMerkur Grundvermögen AG); Projektvorstellungen durch Mark Maurin (VIVUM GmbH), Oliver Grossmann (AviaRent Invest AG), Jörn von der Lieth (Hilfswerk-Siedlung GmbH), Atilla Özkan (Mercurius Real Estate AG), Michael Vogt (mondial kapitalverwaltungsgesellschaft mbH), Frank Kammerer (Aplin Real Estate PE und Vertriebs GmbH & Co. KG), Rainer Nonnengässer (MPC Capital AG). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 22. November 2017 im Intercontinental Hotel Berlin statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de

HAMBURGER IMMOBILIENRUNDE

Geförderter Wohnungsbau - Chancen und Probleme für Projektentwickler und Investoren am Beispiel Hamburg und Berlin

ZIELGRUPPEN
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Wohnungsprojektentwickler, Bauträger und Investoren am Wohnungsmarkt, die sich für die Metropolregionen Hamburg und Berlin interessieren. Zudem ist das Seminar für Förderbanken, Finanzierer, Fonds und institutionelle Investoren interessant, die in den geförderten Wohnungsbau investieren wollen.

THEMEN
Die Referenten der Veranstaltung setzen sich mit den Chancen und Potenzialen der Wohnungsbauförderung auseinander. Diskutiert werden Fragen zu den Vor- und Nachteilen geförderter Wohnanlagen aus Sicht unterschiedlicher Immobilienakteure, Potenziale und Hemmnisse, Kriterien bei der Auswahl geförderter Objekte, Förderarten und Finanzierungsmöglichkeiten. Zudem berichten die Vortragenden über die lokalen Rahmenbedingungen und politischen Umstände in Hamburg und Berlin, die den geförderten Wohnungsbau tangieren. Den Teilnehmern werden zusätzlich interessante und lehrreiche Praxisbeispiele präsentiert.

REFERENTEN
Matthias Voss (Assetando Real Estate GmbH), Klaus Niewöhner-Pape (INDUSTRIA WOHNEN GmbH), Ralf Sommer (Hamburgische Investitions- und Förderbank, IFB), Andreas Tied (IBB Investitionsbank Berlin), Michael Sachs (Wohnungsbaukoordinator a. D. und Staatsrat a. D. für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg, AR Vorsitzender der Gewobag Berlin), Peter Jorzick (Hamburg Team Gesellschaft für Projektentwicklung mbH). Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 11. Dezember 2017 im Steigenberger Hotel in Hamburg statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de

FRANKFURTER IMMOBILIENRUNDE in Kooperation mit der IREBS Immobilienakademie

Sonderveranstaltung: Basisseminar Projektentwicklung

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an (neue) Mitarbeiter von Projektentwicklern / Bauträgern / Projektsteuerern, Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (v. a. jene, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Mitarbeiter von Generalunternehmern / Bauunternehmen. Wenn Sie mehr als drei Mitarbeiter Ihres Unternehmens anmelden, erhalten Sie ab dem vierten Mitarbeiter einen Rabatt von 30 %. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

REFERENTEN
Prof. Dr. Ulrich Schütz (Drees & Sommer) und Carsten Sellschopf (Instone Real Estate Development GmbH & Co. KG). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
Am ersten Tag werden die Grundlagen der Projektentwicklung und des Projektmanagements behandelt: Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht, Grundstücksanalyse, Untersuchungen vorhandener Bausubstanz); Planungskonzepte (Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung, Bildung von Gebäudemodellen, Gebäudeplanung); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI, Baukostenplanung in der Projektentwicklung, Rahmenterminplanung); Start der Projektmanagementaktivitäten (360o-Analyse als Einstieg, Objektplanung – durch wen? Projektorganisation – ist alles geregelt?)

Am zweiten Tag geht es um die Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen, Definition, klassische Aufgaben); den idealtypischen Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte); den Markt für Projektentwickler (Typen, Strategien, Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse, Wettbewerbsanalyse, Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ bis hin zur dynamischen Developer-Rechnung).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 24. und 25. Januar 2018 im Marriott Hotel Frankfurt statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de

NRW IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Die 12 wichtigsten Wohnungsneubau-Projekte in NRW

ZIELGRUPPEN
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Projektentwickler/Bauträger, Institutionelle Investoren, Family Offices, Finanzierer/Mezz-Geber und Architekten.

REFERENTEN
Andreas Schulten (bulwiengesa AG), Nina Reiter (BERND REITER GRUPPE), Reinhold Knodel (PANDION AG), Andreas Gräf (Instone Real Estate Development GmbH), Martin Koll (WvM Immobilien + Projektentwicklung GmbH), Ulrich Tappe (Grafental GmbH & Co. KG), Tanja Kilger (BPD Immobilienentwicklung GmbH), Klaus Franken (Catella Project Management GmbH), Timo Wess (BAUWENS GmbH & Co. KG), Stefan Frey (Frey AG), Christoph Gröner (CG Gruppe AG), H.-Jürgen Rodehüser (PARETO GmbH), Achim Bassa (Koschany + Zimmer Projektentwicklung KZP)

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungs-Neubau-Projekte in NRW vor und berichten über ihre Erfahrungen: Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden? Wer sind die Käufer? Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren? Wie erfolgt die Vermarktung? Preisgestaltung: Welche Preise sind erzielbar? (qm-Preise, Faktoren für Institutionelle) Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Außerdem geht es um die Alleinstellungsmerkmale der Projekte, Besonderheiten der Architektur, Grundrisse etc. sowie Fragen zu Kommunikation, PR und Marketing.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 27. Februar 2018 im Radisson BLU Hotel Köln statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de