KOMMENTAR AM MONTAG

Defragmentiert Euch!

Alexander von Erdély CBRE

Ein unabhängiger Spezialist übernimmt die Planung der Haustechnik, ein anderer kümmert sich um die Umweltprüfung – und mit dem späteren Property Manager hat sich sowieso niemand im Vorfeld ausgetauscht. Diese kleinteilige Ausschreibungsmentalität, von der die Immobilienbranche lange Zeit geprägt war, gehört immer mehr der Vergangenheit an. Ein bisschen wie die lästigen Defragmentierungen der guten alten PC-Festplatte. Denn anstatt Insellösungen zu schaffen, werden übergeordnete Lösungsansätze immer wichtiger – wir arbeiten per Flashdisk. Verschiedene Akteure – vom Immobilienkaufmann über den Techniker bis hin zum Juristen – müssen an unterschiedlichen Zeitpunkten des Lebenszyklus von denselben Prozessen profitieren können. Das gilt besonders für digitale Schnittstellen, beispielsweise bei der Datenerfassung und -bearbeitung. Schließlich bringt es nichts, voneinander isolierte Datenbanken zu betreiben. Das führt sonst zu einer barocken Verwaltung.

Der Arbeitsplatz als Marke

Co-Working Spaces machen es vor: Der Coolness-Faktor der neuen Bürowelten findet großen Gefallen bei den Nutzern. Das liegt nicht nur an den Möglichkeiten für kreative Köpfe, sich auszutauschen – genauso wichtig ist der Wohlfühlfaktor. Um im viel beschworenen ‚War for Talents‘ konkurrenzfähig zu bleiben, müssen Unternehmen auch für ihre Büros Begriffe wie ‚Well-being‘ und ‚Engagement Boost‘ beachten. Damit sind zum einen Details wie Beleuchtung, Belüftung, Heizung und Raumluft gemeint, zum anderen aber auch die immer wichtiger werdenden ‚Amenities‘: eine Lounge, um sich mit Kollegen auszutauschen, eine Liege, um kurz abzuschalten und Energie für neue Aufgaben zu tanken, Fitness- und Spielbereiche – all dies gehört heutzutage auch ins Büro. Das Interessante dabei: Diese Sonderausstattungen tragen zusammengenommen dazu bei, dass ein Büro repräsentativer wird. Denn je entspannter ein Unternehmen sich nach außen zeigt, desto selbstsicherer wirkt es. Merke: Well-being ist ein Synonym für Markenaufbau.

Liaisons zwischen Kommunen und Wirtschaft

Es ist schon erstaunlich: Einerseits boomt die Immobilienwirtschaft, und das Angebot kann kaum schnell genug wachsen, um die Nachfrage zu bedienen. Andererseits erlahmen immer mehr Bauprojekte oder werden erst gar nicht zu Ende geführt, weil anscheinend am Markt vorbeigeplant wurde. Die Ursache: Immer mehr Kommunen rufen Wettbewerbe für städtebauliche Projekte aus – um geschmacklich und medial auf der sicheren Seite zu sein. Meist sind die Entwürfe der Architektenbüros entweder besonders extravagant oder besonders harmonisch. Aber sind sie auch besonders machbar? Die größte Gefahr besteht darin, dass am Ende die Investoren ausbleiben. Denn mögen sich alle einig sein, solange sich niemand findet, der das Projekt auch für rentabel hält, bleibt es bestenfalls ein Styropormodell – schlimmstenfalls wird es zur ewigen Baustelle. Deswegen holen viele Kommunen parallel zu Wettbewerbern immer häufiger auch private Immobilienunternehmen als Berater mit ins Boot. Der Trend: Kommunen fahren zweigleisig – sie beziehen die Bevölkerung mit ein und lassen sich parallel betriebswirtschaftlich beraten.

Vielsagende Kontinuität

Der Merksatz vorweg: Die Anzahl der potenziellen Käufer auf den deutschen Investmentmärkten hat sich auch im vergangenen Jahr kaum geändert. Das hört sich zwar nach keiner großartigen Meldung an, sollte aber dennoch aufhorchen lassen. Schließlich steigen die Kaufpreisniveaus für sämtliche gewerblichen Immobilientypen seit Jahren kontinuierlich. Die Auswirkung: Die Anfangsrenditen geraten immer weiter unter Druck. Einer der Gründe ist die hohe Flächennachfrage vonseiten der Nutzer und damit die Möglichkeit für Eigentümer, das Mietniveau kontinuierlich nach oben anzupassen und damit die Performance zu steigern. Und die lange Liste an Interessenten verdeutlicht die Liquidität des Marktes – ein wichtiges Indiz dafür, dass sich die Immobilie auch zu attraktiven Konditionen wieder verkaufen lässt. Und jetzt lesen Sie noch einmal den Merksatz!

Digitalisierung, aber bitte nicht zu schnell

Den Worten folgen Taten: Lange – zu lange – wurde die enorme Rolle der digitalen Transformation innerhalb der Branche immer wieder tatenlos beschworen. Nun wird endlich auch kräftig investiert. Damit diese Ausgaben nicht versanden, passen auch immer mehr Unternehmen ihre internen Strukturen an. Über Ursache und Grund lässt sich bekanntlich streiten – doch auch die Bereitschaft der Mitarbeiter, innovative Technologien zu nutzen, steigt mittlerweile rapide. Dass gut Ding Weile haben will, wissen wir, und die Immobilienbranche insbesondere: Die Fortschritte werden sich erst nach längerer Zeit zeigen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns noch intensiver mit relevanten Digitalthemen wie Big und Smart Data, der KI und dem damit verbundenen Machine Learning sowie dem Internet der Dinge (IoT) auseinandersetzen.

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen?

Dann schreiben Sie an den Leiter unserer Redaktion Dr. Josef Girshovich.

MARKT-NEWS

Gut gelaunt zur Expo Real

Die Stimmung ist gut am deutschen Immobilienmarkt, schreiben die großen Medien auf ihren Sonderseiten anlässlich der bevorstehenden Expo Real. Die Zahl der Aussteller erreicht in diesem Jahr einen neuen Rekord, berichtet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 5.10., und einer Umfrage der Messe München unter den Teilnehmern zufolge gehen zwei Drittel der Befragten von weiterhin positiven Verhältnissen aus. Das gelte vor allem für die deutschen Wohnimmobilien. „Der Wohninvestmentmarkt wird sich auch 2019 sehr positiv entwickeln“, betone Andre Schmöller von Domicil Real Estate: „Eine heftige Marktkorrektur erwarten wir nicht.“ Morten Hahn von Dr. Lübke & Kelber ist davon überzeugt, dass 2019 ein weiteres gutes Jahr für die Immobilienwirtschaft wird, schreibt die BÖRSEN ZEITUNG am 5.10. „Gerade im Bürosegment haben wir es mit einem funktionierenden Marktsegment zu tun. Die Nachfrage in den Metropolen ist sehr hoch“, sage Hahn. Das HANDELSBLATT, die FAZ und die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG vom 5.10. blicken auf den Büroimmobilienmarkt und sehen auch dort aussichtsreiche Perspektiven. Dank guter konjunktureller Rahmenbedingungen sei die Nachfrage nach Büroimmobilien nach wie vor hoch und steige weiter, desgleichen die Preise. „Jetzt funktioniert der klassische Marktmechanismus aus Angebot und Nachfrage wieder“, zitiert die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 5.10. Carsten Ape von CBRE. Daneben wagen die Zeitungen einen Blick in die Zukunft der Märkte oder der Fachberufe. So widmet sich die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 5.10. u. a. dem derzeitigen Wandel des Architektenberufes und den immer beliebter werdenden Serviced Apartments, die derzeit überall in Deutschland entstünden. Das Interesse der Investoren an dieser Wohnimmobilienklasse steige, neben einheimischen seien immer mehr ausländische Anbieter in den deutschen Metropolen aktiv. „Steigende Studierendenzahlen, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und der Anstieg der Single-Haushalte treiben europaweit die Nachfrage nach Microapartments“, sage Johannes Anschott von Commerz Real. Die FAZ und das HANDELSBLATT fragen am 5.10. danach, wie die Digitalisierung die Immobilienwirtschaft verändert und welche Vorteile sie für Projektentwickler, Investoren und Nutzer hat. Commerz Real nutze künstliche Intelligenz zur Auswertung von Exposés bei Investitionsentscheidungen, CBRE sehe die Möglichkeit, die zukünftige Wertentwicklung von Immobilien besser einzuschätzen. CA Immo statte ein derzeit im Bau befindliches Berliner Bürogebäude mit einer Art künstlichem Gehirn aus, das einen möglichst effizienten Betrieb des Gebäudes erlauben werde. Die IMMOBILIEN ZEITUNG bietet in ihrer Doppelausgabe am 4.10. anlässlich der Expo Real einen Überblick über alle Themen, die die Branche bewegen. Ausführlich geht sie auf den Career Day auf der Expo Real ein, für den sich in diesem Jahr 44 Arbeitgeber aus der Immobilienwirtschaft angemeldet hätten, um sich den erwarteten 500 bis 600 Studenten und Azubis vorzustellen. Wie Lisa Bielert von APOprojekt betone, gehe es dabei weniger um konkrete Bewerbungsgespräche, als darum, sich kennenzulernen und über gegenseitige Erwartungen auszutauschen: „Beim späteren Kontakt können beide Seiten an das Gespräch anknüpfen – man lernt die Kandidaten ja noch vor der eigentlichen Bewerbung kennen.“ Und schließlich ist auch der jüngst veranstaltete Wohngipfel noch ein Thema, zu dessen Ergebnissen sich Horst Seehofer (CSU) in einem Interview mit der IMMOBILIEN ZEITUNG vom 4.10. äußert. Auch er werde die Expo Real, zusammen mit Gunther Adler, besuchen, um mit den Messeteilnehmern ins Gespräch zu kommen.

Mieten kostet weniger als kaufen

Dem ‚Risiko-Rendite-Ranking 2018′ von Dr. Lübke & Kelber zufolge ist es nur in 48 der 111 untersuchten Städte Deutschlands langfristig gesehen günstiger, eine Eigentumswohnung im Bestand zu finanzieren, als diese zu mieten. Das schreibt SPIEGEL ONLINE am 4.10. Im vergangenen Jahr seien es noch 87 Städte gewesen, in denen der Kauf von Bestandseigentumswohnungen attraktiver sei als das Mieten. Der Kauf einer Neubauwohnung sei sogar nur noch in neun Städten vorteilhafter, in allen anderen 107 Städten sei die günstigere Option, sie zu mieten.

Mieten steigen schneller als die Inflation

Scope Analysis zufolge sind die Preise für Eigentumswohnungen in den zehn größten deutschen Städten im H1 2018 im Schnitt um mehr als 8 % gestiegen. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 4.10. Zwar habe sich auch die Bautätigkeit gesteigert, vor allem Frankfurt, München, Düsseldorf und Berlin fielen hier positiv auf. Doch reiche dies nicht aus, den Bedarf zu decken, weshalb mit weiteren Mietpreisanstiegen zu rechnen sei. Ihr Tempo dürfte sich aber zunehmend dem der Inflation angleichen, während es diese derzeit signifikant überschreite.

Baugenehmigungen toppen Fertigstellungen

Einer Studie von bulwiengesa im Auftrag des BFW Landesverbands Berlin/Brandenburg ist die Zahl der Baugenehmigungen in den letzten zehn Jahren in Berlin deutlicher gestiegen als die der Fertigstellungen. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 4.10. Seit 2008 habe sich ein Genehmigungsüberhang von rund 48.000 Wohnungen aufgebaut. Ausgewertet worden seien 885 Datensätze zu allen Berliner Neubauten im Geschosswohnungsbau zwischen 2016 und 2021. Ein wesentlicher Grund hierfür sei spekulativer Umgang mit den sich immer weiter verteuernden Grundstücken, doch auch die langen Planungs- und Genehmigungsprozesse im Wohnungsneubau und der Mangel an Bauland trügen hierzu bei.

Gut, aber teuer

Für die begehrten Premiumlagen in den Metropolen sind Wohnhochhäuser und Hybridtürme eine attraktive Möglichkeit, mit dem Flächenmangel umzugehen, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 4.10. Für das günstige und mittlere Segment eigneten sie sich allerdings aufgrund der hohen Baukosten nicht, sage Reinhold Knodel von Padion, dessen Unternehmen bereits sechs Wohntürme u. a. in Köln, Düsseldorf und München entwickelt habe. Ein Wohnhochhaus brauche Empfangshalle, Conciergeloge sowie Serviceangebote für die Bewohner und müsse architektonisch eine „positive Ausstrahlung“ haben. Ein Mietpreis von unter 15 Euro/qm sei nicht realisierbar. Andreas Muschter von Commerz Real sei überzeugt von der Idee, Wohnen mit anderen Nutzungsformen zu kombinieren. Das ‚One Forty West‘ von Commerz Real und Groß und Partner in Frankfurt biete Platz für Wohnungen und Hotelräume, der ‚Donau City Tower 1 und 2′ in Wien für Wohnungen und Büros.

Mieten in Nordrhein-Westfalen steigen langsamer

Dem von CBRE erstellten LEG-Wohnungsmarktreport Nordrhein-Westfalen zufolge sind die Angebotsmieten im Zeitraum Q2 2017 bis Q1 2018 um 2,6 % gestiegen, nachdem es im Vorjahreszeitraum noch 4 % gewesen seien. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 4.10. Am höchsten seien die Mieten mit durchschnittlich 10,71 Euro/qm bei Neuvermietung in Köln, gefolgt von Düsseldorf mit im Schnitt zehn Euro/qm und Münster mit im Schnitt 9,80 Euro/qm. Die Spitzenmiete liege in Köln bei 15,31 Euro/qm, in Düsseldorf bei 14,62 Euro/qm und in Münster bei 13,97 Euro/qm. Eigentumswohnungen in Nordrhein-Westfalen kosteten im Schnitt 1.826 Euro/qm und hätten sich somit binnen Jahresfrist um 10,7 % verteuert. Mehrfamilienhäuser kosteten 1.057 Euro/qm und damit 8,7 % mehr als im Vorjahr, wobei der deutlichste Preisanstieg mit 19,6 % in Essen festgestellt worden sei, wo sie nun 1.201 Euro/qm kosteten.

Innovativstes Proptech gesucht

CBRE hat zum zweiten Mal den europaweiten Proptech-Challenge ausgeschrieben, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 4.10. An dem Wettbewerb teilnehmen könnten Startups, die digitale Geschäftsmodelle für die Immobilienbranche entwickelten. Die Sieger in den beiden Kategorien ‚Revolutionärste Idee‘ und ‚Einflussreichstes Start-up‘ erhielten ein Preisgeld dürften am CBRE-Partnerschaftsprogramm teilnehmen, um ihre Idee weiterzuentwickeln.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Crowdinvesting wird erwachsen

Über die zunehmende Beliebtheit von Fintechs und Crowdinvesting-Plattformen schreiben die FAZ am 5.10. und die IMMOBILIEN WIRTSCHAFT 10-2018 auf ihren Sonderseiten zur Expo Real. Dem Portal Crowdfunding.de zufolge ist vor allem der Immobilienbereich Wachstumstreiber für diese Anlageform, schreibt die FAZ. Für Projektentwickler sei Crowdinvesting EY Real Estate zufolge mittlerweile eine ernstzunehmende Finanzierungsform geworden, berichtet die IMMOBILIEN WIRTSCHAFT. „Schon mit kleinen Investitionsbeträgen lassen sich attraktive Renditen bei kurzen Laufzeiten von meist unter 36 Monaten erzielen“, sage Johannes Ranscht von Mezzany: „Zudem wird so auch für Privatanleger mit kleinerem Vermögen ein Zugang zu Märkten geschaffen, die sonst nur professionellen Investoren vorbehalten sind.“ Die Plattform iFunded geht noch einen Schritt weiter und plant die Auflage einer Anleihe als Security-Token, berichtet die BÖRSEN ZEITUNG am 5.10. „Dahinter soll ein Portfolio von 100 Mio. Euro stehen“, sage Michael Stephan von iFunded. Geplant sei, dass die Anleihe spätestens im Q1 2019 gehandelt werden könne.

US Treuhand startet Las-Vegas-Fonds

Die US Treuhand hat für den Fonds UST XXIV Las Vegas als erstes Objekt ein Class-A-Bürohaus für 61,75 Mio. Euro erworben, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 4.10. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Fonds liege bei 64,5 Mio. USD, der Mindestanlagebetrag für die Fondszeichner bei 30.000 USD.

US-Investments sind weiterhin attraktiv

Warum es auch angesichts der moderat angestiegenen US-amerikanischen Leitzinsen eine gute Idee ist, in den US-Immobilienmarkt zu investieren, erklären Christoph Kahl und Benno Tubbesing von Jamestown in ihrem Beitrag auf den Sonderseiten der FAZ zur Expo Real am 5.10. Durch aktives und kreatives Immobilienmanagement, das zu einer Erhöhung des Nettomietüberschusses führe, ließen sich immer noch attraktive Renditen erzielen. Besondere Chancen lägen in der erfolgreichen Repositionierung von Immobilien.

Aquila Capital baut Spaniengeschäft aus

Nachdem Aquila Capital mit Gewinn ein großes spanisches Wohn-Portfolio veräußert hat, will das Unternehmen nun sein Spaniengeschäft vergrößern, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 4.10. Aquila entwickelt auf der iberischen Halbinsel derzeit rund 4.100 Wohnungen mit einem Projektvolumen von 900 Mio. Euro. Etwa 1.800 der Einheiten seien für den Mietwohnungsmarkt vorgesehen, wo die Nachfrage groß sei, da es kaum Neubau gebe. Um das Portfolio künftig selbst zu verwalten baue Aquila derzeit eine Vermietungs- und Verwaltungsgesellschaft auf. Auch beim Bau wolle man nicht länger mit Bauträgern vor Ort zusammenarbeiten, sondern über den eigenen Developer AQ Acentor agieren.

VERSCHIEDENES

Erfolgreich dank kreativer Investmentstrategien

Mit welchen Strategien Investmentmanager trotz Anlagedruck und Angebotsmangel erfolgreich sein können, zeigt Andreas Muschter von Commerz Real in seinem Beitrag auf den Sonderseiten der FAZ zur Expo Real am 5.10. auf. So sollten Investoren nur an Bieterverfahren teilnehmen, bei denen sie komparative Vorteile ausspielen könnten wie etwa Finanzierungsvorteile oder besondere gesellschafts- oder steuerrechtliche Strukturen, und sich ein Limit setzen. Auf Qualität zu achten zahle sich aus, wenn sich die Marktlage ändere, deshalb sei diese wichtiger als eine möglichst hohe Rendite. Auch abseits der üblichen Lagen zu investieren könne sich lohnen, wenn das Risiko überschaubar sei. Und schließlich ließen sich durch zusätzliche Dienstleistungsangebote die Wertschöpfungskette erweitern und zusätzliche Einnahmen generieren.

City-Logistik ohne Neubau

Wie sich veraltete Logistikimmobilien in Citynähe revitalisieren lassen, erklären Martin Czaja und Annemone Gull von Beos in ihrem Beitrag im DVZ-THEMENHEFT LOGISTIKIMMOBILIEN vom 2.10. Nur so sei es möglich, den Flächenbedarf zu decken, zumal die Versiegelung von Flächen weiter reduziert werde solle. Ausschlaggebend seien Lage und Verkehrsanbindung, außerdem die Bausubstanz. Der aktuelle Zustand der Flächen oder der Vermietungsstand hingegen fielen weniger stark ins Gewicht. Wichtig sei aber, dass die Flächen in ihren Zuschnitten und Nutzungsweisen flexibel, d. h. je nach Mieterwunsch umrüst- oder teilbar seien. Neben der Aufwertung der Bestandsflächen sollten gezielte Nachverdichtungsmaßnahmen umgesetzt werden. Die so entstehenden kleineren bis mittelgroßen Logistikeinheiten entsprächen nicht immer der Flächenqualität eines Neubaus, doch gleiche der Lagevorteil eines innerstädtischen Bestandsgebäude dies oftmals aus.

Vielversprechende Logistik

Über die derzeitige Situation und die Perspektiven am Markt für Lager- und Logistikflächen schreibt Rainer Koepke in seinem Beitrag im DVZ-THEMENHEFT LOGISTIKIMMOBILIEN vom 2.10. Der Online-Handel ebenso wie die neuen Technologien der Industrie 4.0 ließen den Flächenbedarf stark steigen und führten zu rekordhohen Umsätzen. Immer mehr Akteure entschieden sich dafür, Flächen zu mieten statt zu kaufen, sodass in den Metropolen auch die spekulative Projektentwicklung aussichtsreich sei und Vermieter sich in einer günstigen Position befänden. Sehr wahrscheinlich werde der Aufwärtstrend anhalten, da es kaum denkbar sei, dass sich dem Flächenmangel in den Großstädten in absehbarer Zeit abhelfen lasse.

Individuelle Shoppingcenter

Wie Shoppingcenter auch in Zeiten des Online-Handels ihre Anziehungskraft für die Kunden bewahren, erklärt Maximilian Ludwig von Real I.S. am Beispiel der Schönhauser Allee Arcaden in HANDELSIMMOBILIEN HEUTE am 1.10. Entscheidend sei, die Individualität jeder Immobilie zu bedenken. Im Falle der Schönhauser Allee Arcaden sei dies die einzigartige Lage unmittelbar an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Berlins. Ein solches Center mitten in einem der am dichtesten besiedelten Kieze der Hauptstadt lasse sich nicht mit einer riesigen Mall auf der grünen Wiese vergleichen. Mit Aufenthaltsgastronomie könne es angesichts des konkurrierenden Angebots in der direkten Nachbarschaft nicht punkten, doch eine stärkere Öffnung und engere Bindung an das Quartier, in dem es liege, seien aussichtsreich. Ein Mietermix mit relativ hohem Nahversorgeranteil mache das Center für die unmittelbare Nachbarschaft attraktiv.

Termine

BUCHVERÖFFENTLICHUNG

Der Eigentumsskandal: Wie die Politik Wohlstand verhindert und was wir dagegen tun können

ZIELGRUPPEN
Dieses Buch richtet sich an alle, die genauer verstehen wollen, warum die Förderung von Wohneigentum gerade in Deutschland eine der besten Investitionen in die Zukunft ist. Anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis wird schnell klar, für wen und wie Eigentumserwerb in Betracht kommt – und für wen nicht.

INHALT
Der Traum vom Eigenheim – für viele Deutsche liegt seine Verwirklichung in weiter Ferne. Deutschland ist DAS Mieterland: Mehr als die Hälfte aller Menschen in unserem Land lebt zur Miete statt in den eigenen vier Wänden, Tendenz steigend. Damit bildet unsere Nation eines der Schlusslichter im europäischen Vergleich. An mangelndem Interesse liegt das keineswegs – drei Viertel der Bevölkerung würden gern in den eigenen vier Wänden leben. Aber Politik und Gesellschaft haben Wohneigentum über die Jahre hinweg systematisch schlecht gemacht und schlecht geredet.

Auf staatliche Unterstützung bei der Finanzierung von Wohneigentum hoffen Mieter oft vergeblich. Stattdessen wird viel für die Erhaltung des Status quo getan: Die Politik verfolgt eine mieterfreundliche Strategie in Form von Mietpreisbremse und Co. Die Anreize für eine Immobilienfinanzierung bleiben dabei auf der Strecke. Mehr noch: Der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten wird zunehmend erschwert.

AUTOREN
Jürgen Michael Schick (IVD Immobilienverband) ist Immobilienökonom (ebs) und seit mehr als 20 Jahren im Immobiliensegment aktiv. 1994 gründete er das Investmentmaklerhaus Michael Schick Immobilien, ein Fachmaklerunternehmen für Wohn- und Geschäftshäuser. Seit 15 Jahren engagiert sich Schick beim Immobilienverband IVD und ist seit 2015 Präsident des Verbandes. Dr. Josef Girshovich (PB3C) studierte Literatur und Jura in Tübingen und an der Brown University in Providence (USA) und wurde in Tübingen mit einer Arbeit über Weltbürgertum promoviert. 2011 erschien sein Buch ‚Reise nach Jerusalem‘, 2014 sein Essay zur Sterbehilfe ‚Wem gehört der Tod?‘. Girshovich hat als Journalist für CICERO, die FAZ und die NZZ geschrieben, als Referent im Deutschen Bundestag gearbeitet und ist Gesellschafter von PB3C, der führenden strategischen Kommunikationsberatung für die Immobilienwirtschaft.

TERMIN
Die Buchvorstellung findet am 9. Oktober um 13:30 auf der EXPO REAL am Stand des IVD, A1, 130 statt. Schon ab dem 8. Oktober 2018 finden Sie ‚Der Eigentumsskandal‘ als gebundenes Buch oder Kindle eBook überall im Handel.

EXKLUSIVE EINLADUNG

PB3C Wohnungspolitischer Abend

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich alle, die mit Vertretern von Politik und Entscheidern aus der Immobilienwirtschaft über die Herausforderungen des Wohnungsmarktes sowie mögliche Lösungsansätze diskutieren wollen. Gastgeber Hans Jürgen Kulartz, Mitglied des Vorstands der Berliner Sparkasse, und Dr. Josef Girshovich, Gesellschafter der PB3C GmbH, freuen sich, Sie im Max Liebermann Haus begrüßen zu dürfen.

REFERENTEN
Mit Impulsvorträgen von Hans Jürgen Kulartz (Mitglied des Vorstands der Berliner Sparkasse) und Dr. Alexander Fink (Ökonom am Institut für Wirtschaftspolitik der Universität Leipzig und Senior Fellow am Institute for Research in Economic and Fiscal Issues).

Auf dem Podium diskutieren Dr. Jan-Marco Luczak MdB (CDU, Vorsitzender der Berliner CDU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag und Wohnpolitischer Experte der Unionsfraktion); Florian Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Facility Management für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin); Sebastian Fischer (Mitglied des Vorstands der PRIMUS Immobilien AG)und Jacopo Mingazzini (Vorstand der ACCENTRO Real Estate AG). Moderation: Dr. Josef Girshovich (Gesellschafter der PB3C GmbH).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 13. November 2018 im Max Liebermann Haus statt. Bitte melden Sie sich hier an und beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl aufgrund der Größe des Raumes begrenzt ist.

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Wohnungsneubau in Berlin. Die interessantesten Projekte

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich diese Veranstaltung richtet sich an Investoren, die in Berlin in den Wohnungsneubau investieren wollen. Zudem sollten Bauträger/Projektentwickler aus Berlin kommen, die sich einen aktuellen Marktüberblick verschaffen wollen, sowie Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/Vertriebe und Architekten.

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungsneubauprojekte in Berlin vor und sprechen über folgende Themen: Welches sind die Alleinstellungsmerkmale der Projekte/Besonderheiten der Architektur/Grundrisse etc.? Wie wurden die Herausforderungen der Grundstückssuche gemeistert? Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden und der Politik? Welche Faktoren und Mietansätze beim wurden beim Globalverkauf / Forward-Deal, welche Quadratmeter-Preise beim ETW-Vertrieb erzielt? Wie gestalteten sich Vertrieb und Marketing? Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

REFERENTEN
Einleitender Vortrag durch Andreas Schulten (bulwiengesa AG): Neue Erkenntnisse zur Marktentwicklung in Berlin – wo liegen die aktuellen Marktchancen? Welche Preise und Mieten sind wo erzielbar? Projektvorstellungen von Herbert Dzial (HD Gruppe), Kai-Uwe Ludwig (6B47 Real Estate Investors AG), Christoph Gröner (CG GRUPPE AG), Michael Groh (Instone Real Estate Development GmbH), Peter Jorzick (HAMBURG TEAM Gesellschaft für Projektentwicklung mbH), Dr. Michael Held (TERRAGON INVESTMENT GmbH), Christoph Langmack (PATRIZIA Immobilien AG).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 20. November 2018 im Steigenberger Hotel Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Ankaufskriterien von Investoren für Projektentwicklungen im Wohnungsneubau (Forward-Deal)

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler im Bereich Wohnungs-Neubau und weitere Investoren, die in den Wohnungsneubau investieren.

THEMEN
Immer mehr Investoren setzen auf den Wohnungsneubau. Sie investieren dabei vor allem in Forward-Deals. Die wichtigsten Investoren aus ganz Deutschland stellen sich und ihre Projekte vor, nennen ihre Ankaufskriterien (Lagen, Projektvolumen, Einkaufsfaktoren etc.), zeigen Beispiele von bereits durchgeführten Transaktionen und geben Informationen zur Abwicklung von Forward-Deals. Erfahrungsgemäß sind weitere Investoren im Publikum.

REFERENTEN
Fabian Klingler (Aberdeen Asset Management Deutschland AG), Maik Rissel (Family Office Bank Marcard, Stein & Co AG), Klaus Betz (Württembergische Lebensversicherung AG), Nikolas Jorzick CFA MBA (HAMBURG TEAM Investment Management GmbH), Christoph Thumm (AACHENER GRUNDVERMÖGEN Kapitalverwaltungsges. mbH), Thomas Meyer, (WERTGRUND Immobilien AG), Klaus-Niewöhner-Pape (INDUSTRIA WOHNEN GmbH), Florian Mundt (Deutsche Investment Kapitalanlagegesellschaft mbH), Lutz Wiemer (HanseMerkur Grundvermögen AG). Begrüßung und Einführung von Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 29. November 2018 im Maritim proArte Hotel Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de