KOMMENTAR AM MONTAG

Hausaufgaben für die Branche

Thomas Meyer Wertgrund

Der sozial geförderte Wohnungsbau ist nicht gerade ein Glanzstück des deutschen Föderalismus: Von Bundesland zu Bundesland unterscheidet sich teilweise enorm, was, wo und wie lange gefördert wird. Außerdem sind manche der Programme für privatwirtschaftliche Bestandhalter oder Fondsmanager schlichtweg unbrauchbar, weil sie nicht zu den Anforderungen der Märkte passen.

In der Branche hat sich deshalb eine bedenkliche Abwehrhaltung entwickelt. Obwohl die Bedingungen nicht ideal sind, dürfen die deutschen Immobilienunternehmen den sozial geförderten Wohnungsbau jedoch keinesfalls ignorieren und untätig bleiben. Nicht nur, weil der preisgebundene Wohnraum vor allem in den Ballungszentren dringend benötigt und im Rahmen von Baurechtschaffungen gefordert wird – sondern auch, weil er als Investmentprodukt immer mehr an Relevanz gewinnt.

Der Mangel an Sozialwohnungen ist größer denn je. Während zur Jahrtausendwende deutschlandweit 2,58 Mio. geförderte Wohneinheiten existierten, waren es der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. zufolge im Jahr 2016 gerade noch 1,24 Mio. Mehr und mehr Wohnungen fallen aus der Bindungsphase, gleichzeitig entstehen immer weniger neue Objekte. In Dresden, Schwerin und Saarbrücken entstand zehn Jahre lang keine einzige Sozialwohnung. Zudem haben die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften stark an Bedeutung verloren.

Inzwischen hat die Bundespolitik die Notwendigkeit eines Kurswechsels erkannt. Ein Beispiel dafür ist die seit Kurzem geplante Änderung des Grundgesetzes: Der neue Artikel 104d soll es dem Bund ermöglichen, den Ländern Finanzmittel für „gesamtstaatlich wichtige Investitionen“ zu gewähren – darunter auch für den Bau von sozial gefördertem Wohnraum. Es wird allerdings auch weiterhin einiges versäumt. So ist eine Sonder-AfA (Abschreibung für Abnutzung) für den freifinanzierten, nicht aber für den sozial geförderten Wohnungsbau im Koalitionsvertrag vorgesehen. Dabei wäre gerade Letzteres eines der wenigen praktikablen Mittel des Bundes, um die Attraktivität dieses Segments für Immobilienunternehmen in Form eines höheren Total Return nach Steuern zu steigern.

Wie viele Sozialwohnungen gebaut werden, ist jedoch auch maßgeblich von den jeweiligen Kommunen abhängig. In München, das selbst unter den deutschen Topstandorten für seine hohen Quadratmetermieten berüchtigt ist, müssen 30 % aller neu errichteten Wohnungen im preisgebundenen oder preisgedämpften Segment entstehen. Allein aufgrund solcher Vorgaben, die vielerorts in Zukunft noch verschärft werden könnten, muss sich die Investmentbranche rechtzeitig mit der Thematik des sozial geförderten Wohnungsbaus auseinandersetzen. Doch selbst dann sollte die Branche den sozialen Wohnungsbau nicht als bittere Pille sehen, die es bei einem Neubauprojekt zu schlucken gilt. Vielmehr wird das Segment auch aus der Logik der Immobilienmärkte heraus für Investoren interessant.

Aktuell erleben wir, wie einige Fondsmanager höhere Risiken eingehen, um auch bei steigender Renditekompression die Drei vor dem Komma zu behalten. Dafür nehmen sie verstärkt risikoreichere Investments in Kauf, sei es in Form von Forward Fundings oder speziellen Assets wie Mikroapartments oder auch durch den Markteintritt in kleinere, teils strukturschwächere deutsche Städte. Dagegen ist per se nichts einzuwenden. Und ein umsichtiges Management kann für gute Sicherheitsniveaus sorgen.

Für einige Investorenprofile sind solche Produkte jedoch nicht geeignet. Vor allem defensiv und langfristig orientierte Institutionelle wie Stiftungen oder Versicherungen wollen das Entwicklungs- oder Standortrisiko oft nicht mittragen. Wer sein Kapital primär unter den Gesichtspunkten des Werterhalts anlegen möchte, für den können preisgebundene oder preisgedämpfte Wohneinheiten eine Alternative darstellen. Schließlich steht den niedrigeren Renditen von 2 % bis 2,5 % ein äußerst stabiler Cashflow gegenüber: Die Bindung des Mietpreises unterhalb des Marktniveaus sorgt dafür, dass sozial geförderte Objekte so gut wie immer vollvermietet sind. Sobald die Preisbindung ausläuft – je nach Bundesland können das 15 oder auch 35 Jahre sein – erhöht die Anpassung der Miete an das Marktniveau die laufende Rendite beträchtlich. Die Quadratmeterpreise im Ankauf fallen zudem deutlich niedriger als bei freifinanzierten Immobilien aus.

Ein weiteres relevantes Thema ist die Frage der Nachhaltigkeit: Vor allem Stiftungen, aber auch Pensionskassen oder Versorgungswerken wird diese als Investmentkriterium immer wichtiger. Ein entsprechender Investmentansatz kann sich neben Umweltkriterien auch auf die Schaffung von sozial gefördertem Wohnraum beziehen. Für die Branche ist es daher wichtig, Zugänge herzustellen, entweder als Beimischung oder als komplett neues Portfolio – eventuell zusammen mit den Bereichen barrierefreies Wohnen und Inklusionswohnen.

Für überregionale Immobilienunternehmen ist es essenziell, ihre Hausaufgaben zu machen und das nötige Grundwissen aufzubauen. Nur so können sie Mittel und Wege finden, wie sich trotz der schwierigen rechtlichen Rahmenbedingungen attraktive Investments realisieren lassen. Die Einarbeitung ist langwierig und selbst mit einem fortgeschrittenen Kenntnisstand ist es kein Leichtes, die von Fall zu Fall unterschiedlichen Gegebenheiten herauszuarbeiten. Es reicht daher nicht aus, einfach im Internet zu recherchieren – vielmehr ist ein enger Dialog zwischen den Finanzspezialisten der Unternehmen auf der einen Seite sowie den Kommunen und Förderbanken auf der anderen Seite nötig.

Wichtiges Gesprächsthema sind vor allem die Tilgungszuschüsse, die sich direkt auf die Performance der Immobilie auswirken und daher ein wichtiges Entscheidungskriterium darstellen. Ähnlich relevant ist die Frage, ob sich die Fördermittel des Landes mit den möglichen Zuschüssen einer energieeffizienten Bauweise nach KfW-55-Standards kombinieren lassen. Interessant ist auch, wie sich Nachverdichtungen im Bestand mit dem Thema des sozial geförderten Wohnraums kombinieren lassen. Für alle Beteiligten gilt es, die entsprechenden Antworten zu finden – selbst, wenn sich diese von Projekt zu Projekt unterscheiden.

Dieser Artikel erschien im IMMOBILIEN MANAGER 8-2018.

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MARKT-NEWS

Der Termin für den Wohngipfel steht

Der lang erwartete Wohngipfel wird am 21. September im Kanzleramt stattfinden, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.8. Unter den zahlreichen Themen, die zunächst bei einem Vorbereitungstreffen am 31. August im Bauministerium besprochen würden, stünden die Vereinfachung und Beschleunigung von Bau- und Genehmigungsprozessen an erster Stelle. Neben den hierfür relevanten Themen Stadt- und Baulandentwicklung sowie Baurecht sollten auch das Mietrecht, der soziale Wohnungsbau und die Grundstücksverkäufe durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) diskutiert werden. Jürgen Michael Schick vom IVD sehe in dem Gipfel „eine große Chance, die dringend genutzt werden muss, um entscheidende Weichen für mehr Wohnungsneubau zu stellen.“ Ziel des Wohngipfels solle ein „konkreter nationaler Aktionsplan sein“, fordere Schick.

Deutsche sind solide finanziert

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht nach einer Analyse von OECD-Daten zu den Immobilienpreisen und der wirtschaftlichen Lage in 20 Ländern die Möglichkeit neuer Immobilienblasen als gegeben. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.8. Dies gelte vor allem für Großbritannien und Schweden. In Deutschland gebe es in Berlin und Hamburg Anzeichen für spekulative Überbewertungen, doch hinsichtlich des restlichen Landes könne man aufgrund der geringen Verschuldung der Haushalte und der langen Festschreibung der Immobiliendarlehen von einer „allgemein soliden Finanzierung“ sprechen. Dennoch fordere das DIW genau festgelegte Eingreifmöglichkeiten für die Finanzaufsicht BaFin.

München beschließt kommunale Mietpreisbremse

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.8. berichtet, hat der Münchner Stadtrat die kommunale Mietpreisbremse beschlossen. Diese begrenze den Anstieg der Mietpreise der frei finanzierten Wohnungen im Besitz der städtischen Wohnungsbaugesellschaften GWG und Gewofag auf 10 % binnen fünf Jahren. Die Mietobergrenze sei auf 90 % des aktuellen Mietspiegels festgelegt, und auch die Modernisierungsumlage werde begrenzt. Letzteres gelte auch für das Programm des Konzeptionellen Mietwohnungsbaus (KMB).

Blockchain in der Immobilienbranche

Darüber, wie sich Blockchaintechnologien auch in der Immobilienwirtschaft nutzbringend einsetzen lassen, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.8. ausführlich. Vor allem Assetmanager, die umfangreiche Portfolios zu bewirtschaften haben, interessierten sich für die neuen Verfahren. „Durch Smart Contracts, die Teil der Blockchaintechnologie sind, kann der gesamte Investmentprozess schneller und sicherer gemacht werden“, sage Michael Stephan von iFunded: „Statt in mehreren Tagen kann ein Investment innerhalb von wenigen Stunden abgewickelt werden.“ Ebenfalls denkbar sei, Blockchain als dezentrale Alternative für Grundbucheinträge einzusetzen. Dennoch solle Blockchain nicht als Allheilmittel betrachtet werden. „Blockchain ist derzeit eine der gehyptesten, am wenigsten verstandenen und mit den meisten Fragezeichen im Kopf versehenen Technologien“, sage Thomas Herr von CBRE. Er erwarte den Einsatz von Blockchain in größerem Umfang erst in frühestens fünf Jahren.

Zahl der Wohneinheiten steigt um 265.000

Wie das Statistische Bundesamt meldet, hat sich die Zahl der Wohneinheiten in Deutschland im Jahr 2017 um 265.000 Einheiten auf knapp 42 Mio. Eigenheime und Wohnungen erhöht. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.8. Die Wohnfläche des Gesamtbestands habe Ende 2017 bei knapp 3,9 Mrd. qm gelegen.

Investoren mögen Mikro

Im H1 2018 sind CBRE zufolge in Deutschland mehr als 1,6 Mrd. Euro in bereits gebaute oder geplante Studentenwohnheime und Mikroapartmenthäuser investiert worden, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.8. Das seien 224 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der verkauften Mikrowohnungen allerdings sei nur auf etwa 8.800 Einheiten (+ 110 %) mit insgesamt 277.000 qm Wohnfläche (+ 118 %) gestiegen, was seinen Grund in den deutlich gestiegenen Preisen in diesem Segment haben könne. Die Spitzenrendite sehe CBRE bei durchschnittlich 3,75 %, wobei vor allem für Bestandsobjekte in guten Lagen ein deutlicher Renditeverlust festzustellen sei. Für das Gesamtjahr rechne Konstantin Lüttger von CBRE Deutschland mit einem Transaktionsvolumen „oberhalb der Zwei-Milliarden-Euro-Marke“.

Pflegeimmobilien sind begehrte Anlageklasse

Im H1 2018 wurden CBRE zufolge 824,4 Mio. Euro in Pflegeheime und Seniorenzentren investiert, berichten HAUFE.DE am 31.7., CASH.ONLINE am 1.8. sowie weitere Onlinemedien. Das seien123 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Gründe für den deutlichen Anstieg seien laut CBRE die demografische Entwicklung in Deutschland und der infolge dessen steigende Bedarf an Pflegeheimen. Die Spitzenrendite liege derzeit bei 4,8 %, wobei die „Tendenz weiter leicht fallend“ sei, wie Dirk Richolt von CBRE sage. Für das Gesamtjahr erwarte er ein Investitionsvolumen von deutlich über einer Mrd. Euro. Vor allem das Interesse internationaler Investoren steige weiter.

Coworking wird bleiben

Über die Frage, ob die derzeitige Begeisterung für Coworking-Flächen auch bei einer Abschwächung der Konjunktur anhalten wird, schreibt die FAZ am 3.8. Fabian Schuster, Partner von EY Real Estate, sehe die flexiblen Arbeitsplätze derzeit als „Überlaufbecken“ für die das Angebot übersteigende Nachfrage fungieren. Doch sei Coworking deshalb keineswegs ein kurzfristiges Phänomen, sondern werde sich am Markt etablieren. Wichtig sei, flexiblere Mietvertragslaufzeiten als normalerweise üblich anzubieten. „Bei der Mietvertragslaufzeit trauen wir uns bei unseren Objekten in Top-Lagen zu, auch mutige Angebote zu unterbreiten“, sage Jens Böhnlein von Commerz Real: „Die Nutzer erwarten heute Flexibilität in der Gestaltung des Mietvertrags sowie die Möglichkeit, sich mit anderen Menschen zu treffen und Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.“

Städtetourismus gibt dem Hotelmarkt Aufwind

Dem Hotelmarktbericht 2018 von Dr. Lübke & Kelber zufolge hat der Städtetourismus im vergangenen Jahr in Deutschland deutlich stärker zugenommen als der gesamtdeutsche Tourismus. Das schreiben THOMAS DAILY am 30.7., HAUFE.DE am 31.7. und weitere Onlinemedien sowie die FAZ am 3.8. Während die Zahl der Übernachtungen bundesweit im Vergleich zu 2016 um 2,7 % gestiegen sei, habe der Zuwachs in den Top-10-Städten bei 4,6 % gelegen. Spitzenreiter sei mit + 11,1 % München, gefolgt von Leipzig mit + 9,4 % und Frankfurt mit + 8,4 %). Berlin, der größte deutsche Markt mit rund 31 Mio. Übernachtungen im Jahr 2017, habe nur um 0,3 % zugelegt. „Der anhaltende Kapazitätsausbau lässt ein weiteres Wachstum der Hotelmärkte erwarten“, zitiert HAUFE.DE Daniela Bense von Dr. Lübke & Kelber. Für fast alle Top-10-Märkte sei im laufenden Jahr ein weiterer Ausbau des Bettenangebots zu erwarten.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Wohnimmobilien sind lohnender als Aktien

Einer Studie von Empira zufolge sind Investitionen in Wohnimmobilien nach wie vor lohnender als solche in Aktien, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.8. Die Untersuchung der Wohnungsmärkte von 110 deutschen Städten ab 75.000 Einwohnern im vergangenen Jahr habe ergeben, dass zwar die Cashflow-Renditen gesunken seien und nur noch in sieben Städten bei über 5 % lägen, doch liege die mittlere Cash-Flow-Rendite mit 4,18 % immer noch deutlich über der Rendite von zehnjährigen deutschen Staatsanleihen. Auch die Dividendenrendite des deutschen Leitindexes DAX sei in den vergangenen Jahren mit etwa 2,3 % bis 2,8 % niedriger ausgefallen. Zudem sei die Cashflow-Rendite von Wohnimmobilien im langfristigen Zeitverlauf weniger schwankungsanfällig. Als Städte mit dem höchsten Total Return seien Lübeck, Berlin, Kaiserslautern, Mannheim und Offenbach ermittelt worden. Grundsätzlich lasse sich sagen, dass die besten Ergebnisse die Städte mit hohen Mieten und starker Wirtschaftsdynamik erzielt hätten, also beispielsweise Köln oder Berlin, aber auch Ulm, Erlangen oder Regensburg. Im Vergleich zu anderen Anlageformen bleibe die Performance von Wohnimmobilien also überzeugend, sage Steffen Metzner von Empira: „Die Immobilienrenditen werden absehbar in Zukunft über den Anleiherenditen liegen.“

Fonds begrenzen wieder Zuflüsse

Scope zufolge haben mehrere Immobilienfonds den Zufluss von Anlegergeldern wieder begrenzt, schreibt die FAZ am 1.8. Dem BVI zufolge habe das in Publikumsfonds investierte Vermögen mittlerweile die Grenze von 92 Mrd. Euro überschritten, für dieses Jahr vorgesehene Kontingente seien ausgeschöpft. Unter den Fonds, die noch offen seien, sei der ‚Hausinvest‘ von Commerz Real.

VERSCHIEDENES

Aussichtsreiche Investitionsziele in der EU

Über das Comeback Spaniens und der Niederlande und die derzeit aussichtsreiche Situation gerade auf den Märkten Madrid und Amsterdam schreibt Jochen Schenk von Real I.S. in der IMMOBILIEN & FINANZIERUNG 8/2018. Infolge der Preisanstiege der letzten Jahre werde es immer schwieriger, geeignete Investitionsobjekte zu finden. Büroimmobilien in Spanien und den Niederlanden böten sich an, da hier insbesondere bei den Mieten in den Metropolen mit einer längeren Phase des Preisanstiegs zu rechnen sei und mit einer robusten konjunkturellen Entwicklung sowie einer zunehmenden Professionalisierung der Märkte zu rechnen sei.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Wie sich bei der Wahl des Bauträgers böse Überraschungen für Kapitalanleger und Eigennutzer vermeiden lassen, erklärt Jens Rautenberg von Conversio in seinem Artikel auf CASH.ONLINE 1.8. Der baulustige Anleger solle vor Vergabe des Auftrags unbedingt die Bonität des Bauträgers prüfen, sich mittels eines Handelsregisterauszuges über die rechtlichen und wirtschaftlichen Fakten zu dem jeweiligen Unternehmen informieren und schließlich im Internet nach Berichten über die in die engere Auswahl gekommenen Unternehmen suchen. Bei mehreren negativen Einträgen solle besser Abstand von dem jeweiligen Unternehmen genommen werden. Auch biete sich an, den Bauträger um eine Referenzliste seiner bisherigen Projekte zu bitten. Eine solche sollte alle Zeitangaben enthalten, für wann die jeweilige Baufertigstellung geplant gewesen und wann das Projekt tatsächlich fertig gestellt worden sei. Und schließlich sei eine Beratung bei einem unabhängigen Gutachter oder freien Berater wärmstens zu empfehlen.

Was Immobilien und Kunst gemeinsam haben

Was Immobilienprofis von Kunstexperten lernen können, erklärt Prof. Dr. Winfried Schwatlo FRICS am 1.8. auf IMMOBILIENMANAGER.DE. Die Immobilienwirtschaft funktioniere wie der Kunstmarkt: Erfolg habe, wer unterschätzte Werte entdecke und groß herausbringe. Nur auf den Nachfrageüberhang nach Büros oder Wohnungen zu setzen, sei nicht zu empfehlen, denn wie es damit in fünf oder zehn Jahren aussehen werde, könne niemand sagen. Wichtig sei, die drei zentralen Werte eines Kunsthändlers zu beherzigen und sie auf das Geschäft mit Immobilien anzuwenden: Fantasie, Charme und Beharrlichkeit. So ließen unterschätzte Werte heben, wenn man die Grenzen von Assetklassen überschreite und etwa ein veraltetes Bürohochhaus in eine Wohnimmobilie oder eine ehemalige Fabrik in Büros verwandle.

Parkhaus? Mobility Hub!

Über die Zukunft des Parkens schreibt Philippe Op de Beeck von APCOA im IMMOBILIENMANAGER 8-2018. Zwar verfügten alle Assetklassen über Parkflächen, doch werde ihr wirtschaftliches Potenzial bislang kaum genutzt. Voraussetzung dafür sei eine skalierbare Datenbank, mittels derer sich sämtliche Prozesse strukturieren und Angebote und Nutzer koordinieren sowie Abrechnungen vornehmen ließen. Vor allem aber lasse sich das Angebot dank der Datenanalyse regelmäßig optimieren. Hierbei sei nicht nur an die übliche Stellflächennutzung zu denken, sondern auch daran, dass solcherart organisierte Flächen zu Mobilitätsknotenpunkten werden könnten, mit Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, Carsharing-Flotten oder auch kleinteiligen Logistikflächen für Lieferungen auf der letzten Meile.

Termine

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Die geplante Neuregelung für Share Deals - welche Gestaltungsmöglichkeiten verbleiben? Auswirkungen auf "Altfälle" vor Inkrafttreten der Neuregelung

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an Geschäftsführer/Finanzvorstände von Immobilienunternehmen, Steuerberater / Rechtsanwälte und Transaktionsberater.

THEMEN
Auf der Finanzministerkonferenz am 21. Juni 2018 ist beschlossen worden, die Besteuerung von Share Deals zu verschärfen. Auf der Veranstaltung soll geklärt werden, welche Gestaltungen in Zukunft noch zulässig sein werden und ob Share Deals nach der Gesetzesänderung überhaupt noch sinnvoll gestaltet werden können. Außerdem soll die zeitliche Anwendung der Neuregelungen geklärt werden. Anhand der Rechtsprechung des BVerfG werden wir die Frage diskutieren, ob der Eingriff in bestehende Verträge verfassungsrechtlich zulässig ist. Wir rechnen damit, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung der Gesetzentwurf vorliegt. Bitte melden Sie sich auf jeden Fall JETZT an.

REFERENTEN
Hans-Joachim Beck ist wie kein zweiter Steuerexperte vernetzt in der Berliner Politik. Er war früher Vorsitzender Richter am Finanzgericht Berlin und hat zahlreiche Bücher und Fachaufsätze zu Fragen des Immobiliensteuerrechtes veröffentlicht. Heute leitet er die Steuerabteilung des Immobilienverbandes IVD. Dr. Kai Tiede ist Richter am Finanzgericht Berlin-Brandenburg und beschäftigt sich seit vielen Jahren u.a. mit Fragen der Grunderwerbsteuer. Begrüßung und Einführung von Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 3. September 2018 im Steigenberger Hotel in Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de

HAMBURGER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Wohnungsprojekte in Hamburg - und besondere Chancen in der Metropolregion

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an Investoren (Institutionelle Investoren und Family Offices), weitere Bauträger/Projektentwickler, Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/Vertriebe, Architekten die in Hamburg bzw. der Hamburger Metropolregion in den Wohnungsneubau investieren wollen. Zudem sollten Projektentwickler kommen, die sich einen aktuellen Marktüberblick verschaffen wollen.

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungsneubauprojekte in Hamburg und der Metropolregion vor und sprechen über folgende Themen: Welches sind die Alleinstellungsmerkmale der Projekte/Besonderheiten der Architektur/Grundrisse etc.? Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden? Wer sind die Käufer: Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren? Wie erfolgt die Vermarktung? Welche Preise sind erzielbar? (qm-Preise, Faktoren bei Forward-Deals) Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Außerdem geht es um die Inanspruchnahme von Fördermitteln/Förderprogrammen sowie Fragen zu Kommunikation/PR und Marketing. Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

REFERENTEN
Einleitender Vortrag durch Dr. Joseph Frechen (bulwiengesa AG): Aktuelle Marktentwicklung, Preise und Mieten am Hamburger Wohnungsmarkt. Projektvorstellungen von Michael Jordan (LIP Ludgar Inholte Projektentwicklung GmbH), Albrecht Sonnenschein (Instone Real Estate Development GmbH), Henrik Diemann (Metropol Grund GmbH), Sven Ole Koch (Bauplan Nord GmbH & Co. KG), Tomislav Karajica (Imvest Projektentwicklung GmbH), Torsten Rieckmann (SENECTUS GmbH), Peter Jorzick (Hamburg Team Gesellschaft für Projektentwicklungen GmbH), Fabian von Köppen (Garbe Immobilien-Projekte GmbH), Stefan Wulff, Otto Wulff Bauunternehmung GmbH), Achim Nagel, PRIMUS developments GmbH).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 11. September 2018 im Radisson Blu Hotel Hamburg statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Investitionskriterien von Family Offices im Immobiliensegment

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an Vertreter von weiteren Family Offices, Projektentwickler, AIF-Vertreter (Spezialfonds, geschlossene Fonds), Immobilien-Bestandshalter, Transaktionsberater / Makler und Asset-Manager

THEMEN
Die Referenten stellen die Immobilienstrategie ihres Family Offices vor und sprechen über Fragen wie: In welche Nutzungsarten wird investiert (Wohnen, Büro, Einzelhandel etc.)? Welche Standorte und Lagen sind interessant? In welcher Losgrößen wird investiert? Werden auch Projektentwicklungen im Forward-Deal erworben? Zu welchen Faktoren wird gekauft (maximal)? Wie läuft der Prüfprozess ab? Begrüßung und Einführung von Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

REFERENTEN
Tassu M. Degen (DERECO – Real Estate Private Wealth Management), Maik Rissel, Family Office Bank Marcard, Stein & Co AG), Dr. Matthias Mittermeier (Commodus Real Estate Capital GmbH), Lutz H. Peper (Peper & Söhne GmbH), Hans Hünnscheid (Famos Immobilien GmbH), Robert Hahlweg (ICN Immobilien Consult Nürnberg GmbH & Co. KG), Dr. Henning Schröer, Merz Immobilien Management GmbH), Lars Osterhoff (RI Partners – Real Estate Value Investing), Stefan Brimmers (Devario Invest GmbH), Hanspeter Beißer, Wittelsbacher Ausgleichsfonds), Christian Iwanky (Peter Möhrle GmbH & Co. KG), Christian Schraub, Hardtberg Grundstücksgesellschaft mbH, Dr. Christoph Pitschke, Deutsche Oppenheim Family Office AG, Dr. Jürgen Schäfer, CORESIS Management GmbH.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 20. September 2018 im Steigenberger Hotel Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de

MÜNCHNER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Wohnungsneubau in München. Die interessantesten Projekte

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich diese Veranstaltung richtet sich an Institutionelle Investoren und Family Offices, die in München in den Wohnungsneubau investieren wollen. Zudem sollten Projektentwickler aus München kommen, die sich einen aktuellen Marktüberblick verschaffen wollen, sowie Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/Vertriebe und Architekten.

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungsneubauprojekte in München vor und sprechen über folgende Themen: Welches sind die Alleinstellungsmerkmale der Projekte/Besonderheiten der Architektur/Grundrisse etc.? Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden? Wer sind die Käufer: Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren? Welche Faktoren und Mietansätze beim wurden beim Globalverkauf / Forward-Deal, welche Quadratmeter-Preise beim ETW-Vertrieb erzielt? Wie erfolgt die Finanzierung? (Finanzierung aus dem Cashflow, Bankenfinanzierung, Mezzanine u. ä.) Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

REFERENTEN
Einleitender Vortrag durch Dr. Heike Piasecki (bulwiengesa AG): Aktuelle Marktentwicklung, Preise und Mieten am Münchner Wohnungsmarkt. Projektvorstellungen von Reinhold Knodel (PANDION AG), Michael Ehret (ehret + klein GmbH), David Christmann (ROCK CAPITAL GROUP), Henrik Stratz (ISARIA Wohnbau AG), Dr. Ralf Schneider (CA Immo-Deutschland GmbH), Melanie Hammer (BHB Bauträger GmbH Bayern), Horst Lieder (International Campus AG), Dr. Claus Lehner, GBW Management GmbH), Stefan Pfender (Metropolian Liegenschaften).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 24. September 2018 im Rilano Hotel München statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter:info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Ankaufskriterien von Investoren für Projektentwicklungen im Wohnungsneubau (Forward-Deal)

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler im Bereich Wohnungs-Neubau und weitere Investoren, die in den Wohnungsneubau investieren.

THEMEN
Immer mehr Investoren setzen auf den Wohnungsneubau. Sie investieren dabei vor allem in Forward-Deals. Die wichtigsten Investoren aus ganz Deutschland stellen sich und ihre Projekte vor, nennen ihre Ankaufskriterien (Lagen, Projektvolumen, Einkaufsfaktoren etc.), zeigen Beispiele von bereits durchgeführten Transaktionen und geben Informationen zur Abwicklung von Forward-Deals. Erfahrungsgemäß sind weitere Investoren im Publikum.

REFERENTEN
Fabian Klingler (Aberdeen Asset Management Deutschland AG), Maik Rissel (Family Office Bank Marcard, Stein & Co AG), Klaus Betz (Württembergische Lebensversicherung AG), Nikolas Jorzick CFA MBA (HAMBURG TEAM Investment Management GmbH), Christoph Thumm (AACHENER GRUNDVERMÖGEN Kapitalverwaltungsges. mbH), Thomas Meyer, (WERTGRUND Immobilien AG), Klaus-Niewöhner-Pape (INDUSTRIA WOHNEN GmbH), Florian Mundt (Deutsche Investment Kapitalanlagegesellschaft mbH), Lutz Wiemer (HanseMerkur Grundvermögen AG). Begrüßung und Einführung von Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 29. November 2018 im Maritim proArte Hotel Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de