PB3C lädt zur EXPO REAL nach München ein. Hier finden Sie eine Übersicht der Veranstaltungen und Anmeldemöglichkeiten.
PB3C lädt zur EXPO REAL nach München ein.

KOMMENTAR AM MONTAG

Für die Werkswohnung 2.0

Otto Kiebler
Otto Kiebler giv Immobilien & Vermögensplanung GmbH

Geliebt, dann verpönt und verscherbelt. Die Geschichte der Werkswohnung hat es dank ihrer Blütezeit um die Jahrhundertwende – Stichwort „Kruppscher Wohnungsbau“ – sogar in das BGB geschafft. Angesichts des anhaltenden Wohnungsmangels, insbesondere in den Ballungszentren und Großstädten, sollte diese Form des Wohnens wiederbelebt werden. Denn da immer mehr Menschen gerade aus der Mittelschicht keine Wohnung finden und sich daran auf absehbare Zeit kaum etwas ändern wird, müssen Unternehmen selbst aktiv werden.

Die Werkswohnung von heute – das hat mit den Arbeiter- und Meisterkolonien der industriellen Revolution wenig gemein. Ziel ist es nicht, in die Wohnungswirtschaft einzusteigen und unternehmenseigene Portfolios anzuhäufen. Untersuchungen belegen, dass Unternehmensimmobilien von Nicht-Immobilienunternehmen nur selten effizient verwaltet werden und sich häufig negativ auf den Unternehmenswert auswirken. Auch geht es nicht um die mancherorts gehypten Mikroapartments – bessere Studentenbuden, die zu astronomischen Preisen vermarktet werden. Moderne Werkswohnungen, das sind für mich mit langjährigen Verträgen direkt vom Investor angemietete Wohnungen im Paket, die die Unternehmen ihren eigenen Mitarbeitern zur Miete anbieten.

Erst vor kurzem empfahl das Institut der deutschen Wirtschaft Köln als Handlungsoption gegen den Fachkräftemangel Unterstützungsmaßnahmen bei der Wohnungssuche. Welche Unterstützungsmaßnahme könnte da konkreter sein, als dem neuen Kollegen den Wohnungspool der eigenen Firma zur Verfügung zu stellen? Das Modell bietet zahlreiche Einsparmöglichkeiten im Vergleich zur konventionellen Wohnungssuche.

Kommt ein Mitarbeiter beispielsweise für sechs Monate von Stuttgart nach München, wird der Mietvertrag entsprechend angepasst; zieht er samt Familie dauerhaft um, bietet ihm das Unternehmen flexible Eingewöhnungsverträge. Solche Angebote sparen Nerven auf der einen und Geld auf der anderen Seite. Denn wer kennt aus den Gehaltsverhandlungen im mittleren Management nicht das größte Lamento unserer Zeit, das da lautet: „Ich brauche mehr Lohn, die Mietpreise sind so horrend gestiegen!“ Unternehmen, die ihren Mitarbeitern direkt Wohnungen anbieten können, sind dann auf der sicheren Seite, da sie mit subventionierten Mieten Gehaltsaufschläge und steigende Lohnnebenkosten einsparen. Und dank langfristiger Generalmietverträge wären viele Bauträger das ebenfalls.

Dieser Artikel erschien bereits am 13.7. in der IMMOBILIEN ZEITUNG.

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen?

Dann schreiben Sie an den Leiter unserer Redaktion Dr. Josef Girshovich.

MARKT-NEWS

Nur in Schweden steigen die Preise schneller

Einem Vergleich der Immobilienpreise in 27 Ländern weltweit durch das Wirtschaftsmagazin Economist zufolge steigen europaweit nur in Schweden die Hauspreise schneller als in Deutschland. Das schreibt DIE WELT am 11.7. Im Vergleich zum Jahr 2009 seien die Preise hierzulande um fast die Hälfte gestiegen. In Großbritannien habe der Zuwachs bei etwa 35 % gelegen, in Frankreich sogar nur bei knapp 5 %. Die einzigen Industrieländer außerhalb Europas, die seit 2009 stärkere Preisanstiege als Deutschland zu verzeichnen gehabt hätten, seien Australien und Neuseeland. Australien liege dabei knapp vor Deutschland, Neuseeland mit einer Steigerung um rund zwei Drittel etwa gleichauf mit Schweden.

Preise am Wohnungsmarkt steigen weiter

Entgegen der eigenen Prognose sind empirica zufolge sowohl Kaufpreise als auch Mieten von Neubauimmobilien deutlich gestiegen. Das schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 14.7. In den kreisfreien Städten seien die Preise im Vorjahresvergleich um 9,5 % gestiegen, im Vergleich zu 2004 um 58,5 %. Den stärksten Anstieg habe München zu verzeichnen, wo die inserierten Kaufpreise für Neubauten nun bei knapp 7.400 Euro/qm lägen, gefolgt von Stuttgart (5.200 Euro/qm) und Freiburg (knapp 5.000 Euro/qm). Auch bei den Mieten habe sich der Münchner Wohnungsmarkt von den anderen Metropolen abgekoppelt. Deutschlandweit hätten sich die Mieten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,8 % verteuert.

Kaufen ist günstiger als Mieten

Dem Wohnkostenreport 2017 zufolge, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag von Accentro erstellt hat, ist der Erwerb von Wohneigentum im Bundesdurchschnitt etwa 33 % günstiger als zu mieten. Hierüber schreiben die IMMOBILIEN ZEITUNG und die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG online am 11.7. sowie FOCUS ONLINE am 13.7. In Berlin betrage der Vorteil für Selbstnutzer von Wohneigentum im Vergleich zum Mieter 36 %, in Frankfurt 37 % und in München 24 %. In Hamburg sei der Vorteil mit 40 % am größten, in Stuttgart mit 23 % am niedrigsten. Die Bereitschaft der Mieter zum Eigentumserwerb aber sei seit 2013 um 25 % gesunken. „Es fehlt in Deutschland die Tradition und die Mentalität für den Wohnungskauf“, sage von Jacopo Mingazzini von Accentro. In 69 % der Haushalte, in denen erstmalig Wohneigentum erworben werde, gebe es keine Kinder, der durchschnittliche Erstkäufer sei 48 Jahre alt. Es sei Aufgabe der Politik, die Hürden für den Wohneigentumserwerb abzubauen.

Rückgang der Baugenehmigungen bei Wohnimmobilien

Wie DIE WELT, die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG und die FAZ am 14.7. schreiben, hat dem Statistischen Bundesamt zufolge die Zahl der erteilten Baugenehmigungen von Januar bis Mai dieses Jahres um 7,6 % auf 137.100 abgenommen. Nur bei der Genehmigung von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern habe es eine Zunahme um 4 % gegeben. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern seien die Genehmigungszahlen um 11,3 % bzw. 3,7 % und also deutlich zurückgegangen.

Baupreise steigen weiter

Wie die FAZ am 8.7. und die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 14.7. schreiben, wird Bauen in Deutschland immer teurer. Dem Statistischen Bundesamt zufolge seien im Zeitraum Mai 2016 bis Mai 2017 die Preise für den Neubau herkömmlich errichteter Wohngebäude um 2,8 % gestiegen. Im Februar 2017 habe der Anstieg binnen Jahresfrist noch bei 2,6 % gelegen. Noch stärker als im Wohnungsbau seien die Preise für den Neubau von Büro- und Betriebsgebäuden, nämlich im Jahresvergleich um 2,9 % bzw. 3,2 %, gestiegen. Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden, die keine Schönheitsreparaturen darstellten, hätten sich um mehr als 3 % verteuert.

Die begehrtesten Standorte der Bundesrepublik

Das HANDELSBLATT berichtet am 13.7. im Rahmen der Serie zu den begehrtesten Standorten der Bundesrepublik ausführlich über den Kölner Wohnungsmarkt und am 14.7. über Hamburg. Entschlossenes Handeln in der Vergangenheit habe sich in Köln für Haus- und Wohnungskäufer ausgezahlt. Allein 2016 seien die Preise für Wohneigentum einer Analyse von VDP Research zufolge um 7 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Insbesondere Neubauwohnungen hätten sich verteuert; während 2006 der Quadratmeter durchschnittlich 2.500 Euro gekostet habe, seien es 2016 bereits knapp 4.400 Euro/qm gewesen. Für das Premiumsegment liege das Niveau weit über dem Doppelten. Das Angebot sei in den vergangenen Jahren gewachsen. Die Summe genehmigter, aber noch nicht fertiger Wohnungen habe Ende 2016 bei 7.200 gelegen und damit höher als in jedem anderen Jahr seit 2005. Dennoch schiebe die Stadt ein Neubaudefizit vor sich her. Über Hamburg schreibt das HANDELSBLATT, die Wohnungspreise hätten sich Grossmann & Berger zufolge in den letzten acht Jahren aufgrund Angebotsmangels verdoppelt. Da die Kaufpreise deutlich schneller gestiegen seien als die Mieten, lohne sich Eigentum seltener. bulwiengesa gehe für die nächsten zwei bis drei Jahre von weiter steigenden Preisen aus.

Länder investieren weniger in den sozialen Wohnungsbau

Trotz stark steigender Fördersummen der Bundesregierung herrscht in den Ländern beim sozialen Wohnungsbau weitgehend Ebbe, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.7. Der Bericht der Bundesregierung zur sozialen Wohnraumförderung 2016 habe 24.500 neugebaute geförderte Wohnungen ermittelt. Das seien zwar rund 10.000 mehr als im vergangenen Jahr, jedoch weit entfernt von den notwendigen 80.000 Wohnungen. Gleichzeitig hätten sich die Fördergelder des Bundes von 2015 auf 2016 verdoppelt, doch habe dies nicht zu einer entsprechenden Zunahme beim Sozialwohnungsneubau geführt. Der Grund dafür sei, dass die Länder ihren Anteil für den Sozialwohnungsbau nicht im gleichen Maße aufgestockt hätten. Die Kompensationsmittel des Bundes liefen im Jahr 2019 aus, in einigen Bundesländern werde das Geld dann nicht reichen, um den enormen Bedarf an neuem gefördertem Wohnraum zu decken. Nötig sei eine Grundgesetzänderung, die auch nach 2019 ein Engagement des Bundes ermögliche, sage Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD).

d.i.i. investiert in Wohnungsneubau

Die Deutsche Invest Immobilien will im kommenden Jahr 60 Mio. Euro in den Neubau von Wohnungen investieren, nachdem es in diesem Jahr bereits 30 Mio. Euro gewesen sind. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.7. „Wir gehen zunehmend in den Neubau, weil die Bevölkerung in Deutschland wächst“, sage Frank Wojtalewicz von d.i.i. Er sehe mit Blick auf die geplante Abschaffung der Mietpreisbremse in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen im politischen Raum „langsam Vernunft einkehren“.

Frankfurt braucht mehr Büroflächen

Im H1 2017 sind in Frankfurt rund zwei Mrd. Euro investiert worden, schreibt die BÖRSEN ZEITUNG am 14.7. Es sei davon auszugehen, dass das Investmentvolumen in diesem Jahr in Reaktion auf den bevorstehenden Brexit und die Nachfrage vor Ort noch einmal deutlich steigen werde. Die Bürospitzenmiete liege zurzeit bei 40 Euro/qm, doch erwarte Savills, dass diese Marke im Verlauf des Jahres überschritten werde. Vor dem Hintergrund der relativ niedrigen Fertigstellungszahlen könne es zu Büroflächenknappheit kommen.

Baudruckroboter spart Zeit und Kosten

Über die Errichtung von Häusern mittels eines 3D-Baudruckroboters schreibt die FAZ am 11.7. Der Baudruckroboter von Doka Ventures erlaube je nach Modell eine Arbeitsbreite von acht bis zwölf Metern und eine noch größere Arbeitslänge. Er sei für eine große Baumaschine sehr leicht, einfach aufzubauen und könne überall eingesetzt werden, wo schnell und kostengünstig Wohnraum und Infrastruktur geschaffen werden müssten.

Umsatzsteigerung und Angebotsmangel an den Gewerbeimmobilienmärkten

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.7. schreibt, wurden im H1 2017 knapp 26 Mrd. Euro in Büros, Handelsimmobilien, Logistik, Hotels und andere Gewerbeobjekte investiert und damit 40 % mehr als im H1 2016. Hinsichtlich der einzelnen Märkte gingen die Einschätzungen der Makler teils auseinander. Der Umsatz in Berlin werde von allen mit rund drei Mrd. Euro beziffert, während in Frankfurt CBRE und BNPPRE zufolge Gewerbeimmobilien im Wert von 2,8 Mrd. Euro umgesetzt worden seien, wo Colliers auf eine deutlich niedrigere Summe gekommen sei und den zweithöchsten Umsatz mit 2,2 Mrd. Euro in München sehe. In Köln und Düsseldorf habe sich der Umsatz ebenfalls deutlich gesteigert, nur in Stuttgart und Hamburg hätten die Umsätze unter Vorjahresniveau gelegen. Wie schon seit mehreren Quartalen sei ein weiterer Rückgang der Toprenditen festzustellen, doch nehme das Investoreninteresse nicht ab, sondern die Risikoneigung zu. Fabian Klein von CBRE erwarte „gerade bei Büroimmobilien eine Ausdehnung des Anlageuniversums in Richtung wertsteigerungsorientierter Anlagen“ und „einen noch stärkeren Fokus auf gute Produkte außerhalb der CBD-Lagen der Topstädte“. Der Vermietungsumsatz habe dennoch im H1 2017 aufgrund des Mangels an zentral gelegenen, modernen und großen Flächen kaum zugelegt. Den höchsten Vermietungsumsatz verzeichneten je nach Zählung Berlin oder München, genannt würden Zahlen zwischen 400.000 qm und 420.000 qm. Einen deutlichen Anstieg habe es in Hamburg gegeben, wo mit ca. 300.000 qm ein Viertel mehr vermietet worden sei als im Vorjahr. CBRE spreche sogar vom höchsten jemals erzielten Halbjahresumsatz in der Hansestadt. Frankfurt habe ebenfalls zweistellige Wachstumsraten verzeichnet, während in Stuttgart der Umsatz nur moderat gestiegen sei. Nur Düsseldorf und Köln seien hinter den Vorjahresergebnissen zurückgeblieben, was aber BNPPRE zufolge an den sehr guten Zahlen im Vorjahr liege, vor deren Hintergrund das diesjährige positive Ergebnis schwächer aussehe.

Bleiben Lebensmittel eine stationäre Angelegenheit?

Über die Meinungen der deutschen Immobilieninvestoren angesichts des Kaufes des US-Supermarkts Whole Foods durch Amazon schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.7. Die Immobilieninvestoren fühlten sich durch den Richtungswechsel in der Strategie von Amazon in ihrer Auffassung bestätigt, dass der LEH auch in Zukunft im Wesentlichen stationär stattfinden werde. Joachim Stumpf von der BBE Handelsberatung sehe die Übernahme als Eingeständnis, dass Amazon mit seinem Lieferdienst Fresh nicht wie erhofft vorankomme: „Amazon Fresh war zu klein, um den Aufbau und den Betrieb einer vollkommen neuen Handels- und Logistik-Plattform für Lebensmittel zu finanzieren. Daher ist der Kauf von Whole Foods sehr konsequent.“

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Warburg-HIH Invest will Polen-Spezialfonds auflegen

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG online am 12.7. schreibt, will Warburg-HIH Invest Ende des Jahres einen offenen Spezialfonds auflegen, der ein Bruttovolumen von 400 Mio. Euro haben und ausschließlich in Polen investieren soll. Der Fonds werde das zweite deutsche Spezialfondsprodukt überhaupt sein, das sich ausschließlich auf das östliche Nachbarland konzentriert. Der Schwerpunkt solle auf Büroimmobilien an verschiedenen Standorten liegen, doch würden auch Einzelhandelsimmobilien beigemischt. Pro Jahr würden rund 5 % Rendite nach Kreditzinsen und allen Kosten angestrebt.

Steigende Transaktionszahlen, sinkende Renditen

Einer Analyse von CBRE zufolge hat das Transaktionsvolumen für Wohnportfolios in der Größenklasse von 100 Mrd. Euro und mehr im H1 2017 bei 2,9 Mrd. Euro gelegen und knapp die Hälfte des gesamten Investmentvolumens ausgemacht. Das berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.7. Laut BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) seien in rund 150 Geschäften etwa 48.000 Einheiten gehandelt worden, wobei der durchschnittliche Preis pro Einheit laut Dr. Lübke & Kelber bei rund 126.750 Euro gelegen habe, was 32 % mehr als im Vorjahr sei. Am intensivsten sei die Investmentaktivität laut CBRE in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart gewesen. Berlin stehe mit 1,7 Mrd. Euro nach wie vor im Mittelpunkt des Interesses der nationalen und internationalen Investoren. An den Topstandorten liege die durchschnittliche Nettoanfangsrendite für Bestandsobjekte CBRE zufolge zwischen 3,3 % und 3,8 %, für Neubauobjekte zwischen 3,2 % und 3,7 %. Im Vergleich zu anderen Anlageoptionen seien Wohnimmobilien aber weiterhin attraktiv. Für das gesamte Jahr 2017 gehe CBRE von einem Ergebnis von 13 Mrd. Euro aus, BNPPRE und Dr. Lübke & Kelber rechneten mit 13,5 Mrd. bis 13,8 Mrd. Euro und NAI apollo sowie Savills mit 15 Mrd. Euro.

London bleibt Global Player

London bleibt der dominierende Immobilienmarkt in Europa, schreibt Alexander Eggert von Warburg-HIH Invest Real Estate auf INSTITUTIONAL MONEY.COM am 11.7. Die britische Hauptstadt sei der liquideste, transparenteste und investorenfreundlichste Immobilienmarkt weltweit. Zwar finde derzeit eine Korrektur am Londoner Markt statt und die Renditen schwankten, doch sei diese Entwicklung nicht auf den bevorstehenden Brexit, sondern lediglich auf die hohe Volatilität des Londoner Marktes zurückzuführen. Im Q1 2017 habe das Transaktionsvolumen im Bürosegment für Central London bei 4,9 Mrd. GBP gelegen. Beim Investor Intentions Survey 2017 von CBRE hätten 17 % der Befragten angegeben, in London den attraktivsten Investmentstandort Europas zu sehen.

VERSCHIEDENES

Bei Prognosen für den Immobilienmarkt kommt es auf die Perspektive an

Die Prognosen darüber, wie sich der Immobilienmarkt entwickeln wird, sind so zahlreich wie unterschiedlich, schreibt John Amram von HPBA in der VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT 7/2017. Die meisten Experten bewerteten den gesamten Immobilienmarkt, obwohl sie ausschließlich aus ihrer eigenen Unternehmensstrategie heraus dächten. Ihre Perspektive beziehe sich oft nur auf ein spezifisches Investmentgebiet. Pauschalisierende Aussagen ließen sich deshalb nur schwer treffen. Wichtig sei in jedem Fall die Frage, ob die Möglichkeit gegeben sei, die Verkaufserlöse im aktuellen Niedrigzinsumfeld gewinnbringend neu zu investieren.

Der Charme der Altbauten

Gebäuderuinen und alte Industriebrachen müssen nicht immer abgerissen werden, denn in vielen Fällen bietet sich eine denkmalgerechte Sanierung an, schreibt Jessica Birgel von der CG Gruppe in DENKMALSANIERUNG 2017/2018. Altbauten hätten durch hohe Decken und Stuckverzierungen eine besondere Wohnqualität, seien jedoch auch eine bauliche Herausforderung. Altlasten, Denkmalschutz und Energierichtlinien seien zu bedenken. Zugleich solle möglichst viel Bausubstanz erhalten bleiben, um den Charme eines Altbaus für den zukünftigen Bewohner zu sichern. Ein Beispiel für den Umbau alter Industrieflächen sei die Revitalisierung der ehemaligen Bleichert-Werke in Leipzig. Dort entstünden neben Wohnraum auch Gewerbeflächen, die Alt und Neu verbänden.

Alte Lebensmittelmärkte haben Potenzial

Über die Nachnutzung von Lebensmittelmärkten schreibt Markus Wotruba von der BBE Handelsberatung am 7.7. im HANDELSIMMOBILIEN REPORT. Einer Untersuchung seines Unternehmens zufolge seien im Zeitraum 2011 bis 2016 von rund 1.500 bestehenden Lebensmittelmärkten in Nordrhein-Westfalen 89 % auch nach fünf Jahren noch als solche geführt worden. Von den verbleibenden 11 % der Märkte, die in diesem Zeitraum aufgegeben worden seien, seien nur 4 % dauerhaft leer geblieben oder abgerissen worden. Für die restlichen 7 % sei binnen fünf Jahren wieder eine neue Nutzung gefunden worden. Dabei habe sich gezeigt, dass sich für größere Objekte ab 1.500 qm leichter ein neuer Mieter habe finden lassen als für mittlere und kleinere. Entscheidend sei die Lage, als besonders günstig hätten sich die klassischen Fachmarktlagen erwiesen. Eine wichtige Nachfragegruppe seien inhabergeführte Lebensmittelhändler mit türkischen oder osteuropäischen Sortimenten. Doch auch ein Abriss mit anschließender Wohnbebauung oder eine Umpositionierung in Logistikflächen könne sich lohnen.

Eigentümer sind noch zufriedener als Mieter

Über die Zufriedenheit von Mietern und Eigentümern in Deutschland schreibt Thomas Meyer von Wertgrund Immobilien am 6.7. auf WALLSTREET ONLINE. Eine Studie seines Unternehmens in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach habe ergeben, dass 60 % der befragten Selbstnutzer und 24 % der Mieter sehr zufrieden mit ihrer Wohnsituation seien. Der Anteil zufriedener Eigentümer sei in allen 13 untersuchten Kategorien durchweg höher, und das nicht nur aufgrund monetärer Vorteile. Beispielsweise verfügten Selbstnutzer über im Schnitt 94 qm Wohnraum, Mieter im Schnitt nur über 73 qm.

Termine

HAMBURGER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Wohnungsprojekte in Hamburg - und besondere Chancen in der Metropolregion

ZIELGRUPPEN
Das Seminar richtet sich insbesondere an Institutionelle Investoren und Family Offices, die bzw. der Hamburger Metropolregion in den Wohnungsneubau investieren wollen, weitere Bauträger/Projektentwickler, Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/Vertriebe und Architekten

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungs-Neubau-Projekte in Hamburg und der Metropolregion vor und sprechen über folgende Themen: Welches sind die Alleinstellungsmerkmale der Projekte / Besonderheiten der Architektur / Grundrisse etc.? Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden? Wer sind die Käufer? Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren? Wie erfolgt die Vermarktung? Welche Preise sind erzielbar? (qm-Preise, Faktoren bei Forward-Deals) Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Außerdem geht es um die Inanspruchnahme von Fördermitteln / Förderprogramme sowie Fragen zu Kommunikation / PR und Marketing. Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

REFERENTEN
Einleitender Vortrag durch Dr. Joseph Frechen (bulwiengesa AG): Aktuelle Marktentwicklung, Preise und Mieten am Hamburger Wohnungsmarkt. Projektvorstellungen von Mark Tommes (Bonava Deutschland GmbH), Torsten Lietz (Waterbound Real Estate GmbH (WBRE)), Fabian von Köppen / Georg Nunnemann (Garbe Immobilien-Projekte GmbH), Achim Nagel (PRIMUS developments GmbH), Torsten Rieckmann (SENECTUS GmbH), Ludger Inholte (LIP Ludger Inholte Projektentwicklung GmbH), Peter Jorzick (Hamburg Team Gesellschaft für Projektentwicklungen GmbH), Henrik Diemann (Metropol Grund GmbH), Konstantin Klein (PROJECT Immobilien Hamburg GmbH), Davis Liebig / Joachim Rieder (MAGNA Immobilien AG), Albrecht Sonnenschein (Instone Real Estate Development GmbH & Co. KG)

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 12. September 2017 im Steigenberger Hotel in Hamburg statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE in Kooperation mit der IREBS Immobilienakademie

Sonderveranstaltung Basisseminar: Projektentwicklung

ZIELGRUPPEN
Das Seminar richtet sich insbesondere an neue Mitarbeiter bei Projektentwicklungsunternehmen, die aus anderen Bereichen (oder direkt von der Uni) kommen und die sich an zwei Tagen einen Gesamtüberblick über die Tätigkeit eines Projektentwicklers verschaffen wollen. Es richtet sich aber auch an Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (besonders solche, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater und Mitarbeiter von Generalunternehmern / Bauunternehmen. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

REFERENTEN
Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer und Carsten Sellschopf, formart GmbH & Co. KG

THEMEN
Erster Tag: „Grundlagen der Projektentwicklung und Projektmanagement“: Projektentwicklung / Projektmanagement (Ablauf und Leistungsbilder); Standortanalyse / Due Diligence (Baurecht; Grundstücksanalyse); Planungskonzepte (Untersuchung vorhandener Bausubstanz; Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung; Bildung von Gebäudemodellen); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI; Baukostenplanung in der Projektentwicklung; Rahmenterminplanung) Start der Projektmanagementaktivitäten (360°-Analyse als Einstieg; Objektplanung – durch wen? Projektorganisation – ist alles geregelt? Zweiter Tag: „Die Arbeit eines Projektentwicklers und einfache Developerrechung“: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen; Definition; Klassische Aufgaben); Idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (Prozessuale Aspekte; Idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung); Der Markt für Projektentwickler (Typen; Strategien; Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse; Wettbewerbsanalyse; Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (Von der „Bierdeckel-Kalkulation“ bis zur dynamisches Developer-Rechnung). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 26. und 27. September 2017 im Steigenberger Hotel Hamburg statt. Weitere Informationen zum Programm und den Kosten sowie Anmeldeformular unter: hier