KOMMENTAR AM MONTAG

Die 5-Prozent-Hürde: Mehr Offenheit beim Ankauf

Stefan Kalmund Accom

Die Zyklen und Zeiten ändern sich – aber ein Gesetz scheint Bestand zu haben: Es gibt in jeder Phase immer einen Pool an ambitionierten Immobilienanlegern, die sich mit einer Drei vor dem Komma nicht zufriedengeben. Und mit einer Vier auch nicht. Für sie gilt es, eine 5-Prozent-Hürde zu nehmen. Bei dennoch begrenztem Risiko, versteht sich. Nun steht dem aber bekanntlich die anhaltende Renditekompression entgegen. Nicht nur in den Metropolen, auch in Städten wie Nürnberg oder Hannover sind die Immobilienrenditen längst unter Druck.

Wer Objekte erwirbt, um sie auf solch ambitionierte Anleger zuzuschneiden und hier dann auch den entsprechenden Exit sucht, braucht noch mehr frische Ideen und vor allem auch andere Städte beim Ankauf als bislang. Aber wenn frische Ideen, dann jetzt: Gegenwärtig werden nicht nur Wohnungen, sondern vielerorts auch gewerblich genutzte Immobilien knapp. Und gerade bei Letzteren ist es spätestens jetzt an der Zeit, sich auch den schwierigen Objekten zuzuwenden. Nicht dem Schrott wohlgemerkt. Unvermietbar und unverkäuflich bleibt auch in Boomphasen unvermietbar und unverkäuflich. Dass Phantasie alleine nicht ausreicht, haben ausreichend viele Unternehmen am Ende des letzten Aufschwungs zu spüren bekommen.

Wenn aber Phantasie auf ein Fundament aus soliden immobilienbezogenen makro- und mikroökonomischen Rahmendaten trifft – von A wie Arbeitslosenquote bis Z wie Zonierbarkeit einer Fläche zum Beispiel mit Blick auf höherwertige Nutzungsarten oder eine erstmalige Multi-Tenant-Aufteilung –, dann lohnt sich eine Ankaufsprüfung durchaus. Wenn die Rahmendaten und die Lage innerhalb der Stadt es zulassen, ist Value-Add heute auch bei noch mehr Leerstand und bei noch größeren Substanzthemen denkbar. Selbst der Sockelleerstand sollte kein grundsätzliches Tabu mehr sein, solange die Lage stimmt.

Dabei spielt die Größe eines Standorts per se keine Rolle. Wichtiger ist die Liquidität des jeweiligen Immobilienmarktes in Relation zur jeweiligen Größe. Das Ausland bewundert die hiesigen Immobilienmärkte seit Jahren für ihre polyzentrale Struktur über die Metropolen hinaus. Vor diesem Hintergrund empfiehlt sich der verstärkte Ankauf beispielweise in Karlsruhe, Erlangen oder Sindelfingen, also in Städten, die in ihrer Einwohnerzahl überschaubar sind, aber eine Wachstumsgeschichte haben und in eine aufstrebende Wirtschaftsregion eingebettet sind. Es scheint im Übrigen eine Korrelation zu geben zwischen dem Erfolg eines Immobilienmarkts und der Nähe zu Universitäten, zu ICE-Bahnhöfen und regionalen Flughäfen. Auch die Innovationsfreude beziehungsweise Anzahl der Patente in einer Region sind Indikatoren für attraktive Märkte, die vielleicht bislang nicht auf dem Radar mancher Unternehmen waren.

Allerdings: Solche Standorte eignen sich ohnehin vor allem für solche Immobilieninvestoren, die hier traditionell ihren Ankaufsschwerpunkt sehen. Je schwieriger eine Immobilie, desto wichtiger wird eine gewachsene lokale Expertise, um die Chancen vor Ort auch tatsächlich einschätzen und selbstverständlich auch umsetzen zu können. Die Wertschöpfung wird ja häufig erst durch die Repositionierung einer Immobilie und die Heilung eines Investitionsstaus realisiert – beziehungsweise durch neue Mieter, die überhaupt nur so angezogen werden können. Fast alles Arbeit, die vor Ort geschehen muss und ohne lokale Verankerung nur bedingt funktioniert. Jetzt unter Zeitdruck eine derartige Expertise aufzubauen oder zu hoffen, dass aus der Ferne schon alles klappen wird, ist zwar auch ein Weg, aber wiederum mit mehr Risiko verbunden.

Die genannten Städte haben auch in wirtschaftlich schwachen Phasen ihre Stärke bewiesen: Es sind Städte des Mittelstands, und dies wirkt sich in hohem Maße auf die Stabilität eines Immobilieninvestments aus. Denn gesunde Mittelständler wollen nach wie vor den langfristigen Mietvertrag. Sie gehen mitunter weiterhin über die Grenze von sieben bis zehn Jahren hinaus. Der Notar, Anwalt oder Arzt mit einer Fläche von 400 qm bis 600 qm will sich langfristig an den Standort binden, an dem er verwurzelt ist. Gleiches gilt für die sogenannten mittelständischen Unternehmen, die sich häufiger in solchen Mittelstandsstädten finden als in den Millionenmetropolen. In Deutschland sitzen 50 % der Weltmarktführer ihres jeweiligen Segments (die „Hidden Champions“) ausschließlich in Städten abseits der vermeintlichen sieben Top-Standorte.

Im Gegensatz dazu stehen die großen Konzerne, die heute tendenziell so kurz und flexibel wie möglich mieten möchten. Und Immobilienanleger wiederum investieren nicht vornehmlich in Namen, sondern in langfristige Wirtschaftskraft. Dies gilt für Städte wie Unternehmen gleichermaßen. Es empfiehlt sich also einmal eine Reise quer durch Deutschland: Denn nur wer bereit ist, diese Städte zu besuchen, kann attraktive neue Immobilien entdecken.

Dieser Artikel erschien bereits in der AIZ 6/2018.

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MARKT-NEWS

Trendviertel in Berlin und Frankfurt

Im Rahmen der Serie ‚Trendviertel 2018′ schreibt das HANDELSBLATT am 22.6. ausführlich über die vielversprechendsten Lagen in Berlin und Frankfurt. In Berlin seien es vor allem die Randlagen, die infolge des anhaltenden Zuzugs und des entsprechenden Nachfrageüberhanges immer begehrter würden. Einer der am schnellsten wachsenden Bezirke sei Treptow-Köpenick. Auch dank der Nähe zum Flughafen BER sei der Südosten Berlins aussichtsreich und dennoch finanziell noch attraktiv. „Hier erwacht gerade alles aus seinem jahrelangen Dornröschenschlaf“, sage Brigitta Mühlhans von Dr. Lübke und Kelber. Doch auch das westlich gelegene Berlin-Spandau sei begehrt und verzeichne deutliche Preisanstiege. Noch vor zehn Jahren, sage Jacopo Mingazzini von Accentro, „wurde in einigen Stadtteilen über den Abriss von Wohnungen nachgedacht. Seitdem hat sich die Welt einmal komplett auf den Kopf gestellt.“ Mingazzini gehe davon aus, dass Preise und Mieten in Berlin tendenziell weiter steigen würden, wenn auch etwas langsamer als in den Vorjahren. Jakob Mähren von der Mähren AG sage: „Ich muss Mietern die Hoffnung nehmen, dass der Mietpreisanstieg aufzuhalten ist.“ Diesem Trend lasse sich nur durch viel Neubau entgegenwirken. Doch dieser werde behindert, kritisiere Helmut Kunze von Bonava: „Nicht nur, dass der Senat landeseigene Grundstücke für die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften vorhält, die meist aber gar nicht so schnell bauen können.“ Auch die Genehmigungsverfahren dauerten zu lange. Einen echten Geheimtipp unter den Stadtteilen gebe es kaum noch, sage Mähren, ganz Berlin liege im Trend. In Frankfurt ist die Situation ähnlich, wie es das HANDELSBLATT in einem weiteren Artikel vom 22.6. beschreibt. Auch hier ließen sich in den Randlagen und vormals weniger begehrten Stadtteilen überdurchschnittliche Preissteigerungen verzeichnen. Laut Bevölkerungsprognose könne die Einwohnerzahl bis 2030 die 800.000-Marke überschreiten. Schon heute gebe es rund 40.000 Wohnungen zu wenig, mit den entsprechenden Folgen für die Miet- und Kaufpreisentwicklung. Ein- und Zweifamilienhäuser hätten sich 2017 um 10,1 % verteuert, Eigentumswohnungen um 12,6 %, wie vdp Research exklusiv für das HANDELSBLATT ermittelt habe. Nur München sei noch teurer.

Preise und Mieten steigen weiter

Marktforscher der Deutschen Bank rechnen mit weiterhin stark steigenden Wohnungspreisen und Mieten, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 21.6. Begründet werde diese Prognose damit, dass die Bundesregierung das angestrebte Ziel von 1,5 Mio. neuen Wohnungen in dieser Legislaturperiode voraussichtlich nicht erreichen werde. Die Gründe dafür seien das fehlende Bauland, die strengen Regulierungen und die steigenden Baukosten, der Fachkräftemangel und die hohe Auslastung der Ämter. Im Zeitraum 2018 bis 2022 seien in den 126 größten Städten Deutschlands jährliche Preissteigerungen um rund 5 % gegenüber dem jeweiligen Vorjahr zu erwarten, in den Top-7-Städten um 6,5 %. Bei den Mieten gehe die Deutsche Bank von einer jährlichen Steigerung um rund 4 % an den 126 größten Standorten aus, in den Top-7-Städten von rund 5 %.

Steuerfreibetrag für Eigenheimkäufer abgelehnt

Der Vorschlag einer Befreiung der Käufer selbstgenutzter Immobilien von der Grunderwerbsteuer ist vom Finanzausschuss des Bundestages abgelehnt worden, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 21.6. Weder die Regierungsparteien noch die Opposition hätten für den Freibetrag gestimmt, womit der Antrag vorerst nicht wieder zurück zur Beratung ins Plenum gehe. Doch wolle die FDP noch in dieser Legislaturperiode einen neuen Anlauf nehmen.

Hamburger Mietpreisbremse unwirksam

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 21.6. schreibt, ist die Hamburger Mietpreisbremse mangels ordentlicher Begründung unwirksam. Das habe das Landgericht Hamburg entschieden, da eine solche Begründung durch das Bürgerliche Gesetzbuch ausdrücklich vorgeschrieben sei (§ 556d BGB). Das Gericht habe keine Revision zugelassen, das Urteil sei somit rechtskräftig.

Bezahlbarer Geheimtipp

Über die Wiederentdeckung der Gartensiedlungen und Werkswohnungen als zeitgemäße Wohnformen schreibt DIE WELT AM SONNAG am 17.6. Die alten Konzepte mit geschlossener Randbebauung seien wieder attraktiv, weil sie weniger Fläche verbrauchten und weniger kosteten als Quartiere mit Einfamilienhäusern. Entsprechend bezahlbar seien Kaufpreise und Mieten. Immer mehr alte Siedlungen würden rekonstruiert und modernisiert, so etwa die ehemalige Arbeitersiedlung Hakenfelde in Berlin-Spandau, in das die d.i.i. Deutsche Invest Immobilien investiere. Unter Beachtung der Denkmalschutzauflagen seien Fenster erneuert und Balkone instandgesetzt worden, sodass die ehemals vernachlässigten Häuser nun ein Geheimtipp seien. „Die Bausubstanz in Hakenfelde ist einzigartig“, sage Thomas Settelmayer von der d.i.i.: „Das sagen alle Architekten, Ingenieure und anderen Fachkräfte, die für uns arbeiten.“

Mehr Transparenz beim barrierefreien Wohnen

Wie aus einer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervorgeht, will die Bundesregierung für mehr Transparenz auf dem Markt der altersgerechten und barrierefreien Wohnungen in Deutschland sorgen und zu diesem Zweck im Rahmen eines Mikrozensus „Kriterien zum barrierefreien bzw. barrierearmen Wohnen“ erheben. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG online am 20.6. Eine erste Erhebung solle noch in diesem Jahr erfolgen.

Smart Home steckt noch in den Kinderschuhen

Einer repräsentativen Umfrage von Nordlight Research zufolge interessieren sich mehr als 50 % der Deutschen für das Thema Smart Home, doch nur sehr wenige wollen dafür auch Geld ausgeben. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 21.6. Vor allem an Heizungslösungen, Assistenzsystemen für ältere Menschen und fernsteuerbaren Alarmsystemen bestehe Interesse. Doch eine konkrete Kaufabsicht in den kommenden sechs Monaten hätten nur, je nach Produktgruppe, zwischen 1 % und 3 % der Befragten angegeben. Befragt worden seien 1.100 Personen im Frühjahr 2018.

Coworking hat sich etabliert

Eine Umfrage von Colliers zufolge erreicht Coworking inzwischen ein beachtliches Marktvolumen und wird zunehmend auch von etablierten Unternehmen geschätzt, die Kosten sparen und flexibel bleiben wollen. Das schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 22.6. In den Top-7-Städten seien im vergangenen Jahr mehr als 200.000 qm Gemeinschaftsfläche vermietet worden, womit sich das Marktvolumen binnen eines Jahres auf 5 % verfünffacht habe. 80 % der Befragten erwarteten in den nächsten zwei bis fünf Jahren eine steigende Nachfrage, die Anbieter planten eine deutliche Ausweitung ihres Angebotes. Die Befragung von 40 Nutzern und Anbietern von Coworking Space habe im Frühjahr 2018 stattgefunden.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

US-Hauspreise steigen langsamer

Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 22.6. schreibt, sind die US-Frühindikatoren im Mai 2018 dem Institut Conference Board zufolge weniger stark gestiegen als erwartet, doch deuteten sie noch immer auf einen andauernden und moderaten Konjunkturaufschwung hin. Nach Berichten der Federal Housing Finance Agency (FHFA) hat sich im April der Preisanstieg bei Eigenheimen verlangsamt. Private Immobilien hätten sich die Regulierungsbehörde der staatlichen Wohnbaufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac zufolge gegenüber dem Vormonat um 0,1 % und gegenüber dem Vorjahr um 6,4 % verteuert.

Ist die Höhe der Steuerzinsen verfassungswidrig?

Einer Anweisung des Bundesfinanzministeriums an die Finanzämter zufolge soll der Fiskus vorerst keine Zinszahlungen einziehen, die er normalerweise auf nachzuzahlende Steuern erhebt, schreiben die IMMOBILIEN ZEITUNG am 21.6. und das HANDELSBLATT online am 22.6. Die Anweisung gehe auf einen Beschluss des Bundesfinanzhofs zurück, der den auf die Steuernachzahlungen fälligen Zinssatz für zu hoch und möglicherweise verfassungswidrig halte und deshalb den Einzug der Zinsen in einem Eilverfahren ausgesetzt habe. Für Immobilienunternehmen betreffe dies Nachzahlungen u. a. von Gewerbe-, Umsatz- und Körperschaftsteuern. Die Aussetzung müsse durch die Firmen beantragt werden und dem betreffenden Bescheid widersprochen worden sein.

VERSCHIEDENES

Warum US-Investments ins Portfolio gehören

Thomas Gütle von der US Treuhand erklärt im Interview mit DAS INVESTMENT am 20.6., wie sich deutsche Anleger gegen Währungsschwankungen absichern können, warum sich ein Investment in den USA trotz der daraus entstehenden Kosten lohnt, und warum es in bestimmten Fällen sogar von Vorteil sein kann, auf ein Hedging zu verzichten. Einige Investoren allerdings hätten gar nicht die Wahl, da sie aufgrund ihrer Statuten oder regulatorischer Regelungen keine Währungsrisiken eingehen dürften. Nehme man eine Währungsabsicherung vor, sei zu überlegen, wie diese umgesetzt werden solle, denn es stünden mehrere Strategien und Instrumente zur Verfügung, die Gütle erläutert.

Für eine zeitgemäße Wohnungspolitik

Jacopo Mingazzini von Accentro erklärt im Interview mit dem HANDELSBLATT online am 23.6., warum er die geplante Schaffung von 1,5 Mio. Wohnungen bis zum Ende der Legislaturperiode für nicht realistisch hält. Vor allem müssten Baugenehmigungen schneller erteilt werden, da sonst allein die Planungs- und Genehmigungszeiten zu lang seien, um das gesetzte Ziel zu erreichen. Vor allem in Berlin versäume es die Politik, dem rasanten Wandel, den die Stadt in letzten zehn Jahren vollzogen habe, mittels investorenfreundlicher Rahmenbedingungen gerecht zu werden. Eine Bereitstellung von Flächen erfolge in zu geringem Maße, zu hohe Baukosten ließen die Preise weiter steigen. Deutschlandweit betrachtet halte Mingazzini eine Befreiung der Ersterwerber von Wohneigentum von der Grunderwerbsteuer für geboten, zumal die Politik die Wohnungsfrage als drängende soziale Frage der nächsten Jahre erkannt habe.

Off-Market auch für Versicherer

Wie Versicherer am Immobilienmarkt und bei Off-Market-Immobilientransaktionen aussichtsreiche Anlagemöglichkeiten finden können, erklärt John Amram von HPBA in seinem Artikel vom 20.6. auf VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT HEUTE. Tatsächlich habe eine Studie von HPBA und bulwiengesa gezeigt, dass die Abwicklungssicherheit bei Off-Market-Transaktionen um bis zu 14 % höher sei als bei regulären Bieterverfahren und anderen konventionellen Vermittlungsmethoden. Zudem seien zahlreiche Investoren bereit, einen prozentualen Preisaufschlag von 5 % bis 6 % für die Vorteile bei Off-Market-Transaktionen zu bezahlen. Amram zeigt auf, welche Vermittlungsmodelle es abseits des konventionellen Bieterverfahrens gibt, und was dabei zu beachten ist.

Südeuropäische Chancen

Warum es sich lohnt, in Logistikimmobilien in Südeuropa zu investieren, und was dabei zu beachten ist, erklärt Rolf Zarnekow von Aquila Capital auf DIE UNABHÄNGIGE IMMOBILIENREDAKTION am 18.6. Aquila Capital konzentriere sich vor allem auf die nationalen Logistikzentren in Madrid, Barcelona, Valencia, Saragossa, Norditalien mit Turin, Mailand und Bologna sowie Portugal mit Lissabon und Porto. Entscheidend sei, dass der E-Commerce stark im Kommen sei, und gerade diese Regionen noch ein strukturelles Problem damit hätten, da es kaum moderne Logistikanlagen gebe. Schätzungen zufolge fehlten in Spanien bis 2020 rund 2,7 Mio. qm Logistikfläche, ähnlich hoch sei der Bedarf in Norditalien.

Münchner Premium lohnt sich

Ob man in München jetzt noch eine Immobilie kaufen oder es besser lassen sollte, diskutiert Michael Reiss von Sotheby’s in seinem Artikel in CASH.IMMOBILIEN 7/2018. Interessant sei, dass das Münchner Premiumsegment im Unterschied zu den anderen Immobiliensegmenten deutschlandweit auf Platz drei liege. Grund hierfür seien die hohen Bodenpreise, die in München die Preise trieben, sich auf das Premiumsegment aber nur vergleichsweise geringfügig auswirkten. Deshalb sei dieses von den extremen Steigerungsraten nicht betroffen und ein Kauf lohne sich nach wie vor, zumal München unter ökonomischen Gesichtspunkten gut aufgestellt sei und international immer größere Bedeutung erlange.

Orientierung beim Servicewohnen für Senioren

Wie sich dank des von der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) entwickelten neuen Klassifizierungssystems für Betreutes Wohnen böse Überraschungen vermeiden lassen, erklärt Dr. Michael Held von Terragon im SGP REPORT 10/2018. Auf den ersten Blick wirke das System mit seinem umfangreichen Kriterienkatalog komplex, doch beruhe es auf zwei einfachen Prinzipien: Um eine bestimmte Stufe zu erreichen, müsse eine Einrichtung Mindestkriterien erfüllen sowie insgesamt eine Minimalpunktzahl nach dem Kriterienkatalog erhalten. Die Mindestkriterien stellten sicher, dass ein Haus tatsächlich in allen Bereichen dem Standard entspreche, den Bewohner, Angehörige und Investoren von seiner Stufe erwarteten. Damit das System funktioniere, sei aber entscheidend, dass alle Beteiligten es rege nachfragten und anwendeten.

Termine

HAMBURGER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Wohnungsprojekte in Hamburg - und besondere Chancen in der Metropolregion

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an Investoren (Institutionelle Investoren und Family Offices), weitere Bauträger/Projektentwickler, Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/Vertriebe, Architekten die in Hamburg bzw. der Hamburger Metropolregion in den Wohnungsneubau investieren wollen. Zudem sollten Projektentwickler kommen, die sich einen aktuellen Marktüberblick verschaffen wollen.

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungsneubauprojekte in Hamburg und der Metropolregion vor und sprechen über folgende Themen: Welches sind die Alleinstellungsmerkmale der Projekte/Besonderheiten der Architektur/Grundrisse etc.? Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden? Wer sind die Käufer: Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren? Wie erfolgt die Vermarktung? Welche Preise sind erzielbar? (qm-Preise, Faktoren bei Forward-Deals) Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Außerdem geht es um die Inanspruchnahme von Fördermitteln/Förderprogrammen sowie Fragen zu Kommunikation/PR und Marketing. Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

REFERENTEN
Einleitender Vortrag durch Dr. Joseph Frechen (bulwiengesa AG): Aktuelle Marktentwicklung, Preise und Mieten am Hamburger Wohnungsmarkt. Projektvorstellungen von Michael Jordan (LIP Ludgar Inholte Projektentwicklung GmbH), Albrecht Sonnenschein (Instone Real Estate Development GmbH), Henrik Diemann (Metropol Grund GmbH), Sven Ole Koch (Bauplan Nord GmbH & Co. KG), Tomislav Karajica (Imvest Projektentwicklung GmbH), Torsten Rieckmann (SENECTUS GmbH), Peter Jorzick (Hamburg Team Gesellschaft für Projektentwicklungen GmbH), Fabian von Köppen (Garbe Immobilien-Projekte GmbH), Stefan Wulff, Otto Wulff Bauunternehmung GmbH), Achim Nagel, PRIMUS developments GmbH).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 11. September 2018 im Radisson Blu Hotel Hamburg statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Investitionskriterien von Family Offices im Immobiliensegment

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an Vertreter von weiteren Family Offices, Projektentwickler, AIF-Vertreter (Spezialfonds, geschlossene Fonds), Immobilien-Bestandshalter, Transaktionsberater / Makler und Asset-Manager

THEMEN
Die Referenten stellen die Immobilienstrategie ihres Family Offices vor und sprechen über Fragen wie: In welche Nutzungsarten wird investiert (Wohnen, Büro, Einzelhandel etc.)? Welche Standorte und Lagen sind interessant? In welcher Losgrößen wird investiert? Werden auch Projektentwicklungen im Forward-Deal erworben? Zu welchen Faktoren wird gekauft (maximal)? Wie läuft der Prüfprozess ab? Begrüßung und Einführung von Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

REFERENTEN
Tassu M. Degen (DERECO – Real Estate Private Wealth Management), Maik Rissel, Family Office Bank Marcard, Stein & Co AG), Dr. Matthias Mittermeier (Commodus Real Estate Capital GmbH), Lutz H. Peper (Peper & Söhne GmbH), Hans Hünnscheid (Famos Immobilien GmbH), Robert Hahlweg (ICN Immobilien Consult Nürnberg GmbH & Co. KG), Dr. Henning Schröer, Merz Immobilien Management GmbH), Lars Osterhoff (RI Partners – Real Estate Value Investing), Stefan Brimmers (Devario Invest GmbH), Hanspeter Beißer, Wittelsbacher Ausgleichsfonds), Christian Iwanky (Peter Möhrle GmbH & Co. KG), Christian Schraub, Hardtberg Grundstücksgesellschaft mbH, Dr. Christoph Pitschke, Deutsche Oppenheim Family Office AG, Dr. Jürgen Schäfer, CORESIS Management GmbH.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 20. September 2018 im Steigenberger Hotel Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Ankaufskriterien von Investoren für Projektentwicklungen im Wohnungsneubau (Forward-Deal)

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler im Bereich Wohnungs-Neubau und weitere Investoren, die in den Wohnungsneubau investieren.

THEMEN
Immer mehr Investoren setzen auf den Wohnungsneubau. Sie investieren dabei vor allem in Forward-Deals. Die wichtigsten Investoren aus ganz Deutschland stellen sich und ihre Projekte vor, nennen ihre Ankaufskriterien (Lagen, Projektvolumen, Einkaufsfaktoren etc.), zeigen Beispiele von bereits durchgeführten Transaktionen und geben Informationen zur Abwicklung von Forward-Deals. Erfahrungsgemäß sind weitere Investoren im Publikum.

REFERENTEN
Fabian Klingler (Aberdeen Asset Management Deutschland AG), Maik Rissel (Family Office Bank Marcard, Stein & Co AG), Klaus Betz (Württembergische Lebensversicherung AG), Nikolas Jorzick CFA MBA (HAMBURG TEAM Investment Management GmbH), Christoph Thumm (AACHENER GRUNDVERMÖGEN Kapitalverwaltungsges. mbH), Thomas Meyer, (WERTGRUND Immobilien AG), Klaus-Niewöhner-Pape (INDUSTRIA WOHNEN GmbH), Florian Mundt (Deutsche Investment Kapitalanlagegesellschaft mbH), Lutz Wiemer (HanseMerkur Grundvermögen AG). Begrüßung und Einführung von Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 29. November 2018 im Maritim proArte Hotel Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de