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PB3C lädt zur EXPO REAL nach München ein.

KOMMENTAR AM MONTAG

Jörg Lehnerdt BBE Handelsberatung GmbH

Gibt es ein Leben nach den Lebensmittlern?

Früher rasselnde Einkaufswagen, heute Stille – wie kommt wieder Leben in einen Standort? Zwischen 2010 und 2015 verringerte sich die Filialzahl der Lebensmitteleinzelhandelsketten in Deutschland von 39.300 auf 37.900. Wenn ein Geschäft schließt, stellt sich die Frage nach einer Folgenutzung der Immobilie. Oft hängt daran die Zukunft des gesamten Standortes. Dabei sind Lebensmittelmärkte mit ihrem speziellen Grundriss eine besondere Herausforderung. Doch gilt das gleichermaßen für jeden Markt? Analysen zeigen, dass mit entsprechenden Voraussetzungen noch einige Türen offen stehen.

Bessere Chancen für größere Flächen
Grundsätzlich ist die Flächenbilanz für Lebensmittelmärkte positiv: Die Gesamtverkaufsfläche stieg von 33,9 Mio. qm im Jahr 2010 auf 35,5 Mio. im Jahr 2015. Eine Auswertung von rund 1.500 entsprechenden Objekten in Nordrhein-Westfalen ergab, dass es zwischen 2011 und 2016 bei 89 % der Immobilien keine Nutzungsänderung gab. Von den verbleibenden 11 % blieben nur 4 % leer und für die restlichen 7 %, also mehr als die Hälfte, fand sich eine andere Nutzung. Allerdings zeigen sich bei einem genaueren Blick die ungleich verteilten Chancen: Zwar gab es auch bei größeren Objekten ab 1.500 qm mehrjährigen Leerstand, aber es hatte sich bis zum Ende der Erhebung stets eine Nachnutzung ergeben. Dagegen standen kleinere Immobilien mit Verkaufsflächen bis 800 qm sowie mittlere mit Größen zwischen 800 qm und 1.500 qm teilweise mehr als vier Jahre leer oder wurden abgerissen. Nachmieter für kleinere Flächen sind meist inhabergeführte Lebensmittelmärkte. Vor allem türkische und polnische Sortimente werden von Kunden gern angenommen, ob zur Bereicherung oder aus kulturellen Gründen.

Die Lage entscheidet
Typische Fachmärkte sind insgesamt unproblematischere Standorte als Immobilien in der Innenstadt. Dort eröffnen beispielsweise auch Sportstudios neue Filialen. Im City-Bereich jedoch stellen die Umfeldbedingungen einen großen Risikofaktor dar. In guten Lagen übernehmen oft Drogeriemärkte oder Nonfood-Discounter die Flächen und ergänzen die bestehenden Einkaufsmöglichkeiten. Im besten Fall findet sich sogar ein Textilanbieter als Nachmieter. Weniger guten Lagen droht jedoch langfristiger Leerstand.

Für die Zukunft werden weitere Nutzungen diskutiert. Da in vielen Großstädten das Angebot an Wohnraum mangelhaft ist, ist eine naheliegende Möglichkeit der Abriss des Gebäudes mit anschließendem Wohnungsneubau. Eine andere gewerbliche Bewirtschaftung der bestehenden Objekte ist ebenfalls denkbar. Beispielsweise bieten sich die freien Flächen als Zwischenlager für Onlinehändler an. Diese suchen häufig wohnortnahe Standorte, um die sogenannte letzte Meile möglichst schnell beliefern zu können. Gastronomie oder Dienstleister haben meist ebenfalls Interesse an zentral gelegenen Räumlichkeiten. Besonders in Innenstädten hat eine Umnutzung ehemaliger Lebensmittelmärkte also gutes Potenzial.

Dieser Artikel erschien bereits am 19.5. online auf HI-HEUTE.

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen?

Dann schreiben Sie an den Leiter unserer Redaktion Dr. Josef Girshovich.

MARKT-NEWS

Häusermarkt der Eurozone ist stabil

Einer aktuellen Analyse von DB Research zufolge ist der deutsche Immobilienmarkt derzeit „fair bewertet“. Das schreiben die FAZ am 23.5. und die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.5. Die Preisanstiege um rund 50 % seit dem Jahr 2009 hätten „die Unterbewertungen im deutschen Häusermarkt aufgrund der ebenfalls verbesserten Einkommen lediglich beseitigt“. Nur in wenigen kleineren Ländern der Eurozone seien noch Überbewertungen festzustellen, die massiven Überbewertungen der Jahre 2007 und 2008 seien abgebaut worden. Bedenken hätten die Analysten bei Deutschland aber hinsichtlich der Knappheit an Wohnraum und fehlgeleiteter politischer Eingriffe. Sollte die Hauspreisdynamik in Deutschland wie erwartet hoch bleiben, seien in Deutschland am Ende des Jahrzehntes die höchsten Fehlbewertungen innerhalb der Eurozone zu erwarten. Für die anderen großen Länder des Euroraums seien ungeachtet der Geldpolitik der EZB keine zusätzlichen Fehlbewertungen auf den Häusermärkten zu befürchten.

Nachlassende Dynamik beim Wohnungsbau

Im Q1 2017 sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) 79.200 Wohnungen und damit 6,6 % oder rund 5.600 weniger als im Vorjahreszeitraum genehmigt worden. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.5. Die Anzahl der genehmigten Wohnungen in Neubauten habe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3 % bzw. 2.100 Wohnungen abgenommen. Die Zahl der Genehmigungen von Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern hingegen sei zwar um 5,5 % auf 37.600 Baugenehmigungen gestiegen, dennoch spreche der GdW in einer Stellungnahme von einer „nachlassenden Dynamik“, da im Vorjahreszeitraum der Anstieg bei Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern noch bei 23,7 % gelegen habe. Die Anzahl der Wohnungen, die durch Um- und Ausbauten an bestehenden Gebäuden entstehen sollten, sei gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 3.500 Einheiten bzw. 28,4 % gesunken. Wie DIE WELT am 24.5. schreibt, sind im vergangenen Jahr in Deutschland zwar so viele Wohnungen wie zuletzt 2004 gebaut worden, doch würden immer weniger der genehmigten Wohnungen auch tatsächlich gebaut.

Wohneigentum nur noch in den Randlagen erschwinglich

Laut einer Analyse von Immowelt weichen die Bewohner der deutschen Großstädte zunehmend ins Umland aus, da Wohneigentum in den Metropolen für sie nicht mehr bezahlbar ist, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.5. Insbesondere Familien orientierten sich zunehmend in Richtung der Randlagen. In Berlin kosteten Wohnungen im Schnitt 3.000 Euro/qm, an den Stadtgrenzen 2.100 Euro/qm. Im Umland von Stuttgart könnten im Vergleich zur Stadtlage 800 Euro/qm gespart werden, in Frankfurt sogar 1.300 Euro/qm. Für die Studie seien Anfragen für 14 Städte und ihre jeweiligen Umlandregionen analysiert worden, die von 2011 bis 2016 bei Immowelt eingegangen seien. Ungeachtet des großen Interesses am Umland sei aber auch die Nachfrage innerhalb der großen Städte größtenteils unverändert stark.

Berlin baut weniger als nötig

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.5.schreibt, wurden in Berlin im Jahr 2016 nach Angaben der Bauaufsichtsbehörden 13.659 Wohnungen fertiggestellt. Das seien 27,4 % mehr als im Jahr 2015, doch das Ziel des Berliner Senat von 20.000 Wohnungen per anno sei damit nicht erreicht worden. 10.781 der Wohnungen seien neu gebaut worden (+ 23,5 % gegenüber dem Vorjahr). In Bestandsgebäuden seien 2.878 Wohnungen (+ 44,6 %) hinzugekommen. Die meisten Wohnungen seien in Treptow-Köpenick, Mitte und Pankow entstanden.

Rückgang bei Baufertigstellungen in Hamburg

In Hamburg sind im vergangenen Jahr 7.722 Wohnungen und damit 9,4 % weniger als im Jahr 2015 fertiggestellt worden, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.5. Allerdings steige die Zahl der Baugenehmigungen wieder an. So melde Statistik Nord mit 10.736 genehmigten Wohnungen einen Zuwachs von 24 % gegenüber 2015, die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) nenne 12.471 Baugenehmigungen, was ein Wachstum um 30 % darstelle.

Überregulierung behindert den Mittelstand

Die Innovationskraft mittelständischer Immobilienunternehmen ist infolge Überregulierung verbesserungswürdig, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.5. Das sei das Ergebnis einer Kurzstudie von Prognos, die beim Immobilienkongress Bundesverband der Freien Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) 2017 in Berlin vorgestellt worden sei. 1992 habe die Innovatorenquote noch bei 53 % gelegen, Ende 2014 hingegen nur noch bei 37 %. Das größte Hemmnis sei die Bürokratie mit ihren starren Regelwerken. Die zunehmende Gründung von Proptechs mache jedoch Hoffnung, dass die Innovationskraft wieder zunehmen werde. Auch die Anwendung von Building Information Modeling (BIM) weise auf einen Innovationschub hin.

Innovationsbarometer zeigt Nachholbedarf

Die Immobilienbranche erwartet für die Zukunft einen erheblichen Anpassungsbedarf, unter anderem infolge der neuen Technologien, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.5. Laut dem zweiten Innovationsbarometer des Real Estate Management Institute und Real I.S. sähen viele Akteure jedoch keinen akuten Handlungsbedarf. Eine Veränderung der Geschäftsmodelle sei bisher nicht absehbar, lediglich technische Lösungen für die effizientere Gestaltung von Kommunikation und Prozessen seien übernommen worden. Um den Wandel nicht zu verschlafen, sei es jedoch wichtig, ihn aktiv zu gestalten. „Man setzt bei neuen Technologien in erster Linie auf die Digitalisierung und Verbesserung interner Prozesse, damit über Kostensenkungen die Wettbewerbsfähigkeit steigt“, sagt Jochen Schenk von Real I.S., wie HAUFE.DE am 9.5. schreibt. Dazu komme ein gesunkener Konkurrenzdruck wegen des Ausscheidens von Markteilnehmern infolge der Regulierung durch Basel III. Acht bis zehn Jahre liege die Immobilienbranche hinter dem Digitalisierungstrend zurück, sagt Hanspeter Gondring von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) laut einem weiteren Artikel in der IMMOBILIEN ZEITUNG vom 26.5. Um dem entgegenzuwirken, führe die DHBW im Herbst dieses Jahres das Wahlfach ‚Digitalisierung/Innovation Immobilien‘ im Studiengang BWL Immobilienwirtschaft ein.

Erleichterungen für Makler verabschiedet

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.5. schreibt, hat der Bundestags-Finanzausschuss im Rahmen der nun verabschiedeten Änderungen des Geldwäschegesetzes festgelegt, dass für Makler eine Überprüfung auf mögliche Geldwäsche erst dann erforderlich werden soll, wenn der Kunde ernsthaft am Erwerb des Objekts interessiert sei und nicht, wie bislang, schon bei Abschluss des Maklervertrags. Die neue Lösung sei „angemessen und bedeutet weniger Bürokratie für unsere Berufsgruppe“, sage Jürgen Michael Schick vom IVD. Das novellierte Geldwäschegesetz solle am 27. Juni in Kraft treten.

Asbest ist immer noch ein Thema

Die Entsorgung von asbesthaltigen Baumaterialien beschäftigt die Branche noch immer, schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 26.5. Man könne davon ausgehen, dass in vielen Gebäuden, die vor 1995 errichtet worden seien, Asbest zu finden sei, sage Markus Ruf von TÜV Rheinland. Deshalb sei es bei Umbau- und Sanierungsmaßnahmen wichtig, Experten hinzuzuziehen und bei Verdacht Labortests durchführen zu lassen, um eine Gefährdung der Bewohner auszuschließen.

Welche Mittelstädte sind die attraktivsten?

Laut einer Untersuchung der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) und der DI-Gruppe sind für die Attraktivität von Mittelstädten für Einzelhandel und Gastronomie fünf Eckpunkte zentral: Einwohnerentwicklung, Kaufkraftentwicklung, Einzugsgebiet, Zentralität und Mietpreisniveau. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.5.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Offene Immobilien-Publikumsfonds verbessern Vermietungsquote

Scope zufolge hat sich die durchschnittliche Vermietungsquote der 14 aktiven offenen Immobilien-Publikumsfonds im Jahresvergleich weiter verbessert, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.5. Sie liege mittlerweile bei 94,6 % (gewichtet nach dem Fondsvermögen) und damit knapp einen Prozentpunkt höher als im Vorjahr. Die besten Vermietungsquoten wiesen der Uni-Institutional German Real Estate (99,1%) und der Leading Cities Invest (97,7 %) auf. „Die aktuelle Erhöhung der Vermietungsquote geht weitestgehend auf reale Faktoren, nämlich auf die erhöhte Vermietungsnachfrage und auf Portfoliobereinigungen, und nicht auf eine Erhöhung der Objekte im Status der Sanierung zurück“, sage André Fischer von Scope.

Steigern Versicherer ihre Immobilienquote?

Vor dem Hintergrund der steigenden Preise von Gewerbeimmobilien und entsprechend sinkender Renditen überprüfen die Versicherungen ihre Immobilienanlagestrategien, schreibt HAUFE.DE online am 26.5. Hinsichtlich der Nutzungsarten zeichne sich ein Trendwechsel ab, zumal bei Büros die Verkäufe die Käufe überwögen, während das Interesse an Hotels ungebrochen groß sei. Neben Direktinvestments kämen auch Beteiligungsvehikel zum Einsatz. So habe der Vermögensverwalter Warburg-HIH Invest Real Estate für institutionelle Anleger wie Versicherungen insgesamt knapp sechs Mrd. Euro in Gewerbeimmobilien investiert. Investiert werde zu über 75 % überwiegend in Büros, Einzelhandelsobjekte und Hotels. Einer Umfrage von EY Real Estate zufolge könnte die Immobilienquote der Assekuranzen bis Jahresende im Schnitt auf gut 10 % steigen. „Lebensversicherungen dürfen bis zu 25 % ihres Anlagekapitals in Immobilien stecken“, sage Dietmar Fischer von EY Real Estate.

Versicherer veröffentlichen Solvenzquoten

Die BÖRSEN ZEITUNG und das HANDELSBLATT am 23.5. schreiben über die kürzlich vorgelegten Solvenzberichte der deutschen Versicherer. Laut der neuen Kennzahl zur Zahlungsfähigkeit in extremen Krisenfällen sei keine Versicherung massiv anfällig, bei vielen müssten sich weder Kunden noch Aufseher Sorgen machen. Doch die Bandbreite der Ergebnisse sei groß. Die Finanzaufsicht BaFin wolle sich nun einen Überblick über die gemeldeten Quoten verschaffen und in gut zwei Wochen auf aggregierter Ebene eine Einschätzung zum Stand der Branche vermelden, um im Verlauf des Sommers detaillierter quantitativ und qualitativ Stellung zu nehmen.

Ausnahmen für Immobilien-Crowd-Projekte sollen bestehen bleiben

Wie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 20.5. schreibt, hat sich die Regierungskoalition im Bund auf ein Gesetz mit neuen Regelungen für Crowdinvesting verständigt. So solle etwa dem Koalitionsvorschlag zufolge der Chef einer Plattform nicht zugleich eine Firma leiten dürfen, die auf dieser Webseite um Anleger buhlt. Für Schwarmfinanzierer von Immobilien-Crowd-Projekten sollten mehrere Ausnahmen gelten, etwa, dass sie bis zu einer bestimmten Höhe der Anlagesumme keinen Prospekt veröffentlichen müssten. Die Koalition habe sich darauf geeinigt, die Immobilienprojekte bis Anfang 2019 zu beobachten und dann die Notwendigkeit strengerer Regeln erneut zu prüfen.

TH Real Estate legt Logistik-Spezialfonds auf

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.5. schreibt, hat TH Real Estate mit dem ‚German Logistics Fund II‘ (Glof II) einen vierten Spezialfonds für Logistikgebäude gestartet. Institutional Investment Partners (2IP) fungiere als Kapitalverwaltungsgesellschaft. Über den neuen Spezial-AIF, der sich an sich an deutsche institutionelle Investoren richte, sollten Investitionen in Höhe von mehr als 300 Mio. Euro realisiert werden. Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG in einem weiteren Artikel am 26.5. schreibt, ist das verwaltete Eigenkapitel in offenen Spezialfonds laut der BVI Investmentstatistik zum Stichtag 31. März 2017 binnen eines Jahres um 17 % und damit besonders deutlich gestiegen.

Hemsö gibt zum zweiten Mal Anleihe aus

Hemsö hat im Rahmen des EMTN-Programms des Unternehmens 35 Mio. Euro emittiert, schreibt DIE IMMOBILIE online am 24.5. Die Anleihe habe eine Laufzeit von 15 Jahren mit einer Kreditmarge von 0,8 % über dem mittleren Swapsatz und einen festen jährlichen Nominalzins von 1,8 %.

2IP setzt auf Digitalisierung und Unabhängigkeit

Über das Geschäftsmodell- und die Philosophie von Institutional Investment Partners (2IP), der marktführenden unabhängigen Immobilienplattformen für institutionelle Anleger, schreibt die BÖRSEN ZEITUNG am 26.5. Die Trennung von Kapitalverwaltungsgesellschaft und Immobilien-Assetmanagement, die das Unternehmen als eins der ersten eingeführt habe, erlaube es der KVG, unabhängig von Managerinteressen und im Sinne der Investoren zu handeln. Das Assetmanagement werde in Absprache mit den Kunden extern vergeben. Transparenz sei dabei besonders wichtig und könne durch eine starke Digitalisierung der Geschäftsprozesse erreicht werden. „Unsere vertikale Datenkette verläuft vom Einzelobjekt mit seinen Mietern bis zum Investor“, erkläre Jörg Homann von 2IP. So wisse letzterer stets, wie zufrieden der einzelne Mieter sei, und könne sein Objekt besser einschätzen. Auch verkürze die starke Digitalisierung die Transaktionszeiten. Vor dem Hintergrund des Eigenmittelstandards Solvency II würden optimierte Datenflüsse immer wichtiger.

Warburg-HIH Invest Real Estate investiert in Lebensmittelmärkte

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.5. schreibt, setzt die Hamburger Fondsgesellschaft nun neben Büro- und Hotelimmobilien auch auf Nahversorger als dritten Investitionsschwerpunkt. Für den im Mai 2017 aufgelegten Fonds mit Nahversorgern habe Warburg-HIH Invest Real Estatein Usingen, Halver und Hamburg-Fischbek für rund 70 Mio. Euro die ersten drei Objekte gekauft. Das Retail-Team von Warburg-HIH Invest Real Estate umfasse inzwischen fünf Personen. „Wir haben das Thema bei uns im Haus wirklich strategisch aufgebaut“, sage Hans-Joachim Lehmann von Warburg-HIH Invest Real Estate.

VERSCHIEDENES

Wohnprojekt in Berlin-Tiergarten gestartet

Diamona & Harnisch hat für das Projekt ‚Genthiner40′ die Baugenehmigung erhalten, schreibt DER TAGESSPIEGEL am 20.5. Auf dem Grundstück in Berlin-Tiergarten sollten bis zum Sommer 2019 drei Gebäudeteile mit jeweils sieben Etagen entstehen, die Raum für 113 Wohnungen und eine Gewerbeeinheit böten. 40 % der zwischen 31 qm und 170 qm großen Wohnungen seien bereits verkauft. Unweit entfernt lasse Diamona & Harnisch mit dem ‚Carré Voltaire‘ weitere 127 Wohnungen entstehen. Alexander Harnisch von Diamona & Harnisch sagt laut eigener Mitteilung des Unternehmens am 22.5., er schätze die Dynamik des Standortes: „Ausgehend vom Gleisdreieckpark entstehen zurzeit rund um die Kurfürstenstraße etwa 600 Neubauwohnungen sowie neue Gastronomie- und Einzelhandelsflächen. Diese Dynamik gefällt sowohl den ortsansässigen als auch vielen ausländischen Interessenten.“

Wohnen in einem Stück Berliner Geschichte

Ein Großteil der Wohnungen in zwei Wohnblocks im Stil des Sozialistischen Klassizismus am Strausberger Platz, die die Skjerven Group restauriert hat, sind mittlerweile verkauft, berichtet die BZ online am 24.5. Wer eine Wohnung erwerbe, erhalte ein Stück Berliner Geschichte. Die Wohnungen kosteten 4.600 Euro/qm, wenn sie unbewohnt, bzw. 4.400 Euro/qm, wenn sie vermietet seien. Finanziert worden sei das rund eine Mio. Euro teure Projekt nicht nur über Banken, sondern auch mit Unterstützung der Crowdinvesting-Plattform iFunded, womit es eines der ersten Berliner Projekte gewesen sei, die auf diesem Weg finanziert worden seien.

Nachhaltige Wertsteigerungen dank aktivem Assetmanagement

Andreas Muschter von Commerz Real spricht im Interview mit der FAZ vom 26.5. über seine Einschätzung der derzeitigen Entwicklungen am Immobilienmarkt und die voraussichtlichen Folgen der Digitalisierung für die Branche. Hohe Transaktionsvolumina seien das Ergebnis eines funktionierenden, weil liquiden Immobilienmarktes, doch stabile, nachhaltige Wertsteigerungen ließen sich nur durch klassisches aktives Assetmanagement erzielen. Ungeachtet der Bedenken mancher Beobachter sei nicht damit zu rechnen, dass die Immobilienpreise in Deutschland in absehbarer Zeit signifikant sinken würden, zumal die Wirtschaftsdaten in Deutschland stabil seien und die Nachfrage hoch.

in-Win-Situation für Senioren und Investoren

Zu einer guten Altersvorsorge kann unter Umständen auch der Verkauf des Wohneigentums bei Renteneintritt gehören, schreibt Otto Kiebler von HausplusRente in der €URO AM SONNTAG vom 20.5. Wohneigentum garantiere zwar wirtschaftliche Unabhängigkeit, doch sei das Kapital gebunden. Der Verkauf der Immobilie in Form einer Verrentung sei eine gute Alternative. Hier gebe es verschiedene Möglichkeiten: So könne man das Eigentum verkaufen und zurückmieten, wobei eine Kündigung wegen Eigenbedarfs ausgeschlossen werde. Der Kaufpreis könne, anstatt auf einmal gezahlt zu werden, als monatliche Leibrente ausgezahlt werden, oder man nutze das Nießbrauchrecht. In diesem Fall werde die Immobilie gegen Einmalzahlung verkauft, doch der Verkäufer behalte das Recht, diese lebenslang zu nutzen.

Edeka beliefert ganz Berlin mit Online-Einkäufen

Edeka beliefert Kunden in ganz Berlin mit frischen Lebensmitteln, berichtet DIE WELT am 23.5. Die Berliner Kunden werden von einem Lebensmittellager in Schönefeld aus beliefert. In Stuttgart versorgt Edeka bereits seit Kurzem mittels Deutschlands erster Abholbox im Hauptbahnhof seine Kunden, worüber das HANDELSBLATT online am 3.4. berichtete.

RAINER ZITELMANN

Dr. Dr. Rainer Zitelmann www.rainer-zitelmann.de

Zitat der Woche

„Leute, die keine Einwände haben, sind nicht wirklich engagiert. Sie werden nichts kaufen, denn sie sind nicht einmal interessiert genug, um sich Gedanken über den Preis zu machen, Beweise für die Qualität des Produkts zu verlangen oder Zweifel zu äußern, ob sie das Angebot brauchen.“

Tom Hopkins, amerikanischer Verkaufstrainer und Autor

Wenn Sie jemanden überzeugen wollen, dann freuen Sie sich über Einwände und Widerspruch. Das Schlimmste ist, wenn jemand zuhört, Ihnen scheinbar zustimmt, dabei immer nickt und Sie bestätigt: Dieser „Jasager“ möchte Sie durch seine nach außen zur Schau gestellte Zustimmung so rasch wie möglich loswerden. Er denkt gar nicht daran, sich von Ihnen überzeugen zu lassen oder Ihnen etwas abzukaufen. Er gibt Ihnen keine faire Chance, weil er seine starken Zweifel für sich behält, statt sie auszusprechen. Solche Menschen müssen Sie aus der Reserve locken und dazu bringen, ihre Einwände zu äußern, sonst haben Sie keine Chance. Wenn der Kunde dagegen seine Einwände ausspricht, seien Sie froh! Lassen Sie ihn unbedingt ausreden. Unterbrechen Sie ihn auf keinen Fall! Fragen Sie, ob er weitere Einwände, Fragen und Kritikpunkte vorzubringen hat. Erst wenn er alle geäußert hat, dürfen Sie auf diese Punkte eingehen. Stellen Sie sicher, dass es Ihnen wirklich gelungen ist, die Einwände zu entkräften, und fragen Sie den Kunden, ob er Ihnen zustimmt und seine Fragen beantwortet sind.

140 weitere Zitate und Kommentare finden Sie in dem Buch „Worte des Erfolges“ von Dr. Dr. Rainer Zitelmann. Bestellen Sie das Buch bei info@pb3c.com

Termine

Deutscher Immobilientag 3.0

Brigitte Zypries, Barbara Hendricks, Christian Lindner und Christoph Keese auf dem größten Branchen-Event des Jahres

Event: „Der Deutsche Immobilientag 3.0 wird zum größten Branchen-Event des Jahres. Wir vernetzen mehr Top-Profis miteinander als jeder andere in der Branche und öffnen uns einem breiteren Publikum. Mit internationaler Unterstützung setzt das Event Impulse in der Branche und wird so zum Trendsetter in der digitalen Immobilienwelt.“ Mit diesen Worten kündigt der Präsident des Immobilienverbandes IVD, Jürgen Michael Schick, den zweitägigen Kongress des Verbandes am 1. und 2. Juni 2017 im Berlin Congress Center (bcc) an. Der Deutsche Immobilientag mit dem Titel ‚Die Zukunft der Immobilienbranche: smart – digital – vernetzt‘ wurde vom IVD neu konzipiert und wird neue Maßstäbe setzen.

Zielgruppen: Erstmals richtet sich der Deutsche Immobilientag nicht nur an Unternehmer und Inhaber, sondern auch an deren Angestellte und Mitarbeiter. Die Teilnahme ist dieses Jahr erstmalig kostenfrei. Der IVD rechnet mit mehr als 1.000 Besuchern.

Themen: „Zum ersten Mal bietet der IVD auf dem Deutschen Immobilientag 2017 umfangreiche Fortbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiter an. In sieben Parallelpanels können sich die Teams kostenfrei zu Verwalter-, Sachverständigen-, Online-Marketing- und PR-Themen weiterbilden. Von den Schriftformerfordernissen in der WEG über die Immobilienbewertung in der Niedrigzinsphase bis hin zur Online-Werbung mit Google und einem Workshop ‚Pressetexte und PR-Botschaften‘ werden allen Teilnehmern hochwertige Seminare, Workshops und Panels angeboten“, sagt Schick.

Auf der begleitenden Fachausstellung werden 60 Unternehmen und Institute ihre Produkt- und Dienstleistungsangebote für Immobilienprofis präsentieren.

Termin: Der Deutsche Immobilientag 3.0 findet am 1. und 2. Juni im Berlin Congress Center (bcc) statt. Das Programm, weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter www.deutscher-immobilientag.de

IREBS Immobilienakademie
BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Basisseminar: Projektentwicklung

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an (neue) Mitarbeiter von Projektentwicklern / Bauträgern / Projektsteuerern, Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (v. a. jene, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Mitarbeiter von Generalunternehmern / Bauunternehmen. Wenn Sie mehr als drei Mitarbeiter Ihres Unternehmens anmelden, erhalten Sie ab dem vierten Mitarbeiter einen Rabatt von 30 %. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

Referenten: Dr. Philipp Feldmann (Cilon GmbH) und Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer. Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Am ersten Tag werden folgende Themen behandelt: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen, Definition, klassische Aufgaben); idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte); der Markt für Projektentwickler (Typen, Strategien, Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse, Wettbewerbsanalyse, Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ bis hin zur dynamischen Developer-Rechnung). Am zweiten Tag geht es um Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht, Grundstücksanalyse, Untersuchungen vorhandener Bausubstanz); Planungskonzepte (Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung, Bildung von Gebäudemodellen, Gebäudeplanung); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI, Baukostenplanung in der Projektentwicklung, Rahmenterminplanung); Management von Bauprojekten (Projektanalyse als Einstieg, Projektorganisation, Leistungsbilder).

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 31. Mai und 1. Juni im The Westin Grand Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung Intensivseminar: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobiliensteuerrecht (Schwerpunkt Grunderwerbsteuer- / Grundsteuer-Reform)

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Rechtsanwälte / Steuerberater und Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, wird zum 14. Mal durchgeführt und bekam stets Bestnoten von den Teilnehmern. Es können beide Tage einzeln oder auch zusammen gebucht werden.

Referenten: Hans-Joachim Beck, Vorsitzender Richter Finanzgericht Berlin-Brandenburg a. D. / Leiter Abteilung Steuern IVD und Dr. Kai Tiede, Richter am Finanzgericht Berlin-Brandenburg

Themen: Dieses Mal werden zwei besonders wichtige und aktuelle Themen behandelt. Am ersten Tag werden die Reform der Grundsteuer (die Systematik der Grundsteuererhebung und die Bewertung der Grundstücke) und die geplante Reform der Grunderwerbsteuer (Überblick über die der Grunderwerbsteuer unterliegenden Erwerbsvorgänge und die aktuelle Rechtsprechung zur Grunderwerbsteuer, Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer, Grunderwerbsteuer bei Share Deals – die derzeitigen Regelungen sowie Fragen wie: Unter welchen Voraussetzungen wird derzeit Grunderwerbsteuer ausgelöst, wenn Anteile an grundbesitzenden Gesellschaften übertragen werden? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, um solche Anteile ohne Belastung mit Grunderwerbsteuer zu übertragen? Welche Steuerbefreiungen können in Anspruch genommen werden? Wie wird der Grundstückswert ermittelt? Welche Änderungen für Share Deals werden derzeit diskutiert? Wie kann in Verträgen bei Forward-Deals vorbeugend auf mögliche geplante Änderungen reagiert werden?) behandelt. Auch geht es um die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen bzgl. Wohnimmobilienkreditrichtlinie, aktuelle Rechtsprechung zum Immobiliensteuerrecht und aktuelle Verwaltungsanwei­sungen zum Immobiliensteuerrecht. Am zweiten Tag geht es um die Einkommensteuer (Anschaffung eines Grundstücks, Vermietung des Grundstücks, Modernisierung, Gewerblicher Grundstückshandel, Verlustausgleichsbeschränkung (§ 15 b EStG), Erhöhte Absetzungen bei Immobilien unter Denkmalschutz und im Sanierungsgebiet, Finanzierungskosten, Geschlossene Fonds, um den § 23 EStG – Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften, u, die Gewerbesteuer (die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 GewStG)), die Umsatzsteuer (Das Prinzip der Umsatzsteuer, Vermietung des Grundstücks, aktuelle Probleme bei der Aufteilung der Vorsteuern, Veräußerung eines Grundstücks, § 13 b UStG, reverse charge) und die Erbschaft- und Schenkungsteuer (Bewertung des Grundbesitzes, Verschonung des Betriebsvermögens, sachliche Befreiung für das Familienwohnheim, gemischte Schenkung, Kritik des BVerfG und geplante Änderungen). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 19. und 20. Juni im Maritim Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de