KOMMENTAR AM MONTAG

Innovative Logistikkonzepte sind essenziell für die Stadtentwicklung

Andreas Fleischer SEGRO GERMANY

Einerseits ist der Wohnraummangel in den deutschen Großstädten eklatant. In Berlin wurden beispielsweise 2016 nur knapp 10.800 Wohnungen fertiggestellt, während die Bundeshauptstadt Jahr für Jahr um etwa 48.700 Einwohner wächst. Für die Kommunen ist die Flächenvergabe für Wohnbauprojekte bei der begrenzten Anzahl an innerstädtischen Grundstücken eine genauso schwierige wie verantwortungsvolle Aufgabe. Andererseits ist auch die Konzeption moderner Logistikeinheiten ein zentrales Element der Stadtentwicklung. Bei der Flächenvergabe darf dies keinesfalls außer Acht gelassen werden.

Wichtigster Treiber der Logistikbranche ist der E-Commerce, der hierzulande jährlich im zweistelligen Prozentbereich wächst. Das bedeutet, dass immer größere Warenströme in immer kürzerer Zeit ihren Weg zu den Endkunden finden müssen. Die effiziente Versorgung der sogenannten letzten Meile gewinnt zunehmend an Bedeutung. Um dies zu bewerkstelligen, sind neben den klassischen randlagigen Distributionszentren auch immer mehr stadtnahe Gewerbeparks sowie innerstädtische City-Logistik-Objekte nötig. Die unabhängige Ratingagentur Scope hat ermittelt, dass sich der Bedarf an modernen Lagerflächen bis 2025 verdoppeln wird.

Die Projektentwickler von Logistikobjekten sind sich der schwierigen Lage der Bauämter bewusst und reagieren auf die Flächenknappheit mit neuartigen Konzepten. Dazu gehört einerseits die Revitalisierung ungenutzter Industriebrachen im Rahmen einer konsequenten Innenraumverdichtung, wie sie beispielsweise im CityPark in der Kölner Vitalisstraße im Stadtteil Bickendorf geplant ist. Dort wird auf insgesamt elf Hektar Fläche eine ehemalige Produktionsanlage der Firma Herbol/AkzoNobel revitalisiert. Andererseits ist der Schritt in die Höhe unumgänglich, um die begrenzten innerstädtischen Grundstücke optimal zu nutzen: Vor Kurzem wurde in München-Daglfing die erste Multi-Level-Logistikeinheit Deutschlands mit separat befahrbarer Außenrampe an den Nutzer übergeben. Diese Immobilienlösung nach asiatischem Vorbild wird sich zukünftig hierzulande immer stärker durchsetzen.

Mehrwerte für die Umgebung

Intelligente Logistikkonzepte können außerdem die Verkehrsinfrastruktur stärken. Die drohende Überlastung des Straßennetzes ist eines der relevantesten Probleme für die Zukunft der deutschen Metropolen. Vor allem die zentralen Knotenpunkte gilt es zu entlasten. Die Entwicklung kleinteiliger, feingliedriger und dezentraler Logistikflächen in den innerstädtischen Gebieten sorgt dafür, dass der Lieferverkehr auf weniger stark frequentierte Routen umgeleitet wird. Eine konsequente Anbindung der Immobilien an den öffentlichen Personennahverkehr sorgt zudem für eine Abnahme des Pendlerverkehrs mit Pkw zu den Objekten selbst. Zukünftig werden die Kurier-, Express- und Paketdienstleister (KEP) ihren Fuhrpark zunehmend auf schadstoffarme Elektrofahrzeuge umrüsten und auch alternative Liefermethoden, beispielsweise mit E-Bikes oder Ziehhilfen, stärker integrieren. Die konsequente Zusammenarbeit zwischen den Projektentwicklern, den Logistikdienstleistern und den Kommunen ist deshalb ein wichtiger Schritt, um der Verkehrsproblematik Herr zu werden.

Ebenfalls können Multi-Use- und Mischkonzepte für eine Aufwertung der angrenzenden Umgebung sorgen und zur Quartiersentwicklung beitragen. Ein Mietermix aus Betrieben verschiedener Branchen wie KEP-Dienstleistern, produzierendem Gewerbe und Onlinehändlern kann einen Standort um eine Vielzahl attraktiver Jobperspektiven im Dienstleistungs- und Produktions- wie auch im Forschungs- und Entwicklungssektor ergänzen, wie das Beispiel des CityParks Düsseldorf im Stadtteil Flingern-Süd zeigt. Dieser Wirtschaftsfaktor darf nicht unterschätzt werden, schließlich verursacht die anhaltende Urbanisierung nicht nur einen steigenden Bedarf nach Wohnraum, sondern auch nach Arbeitsplätzen. Hinzu kommt, dass eine Kommune von steigenden Gewerbesteuern finanziell profitiert, da es sich bei den Mietern häufig um lokale kleine und mittlere Unternehmen (KMU) handelt.

Zum anderen sollte ein moderner Gewerbepark einen Mehrwert für Anwohner schaffen -beispielsweise in Form einer Kindertagesstätte, Kantine sowie von Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Beispielsweise existieren im CityPark Düsseldorf eine Boulderhalle und ein Trampolinpark, die von der Innenstadt aus in wenigen Minuten zu erreichen sind. Und wenn die Ladesäulen für die Elektrofahrzeuge der KEP-Dienstleister für die Öffentlichkeit erreichbar bereitgestellt werden, wird zudem die städtische Infrastruktur gestärkt.

Es lohnt ein Blick über den Ärmelkanal nach London, wo für innerstädtische City-Logistik-Objekte aktuell Immobilienkonzepte realisiert werden, die sowohl Logistikeinheiten als auch Wohnraum vorsehen. Ich sehe darin eine wichtige Zukunftslösung für die Metropolregionen. Denn solche Projekte zeigen, dass sich Wohnen und Logistik nicht ausschließen – vielmehr können und sollen sie einander ergänzen.

Dieser Artikel erschien bereits in der KOMMUNAL 01-02/2018.

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MARKT-NEWS

Blick in die Glaskugel

Über die Frage, wie lange die nunmehr schon mehr als zehn Jahre andauernde Hochkonjunktur am Immobilienmarkt noch anhalten wird, schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 5.1. Nach Einschätzung des ZIA sei ungeachtet des hohen Preisniveaus mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Gründe dafür seien die immer noch historisch niedrigen Zinsen für Baugeld, die gute Wirtschaftslage und der hohe Anlagedruck. Gerade vermögende Anleger aus dem Ausland seien an Immobilien in deutschen Metropolen nach wie vor interessiert. Zudem halte der Trend zur Bevölkerungskonzentration in Ballungsregionen an und werde sich nach Einschätzung von Martin Müller von der KfW auch weiter fortsetzen. Auch vonseiten Empirica rechne man mit weiteren Preisanstiegen. Allerdings würden diese infolge einer leichten Verstärkung der Bautätigkeit und einer Abnahme der Zuwanderung von Flüchtlingen im Vergleich zu den Vorjahren etwas langsamer ausfallen. In einigen Städten wie München, Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Freiburg, Ingolstadt und Landshut könne es auch zu Rückschlägen kommen, da die Käufer dort weiter auf steigende Preise hofften, obwohl sich diese fundamental nicht mehr rechtfertigen ließen. Hinsichtlich der Mieten gehe der IVD davon aus, dass sich deren Ansteigen in den Regionen mit Wohnraummangel infolge verstärkten Neubaus etwas verlangsamen werde.

Sondierungsgespräche ohne Sachverständige für Wohnthemen

In der Beratungsgruppe ‚Kommunen/Wohnungsbau/Mieten/ländlicher Raum‘ für die Sondierungsgespräche zu einer möglichen großen Koalition sind keine ausgewiesenen Wohnungsexperten der jeweiligen Parteien vertreten. Das berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 4.1. online.

Maßnahmenflexible Klimaschutzregeln gefordert

Darüber, wie die nächste Bundesregierung das Regelwerk für die Energieeffizienz von Gebäuden sinnvoll reformieren könnte, schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 5.1. Dies sei geboten, da ab 2021 alle EU-Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet seien, alle neuen Immobilien als klimafreundliche ‚Niedrigstenergiegebäude‘ zu errichten. Nach Ansicht der Immobilienwirtschaft sollte die Politik diesen Spielraum nutzen, um die Anforderungen auf dem Niveau der derzeit gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) zu belassen, da eine weitere Verschärfung klimaschutztechnisch wenig effektiv wäre, die Baukosten aber deutlich steigen lassen würde. Sinnvoller sei es, in das reformierte Gebäudeenergiegesetz eine Verpflichtung zur Ausweisung der CO2-Emissionen aufzunehmen, um ein Bewusstsein für die Klimaschutzwirkung der unterschiedlichen Maßnahmen zu schaffen, wie es der GdW vorschlage. Auch ließe sich die Förderung energetischer Bau- und Sanierungsmaßnahmen durch die KfW-Bank dahingehend verbessern, dass nicht mehr die Maßnahmen am stärksten gefördert würden, die die meiste Energie einsparten, sondern jene, die die größte Klimaschutzwirkung erzielten. So ließen sich Anreize für CO2-Einsparungen schaffen, ohne die Bauherren und Eigentümer bei der Wahl der dazu eingesetzten Maßnahmen einzuschränken.

Steigender Umsatz, kleinteilige Transaktionen

Auf dem deutschen Wohninvestmentmarkt sind im Jahr 2017 Dr. Lübke & Kelber zufolge 16,4 Mrd. Euro (+ 18 %) und laut CBRE 15,2 Mrd. Euro (+ 11 %) umgesetzt worden, schreibt THOMAS DAILY am 5.1. BNPPRE habe 14 Mrd. Euro (+ 4 %) errechnet. Der größte Anteil des Umsatzes sei auf Transaktionen mit weniger als 2.000 Wohnungen entfallen. Die Volumen der Forward Deals sei auf über vier Mrd. Euro gestiegen.

B-Städte werden immer beliebter

Infolge der Preissteigerungen haben Wohnungsinvestoren Lübke & Kelber zufolge im Jahr 2017 verstärkt in Standorte jenseits der Top-7-Städte investiert, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 5.1. Auf die sieben deutschen Metropolen seien 30 % der insgesamt etwa 116.000 gehandelten Wohnungen entfallen, was rund fünf Prozentpunkte weniger als im Vorjahr seien. Ihr Anteil am Gesamtumsatzvolumen habe mit 6,9 Mrd. Euro infolge der Preisanstiege erneut etwa 40 % betragen. Das Ausweichen in B-Städte sei aber nur begrenzt sinnvoll, denn, wie Ulrich Jacke von Lübke & Kelber sage: „Der allgemeine Preisanstieg zeigt sich mittlerweile in der gesamten Marktbreite.“

Gefangen in der großen Wohnung

Über das Phänomen, dass immer mehr Haushalt aufgrund der starken Mietsteigerungen der letzten Jahre nicht umziehen können, schreibt die FAZ am 5.1. Ein vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der LEG erstelltes Gutachten zeige, dass oft die Gesamtmiete nach einem Umzug in eine kleinere Wohnung infolge der gestiegenen Quadratmetermietpreise höher sei, sodass ein Umzug unattraktiv oder nicht finanzierbar sei. Im städtischen Raum gebe es knapp 1,3 Mio. Ein- und Zweipersonenhaushalte in Wohnungen mit vier oder fünf Zimmern. Oft seien die Betroffenen damit selbst unzufrieden, habe eine Befragung von Berlinovo unter 800 Berlinern gezeigt. Gut 60 % der Befragten würden gern in einer kleineren Wohnung leben, was hochgerechnet heiße, dass mehr als 200.000 Wohnungen ab 100 qm in Berlin frei werden könnten, zögen ihre Bewohner tatsächlich um. Um dieses Potenzial ausschöpfen zu können, sei aber ein entsprechendes Umzugsmanagement vonnöten. Entscheidend sei, den betreffenden Bewohnern nicht nur finanzielle Anreize und eine neue Wohnung in der Nähe der alten zu bieten, sondern auch praktische Hilfe beim Umzug und vor allem seelische Unterstützung, da es nicht leicht sei, eine mitunter seit Jahrzehnten vertraute Wohnung zu verlassen.

Darlehenshöhe für Sozialwohnungsbau erhöht

Das Land Berlin will im Jahr 2018 den Bau von 3.500 Sozialwohnungen fördern, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 3.1. online. Die Darlehenshöhe sei erhöht worden, um den gestiegenen Bau- und Grundstückskosten Rechnung zu tragen, und belaufe sich jetzt auf max. 91.000 Euro pro geförderter Wohnung oder 1.300 Euro/qm. Der Förder- und Bindungszeitraum bzw. die Zinsfreiheit sei von 20 Jahre auf 30 Jahre erhöht worden.

London bleibt attraktiv

Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 30.12. schreibt, ist das Interesse ausländischer Investoren an Londoner Gewerbeimmobilien trotz der durch den Brexit bedingten Unsicherheit und des hohen Preisniveaus ungebrochen. Die erste Zinserhöhung der Bank of England habe keine Auswirkungen auf den Immobilienmarkt gehabt. Vor dem Hintergrund der sich verbessernden Fundamentaldaten sei die Preisentwicklung Invesco Real Estate zufolge als nachhaltig einzuschätzen. Die Gesamtrendite britischer Immobilien habe im Jahr 2017 Aberdeen Standard Investments zufolge bei 7,1 % gelegen, wobei die einzelnen Assetklassen allerdings deutlich voneinander abwichen. So seien mit Einzelhandelsimmobilien nur 5,1 % zu erzielen gewesen, während Hotels 9,1 % und Industrieimmobilien 12,9 % eingebracht hätten. Am Londoner Wohnimmobilienmarkt habe sich Ende des Jahres 2017 eine Trendwende abgezeichnet. Nachdem die Mieten über 18 Monate hinweg gesunken seien, seien sie im November 2017 den zweiten Monat in Folge wieder gestiegen.

Gewerbetransaktionen auf hohem Niveau

Die Transaktionen deutscher Gewerbeimmobilien haben im Jahr 2017 den höchsten Stand seit 2007 erreicht, berichten die BÖRSEN ZEITUNG und DIE WELT am 5.1. Das Transaktionsvolumen habe nach Angaben von CBRE, BNP Paribas Real Estate und Colliers zwischen 57 Mrd. Euro und 58 Mrd. Euro gelegen. Fast die Hälfte des Volumens sei auf ausländische Investoren entfallen. Büros hätten mit rund 40 % den größten Anteil ausgemacht, gefolgt von Einzelhandelsimmobilien mit 24 % und Logistikobjekten mit rund 16 %. CBRE zufolge sei bei Büros eine Verschiebung des Interesses in Richtung der Randlagen festzustellen, Immobilien mit Wertsteigerungspotenzial seien beliebter geworden. Für 2018 erwarte CBRE eine Zunahme des Interesses an Objekten in mittelgroßen Städten. Erneut sei ein Volumen von über 50 Mrd. Euro zu erwarten. In den Top-7-Städten sind GPP zufolge im Jahr 2017 insgesamt 30 Mrd. Euro in Gewerbeimmobilien investiert worden, und damit 4 % mehr als im Vorjahr, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 3.1. online.

Büromieten steigen weiter

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 4.1. online schreibt, sind in den Top-7-Städten im Jahr 2017 insgesamt 4,2 Mio. qm Bürofläche und damit 6 % mehr als im Jahr 2016 vermietet worden. Laut Colliers und CBRE stehe München mit etwa 980.000 qm an der Spitze, gefolgt von Berlin mit etwa 930.000 qm, Frankfurt mit etwa 710.000 qm und Hamburg mit etwa 630.000 qm. Die höchste Steigerungsrate sei in Berlin festgestellt worden, wo die Durchschnittsmiete um 17,5 % auf 19,15 Euro/qm und die Höchstmiete um 9,8 % auf 31,30 Euro/qm gestiegen sei. Vor dem Hintergrund der Angebotsknappheit sei damit zu rechnen, dass die Mieten weiter steigen oder jedenfalls nicht sinken würden.

Begehrte Toplagen

Dem Gewerbepreisspiegel 2017 des IVD zufolge sind die Nettokaltmieten für Ladenlokale in den Ia-Lagen deutscher Städte im Jahr 2017 um durchschnittlich 1,2 % gestiegen. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.1. online. „Der Einzelhandel in Deutschland läuft dank der starken Konjunktur und dem festen Arbeitsmarkt auf Hochtouren“, sage IVD-Präsident Jürgen Michael Schick: „Viele Händler können sich höhere Mieten leisten und strömen in die Toplagen.“ Die stärkste Steigerung habe der IVD in Ib-Lagen im Geschäftskern von Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern festgestellt, wo die Mieten im Schnitt um rund 9,3 % gestiegen seien. In den Ia-Lagen der Metropolen hätten sich die Mieten um rund 5 % erhöht.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Die Herausforderungen von Mifid II

Über die Herausforderungen, die Vertreiber und Anbieter von Immobilienfonds infolge des Inkrafttretens der neuen Marktrichtlinie Mifid II zu meistern haben, berichtet die BÖRSEN ZEITUNG am 3.1. Die wichtigste Neuerung sei die Verpflichtung des Vertriebs umfassenderer Kostentransparenz. Diese müssten nicht mehr nur vor der Zeichnung, sondern während der gesamten Laufzeit des Finanzinstruments offengelegt werden. Zudem müssten mehr Posten als bislang ausgewiesen werden, so sämtliche Transaktionskosten in Zusammenhang mit dem jeweiligen Immobiliengeschäft. Darüber, welche Kosten genau hierunter zu zählen seien, bestehe noch Rechtsunsicherheit. Die zweite wichtige Neuerung sei, dass die KVG verpflichtet würden, vor dem Vertriebsstart ihres Produktes den sogenannten Zielmarkt zu bestimmen, d. h. anzugeben, für welche Investorengruppen genau das Produkt geeignet ist, und diese Zielmarktbestimmung der vertreibenden Bank in Form eines Dokumentes zur Verfügung stellen. Die dritte entscheidende Neuerung von Mifid II sei die Verschärfung der Pflicht zur Aufzeichnung der Kommunikation mit dem Investor. Diese betreffe alle denkbaren Kommunikationsmittel, jede Annahme, Übermittlung und Ausführung von Kundenaufträgen müsse aufgezeichnet werden. Unklar sei, wo die Grenze der Aufzeichnungspflicht liegt, etwa ob auch der Smalltalk ihr unterliege. Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 5.1. schreibt, kommen vonseiten des EU-Parlaments Forderungen, die Mifid II-Regeln für sogenannte systematische Internalisierer (SI), also etwa Investmentgesellschaften und Großbanken, noch einmal nachzubessern und so weitere Schlupflöcher zu schließen.

Entspannt in eine Zinswende

Nach Einschätzung der Marktteilnehmer wird eine kommende Zinswende für den deutschen Immobilienmarkt und seine Akteure keine gravierenden Auswirkungen haben, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) wie erwartet zuerst ihre Wertpapier-Ankaufprogramme auslaufen lässt und erst dann beginnt, die Leitzinsen zu erhöhen, womit frühestens Ende 2018 zu rechnen ist. Das schreibt die BÖRSEN ZEITUNG am 30.12. Ulrich Kater von der DekaBank zufolge werde die Immobilienkonjunktur durch ein anhaltendes Mietwachstum vor allem bei Spitzenobjekten gestützt: „Der weiter bestehende Spread zwischen Immobilienanfangsrenditen und zehnjährigen Bundesanleihen spricht weiter für die Immobilie“, habe Kater im Gespräch mit der BÖRSEN ZEITUNG gesagt. Thomas Meyer von Wertgrund rechne für die kommenden zwei bis drei Jahre mit einer anhaltend guten Wohnimmobilienkonjunktur. Für ihn sei eine Zinswende kein Grund zur Beunruhigung, da viel Eigenkapital im Markt und das Fremdkapital langfristig aufgenommen seien, so wie auch bei vielen seiner Wettbewerber. Zwar könne es durch einen Nachfragerückgang zu Preisrückgängen kommen, doch die positive Bevölkerungsentwicklung und der Wanderungstrend zu den Großstädten stützen die Nachfrage.

Real I.S. akquiriert für eine Milliarde Euro

Real I.S. hat im vergangenen Jahr Immobilien im Wert von einer Mrd. Euro akquiriert und damit das Rekordergebnis von 877 Mio. Euro aus dem Jahr 2016 übertroffen, berichtet REFIRE am 21.12. Real I.S. habe sich von älteren Assets in Deutschland, Frankreich und Kanada getrennt und institutionelle Fonds wie den zehn Jahre alten BGV III abgewickelt. Nächstes Projekt sei der Fonds BGV VIII, der auf Gewerbeimmobilien in Zentral- und Westeuropa fokussiert sei. Im Büro- und Einzelhandelssektor sei Spanien von besonderem Interesse, weshalb Real I.S. dort eine Filiale eröffne.

VERSCHIEDENES

Digitalisierung ist Chefsache

Christian Schulz-Wulkow von EY Real Estate äußert sich im Interview mit der FAZ am 5.1. zur Frage der Digitalisierung in der Immobilienbranche. Gerade weil es der Immobilienwirtschaft derzeit so gut gehe, werde die Dringlichkeit der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle oft unterschätzt. Auch mangele es an einem branchenübergreifenden Leitbild, aus dem sich solche ableiten ließen. Doch seien alle Immobilienunternehmen potenziell von Entwicklungen wie etwa Künstlicher Intelligenz betroffen. Wichtig sei, das Thema nicht den IT-Abteilungen zu überlassen, sondern sich als Führungskraft selbst einzuarbeiten und eine Digitalisierungsstrategie zu entwickeln. „Digitalisierung ist und bleibt in jedem Fall eine unternehmerische, nachhaltige Aufgabe und kann keinesfalls auf die technische Umsetzung reduziert werden“, sage Schulz-Wulkow.

Blockchain in der Immobilienbranche

Darüber, wie Blockchain Transaktionen in der Immobilienbranche verändert, schreibt Michael Stephan von iFunded auf CASH.ONLINE am 4.1. Kryptowährungen erschlössen auch hier neue Wege für Transaktionen, ob bei indirekten Beteiligungen wie Crowdinvestments oder dem direkten Immobilienerwerb. Da die neue Technik die Übermittlung von Daten auf direkte, sichere und kostengünstige Weise erlaube, sei sie auch für die Erstellung und den Versand von Verträgen eine breitere Anwendung von Blockchain-Prozessen vorteilhaft. Anteile an Unternehmen oder Gebäuden ließen sich digital und ohne Notar übertragen. Und schließlich würde ein klassisches Grundbuch unnötig, da der Eigentumsnachweis mittels Blockchain beziehungsweise Token ebenso sicher nachgewiesen werden könnte.

Parkraumbewirtschaftung mit Mehrwert für Taxen

Anja Müller von APCOA PARKUNG erklärt im Interview mit PARKEN AKTUELL, Ausgabe Dezember 2017, wie ihr Unternehmen nun auch am Flughafen Berlin-Schönefeld ein Taxi-Management-System einführen will. Das Traffic-Management-System (TMS) von APCOA erlaube, auch in Stoßzeiten Staus zu verhindern, indem nur so viele Taxen wie benötigt vorgelassen würden. Das System sei vielseitig und eigne sich für Bahnhöfe, Häfen, Flughäfen und Veranstaltungszentren gleichermaßen.

Termine

FRANKFURTER IMMOBILIENRUNDE in Kooperation mit der IREBS Immobilienakademie

Sonderveranstaltung: Basisseminar Projektentwicklung

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an (neue) Mitarbeiter von Projektentwicklern / Bauträgern / Projektsteuerern, Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (v. a. jene, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Mitarbeiter von Generalunternehmern / Bauunternehmen. Wenn Sie mehr als drei Mitarbeiter Ihres Unternehmens anmelden, erhalten Sie ab dem vierten Mitarbeiter einen Rabatt von 30 %. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

REFERENTEN
Prof. Dr. Ulrich Schütz (Drees & Sommer) und Carsten Sellschopf (Instone Real Estate Development GmbH & Co. KG). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
Am ersten Tag werden die Grundlagen der Projektentwicklung und des Projektmanagements behandelt: Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht, Grundstücksanalyse, Untersuchungen vorhandener Bausubstanz); Planungskonzepte (Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung, Bildung von Gebäudemodellen, Gebäudeplanung); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI, Baukostenplanung in der Projektentwicklung, Rahmenterminplanung); Start der Projektmanagementaktivitäten (360o-Analyse als Einstieg, Objektplanung – durch wen? Projektorganisation – ist alles geregelt?)

Am zweiten Tag geht es um die Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen, Definition, klassische Aufgaben); den idealtypischen Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte); den Markt für Projektentwickler (Typen, Strategien, Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse, Wettbewerbsanalyse, Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ bis hin zur dynamischen Developer-Rechnung).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 24. und 25. Januar 2018 im Marriott Hotel Frankfurt statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Jahresauftaktveranstaltung 2018: Immobilienstrategien institutioneller Investoren und Family Offices

ZIELGRUPPEN
Unsere Jahresauftaktveranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren zum wichtigsten Ereignis für institutionelle Investoren (und alle, die mit ihnen ins Geschäft kommen wollen) zum Jahresbeginn entwickelt. Es sprechen diesmal vierzehn Vertreter renommierter institutioneller Immobilieninvestoren – so viele wie bislang noch nie. Sie berichten, wie sie den Markt einschätzen und welche Immobilien sie derzeit suchen. Zu Beginn wird Dietmar Fischer von Ernst & Young Real Estate einen Überblick über die aktuellen Trends im Immobilien Investmentmarkt geben. Kommen sollten weitere institutionelle Investoren, Family Offices, Stiftungen, Projektentwickler, Spezialfonds und Finanzierer.

REFERENTEN
Zu Beginn wird Dietmar Fischer von Ernst & Young Real Estate einen Überblick über die aktuellen Trends 2018 im Immobilien Investmentmarkt geben. Im Anschluss stellen ihre Immobilienstrategie 2018 vor:

Tassu M. Degen (DERECO – Real Estate Private Wealth Management), Dieter Seitz (LHI Capital Management GmbH), Martin Eberhardt FRICS (Bouwfonds Investment Management Deutschland GmbH), Nikolas Jorzick (HAMBURG TEAM Investment Management GmbH), Ulrich von Creytz (Deutsche Asset Management), George Salden (Capital Bay GmbH), Klaus Betz (Württembergische Lebensversicherung AG), Maik Rissel (Family Office Bank Marcard, Stein & Co AG), Lutz Wiemer (HanseMerkur Grundvermögen AG), Arndt Krienen (ADLER Real Estate AG), Karl-Josef Schneiders (CREDIT SUISSE ASSET MANAGEMENT), Thomas Meyer (WERTGRUND Immobilien AG), Gerhard Lehner (Savills Investment Management) und Jan Dührkoop (Art-Invest Real Estate Funds GmbH).

Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
Fragen, die den Referenten nach Vorstellung ihrer Immobilienstrategie bei vergangenen Auftaktveranstaltungen gestellt wurden, waren u. a.:

Wonach sucht der jeweilige institutionelle Investor derzeit ganz besonders? In welche Nutzungsarten (Wohnen, Büro, Einzelhandel, Unternehmensimmobilien, Logistik usw.) wird derzeit vorwiegend investiert? In welchen Städten wird vorwiegend investiert, wo nicht? Welche Investitionsstrategien werden bevorzugt: Core, Value add? Welche Mietansätze und Multiplikatoren angesetzt? Welche Anforderungen gibt es bei Investitionen in Projektentwicklungen (Forward-Deals)? Wie liefen die Entscheidungsprozesse bei Investitionen in Spezialfonds und andere indirekte Vehikel ab?

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 29. Januar 2018 im Steigenberger Hotel in Berlin statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de

FRANKFURTER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Wohnungsneubau in Frankfurt - Die elf interessantesten Projekte

ZIELGRUPPEN
Die Sonderveranstaltung richtet sich an Institutionelle Investoren und Family Offices, die im Rhein-Main-Gebiet (besonders Frankfurt) in den Wohnungsneubau investieren wollen. Zudem sollten Projektentwickler aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen, die sich einen aktuellen Marktüberblick verschaffen wollen, sowie Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/Vertriebe und Architekten.

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungs-Neubau-Projekte in Frankfurt/Main sowie im Rhein-Main-Gebiet vor und sprechen über folgende Fragen: Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden? Wer sind die Käufer? Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren? Welche Faktoren und Mietansätze wurden beim Globalverkauf / Forward-Deal veranschlagt, welche Quadratmeter-Preise beim ETW-Vertrieb erzielt? Wie erfolgt die Finanzierung, aus dem Cashflow, Bankenfinanzierung, Mezzanine o. ä.) Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf?

REFERENTEN
Martin Büttner (GWH Bauprojekte GmbH), Volker de Boer (IFM Immobilien AG), Christoph Gröner (CG Gruppe), Hans-Peter Unmüßig (UNMÜSSIG Bauträgergesellschaft Baden mbH), Jörg Werner (GEG German Estate Group AG), Peter Haller (6B47 Real Estate Investors AG), Wolfgang Ries (BIEN-RIES AG), Jürgen Blankenberg (gsp Städtebau GmbH), Marc Bosch (Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH), Özkan Demir (PROJECT Immobilien Rhein-Main GmbH), Ralf Werner (Instone Real Estate Development GmbH). Sven Carstensen (bulwiengesa AG) gibt einen Überblick über die aktuelle Marktentwicklung sowie die Preise und Mieten im Rhein-Main-Gebiet. Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 22. Februar 2018 im Steigenberger Frankfurter Hof in Frankfurt statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de

NRW IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Die 12 wichtigsten Wohnungsneubau-Projekte in NRW

ZIELGRUPPEN
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Projektentwickler/Bauträger, Institutionelle Investoren, Family Offices, Finanzierer/Mezz-Geber und Architekten.

REFERENTEN
Andreas Schulten (bulwiengesa AG), Nina Reiter (BERND REITER GRUPPE), Reinhold Knodel (PANDION AG), Andreas Gräf (Instone Real Estate Development GmbH), Martin Koll (WvM Immobilien + Projektentwicklung GmbH), Ulrich Tappe (Grafental GmbH & Co. KG), Tanja Kilger (BPD Immobilienentwicklung GmbH), Klaus Franken (Catella Project Management GmbH), Timo Wess (BAUWENS GmbH & Co. KG), Stefan Frey (Frey AG), Christoph Gröner (CG Gruppe AG), H.-Jürgen Rodehüser (PARETO GmbH), Achim Bassa (Koschany + Zimmer Projektentwicklung KZP)

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungs-Neubau-Projekte in NRW vor und berichten über ihre Erfahrungen: Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden? Wer sind die Käufer? Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren? Wie erfolgt die Vermarktung? Preisgestaltung: Welche Preise sind erzielbar? (qm-Preise, Faktoren für Institutionelle) Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Außerdem geht es um die Alleinstellungsmerkmale der Projekte, Besonderheiten der Architektur, Grundrisse etc. sowie Fragen zu Kommunikation, PR und Marketing.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 27. Februar 2018 im Radisson BLU Hotel Köln statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung, die wir bereits zum neunten Mal durchführen, richtet sich an alle Marktteilnehmer, die professionell Immobilien kaufen und verkaufen. Sie vermittelt an zwei Tagen sowohl Grundlagen als auch Wissen zu aktuellen Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht. Kommen sollten Projektentwickler, Bauträger, Investoren, Asset-Manager, Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, Transaktionsberater, Makler, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

REFERENTEN
Dr. Peter Decker ist Rechtsanwalt und Partner von Gibson, Dunn & Crutcher LLP und berät in nationalen und internationalen Immobilientransaktionen. Er ist qualifiziert als Chartered Surveyor (MRICS) und leitet die Real Estate Praxis im Münchner Büro von Gibson Dunn, eine der führenden internationalen Anwaltskanzleien.

Dr. Christian Schmidt ist Rechtsanwalt und seit 2014 Mitarbeiter in der Steuerabteilung der Deutschen Pfandbriefbank AG. Zuvor war er 14 Jahre als Rechtsanwalt für die internationale Anwaltssozietät Shearman & Sterling LLP und Gibson, Dunn & Crutcher LLP auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Steuerrechts tätig. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehört u.a. das Immobiliensteuerrecht.

Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
1. Tag: Steuerliche Strukturierung der Transaktion: Asset Deal; Steuerliche Aspekte einer Immobilientransaktion; Asset Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Asset Deal aus Sicht des Erwerbers (Abschreibung der Anschaffungskosten); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtige Rechtsgeschäfte, Bemessungsgrundlage, Steuerausnahmen); Umsatzsteuer (Geschäftsveräußerung im Ganzen, Umsatzsteueroption); Haftung (Betriebssteuern, Grundsteuer, Haftungsregelung im Kaufvertrag). Steuerliche Strukturierung der Transaktion – Share Deal: Share Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Share Deal aus Sicht des Erwerbers (Abzugsfähigkeit der Akquisitionsfinanzierung, Schicksal der Verlust- und Zinsvorträge); Besteuerung mit Auslandsbezug; Umsatzsteuer (Umsatzsteuerfreiheit des Share Deals); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtigkeit der Anteilsübertragung und Anteilsvereinigung; gem. §§ 1 Abs. 2a, Abs. 3 und Abs. 3a GrEStG, Strukturierungsmöglichkeiten); Haftung (Steuerklausel im Kaufvertrag); Geplante Änderungen zur Grunderwerbsteuer bei Share Deals – wie können Investoren ggf. vorausschauend darauf reagieren? Vereinbarungen im Vorfeld der Transaktion: Letter of Intent, Memorandum of Understanding, Term Sheet, Exklusivitätsvereinbarung; Vertraulichkeitsvereinbarung. Due Diligence: Käufer Due Diligence/Verkäufer Due Diligence; Red Flag List; Executive Summary; Report; Datenraumanforderungen. Asset Deal: Kaufgegenstand (Bestimmtheit, Dingliche Belastungen, Bauverpflichtung); Kaufpreis (Gestaltung, Fälligkeit, Sicherstellung, Verkäuferdarlehen); Dingliche Sicherung der Kaufpreisfinanzierung (Belastungsvollmacht, Sicherstellung der Löschung); Übergang von Vertragsverhältnissen (Mietverhältnisse, Service Verträge, Versorgungsverträge, Nachvereinbarungen); Garantiehaftung versus Haftungssystem des BGB; Rechtsfolgen der Haftung (Basket, Cap, Selbstbehalt, Vertragsstrafen); Übergang von Nutzen und Lasten; Rücktrittsrechte (Verzug des Käufers, Nichteintritt der Fälligkeitsvoraussetzungen, Rechtsfolgen); Auflassungsvormerkung und Auflassung; Kostenregelung; Zusammenschlusskontrolle.

2. Tag: Share Deal – Ankauf einer Immobilie: Abgrenzung zum Asset Deal; Anwendbares Recht; Sprache der Transaktionsdokumente; Erforderlichkeit der notariellen Beurkundung; Kaufpreisgestaltung, Ablösung von Verbindlichkeiten und Kaufpreisanpassung; Physisches Closing versus reales Closing; Haftungssystematik beim Share Deal; Optionsvereinbarungen. Joint Venture für ein Immobilienprojekt: Arten von Immobilien-Joint Ventures; Wirtschaftliche Grundlagen von Joint Ventures (Objektbeschaffung, Asset Management, Exit, Budget); die Joint Venture Vereinbarungen (Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen, Geschäftsbesorgungsverträge, Leistungsverträge); die Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Regelungen (Kapitalausstattung, Stimmrechte, Tag along, Drag along, Vorkaufsrechte, Gewinnverteilung); Geschäftsbesorgungsverträge (Verwaltung des Joint Ventures, Beschaffung, Verwaltung, Wertschöpfung, Finanzierung, Verkauf).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 18. und 19. April 2018 im Steigenberger Hotel in Berlin statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de