IN EIGENER SACHE

Fußballturnier der Immobilienbranche: 14.000 Euro für einen wohltätigen Zweck

Mit dem ‚Real Estate Soccer Cup‘ fand am 27. April in der Kickerworld Berlin das erste Hallenfußballturnier der Berliner Immobilienbranche unter der Leitung der DKW Gruppe und der Fortis Group statt. Insgesamt sieben Mannschaften, darunter auch das Team von PB3C, beteiligten sich mit vollem sportlichen Einsatz. Die Teilnehmergebühren von insgesamt 14.000 Euro wurden an unterschiedliche Einrichtungen gespendet.

Die Gewinner der ersten drei Plätze wählten ihr jeweiliges Spendenziel selbst:
1. Platz – DKW Gruppe: 8.000 Euro für das Kinderhospiz „Berlin Herz e.V.“,
2. Platz – Fortis Group: 4.000 Euro für das Bildungsprojekt in Tansania „Momella Förderverein e.V.“,
3. Platz – WGW Hausverwaltung: 2.000 Euro an das Hospiz „Björn Schulze Stiftung“ in Berlin.

PB3C erreichte den vierten Platz. Die weiteren Mannschaften waren realbest Germany (Platz 5), Michael Schick Immobilien (Platz 6) und Rubina Real Estate (Platz 7).

DKW und Fortis kündigten nach dem erfolgreichen Turnierstart an, den ‚Real Estate Soccer Cup‘ auch im kommenden Jahr wieder veranstalten zu wollen.

KOMMENTAR AM MONTAG

Regulierung erschwert Vergabe von Bankdarlehen

Marcus Buder Berliner Sparkasse

Das klassische Bankdarlehen bekommt Konkurrenz: Anleihen, spezielle Mezzanine- und Kreditfonds, Versicherungen und Family Offices, Nachrangdarlehen – zum Teil über Crowdfunding-Plattformen – haben Zulauf in der Immobilienfinanzierung. Dieser Trend hat mehrere Ursachen. Ein entscheidender Faktor treibt private Häuslebauer und professionelle Immobilieninvestoren gleichermaßen um: das Auseinanderdriften von Markt- und Beleihungswerten.

Entscheidend für die Finanzierungsform ist der Fremdkapitalanteil, in der Immobilienwirtschaft Loan-to-Value (LTV) genannt. Damit ist die Höhe des aufgenommenen Fremdkapitals in Relation zum Wert des Objektes gemeint. Doch was genau ist der Objektwert? Üblicherweise wird der Marktwert einer Immobilie verwendet. Der Wert ergibt sich in der Regel aus dem Kaufpreis oder einem gutachterlich ermittelten Verkehrswert.

Neben dem englischen Terminus LTV wird in Deutschland häufig auch der Begriff Beleihungsauslauf genannt. Doch unterhalb des Bruchstrichs gibt es einen entscheidenden Unterschied: Während sich der LTV auf den Marktwert bezieht, liegt dem Beleihungsauslauf der Beleihungswert zugrunde. Zwischen diesen beiden Kennziffern hat sich angesichts der Preisanstiege in vielen deutschen Städten eine große Lücke aufgetan, die sich permanent vergrößert.

Der Beleihungswert ist ein Mindestwert, quasi eine Worst-Case-Betrachtung. Er soll während des gesamten Finanzierungszeitraums auch unter ungünstigen Umständen problemlos erzielt werden können. Damit sichert sich der Kreditgeber für den Fall ab, dass etwa eine Zwangsversteigerung notwendig wird. Er darf per Definition niemals über dem tatsächlichen Marktwert liegen.

Wie der Beleihungswert in Deutschland zu ermitteln ist, regelt das Pfandbriefgesetz und, daran angelehnt, die Beleihungswertermittlungsverordnung (BelWertV). Sie sieht mehrere Ermittlungsverfahren vor, die in der Regel kombiniert werden: das Sachwertverfahren, das Vergleichswertverfahren und das Ertragswertverfahren. Die entsprechenden Komponenten werden von einem Gutachter ermittelt.

Das für gewerbliche Immobilienfinanzierungen wichtige Ertragswertverfahren setzt, vereinfacht gesagt, auf der Nettojahresmiete multipliziert mit einem Kapitalisierungsfaktor auf. Dieser Faktor fällt in der Beleihungswertermittlung regelmäßig wesentlich niedriger aus als die tatsächlich am Markt gezahlten Multiples.

Im vereinfachten Ertragswertverfahren, das allerdings nur für kleinere Objekte gilt, beträgt der Faktor laut Bewertungsgesetz 13,75. Das entspricht einer rechnerischen Mietrendite von 7,3 % pro Jahr. Für größere Objekte haben die Gutachter zwar Spielraum, doch vom Marktniveau bleiben sie zumeist weit entfernt. Der niedrigstmögliche Kapitalisierungszins für Gewerbeimmobilien beträgt 6 %, das entspricht einem Faktor von 16,6. Für Core-Objekte in Berlin werden aktuell jedoch Multiples von 30 und mehr bezahlt.

Zwar sind auch die Beleihungswerte in den vergangenen Jahren gestiegen, aber weniger dynamisch als die Marktwerte. Die Schere geht auseinander. Die Differenz kann 50 % und mehr betragen. Ein LTV nach internationalem Maßstab von 60 % entspricht dann rein rechnerisch einem Beleihungsauslauf von 120 %. Im Mittel beträgt der LTV in der gewerblichen Immobilienfinanzierung sogar 65 %. Damit liegt der Kredit regelmäßig oberhalb des offiziellen Beleihungswertes.

Für klassische Bankdarlehen hat das Folgen. Banken und Sparkassen müssen ihre Aktiva mit Eigenkapital unterlegen. Besonders wenig Eigenkapital muss für Realkredite angerechnet werden. Das sind grundpfandrechtlich besicherte erstrangige Immobilienfinanzierungen mit einer Beleihungsgrenze von bis zu 60 %. Für sie müssen die Institute gemäß Basel-III-Umsetzung eine Risikogewichtung von nur 35 % für Wohn- und 50 % für Gewerbeimmobilien ansetzen. In Relation zum tatsächlichen Finanzierungsvolumen entspricht das in unserem Beispiel aber nur 30 % LTV. Den darüber hinausgehenden Kreditteil muss die Bank mit wesentlich mehr Eigenkapital unterlegen, was höhere Zinsen zur Folge hat.

Übernimmt das Kreditinstitut diese Tranchen nicht vollständig, muss der Immobilieninvestor genau wie ein privater Eigenheimfinanzierer entweder zusätzliches Eigenkapital aufbringen – oder er sucht weiteres Fremdkapital. Dabei kommen spezialisierte Fremdkapitalgeber ins Spiel, die den erstrangigen Kreditteil den Banken überlassen und speziell diese nachrangigen Junior- und Mezzanine-Tranchen übernehmen – zu oftmals zweistelligen annualisierten Zinssätzen.

Allerdings dürfen Banken und Sparkassen sehr wohl diese Kreditteile übernehmen – sie müssen nur ausreichend Eigenkapital vorweisen. Zudem sollten sie den Immobilienmarkt vor Ort perfekt kennen und das Risiko sowie die zu erwartende Wertentwicklung der jeweiligen Immobilie ausreichend genau beurteilen können. Dann spricht auch für ein konservativ agierendes Kreditinstitut nichts dagegen, sich auch oberhalb des Beleihungswertes zu engagieren und LTV-Tranchen zu wagen, die mehr als nur homöopathische Zinsmargen versprechen. Das klassische Bankdarlehen wird dabei nicht verdrängt, sondern ergänzt.

Dieser Artikel erschien bereits am 24.4. in der BÖRSEN ZEITUNG.

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MARKT-NEWS

Gesetzentwurf zur Mietrechtsverschärfung sorgt für Unmut

Wie der TAGESSPIEGEL und online die BERLINER ZEITUNG am 25.4. berichten, hat der Berliner Senat eine Bundesratsinitiative zur Verschärfung des Mietrechts beschlossen und will sein diesbezügliches Vorgehen mit anderen Bundesländern abstimmen. Die CDU kritisiere den Vorstoß als widersprüchlich, schreibt die BERLINER ZEITUNG, da der Berliner Gesetzentwurf deutlich über das hinaus gehe, was bereits mit der SPD unter Beteiligung des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) im Koalitionsvertrag an „Maßnahmen für mehr bezahlbaren Wohnraum und gegen steigende Mieten“ vereinbart worden sei. Die beschlossenen Maßnahmen wie etwa mehr Geld für den sozialen Wohnungsbau oder die Einführung eines Baukindergeldes müssten nun schnell umgesetzt werden, sage Jan-Marco Luczak (CDU). Eine Verschärfung der Mietpreisbremse sei aus Sicht der Union aber riskant. „Die in sie gesetzten Erwartungen hat sie nicht erfüllt, weil sie nicht die Ursachen steigender Mieten bekämpft, sondern nur an Symptomen herumdoktert“, sage Luczak: „Wenn wir den Mietenanstieg in den Griff bekommen wollen, müssen wir mehr, schneller und kostengünstiger bauen.“ Gerade in Berlin müssten der Neubau angekurbelt, Baugenehmigungsverfahren beschleunigt und bürokratische Hürden abgebaut werden.

Neubau lässt Mieten steigen

Laut einer Studie von Empira bewirken steigende Neubauzahlen einen Anstieg der Mieten, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.4. Gründe dafür seien möglicherweise, dass Neubauten meist zu höheren Preisen vermietet werden als Bestandsbauten, was den Durchschnittsmietpreis steigen lasse, und dass bevorzugt an solchen Standorten gebaut werde, wo bereits aus anderen Gründen „ein großes Momentum für Mietpreisanstiege“ bestehe. Am stärksten beeinflussten Arbeitsmarktdaten die Mietpreisentwicklung, Immobilienkaufpreise und Einwohnerentwicklung wirkten sich auch, aber weniger deutlich auf sie aus. Untersucht worden seien die Mietpreise in 80 deutschen Städten mit mehr als 70.000 Einwohnern über einen Zeitraum von zehn Jahren. Die Studie betrachte also die Vergangenheit und lasse keine Rückschlüsse die künftige Entwicklung der Mietpreise in deutschen Städten zu.

Ballungsräume wachsen weiter

Wie DIE WELT am 25.4. schreibt, sind dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zufolge die Bevölkerungszahlen in den Großstädten und deren Umland in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, während sie in einigen ländlichen Gebieten zurückgegangen sind. In 282 der 401 Kreise und kreisfreien Städte seien die Zahlen zwischen 2010 und 2016 gestiegen. Die 66 kreisfreien Großstädte hätten zusammengenommen 1,35 Mio. Einwohner gewonnen, im Zeitraum 2000 bis 2010 seien es nur 240.000 neue Einwohner gewesen.

Berliner Angebotsmiete steigt über zehn Euro

Dem Immobilienportal immowelt.de zufolge sind die Berliner Angebotsmieten im vergangenen Jahr auf im Schnitt 10,40 Euro/qm gestiegen, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.4. Fünf Jahre zuvor habe dieser Wert noch bei 6,90 Euro/qm gelegen. Der stärkste Mietpreisanstieg sei in Berlin-Kreuzberg festgestellt worden, wo die Angebotsmieten seit 2012 um 74 % gestiegen seien und der Durchschnittswert derzeit bei 12,50 Euro/qm liege. In Berlin-Treptow habe die Steigerung im genannten Zeitraum 63 % betragen, in Berlin-Wedding 64 %.

Verkaufen ohne auszuziehen

Darüber, welche Möglichkeiten der Immobilienverrentung es in Deutschland gibt und für wen sie interessant sind, schreibt DER TAGESSPIEGEL am 24.4. HausplusRente etwa biete ein Verrentungsmodell an, das auf dem Nießbrauchrecht basiere und nicht nur für Senioren, sondern auch für Anleger interessant sei. „Die Senioren bekommen einen Einmalbetrag, das lebenslange Nutzungsrecht ist im Grundbuch an erster Stelle notiert und sogar insolvenzfest“, sage Otto Kiebler von HausplusRente. Außerdem erhielten sie ein ausdifferenziertes Gutachten für jeden Einzelfall, das sich am aktuellen Mietmarkt und am aktuellen Marktwert der Immobilie orientiere. Die Jahresmiete werde in Beziehung gesetzt zur mittleren Lebenserwartung desjenigen, der von den Immobilienbesitzern die längste Lebenserwartung habe. Dieses Modell richte sich an Eigentümer ab 65 Jahren, geeignete Standorte seien die Top-7-Städte.

NRW verteuert sich flächendeckend

Der IVD Preisspiegel NRW 2018 zeigt, dass die Kauf- und Mietpreise in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2017 überall, auch in den ländlichen Regionen, gestiegen sind. Das schreibt DER IMMOBILIENBRIEF RUHR Nr. 93 am 24.4. Besonders deutlich hätten sich die Preise in den Speckgürteln von Köln und Düsseldorf erhöht. Am teuersten seien, den Durchschnittswerten des IVD zufolge, mit 585.000 Euro neu gebaute, freistehende Eigenheime in Düsseldorf, gefolgt von solchen in Ratingen und Bonn. Am wenigsten koste der Erwerb eines solchen Hauses mit 195.000 Euro in Dorsten und Dinslaken, wobei das Preisgefälle vor allem auf die Grundstückspreise zurückzuführen sei, die in Großstädten einen Anteil von 18 % an den Gesamtkosten ausmachten. In Düsseldorf und Köln lägen die Grundstückspreise für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser in sehr guten Lagen bei 1.400 Euro/qm (zzgl. Grunderwerbssteuer), in Essen bei 650 Euro/qm und in Dinslaken 240 Euro/qm. Die Wohnungsmieten seien selbst in einfachen Lagen im Altbau fast überall gestiegen, so etwa in Gelsenkirchen um 7 % auf 3,20 Euro/qm.

Frankfurter Büros werden immer begehrter

Der Frankfurter Büromietmarkt ist sehr gut ins Jahr 2018 gestartet, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.4. NAI apollo zufolge sei der Flächenumsatz im Q1 2018 gegenüber dem Q1 2017 um 9,9 % auf 136.800 qm gestiegen, Savills gebe einen Anstieg um 11,1 % auf 135.000 qm an. Noch höhere Steigerungsraten hätten etwa blackolive (+ 23 % auf 154.400 qm) und CBRE (+ 26,8 % auf 146.300 qm) festgestellt, Cushman & Wakefield sogar eine Steigerung von 34 % auf 156.700 qm. Nur BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) gehe von einem Rückgang um etwa 4 % auf rund 131.000 qm aus. Die Spitzenmiete werde Aengevelt zufolge in diesem Jahr auf 41 Euro/qm steigen, bei Savills rechne man mit 42 Euro/qm. Die Durchschnittsmiete liege CBRE zufolge bei 21,13 Euro/qm.

Am Hotelmarkt läuft's

Der aktuellen Projektentwicklerstudie von bulwiengesa zufolge steigt bei den im Achtjahreszeitraum zwischen 2015 und 2022 fertiggestellten, im Bau befindlichen und geplanten Hotelprojekten in den Top-7-Städten die addierte Projektfläche um 13,4 % im Vergleich zum Vorjahresszenario auf jetzt 1,7 Mio. qm. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.4. In fünf der Metropolen sei eine Zunahme der Projektfläche festgestellt worden, in Frankfurt sei der Wert gesunken, in Berlin unverändert geblieben. Ursula Kriegl von EY Real Estate sage: „Die Häuser sind voller, die durchschnittliche Zimmerrate steigt.“ Das schaffe bei den Investoren Vertrauen in diese Assetklasse, zudem hätten große Investoren inzwischen Hotelexpertise aufgebaut. Auch Investoren aus Nordamerika, Europa und dem Nahen Osten interessierten sich immer mehr für deutsche Hotels. DIE WELT schreibt am 25.4. mit Blick auf den europäischen Hotel-Investmentmarkt, das Investmentvolumen habe laut Peter Schreppel von CBRE im vergangenen Jahr „sogar ein neues Rekordniveau erreicht“. Mit 21,8 Mrd. Euro sei die Vorjahressumme von 18,55 Mrd. Euro um 17,5 % übertroffen“ worden.

Campus in Berlin-Adlershof wird vergrößert

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.4. schreibt, erweitert die immobilien-experten-ag ihr Campusprojekt ‚Am Oktogon‘ in Berlin-Adlershof um fünf neue Bürogebäude. „Dass Berlin-Adlershof eine ungebrochene Mieternachfrage erfährt, dürfte auf dem mittlerweile sehr engen Berliner Gewerbevermietungsmarkt keine Überraschung mehr sein“, sage Mareike Lechner von der immobilien-experten-ag.

Immobilienwirtschaft im Wandel

Über den digitalen Wandel in der Immobilienwirtschaft berichtet die ABSATZWIRTSCHAFT Nr. 5 vom 27.4. ausführlich. Diese sorge zwar auch hier für einen gehörigen Innovationsdruck, doch blieben die Branchenteilnehmer vor dem Hintergrund der guten Rahmenbedingungen entspannt. Die Digitalisierung werde die Immobilienwirtschaft effizienter, kostengünstiger und transparenter machen. Die Digitalisierungsstudie von ZIA und EY Real Estate habe ergeben, dass mehr als 90 % der Befragten das Thema für relevant hielten, 77 % befänden sich bereits in der Entwicklungs- bzw. Etablierungsphase. Doch sage Gerald Kremer von EY Real Estate: „Wir sehen viele Einzelprojekte, was fehlt, ist eine übergreifende Strategie. Über 80 % der Teilnehmer an der Studie haben gesagt, dass sie keine Digitalstrategie und kein Ziel haben, sie fangen dort an, wo es brennt, ohne übergreifenden Kontext.“ Allerdings werde in den Bereich viel investiert, vor allem um Prozesse effizienter zu machen und neue Geschäftsmodelle zu erschließen. Christian Schulz-Wulkow von EY Real Estate sehe vor allem bei den Proptechs großes Potenzial, die sich auf künstliche Intelligenz und Prozessoptimierung spezialisierten. Noch koste die Auftragsvergabe Millionen, da jedes Angebot manuell überprüft werde. Würde allein dieser Vorgang automatisiert, „wäre das schon ein großer Hebel“, sage Schulz- Wulkow. Auch Proptechs, die sich mit Dokumentenmanagement oder der Sharing Economy befassten, hätten seines Erachtens gute Chancen.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Institutionelle Immobilienfonds konsolidieren sich

Über den derzeitigen Konsolidierungsschub in der institutionellen Immobilienfondsbranche schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.4. ausführlich. Hintergrund sei die zunehmende Neigung der Investoren, ihr Kapital maximal zu diversifizieren. Die Bereitschaft, auch weit entfernte Märkte zu besetzen, sei zuletzt stark gestiegen. Um ihre Anleger in möglichst vielen Immobilienmärkten dieser Welt selbst betreuen zu können, gingen die Manager institutioneller Immobilienfonds auf anderen Kontinenten Partnerschaften ein, kauften Firmenanteile oder übernähmen diese ganz.

Ausblick trübt Stimmung

Dem BF.Quartalsbarometer zufolge hat sich die Stimmung der deutschen Immobilienfinanzierer im Q2 2018 von 0,23 auf – 0,98 verschlechtert und damit den tiefsten Stand seit fünf Jahren erreicht, schreibt die BÖRSEN ZEITUNG am 24.4. Der wichtigste Grund für den Rückgang seien die deutlich pessimistischere Einschätzung des zukünftigen Neugeschäfts und die tendenziell steigenden Refinanzierungskosten der Finanzierer. Insgesamt weise der Barometerwert von – 0,98 aber noch immer auf einen annähernd ausgeglichenen Finanzierungsmarkt hin.

‚Real I.S. BGV VII Europa' geschlossen

Die Real I.S. hat ihren Immobilien-Spezial-AIF ‚Real I.S. BGV VII Europa‘ mit einem geplanten Fondsgesamtvolumen von einer Mrd. Euro geschlossen, schreibt DER FONDSBRIEF am 27.4. Derzeit investiere der Fonds für institutionelle Investoren in acht Immobilien unterschiedlicher Nutzungsart in verschiedenen Ländern.

VERSCHIEDENES

Kampf den sinkenden Neubauzahlen

Darüber, was geschehen müsste, um dem Wohnungsmangel in den deutschen Metropolen effektiv zu begegnen, schreibt Nedeljko Prodanovic von Stonehedge am 24.4 auf CASH.ONLINE. Entscheidend sei, dass die Städte selbst aktiv würden und sich nicht allein auf den Bund verließen, der sie bei ihren Bemühungen aber unterstützen müsse. Erstens müssten die Genehmigungsverfahren beschleunigt werden, indem, wie bislang nur in Hamburg, der Senat sich einschalte, wenn ein Verfahren zu lange dauere, und die Sache nicht allein den Bezirken überlasse. Zweitens müssten städtische Räume nachverdichtet werden, etwa durch Dachgeschossausbau der Altbauten. Und drittens müsse die Infrastruktur im Umland der Metropolen gestärkt werden, um die Städte zu entlasten.

Nachhaltigkeit zahlt sich aus

Andreas Fleischer von Segro schreibt im JAHRBUCH LOGISTIK 2018 ausführlich über die Notwendigkeit nachhaltiger Logistikimmobilien und darüber, welche Chancen sie bieten. Entwickler von Gewerbeimmobilien mit energieintensiver Nutzung könnten deren ökologischen Fußabdruck verkleinern, indem sie die Gebäude energieeffizient und emissionsarm gestalteten. Doch sei deren gesamter Lebenszyklus zu betrachten und etwa auch danach zu fragen, wie an dessen Ende die Baumaterialien recycelt werden könnten. Solche Maßnahmen seien besonders wichtig, da die Nachfrage nach Logistikflächen stetig steige. Doch sei auch der wirtschaftliche Marktvorteil dergestalt optimierter Gebäude zu bedenken.

Willkommen im multimodalen Mobility Hub

Philippe Op de Beeck von der APCOA PARKING Group erklärt im Interview mit DER IMMOBILIENBRIEF RUHR Nr. 93 vom 24.4., inwiefern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Parkbranche derzeit infolge Urbanisierung, Digitalisierung und Individualisierung der Mobilität wandeln, welche Chancen dies bietet und wie sein Unternehmen den Wandel aktiv mitgestaltet. Neben dem Parken habe eine solche Immobilie zunehmend weitere Funktionen, etwa als Plattform für den Umstieg auf andere Mobilitätsträger, das Aufladen von Elektrofahrzeugen, die Organisation von Car-Sharing-Flotten oder sogar die Lagerung und Verteilung von Waren im innerstädtischen Raum. Die Relevanz solcher Spezialimmobilien werde zunehmen, was sie auch für Investoren immer interessanter mache.

Termine

BERLINER IMMOBILIENRUNDE Mit Unterstützung der FONDSZEITUNG

Sonderveranstaltung: Crowdfunding – was bieten die verschiedenen Plattformen Projektentwicklern und Investoren?

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich vor allem an Projektentwickler / Bauträger, die vergleichen wollen, welche Crowdfunding-Plattform am besten zu ihren spezifischen Anforderungen passt, sowie an Family Offices und andere Investoren, die sich dafür interessieren, wie – jenseits des Crowdfunding im engeren Sinne – Möglichkeiten zur Investition angeboten werden. Kommen sollten außerdem weitere Mezz- und Crowdfunding-Anbieter.

REFERENTEN
Johannes Laub (CrowdDesk GmbH), Carl von Stechow (ZINSLAND), Michael Stephan (iFunded), Dr. Guido Sandler (BERGFÜRST AG), Simon Brunke (Exporo AG), Marc Laubenheimer (Engel & Völkers Capital), Lasse Kammer (ReaCapital), Patrick Mijnals (bettervest GmbH), Johannes Ranscht (Mezzany GmbH). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
Finanzielle Parameter der Zusammenarbeit zwischen der Plattform und dem Projektentwickler/Bauträger (Zahlen!); Kriterien der Plattform für die Zusammenarbeit mit Bauträgern; Track Record der Plattform (Zahlen) und Beispiel für finanzierte Projekte; Welche Platzierungsgeschwindigkeiten sind realistisch? Was sind die einzelnen Schritte für die Zusammenarbeit und die Prüfung des Projektes? Zeitlicher Ablauf? Wie sehen die Kosten aus? Gibt es aus Investorensicht seitens der Plattformbetreiber andere Möglichkeiten (außerhalb des Crowd-Investings), im Bereich von Mezz-Finanzierungen mit Family Offices und Institutionellen zusammenarbeiten? Wie wird mit potentiellen Ausfallrisiken umgegangen? Am Ende des Tages haben Sie den besten Überblick über die aktuelle Crowdfunding-Szene, da erfahrungsgemäß auch andere Anbieter im Publikum sind.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 17. Mai 2018 im Intercontinental Hotel Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de