KOMMENTAR AM MONTAG

Die Preiskorrektur wird kommen

Jakob Mähren Mähren AG

Nach zehn Jahren Aufschwung scheint bei sehr vielen Menschen angekommen zu sein, dass Investitionen in Immobilien interessant sind. Vom Bäcker bis zum Lehrer wollen alle mitmachen, und das wiederum stimmt mich skeptisch. Wenn beinahe jeder meint, in Immobilien investieren zu müssen (und zu können!), dann ist der Markt für Opportunitäten so gut wie vorbei. Immer mehr Immobilien werden durchgehandelt, immer häufiger steigen die Faktoren ins Unermessliche, und zahlreiche Investitionen rentieren sich nur noch dank luftigen Aufteilungsfantasien und für viele kaum mehr leistbare Projektentwicklungen.

Viele Renditeerwartungen basieren nicht auf den Preisen von heute, sondern auf den Einnahmen von morgen. Im Großen und Ganzen sind die Preise, die heute für das klassische Mietshaus verlangt (und nach wie vor gezahlt) werden, deutlich über dem, was sich unter strengeren Kriterien rechnen würde. Manch ein Käufer kalkuliert beim Erwerb mit drastischen Mieterhöhungen und ist dementsprechend willens, immense Faktoren in Kauf zu nehmen. Aber kann man an den Mieten noch ohne weiteres arbeiten? Ich bezweifle das aus drei Gründen: Zum einen sind vielerorts die Mieten in den letzten Jahren bereits gestiegen. Zum anderen sind Erhöhungen infolge von Mietpreisbremse und sozialen Erhaltungsverordnungen nicht mehr ohne Weiteres möglich. Und drittens nimmt aufgrund der Wohnungsknappheit die Fluktuation auf dem Mietmarkt immer weiter ab. Ich kann daher nur warnen, potenzielle Mieterhöhungen schon beim Kauf in die Kalkulation mit einfließen zu lassen.

In eine ähnliche Richtung geht auch die letzte empirica-Studie. Demnach sind die Preise am Immobilienmarkt bis zu 30 % überhöht. Man mag die nackte Zahl für marktschreierisch halten, aber wer heute in einer B- oder C-Lage eine Wohnung mit dem Versprechen verkauft, der Käufer könne dafür 18 Euro und mehr auf den Quadratmeter verlangen, der stößt bei mir auf Skepsis.

In wenigen Monaten jährt sich das Aus der US-Investmentbank Lehman Brothers zum zehnten Mal. Der Geist der Krise von damals geht um. Viele Investoren agieren mit angezogener Handbremse und sprechen von Kaufpreisplateaus. Man hört von Deals, die beinahe schon geschlossen waren und nun, so heißt es, aufs Neue auf den Tisch geholt werden. Die eine oder andere Exklusivität platzt, weil die versprochenen (überhöhten) Preise am Ende nicht immer gehalten werden können. Das sind für mich bereits Anfangsindizien einer Korrektur.

Dieser Artikel erschien bereits am 12.4. in der IMMOBILIEN ZEITUNG.

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MARKT-NEWS

Bemessung der Grundsteuer verfassungswidrig

Die seit mehr als 50 Jahren nicht mehr angepassten Einheitswerte für Grundvermögen sind „völlig überholt“ und führen zu „gravierenden Ungleichbehandlungen“, hat das Bundesverfassungsgericht am Dienstag geurteilt. Das berichten die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, DIE WELT, die FAZ und das HANDELSBLATT am 11.4. sowie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 12.4. Die alte Regelung sehe vor, dass alle Grundstücke im Abstand von sechs Jahren neu bewertet werden müssten. Das sei seit der letzten Hauptfeststellung im Jahre 1964 (westdeutsche Länder) bzw. 1935 (ostdeutsche Länder) jedoch nicht mehr geschehen. Die Steuersätze der einzelnen Grundstücke seien in der Folge verzerrt, da sie die Wertsteigerungen seit diesem Jahr nicht mehr berücksichtigten. Bis Ende 2019 müsse der Gesetzgeber die Grundsteuer neu regeln. Nach Verabschiedung eines neuen Gesetzes solle eine Übergangsfrist bis 2024 gelten. In Politik und Wirtschaft sorge man sich bezüglich möglicher Mehrbelastungen der Eigentümer und Mieter infolge der Reform. Die Städte und Gemeinden hingegen drängten den Gesetzgeber zur Eile, da sie um ihre Einnahme von derzeit rund 14 Mrd. Euro aus der Grundsteuer fürchteten.

Steigende Kosten, weniger Wohnungsbau

Die Bautätigkeit in Deutschland, insbesondere im Wohnungsbereich, geht einer Studie von bulwiengesa zufolge zurück, wie DIE WELT am 11.4. und die IMMOBILIEN ZEITUNG am 12.4. berichten. In den A-Städten sei das Projektvolumen erstmals seit 2009 wieder gesunken, und zwar um 0,3 %. Das Gesamtvolumen sei mit 26,9 Mio. qm und einem Gesamtwert von rund 180 Mio. Euro noch immer groß und der Rückgang scheinbar gering. Andreas Schulten von bulwiengesa finde die Tendenz dennoch bedenklich. Das reine Wohnbau-Projektvolumen sei um 2 % gesunken. Das Wachstum bei Büroimmobilien, das im vergangenen Jahr noch den Rückgang beim Wohnungsbau ausgeglichen habe, lasse inzwischen nach. Viele Projektentwickler sähen in den A-Städten wichen ins Umland und in B- und C-Städte aus, wie Helmut Kunze von Bonava bestätige. Gründe hierfür seien die infolge zunehmender Grundstücksspekulation hohen Grundstückspreise sowie die aufgrund regulatorischer Hürden und Verzögerungen steigenden Baukosten. Diese hätten dem Statistischen Bundesamt zufolge im Februar dieses Jahre 4 % über den Vorjahreswert gelegen, schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 13.4. Dies sei der höchste Anstieg seit November 2007. Größter Kostentreiber seien Rohbauarbeiten an Wohngebäuden wie Erdarbeiten (+6 %), Betonarbeiten (+5,1 %) und Gerüstarbeiten (+4,9 %). Das HANDELSBLATT und DIE WELT berichten am 10.4., dass eine Ursache hierfür die mangelnden Kapazitäten der Baufirmen sind. Ein Projekt bekomme oft nur zwei oder drei Angebote, sodass ein Bauherr kaum Auswahl habe. Dies führe laut einer Umfrage des Beratungsunternehmens Drees & Sommer dazu, dass die Kosten durchschnittlich 7 % über der von Bauherren budgetierten Summe lägen, teilweise seien sie sogar mehr als 20 % höher.

Marktaktive Leerstandsquote weiter gesunken

Dem CBRE-empirica-Leerstandsindex zufolge habe die marktaktive Leerstandsquote für Wohnungen in ganz Deutschland Ende 2016 nur noch 2,9 % betragen. Damit sei der Leerstand im Vorjahresvergleich um weitere 6.000 Einheiten geschrumpft. Das berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.4. Die niedrigsten Leerstandsquoten seien in München (0,2 %) sowie in Münster, Frankfurt, Darmstadt und Freiburg (je 0,5 %) gemessen worden.

Baukindergeld in der Kritik

Einer Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft zufolge besteht die Gefahr, dass das geplante Baukindergeld vor allem von Landkreisen in Anspruch genommen wird, die einen nur geringen Baubedarf oder bereits einen Überhang aufweisen. Das berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 12.4. Das Problem bestehe, weil Kommunen mit eher rückläufiger Bevölkerung gerne neues Bauland auswiesen und anböten, um neue Einwohner zu gewinnen. Sehr häufig aber komme es aber zu gar keinem echten Zuzug, sondern lediglich zu Umzügen aus den Nachbargemeinden. Die Folge sei ein wachsendes Leerstandsproblem und eine sinnlose Zersiedelung von Ortschaften. In den Metropolen, in denen tatsächlich ein Wohnraummangel bestehe, habe das Baukindergeld hingegen keinen Effekt, da dort das nötige Bauland fehle.

Berlin belegt Spitzenplatz bei Preissteigerungen

Nirgendwo auf der Welt steigen die Preise für Wohneigentum derzeit so stark wie in Berlin, hat der neueste Global Residential Cities Index von Knight Frank ergeben, über den neben anderen die IMMOBILIEN ZEITUNG am 12.4. und DIE WELT am 13.4. berichten. Betrachtet worden seien die Preise in 150 Städten weltweit im Zeitraum Q4 2016 bis Q4 2017. In Berlin seien die Wohnungspreise in diesem Zeitraum um 20,5 % gestiegen, gefolgt von Izmir (+ 18,5 %) und Reykjavik (+ 16,6 %). Hamburg belege mit 14,1 % den siebten Platz, München mit 13,8 % den achten.

Grundgesetzänderung für mehr sozialen Wohnungsbau

Die Bundesregierung bereitet eine Grundgesetzänderung vor, um den sozialen Wohnungsbau stärker fördern zu können. Das berichtet die FAZ am 10.4. Der geplante Artikel 104d GG solle es dem Bund ermöglichen, den Ländern und Gemeinden hierfür finanziell unter die Arme zu greifen. Bislang sei vorgesehen, dass nach der Föderalismusreform I die Mitfinanzierung des sozialen Wohnungsbau durch den Bund auslaufe, da einzelne Länder die Mittel des Bundes für andere Zwecke außerhalb des sozialen Wohnungsbaus zweckentfremdet hätten.

Entspannung am deutschen Immobilienmarkt

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) rechnet mit einer spürbaren Verlangsamung der Preisanstiege am deutschen Immobilienmarkt, sowohl in den Metropolen als bundesweit, berichtet die FAZ am 10.4. Mit einer Korrektur rechne der VDP aber aufgrund des sehr robusten Wirtschaftswachstums und der positiven Einkommensentwicklung in Deutschland aber nicht. In den Top-7-Städten hätten die Preise für Eigentumswohnungen im vergangenem Jahr um durchschnittlich 12,1 % und für Mehrfamilienhäuser um 14,2 % zugelegt, womit die Lage dort angespannt bleibe.

Wohnimmobilien nach wie vor stark gefragt

Das Transaktionsvolumen im Wohnsegment hat sich im Q1 2018 CBRE und NAI apollo zufolge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf sieben Mrd. Euro beinahe verdoppelt, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 12.4. Die Mikroapartments, die ein Fonds der Bayerischen Versorgungskammer (BKV) für 670 Mio. Euro von Corestate erworben habe, verstärkten den Trend zu Mikro- und Studentenwohnungen. In diesem Bereich seien CBRE zufolge insgesamt mehr als 1,4 Mrd. Euro umgesetzt worden. Projektentwicklungen seien ebenfalls zentral, ihr Investitionsvolumen sei um 70 % auf 1,8 Mrd. Euro gestiegen. Mit einem Volumen von 1,1 Mrd. Euro sei in Berlin unter allen Städten am meisten investiert worden, zwei Drittel der Summe seien aus dem Ausland gekommen.

Steigende Büromieten, sinkender Leerstand

Die IMMOBILIEN ZEITUNG schreibt am 12.4., dass die Durchschnittsmieten für Büros in den A-Städten im Q1 2018 weiter gestiegen sind. Spitzenreiter sei Berlin, wo die Mieten mit nun 20,35 Euro/qm erstmals über denen in Frankfurt am Main (20 Euro/qm) lägen. Platz drei belege München mit 17,50 Euro/qm. Bei den Spitzenmieten führe weiterhin Frankfurt mit 42 Euro/qm, was mehr als 9 % mehr als der Vorjahreswert seien. Der Leerstand sei laut Colliers International in allen Metropolen auf unter 4 % gesunken, in Berlin sogar unter 2 %. Carsten Ape von CBRE erwarte eine Fortsetzung dieses Trends, da der Neubau nicht ausreichend entlaste. Dessen Volumen (900.000 qm bis Ende 2018) liege unter den Prognosen (1,3 Mio. qm), zudem seien nur noch 274.000 qm davon verfügbar.

Weniger Umsatz mit Einzelhandelsimmobilien

Einem Bericht der IMMOBILIEN ZEITUNG vom 12.4. zufolge sind die Investitionen in Einzelhandelsimmobilien im Q1 2018 deutlich gesunken. CBRE beziffere den Umsatzrückgang auf 56 % im Vorjahresvergleich. Grund dafür sei ein zu geringes Angebot. Insgesamt seien 1,6 Mrd. Euro umgesetzt worden, davon 49 % oder 781 Mio. Euro mit Fachmärkten und Fachmarktzentren. Die größte Einzeltransaktion sei der Erwerb des Bauhaus-Areals in München-Laim, für das die Commerz Real 150 Mio. Euro gezahlt habe.

Gutes erstes Quartal für den Logistikmarkt

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 12.4. berichtet, wurden im Q1 2018 Angaben von CBRE zufolge am Logistikmarkt mehr als 1,8 Mrd. Euro umgesetzt. Rund 75 % der Investitionen seien aus dem Ausland getätigt worden. Die Renditen seien stabil über 4 % geblieben, wobei CBRE mit einem Anhalten der Renditekompression rechne. Für den Rest des Jahres 2018 seien weitere Preissteigerungen zu erwarten. Aufgrund einiger großer Logistikportfolios, die derzeit auf dem Markt seien, sei damit zu rechnen, dass das Investitionsvolumen im Jahresverlauf auf fünf Mrd. Euro bis sieben Mrd. Euro ansteigen werde.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Pfandbriefbanken fordern Augenmaß bei Basel III

Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 10.4. schreibt, fordert der VDP, bei der Umsetzung des Basel-III-Reformpakets mit Bedacht vorzugehen. Die beschlossene Untergrenze für die nach internen Modellen berechnete Eigenkapitalforderung von 72,5 % im Vergleich zum Standardansatz stelle demnach eine signifikante Belastung für deutsche Institute dar. Besonders für Banken würden Teile der Immobilienfinanzierung dadurch deutlich unattraktiver, da sie gemessen an ihrem konservativen Risikoprofil künftig unverhältnismäßig viel Eigenkapital vorgehalten müssten.

VERSCHIEDENES

Handlungsbedarf in deutschen Metropolen

Nedeljko Prodanovic von der Stonehedge Gruppe schreibt am 9.4. auf WALLSTREET:ONLINE, welche Schritte in deutschen Großstädten nötig sind, um der anhaltenden Wohnungsnot Herr zu werden. Zwar habe sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, innerhalb von dreieinhalb Jahren 1,5 Mio. neue Wohnungen zu schaffen. Angesichts der geringen bzw. rückläufigen Zahlen neuer Bauanträge und -genehmigungen seien jedoch direkte Initiativen der Länder und Kommunen nötig, um diese Zahlen annähernd zu erreichen. In Hamburg etwa schalte sich der Senat in jedes Bauantragsverfahren ein, das länger als drei Monate dauere, um den Prozess voranzutreiben. Der Geschäftsführer der Stonehedge Gruppe fordert, dieses Vorgehen solle obligatorisch in allen Top-7-Städten umgesetzt werden. Auch sei es wichtig, stärker in Infrastrukturprojekte rund um deutsche Großstädte zu investieren. So können Ballungsräume entlastet werden, indem es Menschen erleichtert werde, in umliegende Gemeinden zu ziehen. Es seien konsolidierte Maßnahmen des Bundes und der Länder nötig, um die Neubauzahlen in Deutschland wieder zu erhöhen.

Termine

HAUSPLUSRENTE LÄDT ZUR BÜROERÖFFNUNG IN BERLIN EIN

„Uns erreichen immer mehr Anfragen von Ruheständlern aus Berlin und Umgebung nach Möglichkeiten der Immobilienverrentung. Aus diesem Grund freut es uns besonders, diesen Anfragen nun auch entsprechen zu können.“

– Otto Kiebler, Gründer und Geschäftsführer der HausplusRente GmbH

„Vielen Senioren wird immer bewusster, über welche beachtlichen Vermögen sie angesichts steigender Immobilienpreise verfügen. Da dieses Vermögen allerdings in ihrer jeweiligen Immobilie gebunden ist, wächst das Interesse an Lösungen, die es erlauben, diesen erheblichen Kapitalstock zu Lebzeiten zu nutzen.“

– Stefan Buschmann, neuer Berliner Büroleiter von HausplusRente

Die Büroeröffnung findet am Montag den 16. April statt. Von da an ist die Berliner Niederlassung in der Teplitzerstraße 17 in Berlin-Grunewald für kostenlose Einzelberatungen erreichbar.

Interessierte können unter 030–403 664 633 einen Beratungstermin vereinbaren.

BERLINER IMMOBILIENRUNDE Mit Unterstützung der FONDSZEITUNG

Sonderveranstaltung: Crowdfunding – was bieten die verschiedenen Plattformen Projektentwicklern und Investoren?

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich vor allem an Projektentwickler / Bauträger, die vergleichen wollen, welche Crowdfunding-Plattform am besten zu ihren spezifischen Anforderungen passt, sowie an Family Offices und andere Investoren, die sich dafür interessieren, wie – jenseits des Crowdfunding im engeren Sinne – Möglichkeiten zur Investition angeboten werden. Kommen sollten außerdem weitere Mezz- und Crowdfunding-Anbieter.

REFERENTEN
Johannes Laub (CrowdDesk GmbH), Carl von Stechow (ZINSLAND), Michael Stephan (iFunded), Dr. Guido Sandler (BERGFÜRST AG), Simon Brunke (Exporo AG), Marc Laubenheimer (Engel & Völkers Capital), Lasse Kammer (ReaCapital), Patrick Mijnals (bettervest GmbH), Johannes Ranscht (Mezzany GmbH). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
Finanzielle Parameter der Zusammenarbeit zwischen der Plattform und dem Projektentwickler/Bauträger (Zahlen!); Kriterien der Plattform für die Zusammenarbeit mit Bauträgern; Track Record der Plattform (Zahlen) und Beispiel für finanzierte Projekte; Welche Platzierungsgeschwindigkeiten sind realistisch? Was sind die einzelnen Schritte für die Zusammenarbeit und die Prüfung des Projektes? Zeitlicher Ablauf? Wie sehen die Kosten aus? Gibt es aus Investorensicht seitens der Plattformbetreiber andere Möglichkeiten (außerhalb des Crowd-Investings), im Bereich von Mezz-Finanzierungen mit Family Offices und Institutionellen zusammenarbeiten? Wie wird mit potentiellen Ausfallrisiken umgegangen? Am Ende des Tages haben Sie den besten Überblick über die aktuelle Crowdfunding-Szene, da erfahrungsgemäß auch andere Anbieter im Publikum sind.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 17. Mai 2018 im Intercontinental Hotel Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE in Kooperation mit der IREBS Immobilienakademie

Sonderveranstaltung Basisseminar: Projektentwicklung

ZIELGRUPPEN
Das Seminar richtet sich insbesondere an neue Mitarbeiter bei Projektentwicklungsunternehmen, die aus anderen Bereichen (oder direkt von der Uni) kommen und sich an zwei Tagen einen Gesamtüberblick über die Tätigkeit eines Projektentwicklers verschaffen wollen. Es richtet sich aber auch an Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (besonders solche, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater und Mitarbeiter von Generalunternehmern/Bauunternehmen. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

THEMEN
Erster Tag: „Grundlagen der Projektentwicklung und Projektmanagement“: Projektentwicklung/Projektmanagement (Ablauf und Leistungsbilder); Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht; Grundstücksanalyse); Planungskonzepte (Untersuchung vorhandener Bausubstanz; Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung; Bildung von Gebäudemodellen); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI; Baukostenplanung in der Projektentwicklung; Rahmenterminplanung); Start der Projektmanagementaktivitäten (360°-Analyse als Einstieg; Objektplanung – durch wen? Projektorganisation – ist alles geregelt?

Zweiter Tag: „Die Arbeit eines Projektentwicklers und einfache Developerrechung“: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen; Definition; klassische Aufgaben); idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte; idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung); der Markt für Projektentwickler (Typen; Strategien; Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse; Wettbewerbsanalyse; Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ zur dynamischen Developer-Rechnung).

REFERENTEN
Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer und Carsten Sellschopf, formart GmbH & Co. KG.
Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 11. und 12. April im Maritim Hotel Berlin statt. Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular finden Sie unter: www.tvs-berlin.de/downloads/Einladung26091701.pdf

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung, die wir bereits zum neunten Mal durchführen, richtet sich an alle Marktteilnehmer, die professionell Immobilien kaufen und verkaufen. Sie vermittelt an zwei Tagen sowohl Grundlagen als auch Wissen zu aktuellen Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht. Kommen sollten Projektentwickler, Bauträger, Investoren, Asset-Manager, Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, Transaktionsberater, Makler, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

REFERENTEN
Dr. Peter Decker ist Rechtsanwalt und Partner von Gibson, Dunn & Crutcher LLP und berät in nationalen und internationalen Immobilientransaktionen. Er ist qualifiziert als Chartered Surveyor (MRICS) und leitet die Real Estate Praxis im Münchner Büro von Gibson Dunn, eine der führenden internationalen Anwaltskanzleien.
Dr. Christian Schmidt ist Rechtsanwalt und seit 2014 Mitarbeiter in der Steuerabteilung der Deutschen Pfandbriefbank AG. Zuvor war er 14 Jahre als Rechtsanwalt für die internationale Anwaltssozietät Shearman & Sterling LLP und Gibson, Dunn & Crutcher LLP auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Steuerrechts tätig. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehört u.a. das Immobiliensteuerrecht.
Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
1. Tag: Steuerliche Strukturierung der Transaktion: Asset Deal; Steuerliche Aspekte einer Immobilientransaktion; Asset Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Asset Deal aus Sicht des Erwerbers (Abschreibung der Anschaffungskosten); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtige Rechtsgeschäfte, Bemessungsgrundlage, Steuerausnahmen); Umsatzsteuer (Geschäftsveräußerung im Ganzen, Umsatzsteueroption); Haftung (Betriebssteuern, Grundsteuer, Haftungsregelung im Kaufvertrag). Steuerliche Strukturierung der Transaktion – Share Deal: Share Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Share Deal aus Sicht des Erwerbers (Abzugsfähigkeit der Akquisitionsfinanzierung, Schicksal der Verlust- und Zinsvorträge); Besteuerung mit Auslandsbezug; Umsatzsteuer (Umsatzsteuerfreiheit des Share Deals); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtigkeit der Anteilsübertragung und Anteilsvereinigung; gem. §§ 1 Abs. 2a, Abs. 3 und Abs. 3a GrEStG, Strukturierungsmöglichkeiten); Haftung (Steuerklausel im Kaufvertrag); Geplante Änderungen zur Grunderwerbsteuer bei Share Deals – wie können Investoren ggf. vorausschauend darauf reagieren? Vereinbarungen im Vorfeld der Transaktion: Letter of Intent, Memorandum of Understanding, Term Sheet, Exklusivitätsvereinbarung; Vertraulichkeitsvereinbarung. Due Diligence: Käufer Due Diligence/Verkäufer Due Diligence; Red Flag List; Executive Summary; Report; Datenraumanforderungen. Asset Deal: Kaufgegenstand (Bestimmtheit, Dingliche Belastungen, Bauverpflichtung); Kaufpreis (Gestaltung, Fälligkeit, Sicherstellung, Verkäuferdarlehen); Dingliche Sicherung der Kaufpreisfinanzierung (Belastungsvollmacht, Sicherstellung der Löschung); Übergang von Vertragsverhältnissen (Mietverhältnisse, Service Verträge, Versorgungsverträge, Nachvereinbarungen); Garantiehaftung versus Haftungssystem des BGB; Rechtsfolgen der Haftung (Basket, Cap, Selbstbehalt, Vertragsstrafen); Übergang von Nutzen und Lasten; Rücktrittsrechte (Verzug des Käufers, Nichteintritt der Fälligkeitsvoraussetzungen, Rechtsfolgen); Auflassungsvormerkung und Auflassung; Kostenregelung; Zusammenschlusskontrolle.

2. Tag: Share Deal – Ankauf einer Immobilie: Abgrenzung zum Asset Deal; Anwendbares Recht; Sprache der Transaktionsdokumente; Erforderlichkeit der notariellen Beurkundung; Kaufpreisgestaltung, Ablösung von Verbindlichkeiten und Kaufpreisanpassung; Physisches Closing versus reales Closing; Haftungssystematik beim Share Deal; Optionsvereinbarungen. Joint Venture für ein Immobilienprojekt: Arten von Immobilien-Joint Ventures; Wirtschaftliche Grundlagen von Joint Ventures (Objektbeschaffung, Asset Management, Exit, Budget); die Joint Venture Vereinbarungen (Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen, Geschäftsbesorgungsverträge, Leistungsverträge); die Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Regelungen (Kapitalausstattung, Stimmrechte, Tag along, Drag along, Vorkaufsrechte, Gewinnverteilung); Geschäftsbesorgungsverträge (Verwaltung des Joint Ventures, Beschaffung, Verwaltung, Wertschöpfung, Finanzierung, Verkauf).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 18. und 19. April 2018 im Steigenberger Hotel in Berlin statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de