KOMMENTAR AM MONTAG

Keiner wohnt freiwillig dauerhaft "mikro"

Jacopo Mingazzini Accentro Real Estate

Der Nachfrageüberhang am Eigentums- und Mietwohnungsmarkt in den Großstädten treibt die Entwicklung immer kleinerer, kompakterer Einzimmerwohnungen voran. Nach den Mikros werden inzwischen auch Nanoapartments angeboten, man kann gespannt sein, wann die nächstkleinere Maßeinheit eingeführt wird. Für diese Projekte eignen sich in innerstädtischen Lagen, heißt es vonseiten der Entwickler, auch kleinere und mittlere Baulücken, häufig nahe Bahnhöfen und Gleisanlagen. Die traditionelle Wohnqualität ruhiger Seitenstraßen mit weniger Verkehr steht bei dieser neue Wohnungsform nicht im Mittelpunkt.

Zwei Gründe gibt es für den Trend. Erstens, heißt es, gebe es derzeit immer mehr Singlehaushalte. Viele Menschen suchen eine Wohnung, gern auch möbliert, auf Zeit, in der Stadt; durch berufliche und regionale Flexibilität, aber auch die Verschiebung vieler Tätigkeiten in den öffentlichen Raum schrumpft der Quadratmeterbedarf. Ein Wohn- und Schlafzimmer in einem, eine Kochnische, ein Duschbad – fertig ist die Wohnung. Waschmaschine, Trockner, Fitnessgerät und Schreibtisch lassen sich in Gemeinschaftsflächen unterbringen – und wer sich mit Freunden trifft, geht heute eh meist aus.

Der zweite Grund ist pekuniärer Natur. Die Preise in den Großstädten steigen munter weiter und die Käufer müssen sparen. Das tun sie bei den absoluten Kosten, also bei der Wohnungsfläche. Plötzlich geht es vielen nicht mehr um die Größe der Wohnung, sondern grundsätzlich darum, Eigentum zu besitzen. Und wo – mit Ausnahme Berlins – ist noch eine Neubauwohnung in einer der sieben deutschen Topstädte für unter 200.000 Euro auf dem Markt, wenn nicht im Mikrobereich? Mieter wiederum brauchen ein Dach über dem Kopf, und da auch die Mieten steigen, werden kleinere Wohnflächen belegt.

Was aber, wenn die Nachfrage nach Wohnraum sinkt? Wenn wieder genug Wohnungen auf dem Markt sind und eine Wohnungsbesichtigung in der Stadt nicht mehr Hunderte Interessenten anlockt? Dann werden jene Wohnungen und Wohnformen, die nur aufgrund des deutlichen Nachfrageüberhangs eingeführt wurden, als erste Leerstand aufweisen. Denn kein Mensch wohnt wirklich freiwillig auf 18 qm bis 22 qm inklusive Küche und Bad. Die Investition lohnt sich, solange aufgrund hoher Nachfrage überdurchschnittlich hohe Mieten möglich sind und die Fluktuation niedrig bleibt. Ob die hohen Kaufpreise nach zehn Jahren und vielen Mieterwechseln noch zu erwirtschaften sein werden, ist zumindest fraglich.

Dieser Artikel erschien bereits am 15.3. in der IMMOBILIEN ZEITUNG.

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MARKT-NEWS

Image im Wandel

Über die steigende Zahl von Wohnhochhäusern in Deutschland berichtet die FAZ am 23.3. anlässlich einer Studie von bulwiengesa im Auftrag von Pandion. Im Zeitraum 2012 bis 2020 entstünden fast 11.500 Wohnungen in 78 Wohnhochhäusern, von denen sich die überwiegende Mehrzahl in den sieben deutschen Metropolen, vor allem in Frankfurt und Berlin befinde. Auch in B-Städten fänden sich sich vermehrt, doch seien laut Reinhold Knodel von Pandion die Metropolen als Standorte für Wohnhochhäuser besser geeignet, weil ihre Errichtung relativ teuer sei und dort höhere Mieten und Preise erzielt werden könnten. In Zeiten hoher Grundstückspreise und einer steigenden Zahl der Ein-Personen-Haushalte seien die Türme eine zeitgemäße und immer beliebter werdende Antwort auf den Wohnungsmangel.

Ein Reihenhaus für jedermann

Welche Themen die große Koalition nach der langen Regierungsbildungsphase als erstes angehen möchte, berichtet die FAZ am 13.3. Immobilienthemen gehörten dabei zu den dringendsten. Im Rahmen des zunächst in Kraft zu setzenden Bundeshaushalts solle Volker Kauder (CDU) zufolge auch das Baukindergeld so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden. Über den Trend zu raumsparenden Wohnflächen berichtet das HANDELSBLATT am 23.3. So habe etwa Bonava in Berlin-Hohenschönhausen kürzlich im Wohnquartier Arendscarree 80 qm große Reihenhäuser errichtet, die als Einstiegsprodukt für junge Familien konzipiert seien. Damit folge Bonava dem Trend zu kompakten, effizienten Grundrissen. „Die Menschen akzeptieren weniger Fläche, wenn sie dafür urban wohnen können“, sage Nils Olov Boback von Bonava. Auch im gehobenen Segment würden effiziente Grundrisse immer beliebter.

Baukosten höher als gedacht

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 22.3. schreibt, sind laut dem Baukosteninformationszentrums (BKI) Deutscher Architektenkammern seit 2010 die Baukosten für Standardwohnimmobilien stärker gestiegen, als der Baukostenindex nahegelegt hat. Eine Auswertung der Objektdatenbank durch das BKI und on-geo habe ergeben, dass die Herstellungskosten für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Doppelhaushälften bis zu 24 % höher zu veranschlagen seien, als wenn die Werte von 2010 mittels Baukostenindex fortgeschrieben würden.

Weniger Wohnungsgenehmigungen in Berlin

In Berlin sind dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg zufolge im vergangenen Jahr 24.743 Wohnungen und damit 1,2 % weniger genehmigt worden als 2016, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 22.3. Allerdings sollten 21.562 der Wohnungen und damit 2,2 % mehr als 2016 neu gebaut werden. 19.653 neue Einheiten und damit 2,2 % mehr als im Vorjahr würden in Mehrfamilienhäusern realisiert. Die Mehrzahl der Wohnungen entstünden in den Bezirken Mitte, Treptow, Köpenick und Marzahn-Hellersdorf.

Betriebskosten lassen sich effektiv senken

Darüber, wie sich beim Betrieb von Immobilien Kosten sparen lassen, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 22.3. Dem Betriebskostenmanager Argentus zufolge biete Fernwärme besonders großes Einsparpotenzial. „Viele Fernwärmekunden zahlen 10 % bis 20 % mehr als nötig“, sage Dr. Konrad Jerusalem von Argentus. Durch Bündelung von Aufträgen etwa ließen sich oft günstigere Konditionen aushandeln. Auch sei es sinnvoll, die Fernwärmeanschlusswerte zu überprüfen, da die Anschlüsse oft überdimensioniert seien. Doch auch bei Kosten für Müllentsorgung, Anlagenwartung oder Messdiensten lohne sich eine Überprüfung der Kosten für Betreiber und Mieter. Das Betriebskostenmanagement sei neben dem Asset, Property und Facility Management die vierte wichtige Säule zum Werterhalt und zur Werterhöhung von Immobilien.

Die spannende Zukunft der Pflegeheime

Welche baurechtlichen Regelungen für Pflegeheime in den einzelnen Bundesländern zu beachten sind und was sie jeweils für die Einrichtungen bedeuten, ist Thema eines Beitrags in der IMMOBILIEN ZEITUNG vom 22.3. Bestehenden Heimen seien relativ lange Übergangsfristen zu ihrer Erfüllung gewährt worden, die jedoch in einigen Ländern bald ausliefen oder bereits ausgelaufen seien. Dies aber werde den bereits bestehenden Nachfrageüberhang weiter steigen lassen. Vor allem ältere Heime müssten in den nächsten Jahren vermehrt umgebaut und renoviert werden. Hier werde es etwa bzgl. der Kosten häufig zum Dissens zwischen Grundstücksbesitzer und Heimbetreiber kommen, da insbesondere in alten Mietverträgen die Verantwortlichkeiten und Pflichten für gesetzlich bedingte Veränderungen oft unscharf formuliert seien. Der SGP REPORT widmet diesem Thema seine Ausgabe 4-2018 und lässt Branchenexperten zu Wort kommen. Jens Nagel von Hemsö entwirft angesichts der jetzt schon wahrnehmbaren Unterversorgung zwei mögliche Szenarien: Entweder werde die Politik das Refinanzierungssystem umstellen und bundesweit gültige Standards identifizieren, was zu einem teils geringeren Pflegeniveau führen, dafür aber eine flächendeckende Versorgung auf insgesamt hohem Niveau für alle Einkommensklassen ermöglichen werde. Andernfalls werde nur das hochpreisige Segment auf die notwendigen Anpassungen rasch reagieren können, was zu einem Zweiklassensystem in der Pflege führen werde. Jan Linsin von CBRE betrachtet den großen Bedarf an Pflegeimmobilien aus Investorenperspektive und geht davon aus, dass zukünftig mehr Fonds Pflegeimmobilien in ihr Portfolio aufnehmen würden, und zwar nicht nur als Beimischung, sondern als spezielle Assetklasse in entsprechenden Healthcare-Fonds. Ob der Bedarf an Pflegeheimplätzen bis 2030 gedeckt sein werde, hänge aber vor allem von der Regulierungsfrage ab. Felix von Braun von der DPF AG mahnt, die räumlichen Bedingungen in den Pflegeeinrichtungen könnten sich bald verschlechtern. Die private Immobilienwirtschaft stelle sich bereits auf die Zukunft ein, doch sei es geboten, dass der Staat private und öffentliche Träger sie dabei unterstützten, den Bedarf zu decken. Doch sei bislang nicht mehr als Symbolpolitik festzustellen, schreibt Dr. Michael Held von Terragon. Für ihn stehe fest, dass es zu einem nur schwer zu behebenden Pflegenotstand kommen werde, wenn nicht bald Abhilfe geschaffen werde. Hierfür aber müssten geordnete und verlässliche Investitionsbedingungen geschaffen werden.

Shoppen macht hungrig

Eine Studie des EHI Retail Institutes zur Handelsgastronomie stellt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 22.3. vor. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Zunahme des Außer-Haus-Verzehrs habe sich vor allem die Gastronomie in Einkaufszentren rasant entwickelt. Während noch wenige Jahre zuvor erst durchschnittlich 6 % der Verkaufsfläche mit Essen und Trinken belegt worden seien, habe sich dieser Wert in vielen Malls verdoppelt und liege teils sogar bei 15 %.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Wohnungsbau-Förderprogramme sind zu komplex

An der Errichtung der dringend benötigten 80.000 Sozialwohnungen wollen sich auch private Investoren beteiligen, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 22.3., vermissen aber ein Entgegenkommen der Politik. Für Thomas Meyer von Wertgrund, dessen Unternehmen sich bereits engagiere, sei der geförderte Wohnungsbau ein Zukunftsthema. Für Investoren sei von Vorteil, dass diese Wohnungen im Ankauf günstiger und sehr vermietungssicher seien und langfristigen Wertzuwachs erwarten ließen. „Wer langfristig und risikoavers denkt, der wendet sich jetzt diesem Thema zu“, sage Meyer. Stiftungen und Versicherungen seien interessierte Kunden. Doch vermisse er neue Ideen zur Einbindung der Privaten in den geförderten Wohnungsbau und eine klare Regelung der Subventionen. „Alle Parteien müssen sich da unbedingt zusammensetzen“, fordere Ulrich Jacke von Dr. Lübke & Kelber. Er sei hinsichtlich der Marktgängigkeit der derzeitigen Förderprogramme skeptisch, Renditeeinbußen aus den geringeren Mieten würden durch Förderungen nicht adäquat ausgeglichen. Zudem verunsichere die zu hohe Zahl unterschiedlicher Förderbedingungen die Investoren. Zwar hätten Länder und Städte ihre Förderprogramme inzwischen etwas investorenfreundlicher gestaltet, doch gebe es in dieser Hinsicht auf dem für dieses Jahr geplanten Immobiliengipfel noch viel zu besprechen.

Wealthcap setzt auf mehr Assetvielfalt

Die UniCredit-Tochter Wealthcap will nun auch in den Bereich Wohnen investieren und hat hierzu eine strategische Partnerschaft mit Domicil geschlossen. Das berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 22.3. Bislang habe Wealthcap sich auf Gewerbeimmobilien konzentriert. „Wachstum geht aber in Zukunft nicht mehr nur monothematisch“, sage Gabriele Volz von Wealthcap. Die erste gemeinsame Lösung für institutionelle Investoren mit einem Gesamtvolumen von 200 Mio. Euro werde bereits vorbereitet. Im zweiten Halbjahr 2018 solle das Wohnportfolio von Wealthcap und Domicil in den Vertrieb gehen.

Beos gründet KVG

Beos will eine hauseigene KVG gründen, um den Fonds Beos CREFG IV zu managen, der in der zweiten Jahreshälfte gestartet werden solle. Das berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 22.3. Angestrebt würden Renditen zwischen 5,5 % und 6 %, mit einem Zielvolumen von ca. 1,1 Mrd. Euro werde Fonds IV so groß wie sein Vorgänger sein.

VERSCHIEDENES

Gute Gelegenheit

John Amram von HPBA rät auf ALTII am 19.3. jenen Anlegern, die für die kommenden Jahre einen Verkauf ihrer Assets geplant haben, diesen vorzuziehen. Die Zeichen des Wandels würden deutlicher, in einigen Lagen und bei einigen Nutzungsarten sei ein Preisplateau erreicht. Gewerbeobjekte im Bereich Prime-Retail erzielten derzeit Faktoren zwischen 30 und 45, mitunter werde sogar Faktor 50 gefordert. Für Verkäufer sei das eine gute Grundlage und oft die ideale Gelegenheit, da zum gegenwärtigen Zeitpunkt der überwiegende Teil der Objekte gut entwickelt sei.

Wie nachhaltig sind E-Autos wirklich?

Alexander Harnisch von Diamina & Harnisch rät angesichts der zunehmenden Nachfrage nach Ladestationen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge in der EURO AM SONNTAG 11/18, darüber nachzudenken, wie nachhaltig die derzeit angebotenen Elektroautos tatsächlich seien. Dabei sei nicht nur an die beim Fahren verbrauchte Energie zu denken, sondern etwa auch an die, die zur Herstellung des Autos aufgewendet werden müsse. Auch sei die Frage, inwieweit sich die Komponenten recyclen ließen, was derzeit noch nicht vollständig möglich sei. Ein weiterer Gedanke solle dem Stromnetz gelten, das den Anforderungen genügen und hierfür ggf. kostspielig ausgebaut werden müsse. Immobilienkäufer sollten darauf achten, dass das Objekt ihrer Wahl ihren diesbezüglichen Ansprüchen entspricht.

Das klassische Büro hat Zukunft

Auch in Zeiten der Digitalisierung hat die klassische Büroimmobilie nicht ausgedient, schreibt Hendrik von Paepke von APOprojekt auf CHEFBÜRO am 19.3. Tatsächliches räumliches Zusammensein führe zu mehr Vertrauen, mehr Identifikation und mehr Teamspirit. Das werde gerade bei anspruchsvollen Dienstleistungen auch künftig eine zwingende Voraussetzung sein. Junge Digital Natives und Digital Borns seien an einer ansprechenden Bürogestaltung interessiert, was sich potenzielle Arbeitgeber zunutze machen sollten. Je digitaler die Welt werde, desto stärker werde, gleichsam als Gegentrend, auch das Bedürfnis nach zwischenmenschlicher Begegnung jenseits der Technik.

Asbesttest leicht gemacht

Walter Dormagen vom TÜV Rheinland empfiehlt am 22.3. auf BUSINESS INSIDER, dass, wer etwa in einem Altbau aus den 1970er- und 1980er-Jahren lebe und seine Wohnung selbst sanieren wolle, sich vor Baumaßnahmen Rat von Experten holen solle. Dazu reiche es, etwa zwei Gramm des verdächtigen Materials staubdicht in einen Kunststoffbeutel verpackt an einen Sachverständigen zu schicken. Bei der Probenahme solle aus Vorsorgegründen das Material angefeuchtet und eine im Baumarkt erhältliche Feinstaubmaske getragen werden.

Termine

BERLINER IMMOBILIENRUNDE Mit Unterstützung der FONDSZEITUNG

Sonderveranstaltung: Crowdfunding - was bieten die verschiedenen Plattformen Projektentwicklern und Investoren?

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich vor allem an Projektentwickler / Bauträger, die vergleichen wollen, welche Crowdfunding-Plattform am besten zu ihren spezifischen Anforderungen passt, sowie an Family Offices und andere Investoren, die sich dafür interessieren, wie – jenseits des Crowdfunding im engeren Sinne – Möglichkeiten zur Investition angeboten werden. Kommen sollten außerdem weitere Mezz- und Crowdfunding-Anbieter.

REFERENTEN
Johannes Laub (CrowdDesk GmbH), Carl von Stechow (ZINSLAND), Michael Stephan (iFunded), Dr. Guido Sandler (BERGFÜRST AG), Simon Brunke (Exporo AG), Marc Laubenheimer (Engel & Völkers Capital), Lasse Kammer (ReaCapital), Patrick Mijnals (bettervest GmbH), Johannes Ranscht (Mezzany GmbH). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
Finanzielle Parameter der Zusammenarbeit zwischen der Plattform und dem Projektentwickler/Bauträger (Zahlen!); Kriterien der Plattform für die Zusammenarbeit mit Bauträgern; Track Record der Plattform (Zahlen) und Beispiel für finanzierte Projekte; Welche Platzierungsgeschwindigkeiten sind realistisch? Was sind die einzelnen Schritte für die Zusammenarbeit und die Prüfung des Projektes? Zeitlicher Ablauf? Wie sehen die Kosten aus? Gibt es aus Investorensicht seitens der Plattformbetreiber andere Möglichkeiten (außerhalb des Crowd-Investings), im Bereich von Mezz-Finanzierungen mit Family Offices und Institutionellen zusammenarbeiten? Wie wird mit potentiellen Ausfallrisiken umgegangen? Am Ende des Tages haben Sie den besten Überblick über die aktuelle Crowdfunding-Szene, da erfahrungsgemäß auch andere Anbieter im Publikum sind.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 17. Mai 2018 im Intercontinental Hotel Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE in Kooperation mit der IREBS Immobilienakademie

Sonderveranstaltung Basisseminar: Projektentwicklung

ZIELGRUPPEN
Das Seminar richtet sich insbesondere an neue Mitarbeiter bei Projektentwicklungsunternehmen, die aus anderen Bereichen (oder direkt von der Uni) kommen und sich an zwei Tagen einen Gesamtüberblick über die Tätigkeit eines Projektentwicklers verschaffen wollen. Es richtet sich aber auch an Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (besonders solche, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater und Mitarbeiter von Generalunternehmern/Bauunternehmen. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

THEMEN
Erster Tag: „Grundlagen der Projektentwicklung und Projektmanagement“: Projektentwicklung/Projektmanagement (Ablauf und Leistungsbilder); Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht; Grundstücksanalyse); Planungskonzepte (Untersuchung vorhandener Bausubstanz; Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung; Bildung von Gebäudemodellen); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI; Baukostenplanung in der Projektentwicklung; Rahmenterminplanung); Start der Projektmanagementaktivitäten (360°-Analyse als Einstieg; Objektplanung – durch wen? Projektorganisation – ist alles geregelt?

Zweiter Tag: „Die Arbeit eines Projektentwicklers und einfache Developerrechung“: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen; Definition; klassische Aufgaben); idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte; idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung); der Markt für Projektentwickler (Typen; Strategien; Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse; Wettbewerbsanalyse; Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ zur dynamischen Developer-Rechnung).

REFERENTEN
Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer und Carsten Sellschopf, formart GmbH & Co. KG. Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 11. und 12. April im Maritim Hotel Berlin statt. Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular finden Sie unter: www.tvs-berlin.de/downloads/Einladung26091701.pdf

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung, die wir bereits zum neunten Mal durchführen, richtet sich an alle Marktteilnehmer, die professionell Immobilien kaufen und verkaufen. Sie vermittelt an zwei Tagen sowohl Grundlagen als auch Wissen zu aktuellen Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht. Kommen sollten Projektentwickler, Bauträger, Investoren, Asset-Manager, Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, Transaktionsberater, Makler, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

REFERENTEN
Dr. Peter Decker ist Rechtsanwalt und Partner von Gibson, Dunn & Crutcher LLP und berät in nationalen und internationalen Immobilientransaktionen. Er ist qualifiziert als Chartered Surveyor (MRICS) und leitet die Real Estate Praxis im Münchner Büro von Gibson Dunn, eine der führenden internationalen Anwaltskanzleien.

Dr. Christian Schmidt ist Rechtsanwalt und seit 2014 Mitarbeiter in der Steuerabteilung der Deutschen Pfandbriefbank AG. Zuvor war er 14 Jahre als Rechtsanwalt für die internationale Anwaltssozietät Shearman & Sterling LLP und Gibson, Dunn & Crutcher LLP auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Steuerrechts tätig. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehört u.a. das Immobiliensteuerrecht.

Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
1. Tag: Steuerliche Strukturierung der Transaktion: Asset Deal; Steuerliche Aspekte einer Immobilientransaktion; Asset Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Asset Deal aus Sicht des Erwerbers (Abschreibung der Anschaffungskosten); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtige Rechtsgeschäfte, Bemessungsgrundlage, Steuerausnahmen); Umsatzsteuer (Geschäftsveräußerung im Ganzen, Umsatzsteueroption); Haftung (Betriebssteuern, Grundsteuer, Haftungsregelung im Kaufvertrag). Steuerliche Strukturierung der Transaktion – Share Deal: Share Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Share Deal aus Sicht des Erwerbers (Abzugsfähigkeit der Akquisitionsfinanzierung, Schicksal der Verlust- und Zinsvorträge); Besteuerung mit Auslandsbezug; Umsatzsteuer (Umsatzsteuerfreiheit des Share Deals); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtigkeit der Anteilsübertragung und Anteilsvereinigung; gem. §§ 1 Abs. 2a, Abs. 3 und Abs. 3a GrEStG, Strukturierungsmöglichkeiten); Haftung (Steuerklausel im Kaufvertrag); Geplante Änderungen zur Grunderwerbsteuer bei Share Deals – wie können Investoren ggf. vorausschauend darauf reagieren? Vereinbarungen im Vorfeld der Transaktion: Letter of Intent, Memorandum of Understanding, Term Sheet, Exklusivitätsvereinbarung; Vertraulichkeitsvereinbarung. Due Diligence: Käufer Due Diligence/Verkäufer Due Diligence; Red Flag List; Executive Summary; Report; Datenraumanforderungen. Asset Deal: Kaufgegenstand (Bestimmtheit, Dingliche Belastungen, Bauverpflichtung); Kaufpreis (Gestaltung, Fälligkeit, Sicherstellung, Verkäuferdarlehen); Dingliche Sicherung der Kaufpreisfinanzierung (Belastungsvollmacht, Sicherstellung der Löschung); Übergang von Vertragsverhältnissen (Mietverhältnisse, Service Verträge, Versorgungsverträge, Nachvereinbarungen); Garantiehaftung versus Haftungssystem des BGB; Rechtsfolgen der Haftung (Basket, Cap, Selbstbehalt, Vertragsstrafen); Übergang von Nutzen und Lasten; Rücktrittsrechte (Verzug des Käufers, Nichteintritt der Fälligkeitsvoraussetzungen, Rechtsfolgen); Auflassungsvormerkung und Auflassung; Kostenregelung; Zusammenschlusskontrolle.

2. Tag: Share Deal – Ankauf einer Immobilie: Abgrenzung zum Asset Deal; Anwendbares Recht; Sprache der Transaktionsdokumente; Erforderlichkeit der notariellen Beurkundung; Kaufpreisgestaltung, Ablösung von Verbindlichkeiten und Kaufpreisanpassung; Physisches Closing versus reales Closing; Haftungssystematik beim Share Deal; Optionsvereinbarungen. Joint Venture für ein Immobilienprojekt: Arten von Immobilien-Joint Ventures; Wirtschaftliche Grundlagen von Joint Ventures (Objektbeschaffung, Asset Management, Exit, Budget); die Joint Venture Vereinbarungen (Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen, Geschäftsbesorgungsverträge, Leistungsverträge); die Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Regelungen (Kapitalausstattung, Stimmrechte, Tag along, Drag along, Vorkaufsrechte, Gewinnverteilung); Geschäftsbesorgungsverträge (Verwaltung des Joint Ventures, Beschaffung, Verwaltung, Wertschöpfung, Finanzierung, Verkauf).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 18. und 19. April 2018 im Steigenberger Hotel in Berlin statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de