KOMMENTAR AM MONTAG

MIPIM 2018: Guter Dinge, aber nicht abgehoben

Morten Hahn Dr. Lübke & Kelber

In Cannes merke ich jedes Jahr die Relativität der Zeit. Selbst am verregneten Donnerstag liefen die Uhren auf der MIPIM langsamer, vor allem langsamer als auf der Münchner Expo. Die Terminkalender sind nicht in 30-Minuten-Slots getaktet, und man hat endlich jenen bedeutsamen Augenblick für ungeplante, aber gerade deswegen umso wichtigere Begegnungen. Für mich schafft die größere Perspektive den nötigen Nährboden für Schnittpunkte und zukünftige Geschäftsanbahnungen. Denn dann heißt es plötzlich: Darüber müssen wir ausführlicher reden. Dazu sollten wir uns bald zusammensetzen. Wenn aber alle Termine durchgetaktet und alle Gespräche vorab auf bestimmte Themen und einzelne – meist eh schon vorab geklärte – Fragen eingegrenzt sind, dann ist das kaum möglich.

Diese Ruhe trübt aber nicht den Blick auf den Markt. Ob wir aus der Krise 2007/2008 gelernt haben oder die Fundamentaldaten derzeit schlicht nicht mit jenen von vor zehn Jahren vergleichbar sind, möchte ich nicht beurteilen. Die Euphorie manch eines Bankhauses stimmt aber zumindest nachdenklich. Denn nicht jeder Preis wird heute noch erzielt. Und manch eine teuer versprochene Exklusivität scheitert an just diesen Zusagen, die manch ein Bieter am Ende doch nicht halten kann. Wenn aber Verträge, die beinahe schon geschlossen wurden, mit Verweis auf Kostenlage und Finanzierungsziele wieder für die breitere Anlegerschaft geöffnet werden, dann ist zumindest klar, dass wir uns in einer Phase der Seitwärtsbewegung befinden. Umso wichtiger, dass die MIPIM 2018 frohen Mutes stimmte, aber niemand in Cannes abgehoben ist.

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Dann schreiben Sie an den Leiter unserer Redaktion Dr. Josef Girshovich.

MARKT-NEWS

Das war die MIPIM 2018

Innovative Konzepte waren das Hauptthema der MIPIM 2018, berichtet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 16.3. Mehr als 3.100 Aussteller aus mehr als 100 Ländern hätten ihre Stratgien und Projekte vorgestellt und sich ausgetauscht. Eine der intensiv diskutierten Fragen in Cannes sei gewesen, wie lange die Hochkonjunktur noch anhalten werde, zumal in den USA die Zinsen wieder stiegen und sich auch in Europa die Anzeichen für ein Ende der ultralockeren Geldpolitik mehrten. Viele Marktteilnehmer hätten gegen eine leichte Korrektur nichts einzuwenden, wenn dies das Risiko eines plötzlichen Einbruchs senke. In den Fokus rückten zunehmend nachhaltige Konzepte, wie die Frage nach der Stadt der Zukunft und die entsprechenden Stichworte Flexibilität und Infrastruktur, urbane Lebensqualität dank innovativer Grünflächen in Gemeinschaftshöfen oder auf Dächern und generell architektonische Konzepte, die auf den Menschen und sein Wohlbefinden ausgerichtet seien. Auch Co-Working und Co-Living-Konzepte hätten in diesem Jahr einen breiten Raum eingenommen, ebenso das Thema Digitalisierung und disruptive Technologien. Ein Innovationsforum und einen Start-up-Wettbewerb hätten Raum für Impulse geschaffen. Die vom 13.3. bis 15.3. exklusiv erschienenen MIPIM NEWS 1-4 geben einen ausführlichen Überblick über die diesjährigen MIPIM. Die ersten drei Ausgaben berichten über die vertretenen Länder und ihre Märkte, Akteure und Projekte. Der großen Attraktivität der deutschen Märkte für Investoren aus aller Welt sind mehrere Artikel gewidmet. Fabian Klein von CBRE verweise auf die sich daraus ergebende Renditekompression vor allem im Premiumbereich. Die MIPIM NEWS 4 vom 15.3. stellen abschließend die diesjährigen Gewinner der MIPIM-Awards vor und legen den Schwerpunkt ausblickhaft auf zukunftweisende Trends und Entwicklungen.

Keine Zeit zu verlieren

Welche Themen die große Koalition nach der langen Regierungsbildungsphase als erstes angehen möchte, berichtet die FAZ am 13.3. Immobilienthemen gehörten dabei zu den dringendsten. Im Rahmen des zunächst in Kraft zu setzenden Bundeshaushalts solle Volker Kauder (CDU) zufolge auch das Baukindergeld so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden. Auch die Bauvorhaben bzgl. des sozialen Wohnungsbaus müssten vor dem Hintergrund langer Planungs- und Genehmigungszeiten zügig angegangen werden. Jürgen Michael Schick vom IVD lobt in seinem Beitrag auf CASH.ONLINE am 13.3., dass die neue Große Koalition immobilienpolitische Initiative zeige und mit ihren neuen Vorhaben eine Trendwende einleite, indem sie nicht mehr nur den Mieterschutz, sondern auch die Wohneigentumsbildung in den Blick genommen habe, die nicht mehr nur den Vermögenden vorbehalten sein dürfe. „Vieles im Koalitionsvertrag trägt die Handschrift der Immobilienwirtschaft. Wir hatten beispielsweise einen sehr konstruktiven Austausch mit dem noch amtierenden Kanzleramtsminister Peter Altmaier, dem designierten Wirtschaftsminister. Das zeigt, dass Wohnpolitik ganz oben angesiedelt wird“, betont Schick im Interview mit der IMMOBILIEN ZEITUNG vom 15.3.

Rückgang bei Baugenehmigungszahlen

Bauvorschriften und Subventionen zur Senkung des Energieverbrauchs von Immobilien führen oft nicht zu den gewünschten Ergebnissen, schreibt das HANDELSBLATT am 5.3. Zu diesem Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist dem Statistischen Bundesamt zufolge im vergangenen Jahr erstmals gesunken, nachdem sie bis dahin seit 2008 kontinuierlich gestiegen war. Das berichten die FAZ und die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 16.3. Der Rückgang sei aber vor allem darauf zurückzuführen, dass deutlich weniger Flüchtlingsunterkünfte gebaut worden seien, und auf die mehr als gute Auslastung der Bauunternehmen. Insgesamt sei die Zahl der Baugenehmigungen 2017 um 7,3 % gesunken. Für 2018 sei damit zu rechnen, dass etwa 320.000 Wohnungen fertigstellt würden.

Konflikte vorprogrammiert

Einer Studie von EY Real Estate zufolge sind die typischen Konflikte zwischen Architekten, Bauherren und bauausführenden Unternehmen oft dadurch bedingt, dass die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) und das damit hinterlegte Grundleistungsbild auf der einen Seite und die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) und die daraus resultierenden Anforderungen an die am Bau Beteiligten andererseits einander widersprechen. Das schreibt KONII am 12.3. „Die Ordnungsrahmen sind juristisch betrachtet nicht miteinander verknüpft. In der Praxis gibt es aber durchaus Bezüge und sie bergen Widersprüche“, sage Frank Weißkirchen von EY Real Estate. Im Planerauftrag werde häufig pauschal auf die Grundleistungsbilder nach HOAI abgestellt, die aber veraltet seien, wie Kai Kiefer von EY Real Estate betont: „Die HOAI Grundleistungsbilder sollen die allgemeinen Leistungspflichten eines Architekten abbilden. Betrachtet man jedoch die heutigen Anforderungen, sind diese Grundleistungsbilder nicht mehr zeitgemäß bzw. in Teilen anzupassen.“ Die Mehrzahl der für die Studie befragten 100 Marktteilnehmer gehe davon aus, dass die jüngst erfolgte Novellierung des Bauvertragsrechts an diesem Problem nicht viel ändere.

Speckgürtel verteuern sich besonders stark

Dem Wohnatlas der Postbank zufolge haben sich Wohnimmobilien im vergangenen Jahr deutschlandweit inflationsbereinigt um durchschnittlich 5,5 % verteuert, schreibt die FAZ am 14.3. In 242 von 401 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten seien die Immobilienpreise im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, in einigen Regionen aber auch um teils zweistellige Prozentsätze gesunken. Am teuersten sei Wohnraum mit durchschnittlich 6.789 Euro/qm nach einem durchschnittlichen Anstieg von 8,6 % in München. Besonders stark gestiegen seien die Preise mit 11,1 % auf 4.501 Euro/qm in Frankfurt, das damit auf Platz zwei einnehme, und in Berlin, wo die Preise um 11,4 % auf durchschnittlich 3.676 Euro/qm gestiegen seien, womit die Hauptstadt den fünften Platz im Preisranking der deutschen Metropolen einnehme. In den Speckgürteln seien die Preise teils ähnlich hoch wie in den Metropolen. So habe der Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg mit einem Anstieg um 19,2 % einen der höchsten Anstiege in Deutschland verzeichnen können, auch wenn das Preisniveau mit 2.286 Euro/qm noch vergleichsweise moderat sei.

Berlin und sein Umland wachsen weiter

Einer Vorabveröffentlichung des IBB Wohnungsmarktberichts 2017 zufolge sind im Zeitraum 2007 bis Ende 2016 im Gesamtraum der Hauptstadtregion (Berlin, Potsdam und deren 49 Umlandgemeinden) mehr als 100.000 Wohnungen gebaut worden, davon 20.400 im Jahr 2016. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 15.3. Getrieben sei dies durch das anhaltende Bevölkerungswachstum in Berlin, von dem auch das Umland profitiere. Der Anstieg der Einwohnerzahlen gehe mit einem Anstieg vor allem der Zahl der Geschosswohnungen einher. Hätten diese im Umland 2007 noch einen Anteil von nur 6,6 % aller fertiggestellten Wohneinheiten ausgemacht, seien es 2016 schon 36,2 % gewesen. In Berlin seien vor allem mehrgeschossige Wohngebäude fertiggestellt worden, nur 12,8 % der errichteten Einheiten seien Eigenheime gewesen. Der vollständige Bericht werde im Mai veröffentlicht, wenn die endgültigen Zahlen der Bevölkerungsstatistik 2016 vorlägen.

Zu teuer lohnt sich nicht

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 16.3. schreibt, werden dem CBRE-Marktreport zufolge in den 50 untersuchten Hochschulstandorten derzeit 12.300 Wohnheimplätze gebaut oder saniert, weitere 19.500 seien in Planung. Während allerdings vor allem Einheiten im einfachen und mittleren Segment benötigt würden, werde vor allem für das gehobene Segment gebaut, auch aufgrund der hohen Bau- und Bodenpreise. Die „interessantesten“ Hochschulstandorte für Investoren seien München, Frankfurt, Köln und Berlin.

Mehr Vielfalt bei Pflegeimmobilien nötig

Pflegeimmobilien als Kapitalanlage gewinnen immer mehr an Bedeutung, zumal der Bedarf nach ihnen steigt, schreibt DER TAGESSPIEGEL online am 12.3. „Auch ohne große Immobilientransaktionen bleibt der Pflegemarkt ein Wachstumsmarkt“, sage Jan Linsin von CBRE. Der Mangel an seniorengerechten Immobilien für den steigenden Bedarf nach Pflegeplätzen sei eine Herausforderung. Jens Nagel von Hemsö gebe zu bedenken: „Zirka 25 % der 13.000 Pflegeheime in Deutschland müssen in zehn Jahren geschlossen werden oder vom Netz gehen, wenn sie nicht auf Vordermann gebracht werden und den aktuellen Gesetzgebungen und Standards entsprechen.“ Felix von Braun von der DPF AG plädiert dafür, das Angebot an Wohnformen für Senioren breiter aufzustellen: „Alte Menschen sind keine homogene Gruppe, sondern haben jahrzehntelang einen Lifestyle gepflegt und sind Hobbys nachgegangen.“ Es würden neue Produkte benötigt, die die ihren Ansprüchen genügten. Diesen Ansatz verfolge auch Terragon, die im Auftrag der Stadtwohl Berlin GmbH als Generalübernehmerin derzeit 53 weitestgehend barrierefreie und damit altersgerechte Wohneinheiten in Berlin-Biesdorf errichte.

Der Hotelmarkt im Sonnenschein

Über das International Hotel Investment Forum (IHIF) berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 15.3. „Die Sonne scheint hell in der Hotel- und Tourismusindustrie“, habe der Moderator Michael Hirst von CBRE die derzeitige Verfassung des Hotelmarktes auf den Punkt gebracht. So hätten einer Studie der britischen Beratungsgesellschaft HVS zufolge die Hotelimmobilienwerte in den europäischen Metropolen 2017 um 3,9 % zugelegt. Die wichtigsten deutschen Märkte lägen mit Wachstumsraten zwischen 3 % (Hamburg) und 4 % (Frankfurt) im europäischen Mittelfeld. Eine Herausforderung sei aber der Mangel an Objekten bei gleichzeitig hohem Kapitaldruck

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Mittel und Wege im Umgang mit regulatorischen Hürden für Immobilienkreditfonds

Über die Frage, warum Immobilienkreditfonds in Deutschland immer noch ein Nischenprodukt darstellen, schreiben Jörg Homann und Sandra Ludwig von 2IP Institutional Investment-Partners im MIPIM-SPECIAL der IMMOBILIEN & FINANZIERUNG 3/2018. Zwar hätten institutionelle Anleger ihre Immobilienquoten EY Real Estate zufolge in Reaktion auf den Anlagedruck bis zum Jahresende 2017 auf 10,7 % erhöht. Doch sorgten die Renditekompression und die Möglichkeit einer Renditedekompression infolge einer sich abzeichnenden Zinswende dafür, dass weiterhin nach Alternativen für Immobilieninvestitionen gesucht werde. Hier böten sich Investitionen in die Fremdkapitalseite mittels Immobilienkreditfonds an. Diese hätten in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen und seien in anderen europäischen Ländern schon wesentlich etablierter als in Deutschland. Gründe hierfür seien die hierzulande traditionell vergleichsweise dominante Stellung der Banken bei der Kapitalversorgung der Wirtschaft und die lange Zeit unzureichende Regulierung der Spezialfonds, womit sie de facto untersagt gewesen seien. Inzwischen hätten BaFin und Bundesregierung die Kreditvergabe durch deutsche Fonds klar geregelt, und es gebe Mittel und Wege, die Investition in Immobilienkreditfonds so zu strukturieren, dass diese Assets nach der deutschen Anlageverordnung für institutionelle Investoren günstiger eingestuft werden.

iFunded bietet Handelsimmobilienanleihe

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 15.3. schreibt, kann über das Finanzierungsportal von iFunded nun die neueste Anleihe des Fachmarktinvestors FCR Immobilien gezeichnet werden. Die Notierung der FCR-Anleihe habe am 20. Februar 2018 begonnen. Die Anleihe biete eine Laufzeit von fünf Jahren und einen Kupon von 6 % und habe ein Volumen von 25 Mio. Euro. Michael Stephan von iFunded betone, sein Unternehmen verstehe sich mehr als digitale Investmentplattform und nicht als reiner Crowdfunder. Der Zugang für institutionelle Investoren solle weiter ausgebaut werden.

VERSCHIEDENES

Lage war gestern

Warum Konnektivität im Zeitalter der Digitalisierung wichtiger ist als die Lage, erklären Christian Schulze-Wulkow und Gerald Kremer von EY Real Estate im MIPIM-SPECIAL der IMMOBILIEN & FINANZIERUNG 3/2018. Wichtig sei, Chancen und Risiken, die sich aus der digitalen Vernetzung der jeweiligen Immobilie ergäben, genau zu analysieren. Sei eine solche geboten, sei als harter Standortfaktor unbedingt auf eine gute Datenanbindung zu achten, ebenso auf ein leistungsfähiges Mobilfunknetz. Beides sei in Deutschland derzeit noch nicht überall gegeben. Konnektivität sei nicht nur gut für Nutzer und Mieter, sondern erlaube auch eine Automatisierung der Immobilie, was Kosten spare.

Mach mehr aus Meer

Sebastian Fischer von Primus schreibt auf FOCUS ONLINE am 16.3. darüber, warum der Kauf einer Ferienimmobilie an der Ostsee sich jetzt rentieren könnte. Die Deutschen verreisten gerne, am liebsten innerhalb des eigenen Landes, und besonders gerne an die Ostsee. In Zeiten hohen Anlagedrucks könne eine Zweitimmobilie eine lukrative Investition sein, wenn sie in einer Region mit voraussichtlich auch in Zukunft steigenden Preisen liege, wovon im Falle der Ostseeküste auszugehen sei

Ein Blick auf die Betriebskosten spart bares Geld

Dr. Konrad Jerusalem von Argentus schreibt auf WALLSTREET:ONLINE am 12.3., warum Property- und Facility-Manager der Höhe der Betriebskosten einer Gewerbeimmobilie größere Beachtung schenken sollten. Mit der richtigen Strategie und wenig Aufwand ließen sich bis zu 25 % der Kosten im laufenden Betrieb einsparen. Das lohne sich dreifach, denn erstens wüssten Eigentümer und Mieter den Wert einer kostenoptimierten Bewirtschaftung der Immobilie zu schätzen, zweitens achteten immer mehr Nutzer von Büroimmobilien auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte, die sie als Teil ihrer Unternehmenskultur begriffen, und drittens reduziere eine kostenoptimierte und effiziente Immobilie langfristig den Verwaltungsaufwand.

Deutschland braucht mehr Wohntürme

In Zeiten großer Nachfrage nach zentral gelegenem Wohnraum und hohen Bodenpreisen in den Metropolen kann der Bau von Wohnhochhäusern eine gute Lösung sein, schreibt Thomas Zabel von JLL Residential Development am 14.3. auf FOCUS ONLINE. Doch werde außer in Berlin und Frankfurt mehr diskutiert als gebaut. Neue Türme aber machten eine konsequent nachverdichtete Stadt effizienter und ließen neue Lebensräume entstehen.

Termine

BERLINER IMMOBILIENRUNDE Mit Unterstützung der FONDSZEITUNG

Sonderveranstaltung: Crowdfunding - was bieten die verschiedenen Plattformen Projektentwicklern und Investoren?

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich vor allem an Projektentwickler / Bauträger, die vergleichen wollen, welche Crowdfunding-Plattform am besten zu ihren spezifischen Anforderungen passt, sowie an Family Offices und andere Investoren, die sich dafür interessieren, wie – jenseits des Crowdfunding im engeren Sinne – Möglichkeiten zur Investition angeboten werden. Kommen sollten außerdem weitere Mezz- und Crowdfunding-Anbieter.

REFERENTEN
Johannes Laub (CrowdDesk GmbH), Carl von Stechow (ZINSLAND), Michael Stephan (iFunded), Dr. Guido Sandler (BERGFÜRST AG), Simon Brunke (Exporo AG), Marc Laubenheimer (Engel & Völkers Capital), Lasse Kammer (ReaCapital), Patrick Mijnals (bettervest GmbH), Johannes Ranscht (Mezzany GmbH). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
Finanzielle Parameter der Zusammenarbeit zwischen der Plattform und dem Projektentwickler/Bauträger (Zahlen!); Kriterien der Plattform für die Zusammenarbeit mit Bauträgern; Track Record der Plattform (Zahlen) und Beispiel für finanzierte Projekte; Welche Platzierungsgeschwindigkeiten sind realistisch? Was sind die einzelnen Schritte für die Zusammenarbeit und die Prüfung des Projektes? Zeitlicher Ablauf? Wie sehen die Kosten aus? Gibt es aus Investorensicht seitens der Plattformbetreiber andere Möglichkeiten (außerhalb des Crowd-Investings), im Bereich von Mezz-Finanzierungen mit Family Offices und Institutionellen zusammenarbeiten? Wie wird mit potentiellen Ausfallrisiken umgegangen? Am Ende des Tages haben Sie den besten Überblick über die aktuelle Crowdfunding-Szene, da erfahrungsgemäß auch andere Anbieter im Publikum sind.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 17. Mai 2018 im Intercontinental Hotel Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE in Kooperation mit der IREBS Immobilienakademie

Sonderveranstaltung Basisseminar: Projektentwicklung

ZIELGRUPPEN
Das Seminar richtet sich insbesondere an neue Mitarbeiter bei Projektentwicklungsunternehmen, die aus anderen Bereichen (oder direkt von der Uni) kommen und sich an zwei Tagen einen Gesamtüberblick über die Tätigkeit eines Projektentwicklers verschaffen wollen. Es richtet sich aber auch an Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (besonders solche, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater und Mitarbeiter von Generalunternehmern/Bauunternehmen. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

THEMEN
Erster Tag: „Grundlagen der Projektentwicklung und Projektmanagement“: Projektentwicklung/Projektmanagement (Ablauf und Leistungsbilder); Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht; Grundstücksanalyse); Planungskonzepte (Untersuchung vorhandener Bausubstanz; Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung; Bildung von Gebäudemodellen); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI; Baukostenplanung in der Projektentwicklung; Rahmenterminplanung); Start der Projektmanagementaktivitäten (360°-Analyse als Einstieg; Objektplanung – durch wen? Projektorganisation – ist alles geregelt?

Zweiter Tag: „Die Arbeit eines Projektentwicklers und einfache Developerrechung“: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen; Definition; klassische Aufgaben); idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte; idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung); der Markt für Projektentwickler (Typen; Strategien; Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse; Wettbewerbsanalyse; Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ zur dynamischen Developer-Rechnung).

REFERENTEN
Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer und Carsten Sellschopf, formart GmbH & Co. KG. Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 11. und 12. April im Maritim Hotel Berlin statt. Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular finden Sie unter: www.tvs-berlin.de/downloads/Einladung26091701.pdf

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung, die wir bereits zum neunten Mal durchführen, richtet sich an alle Marktteilnehmer, die professionell Immobilien kaufen und verkaufen. Sie vermittelt an zwei Tagen sowohl Grundlagen als auch Wissen zu aktuellen Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht. Kommen sollten Projektentwickler, Bauträger, Investoren, Asset-Manager, Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, Transaktionsberater, Makler, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

REFERENTEN
Dr. Peter Decker ist Rechtsanwalt und Partner von Gibson, Dunn & Crutcher LLP und berät in nationalen und internationalen Immobilientransaktionen. Er ist qualifiziert als Chartered Surveyor (MRICS) und leitet die Real Estate Praxis im Münchner Büro von Gibson Dunn, eine der führenden internationalen Anwaltskanzleien.

Dr. Christian Schmidt ist Rechtsanwalt und seit 2014 Mitarbeiter in der Steuerabteilung der Deutschen Pfandbriefbank AG. Zuvor war er 14 Jahre als Rechtsanwalt für die internationale Anwaltssozietät Shearman & Sterling LLP und Gibson, Dunn & Crutcher LLP auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Steuerrechts tätig. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehört u.a. das Immobiliensteuerrecht.

Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
1. Tag: Steuerliche Strukturierung der Transaktion: Asset Deal; Steuerliche Aspekte einer Immobilientransaktion; Asset Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Asset Deal aus Sicht des Erwerbers (Abschreibung der Anschaffungskosten); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtige Rechtsgeschäfte, Bemessungsgrundlage, Steuerausnahmen); Umsatzsteuer (Geschäftsveräußerung im Ganzen, Umsatzsteueroption); Haftung (Betriebssteuern, Grundsteuer, Haftungsregelung im Kaufvertrag). Steuerliche Strukturierung der Transaktion – Share Deal: Share Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Share Deal aus Sicht des Erwerbers (Abzugsfähigkeit der Akquisitionsfinanzierung, Schicksal der Verlust- und Zinsvorträge); Besteuerung mit Auslandsbezug; Umsatzsteuer (Umsatzsteuerfreiheit des Share Deals); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtigkeit der Anteilsübertragung und Anteilsvereinigung; gem. §§ 1 Abs. 2a, Abs. 3 und Abs. 3a GrEStG, Strukturierungsmöglichkeiten); Haftung (Steuerklausel im Kaufvertrag); Geplante Änderungen zur Grunderwerbsteuer bei Share Deals – wie können Investoren ggf. vorausschauend darauf reagieren? Vereinbarungen im Vorfeld der Transaktion: Letter of Intent, Memorandum of Understanding, Term Sheet, Exklusivitätsvereinbarung; Vertraulichkeitsvereinbarung. Due Diligence: Käufer Due Diligence/Verkäufer Due Diligence; Red Flag List; Executive Summary; Report; Datenraumanforderungen. Asset Deal: Kaufgegenstand (Bestimmtheit, Dingliche Belastungen, Bauverpflichtung); Kaufpreis (Gestaltung, Fälligkeit, Sicherstellung, Verkäuferdarlehen); Dingliche Sicherung der Kaufpreisfinanzierung (Belastungsvollmacht, Sicherstellung der Löschung); Übergang von Vertragsverhältnissen (Mietverhältnisse, Service Verträge, Versorgungsverträge, Nachvereinbarungen); Garantiehaftung versus Haftungssystem des BGB; Rechtsfolgen der Haftung (Basket, Cap, Selbstbehalt, Vertragsstrafen); Übergang von Nutzen und Lasten; Rücktrittsrechte (Verzug des Käufers, Nichteintritt der Fälligkeitsvoraussetzungen, Rechtsfolgen); Auflassungsvormerkung und Auflassung; Kostenregelung; Zusammenschlusskontrolle.

2. Tag: Share Deal – Ankauf einer Immobilie: Abgrenzung zum Asset Deal; Anwendbares Recht; Sprache der Transaktionsdokumente; Erforderlichkeit der notariellen Beurkundung; Kaufpreisgestaltung, Ablösung von Verbindlichkeiten und Kaufpreisanpassung; Physisches Closing versus reales Closing; Haftungssystematik beim Share Deal; Optionsvereinbarungen. Joint Venture für ein Immobilienprojekt: Arten von Immobilien-Joint Ventures; Wirtschaftliche Grundlagen von Joint Ventures (Objektbeschaffung, Asset Management, Exit, Budget); die Joint Venture Vereinbarungen (Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen, Geschäftsbesorgungsverträge, Leistungsverträge); die Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Regelungen (Kapitalausstattung, Stimmrechte, Tag along, Drag along, Vorkaufsrechte, Gewinnverteilung); Geschäftsbesorgungsverträge (Verwaltung des Joint Ventures, Beschaffung, Verwaltung, Wertschöpfung, Finanzierung, Verkauf).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 18. und 19. April 2018 im Steigenberger Hotel in Berlin statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de