KOMMENTAR AM MONTAG

IREBS-Studie belegt: US-Immobilien bieten messbaren Diversifikationsvorteil

Thomas Gütle US Treuhand

Die Globalisierung schreitet voran, allem Gerede über Protektionismus und nationale Abschottungstendenzen zum Trotz. Damit steigt auch die Integration der Immobilienmärkte. Boomphasen sind genauso wie Krisenzeiten zunehmend global. Die Immobilienzyklen der großen, eng miteinander verwobenen Metropolen haben sich in den vergangenen Jahren tendenziell einander angenähert – natürlich auch beiderseits des Atlantiks. Immobilieninvestoren mögen sich daher bisweilen die Frage stellen: Bietet eine Investition in US-Immobilien überhaupt noch nennenswerte Diversifikationsvorteile?

Diese Frage haben wir nicht nur uns, sondern auch der IREBS – der International Real Estate Business School an der Universität Regensburg – gestellt und von Professor Dr. Sven Bienert im Rahmen einer Korrelationsanalyse beantworten lassen. Sein Fazit: „US-Immobilien bieten für europäische Investoren einen klaren Diversifikationsvorteil. Die zentrale Arbeitshypothese, dass durch grenzüberschreitende Streuung zwischen den Währungsräumen die Performance optimiert werden kann, konnte somit bestätigt werden.“

In der Studie wurden zunächst die durchschnittlichen Jahresrenditen in den zehn Jahren zwischen 2008 und 2018 (bis Q2) für unterschiedliche europäische und US-amerikanische Teilmärkte jeweils auf Quartalsebene berechnet. Auf beiden Seiten des Atlantiks (mit Ausnahme der Niederlande) profitierten die Total Returns sichtbar von der starken Immobilienkonjunktur. Gleichwohl wiesen die US-Märkte, auch unter Berücksichtigung von Währungseffekten, nahezu geschlossen eine höhere Performance auf. Am stärksten entwickelte sich der US-Wohnimmobilienmarkt mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 11,67 %.

US-Wohnimmobilien weisen niedrige Korrelationen mit deutschen Immobilien auf

Zur Bestimmung des Diversifikationsvorteils wurden sodann die Korrelationen zwischen den einzelnen europäischen und US-amerikanischen Teilmärkten ermittelt. Die durchschnittlichen Korrelationskoeffizienten zwischen europäischen und US-Märkten liegen in einer Bandbreite von 0,38 bis 0,57. Die Gleichläufe sind damit sehr moderat. Einzige Ausnahme: Der britische Büroimmobiliensektor korreliert sehr stark positiv mit den US-Märkten. Deutsche Gewerbeimmobilien hingegen weisen einen Korrelationskoeffizienten von durchschnittlich 0,44 auf. Es bestehen somit gute Möglichkeiten zur Diversifikation. So liegt beispielsweise die Korrelation zwischen Gewerbe Deutschland und US-Wohnimmobilien noch darunter.

Schließlich wurden im Rahmen einer Portfoliooptimierung zwei Portfolios mit einem effizienten Rendite-Risiko-Verhältnis gebildet: ein rein europäisches Immobilienportfolio und ein Portfolio mit einer Beimischung von US-amerikanischen Immobilien. Als Kennziffer für die Beurteilung des Vorteils der Diversifikation unter Rendite-Risiko-Aspekten dient die Sharpe Ratio. Sie bezeichnet die Überrendite pro Einheit Risiko, definiert durch die Standardabweichung. Bei einer optimierten Sharpe Ratio und einer gewählten Standardabweichung von beispielsweise 2 % ergibt sich für das Portfolio mit USA-Beimischung gegenüber dem reinen Europa-Portfolio eine relative Überrendite von 8,2 % pro Jahr – ein beachtlicher positiver Diversifikationseffekt! Dabei wurden auch Währungseffekte berücksichtigt.

Zwar räumt Professor Bienert ein, dass dieser positive Effekt in früheren Untersuchungen durchaus stärker war und somit eine Angleichung der Immobilienmärkte beiderseits des Atlantiks zu beobachten ist. Dieser Trend trifft allerdings stärker auf die großen Metropolen an Ost- und Westküste zu, die sogenannten 24-Hour-Cities. Kleinere 18-Hour-Cities hingegen weisen geringere Korrelationen zu europäischen Märkten auf. Zudem könnte bei einer stärkeren wirtschaftlichen Ausrichtung der USA auf Asien – entsprechende Tendenzen gibt es seit Obama – die Integration europäischer und amerikanischer Wirtschaftsräume wieder abnehmen und der Diversifikationsvorteil wieder steigen. Derzeit jedoch bleibt festzuhalten: Alle Objektarten in den USA bieten für europäische Immobilienportfolios Chancen zur Optimierung der Rendite-Risiko-Profile.

Die Studie kann bei uns bezogen werden. Bitte wenden Sie sich an Bernhard Schlögl: bernhard.schloegl@ustreuhand.de oder +49 (0)89 242 186-221.

MARKT-NEWS

Deutsche Gewerbeimmobilien bleiben begehrt

Am deutschen Gewerbeimmobilienmarkt sind den großen Immobilienvermittlern zufolge im Gesamtjahr 2018 mehr als 60 Mrd. Euro umgesetzt worden, berichten die BÖRSEN ZEITUNG am 5.1. sowie das HANDELSBLATT, die IMMOBILIENZEITUNG und der IMMOBILIENMANAGER online am 4.1. Die Hochkonjunktur werde sich CBRE zufolge in diesem Jahr ungeachtet der Spekulationen über mögliche Auswirkungen einer Zinswende fortsetzen. Dank der stabilen Fundamentaldaten der deutschen Wirtschaft sei die Nachfrage anhaltend hoch, entsprechend groß sei das Interesse der Investoren. Grenzen setze dem allein „das mangelnde Angebot an investmentfähigem Produkt“, zitiert das HANDELSBLATT Fabian Klein von CBRE. Für 2019 rechneten CBRE, Colliers und Savills vor diesem Hintergrund mit einem Transaktionsvolumen von, je nach Schätzung, 50 Mrd. Euro bis 58 Mrd. Euro. Am stärksten nachgefragt worden seien Büroimmobilien, vor allem solche in Frankfurt, wie die FAZ am 5.1. schreibt. Von 65 Einzelverkäufen von Bürogebäuden im dreistelligen Millionenbereich seien BNPPRE zufolge 19 auf Frankfurt entfallen, 15 auf München und 12 auf Berlin.

New Yorker Premiumwohnungen zum Sonderpreis

Warum Interessenten am Premium-Wohnimmobilienmarkt in New York derzeit von vergleichsweise günstigen Preisen profitieren können, ist Thema in der FAZ vom 4.1. Ein infolge des Baus mehrerer Türme nahe dem Central Park wachsendes Angebot und die allgemeine konjunkturelle Unsicherheit ließen die Käufer zurückhaltender agieren, weshalb die Verkäufer ihre Preise reduzierten, Olshan Realty zufolge im vergangenen Jahr um durchschnittlich 9 %. Auch dauere es im Durchschnitt zwei Wochen länger als 2017 und mehr als vier Monate länger als 2016, bis ein Verkauf abgeschlossen sei. Hinzu komme, dass sich Käufer aus dem Ausland wegen der globalen Handelskonflikte und der Aufwertung des Dollars zurückgezogen hätten, und manch entschlossener Käufer darauf warte, dass die Preise weiter sänken.

Londoner Wohnimmobilienpreise sinken

Die Preise am Londoner Wohnimmobilienmarkt sind zum ersten Mal seit der Finanzkrise gesunken, schreibt das HANDELSBLATT am 4.1. Der nationalen Statistikbehörde (ONS) zufolge sei der durchschnittliche Verkaufspreis in den zwölf Monaten bis Ende Oktober um 1,7 % gefallen. Einer Analyse des UBS Evidence Lab habe ergeben, dass von rund 100.000 untersuchten Wohnungsinseraten im Internet 39 % nach dem erstmaligen Inserieren reduziert worden seien. Die Zahl der Verkäufe sei dem Immobilienfachverband Royal Institution for Chartered Surveyors (RICS) deutlich gesunken.

Streit um Umlagefähigkeit der Grundsteuer

Über den Streit um die Reform der Grundsteuer schreiben die FAZ und die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 4.1. Die derzeit diskutierten Modelle würden von den Kommunen abgelehnt. Auch die CSU hat sich nun gegen die Vorschläge von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) gestellt und plädiert für ein wertunabhängiges Berechnungsmodell auf Grundlage von Grundstücksgröße und Größe der Wohn- und Nutzflächen, schreibt die FAZ. Vom Widerspruch der Immobilienverbände gegen Scholz‘ Vorschlag, die Umlage der Grundsteuer auf die Miete zu verbieten, berichtet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. GdW und Haus & Grund kritisierten, das Modell sei zu kompliziert, und forderten die Abschaffung der Grundsteuer. Jan-Marco Luczak (CDU) halte die Idee für nicht durchdacht und gebe zu bedenken, dass dies am Ende zu einer Mehrbelastung aller Mieter führen werde, da zu erwarten sei, dass Vermieter zum Ausgleich die Kaltmiete erhöhten. Auf die Gefahr, so die Bautätigkeit auszubremsen, weist Jürgen Michael Schick auf DIE WELT online am 20.12. hin: „Eine Abschaffung der Umlagefähigkeit der Grundsteuer würde die Rentabilität vieler Immobilieninvestitionen infrage stellen. Die Folge wären geringere Investitionen in energetische Modernisierungen und den Neubau.“

Baukindergeld gefragter als gedacht

In den ersten drei Monaten nach Einführung des Baukindergeldes haben laut dem Bundesinnenministerium und der KfW-Bank 47.741 Familien den Zuschuss für den Erwerb eines Eigenheimes beantragt, schreiben die FAZ und das HANDELSBLATT am 19.12. Hält das große Interesse an der Förderung weiter in dem Maße an, könnte das bereitgestellte Fördervolumen von insgesamt drei Mrd. Euro verteilt sein, bevor das Programm Ende 2020 ausläuft, gibt das HANDELSBLATT zu bedenken.

Der Preisanstieg geht munter weiter

Im Q3 2018 sind die Immobilienpreise in Deutschland einer Auswertung des Hamburger Instituts für Stadt-, Regional und Wohnforschung (Gewos) zufolge weiter mit unverminderter Geschwindigkeit gestiegen, schreibt die FAZ am 4.1. Eigentumswohnungen hätten im Bundesschnitt rund 1.875 Euro/qm gekostet und damit 8,2 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Wohnungen in den Top-7-Städten seien mit 4.110 Euro/qm 11,3 % teurer als im Vorjahreszeitraum.

Am Markt vorbei geht auch ein Weg

Darüber, welche Bedeutung Off-Market-Transaktionen inzwischen haben, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 20.12. Immobiliengeschäfte ohne Exposé und förmliches Bieterverfahren würden am deutschen Immobilienmarkt immer häufiger, sage John Amram von HPBA unter Berufung auf eine Studie, die HPBA zusammen mit bulwiengesa erstellt habe. 2017 seien off-market Gewerbeimmobilien und Wohnungsportfolios im Wert von rund 40 Mrd. Euro gehandelt worden. Zu den Off-Market-Transaktionen sei laut HPBA und bulwiengesa auch die „gezielte Ansprache eines kleinen Investorenkreises“ zu zählen. HPBA begleite jedes Jahr Off-Market-Transaktionen im Wert von rund einer Mrd. Euro, von denen 90 % in keiner Maklerstatistik erfasst seien. Oft sei die Zahlungsbereitschaft in Verhandlungen außerhalb von Bieterverfahren etwas größer, habe die Befragung von rund 700 professionellen Immobilieninvestoren ergeben. Knapp die Hälfte von ihnen habe erklärt, in solchen Fällen dazu bereit zu sein, ihre Obergrenze um mind. 5 % zu überschreiten. Ein Vorteil von Off-Market-Transaktionen liege darin, dass sie sich deutlich schneller und kostengünstiger zum Abschluss bringen ließen als strukturierte Bieterverfahren. Zudem sind diese Geschäfte diskreter, bieten eine tendenziell höhere Abwicklungssicherheit und bannen die Gefahr, das jeweilige Objekt unter Wert zu verkaufen, schreibt John Amram im PRIVATE BANKING MAGAZIN online. Das mache sie vor allem für kleinere Family Offices, die meist über keinen eigenen ausgewiesenen Immobilienspezialisten verfügten, attraktiv.

Lukrative Nische

Über den Nischenmarkt der Zinshäuser berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 20.12. Die Immobilienvermittler Hammers & Heinz machten Wohn- und Geschäftshäuser im Wert von im Schnitt 1,5 Mio. Euro bis zwei Mio. Euro von meist privaten, verkaufswilligen Eigentümern ausfindig, um sie dann an semiprofessionelle Anleger, Family Offices und andere Interessenten zu vermitteln. Fingerspitzengefühl und Geduld seien nötig, um auf diesem „sehr intransparenten Markt“ erfolgreich zu sein, der dynamisch sei und der Peak laut Hammers & Heinz noch längst nicht erreicht habe. Mit Renditen um die 4 % zeichne er sich durch solide Stabilität aus. John Bothe von Silverlake hingegen gehe davon aus, dass demnächst deutlich mehr Zinshäuser auf den Markt kommen könnten, da damit zu rechnen sei, dass viele Semiprofessionelle, die die Gelegenheit der Finanzkrise 2008 zum Ankauf genutzt hätten, nun, nach Ablauf der Haltefrist, verkauften.

Deutsche Hotels weiterhin stark nachgefragt

Über das globale Interesse an deutschen Hotel-Assets berichtet die BÖRSEN ZEITUNG am 4.1. Investmentberatern zufolge seien in den ersten neun Monaten 2018 schätzungsweise 2,9 Mrd. Euro in deutsche Hotels investiert worden, womit das Transaktionsvolumen BNPPRE zufolge sich in etwa auf der Höhe der vorangegangenen Jahre bewege. Zu den Investoren gehörten Immobilienfonds und Investmentmanager ebenso wie Eigennutzer, Spezialfonds und Immobilien-AGs. Colliers zufolge sei der Hotelinvestmentmarkt stabil, die Nachfrage vor allem nach Bestandsobjekten deutlich größer als das Angebot. Rund ein Drittel der Transaktionen entfalle entsprechend laut BNPPRE auf Projektentwicklungen und jüngst fertiggestellte Objekte. Auch für Hotelketten seien deutsche Hotels attraktiv. So treibe etwa der britische Marktführer Premier Inn seine Expansionspläne hierzulande voran.

Berliner Büros sind unbeschreiblich

Über den deutlichen Aufschwung am Berliner Büroimmobilienmarkt berichtet die FAZ am 21.12. Infolge des Wirtschaftswachstums und der steigenden Mieten lohnten sich Investitionen wieder. In der City West rund um den Kurfürstendamm seien verschiedene Projekte in Arbeit, darunter die grundlegende Umgestaltung des Kudamm-Karrees. „Wir werden deutlich mehr als 500 Mio. Euro investieren“, sage Norman Schaaf vom hier aktiven Projektentwickler Cells Bauwelt. Den Immobilienvermittlern zufolge sei der Leerstand auf rund 2,5 % gesunken. CBRE zufolge habe die Spitzenmiete zum Ende des Q3 2018 bei 32,50 Euro/qm gelegen. „Was wir seit etwa zwei Jahren auf dem Berliner Büromarkt erleben, ist nicht beschreibbar“, sage Marc Vollmer von CBRE. Marcus Buder von der Berliner Sparkasse gehe davon aus, dass der Trend anhalten und die Spitzenmiete binnen der nächsten fünf Jahren die Marke von 40 Euro/qm überschreiten werde.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Renditerückgang stößt an Grenzen

Peter Axmann von der HSH Nordbank erklärt im Gespräch mit der BÖRSEN ZEITUNG am 4.1., warum die Immobilienbewertung ihre Grenze erreicht habe und weitere Preisanstiege am Gewerbeimmobilienmarkt kaum mehr möglich sind. Im gewerblichen Bereich habe man eine Anfangsrendite von mitunter nur 3,3 % oder 3,2 % erreicht, sodass sich ein Investor allmählich fragen müsse, „ob er nur noch Geld wechselt“. Für die weitere Entwicklung am Immobilienmarkt spiele die Höhe der Zinsen eine zentrale Rolle, doch sei deren Anstieg für 2019 kaum zu erwarten. Allerdings könnten unberechenbare weltpolitische Ereignisse alle Prognosen zunichtemachen, weshalb man bei der HSH Nordbank nicht darauf vertraue, dass die Preise immer weiter stiegen.

Corestate Capital sucht neuen Vorstandschef

Corestate Capital hat ihre Zusammenarbeit mit dem bisherige Vorstandschef Dr. Michael Bütter kurz vor Jahresende 2018 beendet, berichtet die BÖRSEN ZEITUNG am 3.1. Corestate betone, dass die Trennung nicht in Zusammenhang mit der operativen Entwicklung oder der strategischen Ausrichtung des Unternehmens stehe. Die im November 2018 erhöhte Prognose und die Dividendenindikation für das gerade abgelaufene Jahr blieben unverändert bestehen.

Demire trennt sich von Vorstandsmitglied

Der Aufsichtsrat von Demire hat den Vorstand Ralf Kind mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden, schreibt die BÖRSEN ZEITUNG am 4.1. Der Vorstandsvorsitzende Ingo Hartlief werde interimsweise Kinds Aufgaben übernehmen. Die Abberufung stehe in keinem Zusammenhang mit der Entwicklung oder der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft, versichere Demire in ihrer diesbezüglichen Mitteilung. Die erhöhte Prognose für 2018, der zufolge die Mieterträge 74 Mio. Euro und die FFO 23 Mio. bis 24 Mio. Euro erreichen sollten, gelte unverändert.

VERSCHIEDENES

Wie der Staat die Baukosten um 30 % senken kann

Welche Maßnahmen der Staat ergreifen müsste, um die Baukosten sofort um 30 % sinken zu lassen, erklärt Frank Wojtalewicz von der d.i.i. in seinem Beitrag auf FOCUS ONLINE am 18.12. So müssten Bund und Länder mehr Bauland zur Verfügung stellen, das sich zu großen Teilen in Staatsbesitz befindet. Die energetischen Auflagen müssten zielgerichtet und frei von Ideologie nachgebessert werden, sodass sie nicht wirtschaftlichen Interessen dienten, sondern nur noch der Einsparung von Energie. Die Bauämter müssten personell aufgestockt und die Genehmigungsprozesse vereinfacht und wieder effizienter werden. Überflüssige und übertriebene Statikauflagen sollten abgeschafft werden, was erlauben würde, sowohl nachhaltiger als auch ökonomischer zu bauen.

Warum Club Deals eine gute Idee sind

Warum Club Deals für institutionelle Investoren, Family Offices, private Stiftungen und vermögende Privatpersonen eine gute Idee sind, erklärt Dr. Martin Leinemann von Arbireo Capital im GLOBAL INVESTOR Januar-März 2019. Mit einem Club Deal könnten sowohl Investitionen in Bestandsimmobilien als auch in Projektentwicklungen getätigt werden, und sie böten diverse Vorteile wie etwa Spielraum zur Investmentstrukturierung. Im Vergleich zur Fondslösung werde keine Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft benötigt. Die dennoch benötigten Leistungen, zum Beispiel ein effizientes Reporting oder das Bau- und Projekt-Controlling, würden vom Asset Manager erbracht. Und ohne einem Fonds- oder Investmentprofil zu unterliegen, könne der Club Deal flexibler entscheiden und auf Opportunitäten reagieren.

Crowdinvesting erklimmt nächste Stufe

Johannes Ranscht von Seedmatch erklärt in seinem Beitrag am 21.12. auf DAS INVESTMENT, warum Crowdinvesting „2019 die nächste Stufe erklimmt“ und welche drei Trends sich in diesem Jahr fortsetzen werden. So setzten Gründer und Wachstumsunternehmen zunehmend auf alternative Kapitalgeber, weil die Banken ihnen oft zu hohe Hürden errichteten. Gleichzeitig suchten auch die Anleger angesichts des Zinstiefs und der volatil gewordenen Aktienmärkte nach Anlagealternativen. Und schließlich sei eine weitere Professionalisierung und Diversifizierung der Crowd zu beobachten, nicht zuletzt dank der veränderten regulatorischen Rahmenbedingungen.

Termine

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Jahresauftaktveranstaltung 2019: Immobilienstrategien institutioneller Investoren und Family Offices

ZIELGRUPPEN
Diese Sonderveranstaltung richtet sich an institutionelle Investoren, Family Offices, Stiftungen, Projektentwickler, Spezialfonds und Finanzierer.

THEMA
Unsere Jahresauftaktveranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren zum wichtigsten Ereignis für institutionelle Investoren (und alle, die mit ihnen ins Geschäft kommen wollen) zum Jahresbeginn entwickelt. Es sprechen diesmal zwölf Vertreter renommierter institutioneller Immobilieninvestoren. Sie berichten, wie sie den Markt einschätzen und welche Immobilien sie derzeit suchen. Zu Beginn wird Dietmar Fischer von Ernst & Young Real Estate einen Überblick über die aktuellen Trends im Immobilien Investmentmarkt geben.

REFERENTEN
Tassu M. Degen (DERECO – Real Estate Private Wealth Management); Martin Eberhardt FRICS (CORPUS SIREO Real Estate GmbH); Mark Wolter (WestInvest Gesesellschaft für Investmentfonds mbH / Deka Immobilien Investment GmbH); Klaus Betz (Württembergische Lebensversicherung AG); Ulrich von Creytz (DWS Alternatives GmbH); Maik Rissel (Family Office Bank Marcard, Stein & Co AG); Lutz Wiemer (HanseMerkur Grundvermögen AG); Friso Garbers (Primevest Capital Partners Deutschland GmbH); Andre Schmöller (Domicil Real Estate GmbH); Tomas Meyer (WERTGRUND Immobilien AG); Gerhard Lehner (Savills Investment Management); Einführungender Vortrag von Dietmar Fischer (Ernst & Young Real Estate GmbH): Aktuelle Trends 2019 im Immobilien Investmentmarkt. Begrüßung und Einführung von Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 29. Januar 2019 im Steigenberger Hotel Berlin statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE in Kooperation mit der IREBS Immobilienakademie

Sonderveranstaltung: Basisseminar Projektentwicklung

ZIELGRUPPEN
Diese Veranstaltung richtet sich an (neue) Mitarbeiter von Projektentwicklern / Bauträgern / Projektsteuerern, Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (v. a. jene, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Mitarbeiter von Generalunternehmern / Bauunternehmen. Wenn Sie mehr als drei Mitarbeiter Ihres Unternehmens anmelden, erhalten Sie ab dem vierten Mitarbeiter einen Rabatt von 30 %. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

REFERENTEN
Prof. Dr. Ulrich Schütz (Drees & Sommer) und Carsten Sellschopf (Instone Real Estate Development GmbH & Co. KG). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

THEMEN
Am ersten Tag werden die Grundlagen der Projektentwicklung und des Projektmanagements behandelt: Ablauf und Leistungsbilder Projektentwicklung und Projektmanagement; Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht, Grundstücksanalyse); Planungskonzepte (Untersuchungen vorhandener Bausubstanz, Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung, Bildung von Gebäudemodellen); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI, Baukostenplanung in der Projektentwicklung, Rahmenterminplanung); Start der Projektmanagementaktivitäten (360°-Analyse als Einstieg, Objektplanung – durch wen? Projektorganisation – ist alles geregelt?)
Am zweiten Tag geht es um die Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen, Definition, klassische Aufgaben); den idealtypischen Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte); den Markt für Projektentwickler (Typen, Strategien, Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse, Wettbewerbsanalyse, Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ bis hin zur dynamischen Developer-Rechnung).

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 20. und 21. Februar 2019 Steigenberger Hotel Frankfurt statt. Fordern Sie weitere Informationen zu Programm und Kosten sowie das Anmeldeformular an unter: info@immobilienrunde.de