Dr. Josef Girshovich PB3C GmbH

Liebe Leserinnen und Leser,

seit einigen Tagen taucht bei mir eine Werbung auf, wenn ich mich bei meiner Bank einlogge: Bald startet Apple Pay – und meine Bank ist dabei. In Zukunft werde ich also per iPhone zahlen können, indem mein Handy kurz mit dem Lesegerät kuschelt. Ich bin sehr dafür und freue mich schon auf den nächsten Besuch auf unserem Wochenmarkt, beim Bäcker, beim Schuster, bei der Reinigung – man wird mich und andere Vorreiter digitaler Bezahlsysteme vor allem daran erkennen, dass wir barfuß, ohne Hemd und hungrig durch die Stadt irren, dafür aber mit neuster Technik ausgestattet sind. Umgekehrt formuliert: Auf den Einzelhandel rollt gerade die zweite Disruptionswelle zu. Nach dem E-Commerce, der das Einkaufen virtualisiert hat, kommt nun E-Pay und schmeißt all diejenigen vom Spielfeld, die nur Bargeld annehmen.

Zählen Sie, solange es noch geht, Ihr Wechselgeld nach!

Ihr Josef Girshovich

Neue Studie beziffert Amazon-Anteil am deutschen Markt

Der Onlinehandel ist schon längst nicht mehr ohne Amazon denkbar. Wie t3n.de mitteilt, zeigt eine bislang unveröffentlichte Studie von Payback, der Universität Sankt Gallen, dem Handelsberater Etribes und der Amazon-Marketing-Agentur Factor-A nun anhand von Zahlen aus dem ersten Quartal 2018 genau, wie groß der Anteil des Web-Shop-Giganten am deutschen Gesamtmarkt wirklich ist. Amazons Umsatz betrug im vergangenen Jahr etwa 178 Milliarden US-Dollar, davon entfiel ein Anteil von 17 Milliarden Dollar auf den deutschen Markt. Der Studie zufolge war Amazon besonders in den Bereichen Bücher, Elektronik, Spielzeug und Freizeit führend. So fällt auf das Unternehmen rund ein Fünftel des gesamten Umsatzes auf dem deutschen Buchmarkt. Bei Elektronik und Computern beträgt Amazons Marktanteil 16,2 Prozent, Ähnliches gilt für die Bereiche Baby, Sport und Freizeit. In den Segmenten Beauty oder Mode entfällt jedoch nur rund 1 Prozent auf das Unternehmen. Vonseiten des Bundeskartellamtes könnte gegen Amazon aufgrund des Umgangs mit externen Anbietern auf der Plattform noch in diesem Jahr ein Verfahren wegen Wettbewerbsbehinderung eingeleitet werden.

Commerzbank und Munich Re unterstützen Anti-Betrugs-Start-up

Weltweit verlieren Händler jährlich mehrere Milliarden US-Dollar durch Betrugsfälle bei Geldtransaktionen. Das 2014 gegründete deutsch-israelische Start-up Fraugster hat eine auf künstlicher Intelligenz basierende Analysesoftware entwickelt, um dem entgegenzuwirken. Wie gruenderszene berichtet, sammelte das Unternehmen in der Serie-B-Finanzierungsrunde nun 14 Millionen US-Dollar ein. Damit will Fraugster neue Märkte in den USA, Asien und Europa erschließen. Allen voran investierte die Commerzbank über ihr Beteiligungsvehikel CommerzVentures in das Start-up. Über seine Tochtergesellschaft HSB Ventures beteiligte sich auch der Rückversicherer Munich Re an dem in Berlin ansässigen Jungunternehmen. Nach Angaben des Unternehmens kann seine eigens entwickelte Software mithilfe von künstlicher Intelligenz innerhalb von 15 Millisekunden bestimmen, ob bei einer Transaktion ein Betrugsversuch vorliegt oder nicht. Die Vergütung für diesen Service bemisst sich nach dem Betrugsrisiko im jeweiligen Transaktionsbereich und beträgt zwischen 0,2 und 2 Prozent der Transaktionssumme.

Digitales Verkehrsleitsystem soll für bessere Luft sorgen

Deutschlandweit steht die Luftqualität in den Städten derzeit auf dem Prüfstand. Auch die Stadt Hildesheim verzeichnet Stickoxid-Werte, die über dem EU-Grenzwert liegen. Um die Luftqualität und Lärmbelastung in der Stadt zu verbessern, wurde nun seitens der Verwaltung ein 35-Punkte-Plan vorgelegt. Wie die Hildesheimer Allgemeine Zeitung berichtet, soll als Teil des „Green City Plans Hildesheim“ ein digitales Verkehrsleitsystem für einen besseren Verkehrsfluss sorgen, indem Staus im Stadtgebiet reduziert werden. Fahrbahn-Detektoren sollen in Zukunft wertvolle Verkehrsinformationen in Echtzeit an Autofahrer weitergeben. Darüber hinaus soll auch ein verbessertes digitales Parkleitsystem zu einer effizienteren Verkehrsführung beitragen. Für die Umsetzung des rund zwei Millionen Euro teuren Projekts hofft die Stadt auf Unterstützung aus Berlin. Derzeit ist für die Inbetriebnahme das Jahr 2021 anvisiert.

Apple rechnet mit Produktionsengpässen im Weihnachtsgeschäft

Die Weihnachtszeit, und damit die umsatzstärkste Zeit des Jahres, steht kurz bevor. Erst vor kurzem hatte der Elektronikkonzern Apple eine Reihe neuer iPhone- und iPad-Modelle vorgestellt. Wie RP Online schreibt, kündigte das Unternehmen nun jedoch Produktionsengpässe an. Apple-Chef Tim Cook zufolge rechne man damit, mit der erwarteten Nachfrage nach den neuen Produkten nicht mithalten zu können. Anleger müssen sich darauf gefasst machen, dass das Unternehmen das avisierte Umsatzziel von 93 Milliarden US-Dollar in dem Ende Dezember ablaufenden ersten Geschäftsquartal dadurch unterschreiten wird. Infolge dieser Ankündigung fiel die Apple-Aktie um insgesamt sechs Prozent. Der Konzern plant, in Zukunft keine Absatzzahlen zu seinen Geräten mehr zu veröffentlichen. Für Beobachter wird das Geschäft des Tech-Riesen dadurch an Transparenz einbüßen. Für den Marktführer Samsung gibt es bereits nur noch Schätzungen von Analysten und keine konkreten Absatzzahlen mehr.