Besuchen Sie unseren Stand auf der Expo Real 2018
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Dr. Josef Girshovich PB3C GmbH

Liebe Leserinnen und Leser,

ein Unicorn ist ein nicht börsennotiertes Start-up mit einem Mindestwert von einer Milliarde US-Dollar. So weit die Definition, die man auf der mittigen Doppelseite der Handelsblatt-Ausgabe vom Mittwoch lesen konnte. Und wie viele Unicorns hat Deutschland? Gerade einmal sechs. Im Vergleich: Großbritannien hat 15 und Israel vier Einhörner. Und da machen wir uns gerade ernsthaft Gedanken darüber, wie der Brexit die Londoner Bankenwelt treffen könnte? Und wo die paar Hundert „Repat“-Banker (von den 100.000) in Frankfurt wohnen sollen? Gerade angesichts des Niedergangs traditioneller Wirtschaftszweige sollten wir uns lieber Gedanken um die Zukunftsfähigkeit unserer eigenen altmodischen Wirtschaft machen: Die Commerzbank fliegt aus dem Dax, die Deutsche Bank fliegt aus dem Euro Stoxx, und Daimler verkauft 20 Prozent weniger Automobile in den USA und 15 Prozent weniger in Deutschland (Automobile – das sind vierrädrige Fortbewegungsmaschinen mit Verbrennungsmotor, die nur fahren, wenn ein Mensch am Steuer sitzt).

Bleiben Sie tapfer!

Josef Girshovich

Startup Wirecard sticht Commerzbank im Dax aus

Das Aus nach 30 Jahren: Wie die Deutsche Börse bekannt gab, wird das Dax-Gründungsmitglied Commerzbank ab 24. September nicht mehr im Leitindex gelistet sein. Darüber berichtete das Handelsblatt. Abgelöst wird das Institut vom Münchener Start-up Wirecard. Der Zahlungsdienstleister konnte seinen Aktienkurs in diesem Jahr annähernd verdoppeln, und ist mit 23 Milliarden Euro nicht nur mehr wert als die Deutsche Bank, sondern mehr als doppelt so viel wie die Commerzbank – das schrieb t3n.de. Das Technologie- und Finanzdienstleistungsunternehmen Wirecard bietet sowohl für den stationären Handel als auch Online-Retailer die Infrastruktur und Schnittstellen für bargeldlose Zahlungen. Bis 2020 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von über drei Milliarden Euro.

US-Finanzbehörde genehmigt Winklevoss-Stablecoin

Der Staat New York hat mit dem Gemini Dollar die erste an den US-Dollar gebundene Digitalwährung genehmigt. Darüber berichteten Reuters und crowdfundinsider.com. Der Stablecoin auf Basis einer Ethereum-Blockchain wurde von der Gemini Trust herausgegeben, deren Mitbegründer die Winklevoss-Zwillinge sind. Die Token sind durch den US-Dollar gedeckt. Firmenaussagen zufolge kombiniere der Gemini Dollar „die Kreditwürdigkeit und Preisstabilität des Dollars mit Blockchain-Technologie und der Aufsicht von US-Kontrollbehörden“ und sei damit Vorreiter und eine Alternative zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Im Gegensatz zu diesen stehe beim Gemini Dollar nicht der Wert als Geldanlage, sondern das Bezahlen von Diensten und Waren im Vordergrund. Wie t3n.de berichtete, ist die Konkurrenz allerdings nicht fern: Neben Gemini hat auch Krypto-Rivale Paxos eine Genehmigung für einen Stablecoin erhalten. Außerdem bekunden auch andere Marktteilnehmer, wie Paypal-Mitbegründer Peter Thiel oder die Firma IBM, Interesse an gedeckten Kryptowährungen.

Tesla Model S in Sekundenschnelle von Hackern geknackt

Die Automarke Tesla steht seit jeher für Innovation und neuste Technologien. Trotzdem ist es einem belgischen Hackerteam gelungen, das Luxusmodell S zu knacken. Wie gruenderszene.de schreibt, haben die Wissenschaftler der Katholischen Universität Leuven nach neun Monaten Forschung einen Weg gefunden, den Funkschlüssel des Wagens kontaktlos zu kopieren. So kann das Fahrzeug geöffnet und gestartet werden, ganz ohne Einbruchspuren zu hinterlassen. Das für den Hack benötigte Equipment kostete die Tüftler nur rund 500 Euro. Allzu große Sorgen müssen Tesla-Fahrer jedoch nicht haben: Beim neuen Model S wurde der Diebstahlschutz unter anderem durch eine PIN-Option verstärkt. Außerdem war das Unternehmen bereits im August 2017 von den Hackern über die Sicherheitslücke in Kenntnis gesetzt worden. Alle seit Juni verkauften Modelle sind bereits entsprechend nachgerüstet.

Deutsche Bahn beteiligt sich an Hyperloop-Projekt

Der europäische Hyperloop ist in Planung. Hauptinitiator des Projekts ist das niederländische Start-up Hardt Global Mobility. Wie wired.de berichtet, wird das Unternehmen nun auch von der Deutschen Bahn und dem Automobilzulieferer Continental unterstützt. Etwas überrascht darf man angesichts dieser Nachricht sein, immerhin hatte die Bahn sich noch vor drei Jahren skeptisch gegenüber dem Hyperloop geäußert. Noch gibt es kein offizielles Statement zu der Partnerschaft. Hardt Global-Chef Tim Houter gab allerdings an, er sei „begeistert“ von den neu gewonnenen Partnern. Darüber hinaus unterstützt auch die niederländische Regierung sowie die Bahngesellschaft Nederlandse Spoorwagen das Vorhaben. Geplant ist eine 50 Kilometer lange Teststrecke, auf der bereits Güter und auch Personen transportiert werden könnten.