Besuchen Sie uns in Halle A1 Stand 022 auf der Expo Real 2018
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Liebe Leserinnen und Leser,

das Spannende an Disruptionen sind paradoxe Kausalketten. Wir meinen, ein Unternehmen müsste vor die Hunde gehen – die Zahlen stimmen nicht, die Produkte kommen nicht voran. Und dennoch: Weltweit belohnen Anleger den Aktienkurs. So war es in den vergangenen Tagen auch wieder bei Tesla zu beobachten. Trotz eines Verlustes von über 700 Millionen US-Dollar steigt der Aktienkurs nachbörslich sogar um neun Prozent. Wie das geht? Teslas Lohn ist nicht die Stückzahl an fertiggestellten Automobilen, es sind weder Quartalszahlen noch Hyperloops noch Raketen noch U-Boote. Wenn Elon Musk morgen die Entwicklung eines Warp-Antriebs ankündigt, dann werden seine Fans (=Anleger) jubeln, der Aktienkurs wird wider alle wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Regeln steigen. Der Grund dafür: Tesla und Elon Musk verkaufen Träume und Visionen, und die stehen am Anfang einer jeden Disruption.

Ihr

Josef Girshovich

Die neuen Spielregeln der Sprachassistenten

Ob beim Einkauf von Lebensmitteln, Kleidung oder Haushaltsgeräten, ob mit Apples Siri, Microsofts Cortana oder Amazons Alexa: Onlineshopping per Sprachbefehl könnte nicht einfacher sein. Denn die digitalen Sprachassistenten schlagen Nutzern Produkte vor, ohne dass diese die Webseite des Anbieters durchsuchen müssen. Wie das Handelsblatt in einem ausführlichen Artikel erörtert, entgehen dem Verbraucher dabei jedoch einige Details. So bleibt beispielsweise verborgen, nach welchen Kriterien die Hilfsroboter, allen voran Amazons Alexa mit einem Marktanteil von über 43 Prozent, die gewünschten Produkte auswählen. Damit geben Verbraucher in einem Großteil der Fälle ihre Entscheidungsmacht ab. Das könnte zu einer bedenklichen Monopolbildung führen, da der Amazon-Assistent so programmiert ist, dass er Amazon-Produkte und -Dienstleistungen favorisiert. Viele Händler fürchten diese Entwicklung. Hochrechnungen von Capgemini zufolge könnte der Anteil der Einkäufe per Sprachassistent in nur drei Jahren bereits 16 Prozent betragen – verglichen mit zwei Prozent bis dato. Populär sind die elektronischen Helfer allemal: Wie die Immobilien Zeitung berichtet, führt nun auch der Online-Anbieter ImmoScout die Sprachsteuerung über Amazon Alexa ein, um Nutzern die Suche nach Objekten zu erleichtern.

Mandeln bringen Blockchain-Fortschritt

Mit einem scheinbar alltäglichen Versandvorgang könnte ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Blockchain-Technologie in der Logistik geschehen sein. Wie gruenderszene berichtet, verschiffte die Commonwealth Bank of Australia vor kurzem ein Gebinde von 17.000 Kilogramm Mandeln nach Hamburg. Das Besondere: Der gesamte Liefervorgang wurde durch an der Ladung befestigte Sensoren aufgezeichnet und in einer Blockchain-Datenbank gespeichert. Erfasst wurden unter anderem die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Position des Containers. Eine solche Dokumentierung könnte besonders für den gewerblichen Versand von Lebensmitteln viele Verbesserungen mit sich bringen, und für Händler die Informationen zum Zustand der Waren transparenter machen. Aber auch Verbraucher könnten von der Blockchain-Technologie profitieren: etwa durch einen aufgedruckten Code auf der Packung, mit dem der gesamte Lieferweg nachvollzogen werden könnte.

Google folgt Apple beim Verbot von Mining-Apps

Nur zwei Monate, nachdem der Vertrieb von Kryptowährungs-Mining-Apps im Apple Store eingestellt wurde, hat auch Mitbewerber Google die Anwendungen aus dem Play Store entfernt. Das berichtete crowdfundinsider. Das Verbot bezieht sich hauptsächlich auf sogenannte „on-device“ Mining-Apps; „Cloud-Mining“, also das Schürfen von Kryptowährungen in der Cloud, darf weiterhin angeboten werden. Apps, die auf den Handel von Kryptowährungen oder ähnlichen Inhalten ausgerichtet sind, müssen von Banken oder ähnlich etablierten Institutionen oder Firmen stammen, um angeboten werden zu können. Auch die Vergütung von Werbediensten oder Downloads an Nutzer mittels virtueller Währung ist verboten. Gleichzeitig verbannen andere Firmen, wie etwa Facebook und Twitter, derzeit Bitcoin- und ICO-bezogene Werbung von ihren Plattformen. Facebook gab in einem offiziellen Statement an, damit gegen Firmen vorzugehen, die oft mit irreführenden oder betrügerischen Geschäftspraktiken assoziiert werden.

Krypto-Märkte erleben Abschwung

Alle zehn führenden Kryptowährungen verzeichneten am Freitag einen scharfen Preiseinbruch. Das berichtete cointelegraph. Der wahrscheinlichste Auslöser dafür war die erneute Ablehnung des nunmehr zweiten Antrags auf Eröffnung eines Bitcoin-ETF, den die Winklevoss-Zwillinge bei der US-Börsenaufsicht (SEC) eingereicht hatten. Insgesamt verlor der Kryptowährungsmarkt binnen eines Tages über 12 Milliarden USD an Wert. Neben der Ablehnung des Antrags wird auch eine vorangegangene Äußerung des SEC über Bedenken und Zweifel an der Stabilität des Marktes als Auslöser in Betracht gezogen.