Besuchen Sie unseren Stand auf der Expo Real 2018
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Liebe Leserinnen und Leser,

meine siebenjährige Tochter hat mich gestern aus dem Konzept gebracht. Sie kam mit einer Liste zu mir, auf der standen ihr Name, Haar- und Augenfarbe, Lieblingstier, Hobbies, Urlaubsziele, Lieblingsbuch, Alter, Größe und noch ein paar allgemeine Informationen wie Adresse, Anzahl und Namen von Freunden und Geschwistern. Ich dachte, sie bereite einen Eintrag für ein Poesie- oder Freundschaftsalbum vor und verbesserte mit ihr ihre Rechtschreibung. In wessen Album trägst du das denn ein, fragte ich eher nebenbei, irgendeinen Namen aus der Klasse erwartend. Sie aber antwortete: Das sind Daten. Wenn man einkaufen geht und kein Geld bei sich hat, dann kann man damit bezahlen. Konsterniert blieb ich zurück. Wir versuchen zu verstehen, warum und wie Daten als Währung taugen, und ein siebenjähriges Mädchen hat es längst begriffen. Es dauert nicht mehr lang, und die Pläne, Daten zu besteuern, werden Wirklichkeit.

Achten Sie gut auf Ihre Daten!

Ihr Josef Girshovich

Bundesrepublik hebt Equity-Crowdfunding-Limit auf 8 Millionen Euro an

Neuigkeiten aus der Welt des Crowdfundings: Wie crowdfundinsider berichtet, hat die deutsche Regierung die neue EU-Prospektverordnung übernommen. Damit sind Crowdfunding-Emissionen in Höhe von bis zu 8 Millionen Euro von der Prospektpflicht befreit. Zuvor lag das Limit bei 2,5 Millionen Euro. Mit dieser Neuerung kommt die Bundesregierung einigen europäischen Ländern zuvor. Auch Frankreich plant beispielsweise, eine ähnliche Regelung bis Jahresende zu verabschieden. Allerdings sind aus Sicht des Bundesverbandes Crowdfunding e.V. noch weitere Schritte im Hinblick auf die Deregulierung zu gehen. So fordert der Verband beispielsweise, weitere Unternehmensformen in die Regelung mitaufzunehmen. Derzeit werden etwa GmbHs noch nicht berücksichtigt und sind weiterhin nur bis zu einem Wert von 100.000 Euro von der Prospektpflicht befreit.

Blockchain soll Telefonieren ohne Roaming-Gebühren weltweit ermöglichen

Die russische Telekom-Firma Bubbletone hat über einen Token-Sale 8,6 Millionen US-Dollar eingenommen. Wie das Online-Magazin Gründerszene berichtet, möchte das Unternehmen mit diesem Geld nun SIM-Karten entwickeln, die mithilfe von Blockchain-Technologie weltweit Roaming-Gebühren umgehen. Die Idee: Statt sich eine SIM-Karte für jedes Land zuzulegen, sollen Reisende in Zukunft nur noch eine, die Bubbletone-SIM, benötigen. Das Unternehmen plant daher Kooperationen mit Mobilfunkanbietern aus aller Welt. Um dann im Ausland zu telefonieren, kann über eine entsprechende App einfach der günstigste lokale Anbieter ausgewählt und per Smart Contract gebucht werden. Über ein Blockchain-basiertes Netzwerk sollen Nutzerdaten sowie Tarife registriert und sicher verbucht werden. Am 12. Juli soll daher ein Treffen zwischen Bubbletone und Vertretern der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) in Genf stattfinden, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Ein Jahr vor Ablauf: Wird die Elektroauto-Prämie verlängert?

Zwei Jahre nach Inkrafttreten der „Richtlinie zur Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen“ zeigt sich, dass die Resonanz in der Bevölkerung bislang geringer ausgefallen ist als erwartet. Wie die FAZ berichtet, sind noch etwa 80 Prozent der für die Förderung ausgewiesenen 1,2 Milliarden Euro ungenutzt. Ein Jahr vor Ablauf des auf drei Jahre befristeten „Umweltbonus“ steht nun also zur Debatte, die Frist zu verlängern. In der Automobilbranche ist der Zuspruch groß. So betonte beispielsweise BMW, eine direkte Förderung der Elektromobilität sei „erwiesenermaßen ein effizientes Instrument“, um den Verkauf von Elektrofahrzeugen anzuregen. Auch Renault und Daimler bewerten die Prämie positiv. Eine mögliche Verlängerung fällt in den Verantwortungsbereich des Bundeswirtschaftsministeriums. Aus dem Ministerium hieß es, die Elektroauto-Prämie solle zunächst bis Juni 2019 weiterlaufen und danach über eine Verlängerung entschieden werden.

Krypto-Geschäfte mit Vollbanklizenz

Um bei Finanztransaktionen mit Kryptowährungen nicht auf die regulatorische Sicherheit traditioneller Banken verzichten zu müssen, können Unternehmen ihre Geschäfte in Zukunft über die Solarisbank erledigen. Das berichtet das Online-Magazin Gründerszene. Das voll lizensierte Bank-Startup bietet jetzt einen sogenannten Company Account für Krypto- und Blockchain-Unternehmen an. Für dieses Angebot kooperiert das Fintech mit der VPE Bank. Im April hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) dieser die Genehmigung zum Handel mit Kryptowährungen erteilt. Weitere Kooperationen mit Banken sind im Laufe des Jahres geplant. Solarisbank möchte sein Angebot in Zukunft noch erweitern. So sollen bald auch Kryptowährungs-Wallets mit Bankkonten verknüpft werden können.