Dr. Josef Girshovich PB3C GmbH

Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,

Ich habe einen wichtigen Artikel von CDU-Politiker Thomas Jarzombek im Tagesspiegel gelesen: „Die zweite Halbzeit ist drahtlos“. Googeln und lesen, bitte! Dann wird auch deutlich, was wir ohnehin schon alle wissen und wozu Verkehrsminister Scheuer ein Schwarzbuch anlegen will: Deutschland hat Funklöcher – an zu wenigen Orten gibt es tatsächlich schnelles Internet, zu viele sind vordigital. Wenn wir nicht anfangen, im großen Stil Glasfaserkabel zu verlegen, dann kommt es bald zum Datenstillstand. Das Problem an der Sache ist das Wörtchen „bald“. Jarzombeks Artikel ist aus dem Jahr 2015. Da überlegt man schon, sein Büro auf einen schwedischen See zu verlegen. Richtig gelesen: Ein Freund war neulich dort oben angeln, und hat sich mitten auf dem See sein Homeoffice eingerichtet – mit LTE. Davon kann man auf dem Wannsee nur träumen.

Ihr

Josef Girshovich

Künstliche Intelligenz unterstützt Immobilientransaktionen

Keine Science-Fiction, keine Zukunftsmusik: Bereits heute nutzen viele Unternehmen künstliche Intelligenz (KI) bei ihren Immobilientransaktionen. Das berichtete die Immobilien Zeitung. Eine Umfrage des Datenraumanbieters Drooms ergab, dass 54 Prozent ihrer Kunden KI bei einer Vielzahl von Prozessen anwenden. Vor allem bei der Suche nach Dokumenten oder der Vermeidung manueller Prüfungen können die Anwendungen für beträchtliche Effizienzsteigerungen sorgen. Wenn es um derartige Expertensysteme oder Suchmaschinen geht, spricht man von sogenannter schwacher KI. Darüber, ob und wann Maschinen je die Intelligenz von Menschen oder starker KI erreichen werden, sind Forscher noch geteilter Meinung. Ebenso rechnen nur 18 Prozent der von Drooms befragten Unternehmer rechnen damit, dass KI einmal alle menschlichen Aufgaben bei Immobilientransaktionen übernehmen wird.

Kaum Zuspruch für Online-Lebensmittel

Vor dem Rollout des Lebensmittellieferdienstes AmazonFresh im Mai 2017 erwarteten viele eine Revolution des Einzelhandels in Deutschland. Laut einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) blieb das Wachstum für Online-Anbieter allerdings weitgehend aus. Darüber berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Käufe von Waren wie Obst und Fleisch sowie anderer Konsumgüter nahmen demnach kaum zu. Zwar wuchs der Online-Absatz von Lebensmitteln im Jahresvergleich um rund 16 Prozent. Verglichen etwa mit dem Online-Buchhandel, der in der Anfangszeit stellenweise dreistellige Wachstumsraten verzeichnete, ist dieser Zuwachs aber eher gering. Viele Anbieter bauen ihr Online-Sortiment daher derzeit nicht weiter aus. Während der Onlineservice Bringmeister von Edeka nach wie vor nur in Berlin und München liefert, stagniert auch bei REWE die Zahl der vom hauseigenen Lieferdienst bedienten Regionen seit Längerem. Laut GfK-Experten ist der Fokus auf städtische Regionen ein Grund für das geringe Interesse an Online-Lebensmitteln. Statt kostenpflichtig Terminlieferungen zu vereinbaren und zu Hause zu warten, geht der gemeine Stadtbewohner lieber zum Markt um die Ecke.

Smart-Home-Testangebote für Amazon-Kunden

In Kooperation mit US-Eigenheimentwickler Lennar bietet Amazon Kunden jetzt die Möglichkeit, Anwendungen zum Thema Smart Home auszuprobieren. Das berichtete die Immobilien Zeitung. Die Amazon Experience Center wurden in mehreren Musterhäusern der Firma Lennar in acht Städten in ganz Amerika eingerichtet, etwa in Atlanta, Los Angeles und Washington D.C. Licht, Heizung, Jalousien und Home Entertainment der Häuser sind direkt mit dem Amazon-Sprachassistenten Alexa verbunden und lassen sich so steuern. Ob ähnliche Konzepte in Europa in Planung sind, wurde von Amazon nicht bestätigt.

DHL kündigt Partnerschaft mit Blockchain-Plattform TradeIX an

Wie cointelegraph.com berichtet, gab DHL bei einer Präsentation anlässlich der Konferenz Money20/20 in Amsterdam bekannt, dass der Logistikriese in Zukunft mit Trade IX kooperieren wird. Die auf Blockchain-Technologie basierte Plattform ist spezialisiert auf die Effizienzsteigerung bei Handelstransaktionen. Dem Inhalt der Präsentation zufolge können Prozesse durch den Einsatz von Distributed-Ledger Systemen schlanker, fehlerfreier und durchsichtiger gestaltet, und der Automatisierungsgrad gesteigert werden. Für DHL ist der Kontakt mit Blockchain kein Neuland: Das Unternehmen hatte bereits im März den Prototypen einer Blockchain-basierten Supply Chain für die Pharmaindustrie vorgestellt, den es in Zusammenarbeit mit Consulting-Firma Accenture entwickelt hatte. Auch für andere Player gewinnt die Blockchain an Bedeutung. Mitte Mai hatte FedEx-CEO Frederick W. Smith das Thema als die „neue Grenze“ für Zulieferer weltweit bezeichnet.