Dr. Josef Girshovich PB3C GmbH

Liebe Leserinnen und Leser,

Revolution oder Transformation – darüber streiten noch manche. Fest steht jedenfalls: Auch die Immobilienwirtschaft öffnet sich der Digitalisierung. Endlich. Und deswegen fassen wir ab sofort in unserem neuen Newsletter „Digitale Investments“ die wichtigsten Nachrichten und Trends rund um die Digitalisierung zusammen. Denn wer mit der Digitalisierung Schritt halten will, muss raus aus der Adlerperspektive und rein in den Maschinenraum.

Falls Sie es übrigens noch nicht gelesen haben: Ich kann Ihnen die heutige Immobilien Zeitung nur wärmstens empfehlen – und zwar auf Seite 9 den Artikel „Erst nachdenken – dann posten“ von Volker Thies. Darin erklären meine Kolleginnen Sonja Rösch und Anne Grüner die Social-Media-Regeln für die Immobilienwirtschaft – ein Muss für jeden, der nicht von der Tribüne aus zuschauen will, während die Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft an Fahrt aufnimmt.

Ihr

Josef Girshovich

Game Changer in der Logistikbranche

Die Digitalisierung sorgt in kaum einem Bereich für so starke Veränderungen wie am Logistikimmobilienmarkt, berichtet wallsteet.online. Durch den wachsenden E-Commerce wandelt sich nicht nur der Einzelhandel, sondern auch die Supply Chain und damit die Nachfrage nach neuen Immobilientypen. Der zunehmende Fokus auf innerstädtische Logistikstandorte erfordert die Konzeption mehrstöckiger Bauten, um kleinere Grundstücksflächen effizienter zu nutzen. Bei der Realisierung neuer Logistikprojekte ist die Zusammenarbeit mit Kommunen zentral, um die Neuausweisung von Gewerbeflächen voranzutreiben.

Fehlende Digitalstrategie

Im Zuge des „Global Proptech Survey“ 2017 der KPMG wurden 130 Immobilienmanager zum Thema Digitalisierung befragt, schreibt die Immobilien Zeitung. Demnach sieht eine große Mehrheit (92 Prozent) einen direkten Effekt des digitalen Wandels. Gleichzeitig hat nur etwa ein Drittel der Befragten eine konkrete Digitalstrategie. Passend dazu sehen die etwa 400 Befragten einer Studie des britischen Beraters Altus in dem Bereich „Smart Building Technologie“ das größte Potenzial zur Disruption. Künstliche Intelligenz oder Big Data wurden als weniger relevant eingestuft.

Solarstrom selbst erzeugen

Durch Blockchain-Technologie gestützte Digitalwährungen beziehungsweise dezentrale Ledger werden einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge für die Immobilienbranche in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Während auf deutschen Immobilienportalen die Option zur Zahlung in Bitcoin noch sehr selten angeboten wird, geben ausländische Plattformen regelmäßig die Möglichkeit, rein digital zu bezahlen. Vorteile von Bitcoin-Zahlungen sind vor allem die eingebundene Authentifizierung und Konsolidierung des Kaufvorgangs. Hierzulande spielen Kryptowährungen noch keine große Rolle, doch die Entwicklung sollte im Auge behalten werden, wie der Zentrale Immobilien Ausschuss angibt. Trotz einiger Unklarheiten sind Kryptowährung kein flüchtiges Phänomen.

Neuer Player am Krypto-Markt

Der Kodak-Konzern hat angekündigt, eine eigene Kryptowährung namens KodakCoin auf den Markt bringen zu wollen, berichtet Spiegel Online. Diese soll im Rahmen der neuen Plattform KodakOne eingeführt werden, auf der Fotografen ihre Bilder vermarkten können. Ziel der auf Blockchain-Technologie basierten Plattform ist, eine faire Vergütung für Urheber zu erreichen und ihnen die Vermarktung ihrer Arbeit zu erleichtern. Die Ankündigung des Unternehmens ist bei Anlegern auf große Resonanz gestoßen, der Aktienkurs stieg um bis zu 120 Prozent. Wir können gespannt sein, welche Unternehmen und Staaten mit weiteren Kryptowährungen aufwarten werden. Aus Schweden hört man, dass eine E-Krone eingeführt werden soll.