MARKT-NEWS

Ende des Preisanstiegs in den Metropolen?

Über das Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2017 von ZIA und empirica schreiben der SPIEGEL ONLINE am 14.2. sowie die FAZ, die BÖRSEN ZEITUNG und DIE WELT online am 15.2. Der Studie zufolge sei davon auszugehen, dass der starke Anstieg der Immobilienpreise zumindest in einigen Großstädten, in denen zuletzt besonders deutliche Anstiege festgestellt worden seien, so nicht weitergehen werde. Der Studie zufolge koppelten sich die Kaufpreise in den Metropolen immer stärker von der Mietentwicklung ab. Bundesweit seien die Preise allerdings nur leicht übertrieben. Insbesondere in Berlin und München sei bald nicht mehr mit steigenden Mieten bei Neuverträgen zu rechnen. Möglicherweise gelte dies auch für Hamburg. Bestandsmieten hingegen stiegen langsam weiter. Eigentumswohnungen in diesen Städten könnten in vier bis fünf Jahren um bis zu ein Drittel billiger werden. Der Ökonom Lars Feld warne die Bundesregierung vor Maßnahmen, die eine Überhitzung der Immobilienwirtschaft befördern könnten und ziele damit vor allem auf die Pläne von Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) ab, ein Baukindergeld einzuführen. Das Problem seien vielmehr die knappen Bauflächen und die Erhöhungen der Grunderwerbsteuer. Andere Beobachter als empirica und ZIA seien zuletzt zu anderen Ergebnissen gekommen. So sei der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen zuletzt davon ausgegangen, dass sich der Wohnungsengpass in den Ballungsräumen noch verschärfen werde. Für Berlin hat der Finanzierer Berlin Hyp dargelegt, dass die Mieten, nach einer Delle infolge der Mietpreisbremse, wieder stärker gestiegen seien.

Keine Preisblase in Deutschland

Laut dem empirica-Blasenindex für das Q4 2016 sind Mieten und Kaufpreise in 227 von 402 Landkreisen/kreisfreien Städten langsamer als im Vorquartal gestiegen. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 16.2. Zwar trieben vor allem die Einzelindizes Preis/Einkommen (+ 0,07) und Vervielfältiger (+ 0,06) den Gesamtblasenindex an, doch sei derzeit bundesweit weiterhin keine klassische Preisblase auszumachen. Es gebe weder ein Überangebot noch ein aufgeblähtes Kreditvolumen. In den zwölf betrachteten Großstädten bleibe die Blasengefahr unverändert. Für Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Bremen werde erneut eine „eher hohe Blasengefahr“ indiziert. In Essen sei die Gefahr nur „mäßig hoch“, in Dresden und Leipzig „gering“, in Dortmund „sehr gering“. Die derzeit niedrigen Renditen seien durch die niedrigen Zinsen gerechtfertigt. Das kurzfristige Rückschlagpotenzial liege in den sieben Top-Städten zwischen 24 % und 34 %. Größere Leerstände drohten aber in den Zentren der Schwarmstädte auch dann nicht, da Menschen, die aufgrund der hohen Preise ins Umland gezogen seien, zurückkehrten, sobald in den Zentren Wohnraum wieder günstiger werde.

UK Reits rentabler als Erwerb von Londoner Gewerbeimmobilien

Eine Studie von Cushman & Wakefield (C&W) wertet das Schicksal von über 300 Verkaufsangeboten für britische Gewerbeimmobilien im Wert von insgesamt gut 14 Mrd. GBP aus, die bereits vor der Brexit-Entscheidung Ende Juni 2016 an den Markt gegeben wurden. Hierüber berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 16.2. Ein Drittel der Objekte bzw. die Hälfte des Angebotspreises habe Gewerbeimmobilien in London betroffen. Von diesen hätten bislang Objekte für acht Mrd. GBP einen Abnehmer gefunden, womit C&W etwa die Hälfte des gewerblichen Transaktionsvolumens des H2 2016 auf der Insel erfasst habe. Dieses habe 27 % unter dem Vorjahresniveau gelegen, auf Jahressicht seien 41 % weniger umgesetzt worden. In London habe sich der Umsatz 2016 gegenüber 2015 sogar auf 19,2 Mrd. GBP halbiert. Auch hätten Makler in der zweiten Jahreshälfte für einen erfolgreichen Abschluss im Durchschnitt deutlich mehr Zeit aufgewandt als vor dem Brexit-Votum. Dennoch werde weiterhin einigermaßen gutes Geld für britische Gewerbeimmobilien gezahlt. Der Rückgang im ganzen Land betrage durchschnittlich 3 %, wobei London mit einem Preisminus von 2,4 sogar besser dastehe als der Rest des Landes (? 3,9 %). Empfehlenswerter als diese Entwicklung auszusitzen, sei der Kauf von UK Reits mit Schwerpunkt Londoner Büros wie z. B. Derwent London, Great Portland, Land Securities und Workspace, da auf dem Aktienmarkt der erwartete Wertrückgang in Großbritannien bereits eingepreist worden sei.

BIM-Pflicht bei öffentlichen Aufträgen

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 16.2. schreibt, hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Business Information Modelling (BIM) zum „Pflichtberatungsgegenstand“ in Gesprächen mit potenziellen Auftragnehmern erklärt. Dies gelte zunächst für zivile Hochbauprojekte mit einem Volumen von fünf Mio. Euro aufwärts. Die Bauverwaltungen seien ab sofort angewiesen, hinsichtlich „digitaler Unterstützung“ des jeweiligen Bauvorhabens bzgl. der Konzepterstellung bis hin zum Betrieb des Gebäudes zu beraten. Die digitale Methode solle helfen, Kosten- und Zeitpläne am Bau besser in den Griff zu bekommen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur beabsichtige, BIM ab 2020 zum Standard für sämtliche Infrastrukturprojekte zu machen. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie begrüße den Sinneswandel im Ministerium als einen „Sprung nach vorne“.

Wohnimmobilien werden am Bedarf vorbeigebaut

Neubauprojekte in Deutschland befriedigen die Nachfrage nicht, insbesondere was den Standort und die Wohnungsgröße angeht, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 16.2. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag von d.i.i. liege der Neubaubedarf bis 2020 bei 385.000 Wohnungen jährlich. Ausgehend davon müssten pro Jahr 88.000 Wohnungen in den sieben Top-Städten und 85.600 Wohnungen in begehrten B-Städten gebaut werden, um der Ein- und Binnenwanderung Rechnung zu tragen. Der stetige Zuzug junger Menschen führe zu einem erheblichen Bedarf an Zwei- bis Dreizimmerwohnungen, doch werde Mikroapartments und Großraumwohnungen der Vorzug gegeben. Frank Wojtalewicz von d.i.i. kritisiere, dass die Politik noch nicht mit aller Konsequenz gegen den Notstand beim Wohnungsbau vorgehe. Die Mieten stiegen kontinuierlich, daher müsse zugelassen werden, dass in Städten höher gebaut werde, und mittels Steuerung dafür gesorgt werden, dass der Bedarf kleineren Wohnungen gedeckt werde. „Welche Wohnungsgrundrisse und welche Extras sind bei Käufern heute gefragt? Erfahrungsberichte von Projektentwicklern“: Zu diesem Thema findet am 16. Mai im Intercontinental Hotel Berlin ein Praxis-Seminar der BERLINER IMMOBILIENRUNDE statt. Fordern Sie das Programm unter: info@immobilienrunde.de

Erfolgreiche Projektentwicklung trotz Mangel an Bauland

Darüber, wie Projektentwickler mit dem Mangel an Bauland umgehen, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 16.2. Am wichtigsten seien Kontakte, sage Andreas Fleischer von Segro, und zwar nicht nur zu Politikern, Maklern und Rechtsanwälten, sondern auch zu anderen Immobilienfirmen oder branchenfremden Unternehmen, die möglicherweise Standorte verlagerten und Flächen freimachten. Das gelte laut Michael Held von Terragon auch für Mittelständler. „Im lokalen Umfeld gibt es Kommunalpolitiker, Industrie- und Handelskammern, Unternehmerstammtische, Baumessen und ähnliche Foren“, auf denen man vertreten sein müsse, sage Held. Helmut Kunze von Bonava weise daraufhin, dass es sich lohne, nicht nur das Netzwerk- und Akquisepotenzial des Spitzenmanagements, sondern auch der Angestellten anderer Ebenen zu nutzen. Das führe immer wieder zu Erfolgen, manchmal sogar zum Zugriff auf Objekte, die gar nicht am Markt seien. Eine weitere Strategie sei, die Abhängigkeit von den besonders umkämpften Märkten zu verringern, wie Jürgen Kutz von der CG Gruppe empfehle. Dabei helfe eine gute Marktbeobachtung. Sein Unternehmen sei schon 2012 in Leipzig aktiv gewesen, als die meisten Mitbewerber und internationale Investoren die Stadt noch nicht auf dem Schirm gehabt hätten. So habe man das Potenzial dieses Marktes früh erkannt und sei mit Projekten eingestiegen, bevor die Bodenpreise gestiegen und die besonders attraktiven Flächen vergeben gewesen seien. Wichtig seien Flexibilität und Diversifizierung, sowohl geographisch als auch bzgl. der Projektarten und eine langfristige Planung. Außerdem sei öffentliche Aufmerksamkeit für ein Unternehmen von Vorteil, befördert etwa durch Kunst am Bau und soziale Projekte, sage Kutz. Das sehe Jens Nietner von HIH Real Estate ähnlich: „Die Marktteilnehmer müssen einfach merken, dass man ein guter Entwickler ist.“ „Projektentwicklung“: Zu diesem Thema veranstalten die IREBS Immobilienakademie und die BERLINER IMMOBILIENRUNDE am 31. Mai und 1. Juni im The Westin Grand Hotel Berlin ein Basisseminar. Fordern Sie das Programm unter: info@immobilienrunde.de

Logistikimmobilien mit Netzwerkfunktion werden immer wichtiger

Die Bedeutung von Logistikimmobilien, die es erlauben, die letzte Meile zu bedienen, nimmt nicht nur für den Online-Versandhandel, sondern auch für Zulieferer der Industrie zu, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 16.2. ausführlich. Die nachhaltige Integration der kleinteiligen Logistik in den deutschen Innenstädten löse einen Anstieg bei der Nachfrage nach ganz neuen Immobilientypen aus. Gefragt seien vor allem mechanisierte Zustellbasen und kleine innerstädtische Warenverteilzentren. Interessant seien Immobilien laut Colliers International schon in einer Größe ab 2.500 qm, da sich die Kurier-, Express- und Paketdienstleister derzeit neu aufstellten. Laut einer aktuellen Studie von Fraunhofer und Logix würden Immobilien mit Netzwerkfunktion an strategischen Standorten immer wichtiger. Typisch sei eine automatische Verteilanlage für die schnelle Bearbeitung und Zustellung von Paketen nahe der Innenstadt. Ihre Größe liege bei etwa 6.900 qm, wobei der Anteil der Hallenfläche in Relation zum Grundstück mit 35 % relativ niedrig sei. Die Hallenhöhe liege unter 8 m UKB (Unterkante Binder), die Hallentiefe zwischen 30 m und 40 m. Logistikimmobilien nahe der Zentren stünden in Konkurrenz zu anderen Branchen und zum Wohnungs- und Bürobau, sage Andreas Fleischer von Segro. Deshalb müssten nicht den Wünschen der Mieter, sondern auch der Anwohner entsprochen werden, was eine enge Kooperation mit den Kommunen erfordere. Viele Städte stünden unter Druck, da sie bis 2020 die Versiegelung neuer Flächen auf 30 ha pro Tag begrenzen müssten. Deshalb gelte es, mit Innovationen Land zu gewinnen. „Moderne City-Logistik-Immobilien müssen architektonisch ansprechend und unter Verwendung natürlicher Ressourcen gestaltet werden“, empfehle Fleischer.

Prüfungen der Gesundheits- und Umweltverträglichkeit von Baustoffen nicht mehr obligatorisch

Nach einer Klage der Europäischen Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland dürfen Mitgliedsländer ihre Hersteller nicht mehr verpflichten, Produkte zusätzlich darauf überprüfen zu lassen, ob sie Gesundheit oder Umwelt schädigen. Das schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 17.2. Verpflichtend sei für innerhalb der EU gehandelte Waren nur das CE-Zeichen, doch würden dergestalt gekennzeichnete Bauprodukte weder auf Gesundheits- noch Umweltverträglichkeit überprüft. Hersteller könnten ihre Baustoffe freiwillig testen lassen und eigene Prüfsiegel vergeben. Doch wer was wie teste, bleibe nun ihnen überlassen. Das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau sehe die Änderungen kritisch und fordere eine geprüfte Informationspflicht der Hersteller. Zwar strebe auch die EU Normen für Inhaltsstoffe an, die Gesundheit und Umwelt gefährdeten, doch bis diese Grenzwerte europaweit abgestimmt seien, dürften mindestens fünf bis zehn Jahre vergehen. Nur der Blaue Engel bleibe als Umwelt-Qualitätssiegel erhalten.

Fonds- und Finanz-News

Immobilienfonds

Fondsanbieter setzen auf Projektentwicklungen: Wie das HANDELSBLATT am 15.2. schreibt, reagieren Anbieter von Immobilienfonds auf die große Nachfrage mit neuen Produkten. Investitionen in im Bau befindliche Objekte lägen im Trend. Beos, die auf die Weiterentwicklung von Industrieliegenschaften spezialisiert sei, habe Ende 2016 einen sogenannten Value-Add-Fonds aufgelegt, mit dem Stephan Bone-Winkel von Beos 12 % Gesamtrendite pro Jahr erzielen wolle. Kalkuliert sei eine Haltedauer von drei Jahren. „Das Ziel ist ganz klar der Weiterverkauf. Die Investoren sind da auf unserer Seite“, sage Bone-Winkel. Thomas Meyer von Wertgrund wolle im neu aufgelegten Produkt ‚Wertgrund Wohnen D II‘ bis zu 50 % der Gelder in Projektentwicklungen investieren. So solle das Fundament für den Ertrag schon früh gelegt werden. Angestrebt werde eine Ausschüttungsrendite von 3,5 % bis 4 %.

Immo-AGs

CG Gruppe: Die IMMOBILIEN ZEITUNG schreibt am 16.2. ausführlich über die umfangreiche Projektliste der CG Gruppe. Insgesamt 1.874 Wohnungen seien in Planung, hinsichtlich des Mietwohnungsbaus in den A-Städten sei das Unternehmen führend. Man verfolge einen offensiven Wachstumskurs, denn nur mit Größe seien die gegenwärtigen Aufgaben des Wohnungsbaus zu bewältigen, sage Christoph Gröner von der CG Gruppe. Die Bilanzsumme für 2016 betrage rund 1,1 Mrd. Euro, das Grundkapital 35 Mio. Euro. Das Eigenkapital (inkl. Gesellschafterdarlehen) solle auf ca. 170 Mio. Euro ansteigen und einer Eigenkapitalquote von 16 % entsprechend. In den kommenden fünf Jahren seien Investitionen in Wohn- und Gewerbeflächen von 4,7 Mrd. Euro vorgesehen.

Real I.S.: Der Anbieter von Immobilien Investments für private und institutionelle Anleger hat 2016 Immobilien für ca. 900 Mio. Euro (Vorjahr: 783 Mio. Euro) eingekauft und für ca. 500 Mio. Euro (2016: 300 Mio. Euro) verkauft. Das schreibt THOMAS DAILY am 12.2. Das Transaktionsvolumen sei von 1,1 Mrd. Euro im Vorjahr auf 1,4 Mrd. Euro gestiegen. Etwa die Hälfte der Zukäufe habe in Deutschland, der Rest in Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Irland stattgefunden. Das eingesammelte Eigenkapital sei von 740 Mio. Euro auf den neuen Höchstwert von rund 1,2 Mrd. Euro gestiegen. Neben dem weiteren Ausbau des institutionellen Geschäfts sei für dieses Jahr auch wieder ein Australienfonds für Privatanleger geplant.

Commerz Real: Im Interview mit der IMMOBILIEN ZEITUNG vom 16.2. äußern sich Andreas Muschter und Sandra Scholz ausführlich zum Aufstieg der bisherigen Leiterin Human Resources und Kommunikation in den Vorstand und zu den Pläne des Unternehmens für die Zukunft, insbesondere hinsichtlich der Digitalisierung. Man habe 25 Kernprozesse identifiziert und wolle diese daraufhin untersuchen, inwieweit sie digitalisiert und automatisiert werden könnten, um in Zukunft so viele Dienstleistungen wie möglich end-to-end automatisiert zu erbringen. „Nicht jede Immobilie muss schließlich vollumfänglich separat behandelt werden, wie das heute noch der Fall ist“, sage Muschter. Dabei wolle man „alle Führungskräfte und jeden Mitarbeiter bei der Transformation in eine digitale Welt mitnehmen“, wie Scholz betone.

Aktuelle Projektentwicklungen

Dresden: Bis Ende 2018 entsteht gegenüber der Dresdner Frauenkirche auf einem 2.400 qm große Areal zwischen Kulturpalast und Verkehrsmuseum das Palais City One, wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 16.2. informiert. Das Investitionsvolumen für neun der zehn Gebäudeteile liege bei 42 Mio. Euro. 5.400 qm der insgesamt 8.500 qm vermietbarer Fläche würden dabei auf 57 Mietwohnungen entfallen, die restlichen 3.100 qm seien für Geschäfte, Restaurants und Büros geplant. Das Palais werde aus zehn Gebäudeteilen bestehen und über fünf separate Treppenhäuser, vier Innenhöfe und 86 Tiefgaragenplätze verfügen.

Frankfurt: Der Projektentwickler Groß & Partner plant auf dem Deutsche-Bank-Areal in den nächsten fünf Jahren den Bau von vier Hochhäuser. Das berichtet die FAZ am 17.2. Für den höchsten der vier geplanten Hochhaus-Türme seien 228 m veranschlagt. Auf insgesamt 219.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche sollten 600 Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen. Die ersten Neubauten seien für 2021 geplant. „Wohnungsneubau in Frankfurt: Die 10 interessantesten Projekte“: Zu diesem Thema findet am 21. Februar im Marriott Hotel Frankfurt eine Sonderveranstaltung der FRANKFURTER IMMOBILIENRUNDE statt. Fordern Sie das Programm unter: info@immobilienrunde.de

Buchtipp

Frank Schäffler

Psychologie der Superreichen

Rainer Zitelmann: Psychologie der Superreichen. Das verborgene Wissen der Vermögenselite, FinanzBuch Verlag, München 2017, 432 Seiten, 34.99 Euro.

Ein Buch über die Psychologie der Superreichen zu schreiben, ist nicht populär, insbesondere in einer Zeit, wo Bücher über die wachsende Ungleichheit bald täglich die Bestsellerlisten stürmen. Angefangen hat die jüngste Welle 2013 mit dem französische Ökonomen Thomas Piketty und seinem Buch ‚Das Kapital im 21. Jahrhundert‘. Der Sozialist Piketty sieht im Anstieg der Ungleichheit ein Naturgesetz der Marktwirtschaft und plädiert für eine viel größere Umverteilung über das Steuersystem. Sein Vorschlag zielt auf Einkommensteuersätze von 85 % und eine hohe Vermögensteuer. Jüngst reihte sich auch eine Studie von Oxfam in diesen Reigen ein, die behauptet, dass die acht reichsten Menschen auf dieser Welt so viel besitzen wie die halbe Menschheit. Mit solchen Vergleichen lassen sich sehr schnell neue Umverteilungsdebatten anheizen.

Die Forschung über die Ungleichheit ist populär. Das hat sicherlich auch etwas damit zu tun, dass die Erforschung der Ursachen für Ungleichheit stärker im Fokus der Politik liegt. Steigt die ungleiche Vermögensverteilung an, dann dient das als Begründung dafür, über das Steuersystem und den Ausbau des Wohlfahrtsstaates dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Jetzt ist ein Buch auf den Markt gekommen, das untersucht, was Superreiche antreibt und erfolgreich macht. Dem Autor Rainer Zitelmann ist damit etwas gelungen, was gegen die veröffentlichte Erwartung gerichtet ist. Und genau das ist auch schon eines der wesentlichen Kennzeichen von Hochvermögenden. Darunter versteht der Berliner Unternehmer in dieser wissenschaftlichen Untersuchung Personen, die über ein mindestens zweistelliges Netto-Millionenvermögen, einige sogar über ein Milliardenvermögen verfügen. Im Wesentlichen hat er dabei Personen befragt, die ihr Vermögen als Unternehmer und Investoren selbst aufgebaut haben. Sie kommen aus der Mittelschicht, ihre Eltern waren zumeist selbständig, meist nicht reich, aber auch nicht abhängig beschäftigt. Ihre schulischen Leistungen waren meist nicht überragend, jeder Siebte hat kein Abitur und jeder Dritte hat nicht studiert. Gesellschaftliches und sportliches Engagement sticht jedoch hervor. Viele waren als Schul- und Schülersprecher aktiv, haben Schülerzeitungen verantwortet oder waren überdurchschnittlich sportlich aktiv.

Viele der untersuchten Personen hätten nie Karriere in einem bestehenden Unternehmen machen können, da sie als Angestellte zu schwierig und rebellisch gewesen wären. Sie schwimmen gegen den Strom und lassen sich gerne auf Konflikte ein. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ihres Aufstiegs scheint der Umgang mit Misserfolgen zu sein. Hochvermögende gehen in Krisen und bei Rückschlägen ruhig und gelassen vor. Ein sehr großer Optimismus und die „hohe Überzeugung von der eigenen Selbstwirksamkeit“ zeichnen sie aus. Sie suchen die Schuld ihres Versagens nicht bei den anderen, sondern bei sich selbst. Entscheidend ist der transparente Umgang mit den Problemen. Erfolgreiche Unternehmer sind Nonkonformisten, die sich im Schumpeterschen Sinne nicht in dem Maße wie andere Menschen durch soziale Normen in ihrem Handeln leiten lassen.

Zitelmanns Buch ist von großer Bedeutung, weil es den Erfolg der Marktwirtschaft und unseres gesellschaftlichen Wohlstands erklärt. Es rückt den Unternehmer in den Mittelpunkt. In der neoklassischen Wirtschaftstheorie glänzt der Unternehmer durch Abwesenheit. In den Gleichgewichtsmodellen spielt er keine Rolle. Wie der Ökonom Israel Kirzner vertritt Zitelmann dagegen einen anderen Ansatz, den auch andere Ökonomen der Österreichischen Schule der Nationalökonomie vertreten: Der echte, pure Unternehmer sei ständig wachsam mit Blick auf neue Chancen. Unternehmerischer Gewinn entsteht daher auch nicht aus einer einfachen Übernahme von unternehmerischem Risiko. Das wäre zu kurz gesprungen. Der reine unternehmerische Gewinn entsteht immer dann, wenn ein Unternehmer eine Gewinnchance entdeckt, die er vorher nicht wahrgenommen hat und als Konsequenz daraus sein Handeln ändert, um sie zu nutzen. Dieser Prozess beruht auf subjektiven Informationen, die verstreut und schwer zu formulieren sind, und die nur der Unternehmer selbst kennt.

In der heutigen Zeit wird dieser individualistische Ansatz immer mehr durch einen staatsgläubigen ersetzt. Trotz ihres sehr begrenzten Wissens behauptet die Regierung mit Existenzgründungsdarlehen und Investitionsbeihilfen zu „helfen“, um Arbeitsplätze zu retten oder zu schaffen. Sie verhängt Schutzzölle, um die heimische Industrie vor Konkurrenz zu schützen, oder gewährt Exportbeihilfen, um den Absatz im Ausland zu fördern.

Eigentlich sollte Zitelmanns Buch zur Standardlektüre derzeitiger und künftiger Wirtschaftsminister werden. Auf jeden Fall gehört es aber in die Hausbibliothek eines jeden, der sich als Unternehmer betätigen möchte.

Leseproben, Pressestimmen und Bestellmöglichkeit: psychologie-der-superreichen.de

Weitere Besprechungen von interessanten Wirtschaftsbüchern finden Sie unter www.empfohlene-wirtschaftsbuecher.de

Rainer Zitelmann

Dr. Dr. Rainer Zitelmann www.rainer-zitelmann.de

Zitat der Woche

„Vorhandenes Vermögen soll man betrachten als eine Schutzmauer gegen die vielen möglichen Übel und Unfälle; nicht als eine Erlaubnis oder gar Verpflichtung, die Plaisiers der Welt heranzuschaffen.“

Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph

Geld bedeutet Freiheit, aber nur dann, wenn Sie es klug einsetzen. Wer zu Geld kommt, aber es mit vollen Händen ausgibt und von der Substanz lebt, bereitet damit den Boden für künftige Probleme. Tasten Sie niemals die Substanz Ihres Vermögens an. Im Gegenteil. Diese soll und muss sich vermehren, denn sonst wird Ihr Vermögen selbst bei einer nur moderaten Inflationsrate im Laufe der Jahre erheblich entwertet. Geld kann Ihnen sowohl Freiheit als auch Sicherheit geben – aber nur dann, wenn Sie es klug investieren, und nicht dann, wenn Sie den größten Teil für Luxusausgaben verwenden. Wirklich reich sind Sie dann, wenn Sie allein von den Erträgen des investierten Geldes – also von Mieteinkünften, Dividenden und Zinsen – leben könnten, ohne die Substanz anzutasten. Diesen Zustand nennt man „finanzielle Freiheit“.

140 weitere Zitate und Kommentare finden Sie in dem Buch „Worte des Erfolges“ von Dr. Dr. Rainer Zitelmann. Bestellen Sie das Buch bei info@zitelmann.com

Interessante Artikel

Immobilien rentieren sich mehr als Aktien: Laut einer Studie des Wirtschaftshistorikers Moritz Schularick von der Universität Bonn haben sich mit Wohnimmobilien im Zeitraum von 1870 bis heute im Durchschnitt höhere Renditen erzielen lassen als mit Aktien. Das schreibt die FAS am 12.2. Nach Abzug der Inflation und unter Berücksichtigung der Kosten für die Instandhaltung kämen Immobilien im Mittel auf 7,8 % Rendite, was sowohl für selbstgenutzte als auch für vermietete Häuser gelte. Aktien hätten nach Abzug der Inflation nur eine Rendite von 7,1 % erzielt. Zu den 16 analysierten Ländern zählten u. a. Deutschland, die Schweiz, Norwegen, Italien, Australien, Japan und die Vereinigten Staaten.

Büro der Zukunft: Die Digitalisierung sowie mobiles und flexibles Arbeiten stehen im Mittelpunkt, wenn es um Büros der Zukunft gehe, schreibt Ken Kuhnke von HIH Real Estate am 13.2. auf BUSINESS INSIDER. Laut einer Forsa-Umfrage sei es für Beschäftigte aber auch sehr wichtig, Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe zu haben. Knapp die Hälfte lege neben der Gebäudeausstattung auch Wert auf Zusatzangebote wie Fitnessmöglichkeiten, Fahrradstellplätze, freies WLAN und einen Reinigungsservice. Für Eigentümer von Gewerbeimmobilien lohne sich ein Nachrüsten und Aufwerten, soweit technisch und organisatorisch möglich, um Weggänge von Mietern zu vermeiden.

Online-Datenbank für Mieter und Vermieter:
Von der Instandhaltung bis zum Monitoring wird heute alles rund um die Immobilie digitalisiert und aus der Ferne steuerbar, nur an der Vermietung geht diese Revolution vorbei, schreibt Jakob Mähren von Mähren am 14.2. auf BUSINESS INSIDER. Dabei sei eine zentrale Auskunftsstelle für Mieter und Vermieter sinnvoll, um bereits im Voraus relevante Daten auszutauschen, die Wohnung digital zu besichtigen und mit dem Vormieter die Wohnungsübergabe zu regeln. So erleichterten digitale Prozesse die gezielte Vermietung.

Weniger Transformationsdruck durch Digitalisierung möglich: Wechselnde Kundenwünsche, stärkerer Wettbewerbsdruck und schärfere Regulierungen fordern von Immobilienunternehmen neue, innovative Konzepte. Darüber schreibt Jochen Schenk von Real I.S. am 16.2. in CASH ONLINE. Unter Transformationsdruck stünden alle Berufe in der Immobilienbranche ebenso wie die Investoren. Programme zur Datenauswertung und Prognoseerstellung seien geeignet, um die Arbeit der Immobilienexperten und so den Wandel zu unterstützen. Dafür seien die Akzeptanz digitale Prozesse und auch ein strukturelles Umdenken notwendig.

Termine

FRANKFURTER IMMOBILIENRUNDE

Wohnungsneubau in Frankfurt: Die 10 interessantesten Projekte

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Investoren, die im Rhein-Main-Gebiet (besonders Frankfurt) in den Wohnungsneubau investieren wollen, also institutionelle Investoren und Family Offices, die im Rhein-Main-Gebiet investieren wollen, Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/ Vertriebe und Architekten. Zudem sollten Projektentwickler aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen, die sich einen aktuellen Marktüberblick verschaffen wollen.

Referenten: Sven Carstensen (bulwiengesa AG), Iris Dilger (DIE WOHNKOMPANIE Rhein-Main GmbH), Christoph Gröner (CG Gruppe), Frank Berlepp (LBBW Immobilien Management GmbH), Ralf Werner (formart GmbH & Co. KG, Niederlassung Rhein-Main), Peter Ulm (6B47 Real Estate Investors AG), Wolfgang Ries (BIEN-RIES AG), Jürgen Blankenberg (gsp Städtebau GmbH), Mark Reinhard, Cityraum GmbH & Co. KG), Martin Büttner (GWH Bauprojekte GmbH), Nicolas Moog (Biskupek Scheinert Moog Investorengruppe)

Themen: Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungs-Neubau-Projekte in Frankfurt/Main sowie dem Rhein-Main-Gebiet vor und erläutern ihre Alleinstellungsmerkmale und die Besonderheiten von Architektur und Grundrissen etc. Sie sprechen darüber, wie die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden verliefen, ob die Käufer Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren sind und ob die Finanzierung aus dem Cashflow, Bankenfinanzierung, Mezzanine u. ä. erfolgte. Zudem werden thematisiert: die Faktoren und Mietansätze beim Globalverkauf / Forward-Deal, die Quadratmeter-Preise beim ETW-Vertrieb und die Inanspruchnahme von Fördermitteln/ Förderprogrammen. Auch werden Fragen besprochen wie: Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann. Darauf, was ihnen gefallen habe, antworteten Teilnehmer der beiden letzten Veranstaltungen dieses Formates, die wir kürzlich in Hamburg und München durchgeführt haben: „Konkrete Zahlen“; „sehr transparente Projektvorstellungen und hochinteressante Hinweise“; „Transparenz der Information“; „Offenheit der Vortragenden hinsichtlich Kennzahlen“; „wertvolle Anregungen für meine Tätigkeit als Projektentwickler“; „Kontakt zu einem Family Office“.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 21. Februar im Marriott Hotel Frankfurt statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Ankaufskriterien von Investoren für Projektentwicklungen im Wohnungsneubau (Forward-Deal)

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich deutschlandweit an Projektentwickler im Bereich Wohnungs-Neubau und weitere Investoren, die in den Wohnungsneubau investieren.

Referenten: Lutz Wiemer (HanseMerkur Grundvermögen AG), Maik Rissel (Family Office Bank Marcard, Stein & Co AG), Florian Mundt (Deutsche Investment Kapitalanlagegesellschaft mbH), Christoph Geirhos (Bayerische Versorgungskammer), Jochen Worringen (CORPUS SIREO / Swiss-Life-Fonds), Martin Eberhardt FRICS, Bouwfonds Investment Management), Thomas Meyer (WERTGRUND Immobilien AG), Nikolas Jorzick CFA MBA (HAMBURG TEAM Investment Management GmbH), Christoph Thumm (Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH), Fabian Klingler (Aberdeen Asset Management Deutschland AG). Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Die wichtigsten Investoren aus ganz Deutschland stellen sich bei dieser Veranstaltung vor. Sie nennen ihre Ankaufskriterien (Lagen, Projektvolumen, Einkaufsfaktoren etc.), zeigen Beispiele von bereits durchgeführten Transaktionen und geben Informationen zur Abwicklung von Forward-Deals.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 4. Mai 2017 im Steigenberger Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht

Zielgruppen: Diese Veranstaltung, die wir bereits zum achten Mal durchführen, richtet sich an alle Marktteilnehmer, die professionell Immobilien kaufen und verkaufen. Sie vermittelt an zwei Tagen sowohl Grundlagen als auch Wissen zu aktuellen Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht. Kommen sollten Projektentwickler, Bauträger, Investoren, Asset-Manager, Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, Transaktionsberater, Makler, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Referenten: Dr. Peter Decker ist Rechtsanwalt und Partner von Gibson, Dunn & Crutcher LLP und berät in nationalen und internationalen Immobilientransaktionen. Er ist qualifiziert als Chartered Surveyor (MRICS) und leitet die Real Estate Praxis im Münchner Büro von Gibson Dunn, eine der führenden internationalen Anwaltskanzleien mit Sitz in Los.

Dr. Christian Schmidt ist Rechtsanwalt und seit 2014 Mitarbeiter in der Steuerabteilung der Deutschen Pfandbriefbank AG. Zuvor war er 14 Jahre als Rechtsanwalt für die internationale Anwaltssozietät Shearman & Sterling LLP und Gibson, Dunn & Crutcher LLP auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Steuerrechts tätig. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehört u.a. das Immobiliensteuerrecht.

Themen: 1. Tag: Steuerliche Strukturierung der Transaktion: Asset Deal; Steuerliche Aspekte einer Immobilientransaktion; Asset Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Asset Deal aus Sicht des Erwerbers (Abschreibung der Anschaffungskosten); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtige Rechtsgeschäfte, Bemessungsgrundlage, Steuerausnahmen); Umsatzsteuer (Geschäftsveräußerung im Ganzen, Umsatzsteueroption); Haftung (Betriebssteuern, Grundsteuer, Haftungsregelung im Kaufvertrag). Steuerliche Strukturierung der Transaktion – Share Deal: Share Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Share Deal aus Sicht des Erwerbers (Abzugsfähigkeit der Akquisitionsfinanzierung, Schicksal der Verlust- und Zinsvorträge); Besteuerung mit Auslandsbezug; Umsatzsteuer (Umsatzsteuerfreiheit des Share Deals); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtigkeit der Anteilsübertragung und Anteilsvereinigung; gem. §§ 1 Abs. 2a, Abs. 3 und Abs. 3a GrEStG, Strukturierungsmöglichkeiten); Haftung (Steuerklausel im Kaufvertrag); Mögliche Änderungen zur Grunderwerbsteuer bei Share Deals – wie können Investoren ggf. vorausschauend darauf reagieren? Vereinbarungen im Vorfeld der Transaktion: Letter of Intent, Memorandum of Understanding, Term Sheet, Exklusivitätsvereinbarung; Vertraulichkeitsvereinbarung. Due Diligence: Käufer Due Diligence/Verkäufer Due Diligence; Red Flag List; Executive Summary; Report; Datenraumanforderungen. Asset Deal: Kaufgegenstand (Bestimmtheit, Dingliche Belastungen, Bauverpflichtung); Kaufpreis (Gestaltung, Fälligkeit, Sicherstellung, Verkäuferdarlehen); Dingliche Sicherung der Kaufpreisfinanzierung (Belastungsvollmacht, Sicherstellung der Löschung); Übergang von Vertragsverhältnissen (Mietverhältnisse, Service Verträge, Versorgungsverträge, Nachvereinbarungen); Garantiehaftung versus Haftungssystem des BGB; Rechtsfolgen der Haftung (Basket, Cap, Selbstbehalt, Vertragsstrafen); Übergang von Nutzen und Lasten; Rücktrittsrechte (Verzug des Käufers, Nichteintritt der Fälligkeitsvoraussetzungen, Rechtsfolgen); Auflassungsvormerkung und Auflassung; Kostenregelung; Zusammenschlusskontrolle.

2. Tag: Share Deal – Ankauf einer Immobilie: Abgrenzung zum Asset Deal; Anwendbares Recht; Sprache der Transaktionsdokumente; Erforderlichkeit der notariellen Beurkundung; Kaufpreisgestaltung, Ablösung von Verbindlichkeiten und Kaufpreisanpassung; Physisches Closing versus reales Closing; Haftungssystematik beim Share Deal; Optionsvereinbarungen. Joint Venture für ein Immobilienprojekt: Arten von Immobilien-Joint Ventures; Wirtschaftliche Grundlagen von Joint Ventures (Objektbeschaffung, Asset Management, Exit, Budget); Die Joint Venture Vereinbarungen (Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen, Geschäftsbesorgungsverträge, Leistungsverträge); die Master Vereinbarung. Fortsetzung Joint Venture bezogen auf ein Immobilienprojekt: Gesellschaftsrechtliche Regelungen (Kapitalausstattung, Stimmrechte, Tag along, Drag along, Vorkaufsrechte, Gewinnverteilung); Geschäftsbesorgungsverträge (Verwaltung des Joint Ventures, Beschaffung, Verwaltung, Wertschöpfung, Finanzierung, Verkauf). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 10. und 11. Mai im THE WESTIN GRAND in Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Praxis-Seminar: Welche Wohnungsgrundrisse und welche Extras sind bei Käufern heute gefragt? Erfahrungsberichte von Projektentwicklern

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Investoren im Wohnungsneubau, Vertriebe und Architekten und finanzierende Banken. Lernen Sie aus der Praxis, was sich bewährt hat – und was nicht. Erfahrene Projektentwickler berichten anhand von Beispielen, was gut funktioniert hat – und was nicht.

Referenten: Henrik Diemann (Metropol Grund GmbH), Raimund Adameck (PANDION AG), Manuel Skorbier (ISARIA Wohnbau AG), Helmut Kunze, (Bonava Deutschland GmbH), Fabian von Köppen (GARBE Immobilien-Projekte GmbH), Claus Baumgartl / Lars Neubauer (Investa Projektentwicklungs- und Verwaltungs GmbH), Marcus Keller (BPD Immobilienentwicklung GmbH), Markus Feldt (Zabel Property AG), Alexander Happ (BUWOG Group), Carsten Sellschopf (formart GmbH & Co. KG), Christoph Gröner (CG Gruppe AG), Roderick Rauert, (LBBW Immobilien). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Die Referenten stellen am Beispiel von zwei bis drei Projekten dar: Erfahrungen mit Grundrissen – was hat sich bewährt, was nicht? Welche Extras (Energie, Haustechnik, Smart Home etc.) kamen im Vertrieb gut an, welche nicht? Abverkaufszeiten, Erfahrungen mit Sonderwunschmanagement und Lehren für künftige Projekte.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 16. Mai im Intercontinental Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

IREBS Immobilienakademie - BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Basisseminar: Projektentwicklung

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an (neue) Mitarbeiter von Projektentwicklern / Bauträgern / Projektsteuerern, Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (v. a. jene, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Mitarbeiter von Generalunternehmern / Bauunternehmen. Wenn Sie mehr als drei Mitarbeiter Ihres Unternehmens anmelden, erhalten Sie ab dem vierten Mitarbeiter einen Rabatt von 30 %. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

Referenten: Dr. Philipp Feldmann (Cilon GmbH) und Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer. Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Am ersten Tag werden folgende Themen behandelt: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen, Definition, klassische Aufgaben); idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte); der Markt für Projektentwickler (Typen, Strategien, Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse, Wettbewerbsanalyse, Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ bis hin zur dynamischen Developer-Rechnung). Am zweiten Tag geht es um Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht, Grundstücksanalyse, Untersuchungen vorhandener Bausubstanz); Planungskonzepte (Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung, Bildung von Gebäudemodellen, Gebäudeplanung); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI, Baukostenplanung in der Projektentwicklung, Rahmenterminplanung); Management von Bauprojekten (Projektanalyse als Einstieg, Projektorganisation, Leistungsbilder).

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 31. Mai und 1. Juni im The Westin Grand Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Intensivseminar: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobiliensteuerrecht (Schwerpunkt Grunderwerbsteuer- / Grundsteuer-Reform)

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Rechtsanwälte / Steuerberater und Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, wird zum 14. Mal durchgeführt und bekam stets Bestnoten von den Teilnehmern. Es können beide Tage einzeln oder auch zusammen gebucht werden.

Referenten: Hans-Joachim Beck, Vorsitzender Richter Finanzgericht Berlin-Brandenburg a. D. / Leiter Abteilung Steuern IVD und Dr. Kai Tiede, Richter am Finanzgericht Berlin-Brandenburg

Themen: Dieses Mal werden zwei besonders wichtige und aktuelle Themen behandelt. Am ersten Tag werden die Reform der Grundsteuer (die Systematik der Grundsteuererhebung und die Bewertung der Grundstücke) und die geplante Reform der Grunderwerbsteuer (Überblick über die der Grunderwerbsteuer unterliegenden Erwerbsvorgänge und die aktuelle Rechtsprechung zur Grunderwerbsteuer, Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer, Grunderwerbsteuer bei Share Deals – die derzeitigen Regelungen sowie Fragen wie: Unter welchen Voraussetzungen wird derzeit Grunderwerbsteuer ausgelöst, wenn Anteile an grundbesitzenden Gesellschaften übertragen werden? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, um solche Anteile ohne Belastung mit Grunderwerbsteuer zu übertragen? Welche Steuerbefreiungen können in Anspruch genommen werden? Wie wird der Grundstückswert ermittelt? Welche Änderungen für Share Deals werden derzeit diskutiert? Wie kann in Verträgen bei Forward-Deals vorbeugend auf mögliche geplante Änderungen reagiert werden?) behandelt. Auch geht es um die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen bzgl. Wohnimmobilienkreditrichtlinie, aktuelle Rechtsprechung zum Immobiliensteuerrecht und aktuelle Verwaltungsanweisungen zum Immobiliensteuerrecht. Am zweiten Tag geht es um die Einkommensteuer (Anschaffung eines Grundstücks, Vermietung des Grundstücks, Modernisierung, Gewerblicher Grundstückshandel, Verlustausgleichsbeschränkung (§ 15 b EStG), Erhöhte Absetzungen bei Immobilien unter Denkmalschutz und im Sanierungsgebiet, Finanzierungskosten, Geschlossene Fonds, um den § 23 EStG – Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften, u, die Gewerbesteuer (die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 GewStG)), die Umsatzsteuer (Das Prinzip der Umsatzsteuer, Vermietung des Grundstücks, aktuelle Probleme bei der Aufteilung der Vorsteuern, Veräußerung eines Grundstücks, § 13 b UStG, reverse charge) und die Erbschaft- und Schenkungsteuer (Bewertung des Grundbesitzes, Verschonung des Betriebsvermögens, sachliche Befreiung für das Familienwohnheim, gemischte Schenkung, Kritik des BVerfG und geplante Änderungen). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 19. und 20. Juni im Maritim Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de