Kommentar

Dr. Josef Girshovich ZitelmannPB

Das ZPB-Politikmonitoring zum Wahlkampf 2017

Die schönste Jahreszeit hat begonnen: der Wahlkampf. Am 24. September wird der 19. Deutsche Bundestag gewählt. Die Parteien laufen sich warm, schenken, versprechen und fordern. Erinnern Sie sich noch an die Mietpreisbremse? Das Gesetz hat wie kein zweites den Wahlkampf und die gesamte 18. Legislaturperiode dominiert. Die Parteien konnten sich der Emotionalisierung der Bürger sicher sein. So sicher, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel keine Hemmungen hatte, das ursprünglich sozialdemokratische Projekt zu usurpieren. Wie sagte sie? „Ja, es war eine SPD-Idee, von CDU-Bürgermeistern übernommen, anschließend von CDU und CSU. Jetzt müssen wir es bloß noch umsetzen.“ Applaus und Wahlsieg.

Kein Zweifel: Immobilienpolitik wird auch dieses Jahr eines der zentralen Themen des Wahlkampfs werden, und ist es bereits. Arbeitslosigkeit und Rente ziehen nicht; und mit Außenpolitik wurde noch keiner Kanzler. Aber steigende Mieten und Immobilienpreise, sterbende Kleinstädte, boomende Metropolen, Wohnungsmangel und hohe Kaufnebenkosten? Das sind Themen, die die Wähler bewegen.

Erster Aufschlag: das Baukindergeld. Wissen Sie, was Union und SPD da fordern? Und die FDP? Immerhin könnten die Liberalen den Sprung in den Bundestag dieses Jahr wieder schaffen. Übrigens, manche Landespolitiker liebäugeln bereits damit, diese Bundeszulage für eine Erhöhung ihrer Grunderwerbsteuern zu nutzen. Frei Wörtlich nach dem Motto: Was der Staat in die eine Tasche hineinsteckt, nimmt er aus der anderen wieder heraus. Und ein Staatssekretär hat mit guter Vorahnung genau das bereits verboten. Wissen Sie, wer’s war, und wann und wo er das tat?

Von den Forderungen der Linken und Grünen ganz zu schweigen. Allein in den letzten Wochen hat Die Linke drei Anträge zur Wohnungspolitik in den Bundestag eingebracht. Sie werden jetzt vielleicht sagen: I wo, die Anträge haben eh keine Aussicht auf Erfolg. Stimmt. Aber im Wahljahr dienen Anträge der Opposition bekanntlich seit jeher der Schärfung der eigenen Argumente. Was heute aussichtslos gefordert wird, lesen wir morgen im Wahlprogramm und übermorgen vielleicht im Koalitionsvertrag. Ich meine jedenfalls, dass wir mit Blick auf die jüngsten Umfragen seit der Kandidatur von Martin Schulz die Forderungen und Versprechen der Linken nicht mehr so einfach unter den Teppich kehren sollten.

Unsere Branche tut jetzt gut daran, über die politischen Entwicklungen aktuell informiert zu sein. Und daher haben wir bei der Dr. ZitelmannPB. ein Team zusammengestellt, das für Sie wöchentlich das ZPB-Politikmonitoring verfasst. Wir bereiten die wichtigsten Nachrichten rund um die Immobilienpolitik für Sie auf: gut recherchiert und präzise zusammengefasst. Damit Sie in den kommenden Monaten stets mitreden können und alle Argumente haben.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann schreiben Sie mir direkt unter girshovich@zitelmann.com. Ich schicke Ihnen unser faires Angebot – und das ist kein Wahlversprechen.

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen?

Dann schreiben Sie an den Leiter unserer Redaktion Dr. Josef Girshovich.

Das PB3C-Politikmonitoring zum Wahljahr 2017
Wir informieren Sie aktuell und exklusiv mit wöchentlichen Briefings und Updates. Präzise recherchiert und punktgenau aufbereitet – so sind Sie im Wahljahr 2017 stets auf dem neuesten Stand bei allen Themen rund um die Immobilienpolitik.

Kontaktieren Sie uns: girshovich@zitelmann.com

MARKT-NEWS

Attraktivität von Büros wird bei Jobsuche immer wichtiger

Die Mehrzahl der Bürobeschäftigten achtet bei der Jobsuche bewusst auf die Qualität der Büroflächen, berichtet DIE WELT am 1.2. Laut einer Forsa Studie im Auftrag von HIH Real Estate zögen 62 % der 500 Befragten einen attraktiv gestalteten Arbeitsplatz sogar einer besseren Bezahlung vor. Daher sei eine ansprechende Arbeitsumgebung für Unternehmen im Wettbewerb um begehrte Kräfte ein wichtiger Faktor, erkläre Ken Kuhnke von HIH Real Estate. Der Trend zu offenen Strukturen und wechselnden Arbeitsplätzen komme von den IT-Konzernen aus den USA. Zunehmend forderten auch die großen Unternehmen in Deutschland vergleichbares von ihren Vermietern. Weniger Schreibtische bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl trügen den flexiblen Arbeitsbedingungen Rechnung und ersparten den Unternehmen höhere Mietkosten. Neben dem Wunsch, räumliche Trennungen aufzuheben und so die Zusammenarbeit zu fördern, trügen zusätzliche Services wie Kinderbetreuung, Sportangebote oder Hemdenreinigungsservices zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit bei.

Berliner Büromarkt dynamischer als in Frankfurt

Wie die FAZ am 3.2. berichtet, wurden in Berlin im vergangenen Jahr 913.000 qm Bürofläche neu vermietet. Das seien zwei Drittel mehr als im Durchschnitt der vorherigen zehn Jahre und gut 70 % mehr als in Frankfurt. Laut bulwiengesa seien in den vergangenen zehn Jahren in der Hauptstadt 150.000 neue Bürojobs entstanden, die Investitionsbank Berlin rechne für das laufende Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 2,2 %. 34 % der im Jahr 2016 vermieteten Büroflächen entfielen laut CBRE auf die von Startups geprägte Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche (TMT). „Aufgrund der Knappheit adäquater Büroflächen wird der Berliner Markt immer interessanter für neue Projektentwicklungen im gesamten Stadtgebiet“, erkläre Mattias Hauff von CBRE. Viele davon planten die Entwickler spekulativ, wie das Projekt „Der Cube“ am Hauptbahnhof zeige.

Gentrifizierung im Einzelhandel nimmt zu

Wie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 3.2. berichtet, wechselten 2016 in Deutschland Handelsimmobilien im Wert von 12,8 Mrd. Euro den Eigentümer. Das gehe aus Zahlen von CBRE hervor. Das Volumen sei zwar rund ein Drittel kleiner als im Vorjahr, liege aber immer noch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Auffällig sei, dass mittlerweile nur noch 19 % der Investments auf die Top-7-Städte entfielen. Grund sei die deutlich limitierte Produktverfügbarkeit. Zudem seien die Renditen in vielen B- und C-Standorten höher. Jürgen Michael Schick vom IVD spreche von Ausweichbewegungen weg von den Top-Lagen der Metropolen und hin zu den Top-Lagen kleinerer Standorte. „Nachdem die Mieten hier lange Zeit kaum dynamisch waren, ziehen sie jetzt wieder an“, sage Schick. Insgesamt sei zu beobachten, dass der stationäre Einzelhandel trotz Konkurrenz aus dem Internet wieder neue Wachstumsimpulse erfahre und zunehmend in die Modernisierung der Flächen investiere. Dafür verantwortlich seien auch das deutlich verlangsamte Wachstum des Onlinehandels und die schwindende Grenze zum stationären Handel in Form von Multi-Channel-Konzepten.

Sorge um sinkende Eigentumsquoten

Wie der TAGESSPIEGEL am 28.1. schreibt, ist die Eigentumsquote in Deutschland trotz steigender Mieten und hoher Nachfrage nach Baukrediten auf 52 % gesunken. Das habe die aktuelle Kurzstudie ‚Eigentumsbildung 2.0 – Stand und Entwicklung der Wohneigentumsbildung auf der Ebene der Länder und der Kreise und kreisfreien Städte‘ des Pestel-Instituts, u. a. im Auftrag des IVD, ergeben. Eine aktuelle Untersuchung des Verbändebündnisses ‚Wohnperspektive Eigentum‘ habe gezeigt, dass die Eigentumsquote bundesweit zwischen 2011 und 2015 zwar leicht angestiegen sei, der Anteil an Selbstnutzern jedoch weiterhin bei 45 % stagniere. Zudem sei die Quote in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt rückläufig, auch unter den 30- bis 40-Jährigen, die für den Eigentumserwerb prädestiniert seien. Laut Expertenmeinungen seien die Gründe hierfür zahlreich. Unter anderem zählten die dichte Besiedlung und die Fokussierung auf den Geschosswohnungsbau, die gute Qualität der deutschen Mietwohnungen, der starke Mieterschutz und die hohen Grunderwerbssteuern dazu. „Wir müssen weg von einer Mietenpolitik und hin zu einer Wohneigentumspolitik“, kommentiere Jürgen Michael Schick vom IVD. Auch die höhere berufliche Mobilität trage dazu bei, sich nicht an eine Immobilie binden zu wollen.

Länder erzielen Rekordeinnahmen mit Grunderwerbsteuer

Laut IVD sind im vergangenen Jahr in Deutschland Gewerbe- und Wohnimmobilien im Wert von insgesamt 240,5 Mrd. Euro (+ 9,6 %) gehandelt worden, schreiben DIE WELT am 30.1. und die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.2. Die Berechnung basiere auf der von den Bundesländern eingenommenen Grunderwerbsteuer. Das Grunderwerbsteueraufkommen habe 2016 mit 10,2 % sogar stärker zugelegt als das Transaktionsvolumen. Das Ergebnis stelle einen neuen Rekord auf. Erstmals hätten die Einnahmen aus der Steuer die Marke von zwölf Mrd. Euro (12,4 Mrd. Euro) überschritten. Zuletzt habe Thüringen im Januar dieses Jahres den Steuersatz erhöht. Dahinter stecke Kalkül: Normalerweise müssten Länder mit vergleichsweise großer Finanzkraft einen Teil ihrer Steuereinnahmen über den Länderfinanzausgleich an finanzschwächere Länder abgeben. Bei der Grunderwerbsteuer sei wegen eines Konstruktionsfehlers bei der Föderalismusreform jedoch genau das Gegenteil der Fall. Je stärker ein Bundesland seine Grunderwerbsteuer anhebe, desto besser sei es davor geschützt, Geld an andere Länder zahlen zu müssen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) habe die Nachteile einer zu niedrigen Steuer ausgerechnet. So seien Bayern, wo ein niedriger Satz von 3,5 % gelte, im Jahr 2015 453 Mio. Euro verloren gegangen. Nordrhein-Westfalen, wo der Satz bei hohen 6,5 % liege, habe rechnerisch 365 Mio. Euro behalten dürfen, die es sonst hätte abgeben müssen. Haushaltspolitischen Sinn ergebe das laut IW nicht. Jürgen Michael Schick vom IVD habe daher die Länder dazu aufgerufen, die Steuersätze auf 3,5 % zu senken und fordere vom Bund, den Konstruktionsfehler in der Föderalismusreform wieder zu beseitigen. „Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobiliensteuerrecht (Schwerpunkt Grunderwerbsteuer- / Grundsteuer-Reform)“: Zu diesem Thema findet am 24. Januar 2017 am 19. und 20. Juni im Maritim Hotel Berlin eine Sonderveranstaltung der BERLINER IMMOBILIENRUNDE statt. Fordern Sie das Programm unter: info@immobilienrunde.de

Wie wirkt sich die Mietpreisbremse aus?

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.2. und die FAZ am 3.2. schreiben, sind laut dem Wohn-Index von F+B die inserierten Neuvertragsmieten im Zeitraum Q4 2015 bis Q4 2016 um durchschnittlich 2,2 % gestiegen. In mehreren Großstädten sei der Anstieg aber geringer ausgefallen. In Hamburg und München sei ein Plus von jeweils 1,2 % auf 10,10 Euro/qm bzw. 13 Euro/qm festgestellt worden. In Frankfurt seien die inserierten Neuvertragsmieten um 1,4 % auf 10,90 Euro/qm gestiegen, in Köln um 1,5 % auf 9,60 Euro/qm. Inwieweit die Mietpreisbremse wirke, ermittele F+B derzeit gemeinsam mit dem Institut Wohnen und Umwelt (IWU) im Auftrag des Bundesjustizministeriums in mehreren Auswahlstädten, darunter München. Die Steigerung der inserierten Preise für Mehrfamilienhäuser habe 1,7 % betragen und entspreche damit in etwa dem Plus, das für Neuvertragsmieten und für Bestandsmieten (+ 1,1 %) ermittelt worden sei. Eigentumswohnungen hätten sich binnen des besagten Zeitraums um 6,9 % verteuert, Einfamilienhäuser um 6,2 %. In Kempten, Unterschleißheim und Freising seien die Preise für Eigentumswohnungen am stärksten gestiegen. Hinsichtlich der Mietpreisbremse schreibt Thomas Meyer von Wertgrund in der IMMOBILIEN ZEITUNG vom 2.2., dass diese den Nebeneffekt habe, die Nachfrage nach Neubauwohnungen steigen zu lassen. Die hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien als Kapitalanlage von privaten, vor allem aber von institutionellen Anlegern, habe die Preise von Bestandsobjekten extrem ansteigen lassen, was durch die Mietpreisbremse verstärkt werde. Ohne die Aussicht auf Mietsteigerungen seien die aktuellen Kaufpreisfaktoren aber nicht mehr begründbar und Bestandsobjekte würden für Investoren unattraktiv. Das führe dazu, dass Neubauten an Attraktivität gewännen.

Hendricks und Immobilienverbände nähern sich bei EnEV an

Wie der TAGESSPIEGEL am 28.1. und die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.2. schreiben, warnen die großen deutschen Verbände der Bundesarbeits-gemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) Bau- und Umweltministerin Hendricks (SPD) in einem Gutachten über die Folgen einer weiteren Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV). Dem Gutachten zufolge würden sich die Fertigungskosten beim Hausbau ansonsten um 10 % und die Nutzungskosten je Quadratmeter und Monat um einen Euro verteuern, sofern der KfW-55-Standard künftig als EnEV-Maßstab etabliert würde. Bei einem beispielhaften Bau von 40 Wohneinheiten käme es somit zu einer Verteuerung der Herstellungskosten um ca. 650.000 Euro. Zudem beliefen sich die Kosten pro eingesparte Tonne CO2 im Gebäudebereich auf bis zu 1.100 Euro. Die Verbände beklagten dies als Ungleichgewicht. Gleichzeitig lobten sie jedoch die schnelle Reaktion der Politik, die sich zu Gesprächen bereit gezeigt habe, nachdem die Verbände infolge der Auflagen des Klimaschutzplans geschlossenen aus dem Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen ausgetreten seien. In ihrer Rede auf dem Neujahrsempfang habe Hendricks versichert, dass sie die Wirtschaftlichkeit im Sinne des bezahlbaren Wohnens stark berücksichtigen werde. Nun gelte es „tragfähige und prag-matische“ Lösungen zu erarbeiten, sage Hendricks. Einige Verbandsvertreter kritisierten die nachteilhafte Organisation der Ministerien. Sie sähen einen Interessenkonflikt zwischen dem Bau- und dem Umweltbereich und forderten ein übergreifendes Städtebau-, Bau- und Wohnungsministerium. Auch habe das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) auf einen Vorstoß verschiedener Verbände zurückhaltend reagiert, die dem BMWi einen Beitritt zum Bündnis nahegelegt hätten.

Sanierungsquote unbekannt

Laut der Studie ‚Datenbasis zum Gebäudebestand‘ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beruhen alle bisherigen Prognosen und Sanierungsfahrpläne für den bundesdeutschen Gebäudebestand auf einer völlig unzureichenden Datenbasis. Hierüber schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.2. ausführlich. So sei die genaue Anzahl der betreffenden Gebäude nicht bekannt, und es gebe auch keine Datensammlung zu ihrer energetischen Verfassung. Zwar sei amtlich registriert, dass es 18,7 Mio. Wohngebäude mit insgesamt 41,4 Mio. Wohnungen (Stand Ende 2015) in Deutschland gebe, von denen 83 % Ein- und Zweifamilienhäuser seien. Für den Nicht-wohngebäudebereich existierte eine amtliche Zählung jedoch nicht. Schätzungen über den Bestand an Bürogebäuden, Fabriken oder Lagerhallen schwankten zwischen zwei Mio. und 3,3 Mio.

Bayern will Zweckentfremdung stärker bekämpfen

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.2. schreibt, hat nach der CSU nun auch die SPD im bayrischen Landtag ein Gesetz gegen die gewerbliche Nutzung von Wohnungen über Internetplattformen ohne Genehmigung vorgestellt. Die Gesetzesentwürfe ähnelten sich, in beiden werde der Begriff der Zweckentfremdung konkretisiert. Darunter sollten laut CSU künftig auch Wohnungen fallen, die sich durch Umbauten nicht mehr zum Wohnen eigneten oder länger als drei Monate leer stünden. Die SPD hingegen wolle eine Vermietung an Touristen nur noch für sechs Wochen im Jahr dulden. Zudem plane sie, den Mietpreis für zeitlich befristet vermietete Wohnungen auf 15 % über der ortsüblichen Miete zu begrenzen. Ferner sollten Wohnungsverwalter, Vermittler und Internetplattformen wie Airbnb den Behörden Auskunft über die Nutzung der Wohnung geben müssen. Zuwiderhandlungen könnten mit Bußgeldern bis zu 500.000 Euro anstatt wie bisher 50.000 Euro sanktioniert werden. In schwerwiegenden Fällen sehe die SPD eine vorübergehende Enteignung und Zwangsvermietung durch einen Treuhänder vor. Die CSU wolle ihren Gesetzesentwurf noch im laufenden Monat in den Landtag einbringen, im Juni solle das Gesetz in Kraft treten.

Frankfurter Immobilienmarkt weiter im Aufwind

Laut Gutachterausschuss hat der Frankfurter Immobilienmarkt 2016 mit 6,7 Mrd. Euro das zweithöchste jemals erreichte Transaktionsvolumen erreicht. Das berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.2. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine neu errichtete Eigentumswohnung liege mittlerweile bei 4.930 Euro, 13 % mehr als noch 2015. Quer durch alle Altersklassen habe der Quadratmeterpreis für Wohneigentum bei 3.940 Euro oder 6 % mehr als im Vorjahr gelegen. Rund 30 % der Neubauwohnungen seien 2016 in Wohnhochhäusern entstanden. Die oft aufgestellte Behauptung, dass diese teureren Wohnungen internationalen Investoren als Spekulationsobjekte dienten, habe der Gutachterausschuss widerlegt. 81 % der Käufer von Hochhauswohnungen hätten derzeit ihren Wohnsitz in Deutschland, davon knapp die Hälfte in Frankfurt.
Hamburg genehmigt mehr Wohnungen

In Hamburg wurde im vergangenen Jahr der Neubau von 12.471 neuen Wohnungen genehmigt, berichten die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.2. sowie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 3.2. Damit sei die im Bündnis für das Wohnen vereinbarte Zielmarke von 10.000 neu genehmigten Einheiten pro Jahr weit übertroffen worden. Seit 2011 summierten sich die Neubaugenehmigungen auf insgesamt rund 58.900 Wohnungen.

Düsseldorfer Mieten wachsen kaum noch

Während die Mieten im mittleren und einfachen Segment der Düsseldorfer Umlandgemeinden weiter stark steigen, ist das Wachstum der Mietpreise in der Stadt selbst nahezu zum Stillstand gekommen. Das berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.2. und beruft sich auf Zahlen des Rings Deutscher Makler (RDM). Je nach Lage und Segment seien die Mieten im Umland innerhalb des vergangenen Jahres um zwischen 12 % und 15 % gestiegen. Im Düsseldorfer Stadtgebiet hätten die Mieten in einfachen Lagen (11,50 Euro/qm) und mittleren Lagen (15,50 Euro/qm) keinerlei Veränderungen gezeigt, lediglich im mittleren Segment hätten sie um 0,50 Euro/qm auf 14 Euro/qm zugelegt.

Fonds- und Finanz-News

Immobilienfonds

Fondsvertriebe senken Renditeerwartung: Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.2. schreibt, haben die Vertriebspartner geschlossener Immobilienfonds ihre Renditeerwartung zurückgeschraubt. Dies gehe aus einer Umfrage von WealthCap hervor. Demzufolge gäben sich viele Vertriebe inzwischen mit einer Vier vor dem Komma zufrieden. Während die Spitzenerwartung der anspruchsvollsten 20 % der Teilnehmer im Jahr 2012 noch bei 6 % p. a. gelegen habe, betrage sie inzwischen 5 % oder mehr. Die Qualität der angekauften Objekte rücke stärker in den Vordergrund als die erwirtschaftete Rendite. Zudem würden längere Fondslaufzeiten nicht als Anlagehemmnis betrachtet. Während sowohl in Deutschland als auch in den USA Büroimmobilien bei den Nutzungsarten an erster Stelle stünden, setzten sich nun auch Wohnimmobilienfonds immer mehr durch.

Immo-AGs

Neue Bilanzierungspflicht ab 2019: Die Immobilienbranche ist noch nicht genügend auf die künftige Neuregelung zur Bilanzierungspflicht für Mietverträge vorbereitet, schreibt IMMOBILIEN & FINANZIERUNG 02-2017. 92 % der Teilnehmer an einer Umfrage von EY hätten angegeben, sich noch nicht mit den ab 2019 gültigen Vorschriften für börsennotierte Unternehmen, die nach dem IFRS bilanzierten, beschäftigt zu haben. Die Pflicht bedeute eine Verlängerung der Bilanz. Auf der Aktivseite finde eine Erhöhung der Sachanlagen bzw. Nutzungsrechte statt, während auf der Passivseite die Verbindlichkeiten um den gleichen Betrag stiegen. Verträge müssten in Zukunft in ihrer Gesamtlänge bilanziert werden. Daher stünden Unternehmen bilanziell umso schlechter da, je langfristiger die Verträge liefen. Dr. Karim Rochdi von Beos gehe davon aus, dass Unternehmen künftig kürzere Mietvertragslaufzeiten vereinbaren würden. Bisher hätten langfristige Verträge Stabilität geboten, nun streuten flexible Flächen und eine breite Diversifikation der Mieter das Risiko und sorgten ebenfalls für eine dauerhafte Auslastung. Bisher sei unklar, ob die Änderung betroffenen Unternehmen einen Flexibilisierungsschub ermöglichen oder einen Kostenblock darstellen werde.

Aktuelle Projektentwicklungen

München: Bis 2019 sollen im Münchener Osten im Rahmen des Quartierbaus ‚Die Macherei‘ sechs neue Gebäude realisiert werden, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.2. Im Oktober 2015 hätten die Art-Invest Real Estate und die Accumulata Immobilien das 26.400 qm große Grundstück des Pharmaunternehmens Temmler in Berg am Lain erworben. Mittlerweile seien die Gebäude zum Abriss freigegeben. Geplant sei im ersten Schritt ein Inkubatorgebäude, in dem 15.000 qm Fläche speziell für junge Unternehmen und Start-ups vorgesehen seien. Auf dem Gelände solle auf insgesamt 64.000 qm BGF zudem Platz für Werkstätten, Sportflächen und Einkaufsmöglichkeiten sein.

Hamburg: Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.2. berichtet, wurden in Hamburg im Jahr 2016 12.471 Wohnungen genehmigt. Dies sei nach Angaben der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) die höchste Zahl an Baugenehmigungen seit der Wiedervereinigung. Der größte Teil sei mit 3.015 Baugenehmigungen auf den Bezirk Wandsbek entfallen. Auch Hamburg-Nord habe mit 1.937 Wohneinheiten gut abgeschnitten. 1.705 Wohneinheiten seien in den Vorbehaltsgebieten HafenCity und Mitte Altona genehmigt worden. Ziel sei die Erhöhung der Zahl der jährlichen Baugenehmigungen von 6.000 auf 10.000.

Rainer Zitelmann

Dr. Dr. Rainer Zitelmann www.rainer-zitelmann.de

Vermögende unter Generalverdacht

Martin Schulz steht in aktuellen Umfragen sogar noch vor Angela Merkel, und die SPD hat bis zu acht Prozentpunkte aufgeholt. Ist das nur ein Strohfeuer nach der Nominierung des Kanzlerkandidaten? Oder hat Schulz ein Geheimrezept gefunden, um Merkel zu schlagen?

Im Mittelpunkt des Wahlkampfes soll bei Schulz die alte Leier von der „sozialen Gerechtigkeit“ stehen. Obwohl der Begriff in aller Munde ist, weiß keiner, was genau damit gemeint ist und was „sozial gerecht“ sein soll. Tatsächlich ist gemeint: Mehr Gleichheit durch mehr Umverteilung und populistische Neidkampagnen gegen Vermögende.

„Steuerflucht zentrales Wahlkampfthema“

Anne Will fragte am vorletzten Sonntag in dem großen Interview mit Schulz zu Recht, was denn neu an dem Thema „soziale Gerechtigkeit“ sei. In Wahrheit ist es ein alter Hut, eine Leier, die man seit Jahren aus Aller Munde hört, von Wagenknecht bis Hofreiter, von Gabriel und Schulz bis Kipping.

Populisten wird vorgeworfen, dass sie Vorurteile gegen Minderheiten schüren und diese unter „Generalverdacht“ stellen. Genau das ist es, was Schulz tut. Was also ist neu? Sein Trick: Aus dem abgedroschenen Thema „soziale Gerechtigkeit“ macht er eine aggressive Kampagne gegen Vermögende und Großkonzerne. Wenn er von Vermögenden und Superreichen spricht, dann stets im Zusammenhang mit „Steuerflucht“. „Steuergerechtigkeit“ und Bekämpfung der Steuerflucht, so erklärte er bei Anne Will, sollen zentrale Wahlkampfthemen werden.

Der Generalverdacht: Vermögende sind die, die ihr Geld ins Ausland bringen, um Steuern zu hinterziehen. Die Frage, ob das heute – nach dem Austrocknen von Steueroasen wie der Schweiz – überhaupt noch in relevantem Maße geschieht, wird nicht gestellt. Aber für Vorurteile braucht es bekanntlich im „postfaktischen Zeitalter“ keine Fakten.

Neidkampagne für Ahnungslose

Ein Trick von Schulz ist, dass Steuervermeidungsstrategien von internationalen Großkonzernen und Steuerhinterziehung von Hochvermögenden in einem Atemzug erwähnt werden. Sein Kalkül ist dabei, dass das breite Publikum nicht versteht, dass es um zwei völlig verschiedene Sachverhalte geht, nämlich einmal um illegale Steuerhinterziehung von Privatpersonen und das andere Mal um Steuervermeidungsstrategien Unternehmen.

Hängen bleiben soll nur: Unternehmen, Unternehmer und Reiche zahlen keine Steuern. Bei Schulz hört sich Sozialpopulismus so an: Es könne nicht sein, dass „der kleine Bäckerladen anständig und selbstverständlich seine Steuern zahlt und dadurch unser Gemeinwesen stärkt, der globale Kaffeekonzern sich aber davor drückt und sein Geld in Steueroasen parkt.“ Gemeint ist Starbucks, also das Unternehmen, das sich gerade als politisch überkorrekt positionierte, indem es als Antwort auf Trumps Einreiseverbot verkündete, es wolle weltweit 10.000 Flüchtlinge einstellen.

DER SPIEGEL weist übrigens zu Recht darauf hin, dass Luxemburg eine der wichtigsten Anlaufstellen für Steuervermeider war – „und hier regierte lange Schulz‘ Duzfreund, EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Ein Untersuchungsausschuss zu Junkers Verantwortung wurde ausgerechnet von Schulz verhindert.“

Finanzpolitische Urteilskraft der Putzfrau als Maßstab

Schulz arbeitet mit der wirtschaftlichen Unkenntnis derjenigen, an deren Neidgefühle er appelliert. So findet er es empörend, dass Erträge aus Kapital geringer besteuert würden als Arbeitseinkommen. Das ist eines der dümmsten „Argumente“ überhaupt. Die Abgeltungssteuer beträgt 25 % plus Soli, aber bereits zuvor wurden ja auf Ebene des Unternehmens Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer bezahlt. Der Trick der linken Populisten besteht darin, nur die 25 % zu erwähnen und diese mit der Steuerlast (gerne werden auch noch die Sozialangaben dazu gezählt) des „kleinen Mannes“ zu vergleichen, weil man darauf spekuliert, dass die meisten Menschen nicht verstehen, dass vor Auskehrung der mit der Abgeltungssteuer zu versteuernden Dividenden bereits auf Unternehmensebene Steuern bezahlt wurden. Das könnte freilich für die nach „sozialer Gerechtigkeit“ dürstende Putzfrau, deren finanzpolitische Urteilskraft von der SPD gerne als Maß aller Dinge angeführt wird, ein wenig zu komplex sein – so hofft Schulz vermutlich zu Recht.

Schulz will Rot-Rot-Grün, aber sagt es nicht

Schulz‘ Rhetorik zielt nicht nur auf Wählerstimmen, sondern soll bereits programmatisch das Zusammengehen mit Linken und Grünen vorbereiten. So fordert er, „Riesenvermögen“ müssten stärker besteuert werden, was eine zentrale Forderung in den Wahlprogrammen von Linken und Grünen ist. Schulz sagt, er will Kanzler werden. Aber er sagt nicht, wie, weil er weiß, dass auch viele seiner Wähler eine Koalition mit den Linken ablehnen. Dabei ist es rechnerisch klar: Es gibt keine denkbare Konstellation, in der die SPD den Kanzler stellt – außer das Zusammengehen mit Grünen und Linken. Denn trotz der aktuell gestiegenen Umfragewerte erscheint es doch als sehr unwahrscheinlich, dass die SPD die CDU überholen und stärkste Partei werden könnte. Aber – wer weiß? Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Populist überrascht.

Am 13. Februar erscheint Zitelmanns neues Buch „Psychologie der Superreichen“. Inhalt und Leseproben finden Sie unter: http://psychologie-der-superreichen.de/.

Lesen Sie auch Rainer Zitelmanns Kommentare auf Wallstreet-Online.

Zitat der Woche

„Krankheiten überfallen den Menschen nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel, sondern sind die Folgen fortgesetzter Fehler wider die Natur.“

Hippokrates, griechischer Arzt

Dieses Zitat des wohl berühmtesten Arztes der Geschichte sollte uns zu denken geben. Wir sollten Krankheiten nicht so sehr als Schicksalsschläge sehen, sondern uns fragen, welche Botschaften sie für uns enthalten. Nicht alle, aber doch ein Großteil der Krankheiten hängen entweder mit unserer Psyche oder mit unserer Lebensweise und Ernährung zusammen. Das heißt nun nicht, dass wir ängstlich laufend darauf achten müssen, alles für die Gesundheit zu tun. Manche Gesundheitsapostel werden genau dadurch krank, weil sie sich in Wahrheit permanent in ihrem Unterbewusstsein nicht mit Gesundheit, sondern mit der Furcht vor Krankheit beschäftigen. Aber so wie wir uns schlechte Gewohnheiten angewöhnen können, so können wir uns auch positive Gewohnheiten zulegen, die unsere Lebensfreude erhöhen und zugleich der Gesundheit dienen – zum Beispiel jeden Tag Sport machen, einen kurzen Mittagsschlaf abhalten, gesundes Essen zu uns nehmen und uns mit positiven Gedanken programmieren (zum Beispiel, indem Sie jeden Tag in diesem Buch lesen). Stellen Sie sich vor, Sie könnten in Ihrem ganzen Leben nur ein einziges Auto fahren, und wenn es kaputt wäre, bekämen Sie kein neues. Würden Sie das Auto sorgsam behandeln und pflegen? Ist es nicht vernünftig, erst recht sorg-sam und verantwortungsbewusst mit dem eigenen Körper umzugehen? Schließlich bekommen wir nur einen Körper für unser ganzes Leben geschenkt.

140 weitere Zitate und Kommentare finden Sie in dem Buch „Worte des Erfolges“ von Dr. Dr. Rainer Zitelmann. Bestellen Sie das Buch bei info@zitelmann.com

Interessante Artikel

Indirekte Immobilieninvestments immer beliebter: Der Markt für indirekte Immobilieninvestments wächst dank neuer Anlegertypen weiter, berichtet IMMOBILIEN & FINANZIERUNG 03-2017. Kleinere Stiftungen oder Versorgungswerke, aber auch Banken und Sparkassen interessierten sich zunehmend für Immobilienanlagen. Gleichzeitig sei die Immobilienquote bei vielen größeren institutionellen Anlegern gestiegen. So liege die Quote bei Versicherungen laut dem Trendbarometer von EY Real Estate mit 9,3 % auf einem historischen Niveau. Doch auch private Anleger interessierten sich immer mehr für indirekte Immobilieninvestments. In der Folge treffe eine hohe Nachfrage auf ein immer knapperes Angebot an geeigneten Objekten mit institutioneller Qualität. Gefragt seien neben Büro und Einzelhandel auch Spezialsegmente wie Logistik, Unternehmensimmobilien, Pflegeheime, Studentenunterkünfte und Parkhäuser. Der Trend zur Asset-Spezialisierung setze sich ungehindert fort und führe auch zu einer Spezialisierung entlang der Wertschöpfungskette im Investmentmanagement. Richtig dimensionierte IT-Systeme und Plattformlösungen würden in Zukunft immer wichtiger.

Starker US-Immobilienmarkt trotz oder wegen Trump: Thomas Gütle schreibt am 20.1. auf DIE IMMOBILIE online, dass stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine positive demografische Entwicklung den US-Immobilienmarkt beflügeln. Diese Trends seien von den protektionistischen Tendenzen des neuen Präsidenten Donald Trump weitgehend unabhängig. Die angekündigten großflächigen Investitionsprogramme in die Infrastruktur könnten positive Impulse für den Immobilienmarkt aussenden.

Termine

FRANKFURTER IMMOBILIENRUNDE

Wohnungsneubau in Frankfurt: Die 10 interessantesten Projekte

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Investoren, die im Rhein-Main-Gebiet (besonders Frankfurt) in den Wohnungsneubau investieren wollen, also institutionelle Investoren und Family Offices, die im Rhein-Main-Gebiet investieren wollen, Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/ Vertriebe und Architekten. Zudem sollten Projektentwickler aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen, die sich einen aktuellen Marktüberblick verschaffen wollen.

Referenten: Sven Carstensen (bulwiengesa AG), Iris Dilger (DIE WOHNKOMPANIE Rhein-Main GmbH), Christoph Gröner (CG Gruppe), Frank Berlepp (LBBW Immobilien Management GmbH), Ralf Werner (formart GmbH & Co. KG, Niederlassung Rhein-Main), Peter Ulm (6B47 Real Estate Investors AG), Wolfgang Ries (BIEN-RIES AG), Jürgen Blankenberg (gsp Städtebau GmbH), Mark Reinhard, Cityraum GmbH & Co. KG), Martin Büttner (GWH Bauprojekte GmbH), Nicolas Moog (Biskupek Scheinert Moog Investorengruppe)

Themen: Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungs-Neubau-Projekte in Frankfurt/Main sowie dem Rhein-Main-Gebiet vor und erläutern ihre Alleinstellungsmerkmale und die Besonderheiten von Architektur und Grundrissen etc. Sie sprechen darüber, wie die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden verliefen, ob die Käufer Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren sind und ob die Finanzierung aus dem Cashflow, Bankenfinanzierung, Mezzanine u. ä. erfolgte. Zudem werden thematisiert: die Faktoren und Mietansätze beim Globalverkauf / Forward-Deal, die Quadratmeter-Preise beim ETW-Vertrieb und die Inanspruchnahme von Fördermitteln/ Förderprogrammen. Auch werden Fragen besprochen wie: Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Begrüßung und Einführung durch Dr. Rainer Zitelmann. Darauf, was ihnen gefallen habe, antworteten Teilnehmer der beiden letzten Veranstaltungen dieses Formates, die wir kürzlich in Hamburg und München durchgeführt haben: „Konkrete Zahlen“; „sehr transparente Projektvorstellungen und hochinteressante Hinweise“; „Transparenz der Information“; „Offenheit der Vortragenden hinsichtlich Kennzahlen“; „wertvolle Anregungen für meine Tätigkeit als Projektentwickler“; „Kontakt zu einem Family Office“.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 21. Februar im Marriott Hotel Frankfurt statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht

Zielgruppen: Diese Veranstaltung, die wir bereits zum achten Mal durchführen, richtet sich an alle Marktteilnehmer, die professionell Immobilien kaufen und verkaufen. Sie vermittelt an zwei Tagen sowohl Grundlagen als auch Wissen zu aktuellen Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht. Kommen sollten Projektentwickler, Bauträger, Investoren, Asset-Manager, Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, Transaktionsberater, Makler, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Referenten: Dr. Peter Decker ist Rechtsanwalt und Partner von Gibson, Dunn & Crutcher LLP und berät in nationalen und internationalen Immobilientransaktionen. Er ist qualifiziert als Chartered Surveyor (MRICS) und leitet die Real Estate Praxis im Münchner Büro von Gibson Dunn, eine der führenden internationalen Anwaltskanzleien mit Sitz in Los.

Dr. Christian Schmidt ist Rechtsanwalt und seit 2014 Mitarbeiter in der Steuerabteilung der Deutschen Pfandbriefbank AG. Zuvor war er 14 Jahre als Rechtsanwalt für die internationale Anwaltssozietät Shearman & Sterling LLP und Gibson, Dunn & Crutcher LLP auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Steuerrechts tätig. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehört u.a. das Immobiliensteuerrecht.

Themen: 1. Tag: Steuerliche Strukturierung der Transaktion: Asset Deal; Steuerliche Aspekte einer Immobilientransaktion; Asset Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Asset Deal aus Sicht des Erwerbers (Abschreibung der Anschaffungskosten); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtige Rechtsgeschäfte, Bemessungsgrundlage, Steuerausnahmen); Umsatzsteuer (Geschäftsveräußerung im Ganzen, Umsatzsteueroption); Haftung (Betriebssteuern, Grundsteuer, Haftungsregelung im Kaufvertrag). Steuerliche Strukturierung der Transaktion – Share Deal: Share Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Share Deal aus Sicht des Erwerbers (Abzugsfähigkeit der Akquisitionsfinanzierung, Schicksal der Verlust- und Zinsvorträge); Besteuerung mit Auslandsbezug; Umsatzsteuer (Umsatzsteuerfreiheit des Share Deals); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtigkeit der Anteilsübertragung und Anteilsvereinigung; gem. §§ 1 Abs. 2a, Abs. 3 und Abs. 3a GrEStG, Strukturierungsmöglichkeiten); Haftung (Steuerklausel im Kaufvertrag); Mögliche Änderungen zur Grunderwerbsteuer bei Share Deals – wie können Investoren ggf. vorausschauend darauf reagieren? Vereinbarungen im Vorfeld der Transaktion: Letter of Intent, Memorandum of Understanding, Term Sheet, Exklusivitätsvereinbarung; Vertraulichkeitsvereinbarung. Due Diligence: Käufer Due Diligence/Verkäufer Due Diligence; Red Flag List; Executive Summary; Report; Datenraumanforderungen. Asset Deal: Kaufgegenstand (Bestimmtheit, Dingliche Belastungen, Bauverpflichtung); Kaufpreis (Gestaltung, Fälligkeit, Sicherstellung, Verkäuferdarlehen); Dingliche Sicherung der Kaufpreisfinanzierung (Belastungsvollmacht, Sicherstellung der Löschung); Übergang von Vertragsverhältnissen (Mietverhältnisse, Service Verträge, Versorgungsverträge, Nachvereinbarungen); Garantiehaftung versus Haftungssystem des BGB; Rechtsfolgen der Haftung (Basket, Cap, Selbstbehalt, Vertragsstrafen); Übergang von Nutzen und Lasten; Rücktrittsrechte (Verzug des Käufers, Nichteintritt der Fälligkeitsvoraussetzungen, Rechtsfolgen); Auflassungsvormerkung und Auflassung; Kostenregelung; Zusammenschlusskontrolle.

2. Tag: Share Deal – Ankauf einer Immobilie: Abgrenzung zum Asset Deal; Anwendbares Recht; Sprache der Transaktionsdokumente; Erforderlichkeit der notariellen Beurkundung; Kaufpreisgestaltung, Ablösung von Verbindlichkeiten und Kaufpreisanpassung; Physisches Closing versus reales Closing; Haftungssystematik beim Share Deal; Optionsvereinbarungen. Joint Venture für ein Immobilienprojekt: Arten von Immobilien-Joint Ventures; Wirtschaftliche Grundlagen von Joint Ventures (Objektbeschaffung, Asset Management, Exit, Budget); Die Joint Venture Vereinbarungen (Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen, Geschäftsbesorgungsverträge, Leistungsverträge); die Master Vereinbarung. Fortsetzung Joint Venture bezogen auf ein Immobilienprojekt: Gesellschaftsrechtliche Regelungen (Kapitalausstattung, Stimmrechte, Tag along, Drag along, Vorkaufsrechte, Gewinnverteilung); Geschäftsbesorgungsverträge (Verwaltung des Joint Ventures, Beschaffung, Verwaltung, Wertschöpfung, Finanzierung, Verkauf). Einführung und Moderation durch Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 10. und 11. Mai im THE WESTIN GRAND in Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Praxis-Seminar: Welche Wohnungsgrundrisse und welche Extras sind bei Käufern heute gefragt? Erfahrungsberichte von Projektentwicklern

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Investoren im Wohnungsneubau, Vertriebe und Architekten und finanzierende Banken. Lernen Sie aus der Praxis, was sich bewährt hat – und was nicht. Erfahrene Projektentwickler berichten anhand von Beispielen, was gut funktioniert hat – und was nicht.

Referenten: Henrik Diemann (Metropol Grund GmbH), Raimund Adameck (PANDION AG), Manuel Skorbier (ISARIA Wohnbau AG), Helmut Kunze, (Bonava Deutschland GmbH), Fabian von Köppen (GARBE Immobilien-Projekte GmbH), Claus Baumgartl / Lars Neubauer (Investa Projektentwicklungs- und Verwaltungs GmbH), Marcus Keller (BPD Immobilienentwicklung GmbH), Markus Feldt (Zabel Property AG), Alexander Happ (BUWOG Group), Carsten Sellschopf (formart GmbH & Co. KG), Christoph Gröner (CG Gruppe AG), Roderick Rauert, (LBBW Immobilien). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Die Referenten stellen am Beispiel von zwei bis drei Projekten dar: Erfahrungen mit Grundrissen – was hat sich bewährt, was nicht? Welche Extras (Energie, Haustechnik, Smart Home etc.) kamen im Vertrieb gut an, welche nicht? Abverkaufszeiten, Erfahrungen mit Sonderwunschmanagement und Lehren für künftige Projekte.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 16. Mai im Intercontinental Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

IREBS Immobilienakademie - BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Basisseminar: Projektentwicklung

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an (neue) Mitarbeiter von Projektentwicklern / Bauträgern / Projektsteuerern, Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (v. a. jene, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Mitarbeiter von Generalunternehmern / Bauunternehmen. Wenn Sie mehr als drei Mitarbeiter Ihres Unternehmens anmelden, erhalten Sie ab dem vierten Mitarbeiter einen Rabatt von 30 %. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

Referenten: Dr. Philipp Feldmann (Cilon GmbH) und Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer. Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Am ersten Tag werden folgende Themen behandelt: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen, Definition, klassische Aufgaben); idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte); der Markt für Projektentwickler (Typen, Strategien, Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse, Wettbewerbsanalyse, Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ bis hin zur dynamischen Developer-Rechnung). Am zweiten Tag geht es um Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht, Grundstücksanalyse, Untersuchungen vorhandener Bausubstanz); Planungskonzepte (Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung, Bildung von Gebäudemodellen, Gebäudeplanung); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI, Baukostenplanung in der Projektentwicklung, Rahmenterminplanung); Management von Bauprojekten (Projektanalyse als Einstieg, Projektorganisation, Leistungsbilder).

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 31. Mai und 1. Juni im The Westin Grand Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Intensivseminar: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobiliensteuerrecht (Schwerpunkt Grunderwerbsteuer- / Grundsteuer-Reform)

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Rechtsanwälte / Steuerberater und Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, wird zum 14. Mal durchgeführt und bekam stets Bestnoten von den Teilnehmern. Es können beide Tage einzeln oder auch zusammen gebucht werden.

Referenten: Hans-Joachim Beck, Vorsitzender Richter Finanzgericht Berlin-Brandenburg a. D. / Leiter Abteilung Steuern IVD und Dr. Kai Tiede, Richter am Finanzgericht Berlin-Brandenburg

Themen: Dieses Mal werden zwei besonders wichtige und aktuelle Themen behandelt. Am ersten Tag werden die Reform der Grundsteuer (die Systematik der Grundsteuererhebung und die Bewertung der Grundstücke) und die geplante Reform der Grunderwerbsteuer (Überblick über die der Grunderwerbsteuer unterliegenden Erwerbsvorgänge und die aktuelle Rechtsprechung zur Grunderwerbsteuer, Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer, Grunderwerbsteuer bei Share Deals – die derzeitigen Regelungen sowie Fragen wie: Unter welchen Voraussetzungen wird derzeit Grunderwerbsteuer ausgelöst, wenn Anteile an grundbesitzenden Gesellschaften übertragen werden? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, um solche Anteile ohne Belastung mit Grunderwerbsteuer zu übertragen? Welche Steuerbefreiungen können in Anspruch genommen werden? Wie wird der Grundstückswert ermittelt? Welche Änderungen für Share Deals werden derzeit diskutiert? Wie kann in Verträgen bei Forward-Deals vorbeugend auf mögliche geplante Änderungen reagiert werden?) behandelt. Auch geht es um die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen bzgl. Wohnimmobilienkreditrichtlinie, aktuelle Rechtsprechung zum Immobiliensteuerrecht und aktuelle Verwaltungsanweisungen zum Immobiliensteuerrecht. Am zweiten Tag geht es um die Einkommensteuer (Anschaffung eines Grundstücks, Vermietung des Grundstücks, Modernisierung, Gewerblicher Grundstückshandel, Verlustausgleichsbeschränkung (§ 15 b EStG), Erhöhte Absetzungen bei Immobilien unter Denkmalschutz und im Sanierungsgebiet, Finanzierungskosten, Geschlossene Fonds, um den § 23 EStG – Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften, u, die Gewerbesteuer (die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 GewStG)), die Umsatzsteuer (Das Prinzip der Umsatzsteuer, Vermietung des Grundstücks, aktuelle Probleme bei der Aufteilung der Vorsteuern, Veräußerung eines Grundstücks, § 13 b UStG, reverse charge) und die Erbschaft- und Schenkungsteuer (Bewertung des Grundbesitzes, Verschonung des Betriebsvermögens, sachliche Befreiung für das Familienwohnheim, gemischte Schenkung, Kritik des BVerfG und geplante Änderungen). Einführung und Moderation durch Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 19. und 20. Juni im Maritim Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de