Kommentar

Pawel Krolikowski CBRE Germany

Die drei wichtigsten Strategien für eine erfolgreiche Workplace-Performance

Wer seine Business-Performance steigern will, muss bei der Workplace-Performance beginnen. Produktivität und Erfolg des Unternehmens, Kreativität, Zufriedenheit und Gesundheit der Mitarbeiter hängen unmittelbar von der Arbeitsumgebung ab. Wir bei CBRE haben für Sie die drei zentralen Vorgehensweisen für eine Verbesserung der Workplace-Performance identifiziert.

1. Den richtigen Standort identifizieren

Die Standortwahl ist keine Bauchentscheidung. Oberstes Gebot: Folgen Sie objektiven Kriterien. Überlegen Sie, was Ihre Anforderungen sind – jetzt und in Zukunft. Sie wollen wachsen? Dafür brauchen Sie Talente. Gibt der lokale Arbeitsmarkt diese Talente her? Ist der Standort attraktiv genug, um Arbeitnehmer von außerhalb anzuziehen, hat er Wachstumspotenzial? Analysieren Sie Ihre finanziellen Möglichkeiten, dann analysieren Sie die Preise auf dem Immobilien- und Arbeitsmarkt. Ist ein Standort für Unternehmen A geeignet, ist er das noch lange nicht für Unternehmen B. Das Profil des Standorts und das Anforderungsprofil Ihres Unternehmens müssen in Einklang stehen. Betreiben Sie Recherche, nutzen Sie Daten zu Mikro- und Makrolage, zu Arbeitskosten und -qualität, zum Immobilienangebot. So legen Sie das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft Ihres Unternehmens.

2. Den Immobilienbestand optimieren

Das eigene Immobilienportfolio gehört regelmäßig entstaubt. Gibt es Objekte im Bestand, die eigentlich gar nicht gebraucht werden? Häufig sind sie starke Kostentreiber und hängen wie ein Klotz am Bein. Vielleicht wäre ein Verkauf sinnvoll, vielleicht sogar mit anschließender (Teil-)Rückmietung: Sale-and-Lease-Back erfreut sich wachsender Beliebtheit, zumal Flexibilität wichtig ist für dynamisches Wachstum. Oder soll doch dazugekauft werden – was ist Ihre Strategie? Hat Ihr Unternehmen überhaupt eine Immobilienstrategie? Grundlegendes Ziel der Portfolio-Optimierung ist die Verbesserung der Arbeitsprozesse und der eigenen Wirtschaftlichkeit. Das kann mit der Zusammenlegung von Arbeitsstandorten gelingen oder mit der Expansion. Übrigens stellt sich diese Frage immer wieder: Märkte ändern sich, Unternehmen auch. Das Portfolio muss sich dem anpassen – identifizieren Sie also, an welchem Punkt der Entwicklung Ihr Unternehmen derzeit ist.

3. Den Arbeitsplatz transformieren

Das Büro ist im Wandel, Arbeitsplätze passen sich den Mitarbeitern an. Es gilt, ein gesundes, maßgeschneidertes Arbeitsumfeld zu entwickeln. Die Mitarbeiter müssen in die langfristig angelegten Veränderungen einbezogen, Traditionen in Frage gestellt werden. Die Digitalisierung hilft, Arbeitnehmer bereichsübergreifend zusammenarbeiten zu lassen. Dabei liegt der Vorteil klar auf der Hand: Effizienz und Effektivität steigern nicht nur den Erfolg, sondern auch die Zufriedenheit – und beides sind wichtige Faktoren für mehr Kreativität Ihrer Mitarbeiter und damit den Erfolg Ihres Unternehmens. CBRE geht übrigens mit bestem Beispiel voran: Mit der Initiative ‚Workplace360′ entwickelt CBRE mittlerweile in vielen seiner Räumlichkeiten das papierlose, energiesparende Büro des 21. Jahrhunderts, das die Firmenkultur widerspiegelt und die Mitarbeiter wertschätzt. Mehr als 90 % der Mitarbeiter würden die vollzogenen Veränderungen nicht rückgängig machen wollen.

Fazit

Nehmen Sie sich zum Jahresanfang die Zeit, um sich zu orientieren und überlegen Sie, welchen Weg Sie mit Ihrem Unternehmen einschlagen werden – denken Sie dabei daran, dass gerade die Workplace Performance viel Potenzial bietet. Wir von CBRE unterstützen Sie dabei!

CBRE ist der weltweit größte integrierte Immobiliendienstleister. Wir beraten Eigentümer, Investoren und Nutzer von Immobilien bei allen Aspekten rund um die Immobilie. Dank unseres umfangreichen Research-Programms liefern wir verlässliche Analysen und Prognosen für alle Fragen der Immobilienbranche.

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Dann schreiben Sie an den Leiter unserer Redaktion Dr. Josef Girshovich.

Das PB3C-Politikmonitoring zum Wahljahr 2017
Wir informieren Sie aktuell und exklusiv mit wöchentlichen Briefings und Updates. Präzise recherchiert und punktgenau aufbereitet – so sind Sie im Wahljahr 2017 stets auf dem neuesten Stand bei allen Themen rund um die Immobilienpolitik.

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MARKT-NEWS

Dem deutschen Immobilienmarkt geht es gut

Laut einer Umfrage von EY unter 135 am deutschen Immobilienmarkt aktiven Investoren glauben 35 % der Befragten, dass politische Instabilitäten zu einer Verunsicherung am deutschen Immobilienmarkt führen werden. Hierüber schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 27.1. Allerdings sei die Umfrage schon im Oktober und November 2016 durchgeführt worden, also vor Trumps Wahlsieg und dem Anstieg der Wahrscheinlichkeit für einen harten Brexit. Deshalb wäre angesichts der derzeitigen politischen Risiken heute ein anderes Ergebnis zu erwarten. Tatsächlich könne der Umstand, dass der neue US-Präsident Freihandel für schlecht erkläre, der deutschen Wirtschaft Probleme bereiten, was sich auch am Immobilienmarkt bemerkbar machen würde. Doch könne Deutschland dank seines Rufes als sicherer Hafen auch von den derzeitigen politischen Unsicherheiten profitieren. Christian Schulz-Wulkow von EY Real Estate rate dazu, mögliche Negativszenarien durchzuspielen und das Portfolio auf sie vorzubereiten, etwa mittels der Vorhaltung von Liquiditätsreserven und einer Kalkulation, die es erlaube, den Ausfall eines Mieters zu verkraften. Doch abgesehen davon gehe es dem deutschen Immobilienmarkt gut. Insgesamt seien 2016 Gewerbeimmobilien und Wohnportfolios für 65,7 Mrd. Euro gehandelt worden, nachdem es im Vorjahr 79 Mrd. Euro gewesen seien. Für 2017 gehe EY Real Estate von einem weiteren moderaten Rückgang auf 60 Mrd. Euro bis 65 Mrd. Euro aus. Im langfristigen Vergleich stelle dies immer noch einen sehr guten Wert dar. Grund für den Rückgang sei der Mangel an verfügbaren Investments, da immer mehr Eigentümer ihre Immobilien langfristig hielten. Nach wie vor blieben deutsche Immobilien sehr gefragt. „Dass die Preise in Deutschland weiter gestiegen sind und in einigen Teilbereichen eine Überhitzung droht, hat keinen spürbaren Einfluss auf die generelle Anziehungskraft“, sage Paul von Drygalski von EY Real Estate. Fast alle Umfrageteilnehmer gingen davon aus, dass sich die Niedrigzinsphase 2017 fortsetzen werde. Ebenfalls die Mehrheit der Befragten rechne weiter steigenden oder zumindest stabilen Preisen. Der Nachfrageüberhang sei insbesondere für die Projektentwickler gut, 90 % der Befragten erwarteten eine weitere Zunahme von Forward-Deals.

Deutsche Immobilienpreise holen auf

Eine Befragung von BPD Immobilienentwicklung unter mehr als 4.000 Verbrauchern bzgl. ihrer realen Zahlungsverpflichtungen hat ergeben, dass Mieter und Käufer in Deutschland inzwischen mehr zahlen, als in Frankreich oder den Niederlanden. Das schreibt DIE WELT am 25.1. Der durchschnittliche Verkaufspreis liege über alle Metropolregionen hinweg zwischen 3.500 Euro/qm und 4.000 Euro/qm, während die Durchschnittspreise etwa in den Niederlanden zwischen rund 2.900 Euro/qm und 3.600 Euro/qm lägen. Der Kaufpreis, den Immobilienkäufer bereit seien, für Eigentumswohnungen zu zahlen, sei zwischen 2011 und 2016 in Frankreich nur von 3.102 Euro/qm auf 3.188 Euro/qm gestiegen, in den Niederlanden sogar von 2.435 Euro/qm auf 2355 Euro/qm gesunken. In Deutschland sei der Kaufpreis binnen fünf Jahren von 1.861 Euro/qm auf 3.032 Euro/qm gestiegen. Beziehe man Reihenhäuser und Neubauten in den Vergleich ein, lägen deutsche Immobilien mittlerweile über dem Niveau der beiden anderen Staaten. Grund für den Preisanstieg seien laut BPD gestiegene Baulandpreise, die wiederum auf den Bevölkerungszuwachs in den Städten zurückzuführen seien. Wegen der hohen Preise seien immer mehr Haushalte vom Wohneigentum ausgeschlossen, wie das ‚Verbändebündnis Wohnperspektive Eigentum‘ kritisiere. Obwohl die jüngeren Haushalte immer mehr Immobilienvermögen erbten, sinke die Eigentumsquote nach Angaben des Pestel Instituts immer weiter. „Eigentumsförderung hat auch einen sozialpolitischen Aspekt“, sage Jürgen Michael Schick vom IVD. „Wenn die gesetzliche Absicherung nicht zur Sicherung des Lebensstandards ausreicht und kapitalgedeckte Vorsorge nicht funktioniert, dann landet man automatisch beim Wohneigentum.“ Der IVD fordere deshalb eine Senkung der Grunderwerbsteuer auf einheitlich 3,5 % beim Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum. Das hat Schick laut der IMMOBILIEN ZEITUNG online vom 25.1. auch auf dem 1. Deutschen Wohneigentumstag noch einmal betont.

Kritik an den Plänen zur Baurechtsreform vonseiten der Wirtschaft

In einem Positionspapier kritisieren der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) die Pläne der Bundesregierung für die Baurechtsreform. Das schreibt DIE WELT am 27.1. Der Gesetzentwurf lasse erkennen, dass die dort vorgesehenen ‚urbanen Gebiete‘ vor allem dem Wohnen dienen sollten, während er Gewerbe nur gestatten würde, soweit die Wohnnutzung nicht gestört werde. Damit aber werde zu sehr auf den reinen Wohnungsbau abgezielt, die Wirtschaft werde an den Rand gedrängt. In einem solchen Umfeld sei die Ansiedlung neuer Gewerbetreibender in städtischen Arealen kaum noch möglich, der Betrieb bestehender Geschäfte werde eingeschränkt. Die Regierung argumentiere mit dem stark wachsenden Bedarf an Wohnraum in den Städten, doch behindere das Baurecht die zügige Planung und Bebauung städtischer Areale.

Berliner Mieten steigen schneller

Wohnungen in Berlin wurden im vergangenen Jahr für durchschnittlich neun Euro/qm und Monat (kalt) angeboten. Das sei das Ergebnis des ‚Wohnmarktreports Berlin 2017′ von CBRE und Berlin Hyp, schreiben DIE WELT am 26.1. und die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 27.1. Damit liege der stadtweite Mittelwert der Berliner Mieten 5,6 % oder 50 Cent höher als im Jahr zuvor und wieder auf dem Wachstumsniveau von vor zwei Jahren. Noch deutlich höher falle die Mietsteigerung aus, wenn möblierte Wohnungen in die Berechnung einbezogen würden, die mittlerweile mehr als 27 % des gesamten Mietangebots ausmachten. Laut Michael Schlatterer von CBRE komme man dann sogar auf 9,6 % Steigerung. Um den gleichen Wert hätten sich auch die Preise für Wohneigentum verteuert. Die durchschnittlichen Angebotspreise für Eigentumswohnungen seien über alle Marktsegmente hinweg auf knapp 3.300 Euro/qm gestiegen. Der mittlere Angebotspreis über alle Marktsegmente für Mehrfamilienhäuser habe sich sogar um 15,7 % auf 2.253 Euro/qm erhöht. Das mache Berlin immer interessanter für Investoren. „Deutschland und dabei insbesondere Berlin gelten für die global weiterhin liquiden Investoren unverändert als sicherer Hafen und damit als höchst attraktiv“, sage Schlatterer. 2016 seien Investments ab 50 Wohneinheiten für circa 3,4 Mrd. Euro getätigt worden, was knapp ein Viertel des gesamten Transaktionsvolumens in Deutschland ausmache. Ursache für die hohe Dynamik bei Miet- und Kaufpreisen in der Hauptstadt sei die rasante Bevölkerungsentwicklung bei gleichzeitig unzureichendem Neubau in den vergangenen zehn Jahren. Die Leerstandsquote sei auf einen neuen Tiefpunkt von 1,2 % gesunken.

Spitzenplatz für den Berliner Premiummarkt

Aus einer Analyse des Maklerhauses Dahler & Company geht hervor, dass der Umsatz von teuren Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäusern in Berlin, Frankfurt, Düsseldorf und Köln steigt, während er in Hamburg und Stuttgart sinkt. Das schreibt die FAZ am 26.1. Ausgewertet worden seien Daten der Gutachterausschüsse zu Wohnungen und Häusern mit Kaufpreisen von mindestens 750.000 Euro in sechs der sieben deutschen Metropolen, wobei das H1 2016 mit dem H2 2015 verglichen worden sei. Daten zu München seien nicht eingeflossen. Ohne Berücksichtigung der bayerischen Hauptstadt, dem traditionell führenden deutschen Premiumimmobilienmarkt, liege erstmals Berlin, wo das Transaktionsvolumen um fast 50 % auf 523 Mio. Euro gestiegen sei, auf dem ersten Platz. Gerade für Käufer aus anderen deutschen Städten und dem Ausland werde Berlin immer attraktiver, gefolgt von Frankfurt.

Umsatz am Büromarkt Stuttgart war nie höher

Der Büroflächenumsatz in Stuttgart hat das Ergebnis des vorangegangenen Rekordjahres nach übereinstimmenden Berechnungen der Makler um fast 50 % übertroffen, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.1. Schon für 2015 sei mit 290.000 qm ein Rekordergebnis gemeldet worden, nun sei mit 432.000 qm das höchste jemals verzeichnete Ergebnis erzielt worden, wozu insbesondere das Q4 2016 beigetragen habe, wie Ralf Spieth von Colliers International Stuttgart betone. Insgesamt habe es 351 Abschlüsse gegeben. Laut Ellwanger & Geiger seien rund 132.000 qm des gesamten Flächenumsatzes auf fünf Eigennutzerabschlüsse entfallen. Der stärkste Teilmarkt sei mit rund 130.000 qm Stuttgart-Vaihingen gewesen, gefolgt von Feuerbach mit 64.700 qm und der City mit rund 52.800 qm. Eine kritische Größe sei die Leerstandsquote von 2,8 %, der niedrigsten in Stuttgart seit 2002 und zugleich der niedrigsten im Vergleich aller Top-7-Städte.

Fast ein Umsatzrekord mit Logistik und Industrie in Hamburg

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.1. schreibt, verzeichnete Hamburg 2016 laut Grossmann & Berger (G&B) mit 665.000 qm den zweithöchsten bislang ermittelten Umsatz bei Logistik- und Industrieflächen. Nur 2011 sei dieser mit 740.000 qm höher gewesen. Entscheidend sei das Q4 2016 mit dem bislang höchsten Quartalsflächenumsatz seit Beginn der Aufzeichnungen durch G&B von 265.000 qm gewesen. Handelsunternehmen seien laut G&B zu 44 %, laut CBRE zu 47 % vor den Logistikern (36 % bzw. 38 %) daran beteiligt gewesen. Der Eigennutzeranteil habe laut G&B mit 18 % deutlich hinter der Quote von 28 % im Vorjahr gelegen. Die Spitzenmiete (in Billbrook sowie Harburg/Süderelbe) sei aufgrund starker Nachfrage und Vermietung von Neubauten auf 5,80 Euro/qm gestiegen (+ zehn Cent/qm gegenüber 2015). Die Durchschnittsmiete im Gesamtmarkt sei zwar 2016 um 3 % auf 4,55 Euro/qm gesunken, im Stadtgebiet aber um 2 % auf 4,87 Euro/qm gestiegen. Für 2017 sei ein Umsatz von bis zu 600.000 qm zu erwarten.

Lager und Logistik stellt Rekorde in Serie auf

Im vergangenen Jahr sind Lager- und Logistikimmobilien im Wert von 4,5 Mrd. Euro umgesetzt worden, womit zum sechsten Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt worden ist. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.1. Doch werde das Angebot immer knapper, an den besten Standorten gebe es kaum noch verfügbare Objekte. Die Akteure müssten ausweichen, die Renditen sänken. „Die mangelnde Verfügbarkeit der Core-Produkte in den etablierten Märkten wird den Fokus der Investoren auf Standorte außerhalb der Top 5 lenken“, sage Kai Oulds von CBRE. Die Spitzenrenditen für Logistikimmobilien seien 2016 erstmals unter 5 % gerutscht. Der steigende Druck auf die Nettoanfangsrenditen für Premiumobjekte in den Top-Märkten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München habe für eine weitere Renditekompression von zehn Basispunkten auf jetzt 4,9 % gesorgt. Doch verglichen mit den Anlageklassen Büro und Einzelhandel sowie festverzinslichen Wertpapieren blieben Investitionen in Logistikimmobilien wegen des Renditespreads von bis zu 170 Basispunkten weiterhin sehr interessant. Deshalb gingen die Makler davon aus, dass auch 2017 ein gutes Investmentjahr werde.

Fonds- und Finanz-News

Immobilienfonds

Spezial-AIF: Frank Wojtalewicz von d.i.i. empfiehlt professionellen und semiprofessionellen Anlegern für eine attraktive Rendite bei überschaubarem Risiko auf Sachwertanlagen Spezial-AIF, wie er am 21.1. in der EURO AM SONNTAG erläutert. Diese unterlägen geringeren Restriktionen und eröffneten Immobilieninvestments interessante Perspektiven, zumal in Deutschland das Potential aufgrund des Wohnungsmangels riesig sei. Gerade Spezial-AIF, die breit diversifiziert an verschiedenen Standorten engagiert seien, könnten den Investoren ein erhöhtes Maß an Sicherheit bieten.

BVI Investmentstatistik: Wie der BVI in eigener Meldung am 23.1. mitteilt, haben Immobilien-Spezialfonds Ende November 62,8 Mrd. Euro verwaltet, womit sich das Nettovermögen in den letzten fünf Jahren verdoppelt habe. 27 % der Liegenschaften würden von Handel und Gastronomie genutzt, nachdem dieser vor fünf Jahren noch 19 % betragen habe. Der Anteil der Wohnimmobilien sei in besagtem Zeitraum von 4 % auf 8 % gestiegen. Büros seien nach wie vor die häufigste Nutzungsart, obwohl ihr Anteil in den letzten fünf Jahren von 52 % auf 40 % gesunken sei.

US Treuhand: Die bisher auf die Auflage geschlossener Fonds mit US-Immobilien für deutsche Privatanleger spezialisierte Verwaltungsgesellschaft wird in diesem Jahr ihren ersten Fonds für institutionelle und semiinstitutionelle Investoren auflegen. Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 24.1. schreibt, habe Thomas Gütle von der US Treuhand dies im Gespräch mit der Zeitung angekündigt: „Unser erstes Produkt wird doppelt diversifiziert sein: Es soll Objekte verschiedener Nutzungsarten von Büro über Wohnen bis Industrial enthalten, die sich aber auch in verschiedenen Bundesstaaten befinden.“ Für Ende 2017, Anfang 2018 sei ein Sektorfonds in der Value-add-Risikoklasse geplant, ebenfalls für institutionelle Anleger: „Wohnen ist im Moment in den USA angesichts des Trends zum Mieten statt Kaufen besonders interessant“, sage Gütle.

Jamestown: Die Anleger der Fonds ‚Jamestown 27′ und ‚Jamestown 28′ können sich über unerwartet frühzeitige Rückzahlungen freuen, schreibt KMI 20-1-17. Der erst 2013 aufgelegte ‚Jamestown 28′ solle schon jetzt wieder komplett aufgelöst werden, nachdem bereits Mitte Dezember 2015 den Anlegern nach dem Verkauf des Bürokomplexes Lantana rund die Hälfte des investierten Eigenkapitals ausgezahlt worden war. Das Entwicklungspotenzial der Immobilien sei konsequent gehoben und zu einem attraktiven Preis verkauft worden Die Übernahme durch den Mehrheitseigner des Immobilienportfolios Millennium und der Verkauf des dritten Fondsobjektes sollten bis Mitte dieses Jahres abgeschlossen sein. Die verbleibenden vier Fondsobjekte des ‚Jamestown 27′ entwickelten sich prospektgemäß und sollten im Jahr 2021 verkauft werden.

Immo-AGs

Beos: Um weiter zu expandieren, setzt die Beos AG weiter auf Expansion und will dafür ihre Kapitalbasis durch die Aufnahme eines Mehrheitsaktionärs stärken. Hierüber schreiben die IMMOBILIEN ZEITUNG am 25.1. online sowie die BÖRSEN ZEITUNG und die FAZ und am 26.1. Die Führungsstruktur des Unternehmens werde sich ändern. Stephan Bone-Winkel und Ingo Holz wechselten zum 1. April in den Aufsichtsrat, Martin Czaja werde Sprecher des Vorstands. Die bisherigen Alleinaktionäre Bone-Winkel und Holz wollten sich vermutlich mittels Kapitalerhöhung einem strategischen Partner öffnen, der zwischen 50 % und 100 % des Aktienkapitals übernehmen solle. „Damit wollen wir die Weichen für weiteres Wachstum stellen und die führende Rolle des Unternehmens in der Assetklasse Unternehmensimmobilien weiter ausbauen“, sage Bone-Winkel.

Aktuelle Projektentwicklungen

Frankfurt: In Frankfurt am Main soll an der Stiftstraße ein Hochhauskomplex mit 500 Wohneinheiten gebaut werden, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.1. Die Becken Holding habe die Pläne für die 5.800 qm große Baufläche noch einmal überarbeitet, so dass die Wohnungen nun kleiner, dafür aber zahlreicher und modular kombinierbar seien. Zusammen ergäben die drei Türme eine Bruttogrundfläche von 54.000 qm und böten in einer Tiefgarage 100 Stellplätze. Das Projekt, für dessen Investitionssumme von 200 Mio. Euro Becken Holding selber aufkommen wolle, solle ab 2020 bezugsbereit sein. Für die Vermarktung der Eigentumswohnungen sei Zabel Property verantwortlich. „Wohnungsneubau in Frankfurt: Die 10 interessantesten Projekte“: Zu diesem Thema findet am 21. Februar im Marriott Hotel Frankfurt eine Sonderveranstaltung der FRANKFURTER IMMOBILIENRUNDE statt. Fordern Sie das Programm unter: info@immobilienrunde.de

Berlin: Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 26.1. schreibt, hat die Realisierung des letzten Gebäudes von dem ‚Stadtquartier Hallesche Straße‘ getauften Projekt neben den Ruinen des Anhalter Bahnhofs begonnen. Das Wohn- und Geschäftshaus werde 97 Mietwohnungen und 770 qm Gewerbefläche im Erdgeschoss bieten. Bis Ende 2018 solle es fertig und der Bau des gesamten Quartiers Anfang 2019 abgeschlossen sein. Das Projektvolumen für die Entwicklung des gesamten Stadtquartiers beträgt 175 Mio. Euro.

Rainer Zitelmann

Dr. Dr. Rainer Zitelmann www.rainer-zitelmann.de

Trump ist nicht Hitler, aber... - Wo bleibt der bürgerliche Widerstand gegen Trump?

Auf Amerikas Straßen marschieren Hunderttausende gegen Trump – aber wenn man sich die Fernsehbilder anschaut, hat man den Eindruck, dass es überwiegend Linke, Linksextreme und Feministinnen sind. Warum wehren sich das Bürgertum und die Wirtschaft nicht gegen die Zumutungen der „Befehls-Wirtschaft“ wie der SPIEGEL Trumps Regime nennt?

Trump hat ein eigenes Verständnis von Wirtschaftspolitik: Mit Twitter-Nachrichten versetzt er große und (bisher) mächtige Unternehmen in Angst und Schrecken und zwingt sie, Standortentscheidungen nicht mehr nach wirtschaftlicher Logik zu treffen, sondern nach dem Prinzip „America First“. Amerikanische Gewerkschafter jubeln begeistert, Sarah Wagenknecht findet anerkennende Worte für Trumps Wirtschaftspolitik und große amerikanische Konzerne tanzen nach der Pfeife der Twitter-Kommandos. Wer sich gegen Trump stellt, so DER SPIEGEL, „wird bestraft: mit Zöllen, Spezialsteuern, staatlichen Repressalien und vor allem mit dem Zorn des Präsidenten. Verkündet per Twitter, gefolgt von Kursstürzen an der Börse.“

Die Furcht der Konzernmanager

Trump mischt sich in alles ein: Er will bestimmen, ob die Preise für Medikamente zu hoch sind und sie staatlich festsetzen. Er bestimmt, wo ein Unternehmen Niederlassungen gründen soll (am liebsten nur in den USA) und wo nicht (überall sonst auf der Welt). Auch die deutsche Wirtschaft, die sehr stark vom Export abhängt und u. a. Autos in Mexiko produziert, wurde schon Ziel von Trumps Attacken. Er findet es „unfair“ (!), dass man so viele Mercedes in Manhattan sieht und so wenige Chevrolets in Deutschland. An die Stelle der Entscheidungen von Unternehmen und Konsumenten treten staatliche Direktiven.

Die amerikanischen Konzernmanager pilgern, von Angst getrieben, in den Trump-Tower. „Die Topmanager in den deutschen Konzernzentralen verfolgen den Strom von Audienzen genau, irritiert, nervös, besorgt…. Die Angst ist groß, zur Zielscheibe zu werden, denn niemand weiß, welche Regeln noch gelten in diesen Zeiten, in denen Milliardenwerte per Twitter vernichtet werden können“, schreibt DER SPIEGEL.

Trump ist nicht Hitler, aber …

DER SPIEGEL zitiert den amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Edmund Phelps, der sich an die „Wirtschaftspolitik in Zeiten des Faschismus“ erinnert sieht: „Der Anführer kontrolliert die Volkswirtschaft und sagt den Unternehmen, wo es langgeht.“

Trump ist nicht Hitler. Aber auch ich dachte spontan an die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik. Ich habe mich mehr als zehn Jahre meines Lebens ausschließlich mit der NS-Forschung befasst und meine erste Dissertation über Hitlers sozial- und wirtschaftspolitische Ziele geschrieben (http://historiker-zitelmann.de/hitler-selbstverstaendnis/). Hitler kritisierte immer wieder die Ansicht, „dass die internationalen Belange der Wirtschaft über die politischen Belange der einzelnen Völker zu stellen wären und dass die einzelnen Völker diesen internationalen Belangen der Wirtschaft sich zu fügen hätten“. Hitlers Meinung: „Das Volk steht an der Spitze, die Wirtschaft ist die Dienerin des Volkes und das Kapital Diener der Wirtschaft, nicht umgekehrt.“

Nach dem „Gesetz zur Ordnung der Nationalen Arbeit“ vom 20. Januar 1934 war der Unternehmer „Sachwalter des Staates“ und damit dem „Allgemeinwohl der Volksgemeinschaft“ verpflichtet. Der Ökonom Friedrich Pollock analysierte schon 1941 in einem Aufsatz über die Wirtschaftsordnung des Nationalsozialismus, dass Privateigentum und Markt zwar beibehalten, aber immer mehr ausgehöhlt wurden: „Selbst den mächtigsten Konzernen hat man das Recht aberkannt, neue Geschäftszweige dort zu errichten, wo die höchsten Profite zu erwarten sind; oder die Produktion zu unterbrechen, wo die unprofitabel wird. Diese Rechte sind in ihrer Gänze den herrschenden Gruppen übertragen worden.“

Auch die Beschwörung einer „Bewegung des Volkes“ gegen die „Eliten“, die Verbindung von „Nationalem“ mit „Sozialem“, die Rhetorik der Machtübernahme und Epochenwende sowie die ständige demonstrative Huldigung der „Arbeiter“ bei Trump haben bei mir Erinnerungen wachgerufen an die entsprechende Rhetorik Hitlers. Schließlich ist es Trumps erklärtes Ziel, die Republikaner radikal zu verändern und aus ihnen eine patriotische Arbeiterpartei zu machen.

Die Wirtschaft hat sich im Nationalsozialismus angepasst, was ihr heute vorgeworfen wird. Aber die Wirtschaft passt sich immer an, arrangiert sich stets mit den jeweils Mächtigen – vielleicht bleibt ihr bis zu einem gewissen Grade auch nichts anderes übrig. Das gilt in Amerika, wo sie Trumps Twitter-Kommandos folgt ebenso wie in Deutschland, wo sich Daimler-Chef Zetsche opportunistisch bei den Grünen anbiedert.

Hoffnung auf die Marktwirtschaftler

In Amerika gibt es eine starke, freiheitliche und marktwirtschaftliche Tradition, sehr viel mehr als in Deutschland. Das lässt mich hoffen. Selbst in FOX News wird schon Kritik an Trumps Kommandowirtschaft laut, im konservativen Wall Street Journal auch. Doch dieser Widerstand ist zu leise, zu vornehm.

Was man öffentlich wahrnimmt, auch hier in Europa, ist der Widerstand der Vereinigten Linken in den USA. Dabei sind diejenigen, die jetzt so laut demonstrieren, oft genau jene, die mit ihrer absurden „Political Correctness“ Trump als Gegenreaktion erst hervorgebracht und möglich gemacht haben.

Aber in den USA gibt es marktwirtschaftliche Think Tanks und libertäre Denker, denen die ganze Richtung der Trump-Politik gegen den Strich geht. Ich hoffe, dass sich aus diesen Kreisen lauter und deutlicher noch als bisher Widerspruch und Widerstand formiert – bevor es vielleicht zu spät dafür ist. Denn Kommandowirtschaft und die Einschränkung anderer bürgerlicher Freiheiten gehen stets Hand in Hand.

Lesen Sie auch Rainer Zitelmanns Kommentare auf Wallstreet-Online.

Zitat der Woche

„Leute, die keine Einwände haben, sind nicht wirklich engagiert. Sie werden nichts kaufen, denn sie sind nicht einmal interessiert genug, um sich Gedanken über den Preis zu machen, Beweise für die Qualität des Produkts zu verlangen oder Zweifel zu äußern, ob sie das Angebot brauchen.“

Tom Hopkins, amerikanischer Verkaufstrainer und Autor

Wenn Sie jemanden überzeugen wollen, dann freuen Sie sich über Einwände und Widerspruch. Das Schlimmste ist, wenn jemand zuhört, Ihnen scheinbar zustimmt, dabei immer nickt und Sie bestätigt: Dieser „Jasager“ möchte Sie durch seine nach außen zur Schau gestellte Zustimmung so rasch wie möglich loswerden. Er denkt gar nicht daran, sich von Ihnen überzeugen zu lassen oder Ihnen etwas abzukaufen. Er gibt Ihnen keine faire Chance, weil er seine starken Zweifel für sich behält, statt sie auszusprechen. Solche Menschen müssen Sie aus der Reserve locken und dazu bringen, ihre Einwände zu äußern, sonst haben Sie keine Chance. Wenn der Kunde dagegen seine Einwände ausspricht, seien Sie froh! Lassen Sie ihn unbedingt ausreden. Unterbrechen Sie ihn auf keinen Fall! Fragen Sie, ob er weitere Einwände, Fragen und Kritikpunkte vorzubringen hat. Erst wenn er alle geäußert hat, dürfen Sie auf diese Punkte eingehen. Stellen Sie sicher, dass es Ihnen wirklich gelungen ist, die Einwände zu entkräften, und fragen Sie den Kunden, ob er Ihnen zustimmt und seine Fragen beantwortet sind.

140 weitere Zitate und Kommentare finden Sie in dem Buch „Worte des Erfolges“ von Dr. Dr. Rainer Zitelmann. Bestellen Sie das Buch bei info@zitelmann.com

Interessante Artikel

Skjerven Group: Wie DIE IMMOBILIE, THOMAS DAILY, das PROPERTY MAGAZINE und weitere Medien online am 27.1. schreiben, startet die Skjerven-Gruppe ein Investitionsprogramm für institutionelle Investoren und plant im Zuge dessen den Kauf von Berliner Wohnimmobilien für bis zu 150 Mio. Euro. Laut eigener Mitteilung habe sie bereits Eigenkapital dafür eingeworben und ein erstes Objekt in Charlottenburg für 11,3 Mio. Euro gekauft. Im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen sei Berlin „weiterhin attraktiv und sehr preiswert“, sage Einar Skjerven.

Profitable Investments gibt es immer:
Angesichts der niedrigen Renditen stellt sich für manche Anleger die Frage, ob ihr Investment noch profitabel sei, schreibt Jürgen F. Kelber am 24.1. auf dem Fondsportal ALTII. Doch werde diese Frage immer bezogen auf den Gesamtmarkt gestellt, was aber der falsche Blickwinkel sei, weil zu weit. Ob ein Investment profitabel sei, entscheide das jeweilige konkrete Objekt. Und auch in einem solchen Marktumfeld werde es immer Immobilienanlagen geben, die Renditepotenzial besäßen, das es zu analysieren gelte. Bei vielen Objekten ließen sich aus mageren 2 % Anfangsrendite durch gutes Management 4 % bis 5 % erzielen.

Zukunft der Logistikimmobilien:
Andreas Fleischer von SEGRO Germany schreibt am 26.1. auf dem Onlineportal THE PROPERTY POST ausführlich über City-Logistikkonzepte. Diese gebe es bereits seit Anfang der neunziger Jahre in Deutschland, um Warenströme zu konsolidieren und die Belieferung der Städte effizienter zu machen. Der wachsende E-Commerce, die Industrie 4.0 und die anhaltende (Re-)Urbanisierung wirkten als Katalysatoren für innovative Ideen. Vor allem eine kleinteilige, dezentrale Innenstadtlogistik liege im Trend. City-Parks, zurückhaltend gestaltete, innenstadtnahe Logistikzentren mit einem gemischten Nutzungskonzept böten etwa durch eine eingebundene Kindertagesstätte sowohl Anwohnern als auch Mitarbeitern einen Mehrwert.

Selber nutzen oder vermieten? Zu dieser Frage schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 27.1. Sun Jensch vom Immobilienverband IVD weise darauf hin, dass es für Vermieter deutlich mehr Möglichkeiten gebe, die Aufwendungen für Anschaffung, Darlehen oder Renovierung steuerlich geltend zu machen als für Selbstnutzer. „Zum Beispiel kann der Kaufpreis gestaffelt von der Steuer abgeschrieben werden“, sage Jensch. Die Kosten für bauliche Modernisierungen, wie etwa der Einbau einer neuen Heizungsanlage, könnten auf den Mieter umgelegt werden. Wichtig sei aber, das Konzept vorab gut zu durchdenken. Selbstnutzer wiederum hätten ebenfalls viele Vorteile: „Sie können über Umbauten und Modernisierung im eigenen Zuhause entscheiden, erleben keine Mieterhöhungen und müssen keine Angst vor Kündigung haben.“ Ob es besser sei, eine Immobilie als Altersvorsorge selbst zu nutzen oder zu vermieten, sei letztendlich eine persönliche Entscheidung und hänge von den finanziellen Möglichkeiten ab.

Umsichtiger Umgang mit Smart-Home-Technologien: Markus Ruf vom TÜV Rheinland warnt am 23.1. online auf BUSINESS INSIDER vor Hackerangriffen auf privates Wohneigentum. Zweifellos seien Smart-Home-Technologien ein wichtiger Innovationstreiber in der Immobilienwelt, doch umso sicherer müssten die Systeme werden. Es dürfe nicht nur darum gehen, Smart-Home-Angebote möglichst schnell auf den Markt zu bringen. Deutschland sei zwar bereits jetzt auf dem Gebiet der Sicherheit führend, dennoch müssten Anbieter potenzielle Schwachstellen in der Gerätesicherheit so früh wie möglich erkennen und beseitigen. Der Innenarchitekt solle genau überprüfen, welche Technik er verbaue. Ebenso empfehle sich die enge Zusammenarbeit mit dem Haustechniker und einem unabhängigen Experten.

Deutsche Vorliebe bei Verrentung: Otto Kiebler von Haus plus Rente schreibt in CASH 2/2017 über die verschiedenen Modelle der Immobilienverrentung. Allen Modellen seien die gewohnten Vorteile einer Immobilienanlage gemein, wobei für den Werterhalt oder die Wertsteigerung die Lage der Immobilie das wichtigste sei. In den USA sowie in Großbritannien erfreue sich das Modell der Umkehrhypothek großer Beliebtheit, in Deutschland sei die Variante mit Nießbrauchrecht die beliebteste, da sie allen Beteiligten am meisten Sicherheit gebe. Anders als bei Sale-und-Lease-Back-Lösungen werde der Verkäufer nicht zum Mieter in der vormals eigenen Immobilie, und riskiere auch nicht, bei Weiterverkauf der Kündigungsklausel verlustig zu gehen. Für die Investoren seien so Immobilien auch in guten Lagen erschwinglich, und die Instandhaltungskosten fielen beim Verkäufer an, der seine Immobilie noch als sein Eigentum betrachte und somit sorgfältig mit ihr umgehe.

Termine

FRANKFURTER IMMOBILIENRUNDE

Wohnungsneubau in Frankfurt: Die 10 interessantesten Projekte

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Investoren, die im Rhein-Main-Gebiet (besonders Frankfurt) in den Wohnungsneubau investieren wollen, also institutionelle Investoren und Family Offices, die im Rhein-Main-Gebiet investieren wollen, Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/ Vertriebe und Architekten. Zudem sollten Projektentwickler aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen, die sich einen aktuellen Marktüberblick verschaffen wollen.

Referenten: Sven Carstensen (bulwiengesa AG), Iris Dilger (DIE WOHNKOMPANIE Rhein-Main GmbH), Christoph Gröner (CG Gruppe), Frank Berlepp (LBBW Immobilien Management GmbH), Ralf Werner (formart GmbH & Co. KG, Niederlassung Rhein-Main), Peter Ulm (6B47 Real Estate Investors AG), Wolfgang Ries (BIEN-RIES AG), Jürgen Blankenberg (gsp Städtebau GmbH), Mark Reinhard, Cityraum GmbH & Co. KG), Martin Büttner (GWH Bauprojekte GmbH), Nicolas Moog (Biskupek Scheinert Moog Investorengruppe)

Themen: Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungs-Neubau-Projekte in Frankfurt/Main sowie dem Rhein-Main-Gebiet vor und erläutern ihre Alleinstellungsmerkmale und die Besonderheiten von Architektur und Grundrissen etc. Sie sprechen darüber, wie die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden verliefen, ob die Käufer Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren sind und ob die Finanzierung aus dem Cashflow, Bankenfinanzierung, Mezzanine u. ä. erfolgte. Zudem werden thematisiert: die Faktoren und Mietansätze beim Globalverkauf / Forward-Deal, die Quadratmeter-Preise beim ETW-Vertrieb und die Inanspruchnahme von Fördermitteln/ Förderprogrammen. Auch werden Fragen besprochen wie: Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Begrüßung und Einführung durch Dr. Rainer Zitelmann. Darauf, was ihnen gefallen habe, antworteten Teilnehmer der beiden letzten Veranstaltungen dieses Formates, die wir kürzlich in Hamburg und München durchgeführt haben: „Konkrete Zahlen“; „sehr transparente Projektvorstellungen und hochinteressante Hinweise“; „Transparenz der Information“; „Offenheit der Vortragenden hinsichtlich Kennzahlen“; „wertvolle Anregungen für meine Tätigkeit als Projektentwickler“; „Kontakt zu einem Family Office“.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 21. Februar im Marriott Hotel Frankfurt statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht

Zielgruppen: Diese Veranstaltung, die wir bereits zum achten Mal durchführen, richtet sich an alle Marktteilnehmer, die professionell Immobilien kaufen und verkaufen. Sie vermittelt an zwei Tagen sowohl Grundlagen als auch Wissen zu aktuellen Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht. Kommen sollten Projektentwickler, Bauträger, Investoren, Asset-Manager, Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, Transaktionsberater, Makler, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Referenten: Dr. Peter Decker ist Rechtsanwalt und Partner von Gibson, Dunn & Crutcher LLP und berät in nationalen und internationalen Immobilientransaktionen. Er ist qualifiziert als Chartered Surveyor (MRICS) und leitet die Real Estate Praxis im Münchner Büro von Gibson Dunn, eine der führenden internationalen Anwaltskanzleien mit Sitz in Los.

Dr. Christian Schmidt ist Rechtsanwalt und seit 2014 Mitarbeiter in der Steuerabteilung der Deutschen Pfandbriefbank AG. Zuvor war er 14 Jahre als Rechtsanwalt für die internationale Anwaltssozietät Shearman & Sterling LLP und Gibson, Dunn & Crutcher LLP auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Steuerrechts tätig. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehört u.a. das Immobiliensteuerrecht.

Themen: 1. Tag: Steuerliche Strukturierung der Transaktion: Asset Deal; Steuerliche Aspekte einer Immobilientransaktion; Asset Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Asset Deal aus Sicht des Erwerbers (Abschreibung der Anschaffungskosten); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtige Rechtsgeschäfte, Bemessungsgrundlage, Steuerausnahmen); Umsatzsteuer (Geschäftsveräußerung im Ganzen, Umsatzsteueroption); Haftung (Betriebssteuern, Grundsteuer, Haftungsregelung im Kaufvertrag). Steuerliche Strukturierung der Transaktion – Share Deal: Share Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Share Deal aus Sicht des Erwerbers (Abzugsfähigkeit der Akquisitionsfinanzierung, Schicksal der Verlust- und Zinsvorträge); Besteuerung mit Auslandsbezug; Umsatzsteuer (Umsatzsteuerfreiheit des Share Deals); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtigkeit der Anteilsübertragung und Anteilsvereinigung; gem. §§ 1 Abs. 2a, Abs. 3 und Abs. 3a GrEStG, Strukturierungsmöglichkeiten); Haftung (Steuerklausel im Kaufvertrag); Mögliche Änderungen zur Grunderwerbsteuer bei Share Deals – wie können Investoren ggf. vorausschauend darauf reagieren? Vereinbarungen im Vorfeld der Transaktion: Letter of Intent, Memorandum of Understanding, Term Sheet, Exklusivitätsvereinbarung; Vertraulichkeitsvereinbarung. Due Diligence: Käufer Due Diligence/Verkäufer Due Diligence; Red Flag List; Executive Summary; Report; Datenraumanforderungen. Asset Deal: Kaufgegenstand (Bestimmtheit, Dingliche Belastungen, Bauverpflichtung); Kaufpreis (Gestaltung, Fälligkeit, Sicherstellung, Verkäuferdarlehen); Dingliche Sicherung der Kaufpreisfinanzierung (Belastungsvollmacht, Sicherstellung der Löschung); Übergang von Vertragsverhältnissen (Mietverhältnisse, Service Verträge, Versorgungsverträge, Nachvereinbarungen); Garantiehaftung versus Haftungssystem des BGB; Rechtsfolgen der Haftung (Basket, Cap, Selbstbehalt, Vertragsstrafen); Übergang von Nutzen und Lasten; Rücktrittsrechte (Verzug des Käufers, Nichteintritt der Fälligkeitsvoraussetzungen, Rechtsfolgen); Auflassungsvormerkung und Auflassung; Kostenregelung; Zusammenschlusskontrolle.

2. Tag: Share Deal – Ankauf einer Immobilie: Abgrenzung zum Asset Deal; Anwendbares Recht; Sprache der Transaktionsdokumente; Erforderlichkeit der notariellen Beurkundung; Kaufpreisgestaltung, Ablösung von Verbindlichkeiten und Kaufpreisanpassung; Physisches Closing versus reales Closing; Haftungssystematik beim Share Deal; Optionsvereinbarungen. Joint Venture für ein Immobilienprojekt: Arten von Immobilien-Joint Ventures; Wirtschaftliche Grundlagen von Joint Ventures (Objektbeschaffung, Asset Management, Exit, Budget); Die Joint Venture Vereinbarungen (Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen, Geschäftsbesorgungsverträge, Leistungsverträge); die Master Vereinbarung. Fortsetzung Joint Venture bezogen auf ein Immobilienprojekt: Gesellschaftsrechtliche Regelungen (Kapitalausstattung, Stimmrechte, Tag along, Drag along, Vorkaufsrechte, Gewinnverteilung); Geschäftsbesorgungsverträge (Verwaltung des Joint Ventures, Beschaffung, Verwaltung, Wertschöpfung, Finanzierung, Verkauf). Einführung und Moderation durch Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 10. und 11. Mai im THE WESTIN GRAND in Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Intensivseminar: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobiliensteuerrecht (Schwerpunkt Grunderwerbsteuer- / Grundsteuer-Reform)

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Rechtsanwälte / Steuerberater und Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, wird zum 14. Mal durchgeführt und bekam stets Bestnoten von den Teilnehmern. Es können beide Tage einzeln oder auch zusammen gebucht werden.

Referenten: Hans-Joachim Beck, Vorsitzender Richter Finanzgericht Berlin-Brandenburg a. D. / Leiter Abteilung Steuern IVD und Dr. Kai Tiede, Richter am Finanzgericht Berlin-Brandenburg

Themen: Dieses Mal werden zwei besonders wichtige und aktuelle Themen behandelt. Am ersten Tag werden die Reform der Grundsteuer (die Systematik der Grundsteuererhebung und die Bewertung der Grundstücke) und die geplante Reform der Grunderwerbsteuer (Überblick über die der Grunderwerbsteuer unterliegenden Erwerbsvorgänge und die aktuelle Rechtsprechung zur Grunderwerbsteuer, Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer, Grunderwerbsteuer bei Share Deals – die derzeitigen Regelungen sowie Fragen wie: Unter welchen Voraussetzungen wird derzeit Grunderwerbsteuer ausgelöst, wenn Anteile an grundbesitzenden Gesellschaften übertragen werden? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, um solche Anteile ohne Belastung mit Grunderwerbsteuer zu übertragen? Welche Steuerbefreiungen können in Anspruch genommen werden? Wie wird der Grundstückswert ermittelt? Welche Änderungen für Share Deals werden derzeit diskutiert? Wie kann in Verträgen bei Forward-Deals vorbeugend auf mögliche geplante Änderungen reagiert werden?) behandelt. Auch geht es um die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen bzgl. Wohnimmobilienkreditrichtlinie, aktuelle Rechtsprechung zum Immobiliensteuerrecht und aktuelle Verwaltungsanweisungen zum Immobiliensteuerrecht. Am zweiten Tag geht es um die Einkommensteuer (Anschaffung eines Grundstücks, Vermietung des Grundstücks, Modernisierung, Gewerblicher Grundstückshandel, Verlustausgleichsbeschränkung (§ 15 b EStG), Erhöhte Absetzungen bei Immobilien unter Denkmalschutz und im Sanierungsgebiet, Finanzierungskosten, Geschlossene Fonds, um den § 23 EStG – Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften, u, die Gewerbesteuer (die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 GewStG)), die Umsatzsteuer (Das Prinzip der Umsatzsteuer, Vermietung des Grundstücks, aktuelle Probleme bei der Aufteilung der Vorsteuern, Veräußerung eines Grundstücks, § 13 b UStG, reverse charge) und die Erbschaft- und Schenkungsteuer (Bewertung des Grundbesitzes, Verschonung des Betriebsvermögens, sachliche Befreiung für das Familienwohnheim, gemischte Schenkung, Kritik des BVerfG und geplante Änderungen). Einführung und Moderation durch Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 19. und 20. Juni im Maritim Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de