KOMMENTAR AM MONTAG

An London führt kein Weg vorbei!

Dr. Alexander Eggert Warburg-HIH Invest

Seit Großbritannien im Juni 2016 entschieden hat, die Europäische Union zu verlassen, werden die möglichen Auswirkungen auf den britischen Immobilienmarkt diskutiert. Nach dem Brexit-Votum wurden Zweifel laut, ob Großbritannien seine große Bedeutung im internationalen Immobilientransaktionsmarkt behalten kann. Vielmehr rechnete man damit, dass sich die Bedeutung Richtung Kontinentaleuropa verschieben wird. Die neuesten INREV-Zahlen, nach denen die durchschnittliche Rendite britischer Immobilienfonds 2016 von 12 % im Vorjahr auf 2,2 % eingebrochen ist, scheinen den vorhergesagten Paradigmenwechsel zu bestätigen. Auch die neueste BVI-Investmentstatistik signalisiert scheinbar eine Trendwende. Immobilienspezialfonds haben gemessen am Verkehrswert ihren Anteil von 6,6 % im Jahr 2014 auf 4,1 % reduziert. Ziehen deutsche institutionelle Investoren ihr Kapital ab und verliert London zunehmend an Attraktivität?

London: der liquideste und investorenfreundlichste Immobilienmarkt
Mitnichten. Zwar ist eine Korrektur am Londoner Markt festzustellen, aber diese zeichnete sich schon deutlich vor dem Brexit ab, der eher wie ein Katalysator für diese Entwicklung gewirkt hat und die unvermeidliche Korrektur beschleunigt. London dürfte weltweit der liquideste, transparenteste und investorenfreundlichste Immobilienmarkt sein. Die „City“ ist anderen europäischen Städten überlegen, schon allein wegen der Größe des Marktes und der Vielzahl von Topflächen. Der Immobilienmarkt in London dürfte ein Gesamtvolumen von rund 22 Mio. qm haben. Selbst wenn im Zuge der Verlagerung von Arbeitsplätzen mehrere Zehntausend der insgesamt rund 750.000 Beschäftigten der Londoner Finanzbranche abgezogen werden, würde nur ein Bruchteil der Gesamtfläche frei werden.

Deutsche Brille ablegen
Das Vertrauen der Investoren ist nach wie vor ungebrochen. Es kommt darauf an, die deutsche Brille abzulegen und die Zahlen zu prüfen. Der Londoner Immobilienmarkt wird dominiert von internationalen Investoren, und zwar ganz überwiegend von asiatischen und US-Investoren. CBRE zufolge betrug das Immobilientransaktionsvolumen von Central London allein im Bürosegment 4,9 Mrd. GBP im ersten Quartal 2017 ? ein Rekordergebnis. Investoren außerhalb Europas sind zu 80 % für das Investmentvolumen verantwortlich und allein asiatische Investoren für 50 %. Etwa 13 Transaktionen mit mehr als 100 Mio. GBP wurden verzeichnet, davon neun von internationalen Investoren außerhalb Europas.
Zum Vergleich: Alle fünf Topstandorte in Deutschland zusammen verzeichneten im ersten Quartal ein Transaktionsvolumen von rund 4,7 Mrd. Euro am Gewerbeimmobilienmarkt.

Höhere Volatilität
Dies zeigt die Dimension des Londoner Immobilienmarktes. Auch bei den Renditen gilt es genauer hinzusehen. Der britische Immobilienmarkt insgesamt zeichnet sich durch ein hohes Maß an Volatilität aus, wie die INREV-Zahlen sehr gut zeigen. Zwar rutschte die Performance der Fonds auf 2,2 % ab. Aber mit deutschen Maßstäben ist dies nicht zu vergleichen. Solche deutlichen Performance-Änderungen sind typisch für den größten und volatilsten Immobilienmarkt Europas. Im Jahr 2012 verzeichnete die Performance gar 0,6 %, während sie 2015 den Peak von 12 % erreichte.

Keine Frage, vielfach wird abgewartet, wie sich der Brexit weiterentwickelt. Kommt es zum harten Schnitt oder zu einer Softlandung? Meine Meinung ist: London bleibt dominierender Immobilienmarkt in Europa und der einzige europäische Global Player. Die Metropole misst sich mit New York und Tokio, nicht aber mit Berlin oder Amsterdam. Internationale und nationale Investoren kommen auch künftig nicht an London vorbei. Die Attraktivität Londons zeigte sich zuletzt beim Investor Intentions Survey 2017 des Immobilienberatungsunternehmens CBRE: Bei den Städten ist London weiterhin der attraktivste Investmentstandort in Europa (2017: 17 %) und legte bei den Investoren noch einmal deutlich im Vergleich zum Vorjahr zu (2016: 15,1 %).

Dieser Artikel erschien bereits am 13.7. auf INSTITUTIONAL MONEY.COM.

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MARKT-NEWS

Zur Rentabilität von Mietwohnungen in Europa

Wie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 28.7. schreibt, wird dem aktuellen Deloitte Property Index zufolge Wohnraum zunehmend zu Vermietungszwecken gekauft. Dazu trage bei, dass Angebote wie Airbnb und flexible Lebensentwürfe Mietwohnungen attraktiver machten. Die Perspektiven für Investitionen in Mietwohnungen seien in Europa insgesamt gut. In Deutschland allerdings lägen die Profite der Vermieter unter dem europäischen Durchschnitt. Grund hierfür seien vor allem die hohen Kaufpreise. Die Immobilienpreise für Neubauten in Inner London seien zwischen 2015 und 2016 um 8,8 % gefallen und in Berlin zugleich um knapp 10 % auf 3.510 Euro/qm gestiegen. Während etwa im dänischen Odense Mietrenditen von 8,9 % und in Budapest von 7,9 % realisiert würden, lägen die deutschen Metropolen mit Mietrenditen von 3,2 % in München, 4,1 % in Frankfurt und 4,9 % in Berlin am Ende der Rangliste.

Bauherren kritisieren neues Vergaberecht

Eine Umfrage von EY Real Estate unter rund 100 privaten und öffentlichen Bauherren hat ergeben, dass diesen das 2016 reformierte Vergaberecht zu kompliziert ist. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 27.7. Den meisten Umfrageteilnehmern zufolge habe die Reform ihr Ziel verfehlt, die Auftragsvergabe effizienter und einfacher zu machen. Einzig die Möglichkeit, Verfahren digital abzuwickeln, sei positiv bewertet worden, da sie die Kommunikation zwischen Ausschreiber und Bieter vereinfache. Rund 65 % der Befragten hätten das Vergabeverfahren als noch immer zu formalistisch beurteilt.

Eigenheimförderungen im Vergleich

Die jeweils zu erwartenden Auswirkungen der von Union und SPD geplanten Zuschüsse für den Erwerb von Wohneigentum vergleicht DIE WELT am 26.7. Wie eine Beispielrechnung der Zeitung zeige, würde die Union laut ihrem Wahlprogramm deutlich mehr Geld zur Verfügung stellen als die SPD, was den Bundeshaushalt entsprechend mehr belasten würde. Zugleich aber würde dies auch dafür sorgen, dass ihre Empfänger etwas schneller schuldenfrei wären. Die SPD wolle über den Umweg der Einführung eines Maklerbestellerprinzips dafür sorgen, dass die monatliche Zinslast der Immobilienkäufer deutlich sinke. Die in ihrem Programm anvisierte staatliche Förderung solle nur unterhalb eines bestimmten Jahreseinkommens gezahlt werden, um Mitnahmeeffekte durch finanzstarke Haushalte zu verhindern.

Zu strenge Regulierung schadet

Einer noch unveröffentlichten Studie der beiden Wirtschaftsforscher Oliver Lerbs vom Mannheimer Wirtschaftsinstitut ZEW und Michael Voigtländer vom IW Köln zufolge, die dem HANDELSBLATT vorliegt, sind die neuen Instrumente zur Regulierung von Immobilienkrediten geeignet, mehr Schaden als Nutzen anzurichten, schreibt dieses am 28.7. Im Falle einer Anwendung könnten sie zu einer „eingeschränkten Kreditvergabe“ führen. Das würde die Wohneigentumsbildung jüngerer Haushalte erschweren, was angesichts der Bedeutung von Wohneigentum für die Altersvorsorge „besorgniserregend“ wäre, zitiert die Zeitung die Forscher. Insgesamt bestehe „die Gefahr einer Überregulierung des deutschen Wohnimmobilienfinanzierungmarktes“, laute das Fazit der Studienautoren. Es sei wahrscheinlich, dass die gesellschaftlichen Kosten den Nutzen der Regulierung überschritten.

Die Baubranche hat viel zu tun

Wie DIE WELT am 26.7. schreibt, hat die Baubranche dem Statistischen Bundesamt zufolge im Mai dieses Jahres 2,4 % mehr Auftragseingänge verzeichnet als im Mai 2016. Nach den ersten fünf Monaten summiere sich das Auftragsplus damit auf 6,6 %. Würden die gestiegenen Baupreise und jahreszeitliche Schwankungen jedoch herausgerechnet, seien die Bestellungen im Mai gegenüber dem Vormonat um 6,6 % zurückgegangen. Grund dafür sei die Auslastung der Kapazitäten. Für das Gesamtjahr 2017 strebe die Baubranche rund 6 % mehr Umsatz an.

Neue Wohnimmobilien auf alten Zechenflächen

Über die zunehmend beliebte Umnutzung stillgelegter Zechen und nicht mehr genutzter Abbau- und Haldenflächen als Wohngebäude bzw. Baugrund für Wohnimmobilien schreibt die FAZ am 28.7. Die Quadratmeterpreise lägen deutlich unter den Preisen in Ballungsräumen. Die oft denkmalgeschützten Zechengebäude und Fördertürme verliehen den Neubausiedlungen ein besonderes Flair.

Pflegeimmobilien als Top-Assetklasse

Bei Pflegeimmobilien lassen sich noch Renditen von mind. 5,5 % erzielen, berichtet die FAZ am 28.7. unter Berufung auf eine Erhebung von CBRE. Mit drei Mrd. Euro hätten die institutionellen Anleger im vergangenen Jahr eine Rekordsumme investiert, berichtet Jan Linsin von CBRE. Dieses Jahr rechne man mit einem Transaktionsvolumen von einer Mrd. Euro, worin aber Aufteilergeschäfte noch nicht eingerechnet seien. Dass Pflegeimmobilien immer beliebter würden, zeigten auch die Kaufpreise. Während vor einigen Jahren noch das 14-fache der Jahresmiete üblich gewesen sei, könne man in diesem Jahr in Einzelfällen mit dem 20-fachen rechnen. Lange Pachtzeiten und kontinuierliche Einnahmen machten Seniorenimmobilien zu einer gewinnbringenden Alternative für Investoren. Laut dem Statistischen Bundesamt liege die Auslastungsquote von Pflegeheimen bei 90 %. Und die Auslastung steige weiter, sage auch Jens Nagel von Hemsö. Dafür spreche unter anderem die demographische Entwicklung. Um die Nachfrage zu bedienen, müsse neu gebaut oder Bestand saniert werden. „Viele Pflegeheime sind modernisierungsbedürftig“, berichte Michael Held von Terragon. Ein Umbau im Bestand sei oft nur schwer möglich, weshalb Ersatzneubauten benötigt würden. Doch es gebe auch einzelne Investoren, die sich auf die Sanierung von Bestandsobjekten spezialisierten, wie den Projektentwickler Hemsö, der derzeit ein Pflegeheim im laufenden Betrieb umbaue. Darüber hinaus seien innovative Ansätze in der Seniorenbetreuung zwingend notwendig. Über kurz oder lang werde es zu einer Abschaffung der strikten Trennung von ambulanter und stationärer Pflege kommen.

Frankfurt hat die besten Chancen

Die vierteljährliche Umfrage des Center for Financial Studies (CFS) unter Teilnehmern der Finanzbranche hat ergeben, dass 86 % der Befragten davon ausgehen, Frankfurt werde von den Umzügen infolge des anstehenden Brexit am meisten profitieren. Das schreibt die BÖRSEN ZEITUNG am 22.7. Doch sei der Wettbewerb vor allem mit Paris sehr intensiv. Erst 20 von 100 Banken in London hätten sich entschieden. Der Bund, die hessische Landesregierung und die Stadt Frankfurt müssten sich anstrengen, um das Potenzial Frankfurts realisieren zu können. 69 % der Befragten gingen davon aus, dass London auch zehn Jahre nach dem Brexit zu den Top-3-Finanzstandorten gehören werde.

Frankfurts prestigeträchtiger Büromarkt

Zwar zeigt Frankfurt im Vergleich zu Berlin und München eine schlechtere Performance im Bereich der Bürovermietung, doch zeichnet sich die Mainmetropole durch eine hohe Standortqualität aus, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 27.7. Zwar seien die Mietsteigerungen prozentual in Berlin und München höher, die Spitzenmiete aber sei in Frankfurt bundesweit am höchsten. Das Interesse an neuen, qualitativ hochwertigen Flächen sei groß. Ungeachtet der relativ hohen Leerstandsquote seien vier weitere Projekte im Bau oder in Vorbereitung. Projektentwickler zeigten sich optimistisch und rechneten mit einem expliziten Nettonachfragewachstum. Auf lange Sicht sei Frankfurt der einzig geeignete Standort für die Finanz- und Beraterbranche, gleiches gelte für aufstrebende Fintech-Start-ups.

Düsseldorfer Büromietmarkt erzielt zufriedenstellendes Ergebnis

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 27.7. schreibt, hat der Düsseldorfer Büromietmarkt im H1 2017 zwar keinen Rekord, aber ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielt. Die Angaben der Makler reichten von 215.000 qm neu vermittelten Flächen (CBRE) über 205.000 qm (BNPPRE) bis hin zu 243.000 qm (Aengevelt). Die insgesamt stärksten Teilmärkte seien Linksrheinisch, Kennedydamm und der Seestern gewesen. Das lasse sich darauf zurückführen, dass Düsseldorf eine kompakte Stadtstruktur habe, sage Hubert Breuer von CBRE: „Daher bieten auch die Teilmärkte außerhalb der direkten Innenstadt ähnliche Lageparameter und eine gute Verkehrsanbindung – teils auch in Verbindung mit gemäßigteren Preisen. Da in den zentralen Teilmärkten ein Angebotsmangel an großen, zusammenhängenden Büroflächen und Bauland herrscht, ist dies ein Zugewinn für sekundäre Lagen.“ Für das Gesamtjahr rechneten die Düsseldorfer Büromakler mit einem Flächenumsatz von rund 400.000 qm.

Das höchste Holzhaus der Welt

Von dem mit 45 m höchsten Bürohaus aus Holz, das derzeit im australischen Brisbane entsteht, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG online am 27.7. Bei der Errichtung der Immobilie komme Cross Laminated Timber (CLT) und Glue Laminated Timber (GLT) zum Einsatz. Ein Vorteil von Holz als Baumaterial sei die rund sechs Wochen kürzere Fertigstellungszeit als bei einem vergleichbaren Gebäude aus Beton. In Europa sei auch schon Holz als Baumaterial für Hochhäuser verwendet worden, aber zusammen mit Beton in Verbundsystemen. Hinsichtlich der Qualität gebe es kaum Unterschiede, denn die Festigkeit von GLT und CLT entspreche der von Beton und Stahl, doch sei der CO2-Fußabdruck kleiner. Mit nichtbrennbaren Fassaden und flächendeckenden Sprinkleranlagen sei auch der Brandschutz zu bewältigen.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

US-Häuserpreise verteuern sich weniger stark als erwartet

Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 26.7. schreibt, sind die US-Häuserpreise den beiden wichtigsten Indizes zufolge im Mai 2017 weniger stark gestiegen als erwartet. Der S & P Corelogic Case Shiller Index habe eine Verteuerung der Eigenheime im Vormonatsvergleich saisonbereinigt um 0,1 % verzeichnet, nachdem 0,3 % erwartet worden seien. Die Federal Housing Finance Agency (FHFA) nenne einen Preisanstieg bei privaten Immobilien im Mai 2017 binnen Monatsfrist saisonbereinigt um 0,4 %, was ebenfalls hinter den Erwartungen zurückbleibe.

Britischer Häusermarkt grundsätzlich robust

Virgin Money rechnet mit einem robusten Häusermarkt in Großbritannien, schreibt die BÖRSEN ZEITUNG am 26.7. Im Ausblick des Instituts auf die weitere Geschäftsentwicklung heiße es aber, dass es kurzfristig einige Zonen der Schwäche geben könnte, die es zu umschiffen gelte. Hinsichtlich des Potenzials für eine schwache Preisentwicklung in bestimmten Regionen bleibe man wachsam. Dem Hypothekenanbieter Nationwide zufolge habe sich die Preissteigerung bei Londoner Wohnimmobilien im Q2 2017 von 5 % auf 1,2 % verlangsamt.

In New York und London wird am meisten investiert

Knight Frank zufolge haben ausländische Investoren im vergangenen Jahr 16,3 Mrd. USD in Immobilien in News York investiert, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 27.7. In Londoner Immobilien seien 15,9 Mrd. USD geflossen. Damit sei der Anteil internationaler Käufer am Gesamtumsatz mit 80 % in London deutlich höher als in New York (40 %). In Berlin, das an vierter Stelle der ‚International Super Cities‘ stehe, hätten ausländische Käufer 6,8 Mrd. USD investiert, womit der Anteil bei 69 % gelegen habe.

Deutsche Mittelstandsstädte zunehmend gefragt

Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 27.7. schreibt, legt der Assetmanager Accom einen Fonds auf, um eine Mrd. Euro Eigenkapital in Büro- und Handelsimmobilien in deutschen Mittelstandsstädten zu investieren. Unter den Zielorten bzw. Regionen seien zum Beispiel Hannover, Mainz, Wiesbaden, Nürnberg, Chemnitz und Dresden oder die Speckgürtel von Stuttgart und München. Insgesamt seien Portfolien in mittelständischen Städten stabiler als solche in Metropolen, und der Wettbewerb sei weniger hart. Der Fonds richte sich an rund 20 asiatische Investoren.

Berlin und Hamburg sind die Hauptstädte des Crowdfunding

Wie die FAZ am 24.7. schreibt, haben deutsche Anleger im H1 2017 rund 46 Mio. Euro in kleinen Beträgen über Internetplattformen in Immobilien investiert. Das sei mehr als im gesamten Vorjahr und zweieinhalbmal so viel wie 2015. Die Projekte konzentrierten sich räumlich sehr stark auf Berlin und Hamburg. „Berlin hat in den vergangenen Jahren einen rasanten Preisanstieg verzeichnet“, sage Michael Stephan von iFunded: „Das ist aber vor allem einem Aufholprozess geschuldet.“

VERSCHIEDENES

Die Immobilienwelt in der neuen Ära der Mobilität

Michael Psotta schreibt in der FAZ vom 28.7. über die Auswirkungen, die neue Arten der Mobilität auf die Immobilienwirtschaft haben werden. Baukosten und Flächenbedarf in den Innenstädten würden deutlich sinken, wenn aufgrund der Zunahme von automatischem Fahren und Carsharing weniger Stellplätze benötigt würden. Die neue Mobilität könne auch Lagen in den Ballungsräumen aufwerten und das Preisgefälle zu den Innenstädten verringern, wenn das Pendeln infolge des automatischen Fahrens weniger unattraktiv werde.

Lebensmittel sind gut für Handelsimmobilien

Nahversorgungs- und Fachmarktzentren werden in den kommenden Jahren zu den wichtigsten Handelsimmobilien gehören, sagt Alexander Hoffmann von IPH Handelsimmobilien im Interview mit HI-HEUTE am 24.7. Der gesamte Markt sei sehr aktiv. Investoren und Käufer suchten gleichermaßen einen stabilen und sicheren Cashflow. Die Rendite liege zwischen 5 % und 5,5 %. Weit oben auf der Liste der beliebtesten Handelsimmobilien stünden Nahversorgungszentren und Fachmärkte mit Lebensmittelanker, denn in diesem Bereich sei auch der Onlinehandel keine große Gefahr. Beliebt seien auch 1A-Geschäftshäuser in Fußgängerzonen. Das Angebot in diesem Bereich sei jedoch sehr übersichtlich. Auch gastronomische Konzepte sehe Hoffmann als vielversprechend an, denn so ließen sich Aufenthaltsqualität und -dauer steigern.

Mieterausbau hat Wachstumspotenzial

Hendrik von Paepcke von APOprojekt spricht in einem Interview mit DIE IMMOBILIE am 24.7. über die Entwicklungen in der Baubranche. Das Wachstum seiner Firma sei ein Beleg dafür, dass noch viel Wachstumspotenzial beim nachträglichen Mieterausbau vorhanden sei. Entwickler und Bestandshalter wünschten oft Rahmenverträge, um Leistungen schneller abrufen zu können. Geschwindigkeit sei nach wie vor ein Hauptkriterium, weshalb für Viele die Beauftragung eines Generalunternehmers sinnvoll sei. Wichtig sei es, Kostensicherheit für die Eigentümer zu schaffen und Schnittstellenprobleme zu vermeiden. Komme alles aus einer Hand, liefen viele Prozesse unkomplizierter. Auch das Geschäftsmodell von APOprojekt, bei der Vermietung unterstützen, habe sich bewährt.

Was beim Immobilienkauf entscheidend ist

Die wichtigsten Kriterien bei einem Immobilienkauf sind die Lage und der Baupartner, schreibt Dr. Karin Stammer von First Home Wohnbau auf FOCUS ONLINE am 27.7. Der Kauf von Eigentum sei eine emotionale Angelegenheit, müsse jedoch mit der notwendigen Sachlichkeit angegangen werden. Zunächst stelle sich die Frage nach Zentrum oder Stadtrand. Die Makro- und die Mikrolage müssten gut analysiert werden und zum eigenen Lebenskonzept passen. Es folge die Auswahl eines geeigneten Baupartners. Hier seien kleinere Projektentwickler zu empfehlen, die auf die individuellen Bedürfnisse eingingen und auch die Lebensplanung berücksichtigten, insbesondere, ob geplant sei, die Immobilie selbst zu nutzen, sie zu vermieten oder sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu verkaufen.

Termine

HAMBURGER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Wohnungsprojekte in Hamburg - und besondere Chancen in der Metropolregion

ZIELGRUPPEN
Das Seminar richtet sich insbesondere an Institutionelle Investoren und Family Offices, die bzw. der Hamburger Metropolregion in den Wohnungsneubau investieren wollen, weitere Bauträger/Projektentwickler, Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/Vertriebe und Architekten

THEMEN
Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungs-Neubau-Projekte in Hamburg und der Metropolregion vor und sprechen über folgende Themen: Welches sind die Alleinstellungsmerkmale der Projekte / Besonderheiten der Architektur / Grundrisse etc.? Wie verliefen die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden? Wer sind die Käufer? Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren? Wie erfolgt die Vermarktung? Welche Preise sind erzielbar? (qm-Preise, Faktoren bei Forward-Deals) Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Außerdem geht es um die Inanspruchnahme von Fördermitteln / Förderprogramme sowie Fragen zu Kommunikation / PR und Marketing. Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

REFERENTEN
Einleitender Vortrag durch Dr. Joseph Frechen (bulwiengesa AG): Aktuelle Marktentwicklung, Preise und Mieten am Hamburger Wohnungsmarkt. Projektvorstellungen von Mark Tommes (Bonava Deutschland GmbH), Torsten Lietz (Waterbound Real Estate GmbH (WBRE)), Fabian von Köppen / Georg Nunnemann (Garbe Immobilien-Projekte GmbH), Achim Nagel (PRIMUS developments GmbH), Torsten Rieckmann (SENECTUS GmbH), Ludger Inholte (LIP Ludger Inholte Projektentwicklung GmbH), Peter Jorzick (Hamburg Team Gesellschaft für Projektentwicklungen GmbH), Henrik Diemann (Metropol Grund GmbH), Konstantin Klein (PROJECT Immobilien Hamburg GmbH), Davis Liebig / Joachim Rieder (MAGNA Immobilien AG), Albrecht Sonnenschein (Instone Real Estate Development GmbH & Co. KG)

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 12. September 2017 im Steigenberger Hotel in Hamburg statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE in Kooperation mit der IREBS Immobilienakademie

Sonderveranstaltung Basisseminar: Projektentwicklung

ZIELGRUPPEN
Das Seminar richtet sich insbesondere an neue Mitarbeiter bei Projektentwicklungsunternehmen, die aus anderen Bereichen (oder direkt von der Uni) kommen und die sich an zwei Tagen einen Gesamtüberblick über die Tätigkeit eines Projektentwicklers verschaffen wollen. Es richtet sich aber auch an Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (besonders solche, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater und Mitarbeiter von Generalunternehmern / Bauunternehmen. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

REFERENTEN
Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer und Carsten Sellschopf, formart GmbH & Co. KG

THEMEN
Erster Tag: „Grundlagen der Projektentwicklung und Projektmanagement“: Projektentwicklung / Projektmanagement (Ablauf und Leistungsbilder); Standortanalyse / Due Diligence (Baurecht; Grundstücksanalyse); Planungskonzepte (Untersuchung vorhandener Bausubstanz; Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung; Bildung von Gebäudemodellen); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI; Baukostenplanung in der Projektentwicklung; Rahmenterminplanung) Start der Projektmanagementaktivitäten (360°-Analyse als Einstieg; Objektplanung – durch wen? Projektorganisation – ist alles geregelt? Zweiter Tag: „Die Arbeit eines Projektentwicklers und einfache Developerrechung“: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen; Definition; Klassische Aufgaben); Idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (Prozessuale Aspekte; Idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung); Der Markt für Projektentwickler (Typen; Strategien; Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse; Wettbewerbsanalyse; Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (Von der „Bierdeckel-Kalkulation“ bis zur dynamisches Developer-Rechnung). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

TERMIN
Die Sonderveranstaltung findet am 26. und 27. September 2017 im Steigenberger Hotel Hamburg statt. Weitere Informationen zum Programm und den Kosten sowie Anmeldeformular unter: hier