KOMMENTAR AM MONTAG

Dr. Wilhelm Mirow PB3C GmbH

Mit dem IVD auf dem Weg in die Digitalisierung - das war der Deutsche Immobilientag 3.0

Mit 1.680 angemeldeten Teilnehmern hat der Deutsche Immobilientag 3.0 mehr als dreimal so viele Besucher verzeichnet wie im vergangenen Jahr. Der Andrang am 1. und 2. Juni in Berlin hat alle Erwartungen übertroffen. Auf ganzer Linie bewährt hat sich, dass das Event völlig neu konzipiert wurde. Nicht nur war die Teilnahme erstmals kostenfrei, sondern neben Unternehmern und Inhabern waren zum ersten Mal auch deren Angestellte und Mitarbeiter eingeladen.

Im Vordergrund standen die wichtigen Themen Bundestagswahlkampf und Digitalisierung. Dabei war das Programm so konzipiert, dass alle Teilnehmer mit neuen Ideen und Anregungen für ihren Geschäftsalltag in ihr Pfingstwochenende aufbrechen konnten. Meiner Meinung nach ist es in den Veranstaltungen gelungen, die Berufsgruppe der Makler, Verwalter und Sachverständigen fit zu machen für die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Vor allem mithilfe des auf dem Deutschen Immobilientag vorgestellten Digital Kompasses für den Mittelstand, eines interaktiven Ratgebers, der konkrete Handlungsempfehlungen bei der Umstrukturierung hin zum digitalen Unternehmen gibt. Die Vorträge von Christoph Keese, Journalist, Autor und Digitalisierungsexperte, und von Julius van de Laar, Kampagnenberater, der auch am Wahlkampf von Barack Obama beteiligt war, erwiesen sich in puncto Digitalisierung als echte Eye-Opener. Die beiden Redner haben den Veranstaltungsteilnehmern bewusst gemacht, dass wir tatsächlich gerade eine digitale Revolution erleben.

Es wurden aber nicht nur erstklassige Vorträge gehalten, sondern auch in zahlreichen Workshops, etwa zu Online-Marketing, Pressearbeit, Immobilienbewertung oder WEG-Recht, gemeinsam neue Lösungsansätze und Innovationen erarbeitet. Auf der begleitenden Fachausstellung waren jede Menge neuer Kreationen zu entdecken: Möbel aus Pappe für Wohnungsbesichtigungen und VR-Brillen für virtuelle Besichtigungen zum Ausprobieren, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Kontroverse Diskussionen gab es über eine mögliche Verschärfung des Mietrechts, die unzureichende Wohneigentumsförderung und das Bestellerprinzip. Futter bekamen diese Diskussionen vor allem durch die leidenschaftlichen Reden von IVD-Präsident Jürgen Michael Schick und die lebhafte Diskussionsrunde mit Top-Immobilien-Journalisten Deutschlands unter der hervorragenden Moderation von Radio-1-Moderator Marco Seiffert. Kurz gesagt: Ein rundum gelungener Immobilientag, der Vorfreude macht auf das nächste Jahr.

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen?

Dann schreiben Sie an den Leiter unserer Redaktion Dr. Josef Girshovich.

MARKT-NEWS

Neubau hinkt Genehmigungen weiter hinterher

Wie die FAZ am 28.5. und die IMMOBILIEN ZEITUNG am 1.6. schreiben, ist die Zahl der fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2016 laut Destatis im Vergleich zum Vorjahr um 12,1 % auf 277.700 gestiegen. Davon befänden sich 235.700 in neu errichteten Wohngebäuden (+ 8,7 % im Vergleich zu 2015). Insbesondere in Mehrfamilienhäusern (+ 9,6 % bzw. + 10.100 Wohneinheiten) und Wohnheimen (+ 59,3 % bzw. + 5.300 Einheiten) seien mehr Wohnungen entstanden. Bei den Einfamilienhäusern seien die Fertigstellungszahlen um 3,7 % (bzw. + 3.100 Einheiten), bei Zweifamilienhäusern um 2,5 % (+ 400 Einheiten) gestiegen. Erheblich zugenommen habe Destatis zufolge die Anzahl der durch Um- und Ausbauten an bestehenden Gebäuden hinzugewonnenen Wohnungen (+ 36 % bzw. + 9.900 Wohnungen). Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) weise darauf hin, dass ein Großteil des Anstiegs auf zusätzliche Wohneinheiten in Wohnheimen, meist Flüchtlingsunterkünften, zurückgehe, die dem allgemeinen Markt mittelfristig nicht zur Verfügung stünden. Rechne man sie heraus, liege der Anstieg bei den neuen Wohnungen in Wohngebäuden bei 6,6 %. Die Lücke zwischen Genehmigung und Fertigstellung sei laut Destatis gewaltig. Zwar seien 2016 rund 375.400 neue Wohnungen genehmigt, jedoch rund 100.000 weniger gebaut worden. Auch Michael Voigtländer vom IW Köln weise auf den erheblichen Genehmigungsüberhang insbesondere in den Großstädten hin. So seien 2015 in Berlin mehr als 22.000 Wohnungen genehmigt, aber weniger als 11.000 Wohnungen errichtet worden. Ein Grund hierfür sei Bodenspekulation. Doch ließe sich dieses Problem lösen, wenn Baugenehmigungen zeitlich befristet würden und beispielsweise nach ein oder zwei Jahren verfielen, wenn mit dem Bau nicht begonnen worden sei. Noch wichtiger sei aber, dass die Städte und Kommunen mehr Bauland auswiesen, sodass die Grundstückspreise erst gar nicht so schnell stiegen. Dem stimme der IVD zu und schlage darüber hinaus vor, die Parteien sollten im Wahlkampf „der Versuchung widerstehen, sich mit Vorschlägen für weitere kontraproduktive Eingriffe in den Mietwohnungsmarkt zu überbieten“, durch die das Ziel eines stärkeren Ausgleichs von Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt erst recht nicht erreicht werde. Als positiven Trend erkenne der IVD, dass das Verhältnis der Fertigstellungen zu den Baugenehmigungen unter Annahme einer durchschnittlichen Bauzeit von 18 Monaten um drei Prozentpunkte auf 93 % gestiegen sei.

Regulierung an der falschen Stelle

Auf steigende Mieten und Kaufpreise mit stärkerer Regulierung zu antworten, ist falsch, sagt Jürgen Michael Schick vom IVD in Interviews mit der WELT am 31.5. und der FAZ am 2.6. In erster Linie müssten viel mehr neue Wohnungen gebaut werden, doch die Politik habe dieses Thema verschlafen, und nutze es nun für den Wahlkampf. Es gebe kein einheitliches und rechtssicheres Verfahren zur Bestimmung der Mietspiegel, und auch die Objektförderung des sozialen Wohnungsbaus sei nicht mehr zeitgemäß. Dennoch plane die Politik weitere Eingriffe in den Wohnungsmarkt, wie eine verschärfte Mietpreisbremse oder die Einschränkung von Sanierung und Modernisierung von Beständen. Merkwürdig sei, dass an anderer Stelle, wo Regulierung geboten sei, der deutsche Gesetzgeber zögere: Beim Sachkundenachweis für Immobilienmakler und Verwalter, wie ihn der IVD seit Jahren fordere.

Regulierung hilft nicht gegen Gentrifizierung

Über die Studie ‚Deutscher Immobilienmarkt: Wohnpreise in Metropolen entkoppeln sich vom Einkommen‘ der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) schreiben die BÖRSEN ZEITUNG am 30.5. und die FAZ am 2.6. Demnach habe sich der Preisanstieg im vergangenen Jahr beschleunigt, doch eine Blase sei bundesweit nicht zu erkennen. Allerdings sei in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Stuttgart eine Abkopplung der Preise für Wohneigentum und Mieten von den verfügbaren Einkommen festzustellen. Dies führe teils zu deutlichen sozioökonomischen Strukturveränderungen in den Metropolen, „die über ein vertretbares Maß im Sinne einer ausgewogenen Stadtstruktur“ hinausgingen. Eine Verschärfung der Mietpreisbremse sei aber keine Lösung, da sie den Mietwohnungsneubau verhindere. Die Politik solle mehr Bauland zur Verfügung stellen, wobei die Städte auf die städtebauliche wie infrastrukturelle Erschließung bislang ungenutzter Randlagen achten müssten. Wichtig sei, dass die Politik die Preise für Wohneigentum nicht durch zu strenge und zu teure Bauauflagen noch unnötig in die Höhe treibe. Auch Manfred Binsfeld von Scope sehe angespannte Mietmärkte und Überbewertungen bei Eigentumswohnungen in den Metropolen und Wachstumsstädten. Ein Anlass zu Alarmismus bestehe aber nicht, da die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen robust seien und die Zahl der Privathaushalte weiter steige. Erst mit zunehmender Bautätigkeit sei damit zu rechnen, dass der Markt in ein größeres Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zurückfinde. Für die nächsten fünf Jahre sei damit zu rechnen, dass der Anstieg von Mieten und Preisen am hiesigen Wohnimmobilienmarkt abflachen werde, drastische Preisrückgänge seien nicht zu erwarten.

Sozialquoten sind kontraproduktiv

Die IMMOBILIEN ZEITUNG berichtet am 1.6. ausführlich über die mangelnden Erfolge der sozialen Wohnraumförderung. Die Zahl der Sozialwohnungen gehe zurück, weil das über die Länder organisierte Förderwesen nicht greife, der Neubau fülle die Lücke nicht. Das Problem der Investoren sei die trotz der Erhöhung der Fördergelder zu niedrige Rendite. Der Erfolg der Versuche vieler Kommunen, mit einer Art Zwangsquote (die sie zudem ständig erhöhten) die Zahl der preiswerten Wohnungen zu erhöhen, sei fraglich. Christoph Gröner von der CG-Gruppe rechne vor, dass ihm in Berlin mit dem Modell der kooperativen Baulandentwicklung 12 Mio. bis 16 Mio. Euro auf die Gesamtkalkulation verloren gegangen seien. Einer Studie von Dr. Lübke & Kelber zufolge liege die Eigenkapitalrendite im geförderten Mietwohnungsbau trotz der Zuschüsse im Schnitt rund 40 % unter der vergleichbaren Rendite eines frei finanzierten Mietwohnungsneubaus. Die befragten Investoren fühlten sich auch von der Struktur der Förderung gehemmt, da die Programme überwiegend mit vergünstigten Darlehen arbeiteten. Da aber Pensionskassen, Versorgungswerke und spezialisierte Fonds, die in den Wohnungsbau investieren wollten, über ausreichend Kapital verfügten, das sie dringend investieren wollten, und die Zinsen ohnehin äußerst niedrig seien, böten zinsgünstige Darlehen keinen Anreiz. Die Beschränkung der Möglichkeiten, die Mieten zu erhöhen, bremse zusätzlich. Aus Sicht von Ulrich Jacke von Dr. Lübke & Kelber könne die Lösung nur sein, sich weg von der Objekt- und hin zur Subjektförderung zu orientieren.

Neue Regelungen für Makler und Hausverwalter

Die Einführung des Bestellerprinzips für Mietwohnungen vor zwei Jahren hat dazu geführt, dass weniger Mietwohnungen öffentlich angeboten werden, berichtet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 1.6. Einer Auswertung der bundesweiten Angebote auf rund 120 Immobilienportalen durch F+B zufolge sei die absolute Zahl an Wohnungsinseraten seitdem signifikant zurückgegangen. Im Q1 2017 seien 42 % weniger Mietinserate erschienen als im Q1 2015. Vor allem in Großstädten hätten es Neuzuzügler dadurch schwerer, eine Mietwohnung zu finden. Die Mitglieder des IVD vermittelten mittlerweile zu 70 % Kaufimmobilien und nur noch zu 30 % Mietobjekte, sage IVD-Präsident Jürgen Michael Schick: „Die große Mehrheit hat ihr Geschäft inzwischen auf den Verkauf umstrukturiert.“ Die Bundesregierung wolle nun kurz vor Ende der Legislaturperiode ein weiteres, die Branche betreffendes Gesetz beschließen, das eine Berufszulassungsregelung für Makler und Hausverwalter vorschreibe und diese zur Einholung einer Gewerbeerlaubnis und regelmäßigen Fortbildungen verpflichten werde. Zudem sollten Hausverwalter eine Haftpflichtversicherung abschließen müssen. Die vom IVD und dem Deutschen Mieterbund vorgebrachte Forderung, Makler und Hausverwalter künftig zu einem Sachkundenachweis zu verpflichten, sei hingegen einstweilen vom Tisch.

Begehrte Immobilien-Jobs

Über das IZ-Karriereforum 2017 auf den Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 1.6. ausführlich. Noch immer würden Nachwuchskräfte dringend gesucht. Die IC Immobilien Gruppe etwa habe schon im Vorfeld rund 70 Gesprächsanfragen von Bewerbern erhalten, womit sie zu den gefragtesten Ausstellern in diesem Jahr gehört habe. Laut Markus Reinert von der IC Immobilien Gruppe habe es auch schon im Vorjahr einen „starken Zustrom von wissbegierigen Studierenden“ gegeben, weshalb das Unternehmen die Messemannschaft verstärkt habe. In den letzten zwei Jahren habe die IC Immobilien Gruppe rund 100 neue Mitarbeiter eingestellt, um das Team zu verjüngen. Rund zwei Dutzend Stellen habe das Unternehmen auf dem IZ-Karriereforum 2017 angeboten, davon zwei Drittel Studierenden und Absolventen vorbehalten, das restliche Drittel für Young Professionals. Für CBRE habe Alexander von Erdély persönlich über die Folgen der Digitalisierung für Berufsbilder gesprochen. CBRE wolle den Umsatz in Deutschland in den kommenden acht Jahren verdoppeln und suche hierfür ebenfalls neue Kräfte. Insgesamt hätten alle 34 ausstellenden Arbeitgeber zusammen 411 Jobs angeboten, davon 154 Praktikumsstellen, 65 Trainee-Plätze, 88 Jobs für Berufseinsteiger und 104 Stellen für (Young) Professionals.

Glück und Sicherheit gehen Hand in Hand

Die Deutschen sind in ihrem Wohnumfeld glücklich. Das berichtet DIE IMMOBILIE online am 1.6. und nimmt Bezug auf die Happy-Quest-Umfrage des Wohnprojektentwicklers Bonava in acht nordeuropäischen Ländern. Laut dem Happy-Index mit einer Skala von 0 bis 100 lägen die Deutschen bei 74 Punkten und damit auf dem zweiten Platz hinter Schweden (79 Punkte) und gleichauf mit den Dänen. Besonders zufrieden seien Hauseigentümer (82 Punkte) und Haushalte mit Kindern (76 Punkte). Auch könne man mit zunehmendem Alter eine steigende Zufriedenheit mit der Wohnumgebung feststellen (81 Punkte). Sicherheit habe einen besonders großen Einfluss auf das Zufriedenheitsgefühl. 80 % der Deutschen fühlten sich wohl, wenn sie sich sicher fühlten, ähnliche Tendenzen gebe es auch in Schweden.

Städter ziehen weniger um

Laut einer Untersuchung des Umzugsverhaltens durch den Energiedienstleister Techem ziehen Mieter immer seltener um. Das schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 2.6. Nachdem 2015 noch durchschnittlich 9,1 % der Bewohner der 20 größten deutschen Städte umgezogen seien, habe die Quote 2016 nur noch bei 8,6 % gelegen. Besonders sesshaft seien die Mieter in Berlin, München und Frankfurt mit einer Umzugsquote von 6,7 % (Berlin und München) bzw. 6,9 % (Frankfurt) geworden.

Frankfurts Chancen steigen weiter

Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 31.5. schreibt, sind die bereits guten Chancen Frankfurts, zum Sitz der Europäischen Bankaufsichtsbehörde (EBA) zu werden, noch einmal gestiegen. Einem internen Arbeitspapier, das derzeit in Brüssel auf dem Tisch liege und der Zeitung bekannt sei, hätten Donald Tusk und Jean-Claude Juncker sechs maßgebliche Auswahlkriterien für die Standortentscheidungen vorgeschlagen, die Frankfurt entgegenkämen. Sollten die Staats- und Regierungschefs beim Sondergipfel am 22. und 23. Juni wie erwartet ihren Empfehlungen folgen, sei es möglich, „bis spätestens Oktober 2017“ darüber zu entscheiden, wo die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) und die EU-Bankaufsichtsbehörde (EBA) künftig ihren Sitz haben würden. Zu den Kriterien gehöre erstens das Vorhandensein der notwendige Logistik und der erforderlichen Immobilien, und zweitens die gute Erreichbarkeit per Straßen- und Luftverkehr sowie ausreichende Hotelkapazitäten für Konferenzen. Zudem werde vorgeschlagen, die Standorte aller EU-Agenturen geografisch über die EU hinweg zu streuen, was ebenfalls für Frankfurt spräche, da in Deutschland mit dem EU-Flugsicherheitsamt in Köln und der Versicherungsaufsicht (EIOPA) in Frankfurt bislang nur zwei EU-Agenturen beheimatet seien.

Frankfurt und seine Hochhäuser

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG schreibt am 2.6. über das Dutzend Hochhäuser, die derzeit in Frankfurt entstehen. Laut Mark Gellert vom Frankfurter Stadtplanungsamt wolle man eine größere Belebung im Bankenviertel erreichen. Die Türme in der Stadtmitte würden bislang überwiegend als Büros genutzt, doch das solle sich ändern. Mehr als 1.000 Wohnungen entstünden rund um vier Großprojekte, die bestehenden Türme öffneten sich der Öffentlichkeit. So gebe es im Maintower eine Aussichtsplattform und ein Fitnessstudio, in den Marienturm an der Taunusanlage werde eine Kita einziehen. Die Stadtplaner ordneten die Hochhäuser in Pulks oder Clustern an, sage Gellert. Nur die Europäische Zentralbank, die im Osten der Stadt als Wahrzeichen Akzente setze, bilde hierbei eine Ausnahme.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

USA sind wichtigster Markt für deutsche Fonds

Deutsche offene Immobilienfonds kaufen zunehmend außerhalb Deutschlands, schreibt die BÖRSEN ZEITUNG am 2.6. In Deutschland hätten die Fonds im vergangenen Jahr Scope zufolge Immobilien mit einem Verkehrswert von 1,1 Mrd. Euro erworben, in den USA hingegen Objekte für 2,1 Mrd. Euro. 2015 seien noch knapp 1,6 Mrd. Euro auf Deutschland und 1,2 Mrd. Euro auf die USA entfallen. Großbritannien liege mit rund 900 Mio. Euro wie im Vorjahr auf Rang 3.

Blackstone ist der größte weltweit

Dem diesjährigen Branchenranking der Fondsverbände Inrev (Europa), Anrev (Asien) und NCREIF (USA) zufolge managt Blackstone mit umgerechnet 143,2 Mrd. Euro Immobilien-Assets under Management weltweit das größte Immobilienvermögen, gefolgt von Brookfield Asset Management mit 140,5 Mrd. Euro und PGIM (115,5 Mrd. Euro). Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 2.6. In den Regionen Asien und Nordamerika stünden nicht Blackstone an erster Stelle, sondern CapitaLand (Asien) bzw. PGIM (Nordamerika). Hinsichtlich der in Europa betreuten Immobilienvermögenswerte liege Blackstone mit ca. 27 Mrd. Euro nur auf Platz sechs. Europäischer Marktführer sei AXA Real Assets mit 58 Mrd. Euro, dicht gefolgt von CBRE Global, Aviva und Credit Suisse.

Mähren setzt auf Bestandserweiterung

Trotz des Angebotsmangels schafft es die Mähren AG, ihren Bestand mit Zukäufen in Berlin, Dresden und Magdeburg zu erweitern. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 1.6. Entscheidend hierfür sei, dass sein Unternehmen den Ruf habe, schnell, unkompliziert und verlässlich zu sein, sage Jakob Mähren von der Mähren AG. Bis Ende 2018 wolle das Unternehmen 300 Mio. Euro in den Erwerb weiterer Wohngebäude investieren.

VERSCHIEDENES

Leipziger Stadtquartier nimmt Form an

In Leipzig baut die CG Gruppe die ehemaligen Bleichert-Werken im Stadtteil Gohlis zu einem Stadtquartier um. Das berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 1.6. 120 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von etwa 15.000 qm seien geplant. 95 % des Ensembles seien bereits veräußert, die Verkaufspreise lägen bei durchschnittlich 2.800 Euro/qm. Der Großteil der Käufer seien Kapitalanleger, es gebe aber auch Eigennutzer. Neben Umbauten und Haus-in-Haus-Konstruktionen sei auch ein Neubau mit einer Garage, Büros und einer Kindertagesstätte vorgesehen. Bis zum für Ende 2018 geplanten Abschluss des Projekts investiere die CG Gruppe 65 Mio. Euro.

Centermanager sollten soziale Medien stärker nutzen

Die Aufenthaltsqualität ist eines der wichtigsten Kriterien, damit sich die Besucher in einem Einkaufszentrum wohlfühlen und verweilen, sagt Peter Glöckner von IPH Centermanagement im Gespräch mit der IMMOBILIEN ZEITUNG am 1.6. Eine Bedarfsanalyse, die richtige Positionierung und eine exakte Zielgruppenansprache sicherten den langfristigen Erfolg, auch zum Beispiel gegenüber Outlet-Centern. Berührungsängste mit sozialen Medien müssten abgebaut werden, um der Digitalisierung Rechnung zu tragen.

Erfolg hat viele Seiten

In einem Interview mit JUNGE GRÜNDER vom 29.5. gibt Immobilieninvestor Jakob Mähren von der Mähren AG Jungunternehmern Tipps für den Erfolg. Finanzieller Erfolg sei lediglich ein Gradmesser: „Im Beruf bedeutet Erfolg für mich das Wissen, dass ich meine Sache gut gemacht habe.“ Jungunternehmern empfehle er, sich nie auf dem Erfolg auszuruhen und einen guten Umgang mit Menschen zu pflegen, unabhängig von der Position. Bereits in jungen Jahren könnten Menschen anfangen, durch Nebenjobs Startkapital zu sammeln. Dabei lernten sie durch Learning by doing das Verkaufen. Entscheidend sei, nicht aufzugeben bei dem Versuch, die Ziele zu erreichen, die man sich gesetzt habe.

RAINER ZITELMANN

Dr. Dr. Rainer Zitelmann www.rainer-zitelmann.de

Zitat der Woche

„Das Schlimmste ist nicht, dass du mich belogen hast, sondern dass ich dir nicht mehr vertrauen kann.“

Friedrich Nietzsche, deutscher Philosoph

Wer lügt, geht vermeintlich nur das Risiko ein, bei dieser einen konkreten Unwahrheit „ertappt“ zu werden. In Wahrheit ist sein Risiko jedoch viel höher. Er riskiert den Verlust des wichtigsten Kapitals, das jeder Mensch besitzt: des Vertrauenskapitals. Lohnt es sich, dieses Kapital aufs Spiel zu setzen – wegen des oft nur kleinen Vorteils, den eine Lüge einbringt?

140 weitere Zitate und Kommentare finden Sie in dem Buch „Worte des Erfolges“ von Dr. Dr. Rainer Zitelmann. Bestellen Sie das Buch bei info@pb3c.com

Termine

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung Intensivseminar: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobiliensteuerrecht (Schwerpunkt Grunderwerbsteuer- / Grundsteuer-Reform)

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Rechtsanwälte / Steuerberater und Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, wird zum 14. Mal durchgeführt und bekam stets Bestnoten von den Teilnehmern. Es können beide Tage einzeln oder auch zusammen gebucht werden.

Referenten: Hans-Joachim Beck, Vorsitzender Richter Finanzgericht Berlin-Brandenburg a. D. / Leiter Abteilung Steuern IVD und Dr. Kai Tiede, Richter am Finanzgericht Berlin-Brandenburg

Themen: Dieses Mal werden zwei besonders wichtige und aktuelle Themen behandelt. Am ersten Tag werden die Reform der Grundsteuer (die Systematik der Grundsteuererhebung und die Bewertung der Grundstücke) und die geplante Reform der Grunderwerbsteuer (Überblick über die der Grunderwerbsteuer unterliegenden Erwerbsvorgänge und die aktuelle Rechtsprechung zur Grunderwerbsteuer, Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer, Grunderwerbsteuer bei Share Deals – die derzeitigen Regelungen sowie Fragen wie: Unter welchen Voraussetzungen wird derzeit Grunderwerbsteuer ausgelöst, wenn Anteile an grundbesitzenden Gesellschaften übertragen werden? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, um solche Anteile ohne Belastung mit Grunderwerbsteuer zu übertragen? Welche Steuerbefreiungen können in Anspruch genommen werden? Wie wird der Grundstückswert ermittelt? Welche Änderungen für Share Deals werden derzeit diskutiert? Wie kann in Verträgen bei Forward-Deals vorbeugend auf mögliche geplante Änderungen reagiert werden?) behandelt. Auch geht es um die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen bzgl. Wohnimmobilienkreditrichtlinie, aktuelle Rechtsprechung zum Immobiliensteuerrecht und aktuelle Verwaltungsanwei­sungen zum Immobiliensteuerrecht. Am zweiten Tag geht es um die Einkommensteuer (Anschaffung eines Grundstücks, Vermietung des Grundstücks, Modernisierung, Gewerblicher Grundstückshandel, Verlustausgleichsbeschränkung (§ 15 b EStG), Erhöhte Absetzungen bei Immobilien unter Denkmalschutz und im Sanierungsgebiet, Finanzierungskosten, Geschlossene Fonds, um den § 23 EStG – Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften, u, die Gewerbesteuer (die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 GewStG)), die Umsatzsteuer (Das Prinzip der Umsatzsteuer, Vermietung des Grundstücks, aktuelle Probleme bei der Aufteilung der Vorsteuern, Veräußerung eines Grundstücks, § 13 b UStG, reverse charge) und die Erbschaft- und Schenkungsteuer (Bewertung des Grundbesitzes, Verschonung des Betriebsvermögens, sachliche Befreiung für das Familienwohnheim, gemischte Schenkung, Kritik des BVerfG und geplante Änderungen). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 19. und 20. Juni im Maritim Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de