KOMMENTAR AM MONTAG

Felix von Braun DPF AG

So individuell wollen Menschen im Alter wohnen

In der heutigen Gesellschaft legt jeder Wert auf seine Individualität. In allen Lebensbereichen spielt sie eine Rolle, sei es beim Einkaufen oder bei der Wohnungssuche. Die meisten Händler und Projektentwickler haben diesen Trend erkannt, doch bisher mangelt es an speziellen Angeboten für unterschiedliche Altersgruppen. Besonders im Seniorenbereich besteht noch Nachholbedarf.

Die Demografie verändert sich, die Zahl der älteren Menschen nimmt zu – gleichzeitig bleiben sie immer länger fit und aktiv. Dadurch steigt die Nachfrage nach entsprechend angepassten Wohnimmobilien. Das betrifft nicht nur klassische Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen oder Pflegeheimplätze, selbst Wohnformen, die vorher nur eine Nische darstellten, finden mehr Interessenten. Es gibt keine Standardlösung

Senioren haben genaue Vorstellungen davon, wie ihr Alterssitz aussehen soll, und suchen keine Standardlösung. Insbesondere diejenigen, die sich eine gewisse Lebensqualität erarbeitet haben, wollen auch im Alter Komfort und Kultur genießen können. Eine Wohnanlage mit Krankenhausambiente, grauem, leicht zu reinigendem Linoleum und Assiettenessen passen nicht zu diesen Ansprüchen.

Residenzen der gehobenen Preisklasse sind rar
So sind beispielsweise Residenzen der gehobenen Preisklasse derzeit noch eine Ausnahmeerscheinung. Die Besonderheit dort: Es wird Wert auf Ästhetik, Wohnlichkeit und Individualität gelegt. Der Komfort der Bewohner steht im Mittelpunkt. Konkret beinhaltet das hochwertig gestaltete Flure und Gemeinschaftsflächen, barrierefreie Balkone und tiefe Fenster, die auch für Rollstuhlfahrer die Aussicht ermöglichen. Das Konzept solcher Residenzen berücksichtigt weitere Bedürfnisse: Kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte und Vorträge finden vor Ort statt. Sportmedizinische Fitnessgeräte und ein hauseigenes Schwimmbad stehen zu freien Verfügung. Ein angeschlossenes Restaurant bietet kulinarischen Genuss statt eintönigem Essen aus der Großküche.

Umgebung ist das eine – Betreuung das andere. Denn bei der Art und Dauer der Pflege erwarten Senioren heute Flexibilität. Nicht jeder benötigt ab 70 Jahren eine Vollzeitbetreuung. Viele Senioren bleiben bis ins hohe Alter fit und selbstständig. Oft benötigen sie nur in bestimmten Bereichen Unterstützung, die mit der Zeit angepasst werden muss. Nicht nur für diese verschiedenen Gruppen, sondern für jeden Einzelfall sollten exakt zugeschnittene Angebote verfügbar sein – der Seniorenwohnmarkt muss differenzierte Wohnformen und Services entwickeln.

Viele der heutigen Senioren können sich individuelles und behagliches Wohnen leisten. Allerdings hapert es derzeit noch an ausreichenden und passenden Angeboten. Hochwertige Alterswohnkonzepte geraten angesichts guter Renditemöglichkeiten aber zunehmend ins Blickfeld institutioneller Investoren. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Dieser Artikel erschien bereits am 17.5. auf BUSINESS INSIDER.

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Dann schreiben Sie an den Leiter unserer Redaktion Dr. Josef Girshovich.

MARKT-NEWS

Institutionelle investieren in Pflegeimmobilien

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG schreibt am 19.5. über die Chancen und Risiken auf dem Markt für Pflegeimmobilien. Laut der jüngsten Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes seien 2015 knapp 2,9 Mio. Menschen pflegebedürftig gewesen, 9 % mehr als 2013. 783.000 von ihnen seien in Pflegeheimen vollstationär gepflegt. CBRE schätze, dass die Zahl der Pflegebedürftigen 2030 bei vier Mio. liegen werde: „Daraus ergibt sich, dass bis dahin Neubau- und Ersatzinvestitionen von 55 Mrd. Euro für zukunftsfähige, marktkonforme Pflegeeinrichtungen notwendig sind“, sage Jan Linsin von CBRE Deutschland. Die öffentliche Hand werde diese Investitionen vermutlich nicht allein leisten können, sodass es zunehmend des Engagements privater Investoren bedürfe. Zum Großteil komme das Geld, das 2016 in Pflegeimmobilien investiert worden sei, von institutionellen Anlegern wie Pensionskassen oder Versicherungsgesellschaften. Neben den Anlagegesellschaften gebe es aber auch Investoren, die sich auf Pflegeimmobilien spezialisiert haben und die ihre Heime langfristig im Bestand halten und vermieten. So etwa Hemsö, die in Deutschland 38 Heime mit einem Marktwert von 400 Mio. Euro gekauft hätten und bis 2019 500 Mio. Euro investieren wollten. „Deutschland ist für uns schon aufgrund der schieren Größe des Marktes sehr interessant. Die Einstiegsrenditen sind gut, die Risiken angesichts der demografischen Entwicklung vergleichsweise gering“, sage Jens Nagel von Hemsö. Im Unterschied zu anderen privaten Investoren sei Hemsö nicht an Neubauten interessiert, sondern übernehme bestehende Heime, die oft in begehrten Innenstadtlagen lägen, und saniere sie. Etwa 80 % der deutschen Pflegeheime seien sanierungsbedürftig.

Der deutsche Immobilienmarkt strebt weiter aufwärts

Einer Analyse des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) zufolge sind die Preise am deutschen Immobilienmarkt im Vorjahresvergleich insgesamt um 6 % gestiegen. Das schreibt die FAZ am 19.5. Wohnimmobilien hätten sich um 5,7 %, Gewerbeimmobilien um 6,7 % verteuert, wobei die stärkere Dynamik auf dem Gewerbeimmobilienmarkt schon im vierten Quartal 2016 zu bemerken gewesen sei. Am stärksten sei der Anstieg mit 8,4 % bei den Preisen für Büros gewesen, die Büromieten seien um 3,4 % gestiegen. Einzelhandelsobjekte hätten sich um 3,2 % verteuert, die Ladenmieten hingegen nur um 0,8 %. Auf dem Wohnungsmarkt hätten mit 6 % im Vorjahresvergleich v. a. die Preise für Mehrfamilienhäuser zugelegt.

Preiseinbruch in Schweden und Neuseeland befürchtet, keine Blasengefahr in Deutschland

Zur Frage, ob die Preisentwicklungen am Immobilienmarkt fundamental begründet oder übertrieben sind, stellt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 18.5. die Einschätzungen verschiedener Marktanalysten zusammen. Laut F+B seien die Kaufpreise für Eigentumswohnungen gegenüber dem Q1 2016 bundesweit um 8,7 % gestiegen. Da Eigentumswohnungen in der Regel von Selbstnutzern oder Kapitalanlegern gekauft würden, könne in dieser Gruppe fallweise ein „spekulatives Moment“ gegeben sein, also die Hoffnung auf weiter steigende Preise. Die Relation zwischen Miet- und Preisentwicklung bei Mehrfamilienhäusern sei laut F+B mit einem Einjahresplus von 1,3 % Ende März 2017 „unauffällig und nicht besorgniserregend“. Die Deutsche Hypo führe die Preissteigerungen auf den in vielen Städten gegebenen Angebotsmangel, die demografische und konjunkturelle Entwicklung und die niedrigen Zinsen zurück. Die Bildung einer spekulativen Preisblase sei auf Basis dieser Einflussgrößen nicht erkennbar. Das Berliner Institut empirica meldet, dass sein regelmäßig ermittelter Blasenindex erstmals seit 15 Quartalen nicht angestiegen sei. Das Kreditvolumen sei, gemessen am BIP, nicht aufgebläht. Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 20.5. berichtet, ist laut einer Studie von Goldman Sachs das Risiko eines Preiseinbruchs am Immobilienmarkt in Schweden und Neuseeland am höchsten unter den G 10-Staaten. Auch für die Schweiz werde ein erhöhtes Risiko gesehen. Die Wahrscheinlichkeit eines Preiseinbruchs von mehr als 5 % liege bei 35 % – 40 %. Goldman Sachs habe die Hauspreisniveaus nach drei Standard-Maßstäben verglichen: Verhältnis von Hauspreisen zu Mieten, Verhältnis von Hauspreisen zu Haushaltseinkommen sowie inflationsbereinigte Hauspreise. Michael Psotta kommentiert am 19.5. in der FAZ, die Warnung des IWF vor einer Überhitzung des deutschen Immobilienmarktes und die Forderung, mehr höhere Wohngebäude zuzulassen sowie mehr Bauland auszuweisen. Der Bau neuer Wohnungen sei nicht ausreichend, um die Dynamik am Wohnungsmarkt zu bremsen. Vielmehr sei der starke Kaufpreisanstieg ein Indiz dafür, dass viele Anleger angesichts niedriger Zinsen verzweifelt nach halbwegs rentablen Investitionen am Wohnungsmarkt suchten. Der wichtigste Adressat der Warnung sei daher die EZB.

Junge Haushalte leiden unter niedrigen Zinsen

Infolge der Preissteigerungen am Immobilienmarkt sowie steigender Preise für Betriebsvermögen und Aktien sind laut dem Vermögenspreisindex des Vermögensverwalters Flossbach von Storch (FvS) die nominalen Vermögenswerte deutscher Haushalte im Jahresvergleich um 6,5 % gestiegen, der reale Vermögenszuwachs liegt bei gut 4,5 %. Das schreibt das HANDELSBLATT am 15.5. Für junge Haushalte auf der Suche nach Wohneigentum hingegen sei es immer schwerer, die nötigen finanziellen Mittel aufzubringen, um einen Kredit für den Wohnungskauf zu bekommen und die Kaufnebenkosten zahlen zu können. 89 % dieser Altersgruppe fehle ohne eigene Immobilie und größeres sonstiges Vermögen die Basis, um eine Wohnung zu finanzieren. „Durch geringen Immobilienbesitz und wenig Betriebsvermögen leiden junge Haushalte und die untere Mittelschicht unter der Vermögenspreisinflation“, sage Philipp Immenkötter vom FvS. Thomas Mayer von FvS weise die Verantwortung für den starken Anstieg der Immobilienpreise der Europäischen Zentralbank (EZB) zu.

Share-Deals sollen unattraktiver werden

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 18.5. berichtet, sind zwei Modelle in der politischen Diskussion, die Share-Deals künftig unattraktiver machen sollen. Nach dem ersten Modell sinke die maßgebliche Quote bei der Anteilsübertragung von jetzt 95 % auf mindestens 75 %, verknüpft mit einer Verlängerung der Haltefristen von jetzt fünf Jahren auf künftig z. B. zehn Jahre. Dem anderen Modell zufolge werde die Grunderwerbsteuer nach der Quote der übertragenen Anteile gezahlt. Die Modelle seien das Ergebnis einer im Herbst 2016 eingerichteten Arbeitsgruppe, deren Resultate auf der Finanzministerkonferenz am 19. Oktober 2017 vorgelegt würden.

Der neue Berliner Mietspiegel stößt auf Kritik

Wie N-TV, der TAGESSPIEGEL und weitere Medien am 19.5. online berichten, sind die Mieten in Berlin binnen zwei Jahren um fast 10 % auf einen Durchschnittswert von knapp 6,40 Euro/qm gestiegen. Das habe Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher bei der Vorstellung des neuen Mietspiegels für Berlin mitgeteilt. Im Vergleich zum Mietspiegel 2015 seien die Mieten jährlich um 4,6 % und die durchschnittliche Nettokaltmiete von 5,84 Euro/qm auf 6,39 Euro/qm gestiegen. Nötig sei der weitere Neubau insbesondere preiswerter Wohnungen. Der Vorsitzende Carsten Brückner vom Berliner Landesverband von Haus & Grund habe erklärt, nur private Investitionen in Wohnraum würden den Bedarf in den nächsten 25 Jahren decken können, und die langwierigen Genehmigungsverfahren sowie Erschwernisse beim Dachgeschossausbau kritisiert. Auch erkenne Haus & Grund Berlin den Mietspiegel 2017 nicht an, da nur 75 % der erhobenen Daten Berücksichtigung gefunden hätten. Wie DIE WELT am 15.5. schreibt, haben sich Ulrich Kelber, SPD-Abgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär im Justizministerium, und Jan-Marco Luczak (CDU), Mietrechtsexperte der Unionsfraktion im Bundestag, kürzlich für eine Auskunftspflicht der Vermieter und eine Verlängerung der Geltungsdauer der Mietpreisbremse ausgesprochen.

Mehr als 1.000 neue Wohnungen in Berlin-Mitte

Die Berliner Groth-Gruppe hat Richtfest für ‚Mittenmang‘, ihr neues Quartier in unmittelbarer Nähe von Hauptbahnhof und Regierungssitz, gefeiert. Hierüber schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 18.5. Auf dem ehemaligen Gelände des Bahnbetriebswerks des Lehrter Bahnhofs entstünden 125 Eigentumswohnungen, 482 frei finanzierte Mietwohnungen, 266 Mikroapartments, ein Kindergarten mit 80 Plätzen sowie 158 geförderte Mietwohnungen.

Temporäres Wohnen in München lohnt sich

Über den Münchner Markt für temporäres Wohnen schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 18.5. ausführlich. Nach Frankfurt verzeichne München die höchste Zuwachsrate beim Wohnen auf Zeit. Derzeit gebe es laut dem Beratungs- und Vermittlungsunternehmen Apartmentservice 68 Häuser mit insgesamt 5.573 solcher Apartments, bis 2019 sollten weitere elf Objekte mit fast 2.000 Einheiten hinzukommen. Für Einzelinvestoren seien Renditen zwischen 4 % und 5 % möglich, institutionelle Investoren könnten im Schnitt zwei Prozentpunkte mehr erzielen. Es gebe großen Nachholbedarf, viele ältere Häuser genügten den heutigen Standards nicht mehr. Auch habe man in der Vergangenheit zu stark die Bedürfnisse von Managern berücksichtigt, während man die Projekte nun mehr auf die stetig steigende Zahl der Berufspendler und wohnungssuchenden Zuzügler ausrichte.

Deutliche Preiszuwächse in Stuttgart und Umgebung

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 18.5. schreibt, hat die Hypo-Vereinsbank in ihrem Marktbericht zu Wohnimmobilien für die Region Stuttgart sehr deutliche Preissprünge festgestellt. Gegenüber 2011 sei der Durchschnittspreis für eine neue Wohnung in guter Lage um 40 % gestiegen und liege mittlerweile bei rund 5.000 Euro/qm. Die Mietpreise bei Neuvermietungen lägen (ohne Ausreißer) bei neun bis 18 Euro/qm, neue oder sanierte Eigentumswohnungen kosteten zwischen 3.100 Euro/qm und 6.900 Euro/qm. Gründe hierfür seien die starke Wirtschaft, eine wachsende Bevölkerungszahl und die anhaltend niedrigen Zinsen. Auch in den umliegenden Städten seien infolge Ausweich- und Verdrängungseffekten flächendeckend starke Miet- und Preisanstiege festzustellen.

Chancen in Düsseldorf

Über die Entwicklung des Kennedydamms in Düsseldorf schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 18.5. Nachdem dieser einige Jahren im immobilienwirtschaftlichen Dornröschenschlaf verbracht habe, könne er nun der dritte Düsseldorfer Teilmarkt werden, auf dem die Mieten die Schwelle von 20 Euro/qm überschritten. Aufgrund seiner ausgezeichneten Anbindung an Flughafen, Messe und Autobahn und seiner „guten Sichtbarkeit als Unternehmensstandort“, der sich aus dem hohen Verkehrsaufkommen des Kennedydamms ergebe, habe der Standort nach Meinung von Hubert Breuer von CBRE hohes Entwicklungspotential.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Offene Immobilienfonds auf Erfolgskurs

Wie die FAZ am 19.5. schreibt, profitieren Scope zufolge Immobilienfonds derzeit von den sinkenden Leerständen. Eine Untersuchung der Fondsratingagentur von 14 offenen Immobilienfonds habe ergeben, dass die Vermietungsquoten für die von den Fonds gehaltenen Gebäuden im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen seien, neun der 14 Fonds hätten ihre Vermietungsquote erhöht. Die nach dem Fondsvermögen gewichtete durchschnittliche Vermietungsquote aller Fonds liege bei 94,6 % (nach 93,8 % im Vorjahr). Die Gründe für diese Entwicklung seien zum einen die konjunkturelle Erholung in zahlreichen europäischen Ländern und die infolgedessen ansteigende Nachfrage nach Büro- und Einzelhandelsflächen. Zum anderen nutzten die Manager offener Immobilienfonds das derzeitige Hochpreisumfeld auf dem Immobilienmarkt offenbar gezielt für Bereinigungen ihrer Immobilien-Portfolios. „Dabei werden Objekte mit hohem Leerstand häufig verkauft“, erkläre Sonja Knorr von Scope.

Investmentsteuerreform stellt Anleger offener Immobilienfonds schlechter

Wie das HANDELSBLATT am 18.5. schreibt, wird die ab 2018 in Kraft tretende Investmentsteuerreform kleine Immobilienfondsanleger belasten. Denn dann werde der Gewinn aus einem Immobilienfondsanteil, der nach zehn Jahren verkauft werde, nicht mehr steuerfrei sein. Dabei gewähre der Gesetzgeber zwar einen Freibetrag von 100.000 Euro pro Anleger, doch sei diese Schwelle für Langzeitsparer schnell erreicht. Auch der bislang gegebene Vorteil für Kleinsparer, dass der steuerpflichtige Anteil an der Ausschüttung nicht mit der pauschalen Kapitalertragsteuer belastet werde, wenn die Kapitaleinkünfte unter 801 Euro bei Ledigen bzw. 1.602 Euro bei Paaren blieben, werde dann wegfallen. „Die Steueränderungen können die Fonds bis zu 30 Basispunkte Rendite kosten,“ sage Sonja Knorr von Scope. Das sei insofern viel, als die meisten der offenen Immobilienfonds nur zwischen 2 % und 2,5 % Rendite pro Jahr abwürfen.

Immobilienspezialfonds setzen auf Deutschland

Laut der BVI INVESTMENTSTATISTIK zum Stichtag 31.3.2017 haben offene Immobilienfonds im März 0,7 Mrd. Euro bei Anlegern eingesammelt. Das schreibt der BVI in eigener Mitteilung am 16.5. Das von den Fondsgesellschaften verwaltete Nettovermögen in Immobilienfonds sei damit seit Ende März 2015 um 20 % auf 157,5 Mrd. Euro gestiegen. Per Ende März 2017 seien davon 88,3 Mrd. Euro auf offene Publikumsfonds, 67 Mrd. Euro auf offene Spezialfonds, 1,2 Mrd. Euro auf geschlossene Publikumsfonds und 1,1 Mrd. Euro auf geschlossene Spezialfonds entfallen. Spezialfonds hätten ihren Schwerpunkt auf Deutschland in den letzten beiden Jahren ausgebaut, gemessen an den Verkehrswerten sei der Anteil deutscher Immobilien von 64 % auf 71 % gestiegen. Auf niedrigem Niveau habe auch der Anteil von US-Investments deutlich zugelegt (von 2,7 % auf 4,7 %), während der Anteil von UK (von 6,6 % auf 4,1 %) und Frankreich (von 7 % auf 3,7 %) zurückgegangen sei.

Immobilienkreditfonds gesucht

Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 20.5. berichtet, haben Altersvorsorgeeinrichtungen, Pensionskassen und Versicherer ein ausgeprägtes Interesse an Investitionen in Immobilienkreditfonds, in geringerem Maße gelte dies auch für Stiftungen. Dies habe eine Umfrage im Auftrag des Bankhauses Donner & Reuschel ergeben. Erwartet werden Renditen zwischen 4 % (risikoavers) bis 5,6 % (risikoaffin). Pensionskassen hätten mit 6 % unter den risikoaffinen Investoren die höchsten Renditeerwartungen, und die Versicherer unter den risikoaversen mit 4,4 %. Bei den Zielmärkten liege Deutschland an der Spitze, mit weitem Abstand gefolgt von Frankreich, Großbritannien und den USA.

Immobilienkreditfonds gesucht

Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 20.5. berichtet, haben Altersvorsorgeeinrichtungen, Pensionskassen und Versicherer ein ausgeprägtes Interesse an Investitionen in Immobilienkreditfonds, in geringerem Maße gelte dies auch für Stiftungen. Dies habe eine Umfrage im Auftrag des Bankhauses Donner & Reuschel ergeben. Erwartet werden Renditen zwischen 4 % (risikoavers) bis 5,6 % (risikoaffin). Pensionskassen hätten mit 6 % unter den risikoaffinen Investoren die höchsten Renditeerwartungen, und die Versicherer unter den risikoaversen mit 4,4 %. Bei den Zielmärkten liege Deutschland an der Spitze, mit weitem Abstand gefolgt von Frankreich, Großbritannien und den USA.

Crowdinvesting wird immer beliebter

Im Q1 2017 sind dem Berliner Informationsportal Crowdfunding.de zufolge über Crowdfunding-Plattformen bereits 29,5 Mio. Euro und damit 463 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres für Immobilienvorhaben eingesammelt worden. Das schreibt DIE WELT am 17.5. Gemessen am gesamten Markt für Immobilienkredite sei das Volumen allerdings noch minimal. 2016 seien Immobilienkredite über mehr als 154 Mrd. Euro ausgereicht worden. In offene Immobilienfonds hätten Kleinanleger 4,2 Mrd. Euro investiert. Auf dem Wege des Crowdinvesting seien neben den 29,5 Mio. Euro für Immobilien nur 5,1 Mio. Euro in die Finanzierung junger Unternehmen und 2,2 Mio. Euro in regenerative Energieprojekte wie Windparks geflossen. Damit liege der Immobilienanteil im Crowdinvesting bei 80,2 %. „Die Nutzung von Crowdinvesting-Plattformen zur Immobilienfinanzierung geht über die gesetzgeberische Intention hinaus, mit den Erleichterungen für Schwarmfinanzierungen die Finanzierung junger Unternehmen fördern zu wollen“, zitiert DIE WELT einer Stellungnahme der Bundesregierung. Eine mögliche Einführung einer Prospektpflicht für Immobilienfinanzierung werde vom Bundesverband Crowdfunding abgelehnt. Crowdfunding biete Anlegern „die Chance, vom Immobilienboom zu profitieren“, sage Fritz von Stechow. Doch einige Plattformbetreiber begrüßten die Regulierung bei Immobilien. „Die Regulierung erzwingt eine Professionalisierung der Anbieter“, sage Jens-Uwe Sauer von Seedmatch. „Dadurch kann sich die Qualität der Plattformen erhöhen und es dürfte zu einer Marktbereinigung kommen.“ Michael Stephan von der Plattform ifunded.de erläutert: „Nur so gelingt es, größere Projekte zu stemmen, die deutlich über die aktuelle Grenze von 2,5 Mio. Euro hinausgehen.“ Sowohl bei Projektentwicklern wie Anlegern gebe es Interesse an solchen Finanzierungen.

HTB startet Fonds-Vertrieb

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 18.5. schreibt, hat die HTB-Gruppe mit dem Vertrieb des Eigenkapitalfonds ‚HTB 8. Immobilien Portfolio‘ begonnen. Der Fonds solle ein Eigenkapitalvolumen von 15 Mio. bis 25 Mio. Euro erreichen und in Anteile an geschlossenen Immobilienfonds anlegen, die in Deutschland investiert seien. Beteiligungen an dem als risikogemischt klassifizierten Fonds seien ab 5.000 Euro zzgl. Agio möglich.

VERSCHIEDENES

Für wen lohnt sich ein Investment in Start-ups?

Es gibt viele Gründe, in ein Start-up zu investieren, doch nicht für jeden ist es die optimale Lösung, schreibt Jens-Uwe Sauer von Seedmatch am 16.5. auf BUSINESS INSIDER. Die einen unterstützten mit ihrem Geld den Unternehmergeist der Gründer, während andere die Entwicklung eines bestimmten Produktes voranbringen wollten. Wichtig sei, die persönliche Risikobereitschaft abzuwägen. Wie bei allen Kapitalanlagen sei es auch bei der Investition in Startups wichtig, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Mit einer wohlüberlegten Auswahl lasse sich durchaus eine gute Durchschnittsrendite erzielen.

Demografiefeste Investitionen in Pflegeimmobilien

In heutigen zinsschwachen Zeiten kann ein Investment in barrierefreie oder betreute Wohnungen sowie in Pflegeheime eine renditestarke und nachhaltige Anlage sein, schreibt Dr. Michael Held von Terragon Investment am 18.5. auf WALLSTREET ONLINE. Viele Kapitalanleger wollten demografiefest investieren, begründete Zweifel an der zunehmenden Nachfrage nach Pflegeimmobilien gebe es nicht. Es gelte jedoch einiges zu beachten, um Objekte zu identifizieren oder zu konzipieren, die tatsächlich den Anforderungen der Bewohner entsprächen. Seniorenimmobilien seien Spezialimmobilien, die in der Entwicklung und im Betrieb spezielles Know-how erforderten.

Mit Mut und Schnelligkeit zum Erfolg

Jakob Mähren von der Mähren AG spricht in einem Interview in IMMOCOMPACT 2/2017 ausführlich über seine Geschäftsphilosophie und seine Einschätzung des Immobilienmarktes. Sein Erfolgsrezept sei eine gesunde Mischung aus Verlässlichkeit, Professionalität, Sorgfalt und Mut. Es gelte, schneller als andere Marktakteure zu sein und Chancen zu nutzen, anstatt Trends hinterherzulaufen. Die Zukunft der deutschen Immobilienmärkte sehe Mähren positiv, gerade in den Metropolen, aber auch in ausgewählten B-Städten mit Bevölkerungswachstum. Allerdings bestehe großer Handlungsbedarf vonseiten der Politik. Damit es auch in wachsenden Großstädten bezahlbaren Wohnraum gebe, müsse mehr gebaut werden und der Eigentumserwerb erleichtert werden. Derzeit würden Investoren gerade in Berlin nahezu gezwungen, am Bedarf vorbei zu bauen, weil Neubauten nur noch mit Luxusmieten realisierbar seien.

Kein Entweder-oder im stationären Einzelhandel

Durch die Digitalisierung befindet sich der gesamte stationäre Einzelhandel in einer Neuorientierungsphase, insbesondere was die Verzahnung von Offline- und Online-Handel angeht, schreibt Markus Neumann von Warbug-HIH Invest Real Estate am 12.5. in der HANDELSIMMOBILIEN HEUTE. Drei Kundengruppen bestimmten mittlerweile die Handelswelt. Der klassische Laden-Shopper gehe weiterhin persönlich in Geschäfte, um Produkte zu sehen und anzufassen. Der selektive Shopper informiere sich online, bevor er bevorzugt im Laden einkaufe. Der Online-Shopper genieße die große Auswahl, die Vergleichsmöglichkeiten und die Zeitersparnis. Der stationäre Handel müsse durch Emotionalisierung einen Gegenpol zum digitalen Einkaufen schaffen. Nur E-Commerce oder nur stationärer Handel werde in Zukunft nicht mehr funktionieren.

Lieferverkehr bringt City-Logistik an ihre Grenzen

Das Wachstum der Städte versammelt immer mehr Menschen auf engem Raum, was eine Herausforderung für die Infrastruktur und den Lieferverkehr darstellt, schreibt Andreas Fleischer von Segro Germany am 12.5. auf HEUER DIALOG. Treibende Kraft sei vor allem die E-Commerce-Branche, die ein jährliches Wachstum von mind. 10 % verzeichne. Prognosen von Scope zufolge werde sich der Flächenbedarf bis zum Jahr 2025 verdoppeln. Die wichtigste Entwicklung in der City-Logistik sei die Dezentralisierung der Lagerflächen, um eine effiziente Versorgung der letzten Meile zu gewährleisten.

Digitalisierung im gesamten Unternehmen umsetzen

Ohne eine unternehmenseinheitliche Digitalstrategie wird die Digitalisierung nicht gelingen, schreibt Dr. Thomas Herr von CBRE Preuss Valteq am 12.5. auf HEUER DIALOG. Dabei reiche es nicht, die anstehenden Umbrüche zu identifizieren, vielmehr stelle die Umsetzung der eigenen digitalen Transformation die Kernaufgabe dar. Die Koordination von Arbeitsprozessen und der nötigen Software müsse auf die einzelnen Unternehmenszweige und Themenfelder abgestimmt werden. Erst wenn eine einheitliche Digitalstrategie umgesetzt werde, seien Innovationen effizient zu realisieren. Dazu gehörten agile Entwicklungsmethoden ebenso wie die Zusammenarbeit mit externen Technologiepartnern wie PropTechs.

RAINER ZITELMANN

Dr. Dr. Rainer Zitelmann www.rainer-zitelmann.de

Zitat der Woche

Die Selbstkritik hat viel für sich.
Gesetzt den Fall, ich tadle mich,
so hab‘ ich erstens den Gewinn,
dass ich so hübsch bescheiden bin.
Zum zweiten denken sich die Leut,
der Mann ist lauter Redlichkeit.
Auch schnapp‘ ich drittens diesen Bissen
vorweg den andern Kritiküssen.
Und viertens hoff‘ ich außerdem
auf Widerspruch, der mir genehm.
So kommt es dann zuletzt heraus,
dass ich ein ganz famoses Haus.

Wilhelm Buch, deutscher Dichter

Was tun Sie, wenn Sie einen Fehler gemacht haben? Warten Sie, bis Ihr Chef oder Ihr Kunde den Fehler entdeckt und Sie dafür kritisiert? Ist es nicht klüger, so wie Wilhelm Busch es in diesem schönen Gedicht vorschlägt, der Kritik zu-vorzukommen, indem man den Fehler sofort, offen und unumwunden eingesteht und sich selbst kritisiert? Wenn Sie Ihren Fehler kleinreden, bagatellisieren, anderen die Schuld geben und sich herausreden, macht das den anderen nur zornig und verstärkt seinen Unmut. Wenn Sie hingegen Ihren Fehler offen und unumwunden eingestehen und sich selbst tadeln, bevor Ihr Chef oder Ihr Kunde das tun kann, dann nehmen Sie ihm den Wind aus den Segeln. Probieren Sie es mal aus! Nicht selten wird Ihr Chef dann irgendetwas murmeln wie: „Ja, kann ja jedem passieren, ist schon okay.“

140 weitere Zitate und Kommentare finden Sie in dem Buch „Worte des Erfolges“ von Dr. Dr. Rainer Zitelmann. Bestellen Sie das Buch bei info@pb3c.com

Termine

Deutscher Immobilientag 3.0

Brigitte Zypries, Barbara Hendricks, Christian Lindner und Christoph Keese auf dem größten Branchen-Event des Jahres

Event: „Der Deutsche Immobilientag 3.0 wird zum größten Branchen-Event des Jahres. Wir vernetzen mehr Top-Profis miteinander als jeder andere in der Branche und öffnen uns einem breiteren Publikum. Mit internationaler Unterstützung setzt das Event Impulse in der Branche und wird so zum Trendsetter in der digitalen Immobilienwelt.“ Mit diesen Worten kündigt der Präsident des Immobilienverbandes IVD, Jürgen Michael Schick, den zweitägigen Kongress des Verbandes am 1. und 2. Juni 2017 im Berlin Congress Center (bcc) an. Der Deutsche Immobilientag mit dem Titel ‚Die Zukunft der Immobilienbranche: smart – digital – vernetzt‘ wurde vom IVD neu konzipiert und wird neue Maßstäbe setzen.

Zielgruppen: Erstmals richtet sich der Deutsche Immobilientag nicht nur an Unternehmer und Inhaber, sondern auch an deren Angestellte und Mitarbeiter. Die Teilnahme ist dieses Jahr erstmalig kostenfrei. Der IVD rechnet mit mehr als 1.000 Besuchern.

Themen: „Zum ersten Mal bietet der IVD auf dem Deutschen Immobilientag 2017 umfangreiche Fortbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiter an. In sieben Parallelpanels können sich die Teams kostenfrei zu Verwalter-, Sachverständigen-, Online-Marketing- und PR-Themen weiterbilden. Von den Schriftformerfordernissen in der WEG über die Immobilienbewertung in der Niedrigzinsphase bis hin zur Online-Werbung mit Google und einem Workshop ‚Pressetexte und PR-Botschaften‘ werden allen Teilnehmern hochwertige Seminare, Workshops und Panels angeboten“, sagt Schick.

Auf der begleitenden Fachausstellung werden 60 Unternehmen und Institute ihre Produkt- und Dienstleistungsangebote für Immobilienprofis präsentieren.

Termin: Der Deutsche Immobilientag 3.0 findet am 1. und 2. Juni im Berlin Congress Center (bcc) statt. Das Programm, weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter www.deutscher-immobilientag.de

IREBS Immobilienakademie
BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Basisseminar: Projektentwicklung

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an (neue) Mitarbeiter von Projektentwicklern / Bauträgern / Projektsteuerern, Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (v. a. jene, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Mitarbeiter von Generalunternehmern / Bauunternehmen. Wenn Sie mehr als drei Mitarbeiter Ihres Unternehmens anmelden, erhalten Sie ab dem vierten Mitarbeiter einen Rabatt von 30 %. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

Referenten: Dr. Philipp Feldmann (Cilon GmbH) und Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer. Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Am ersten Tag werden folgende Themen behandelt: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen, Definition, klassische Aufgaben); idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte); der Markt für Projektentwickler (Typen, Strategien, Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse, Wettbewerbsanalyse, Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ bis hin zur dynamischen Developer-Rechnung). Am zweiten Tag geht es um Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht, Grundstücksanalyse, Untersuchungen vorhandener Bausubstanz); Planungskonzepte (Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung, Bildung von Gebäudemodellen, Gebäudeplanung); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI, Baukostenplanung in der Projektentwicklung, Rahmenterminplanung); Management von Bauprojekten (Projektanalyse als Einstieg, Projektorganisation, Leistungsbilder).

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 31. Mai und 1. Juni im The Westin Grand Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung Intensivseminar: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobiliensteuerrecht (Schwerpunkt Grunderwerbsteuer- / Grundsteuer-Reform)

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Rechtsanwälte / Steuerberater und Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, wird zum 14. Mal durchgeführt und bekam stets Bestnoten von den Teilnehmern. Es können beide Tage einzeln oder auch zusammen gebucht werden.

Referenten: Hans-Joachim Beck, Vorsitzender Richter Finanzgericht Berlin-Brandenburg a. D. / Leiter Abteilung Steuern IVD und Dr. Kai Tiede, Richter am Finanzgericht Berlin-Brandenburg

Themen: Dieses Mal werden zwei besonders wichtige und aktuelle Themen behandelt. Am ersten Tag werden die Reform der Grundsteuer (die Systematik der Grundsteuererhebung und die Bewertung der Grundstücke) und die geplante Reform der Grunderwerbsteuer (Überblick über die der Grunderwerbsteuer unterliegenden Erwerbsvorgänge und die aktuelle Rechtsprechung zur Grunderwerbsteuer, Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer, Grunderwerbsteuer bei Share Deals – die derzeitigen Regelungen sowie Fragen wie: Unter welchen Voraussetzungen wird derzeit Grunderwerbsteuer ausgelöst, wenn Anteile an grundbesitzenden Gesellschaften übertragen werden? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, um solche Anteile ohne Belastung mit Grunderwerbsteuer zu übertragen? Welche Steuerbefreiungen können in Anspruch genommen werden? Wie wird der Grundstückswert ermittelt? Welche Änderungen für Share Deals werden derzeit diskutiert? Wie kann in Verträgen bei Forward-Deals vorbeugend auf mögliche geplante Änderungen reagiert werden?) behandelt. Auch geht es um die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen bzgl. Wohnimmobilienkreditrichtlinie, aktuelle Rechtsprechung zum Immobiliensteuerrecht und aktuelle Verwaltungsanwei­sungen zum Immobiliensteuerrecht. Am zweiten Tag geht es um die Einkommensteuer (Anschaffung eines Grundstücks, Vermietung des Grundstücks, Modernisierung, Gewerblicher Grundstückshandel, Verlustausgleichsbeschränkung (§ 15 b EStG), Erhöhte Absetzungen bei Immobilien unter Denkmalschutz und im Sanierungsgebiet, Finanzierungskosten, Geschlossene Fonds, um den § 23 EStG – Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften, u, die Gewerbesteuer (die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 GewStG)), die Umsatzsteuer (Das Prinzip der Umsatzsteuer, Vermietung des Grundstücks, aktuelle Probleme bei der Aufteilung der Vorsteuern, Veräußerung eines Grundstücks, § 13 b UStG, reverse charge) und die Erbschaft- und Schenkungsteuer (Bewertung des Grundbesitzes, Verschonung des Betriebsvermögens, sachliche Befreiung für das Familienwohnheim, gemischte Schenkung, Kritik des BVerfG und geplante Änderungen). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 19. und 20. Juni im Maritim Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de