KOMMENTAR AM MONTAG

Markus Reinert FRICS IC Immobilien AG

Investmentfaktor Politik

Brexit, Trump, rechtspopulistische Strömungen in Europa: Investoren dürfen nicht mehr davon ausgehen, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Sie müssen auch Worst-Case-Szenarien einplanen, meint Markus Reinert, Vorstandsvorsitzender der IC Immobilien Gruppe.

Ungeachtet Ihrer persönlichen politischen Meinung: Hat es beim Kauf einer Immobilie für Sie jemals eine wirkliche Rolle gespielt, von welcher Partei ein Land regiert wurde? Ich sage Ihnen ehrlich, für mich nicht. Ob der Regierungschef Schröder oder Merkel, Sarkozy oder Hollande hieß, war für ein Investment in den EU-Ländern zweitrangig. Inzwischen ist das anders. Spätestens der Brexit hat auf den Immobilienmärkten für ein unsanftes Erwachen gesorgt. Ähnliches könnte sich mittelfristig in Frankreich, Italien oder auch Österreich abspielen. Durch rechtspopulistische und antieuropäische Tendenzen ist ein Investment in einigen Ländern mittlerweile zum Risiko geworden.

An dieser Stelle würde in einem Immobilienprospekt der werbewirksame Satz folgen: „Deutschland hingegen ist bei nationalen und internationalen Investoren als sicherer Anlegerhafen beliebt.“ Aber was bedeutet es überhaupt, ein „safe haven“ zu sein? Dass die Rechtssicherheit von Investments hierzulande hoch und die Gefahr eines politischen Umbruchs niedrig ist. Soweit richtig – jedenfalls für den Augenblick. Ein Immobilieninvestment ist aber eine Verpflichtung über Jahre oder Jahrzehnte.

Obwohl hierzulande der Einfluss rechtspopulistischer Strömungen derzeit nachlässt, wage ich keine Prognose, wie sich die politische Landschaft in zehn Jahren gestaltet. Wie nervös die Märkte tatsächlich auf die Politik reagieren, zeigte unlängst der sprunghafte Anstieg der DAX-Werte, nachdem der erste Wahlgang in Frankreich zugunsten Macrons verlaufen ist. Ich frage mich: Was geschieht, wenn bei einer Parlamentswahl tatsächlich ein Populist mit antieuropäischen Tendenzen gewinnt? Egal, ob rechts oder links.

Auch Trump hat für einen Paradigmenwechsel gesorgt: Das zeigt beispielsweise ein Blick auf die Geschäftsberichte zahlreicher DAX-Konzerne, in denen der Name des US-Präsidenten immer wieder als Unsicherheitsfaktor genannt wird. Bestandshalter müssen sich folglich auf eventuelle Standortverlagerungen vorbereiten – und wer neu investieren will, sieht sich mit zahlreichen Unwägbarkeiten konfrontiert. Schließlich muss ein Investor immer das Worst-Case-Szenario mit einberechnen und sich die Frage stellen, ob er im Ernstfall damit umgehen könnte. Für mich persönlich wäre die Konsequenz, im Zweifel lieber die Finger von der Immobilie zu lassen.

Es hat also nichts mit Schwarzmalerei zu tun, wenn ich anmerke, dass Vorsicht angebracht ist: Die Immobilienbranche darf einfach nicht mehr davon ausgehen, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.

Dieser Artikel erschien bereits am 4.5. in der IMMOBILIEN ZEITUNG.

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen?

Dann schreiben Sie an den Leiter unserer Redaktion Dr. Josef Girshovich.

MARKT-NEWS

Neue Prognose zu Preisentwicklungen

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) rechnet laut einer im Auftrag der Postbank erstellten Studie damit, dass die Preisunterschiede bei Immobilien zwischen Stadt und Land in den nächsten Jahren größer werden. Das schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 5.5. In 52 % der Landkreise und kreisfreien Städte sei damit zu rechnen, dass die Immobilienpreise bis zum Jahr 2030 stabil bleiben oder steigen würden, letzteres besonders stark im Umland von München und Freiburg. Für zwei Drittel der Kreise, insbesondere in Ostdeutschland mit Ausnahme von Berlin, Dresden und Leipzig sowie dem Saarland, sei aber ein Rückgang der Bevölkerungszahlen bis 2030 zu erwarten. Für München, Münster und Potsdam prognostizierten die Forscher Wertsteigerungen von mehr als 1 % pro Jahr, während Immobilien in Essen, Wuppertal oder Duisburg jährlich mehr als 1 % ihres Wertes einbüßen könnten.

Mehr Engagement bei der Grundstücksvergabe für preiswerten Wohnraum gefordert

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hat seit Erlass der sogenannten Verbilligungsrichtlinie im Jahr 2015 erst vier Liegenschaften und damit weniger als 1 % des Gesamtverkaufs der Bima zum Zweck des sozialen Wohnungsbaus übergeben. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 4.5. Barbara Hendricks habe beim jüngsten Forum des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen kritisiert, dass die aktuellen Vorgaben aus dem Bundesfinanzministerium den Bund daran hinderten, Bauland billiger abzugeben, und Änderungen gefordert. So sei es wichtig, die Veräußerung auch an Dritte zu ermöglichen, wenn diese Projekte des sozialen Wohnungsbaus durchführen wollten, oder die Weiterveräußerung an Dritte unter Beibehaltung des Kaufpreisabschlags und der Verpflichtungen aus der Verbilligungsrichtlinie zuzulassen. Ferner müsse die Wertermittlungspraxis der Bima so geändert werden, dass die Käufer eine „stärkere Position“ bei der Einigung über den realistischen Wert des Grundstücks erhielten.

Komfortable Kleinwohnungen sind gefragt

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG schreibt am 4.5., ist der Mangel an Wohnungen mit zwei oder drei Räumen besonders groß. Ihre Errichtung sei eine gesellschaftliche Notwendigkeit, sage Frank Wojtalewicz von d.i.i.: „Baut mittelgroße Wohnungen, auch in den B-Städten“. Auch an B-Standorten seien Zwei-Personen-Haushalte, die bis zu 60 qm suchten, die größte Mietergruppe. Das bestätige CBRE, die davon ausgehe, dass Neubauwohnungen künftig mit rund 60 qm kleiner ausfallen würden. Aufgrund der hohen Boden- und Baupreise könne die Lösung für bezahlbaren Wohnraum nicht nur die sein, seriell preiswerter, sondern auch kleiner zu bauen. Familien würden zunehmend ins Umland ziehen. Christoph Gröner von der CG Gruppe sage, günstiger Wohnraum sei eine Frage der Flächenoptimierung: „Das heißt, eine gut organisierte Zweizimmerwohnung kann schon ab 38 qm funktionieren, wenn sie denn mit einer Möbeltrennwand zwischen Schlafzimmer und Wohnzimmer, einer gut geplanten Einbauküche, integrierter Garderobe und Einbauschrank im Schlafzimmer ausgestattet wird.“ Gröner halte es für möglich, dass auch Familien komfortabel auf engerem Raum lebten, wenn die Flächen, vor allem Flure und Kinderzimmer, entsprechend optimiert würden.

Lohnen sich Investitionen in Sozialwohnungen?

Über die Frage, ob sich Investitionen in Sozialwohnungen lohnen, schreibt die FAZ am 5.5. Laut einer Untersuchung von Dr. Lübke & Kelber seien rund 75 % der befragten Wohnungsunternehmen und Investoren grundsätzlich daran interessiert, in öffentlich geförderte Mietwohnungen zu investieren, doch nur 25 % der Befragten hielten dieses Segment für ausreichend attraktiv. Der Grund dafür sei die im Vergleich zum frei finanzierten Mietwohnungsbau niedrigere Rendite infolge der niedrigeren Mieten. Dr. Lübke & Kelber zufolge reichten die Fördermittel in keinem Bundesland aus, um diesen Renditenachteil auszugleichen. Daniel Rohrig von IMMOBILIEN & FINANZIERUNG schreibt in der Ausgabe 9-2017, anstatt des sozialen Wohnungsbaus seien Ansätze nötig, die den Mieter durch einkommensunabhängige Mietzuschüsse fördere. Nur so ließen sich Werteinbußen an den Objekten verhindern und die Investoren bestärken, in sozialen Wohnungsbau zu investieren.

Die neuen Strategien der Wohn-AGs

Die IMMOBILIEN ZEITUNG schreibt am 4.5. ausführlich über die neuen Strategien der Wohnimmobilien-AGs angesichts der immer weiter steigenden Immobilienpreise. Nach Angaben von CBRE habe die Durchschnittsgröße aller Wohnungsportfolios, die im Q1 2017 den Besitzer gewechselt hätten, bei nur 382 Einheiten gelegen, während der durchschnittliche Quadratmeterpreis mit 2.020 Euro einen neuen Spitzenwert erreicht habe. Laut Jürgen Kelber von Dr. Lübke und Kelber gebe es echtes Wachstum nur durch die Erhöhung der Zahl eigener Wohnungen. Modernisierungen seien Teil des Tagesgeschäfts und weniger als Wachstumsstrategie anzusehen. „Die großen Wohn-AGs werden nicht darum herumkommen, sich mit Neubau zu beschäftigen. Sie werden eigene Projektentwicklungsabteilungen aufbauen oder kleinere Entwickler übernehmen, denn die Aktionäre werden fordern, dass diese Kompetenzen im eigenen Haus vorhanden sind,“ sage Kelber. Das Risikoprofil für den Neubau habe sich angesichts der hohen Ankaufsfaktoren gedreht, was vor allem für die großen AGs mit ihren großen Finanzierungsvorteilen gelte.

Amazon Fresh in Berlin gestartet

Über das neu eingeführte Angebot von Amazon Fresh, mit Unterstützung des Partners DHL frische Lebensmittel gekühlt zu liefern, schreiben die BÖRSEN ZEITUNG, das HANDELSBLATT, die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG und die FAZ am 5.5. Bislang sei der Online-Einkauf von Lebensmitteln hierzulande noch die Ausnahme, nur 1 % der Lebensmitteleinkäufe sei 2016 der Umfrage ‚Online-Shopping von Lebensmitteln in Deutschland‘ von EY zufolge über das Internet abgewickelt worden. Bislang fehle das flächendeckende und überzeugende Angebot, doch wenn mehr große Bewerber auf den Markt drängten, das Angebot bekannter und die Lieferketten verbessert würden, sei damit zu rechnen, dass der Online-Lebensmittelhandel in den nächsten Jahren seiner Nischenrolle entwachsen werde. Schon heute gingen rund 10 % der befragten Bundesbürger direkt auf die Seite von Amazon, wenn sie im Internet nach Lebensmitteln suchten. In anderen Ländern werde heute schon ein Vielfaches an frischen Lebensmitteln über das Netz bestellt. Das Angebot sei zunächst in Berlin und Potsdam verfügbar.

Innovative Immobilienstrategien verbessern Zusammenarbeit und Effizienz

Der diesjährigen Umfrage ‚European Occupier Survey‘ von CBRE zufolge, an der sich über 130 Unternehmen, die größtenteils ihren Hauptsitz in Europa oder Nordamerika haben, beteiligten, wird es für Unternehmen immer wichtiger, mithilfe ihrer Immobilienstrategie ihre Kosten zu reduzieren und das Geschäft zu unterstützen. Das schreiben DIE IMMOBILIE online am 28.4. und weitere Medien. 65 % der befragten Unternehmen hätten angegeben, dass die Kooperation zwischen Kunden, Kollegen und Co-Workern für ihre Arbeitsplatzstrategie am wichtigsten sei, gefolgt von den Kosten (61 %) und der Unternehmensflexibilität (47 %). Für Arbeitnehmer seien die wichtigsten Kriterien die Qualität der Innenraumausstattung (66 %), aber auch flexible Arbeitspraktiken und das Bereitstellen von Zusatzleistungen. „Eine bessere Zusammenarbeit der Mitarbeiter führt zu einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Flächen und senkt Kosten, während Innovationen durch das Teilen von Ideen und durch das Lösen von Problemen in Gruppen vorangetrieben werden. Die Vorzüge dieser Innovationen zu messen und sichtbar zu machen, wird für viele Unternehmen dabei zukünftig eine der Hauptaufgaben sein“, sage Oliver Küppers von CBRE.

Büros überholen Wohnungen bei Projektentwicklungen

Der jüngsten Projektentwicklerstudie von bulwiengesa zufolge ist zum ersten Mal seit 2009 die Zahl der geplanten und im Bau befindlichen Büroprojekte in den Top-7-Städten deutlich gestiegen. Hierüber schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 4.5. Binnen Jahresfrist hätten Büroentwicklungen um 8,3 % sehr deutlich zugelegt, insbesondere was die Planungen betreffe. Bei Wohnungen habe der Anstieg 4 % betragen. Berlin bleibe mit einem Plus von 622.000 qm der am stärksten wachsende Markt, wobei sowohl die Assetklassen Wohnen als auch Büros gegenüber dem Vorjahr um 10 % zugelegt hätten. Zwischen 2014 und 2021 sollten in Berlin rund 8,6 Mio. qm und damit doppelt so viel wie in München oder Hamburg fertiggestellt, gebaut und geplant werden. Die drei größten Projektentwickler in Deutschland seien die Zech Group, die CG Gruppe und Bonava.

Die Logistikbranche diskutiert ihre Zukunft

Über die am Dienstag in München stattfindende Messe ‚Transport Logistic‘ schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 4.5. Um den wachsenden Bedarf trotz Flächenmangels bedienen zu können, müssten die Projektentwickler von Logistikimmobilien neue Konzepte entwickeln. „Den innerstädtischen Einsatz von Drohnen stelle ich mir schwierig vor“, sage Andreas Fleischer von Segro. Es werde noch lange dauern, bis sich diese Form der Auslieferung als Standard etablieren werde. Derzeit seien es vor allem neue Technologien und Fertigungsweisen, die zu Veränderungen bei den Immobilien führten. Zukünftig würden Logistikimmobilien viel stärker auf Mischnutzung ausgelegt sein als bisher, sage Fleischer.

Schwaches erstes Quartal am Logistikmietmarkt

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 4.5. und die FAZ am 5.5. schreiben, ist der Flächenumsatz im Q1 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum laut CBRE um 21 % auf 1,2 Mio. qm gesunken. Nur in Berlin habe es einen Zuwachs an Neuvermietungen und Eigennutzungen gegeben. Ein Trendwechsel auf dem Logistikmarkt, der 2016 sehr dynamisch gewesen sei, sei aber nicht zu erwarten. Für den weiteren Jahresverlauf rechne CBRE wieder mit einer zunehmenden Marktdynamik, auch aufgrund der guten Konjunktur und der Nachfrage nach neuen Logistiklösungen infolge der steigenden Bedeutung des Internethandels und der immer kurzfristigeren Lieferung.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Private Equity Investoren sind eine wichtige Käufergruppe

Dr. Dominique Pfrang und Christina Angermeier von EY Real Estate schreiben in IMMOBILIEN & FINANZIERUNG 9-2017 ausführlich über die nach wie vor wichtige Rolle der Private-Equity-Unternehmen bei Fusionen und Übernahmen in Deutschland. Eine Langzeitbetrachtung durch EY Real Estate, in der mehr als 200 M&A-Transaktionen mit Beteiligungen der hiesigen Immobilienwirtschaft berücksichtigt worden seien, zeige, dass Private-Equity-Unternehmen durchgängig wichtige Marktteilnehmer gewesen seien. Während der Finanzkrise habe ihr Anteil bei M&A-Transaktionen zwar nur bei 12 % gelegen, doch seitdem sei ihr Anteil auf rund 28 % gestiegen. Das mache PE-Investoren zu der zweitstärksten Käufergruppe. Entscheidend seien der Wunsch nach einer geeigneten Kapitalanlage sowie die bessere Marktpenetration. Letztere sei bei jedem zweiten Geschäft das Hauptmotiv gewesen.

Crowdfinanzierte Start-Ups sind erfolgreicher

Die FAZ schreibt am 4.5. ausführlich über Crowdfinanzierungen. Laut dem Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb liege die Ausfallwahrscheinlichkeit einer Crowdfinanzierung eines Start-ups drei Jahre nach der Finanzierungsrunde aktuell bei rund 19 %, und damit unter der Ausfallquote von 30 %, die Start-ups im Allgemeinen aufwiesen. Der Bundesverband Crowdfunding gebe die Ausfallrate für die Projekte seiner Mitgliedsunternehmen mit 6,4 % an. Hierin seien Immobilien- und Energieprojekte enthalten, wobei es bei ersteren in Deutschland noch keine Insolvenzen gegeben habe, bei letzteren zwei. In der derzeitigen Diskussion über eine Veränderung des Kleinanlegerschutzgesetzes befürworte die Bundesregierung eine Prospektpflicht für das Crowdinvesting in Immobilien. Die Intention des Gesetzgebers bei der Befreiung von dieser Prospektpflicht sei die Förderung der Start-up-Finanzierung gewesen, kommerzielle Crowd-Immobilienprojekte aber benötigten keine Erleichterungen.

VERSCHIEDENES

Bewocon baut Stadtvillen in Potsdam

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 4.5. schreibt, baut Bewocon in Potsdam vier Stadtvillen mit 28 Wohnungen in der Größe zwischen 80 qm und 240 qm. Zum Zeitpunkt des Richtfests seien bis auf zwei Einheiten alle Wohnungen verkauft oder reserviert gewesen. Vor allem ältere Paare, die ihr Eigenheim gegen eine Stadtwohnung tauschen wollten, wüssten den von drei Seen umflossenen Standort auf der Halbinsel zu schätzen, sage Karl Jürgen Zeller von Bewocon.

Querdenken bringt Erfolg

Jakob Mähren schreibt am 4.5. auf BUSINESS INSIDER, um Erfolg zu haben, sei es wichtig, die Entwicklungen in anderen Geschäftsbereichen auf das eigene Geschäft zu übertragen und zu fragen, welche Trends und Innovation künftig relevant und welche überholt sein würden. So müsse man als Akteur der Immobilienbranche etwa die Entwicklungen im Bereich Mobilität bedenken. Sollten zukünftig weniger Autos zugelassen werden, würden in Städten und Ballungsgebieten ganz andere und neue Flächenkonzepte entwickelt werden müssen, was gerade angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt im Auge zu behalten sei. Auch hätten neue Mobilitätskonzepte unmittelbare Auswirkungen auf die Ansprüche, die Menschen an ihre Wohnungen hätten.

Mehr barrierefreie Wohnungen benötigt

Dr. Michael Held von Terragon Investment schreibt in IMMOBILIEN & FINANZIERUNG 9-2017 über Wege, die Bedarfslücke bei barrierefreien Wohnungen in Deutschland zu schließen. Es sei möglich, zeitnah viele barrierefreie Wohnungen zu errichten, wenn mit Vorurteilen aufgeräumt werde. Zum einen böten barrierefreie Wohnungen nicht nur Senioren, sondern Mietern aller Altersgruppen Vorteile. Zum anderen verursache Barrierefreiheit in Neubauten kaum Mehrkosten, sofern sie von vorherein eingeplant werde. Etwa 3,7 Mio. Senioren seien hierzulande bewegungseingeschränkt, daraus leite sich ein Bedarf von 2,75 Mio. barrierefreien Wohnungen ab. Vorhanden seien jedoch nur 800.000 Wohnungen.

Gesetzliche Berufsstandards für Makler müssen schneller kommen

Jürgen Michael Schick vom IVD kritisiert auf FOCUS ONLINE am 28.4. die Verzögerung bei der gesetzlichen Festlegung von Berufsstandard für Makler und Hausverwalter. Bereits 2013 sei die Einführung gesetzlicher Berufszulassungsregelungen für Makler und Verwalter im Koalitionsvertrag verankert worden. 2016 habe das Bundeskabinett dem Gesetzentwurf zugestimmt, doch seitdem gebe es keine Fortschritte, eine Chance drohe verpasst zu werden. Die niedrige Zulassungsschwelle mache es unseriösen Maklern und Hausverwaltern leicht, denn sie bräuchten weder Ausbildungs- noch Sachkundenachweise. Für den Verbraucherschutz sei es wichtig, dass das Gesetz noch vor der Sommerpause verabschiedet werde.

Rainer Zitelmann

Dr. Dr. Rainer Zitelmann www.rainer-zitelmann.de

Buchtipp: Kein Mitläufer - Zitelmanns Autobiographie

Buchtipp – von Professor Erich Weede, emeritierter Lehrstuhlinhaber für Soziologie der Universität Bonn.

Dr. Dr. Rainer Zitelmann, Wenn du nicht mehr brennst, starte neu. Mein Leben als Historiker, Journalist und Investor, FinanzBuch Verlag, München 2017, 293 Seiten (Leseproben und Bestellmöglichkeit: http://zitelmann-autobiografie.de/)

Schon Biographien und mehr noch Autobiographien halte ich für eine problematische Art der Literatur. Aber zu meinem eigenen Erstaunen hat mich die Autobiographie von Rainer Zitelmann geradezu gefesselt. Das liegt nicht nur daran, dass er in seiner Jugend Mitglied von K-Gruppen war und trotzdem später nicht bei den Grünen oder in einer anderen Linkspartei Apparatschik wurde, sondern erst ernst zu nehmender Historiker mit einer Neigung zu wichtigen und aktuellen Themen statt Randfragen, danach als rechts beschimpfter Journalist und schließlich vor ca. zwanzig Jahren den für deutsche Intellektuelle geradezu unfassbaren Entschluss fasste, reich zu werden.

Er gründete ein erfolgreiches PR-Unternehmen und wurde Investor in der Immobilienwirtschaft. Weil er sein Reichtumsziel erreicht hat, muss er eine Art von Intelligenz besitzen, die nicht nur A13-Beamten, sondern auch ordentlichen Professoren in der Regel fehlt. Was mich aber bei der Lektüre wirklich beeindruckt hat, ist, was Rainer Zitelmann nie in seinem Leben war: Mitläufer. Sein Lebenslauf hat mir erst so richtig klar gemacht, dass ich in einer Mitläufergesellschaft lebe, dass der normale Mitmensch vor allem Mitläufer ist.

Trotz der Sprüche über jugendliche Neigungen zu linken oder sozialistischen Auffassungen, mit denen habe ich in keinem Alter sympathisiert. Bei Zitelmann allerdings war die jugendliche Anfälligkeit für kommunistische Ideologie nicht der Anfang eines langen Weges in wirtschaftlichen Unverstand, um später tatkräftig an der Durchsetzung von ‚Armut für Alle‘ mitzuwirken, sondern vor allem eine Chance, nicht nur auf eigenen Beinen zu stehen, sondern auch den eigenen Kopf argumentativ und selbständig einzusetzen. Selbst die Neigung der K-Gruppen zu Spaltung, Säuberungen und Selbstzerfleischung scheint ihm dabei eher geholfen zu haben als geschadet. Noch wichtiger als was man in der Jugend liest – selbst wenn es Marx, Lenin und Mao sind – ist offenbar, dass man sich um eigenständige Verarbeitung bemüht. Dann wird man ungeeignet für die Mitläuferrolle, nicht nur unter den genannten Idolen, sondern in jedem Kontext.

Bei Zitelmann geht die Abneigung gegen Unterordnung so weit, dass er nur in den Berufen des Wissenschaftlers und Journalisten zeitweilig abhängige und untergeordnete Positionen einnehmen konnte, also unter einem Professor oder Chefredakteur arbeiten. Vermutlich gibt es außerhalb von Wissenschaft und Journalismus wenige Positionen, in denen ein junger Mensch so viel Freiraum für selbständiges Denken und Entscheiden hat wie dort.

Zitelmann ist zwar kein Schwabe, denen man nachsagt, um die 40 erwachsen zu werden, sondern Südhesse. Aber um die 40 herum wurde er erwachsen und erkannte den Zusammenhang zwischen Vermögen oder Eigentum einerseits und Freiheit andererseits: Eigentum oder Vermögen macht frei! Oder: Man kann sich die Freiheit sogar erarbeiten! Wer das nicht glaubt, kann bei Zitelmann nachlesen, wie er es gemacht hat, was also möglich ist. In Zitelmanns vorletztem Buch über die Superreichen, dessen wichtigste Ergebnisse auch im neuen Buch kurz angesprochenen werden, kann man viel über andere Wege zum Reichtum und der daraus resultierenden Freiheit lesen. Harte Arbeit als Unternehmer und überlegenes Urteil als Investor muss man allerdings mitbringen, um erfolgreich zu sein.

Sich selbst beschreibt Zitelmann in seiner Autobiographie als ‚unverträglich‘. Sympathisch an diesem Urteil ist, dass ihn diese Charaktereigenschaft vom Mitläufer abhebt. Mitläufer und Jasager werden überall zumindest geduldet, oft sogar gern gesehen. Sympathisch ist auch, wenn man sich nicht selbst belügt – und danach andere belügen muss, weil es nicht mehr anders geht – und eigene Schwächen schon mal benennt.

Dass Zitelmann kein Mitläufer ist, äußert sich auch in seinen Kommentaren zur aktuellen politischen Lage. Weder in der Eurorettungspolitik, noch in der Flüchtlingskrise gehört er zu den vielen Claqueuren der Kanzlerin. Selbst die Grenzen der politischen Korrektheit überschreitet er wie selbstverständlich. Dafür nur ein Beispiel: Er wagt die Frage der Machbarkeit aufzuwerfen, statt sich dem Ruf nach Bekämpfung der Fluchtursachen gedankenlos anzuschließen. Das Buch ist sehr gut lesbar. Es zeigt, dass man nicht Mitläufer sein muss. Es gibt Alternativen.

Zitat der Woche

„Der Grund für die meisten unserer Missverständnisse liegt im Misstrauen und der Grund für dieses Misstrauen ist meistens Furcht.“

Mahatma Gandhi, indischer Freiheitskämpfer

Misstrauische Menschen sind furchtsame Menschen. Sie haben Angst, wenn sie Vertrauen schenken, könne dieses Vertrauen missbraucht werden. Sie haben Angst, belogen, hintergangen oder über den Tisch gezogen zu werden. Sehr eifersüchtige Menschen sind ein gutes Beispiel dafür: Sie sind extrem misstrauisch und verdächtigen ihre Partner ständig, sie zu betrügen oder dies zu planen. Solche Menschen haben nur geringes Selbstvertrauen. Wer Selbstvertrauen hat, kann auch anderen Vertrauen schenken. Er weiß, dass es hin und wieder geschehen wird, dass das entgegengebrachte Vertrauen missbraucht wird, aber er fürchtet sich nicht davor.

140 weitere Zitate und Kommentare finden Sie in dem Buch „Worte des Erfolges“ von Dr. Dr. Rainer Zitelmann. Bestellen Sie das Buch bei info@pb3c.com

Termine

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht

Zielgruppen: Diese Veranstaltung, die wir bereits zum achten Mal durchführen, richtet sich an alle Marktteilnehmer, die professionell Immobilien kaufen und verkaufen. Sie vermittelt an zwei Tagen sowohl Grundlagen als auch Wissen zu aktuellen Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht. Kommen sollten Projektentwickler, Bauträger, Investoren, Asset-Manager, Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, Transaktionsberater, Makler, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Referenten: Dr. Peter Decker ist Rechtsanwalt und Partner von Gibson, Dunn & Crutcher LLP und berät in nationalen und internationalen Immobilientransaktionen. Er ist qualifiziert als Chartered Surveyor (MRICS) und leitet die Real Estate Praxis im Münchner Büro von Gibson Dunn, eine der führenden internationalen Anwaltskanzleien mit Sitz in Los.
Dr. Christian Schmidt ist Rechtsanwalt und seit 2014 Mitarbeiter in der Steuerabteilung der Deutschen Pfandbriefbank AG. Zuvor war er 14 Jahre als Rechtsanwalt für die internationale Anwaltssozietät Shearman & Sterling LLP und Gibson, Dunn & Crutcher LLP auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Steuerrechts tätig. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehört u.a. das Immobiliensteuerrecht.

Themen: 1. Tag: Steuerliche Strukturierung der Transaktion: Asset Deal; Steuerliche Aspekte einer Immobilientransaktion; Asset Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Asset Deal aus Sicht des Erwerbers (Abschreibung der Anschaffungskosten); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtige Rechtsgeschäfte, Bemessungsgrundlage, Steuerausnahmen); Umsatzsteuer (Geschäftsveräußerung im Ganzen, Umsatzsteueroption); Haftung (Betriebssteuern, Grundsteuer, Haftungsregelung im Kaufvertrag). Steuerliche Strukturierung der Transaktion – Share Deal: Share Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Share Deal aus Sicht des Erwerbers (Abzugsfähigkeit der Akquisitionsfinanzierung, Schicksal der Verlust- und Zinsvorträge); Besteuerung mit Auslandsbezug; Umsatzsteuer (Umsatzsteuerfreiheit des Share Deals); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtigkeit der Anteilsübertragung und Anteilsvereinigung; gem. §§ 1 Abs. 2a, Abs. 3 und Abs. 3a GrEStG, Strukturierungsmöglichkeiten); Haftung (Steuerklausel im Kaufvertrag); Mögliche Änderungen zur Grunderwerbsteuer bei Share Deals – wie können Investoren ggf. vorausschauend darauf reagieren? Vereinbarungen im Vorfeld der Transaktion: Letter of Intent, Memorandum of Understanding, Term Sheet, Exklusivitätsvereinbarung; Vertraulichkeitsvereinbarung. Due Diligence: Käufer Due Diligence/Verkäufer Due Diligence; Red Flag List; Executive Summary; Report; Datenraumanforderungen. Asset Deal: Kaufgegenstand (Bestimmtheit, Dingliche Belastungen, Bauverpflichtung); Kaufpreis (Gestaltung, Fälligkeit, Sicherstellung, Verkäuferdarlehen); Dingliche Sicherung der Kaufpreisfinanzierung (Belastungsvollmacht, Sicherstellung der Löschung); Übergang von Vertragsverhältnissen (Mietverhältnisse, Service Verträge, Versorgungsverträge, Nachvereinbarungen); Garantiehaftung versus Haftungssystem des BGB; Rechtsfolgen der Haftung (Basket, Cap, Selbstbehalt, Vertragsstrafen); Übergang von Nutzen und Lasten; Rücktrittsrechte (Verzug des Käufers, Nichteintritt der Fälligkeitsvoraussetzungen, Rechtsfolgen); Auflassungsvormerkung und Auflassung; Kostenregelung; Zusammenschluss-kontrolle.
2. Tag: Share Deal – Ankauf einer Immobilie: Abgrenzung zum Asset Deal; Anwendbares Recht; Sprache der Transaktionsdokumente; Erforderlichkeit der notariellen Beurkundung; Kaufpreisgestaltung, Ablösung von Verbindlichkeiten und Kaufpreisanpassung; Physisches Closing versus reales Closing; Haftungssystematik beim Share Deal; Optionsvereinbarungen. Joint Venture für ein Immobilienprojekt: Arten von Immobilien-Joint Ventures; Wirtschaftliche Grundlagen von Joint Ventures (Objektbeschaffung, Asset Management, Exit, Budget); Die Joint Venture Vereinbarungen (Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen, Geschäftsbesorgungsverträge, Leistungsverträge); die Master Vereinbarung. Fortsetzung Joint Venture bezogen auf ein Immobilienprojekt: Gesellschaftsrechtliche Regelungen (Kapitalausstattung, Stimmrechte, Tag along, Drag along, Vorkaufsrechte, Gewinnverteilung); Geschäftsbesorgungsverträge (Verwaltung des Joint Ventures, Beschaffung, Verwaltung, Wertschöpfung, Finanzierung, Verkauf). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 10. und 11. Mai im THE WESTIN GRAND in Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Praxis-Seminar: Welche Wohnungsgrundrisse und welche Extras sind bei Käufern heute gefragt? Erfahrungsberichte von Projektentwicklern

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Investoren im Wohnungsneubau, Vertriebe und Architekten und finanzierende Banken. Lernen Sie aus der Praxis, was sich bewährt hat – und was nicht. Erfahrene Projektentwickler berichten anhand von Beispielen, was gut funktioniert hat – und was nicht.

Referenten: Henrik Diemann (Metropol Grund GmbH), Raimund Adameck (PANDION AG), Manuel Skorbier (ISARIA Wohnbau AG), Helmut Kunze, (Bonava Deutschland GmbH), Fabian von Köppen (GARBE Immobilien-Projekte GmbH), Claus Baumgartl / Lars Neubauer (Investa Projektentwicklungs- und Verwaltungs GmbH), Marcus Keller (BPD Immobilienentwicklung GmbH), Markus Feldt (Zabel Property AG), Alexander Happ (BUWOG Group), Carsten Sellschopf (formart GmbH & Co. KG), Christoph Gröner (CG Gruppe AG), Roderick Rauert, (LBBW Immobilien). Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Die Referenten stellen am Beispiel von zwei bis drei Projekten dar: Erfahrungen mit Grundrissen – was hat sich bewährt, was nicht? Welche Extras (Energie, Haustechnik, Smart Home etc.) kamen im Vertrieb gut an, welche nicht? Abverkaufszeiten, Erfahrungen mit Sonderwunschmanagement und Lehren für künftige Projekte.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 16. Mai im Intercontinental Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

IREBS Immobilienakademie
BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Basisseminar: Projektentwicklung

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an (neue) Mitarbeiter von Projektentwicklern / Bauträgern / Projektsteuerern, Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (v. a. jene, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Mitarbeiter von Generalunternehmern / Bauunternehmen. Wenn Sie mehr als drei Mitarbeiter Ihres Unternehmens anmelden, erhalten Sie ab dem vierten Mitarbeiter einen Rabatt von 30 %. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

Referenten: Dr. Philipp Feldmann (Cilon GmbH) und Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer. Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Am ersten Tag werden folgende Themen behandelt: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen, Definition, klassische Aufgaben); idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte); der Markt für Projektentwickler (Typen, Strategien, Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse, Wettbewerbsanalyse, Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ bis hin zur dynamischen Developer-Rechnung). Am zweiten Tag geht es um Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht, Grundstücksanalyse, Untersuchungen vorhandener Bausubstanz); Planungskonzepte (Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung, Bildung von Gebäudemodellen, Gebäudeplanung); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI, Baukostenplanung in der Projektentwicklung, Rahmenterminplanung); Management von Bauprojekten (Projektanalyse als Einstieg, Projektorganisation, Leistungsbilder).

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 31. Mai und 1. Juni im The Westin Grand Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung Intensivseminar: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobiliensteuerrecht (Schwerpunkt Grunderwerbsteuer- / Grundsteuer-Reform)

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Rechtsanwälte / Steuerberater und Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, wird zum 14. Mal durchgeführt und bekam stets Bestnoten von den Teilnehmern. Es können beide Tage einzeln oder auch zusammen gebucht werden.

Referenten: Hans-Joachim Beck, Vorsitzender Richter Finanzgericht Berlin-Brandenburg a. D. / Leiter Abteilung Steuern IVD und Dr. Kai Tiede, Richter am Finanzgericht Berlin-Brandenburg

Themen: Dieses Mal werden zwei besonders wichtige und aktuelle Themen behandelt. Am ersten Tag werden die Reform der Grundsteuer (die Systematik der Grundsteuererhebung und die Bewertung der Grundstücke) und die geplante Reform der Grunderwerbsteuer (Überblick über die der Grunderwerbsteuer unterliegenden Erwerbsvorgänge und die aktuelle Rechtsprechung zur Grunderwerbsteuer, Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer, Grunderwerbsteuer bei Share Deals – die derzeitigen Regelungen sowie Fragen wie: Unter welchen Voraussetzungen wird derzeit Grunderwerbsteuer ausgelöst, wenn Anteile an grundbesitzenden Gesellschaften übertragen werden? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, um solche Anteile ohne Belastung mit Grunderwerbsteuer zu übertragen? Welche Steuerbefreiungen können in Anspruch genommen werden? Wie wird der Grundstückswert ermittelt? Welche Änderungen für Share Deals werden derzeit diskutiert? Wie kann in Verträgen bei Forward-Deals vorbeugend auf mögliche geplante Änderungen reagiert werden?) behandelt. Auch geht es um die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen bzgl. Wohnimmobilienkreditrichtlinie, aktuelle Rechtsprechung zum Immobiliensteuerrecht und aktuelle Verwaltungsanwei­sungen zum Immobiliensteuerrecht. Am zweiten Tag geht es um die Einkommensteuer (Anschaffung eines Grundstücks, Vermietung des Grundstücks, Modernisierung, Gewerblicher Grundstückshandel, Verlustausgleichsbeschränkung (§ 15 b EStG), Erhöhte Absetzungen bei Immobilien unter Denkmalschutz und im Sanierungsgebiet, Finanzierungskosten, Geschlossene Fonds, um den § 23 EStG – Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften, u, die Gewerbesteuer (die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 GewStG)), die Umsatzsteuer (Das Prinzip der Umsatzsteuer, Vermietung des Grundstücks, aktuelle Probleme bei der Aufteilung der Vorsteuern, Veräußerung eines Grundstücks, § 13 b UStG, reverse charge) und die Erbschaft- und Schenkungsteuer (Bewertung des Grundbesitzes, Verschonung des Betriebsvermögens, sachliche Befreiung für das Familienwohnheim, gemischte Schenkung, Kritik des BVerfG und geplante Änderungen). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 19. und 20. Juni im Maritim Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de