KOMMENTAR AM MONTAG

Dr. Oliver Wenzlaff PB3C GmbH

Ok, Google! Hallo Alexa!

„Wir haben gebettelt, gefleht“, erzählt jemand aus der Marktforschung, angestellt bei einem der größten deutschen Automobilunternehmen. „Wir haben gewusst, dass Digitalisierung alles, aber auch wirklich alles verändern wird. Der Vorstand hat uns nicht erhört.“ Das war vor ziemlich genau einer Dekade. Vor zehn langen Jahren. Google hatte gerade das autonome Fahren für sich entdeckt. Klar. Die deutsche Automobilindustrie ist heute insgesamt weniger abgehängt, als es oft dargestellt wird. Aber wären die neuen Player so bedrohlich geworden, hätte der Vorstand damals, vor zehn Jahren, auf seine Marktforschung gehört?

Auch die Immobilienwirtschaft weiß, dass Digitalisierung alles verändert. Und doch wird immer noch zu wenig getan. Bell Management Consultants hat erhoben: Die größte Hemmschwelle für digitale Innovation ist das Festhalten der Marktteilnehmer an alten Mechanismen. Bell hatte PropTechs befragt, also Immobilien-Start-ups mit Technologiebezug. Oder nehmen wir den ZIA und EY (früher Ernst & Young). Sie haben gemeinsam sowohl PropTechs als auch ältere Marktteilnehmer befragt. Demnach unterstützen gegenwärtig nur 39 % der etablierten Immobilienunternehmen die jungen PropTechs, sei es durch inhaltliche Zuarbeit oder finanzielle Beteiligung. Bell zufolge sind die Start-ups offen für mehr Austausch. Über 80 % wollen ihre jeweiligen Produkte im Praxiseinsatz weiterentwickeln. Gemeinsam mit professionellen Partnern.

ZIA und EY planen derzeit eine neue Befragung. Es soll um das Internet der Dinge gehen. Um den automatischen Datenaustausch und die Konnektivität in Gebäuden und darüber hinaus. Meine erste Assoziation beim Thema Vernetzung sind die aktuellen Sprachspielzeuge von Google oder Amazon. „Ok, Google! Open the door.“ Oder: „Hallo Alexa! Licht an im Wohnzimmer.“ Es darf und wird in der Umfrage aber nicht nur ums Wohnen gehen. Es muss um Smart Real Estate im Allgemeinen gehen, um die Einsatzmöglichkeiten von vernetzter Technologie in allen Nutzungsarten. Und natürlich auch um die Chancen für immobilienbezogene Dienstleistungen.

Übrigens: So banal das Beispiel mit der Sprachsteuerung ist – es ist ein weiteres Beispiel dafür, wie branchenfremde Player die Hoheit in einem Feld übernehmen, das die eigentliche Branche ebenfalls hätte übernehmen können. Wer stellt sich noch eine zweite Sprachsteuerung dazu? Wer seine Wohnung erst einmal über Google oder Alexa anspricht, wird für spätere Lösungen aus der Immobilienwirtschaft wohl nicht mehr sonderlich offen sein.

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen?

Dann schreiben Sie an den Leiter unserer Redaktion Dr. Josef Girshovich.

MARKT-NEWS

Hauspreise in den USA im Aufwärtstrend

Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 26.4. schreibt, weisen sowohl der ‚S & P-CoreLogic Case-Shiller-Häuserpreisindex‘ als auch der aktuelle Bericht der Federal Housing Finance Agency (FHFA) auf einen zunehmenden Preisauftrieb am US-Häusermarkt hin. Der S & P CoreLogic Index für die 20 größten Ballungszentren sei im Februar saisonbereinigt um 0,7 % und gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres nicht saisonbereinigt um 5,9 % angestiegen. Damit hätten sich private Immobilien, am nationalen Index für sämtliche Regionen gemessen, um 5,8 % verteuert, was die höchste Preissteigerungsrate seit 32 Monaten darstelle. Die Preise für kreditfinanzierte Häuser, die von der FHFA gekauft oder besichert würden, seien im Februar um 0,8 % gestiegen.

Der deutsche Immobilienmarkt ist gesund

Wie die FAZ und DIE WELT am 25.4. schreiben, sieht Louis Hagen, Vorstandsvorsitzender der Münchener Hypothekenbank und Präsident des Verbands deutscher Pfandbriefbanken in Deutschland, aus drei Gründen keine Spekulationsblase. Zum einen beträfen die starken Steigerungen von Preisen für Wohnimmobilien nicht alle Regionen. Und auch in Städten wie Berlin, Hamburg oder München gebe es sehr hohe Mieten überwiegend bei neuen Objekten, aber nicht zwingend im Bestand. Zweitens seien die Gründe für die Preissteigerungen die demographische Entwicklung, ein Trend zur Urbanisierung, die gute wirtschaftliche Lage und die außergewöhnlich niedrigen Zinsen. Zudem gebe es praktisch keine Wohnungsleerstände mehr in Deutschland. Und drittens seien die Finanzierungen mit einem Eigenkapitalanteil von rund 25 % solide.

Banken suchen Flächen in Frankfurt

Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 27.4. unter Berufung auf eine Umfrage von Bloomberg News unter Immobiliendienstleistern berichtet, haben Banken begonnen, nach geeigneten Objekten in Frankfurt am Main Ausschau zu halten. Nachdem auf dem Büromarkt Frankfurt im Q4 2016 ein Brexit-Effekt ausgeblieben sei, habe die Situation „sich mit dem ersten Quartal völlig geändert“, sage Carsten Ape von CBRE: „Banken prüfen jetzt ernsthaft Standorte.“ Vor allem die großen Banken suchten nach Büros in Frankfurt, Unternehmen also, die größere Flächen brauchten, welche kurzfristig nicht leicht zu finden seien.

Senkung der Erwerbsnebenkosten ist besser als Förderungen

Wie die FAZ am 24.4. berichtet, lässt sich laut einer vom ZIA in Auftrag gegebenen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) aus der Diskussion der Vor- und Nachteile der Wohneigentumsbildung keine klaren Argumente für eine Wohneigentumsförderung ableiten. Dennoch plädierten die IW-Ökonomen für Änderungen, da im internationalen Vergleich der Zugang zu Wohneigentum in Deutschland deutlich erschwert sei. Der Studie zufolge seien aber nicht neue Fördertöpfe, sondern die Reduktion der Erschwernisse, v. a. die Senkung der Erwerbsnebenkosten und der Grunderwerbsteuer, dringend geboten.

Neue Förderung für selbstproduzierte Solarenergie

Wie die FAZ am 27.4. berichtet, hat das Bundeskabinett eine neue Förderung für Solarstrom beschlossen, um den Absatz von selbsterzeugtem Solarstrom auf Wohnimmobilien an Mieter zu fördern. Vermieter oder von ihnen eingeschaltete Dienstleister, die zusätzliche Anlagen montierten und den Strom ihren Mietern verkauften, erhielten einen Aufschlag von bis zu 3,8 Cent je kWh auf die normale Ökostromförderung. Letztere seien nicht verpflichtet, die Offerte anzunehmen.

Miet- und Kaufpreise steigen weiter

Laut der Preisindexanalyse von empirica sind im Q1 2017 die Mieten in allen deutschen Großstädten außer in Hamburg weiter gestiegen. Hierüber schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 27.4. Bei den Kaufpreisen für neu gebaute Eigentumswohnungen sei in den Landkreisen eine leichte Verlangsamung des Preisanstiegs im Vergleich zum Vorquartal festzustellen, doch im Vergleich zum Q1 2016 seien die Kaufpreise um 6,4 % gestiegen. Im Zwölfmonatsvergleich hätten sich Kaufpreise und Mieten für neu gebaute Wohnungen deutschlandweit um 7,7 % bzw. 3,8 % erhöht. Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäusern seien im Jahresvergleich bundesweit um 7,1 % gestiegen. Dies werde durch die Analyse der Project Investment Gruppe bestätigt, laut der in Berlin die Verkaufspreise für neue Eigentumswohnungen um 9,8 %, in München um 4,9 %, in Hamburg um 9,1 %, in Frankfurt um 6,2 %, in Nürnberg um 7,5 % und in Köln um 14,3 % gestiegen seien. Der Spitzenpreis sei mit 19.028 Euro/qm in Berlin verlangt worden.

Mietpreisbremse wirkt nicht

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ist die Mietpreisbremse nahezu wirkungslos. Das schreibt die FAZ am 28.4. Eine Analyse der Daten des Berliner Internetportals ImmobilienScout24 habe ergeben, dass die meisten der zur Miete angebotenen Wohnungen die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als 10 % übersteige. Dies gelte vor allem für gut ausgestattete, hochwertige und nahe dem Zentrum gelegene Wohnungen.

Hohe Nebenkosten und Mangel an Bauland erschweren den Bau bezahlbaren Wohnraums

Laut einer Studie, die Bundesbauministerium und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung in Auftrag gegeben hat, sind es vor allem die durch den Wettbewerb um Bauland verursachten Preissteigerungen, die den Bau bezahlbarer Wohnungen erschweren. Das schreibt die FAZ am 25.4. Untersucht worden seien die Neubauentwicklungen in Aachen, Dresden, Düsseldorf, Freiburg und Nürnberg. Auch seien mehr Personal in den in den Verwaltungen und die Ausweisung neuer Baugebiete unabdingbar.

Leichter Rückgang bei den Baugenehmigungen

Laut dem Statistischen Bundesamt sind im Januar und Februar 2017 insgesamt 50.700 Neubauten und Umbauten und damit etwa 3500 oder 6,5 % weniger als in den ersten zwei Monaten des Vorjahres genehmigt worden. Das schreibt die WIRTSCHAFTSWOCHE online am 27.4. Die Zahl der Genehmigungen von Mehrfamilienhäusern hingegen sei um 8 % gestiegen.

Vermögen wachsen dank Immobilieneigentum

In Deutschland herrscht laut dem Index der Vermögenspreise des Research-Instituts des Vermögensverwalters Flossbach von Storch (FvS) weiterhin eine hohe Vermögenspreisinflation, schreibt das HANDELSBLATT am 24.4. Das bewirke, dass die Vermögen der Deutschen Ende 2016 preisbedingt um 4,5 % höher gelegen hätten als zwölf Monate zuvor, weil aufgrund der niedrigen Zinsen die kalkulatorische Bewertung künftiger Erträge aus Anlagen gestiegen sei. Die obere Mittelschicht und die Vermögenden hätten im Q4 2016 mit 4,7 % die höchsten Wertsteigerungen ihrer Portfolios gegenüber dem Vorjahr erlebt, die Reichen eine Steigerung von 4,4 % und die untere Mittelschicht von 4 %. Treiber der Wertsteigerungen seien weiterhin vor allem die Immobilienpreise, die um 6,3 % zugelegt hätten. Der Vermögenspreisindex zeige überzeugend, dass die Vermögensverteilung in Deutschland ungleichmäßiger werde, kommentiere Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Das Hauptproblem sei nach wie vor, dass in Deutschland sehr wenige Menschen überhaupt ein Eigenheim oder Aktien hätten und so vom Anstieg der Vermögenspreise profitieren können.

Regulierung ist gut für Crowdinvesting

Über die Diskussion der stärkeren Regulierung des Crowdinvesting schreiben das HANDELSBLATT am 27.4. und der IMMOBILIEN MANAGER am 26.4. online. Jens-Uwe Sauer von Seedmatch begrüße dem IMMOBILIEN MANAGER zufolge, dass eine Regulierung die Professionalisierung der Anbieter und Plattformen fördere: „Ein Prospekt allein ist zwar kein Gütekriterium, aber auf Basis der Prospekte hat ein Anleger mehr rechtliche Sicherheit.“ Sein Unternehmen habe schon für das erste Projekt im Jahr 2015 einen Prospekt erstellt. Michael Stephan von iFunded sage, die bisherige Ausnahme von der Prospektpflicht habe wie ein Geburtshelfer für das Immobilien-Crowd-Funding gewirkt: „Wenn sie zurückgenommen werden sollte, so zeigt das, dass dieses Geschäftsmodell inzwischen ernst genommen wird.“ In der EURO AM SONNTAG 22.4. schreibt Stephan, dass Crowdinvesting im Immobilienbereich eine höhere Anlagesicherheit als Start-Up-Beteiligungen bietet. Dennoch sei eine Regulierung der Branche notwendig. Unter dem Strich sei ein Immobilieninvestment schon jetzt transparenter als die Entwicklung eines Start-Ups. 2016 sei das Kapitalvolumen für Neu- und Umbauprojekte mittels Crowdinvesting um 92,5 % gewachsen.

Studentenwohnungen lohnen sich

Rund 40 % der Studenten wohnen allein oder mit Partner in einer privaten Wohnung, schreibt die WIRTSCHAFTSWOCHE online am 27.4. Da Deutschland bei Studenten aus aller Welt immer beliebter werde und auch Berufseinsteiger, Singles, alleinstehende Senioren und Touristen sich für Mikroapartments interessierten, werde die Nachfrage auf Dauer groß bleiben. In Berlin etwa seien die Mieten für typische Studentenwohnungen laut dem Institut der deutschen Wirtschaft seit 2010 um 42 % gestiegen und lägen nun im Schnitt bei knapp zehn Euro/qm. Weil deutlich zu wenig gebaut werde und vor allem für WGs geeignete Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen fehlten, sei ein Ende der Preisspirale in den kommenden Jahren nicht zu erwarten.

Weltweites Interesse an Premiumimmobilien in Deutschland

Das HANDELSBLATT schreibt am 27.4. über die Vermarktung von Premiumimmobilien in Deutschland. Die Zahl der Hochvermögenden steige Knight Frank zufolge stetig. 2016 hätten 45 % mehr Menschen als zehn Jahre zuvor über mehr als eine Mrd. Dollar Privatvermögen verfügt. Die meisten von ihnen lebten in den USA, gefolgt von Europa und Asien. Doch werde Asien im kommenden Jahrzehnt aufholen und zu den USA aufschließen. Laut Bianca Passlack von Zabel Property kämen 55 % der Käufer im Frankfurter ‚Grand Tower‘ aus dem Ausland: „Insgesamt sind 21 Nationen vertreten.“ Zabel Property habe den ‚Grand Tower‘ erfolgreich auf einer eigens organisierten Roadshow in sieben Städten Asiens und des Mittleren Ostens, darunter Dubai, Doha, Hongkong und Schanghai, präsentiert und werde bald in Istanbul werben. Karl J. Zeller von Bewocon, die den Vertrieb des demnächst entstehenden höchsten Wohngebäude Berlins (‚Alexander‘ am Alexanderplatz) übernommen hätten, sage ähnliches: „Ein Penthouse 150 Meter hoch über dem Alexanderplatz mit fünf Meter hohen Decken muss man weltweit vermarkten.“ Diskretion und ein weit gespanntes Netzwerk mit den richtigen Kontakten seien hierbei unabdingbar, zudem setze Bewocon auf prominente Unterstützung.

Digitaler Wohnungsbau wird Realität

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 27.4. berichtet, arbeiten Christoph Gröner von der CG-Gruppe, Thomas Wolf von RIB und Mike McNamara von Flextronics gemeinsam an einer digital gesteuerten Prozesskette für den Wohnungsbau von der Planung bis zum Abriss. Das Ziel sei, die Bau- und Hauskosten für alle Beteiligten deutlich zu senken. Die in der Autobranche weit fortgeschrittene PC-gesteuerte Fertigungs- und Dienstleistungsmaschinerie solle im großen Stil auf die Bauindustrie übertragen werden. Das Joint Venture YTWO von McNamara und Wolf habe die CG-Gruppe hierfür mit Software für die Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) ausgestattet. Gröner hoffe durch den Einsatz der Software auf ein Einsparpotential von bis zu 20 % bei der Planung und eine Halbierung der Baukosten. Bis 2018 wolle die CG-Gruppe komplett auf das BIM-System umstellen.

DPF investiert in mehr Vielfalt von Seniorenimmobilien

Der Seniorenimmobilienmarkt braucht mehr unterschiedliche Wohnformen für Senioren, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 27.4. Es gebe eine Vielfalt der Bedürfnisse, die berücksichtigt werden müssten, deshalb sei Differenzierung wichtig. Felix von Braun von der DPF AG wolle mit seinem Unternehmen deshalb bis 2020 rund 250 Mio. Euro sowohl in klassische Pflegeheime und Seniorenwohnungen als auch in hochwertige Residenzen investieren, etwa in den Ausbau der Seniorenresidenzlinie Tertianum. Für letztere passende Objekte zu finden sei schwierig, denn der Standort müsse Potenzial bieten. Investitionsdruck aber habe von Braun, der mit einigen institutionellen Anlegern und wohlhabenden Privatiers zusammenarbeite, jedoch nicht.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Interesse an Immobilienkreditfonds nimmt zu

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 27.4. schreibt, scheint das Interesse an Immobilienkreditfonds laut einer Umfrage der Schleus Marktforschung im Auftrag des Bankhauses Donner & Reuschel aus dem Dezember 2016 weiter zuzunehmen. Befragt worden seien 60 Investoren, darunter Versicherungen, Pensionskassen und Stiftungen. Nach Einschätzung von Philipp Wass von Scope werde es aber keinen großen Run auf Kreditfonds wie 2012 und 2013 geben, da der Wettbewerb zwischen Banken und Kreditfonds aufgrund des geringen Margenvorteils der Kreditfonds zu hart sei. Vielmehr sei damit zu rechnen, dass die Anzahl der Fonds zurückgehen werde und sich die großen Akteure weiter am Markt etablieren würden.

BVI Investmentstatistik

Laut der BVI INVESTMENTSTATISTIK zum Stichtag 28.2.2017 sind im Februar dieses Jahres 4,2 Mrd. Euro an neuen Geldern in offene Publikumsfonds geflossen. Das schreibt der BVI in eigener Mitteilung am 19.4. Davon seien auf offene Immobilienfonds 0,5 Mrd. Euro entfallen, womit sie den dritten Platz hinter Mischfonds und Rentenfonds einnähmen.

Investitionsvolumen in deutsche Immobilien steigt deutlich

Einer aktuellen Untersuchung von Cushman & Wakefield zufolge ist für 2017 mit einem weltweiten Umsatz von 1,4 Bio. Dollar zu rechnen und damit nochmals mehr als im Vorjahr. Das schreibt das HANDELSBLATT am 26.4. Grund dafür sei, dass Versicherer und Pensionsfonds unter hohem Anlagedruck stünden, die weltweite Nachfrage nach Immobilien übersteige das Angebot. Deutschland sei bereits 2016 eins der drei wichtigsten Investitionsziele ausländischer Käufer gewesen, 27 Mrd. Dollar seien in deutsche Immobilien investiert worden. Nur in den USA (63 Mrd. USD) und Großbritannien (31 Mrd. USD) sei die Investitionssumme höher gewesen. CBRE habe in den fünf wichtigsten deutschen Städten, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München, im Q1 2017 Kaufverträge im Wert von mehr als 15,8 Mrd. Euro gezählt, was rund 50 % mehr als im Vorjahr sei. Investoren aus dem Ausland schätzten die wirtschaftliche und politische Stabilität Deutschlands.

‚Patrizia Grund-Invest München Leopoldstraße' als gut bewertet

Wie die IMMOBILIEN & FINANZIERUNG am 15.4. schreibt, bewertet Scope den geschlossenen AIF ‚Patrizia Grund-Invest München Leopoldstraße‘ mit „A“. Verantwortlich für die gute Bewertung seien vor allem der über die Fondslaufzeit hinaus laufende Mietvertrag mit einem gemeinnützigen Verein und der erfahrene Asset Manager.

Real I.S. baut internationales Geschäft aus

Die IMMOBILIEN ZEITUNG schreibt am 27.4. über das Interesse der Real I.S. an Investitionen auch im internationalen Raum. Allen Investments werde ein hausinternes Scoring zugrunde gelegt, das den Risiken die Renditeaussichten gegenüberstelle. Deutschland bietet meistens die beste Dynamik-Risiko-Relation, doch auch Australien, Irland, die Niederlande und Schweden seien als attraktiv einzustufen. Ebenso die USA, wo man voraussichtlich demnächst mit Unterstützung eines Partners vor Ort Immobilien kaufen wolle.

Kommt ein Mietwohnungsfonds von Commerz Real?

Commerz Real denkt darüber nach, einen Fonds mit traditionellen Mietwohnungen aufzulegen, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 27.4. Derzeit sondiere man den Wohnungsmarkt und die Stimmung unter möglichen Kunden. Den Vorteil deutscher Mietwohnungen als Investitionsziel sehe Johannes Anschott von Commerz Real in der langfristig stabilen Nachfragedynamik. Noch immer werde deutlich weniger neu gebaut werde als nötig. „Außerdem lassen sich zusätzliche Erträge aus Wertsteigerungsmaßnahmen wie Modernisierung oder Nachverdichtung ziehen“, sage Anschott. Dafür seien Zukäufe ebenso denkbar wie strategische Partnerschaften mit Asset-Managern oder Bauträgern Es gehe darum, die Expertise intern und extern auszubauen.

VERSCHIEDENES

Upgrade für Supermärkte und Discounter

Markus Wotruba von der BBE Handelsberatung schreibt in der IMMOBILIEN & FINANZIERUNG 08-2017 über die erfolgreiche Entwicklung der Supermärkte und Discounter in den vergangenen zehn Jahren. Diese setzten bei der Weiterentwicklung ihrer Konzepte zunehmend auf das Konzept des Trading-Up. Der Trend zur Premiumfiliale mit einer Betonung der Themen Frische und Gastronomie halte an. Weitere Strategien seien der Ausbau des Onlinehandels sowie die parallele Platzierung von Marken- und Eigenprodukten. Trotz Internethandel sei die stationäre Geschäftsvertretung immer noch wichtig, allerdings ziehe sich der Handel immer mehr aus der Fläche zurück.

Pflegestärkungsgesetz II birgt Risiken für Heimbetreiber

Das Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetz II könnte Pflegeheime benachteiligen und die Neubautätigkeit in diesem Sektor bremsen, schreibt Jens Nagel von Hemsö in der CAR€ INVEST 8/17. Durch die Einführung von fünf Pflegegrade statt drei Pflegestufen seit Jahresbeginn erhielten die Heime zwar für Bestandsbewohner höhere Zuschüsse, doch bei Nachbelegung könne es zu Finanzdefiziten kommen, wenn der neue Bewohner den Pflegegrad neu erhalten habe. Auch sei der sogenannte einrichtungseinheitliche Eigenanteil für weniger pflegebedürftige Patienten ein Anreiz, ambulante Pflegeangebote zu wählen.

Mikroapartments nach wie vor stark nachgefragt

Obwohl einer IW-Studie zufolge zu wenig Zwei- bis Vierzimmerwohnungen in den Städten entstehen, wäre es trotzdem kurzsichtig, der Wohnform Mikroapartments nicht ausreichend Bedeutung beizumessen, schreibt Thomas Zabel von Zabel Property in DIE IMMOBILIE am 28.4. Bedarfsermittlungen bildeten häufig nicht die Realität ab, denn ihre Ergebnisse basierten auf Befragungen von Endnutzern. Viele wünschten sich mehr als ein Zimmer, doch in Zeiten steigender Miet- und Kaufpreise sei dies nicht immer realisierbar. Zudem bestünden heute andere Ansprüche an Mobilität und Flexibilität, die durch bezahlbare Mikroapartments in urbaner Lage erfüllt würden.

Modernisierung ist wichtig für Mieterbindung

Thomas Meyer von Wertgrund schreibt in der WOHNUNGSWIRTSCHAFT HEUTE vom April 2017 über Modernisierungsmaßnahmen zum Schutz vor Gentrifizierung. Durch gute Wohnkonzepte könne eine langfristige Mieterbindung erreicht und dem Verfall von Wohnkomplexen vorgebeugt werden. Ein gutes Verhältnis aus Mieteinheiten, Eigentumswohnungen und Einzelhandelsflächen erhöhe die Lebensqualität ebenso wie Freizeit- und Kulturangebote.

Das Potenzial der B-Städte

Für Till Schmiedeknecht von BGP Asset Management bleibt Deutschland auch 2017 ein attraktiver Investitionsstandort, sofern man eine passende Strategie habe, schreibt er in CASH IMMOBILIEN 5/2017. B-Städte hätten ein hohes Entwicklungspotenzial. Teils ließen sich Renditen zwischen 4 % und 8 % erzielen, zudem sei das Flächenangebot stabil. Zwischen 2011 und 2016 sei ein Anstieg der Miet- und Kaufpreise von 10 % bis 30 % in ostdeutschen Groß- und Mittelstädten zu verzeichnen gewesen. Eine passende Strategie berücksichtige neben der Mikrolage auch alternative Nutzergruppen wie Studenten, Berufspendler oder Ruheständler.

Mehr Kreativität im Einzelhandel

Joachim Stumpf von der BBE Handelsberatung schreibt am 25.4. in HANDELSIMMOBILIEN HEUTE über Möglichkeiten der Wiederbelebung des Einzelhandels. Digital vernetzte Modelle mit Multi- und Cross-Channel-Angeboten schüfen innovative Einkaufserlebnisse. Innovationsreichtum und Fantasie seien insbesondere beim nichtfilialisierten Fachhandel gefragt. Weitere Möglichkeiten seien Kundentreueprogramme, umfassende Kulanz und gastronomische Angebote. Bis 2025 werde der Marktanteil des nichtfilialisierten Einzelhandels auf 10 % sinken, während der Onlinehandel seinen Anteil in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich auf 20 % verdoppeln werde.

Rainer Zitelmann

Dr. Dr. Rainer Zitelmann www.rainer-zitelmann.de

Buchtipp: Was ist liberal?
Eine kurze Einführung in den Liberalismus

Eamon Butler, Wie wir wurden, was wir sind. Einführung in den klassischen Liberalismus, Edition Prometheus, FinanzBuch Verlag 2017, 153 Seiten.

Was ist liberal? Heute wird der Begriff oft missverständlich verwendet. In den USA ist er gleichbedeutend mit „sozialdemokratisch“, in Deutschland kann man oft hören, die „Grünen“ seien angeblich liberal (obwohl keine Partei so viel von Verboten spricht wie sie).

Zehn liberale Prinzipien
Dieses Büchlein ist als Einführung in die Ideenwelt des Liberalismus hervorragend geeignet. Mit einfachen Worten erklärt der Autor, was die Grundlagen des Liberalismus sind – und wo er seinen historischen Ursprung hat. Im Mittelpunkt des Liberalismus stehen der Begriff der Freiheit und ein Misstrauen gegen einen zu starken Staat. Wie ein liberales Manifest lesen sich die „Zehn Prinzipien des klassischen Liberalismus“ (S. 30 ff.):

1. Im Zweifel für die Freiheit

2. Vorrang des Individuums vor dem Kollektiv

3. Minimierung von staatlichem Zwang

4. Toleranz

5. Beschränkte und repräsentative Regierung

6. Herrschaft des Rechtes. Rechtsstaatlichkeit soll die Macht der Politik beschränken.

7. Die spontane Ordnung ist allen konstruierten Systemen (wie etwa der Planwirtschaft) überlegen.

8. Wohlstand wird durch Privateigentum, Handel und freie Märkte erzeugt.

9. Zivilgesellschaft: Vereine, Zusammenschlüsse, Religionsgemeinschaften usw. sind ein Puffer zwischen Individuen und Regierungen.

10. Gemeinsame menschliche Werte

Freiheit und spontane Ordnung
Wesentlich ist die Idee der spontanen Ordnung. Liberale sind dagegen, ideale staatliche Systeme zu konstruieren. So wie Sprachen mit ihren grammatischen Regeln nicht von Politikern oder Intellektuellen erfunden bzw. erdacht wurden, sondern sich spontan entwickelt haben, so entwickeln sich auch gesellschaftliche und ökonomische Systeme besser spontan als durch Konstruktionen, die sich Intellektuelle oder Politiker so gerne ausdenken. Die Erfahrung zeigt: „Jedes Mal, wenn Menschen versucht haben, eine vorgeblich ‚vernünftige‘ Gesellschaft zu schaffen, endete dies in einer Katastrophe.“ (S. 56)

Nach der liberalen Vorstellung endet die Freiheit des Menschen dort, wo er die Freiheit seiner Mitmenschen einschränkt. Aufgabe des Staates ist es jedoch nicht, beispielsweise die Menschen vor „unvernünftigem“ Verhalten zu schützen, mit dem sie nur sich selbst schaden. „Natürlich können wir die religiösen Überzeugungen anderer Menschen verabscheuen, ihre politischen Ansichten ablehnen, ihren Lebensstil schrecklich, ihr Verhalten unmöglich und ihr Benehmen widerwärtig finden. Wir können durch ihre Ideen und Meinungen auch schockiert sein. Wir können uns Sorgen machen, dass sie ihrer eigenen Gesundheit durch Drogen oder ihrer eigenen Zukunft durch ihr unsoziales Verhalten schaden. Doch all dies sind keine Gründe, Gewalt einzusetzen bei dem Versuch, sie dazu zu bringen, anders zu handeln. Klassische Liberale sagen, dass die Überzeugungen, das Verhalten, der Lebensstil oder die moralischen Entscheidungen von Menschen keinem Verbotssystem unterliegen dürfen, das die drastische Zwangsgewalt des Staates für sich nutzt.“ (S. 64)

Schon der liberale Vordenker John Stuart Mill (1806 – 1873) argumentierte: Wenn wir anfangen, Dinge zu verbieten, die nachweisbaren Schaden weder hervorrufen noch hervorzurufen drohen, werden wir über kurz oder lang alles verbieten. Es gehört nicht zu den Aufgaben des Staates, jemandem einen bestimmten Lebensstil vorzuschreiben, eine bestimmte Religion zu bewerben oder sich für einen bestimmten ethischen Kodex einzusetzen (S.72). Mill argumentierte, dass es viele positive Gründe gibt, warum wir unterschiedliche Meinungen eher begrüßen sollten, statt sie zu zensieren. Individualität, Originalität, Innovation und verschiedenartige Ideen waren in seinem Verständnis Motoren des menschlichen Fortschritts (S. 67).

Ein liberales Argument gegen staatliche Eingriffe – in das gesellschaftliche wie in das wirtschaftliche Leben – ist, dass sie oft das Gegenteil dessen bewirken, was beabsichtigt wird. „So hat zum Beispiel der Versuch, Diskriminierung am Arbeitsplatz zu vermeiden und zu garantieren, dass Leistung angemessen gewürdigt wird, zu ‚positiver Diskriminierung‘ geführt, sodass nun Menschen eingestellt werden, weil sie bestimmten Quoten entsprechen – und nicht aufgrund ihrer Leistung.“ (S. 69)

Liberale und die Demokratie
Liberale sehen zwar in der Demokratie die vergleichsweise beste Ordnung, verkennen aber nicht die Gefahren. Schon Mill warnte vor der „Tyrannei der Mehrheitsmeinung“. Wahlen dienen nach liberalem Verständnis weniger dazu, „um unsere Anführer auszuwählen, sondern um sie zu beschränken“ (S. 86). „Bei Wahlen geht es nicht so sehr darum, gute Anführer auszuwählen, sondern darum, schlechte loszuwerden“ – eine Formulierung, die mir sehr gut gefallen hat (S. 33 f.).

„Eine echte repräsentative Demokratie ist nicht dasselbe wie eine durch eine Wahl bestimmte Diktatur und sollte sich auch niemals in diese Richtung entwickeln dürfen.“ (S. 84) Eine Warnung, die in Zeiten von Erdogan, Trump usw. eine hohe Aktualität hat. Liberale sind Demokraten, doch sind sie „skeptische Demokraten“. Denn der demokratische Prozess ist kein Prozess, der unterschiedliche Interessen in Einklang bringt (wie es etwa Märkte tun), sondern einer, in dem wir uns zwischen widerstreitenden Interessen entscheiden – eine Entscheidung, bei der nur eine Seite gewinnen kann. „Dieser Prozess wird getrübt durch die Eigeninteressen der Wähler, der Repräsentanten und der Bürokraten. Er kann höchst irrationale Ergebnisse zeitigen. Und allzu oft führt er dazu, dass Minderheiten ausgenutzt und ihre Freiheiten eingeschränkt werden – alles im Namen der Demokratie.“ (S. 83)

Der Mythos der „sozialen Gerechtigkeit“
Mit dem Begriff „soziale Gerechtigkeit“, der heute in aller Munde ist, können Liberale nichts anfangen, da völlig unklar ist, was damit gemeint sein soll. Meistens ist eine umfassende Umverteilung von Wohlstand und Einkommen gemeint. Liberale lehnen es zwar nicht ab, wenn der Staat kurzfristige Nothilfe gewährt, aber sie sind gegen eine dauerhafte Umverteilung. „Das heißt freilich nicht, dass es den Armen in einer klassisch liberalen Gesellschaft schlechter geht. Freie Gesellschaften sind meist auch reichere Gesellschaften, und es ist besser, arm in einem reichen Land zu sein als in einem, das vor die Hunde gegangen ist.“ (S. 81)

„Den“ Liberalismus gibt es natürlich nicht, wie der Autor häufig betont. Das Spektrum reich von Libertären (die manche Gemeinsamkeiten mit Anarchisten haben) bis zu Konservativen. Sie alle eint die Liebe zur Freiheit, die Überzeugung von der Überlegenheit des Marktes gegenüber dem Staat und generell eine Skepsis gegenüber staatlicher Bevormundung. Dabei räumen Liberale dem Staat durchaus eine wichtige Funktion ein – die Gewährung der inneren und äußeren Sicherheit, der Schutz des Eigentums, die Durchsetzung abstrakter rechtsstaatlicher Normen.

Wie steht der Liberalismus heute da? „In vielen Ländern mag inzwischen erkannt worden sein, dass Staatswirtschaft scheitern muss, und es wurden staatliche Industrien privatisiert. Doch der unmittelbare Besitz durch den Staat ist ersetzt worden durch eine wuchernde Regulierung.“ (S. 122) Damit ist in der Tat eine große Gefahr beschrieben: Das Eigentum wird zwar nicht verstaatlicht, aber die Beschränkung in der Verfügung darüber wird so weit eingeschränkt, dass am Schluss ein bloßer Rechtstitel bleibt, aber die wesentlichen Merkmale Schritt für Schritt aufgehoben werden.

Das Buch ist eine sehr gute Einführung in die Grundgedanken des Liberalismus. Der Autor spricht immer vom „Klassischen Liberalismus“, aber dieser Zusatz ist im Grunde als Unterscheidung nur im angelsächsischen Sprachraum wichtig. Sogenannte Liberale, die die hier beschriebenen Gedanken ablehnen, sind aus meiner Sicht gar keine Liberalen.

Im 10. Kapitel werden die wichtigsten liberalen Denker kurz portraitiert, also z. B. Locke, Smith, Mill, Hayek, Rand, Friedman und Buchanan. Der Band enthält zudem ein Vorwort von Frank Schäffler und ein Nachwort von Clemens Schneider vom Prometheus Freiheitsinstitut, das diesen Band herausgegeben hat. „Der Klassische Liberalismus“, schreibt Schäffler, „wird nur dann erfolgreich sein, wenn er sich nicht auf das konzentriert, was jetzt politisch opportun ist, sondern konsequent für die Herrschaft des Rechts und die Selbstverantwortung des Bürgers eintritt.“ Dem Buch wünsche ich viele Auflagen, allerdings wurde der Titel nicht gut gewählt – der Leser kann damit nichts verbinden. „Was heißt liberal?“ wäre ein treffender Titel für eine Neuauflage.

Jetzt vorbestellen: Die Autobiografie von Dr. Dr. Rainer Zitelmann, in der ausführlich seine Zeit als Maoist und die Wandlung zum Nationalliberalen beschrieben wird: „Wenn du nicht mehr brennst, starte neu!“

Zitat der Woche

„Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen.“

Augustinus von Hippo, römischer Philosoph

Begeisterung ist ansteckend. Nur wer selbst begeistert von etwas ist, kann auch andere begeistern. Und nur wer andere zu begeistern vermag, kann im Leben etwas bewegen. Die erfolgreichsten Verkäufer sind diejenigen, die sich für ihr Produkt selbst begeistern. Menschen, die von ihren Ideen begeistert sind, können auch andere Menschen leichter für diese Ideen gewinnen. Was begeistert Sie? Trauen Sie sich, Ihre Begeisterung zu zeigen? Wann haben Sie das letzte Mal andere Menschen mit Ihrer Begeisterung angesteckt?

140 weitere Zitate und Kommentare finden Sie in dem Buch „Worte des Erfolges“ von Dr. Dr. Rainer Zitelmann. Bestellen Sie das Buch bei info@pb3c.com

Termine

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Ankaufskriterien von Investoren für Projektentwicklungen im Wohnungsneubau (Forward-Deal)

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich deutschlandweit an Projektentwickler im Bereich Wohnungsneubau und weitere Investoren, die in den Wohnungsneubau investieren.

Referenten: Lutz Wiemer (HanseMerkur Grundvermögen AG), Maik Rissel (Family Office Bank Marcard, Stein & Co AG), Florian Mundt (Deutsche Investment Kapitalanlagegesellschaft mbH), Christoph Geirhos (Bayerische Versorgungskammer), Jochen Worringen (CORPUS SIREO / Swiss-Life-Fonds), Martin Eberhardt FRICS, Bouwfonds Investment Management), Thomas Meyer (WERTGRUND Immobilien AG), Nikolas Jorzick CFA MBA (HAMBURG TEAM Investment Management GmbH), Christoph Thumm (Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH), Fabian Klingler (Aberdeen Asset Management Deutschland AG). Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.
Themen: Die wichtigsten Investoren aus ganz Deutschland stellen sich bei dieser Veranstaltung vor. Sie nennen ihre Ankaufskriterien (Lagen, Projektvolumen, Einkaufsfaktoren etc.), zeigen Beispiele von bereits durchgeführten Transaktionen und geben Informationen zur Abwicklung von Forward-Deals.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 4. Mai 2017 im Steigenberger Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht

Zielgruppen: Diese Veranstaltung, die wir bereits zum achten Mal durchführen, richtet sich an alle Marktteilnehmer, die professionell Immobilien kaufen und verkaufen. Sie vermittelt an zwei Tagen sowohl Grundlagen als auch Wissen zu aktuellen Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht. Kommen sollten Projektentwickler, Bauträger, Investoren, Asset-Manager, Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, Transaktionsberater, Makler, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Referenten: Dr. Peter Decker ist Rechtsanwalt und Partner von Gibson, Dunn & Crutcher LLP und berät in nationalen und internationalen Immobilientransaktionen. Er ist qualifiziert als Chartered Surveyor (MRICS) und leitet die Real Estate Praxis im Münchner Büro von Gibson Dunn, eine der führenden internationalen Anwaltskanzleien mit Sitz in Los.
Dr. Christian Schmidt ist Rechtsanwalt und seit 2014 Mitarbeiter in der Steuerabteilung der Deutschen Pfandbriefbank AG. Zuvor war er 14 Jahre als Rechtsanwalt für die internationale Anwaltssozietät Shearman & Sterling LLP und Gibson, Dunn & Crutcher LLP auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Steuerrechts tätig. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehört u.a. das Immobiliensteuerrecht.

Themen: 1. Tag: Steuerliche Strukturierung der Transaktion: Asset Deal; Steuerliche Aspekte einer Immobilientransaktion; Asset Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Asset Deal aus Sicht des Erwerbers (Abschreibung der Anschaffungskosten); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtige Rechtsgeschäfte, Bemessungsgrundlage, Steuerausnahmen); Umsatzsteuer (Geschäftsveräußerung im Ganzen, Umsatzsteueroption); Haftung (Betriebssteuern, Grundsteuer, Haftungsregelung im Kaufvertrag). Steuerliche Strukturierung der Transaktion – Share Deal: Share Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Share Deal aus Sicht des Erwerbers (Abzugsfähigkeit der Akquisitionsfinanzierung, Schicksal der Verlust- und Zinsvorträge); Besteuerung mit Auslandsbezug; Umsatzsteuer (Umsatzsteuerfreiheit des Share Deals); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtigkeit der Anteilsübertragung und Anteilsvereinigung; gem. §§ 1 Abs. 2a, Abs. 3 und Abs. 3a GrEStG, Strukturierungsmöglichkeiten); Haftung (Steuerklausel im Kaufvertrag); Mögliche Änderungen zur Grunderwerbsteuer bei Share Deals – wie können Investoren ggf. vorausschauend darauf reagieren? Vereinbarungen im Vorfeld der Transaktion: Letter of Intent, Memorandum of Understanding, Term Sheet, Exklusivitätsvereinbarung; Vertraulichkeitsvereinbarung. Due Diligence: Käufer Due Diligence/Verkäufer Due Diligence; Red Flag List; Executive Summary; Report; Datenraumanforderungen. Asset Deal: Kaufgegenstand (Bestimmtheit, Dingliche Belastungen, Bauverpflichtung); Kaufpreis (Gestaltung, Fälligkeit, Sicherstellung, Verkäuferdarlehen); Dingliche Sicherung der Kaufpreisfinanzierung (Belastungsvollmacht, Sicherstellung der Löschung); Übergang von Vertragsverhältnissen (Mietverhältnisse, Service Verträge, Versorgungsverträge, Nachvereinbarungen); Garantiehaftung versus Haftungssystem des BGB; Rechtsfolgen der Haftung (Basket, Cap, Selbstbehalt, Vertragsstrafen); Übergang von Nutzen und Lasten; Rücktrittsrechte (Verzug des Käufers, Nichteintritt der Fälligkeitsvoraussetzungen, Rechtsfolgen); Auflassungsvormerkung und Auflassung; Kostenregelung; Zusammenschluss-kontrolle.
2. Tag: Share Deal – Ankauf einer Immobilie: Abgrenzung zum Asset Deal; Anwendbares Recht; Sprache der Transaktionsdokumente; Erforderlichkeit der notariellen Beurkundung; Kaufpreisgestaltung, Ablösung von Verbindlichkeiten und Kaufpreisanpassung; Physisches Closing versus reales Closing; Haftungssystematik beim Share Deal; Optionsvereinbarungen. Joint Venture für ein Immobilienprojekt: Arten von Immobilien-Joint Ventures; Wirtschaftliche Grundlagen von Joint Ventures (Objektbeschaffung, Asset Management, Exit, Budget); Die Joint Venture Vereinbarungen (Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen, Geschäftsbesorgungsverträge, Leistungsverträge); die Master Vereinbarung. Fortsetzung Joint Venture bezogen auf ein Immobilienprojekt: Gesellschaftsrechtliche Regelungen (Kapitalausstattung, Stimmrechte, Tag along, Drag along, Vorkaufsrechte, Gewinnverteilung); Geschäftsbesorgungsverträge (Verwaltung des Joint Ventures, Beschaffung, Verwaltung, Wertschöpfung, Finanzierung, Verkauf). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 10. und 11. Mai im THE WESTIN GRAND in Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Praxis-Seminar: Welche Wohnungsgrundrisse und welche Extras sind bei Käufern heute gefragt? Erfahrungsberichte von Projektentwicklern

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Investoren im Wohnungsneubau, Vertriebe und Architekten und finanzierende Banken. Lernen Sie aus der Praxis, was sich bewährt hat – und was nicht. Erfahrene Projektentwickler berichten anhand von Beispielen, was gut funktioniert hat – und was nicht.

Referenten: Henrik Diemann (Metropol Grund GmbH), Raimund Adameck (PANDION AG), Manuel Skorbier (ISARIA Wohnbau AG), Helmut Kunze, (Bonava Deutschland GmbH), Fabian von Köppen (GARBE Immobilien-Projekte GmbH), Claus Baumgartl / Lars Neubauer (Investa Projektentwicklungs- und Verwaltungs GmbH), Marcus Keller (BPD Immobilienentwicklung GmbH), Markus Feldt (Zabel Property AG), Alexander Happ (BUWOG Group), Carsten Sellschopf (formart GmbH & Co. KG), Christoph Gröner (CG Gruppe AG), Roderick Rauert, (LBBW Immobilien). Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Die Referenten stellen am Beispiel von zwei bis drei Projekten dar: Erfahrungen mit Grundrissen – was hat sich bewährt, was nicht? Welche Extras (Energie, Haustechnik, Smart Home etc.) kamen im Vertrieb gut an, welche nicht? Abverkaufszeiten, Erfahrungen mit Sonderwunschmanagement und Lehren für künftige Projekte.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 16. Mai im Intercontinental Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

IREBS Immobilienakademie
BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Basisseminar: Projektentwicklung

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an (neue) Mitarbeiter von Projektentwicklern / Bauträgern / Projektsteuerern, Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (v. a. jene, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Mitarbeiter von Generalunternehmern / Bauunternehmen. Wenn Sie mehr als drei Mitarbeiter Ihres Unternehmens anmelden, erhalten Sie ab dem vierten Mitarbeiter einen Rabatt von 30 %. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

Referenten: Dr. Philipp Feldmann (Cilon GmbH) und Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer. Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Am ersten Tag werden folgende Themen behandelt: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen, Definition, klassische Aufgaben); idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte); der Markt für Projektentwickler (Typen, Strategien, Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse, Wettbewerbsanalyse, Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ bis hin zur dynamischen Developer-Rechnung). Am zweiten Tag geht es um Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht, Grundstücksanalyse, Untersuchungen vorhandener Bausubstanz); Planungskonzepte (Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung, Bildung von Gebäudemodellen, Gebäudeplanung); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI, Baukostenplanung in der Projektentwicklung, Rahmenterminplanung); Management von Bauprojekten (Projektanalyse als Einstieg, Projektorganisation, Leistungsbilder).

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 31. Mai und 1. Juni im The Westin Grand Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung Intensivseminar: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobiliensteuerrecht (Schwerpunkt Grunderwerbsteuer- / Grundsteuer-Reform)

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Rechtsanwälte / Steuerberater und Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, wird zum 14. Mal durchgeführt und bekam stets Bestnoten von den Teilnehmern. Es können beide Tage einzeln oder auch zusammen gebucht werden.

Referenten: Hans-Joachim Beck, Vorsitzender Richter Finanzgericht Berlin-Brandenburg a. D. / Leiter Abteilung Steuern IVD und Dr. Kai Tiede, Richter am Finanzgericht Berlin-Brandenburg

Themen: Dieses Mal werden zwei besonders wichtige und aktuelle Themen behandelt. Am ersten Tag werden die Reform der Grundsteuer (die Systematik der Grundsteuererhebung und die Bewertung der Grundstücke) und die geplante Reform der Grunderwerbsteuer (Überblick über die der Grunderwerbsteuer unterliegenden Erwerbsvorgänge und die aktuelle Rechtsprechung zur Grunderwerbsteuer, Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer, Grunderwerbsteuer bei Share Deals – die derzeitigen Regelungen sowie Fragen wie: Unter welchen Voraussetzungen wird derzeit Grunderwerbsteuer ausgelöst, wenn Anteile an grundbesitzenden Gesellschaften übertragen werden? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, um solche Anteile ohne Belastung mit Grunderwerbsteuer zu übertragen? Welche Steuerbefreiungen können in Anspruch genommen werden? Wie wird der Grundstückswert ermittelt? Welche Änderungen für Share Deals werden derzeit diskutiert? Wie kann in Verträgen bei Forward-Deals vorbeugend auf mögliche geplante Änderungen reagiert werden?) behandelt. Auch geht es um die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen bzgl. Wohnimmobilienkreditrichtlinie, aktuelle Rechtsprechung zum Immobiliensteuerrecht und aktuelle Verwaltungsanwei­sungen zum Immobiliensteuerrecht. Am zweiten Tag geht es um die Einkommensteuer (Anschaffung eines Grundstücks, Vermietung des Grundstücks, Modernisierung, Gewerblicher Grundstückshandel, Verlustausgleichsbeschränkung (§ 15 b EStG), Erhöhte Absetzungen bei Immobilien unter Denkmalschutz und im Sanierungsgebiet, Finanzierungskosten, Geschlossene Fonds, um den § 23 EStG – Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften, u, die Gewerbesteuer (die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 GewStG)), die Umsatzsteuer (Das Prinzip der Umsatzsteuer, Vermietung des Grundstücks, aktuelle Probleme bei der Aufteilung der Vorsteuern, Veräußerung eines Grundstücks, § 13 b UStG, reverse charge) und die Erbschaft- und Schenkungsteuer (Bewertung des Grundbesitzes, Verschonung des Betriebsvermögens, sachliche Befreiung für das Familienwohnheim, gemischte Schenkung, Kritik des BVerfG und geplante Änderungen). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 19. und 20. Juni im Maritim Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de