Kommentar am Montag

Lars Scheidecker EY Real Estate

Wenn Logistik-Immobilien in die Luft gehen

Amazon hat in den USA ein Patent auf ein fliegendes Warenlager erhalten. Die jetzt veröffentlichte Patentschrift beschreibt ein „Airborne fulfillment center“ (AFC), aus dem unbemannte Drohnen Bestellungen ausliefern.

Hier wird der Todesstern des Online-Handels geplant – so hieß es kürzlich über einen E-Commerce-Giganten aus den USA, der einst mit dem Verkauf von Büchern begonnen hat und heute mehr oder weniger alles liefert. Dazu gab es Zeichnungen, die vom Patentamt kamen. Den Zeichnungen zufolge könnte man auch von einer fliegenden Logistik-Immobilie reden:

Von einem riesigen Warenlager, das mehr als zehn Kilometer über der Lieferregion schwebt, werden Paketdrohnen mit den entsprechenden Bestellungen bestückt und nach unten zu ihren jeweiligen Zielorten ausgesandt. Die öffentliche Aufregung war groß. In der Immobilienwirtschaft war sie eher klein. Zu Recht?

Würde die Idee konsequent weiter verfolgt, so könnte dies die heutigen städtebaulichen Strukturen massiv verändern. Betroffen wären wohl vor allem regionale Auslieferungszentren, die seit einiger Zeit immer näher an die Metropolregionen rücken und auch immer häufiger direkt in den Städten zu finden sind. Näher am Kunden. Denn im E-Commerce kommt der sogenannten letzten Meile eine besondere Bedeutung zu: Auf sie entfallen mitunter 50 % der gesamten Lieferkosten, und E-Commerce-Unternehmen sind hier um mehr Effizienz bemüht. Zum Vergleich: Die erste Meile beziehungsweise das Sortieren der Ware schlagen nur mit etwa 10 % zu Buche. Und weniger.

Kämen solche Luftimmobilien, würden die regionalen Zentren in der heutigen Form für die großen Online-Händler obsolet. Zumindest wäre absehbar, dass der Bedarf an konventionellen Bodenflächen sinkt. Und weil die großen Händler auch für extrem viele kleine Unternehmen die Auslieferung übernehmen, hätte dies eine gewisse Kettenreaktion zur Folge: Man müsste sich im größeren Stil Gedanken um die Nach- oder Umnutzung am Boden machen. Je nach Lage und je nachdem, wie sich die wirtschaftliche Situation zu jenem Zeitpunkt darstellt, böten sich dabei Chancen oder Risiken. Chancen auf eine ökonomisch höherwertige Nutzungsart oder aber das Risiko, dass die Immobilien leer stehen.

Sicherlich: Es sprechen viele Punkte gegen fliegende Logistik-Immobilien. Meiner Meinung nach vor allem regulatorische Punkte, gerade in Deutschland. Wer die Genehmigungsschwierigkeiten kennt, die selbst namhafte deutsche Logistik-Dienstleister mit Paketkoptern haben, der kann sich vorstellen, dass sich solche Schwierigkeiten im Falle eines schwebendes Lagers, das möglicherweise ein Gewicht von mehreren hundert Tonnen aufweist, noch einmal potenziert. Aber sicher sein, dass sich die Idee nicht in irgendeiner Form doch durchsetzt, dürfen wir uns keineswegs. So absurd das alles klingen mag: Immerhin sind die Pläne patentiert, und die großen Technologieunternehmen der USA haben ihr disruptives Potenzial immer wieder aufs Neue bewiesen.

Dieser Artikel erschien bereits am 7.4. auf DIE IMMOBILIE.

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MARKT-NEWS

Reaktionen auf die Baurechtsnovelle

Über die Reaktionen auf die kürzlich vom Bundesrat beschlossene Baurechtsnovelle schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.4. ausführlich. Die Reaktionen aus Großstädten mit Wohnungsknappheit lasse sich mit „Immerhin“ zusammenfassen. Es sei kein großer Wurf, aber ein Schritt in die richtige Richtung, sage die Münchner Stadtbaurätin Elisabeth Merk. Die Hamburger Stadtentwicklungsbehörde spreche von einer „entscheidenden Änderung im Städtebaurecht“. Vor allem die neue Lärmregelung gehe Planern und Entwicklern nicht weit genug. Viele Planer, Entwickler und Verbände wie der ZIA plädierten dafür, mehr technischen Lärmschutz zuzulassen und dafür die in der TA Lärm festgelegte Messmethode für Gewerbelärm der für Verkehrslärm anzupassen. Nun komme wohl eine Erhöhung der zulässigen Tageswerte um 3 dB(A). Der Kompromiss gehe in Ordnung, sage Dr. Andreas Mattner vom ZIA.

Steigender Umsatz, steigende Preise

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.4. schreibt, hat die Anzahl der gehandelten Wohneinheiten im Q1 2017 mit rund 27.700 die des Vorjahresquartals um 20,4 % übertroffen. Nachdem zuletzt offene Immobilienfonds und Spezialfonds die aktivsten Käufer auf dem Transaktionsmarkt für Wohnportfolios gewesen seien, hätten sich nun laut NAI apollo wieder die Immo-AGs und Reits mit einem Ankaufsvolumen von 1,3 Mrd. Euro (34,7 %) an die Spitze gesetzt. Der Preis pro gehandelte Wohneinheit sei im Quartalsschnitt auf rund 130.000 Euro gestiegen (gegenüber 95.000 Euro im Vorjahresquartal. Die Gründe für diese neuen Spitzenwerte lägen CBRE zufolge „im Wesentlichen im zunehmenden Handel von hochpreisigen Portfolios, darunter besonders Neubauentwicklungen, die in und um die Metropolregionen realisiert werden und aufgrund hoher Grundstücks- und Baupreise eher das gehobene Segment bedienen“. Dr. Lübke & Kelber gehe davon aus, dass im Gesamtjahr 2017 trotz Angebotsknappheit und steigender Preisniveaus ein reger Handel auf dem Wohninvestmentmarkt stattfinden werde, sodass das Vorjahresergebnis von rund 13,5 Mrd. Euro noch übertroffen werden werde. CBRE erwarte, dass das Marktgeschehen in diesem Jahr von einem zunehmenden Handel an Neubauentwicklungen in den Größenordnungen zwischen 20 Mio. Euro und 100 Mio. Euro geprägt werde.

Mangel an Studentenwohnraum lässt die Preise steigen

Wie die FAZ und DIE WELT am 12.4. schreiben, sind laut einer Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Deutsche Real Estate Funds (DREF) in Zusammenarbeit mit mehreren Online-Portalen vor allem in Berlin die Mieten für Studentenwohnungen gestiegen. Dort hätten sie im H2 2016 57 % höher gelegen als im H1 2010. In München habe der Anstieg 43 % betragen. Eine typische 30 qm große Studentenwohnung werde in Leipzig im Schnitt für 322 Euro vermietet, in München für 634 Euro. Die tatsächlichen Mietpreise lägen aber weit auseinander. Im Schnitt seien die Mieten in den 15 untersuchten Städten um 25 % gestiegen. Der Hauptgrund für die Preiserhöhungen sei, dass in der Vergangenheit am Bedarf vorbeigebaut worden sei.

Marktmacht privater Wohnkonzerne wird überschätzt

Die Marktmacht der privaten Wohnungsunternehmen ist geringer als oft angenommen, schreibt DIE WELT am 13.4. Der Berliner Mieterverein habe der Deutsche Wohnen „expansive Mieterhöhungsstrategien“ vorgeworfen. Von den gut 41 Mio. Wohnungen in Deutschland entfielen aber nur rund 15 % auf private Wohnungsunternehmen, erkläre Günther Vornholz von der EBZ Business School Bochum. Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft sehe nicht, dass die Mieten bei den Privaten stärker stiegen als woanders. Seine Auswertung auf Basis von 300.000 Wohnungsinseraten in den zehn größten Städten Nordrhein-Westfalens habe ergeben, dass die Durchschnittsmieten bei privaten Wohnungsunternehmen ähnlich hoch wie etwa bei öffentlichen Verwaltern seien.

Deutscher Fertigbau steigert Umsatz

Laut dem Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) haben die 47 Mitgliedsunternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von insgesamt 2,25 Mrd. Euro (+ 16 % gegenüber 2015) erwirtschaftet. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.4. Im vergangenen Jahr seien 19.051 Ein- und Zweifamilienhäuser und damit 6,4 % mehr als im Vorjahr in Fertigbauweise genehmigt worden. Der Anteil der Fertighäuser an der Gesamtzahl bundesweit genehmigter Eigenheime sei damit auf 17,8 % gestiegen.

Arbeitsplätze in Innenstädten werden bevorzugt

Wie die FAZ am 13.4. schreibt, bevorzugen einer Umfrage von Catella unter 185 Büronutzern aus der Immobilienbranche zum Arbeitsplatz der Zukunft zufolge deutsche Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz in der Innenstadt. Lagen im restlichen Stadtgebiet, in Vororten oder im ländlichen Raum seien deutlich weniger beliebt. Für einen Wechsel in ein Büro in der Innenstadt seien die Befragten sogar bereit, eine zusätzliche Pendelzeit von 23 Min. zu akzeptieren. Eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bestätige die gestiegene Bedeutung des Pendelns. Der Anteil der pendelnden Arbeitnehmer sei zwischen 2000 und 2015 von 53 % auf 60 % gestiegen. Zwei Drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart lebten außerhalb der Stadtgrenzen. In München gebe es 355.000 und damit die meisten Pendler (21 % mehr als 2000). In Frankfurt seien es 348.000 (14 % mehr als 2000). Der einfache Arbeitsweg der Pendler habe sich zwischen 2000 und 2015 von 14,6 km auf 16,8 km verlängert.

Umsatzrekord am Hamburger Büromarkt

Mit einem Umsatz von mehr als 160.000 qm Bürofläche hat der Hamburger Markt im H1 2017 laut CBRE ein „Rekordergebnis“ erzielt. Das berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.4. Der stärkste Teilmarkt sei nach Zahlen von G&B mit einem Anteil von 28 % wieder die City gewesen. Hier seien mit 44.000 qm 50 % mehr Fläche vermietet worden als im H1 2016, der Leerstand sei binnen Jahresfrist um 22 % zurückgegangen. Ein durch die gute wirtschaftliche Lage bedingter Nachfragedruck und höhere Anforderungen an Lage und Ausstattung bei gleichzeitig schwindendem Angebot hätten für einen weiteren Anstieg der Mieten gesorgt. CBRE sowie G&B würden in den vergangenen zwölf Monaten einen Anstieg der Spitzenmiete um 4 % bzw. 6 % auf 26 Euro/qm bzw. 26,50 Euro/qm erkennen. Einig seien sich die Makler dahingehend, dass der Jahresumsatz über 500.000 qm liegen werde.

Mittelgroße Deals tragen Frankfurts Büromarkt

Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.4. schreibt, sind in Frankfurt im Q1 2017 je nach Marktbeobachter zwischen gut 111.000 qm (Knight Frank) und 123.300 qm (Colliers) umgesetzt worden. Die Spitzenmiete liege laut Cushman & Wakefield bei 39 Euro/qm im Bankenviertel (zwei Euro/qm mehr als im letzten Quartal 2016), Colliers nenne 37,50 Euro/qm. Als Durchschnittsmiete gäben blackolive 18,15 Euro/qm, was ein wenig mehr als im Vorjahresquartal sei, und Colliers 18,70 Euro/qm an, womit sie um 0,30 Euro/qm gesunken sei. NAI apollo habe 19,30 Euro/qm errechnet und bezeichne das als Stabilisierung. Knight Frank betone, dass das mittlere Flächenvolumen zwischen 1.000 qm und 7.200 qm mit 28 Abschlüssen (insgesamt 83.000 qm) vermittelter Fläche den Markt trage. Besonders gefragt seien das Bankenviertel, die City und das Westend sowie Eschborn. Cushman & Wakefield zufolge seien zwei Projekte mit zusammen 22.500 qm Bürofläche fertiggestellt worden, die bereits komplett vermietet seien.

Moderater Jahresauftakt am Büroflächenmarkt Stuttgart

Im Q1 2017 wurden auf dem Stuttgarter Bürovermietungsmarkt einschließlich Leinfelden-Echterdingen rund 74.500 qm Bürofläche und somit 22 % mehr als im Vorjahresquartal umgesetzt, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.4. Allerdings müsse man das Ergebnis differenziert betrachten, da allein 50.000 qm auf einen Eigennutzerdeal von Daimler entfallen sei, was das Ergebnis verzerre. Der reine Vermietungsumsatz liege laut Colliers International auf dem niedrigen Niveau des Q1 2013. Grund hierfür sei nicht geringe Nachfrage, sondern das mangelnde Flächenangebot. Die Durchschnittsmiete liege laut Colliers bei 13 Euro/qm und laut Ellwanger & Geiger bei 13,90 Euro/qm und damit gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal um 0,60 Euro/qm höher. Trotz des schwachen Starts rechne E&G für das Gesamtjahr mit einem Umsatz von mind. 300.000 qm. Da dieses Jahr noch einige großvolumige Transaktionen anstünden und die Nachfrage weiterhin hoch sei, werde ein Jahrestransaktionsvolumen von rund 1,5 Mrd. Euro. erwartet, ähnlich dem Vorjahresergebnis.

Fachmarktzentren stark nachgefragt

Die Investitionen in deutsche Handelsimmobilien sind laut Savills im Q1 2017 gegenüber dem Vorjahr um 8 % auf 2,77 Mrd. Euro gestiegen, schreibt die FAZ am 13.4. Doch sei dieser Anstieg ausschließlich dem großen Interesse an Fachmarktzentren geschuldet, deren Umsatz sich auf mehr als 700 Mio. Euro verdreifacht hätten. Die Investitionen in Einkaufszentren und in Kauf- oder Warenhäuser hingegen seien deutlich zurückgegangen, während das Transaktionsvolumen bei innerstädtischen Geschäftshäusern stagniere.

Überseequartier in Hamburg

Unibail-Rodamco will bis 2021 für 977 Mio. Euro in ein Überseequartier in der Hamburger Hafencity investieren, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.4. 180.000 qm der 260.000 qm BFG würden Raum für bis zu 500 Wohnungen, Büros, ein Kreuzfahrtterminal, ein Kino und Hotels geben. 80.000 qm würden für den Einzelhandel genutzt, für den 200 Geschäfte auf drei Ebenen entstehen sollten. Hier werde eine Mischung aus lokalen Anbietern, internationalen Premium-Marken und Flagship-Stores angestrebt, wobei bevorzugt Marken einziehen sollten, die bislang nur in anderen deutschen Großstädten oder im europäischen Ausland präsent seien. Der Spatenstich sei bereits erfolgt.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Wohn-Riester wird immer beliebter

Wohn-Riester-Produkte werden immer öfter für die Altersvorsorge genutzt. Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 11.4. schreibt, ist nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auch im Jahr 2016 die Zahl der laufenden Riester-Bausparverträge um 127.000 auf 1,69 Mio. (+ 8,1 %) gestiegen. Damit seien die Bestände der öffentlich-rechtlichen und privaten Bausparkassen seit Einführung der staatlichen Wohneigentumsförderung zum siebten Mal in Folge ungebrochen weitergewachsen.

Immobilienstrategien deutscher Lebensversicherer

DIE IMMOBILIE schreibt in ihrer Ausgabe April 2017 über die Ergebnisse einer Befragung des Magazins unter den fünf größten deutschen Lebensversicherern. So gehöre etwa die Allianz mit Immobilien im Verkehrswert von rund neun Mrd. Euro und einem jährlich erwirtschafteten Mietertrag von 400 Mrd. Euro zu den größten deutschen Vermietern von Büro und Einzelhandelsflächen. Ihre Immobilienquote liege bei 5 %. Die optimale Immobilienquote von Versicherungen liege laut einer Studie zur Immobilienanlage europäischer Versicherer der IREBS bei 15 %. Laut dem ‚Trendbarometer Immobilienanlagen der Assekuranz‘ von EY Real Estate, für das jährlich 30 führende Versicherungen befragt würden, steige die Immobilienquote im Schnitt um 9 % pro Jahr.

Steigen die Hypothekenzinsen?

Die Deutsche Bank rechnet mit einem Anstieg der Hypothekenzinsen, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 13.4. Als Gründe nenne die Bank ein Ende der lockeren Geldpolitik der EZB sowie steigende Zinsen in den USA. Wohneigentum werde dennoch erschwinglich bleiben, da wachsende Einkommen und nach wie vor niedrige Bauzinsen die steigenden Hauspreise auffingen.

VERSCHIEDENES

Volatilität mit Flexibilität begegnen

Axel Drwenski von Commerz Real schreibt in der EURO AM SONNTAG vom 8.4. über die Frage, wie sich Marktteilnehmer angesichts immer kürzerer Disruptionszyklen auf kommende Entwicklungen einstellen können. Ein Schlüssel, um trotz rasanter Entwicklung vorausschauend planen zu können, liege darin, überschaubare Zeiträume zu wählen, ohne die langfristige Perspektive aus dem Blick zu verlieren. So könnten ungenutzte Potenziale entdeckt und realisiert werden. Räumliche Risikostreuung der Assets sei ein zentraler Faktor, um unvorhergesehene Korrekturen abzufedern zu können. Besonders wichtig sei, als Investor die Augen offenzuhalten. Immer mehr Anbieter hätten diese Entwicklung bereits erkannt und stellten die Portfolios für ihre neuen Produkte aus alternativen Assetklassen wie Hotels, Parkhäusern oder Pflegeimmobilien zusammen oder wagten sich an neue Standorte.

Investitionen in japanische Energiewende lohnen sich

Boris Beltermann von Aquila Capital schreibt am 12.4. auf INSTITUTIONAL MONEY.COM, dass sich Investitionen in die japanische Energiewende lohnen könnten, zumal sich Japan, wenn es um erneuerbare Energien gehe, zunehmend gegenüber internationalen Unternehmen öffnet. Vor allem beim Bau von Photovoltaikanlagen sei das Vertrauen der japanischen Behörden gewachsen, wovon auch die deutsche Solarwirtschaft und deutsche Investoren profitieren könnten. Anders als in Deutschland stehe die Höhe der Einspeisevergütung nicht erst ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlagen fest, sondern schon mit Tarifzuteilung während der Projektentwicklung. Dadurch sei der gültige Einspeisetarif für die nächsten 20 Jahre ab Netzanschluss durch die japanischen Behörden zugesichert.

Internationale Aufmerksamkeit für Bundestagswahl

Einar Skjerven von der Skjerven Group äußert sich in einem Interview mit der IMMOBILIEN ZEITUNG vom 10.4. zur steigenden Nervosität internationaler Investoren vor der Bundestagswahl 2017. Viele internationale Anleger vermuteten, dass eine rot-rot-grüne Koalition neue Regulationen einführen werde. Deshalb verfolge man die politischen Entwicklungen genau. 2016 sei der Anteil internationaler Investoren am Umsatzvolumen von 12,6 % auf 30 % gestiegen. German Residentials seien nach wie vor beliebte Anlageprodukte und Bestandteil vieler Fonds. Die derzeit beliebteste Investition sei der Forward Deal.

WLAN als Plus im Einzelhandel

Moderne Kunden schätzen das Smartphone als digitalen Einkaufsbegleiter, vorausgesetzt, die WLAN-Abdeckung stimmt, schreibt Joachim Stumpf von der BBE Handelsberatung am 13.4. im HANDELSIMMOBILIENREPORT. Jedoch sei der WLAN-Empfang in den unteren Etagen eines Shopping-Centers meist unzureichend, und in den Einzelhandelslagen gebe es entweder gar keine oder nur schlechte WLAN-Abdeckung. Bei einer Untersuchung von Handelsstandorten in München durch BBE sei der öffentliche WLAN-Zugang nur in vier von elf Fällen ausreichend gewesen. Eine stärkere Zusammenarbeit von Einzelhandel und öffentlicher Hand sei wünschenswert, um Stadtkerne und Fußgängerzonen attraktiv zu erhalten.

Sicherheit im Smart Home

Häuser und Wohnungen werden immer digitaler, schreibt Alexander Harnisch von Diamona & Harnisch online auf DIE IMMOBILIE am 7.4. Smart-Home-Anwendungen versprächen mehr Komfort und eine höhere Energieeffizienz. In Deutschland spiele Smart Home bislang eine untergeordnete Rolle, auch weil viele den Aufwand und den Preis der digitalen Helfer scheuten. In den USA seien virtuelle Assistenzsysteme schon sehr verbreitet und dürften bald auch in deutschen Wohnungen zu finden sein. Wichtig sei aber, ein Bewusstsein für die neuen Herausforderungen an die Sicherheit zu entwickeln.

Gentrifizierte Gentrifizierer

Die Beliebtheit von Coffee Bars bei jungen Menschen führt zu einer neuen Welle der Gentrifizierung, meint Dietmar Meister von EY Real Estate am 10.4. in einem Beitrag auf DIE IMMOBILIE. So habe sich die Zahl der Coffee Bars in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Allerdings seien die Coffee Bars wegen steigender Gewerbemieten an beliebten Standorten zunehmend selbst von der Gentrifizierung betroffen, selbst hoch frequentierte Standorte würden aufgegeben.

Rainer Zitelmann

Dr. Dr. Rainer Zitelmann www.rainer-zitelmann.de

Frankreichs Lafontaine holt auf
Mélenchons linkes Irrsinns-Programm

In kurzer Zeit hat sich ein Linksradikaler bei den Umfragen auf einen der Top-Plätze bei den französischen Präsidentschaftswahlen vorgearbeitet. Sein Programm ist wirtschaftspolitischer Irrsinn.

Jean-Luc Mélenchon, in seiner Jugend ein Kader der trotzkistischen Organisation communiste internationaliste (OCI), ist seinen Überzeugungen immer treu geblieben. Den Sozialisten Hollande, der die Wahlen mit dem Versprechen einer 75%igen Reichensteuer gewann, kritisierte er als zu rechts. Als Kandidat der von ihm gegründeten Bewegung ‚La France Insoumise‘ (das nicht unterworfene Frankreich) legte er in den letzten Wochen in der Vierergruppe der aussichtsreichen Bewerber am meisten zu.

Wirtschaftspolitischer Irrsinn
Frankreichs Wirtschaft leidet seit Jahren unter zu viel Staatseinfluss, zu viel Regulierung, zu wenig Markt. Mélenchon, der unter jungen Wählern nach Marine Le Pen beliebteste Kandidat, will Frankreich durch ein linksextremes Wirtschaftsprogramm heilen. Dessen Kernpunkte:

– Obwohl Frankreich vor allem unter einem komplett verkrusteten Arbeitsmarkt leidet, will er die Regulierung sogar noch verschärfen, indem es kaum noch möglich sein soll, befristete Arbeitsverträge abzuschließen.

– Der bezahlte Urlaub soll von fünf auf sechs Wochen erhöht werden.

– Die Arbeitszeit soll weiter reduziert werden – in Richtung 32-Stunden-Woche.

– Das Renteneintrittsalter soll von 62 auf 60 Jahre gesenkt werden.

– Die Gehälter von Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst sollen steigen.

– Der Mindestlohn soll um 25 % auf 1.326 Euro erhöht werden.

– 50 Mrd. Euro sollen in ein Programm „ökologischer Dringlichkeit“ investiert werden.

– Besserverdienende, Vermögende und Unternehmen sollen deutlich stärker besteuert werden – mit einem Spitzensteuersatz bis zu 90 %!

– Die Gehälter von Spitzenverdienern sollen auf das Zwanzigfache des französischen Medianeinkommens, rund 400.000 Euro, gedeckelt werden.

– Firmen, die Mitarbeiter aus wirtschaftlichen Gründen entlassen müssen, soll es verboten werden, an die Aktionäre Dividenden auszuschütten.

– Der EZB soll es künftig erlaubt werden, Staatsschulden komplett aufzukaufen, und ihr soll es verboten werden, irgendeinem EU-Mitglied den Geldhahn zuzudrehen.

Freund von Lafontaine und Varoufakis
In vielerlei Hinsicht erinnert das Programm an das der Linken in Deutschland. Mélenchon hatte schon 2015 gemeinsam mit Oskar Lafontaine und dem durch seine Lügen im deutschen Fernsehen bekannt gewordenen ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis einen „Plan für Europa“ veröffentlicht. Die drei Politiker vertreten ähnliche wirtschaftspolitische Ideen. Zudem bewundert Mélenchon das Venezuela des verstorbenen sozialistischen Staatschefs Hugo Chavez, obwohl das Land durch dessen Politik an den Rande des Ruins getrieben wurde.

In der Einwanderungspolitik vertritt Mélenchon ähnliche Positionen wie bei uns die Grünen. Die Umsetzung seines Programms würde in kurzer Zeit das wirtschaftlich sowieso kranke Frankreich in die Knie zwingen und die Währungsunion sprengen.

Frankreich ist in zwei Lager gespalten
Was die Wirtschaftspolitik anlangt, so ist Frankreich in zwei Lager gespalten – ein marktwirtschaftliches und ein etatistisches. Marine Le Pen und Mélenchon, die derzeit auf 22 % bzw. 19 % der Stimmen kämen, vertreten anti-marktwirtschaftliche Wirtschaftsprogramme, die die ökonomische Situation Frankreichs mit Sicherheit verschlechtern würden, aber die bei den traditionell extrem etatistisch und antikapitalistisch eingestellten Franzosen gut ankommen. Dagegen stehen der unabhängige Kandidat Macron und der Konservative Fillon für marktwirtschaftliche Reformen. Sie liegen derzeit bei 24 % bzw. 20 % der Stimmen.

Hoffnungsträger Macron
Mir gefällt das wirtschaftspolitische Programm von Fillon am besten. Er tritt für konsequente Wirtschaftsreformen an, wie sie seinerzeit Margaret Thatcher mit großem Erfolg in Großbritannien durchführte. Zunächst hatte der Überraschungssieger bei den Vorwahlen der Konservativen sogar ausgezeichnete Chancen, in die Stichwahl zu kommen. Doch durch eine Scheinbeschäftigungsaffäre hat Fillon massiv an Zustimmung verloren, so dass die Hoffnung der Marktwirtschaftler jetzt auf Macron ruht.

Macron war zwar früher Wirtschaftsminister im Kabinett des Sozialisten Hollande, doch den Sozialisten war er zunehmend ein Dorn im Auge. Er kritisierte treffend, mit Hollandes 75 %-Reichensteuer werde Frankreich ein zweites Kuba – „nur ohne Sonne“. Und nachdem er im Mai 2016 eine Reihe von demonstrierenden Gewerkschaftern dafür kritisierte, dass sie nur ein T-Shirt trügen und meinte, sie sollten lieber arbeiten, um sich so einen Anzug leisten zu können, wie er ihn trüge, war er allen Linken endgültig ein Dorn im Auge.

Macron könnte für die französische Wirtschaft eine ähnlich positive Rolle spielen wie seinerzeit in Deutschland Gerhard Schröder. Vermutlich könnte er als Ex-„Sozialist“ sogar leichter solche Reformen umsetzen wie der Konservative Fillon. Es ist ein Hoffnungszeichen und eigentlich sogar eine politische Sensation, dass immerhin 44 % (!) der traditionell so staatsgläubigen Franzosen heute für marktwirtschaftlich orientierte Kandidaten stimmen würden. Andererseits: Nur diese zwei von insgesamt elf Präsidentschaftskandidaten sind für die Marktwirtschaft.

Im Moment sieht es so aus, als ob Le Pen und Macron in der Stichwahl gegeneinander antreten werden, aber wie der rasante Aufstieg Mélenchons und der ebenso rasante Abstieg Fillons zeigen, sind Überraschungen in Frankreich durchaus möglich.

Lesen Sie auch Rainer Zitelmanns Kommentare auf Wallstreet-Online.

Zitat der Woche

„Probleme mit Geld sind besser als Probleme ohne Geld.“

Malcolm Stevenson Forbes, amerikanischer Verleger

Es ist richtig: Sie können nicht alle Probleme mit Geld lösen. Das betonen stets sehr nachdrücklich jene Menschen, die beweisen wollen, Geld sei gar nicht so wichtig (und sich damit trösten, dass sie selbst zu wenig davon haben). Wahr ist aber auch: Geld macht zwar nicht glücklich, aber man wird besser mit dem Unglück fertig, wenn man nicht arm ist. Falls Sie das nicht glauben, dann listen Sie bitte einmal sämtliche Probleme auf, die Sie in den vergangenen zwölf Monaten gehabt haben. Gehen Sie dann diese Liste bitte Punkt für Punkt durch und fragen Sie sich: Wie viel Prozent dieser Probleme hätte ich allein schon dadurch lösen können (oder hätten sich gar nicht erst ergeben), wenn ich wirklich reich wäre? Und bei dem Rest der Probleme, die sich nicht durch Geld hätten lösen lassen, stellen Sie sich die Frage: Wie viel Prozent dieser Probleme wären für mich leichter zu ertragen oder abzumildern gewesen, wenn ich wirklich sehr reich wäre? Die deutsche Philosophin Gertrude Stein kam jedenfalls zu dem Ergebnis: „Ich war reich und ich war arm. Es ist besser, reich zu sein.“
140 weitere Zitate und Kommentare finden Sie in dem Buch „Worte des Erfolges“ von Dr. Dr. Rainer Zitelmann. Bestellen Sie das Buch bei info@pb3c.com

Termine

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

„30 % Wohnungs-Crash: Unverantwortlicher Alarmismus oder reale Gefahr?“ - Sonderveranstaltung am 27. April 2017 in Berlin

Zielgruppen: Wohnungs-Projektentwickler, Investoren am Wohnungsmarkt, Banken und andere Finanzierer sowie Vertriebe von Wohnungen aus ganz Deutschland.

Thema: Die Warnungen des ZIA-Frühjahrsgutachtens der Immobilienweisen vor möglichen massiven Preisrückgängen bei Wohnimmobilien haben zu einer intensiven Debatte in der Immobilienwirtschaft geführt. Hat empirica mit der Analyse falschen Alarm geschlagen oder auf verdrängte Risiken aufmerksam gemacht? Professor Dr. Simons von empirica begründet seine Analyse und stellt sich der Diskussion. Martin Steininger, Chefökonom von bulwiengesa stellt seine Analyseergebnisse vor. Weitere führende Experten aus dem Immobilien-Research und der Praxis werden die Chancen und Risiken am deutschen Wohnungsmarkt diskutieren. Ziel der Veranstaltung ist es, dass ausführlich alle Zahlen und Argumente diskutiert und gewogen werden – und zwar von Researchern wie auch von führenden Projektentwicklern aus ganz Deutschland.

Referenten: Vorträge von Martin Steininger (Chefökonom bulwiengesa AG): ‚Immobilienmarktprognose auf Basis von Realwirtschaft‘ und Jürgen Michael Schick MRICS (Präsident Immobilienverband IVD / Inhaber MICHAEL SCHICK IMMOBILIEN GmbH & Co. KG): ‚ Welche Strategien bleiben noch?‘ Es folgt eine Podiumsdiskussion, geleitet von Prof. Dr. Tobias Just IREBS (Immobilienakademie GmbH) und den Diskussionsteilnehmern: Prof. Dr. Harald Simons (empirica ag), Martin Steininger (Chefökonom bulwiengesa AG), Jürgen Michael Schick MRICS (Präsident Immobilienverband IVD / Inhaber MICHAEL SCHICK IMMOBILIEN GmbH & Co. KG), Jacopo Mingazzini (ACCENTRO Real Estate AG), Michael Haupt (ISARIA Wohnbau AG), Carsten Sellschopf (formart GmbH & Co. KG), Fabian von Köppen (Garbe Immobilien-Projekte GmbH), Reinhold Knodel (PANDION AG), Dr. Dr. Rainer Zitelmann, Gerd Kropmanns, (DIE WOHNKOMPANIE NRW GmbH), Dr. Jürgen Leibfried (BAUWERT AG), Alexander Happ (BUWOG Group), Thomas Meyer, WERTGRUND Immobilien AG. Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 27. April 2017 im Grand Hyatt Berlin Hotel statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de. Wegen des zu erwartenden großen Teilnehmerinteresses bitten wir um rasche Anmeldung.

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Ankaufskriterien von Investoren für Projektentwicklungen im Wohnungsneubau (Forward-Deal)

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich deutschlandweit an Projektentwickler im Bereich Wohnungsneubau und weitere Investoren, die in den Wohnungsneubau investieren.

Referenten: Lutz Wiemer (HanseMerkur Grundvermögen AG), Maik Rissel (Family Office Bank Marcard, Stein & Co AG), Florian Mundt (Deutsche Investment Kapitalanlagegesellschaft mbH), Christoph Geirhos (Bayerische Versorgungskammer), Jochen Worringen (CORPUS SIREO / Swiss-Life-Fonds), Martin Eberhardt FRICS, Bouwfonds Investment Management), Thomas Meyer (WERTGRUND Immobilien AG), Nikolas Jorzick CFA MBA (HAMBURG TEAM Investment Management GmbH), Christoph Thumm (Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH), Fabian Klingler (Aberdeen Asset Management Deutschland AG). Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.
Themen: Die wichtigsten Investoren aus ganz Deutschland stellen sich bei dieser Veranstaltung vor. Sie nennen ihre Ankaufskriterien (Lagen, Projektvolumen, Einkaufsfaktoren etc.), zeigen Beispiele von bereits durchgeführten Transaktionen und geben Informationen zur Abwicklung von Forward-Deals.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 4. Mai 2017 im Steigenberger Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht

Zielgruppen: Diese Veranstaltung, die wir bereits zum achten Mal durchführen, richtet sich an alle Marktteilnehmer, die professionell Immobilien kaufen und verkaufen. Sie vermittelt an zwei Tagen sowohl Grundlagen als auch Wissen zu aktuellen Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht. Kommen sollten Projektentwickler, Bauträger, Investoren, Asset-Manager, Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, Transaktionsberater, Makler, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Referenten: Dr. Peter Decker ist Rechtsanwalt und Partner von Gibson, Dunn & Crutcher LLP und berät in nationalen und internationalen Immobilientransaktionen. Er ist qualifiziert als Chartered Surveyor (MRICS) und leitet die Real Estate Praxis im Münchner Büro von Gibson Dunn, eine der führenden internationalen Anwaltskanzleien mit Sitz in Los.
Dr. Christian Schmidt ist Rechtsanwalt und seit 2014 Mitarbeiter in der Steuerabteilung der Deutschen Pfandbriefbank AG. Zuvor war er 14 Jahre als Rechtsanwalt für die internationale Anwaltssozietät Shearman & Sterling LLP und Gibson, Dunn & Crutcher LLP auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Steuerrechts tätig. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehört u.a. das Immobiliensteuerrecht.

Themen: 1. Tag: Steuerliche Strukturierung der Transaktion: Asset Deal; Steuerliche Aspekte einer Immobilientransaktion; Asset Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Asset Deal aus Sicht des Erwerbers (Abschreibung der Anschaffungskosten); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtige Rechtsgeschäfte, Bemessungsgrundlage, Steuerausnahmen); Umsatzsteuer (Geschäftsveräußerung im Ganzen, Umsatzsteueroption); Haftung (Betriebssteuern, Grundsteuer, Haftungsregelung im Kaufvertrag). Steuerliche Strukturierung der Transaktion – Share Deal: Share Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Share Deal aus Sicht des Erwerbers (Abzugsfähigkeit der Akquisitionsfinanzierung, Schicksal der Verlust- und Zinsvorträge); Besteuerung mit Auslandsbezug; Umsatzsteuer (Umsatzsteuerfreiheit des Share Deals); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtigkeit der Anteilsübertragung und Anteilsvereinigung; gem. §§ 1 Abs. 2a, Abs. 3 und Abs. 3a GrEStG, Strukturierungsmöglichkeiten); Haftung (Steuerklausel im Kaufvertrag); Mögliche Änderungen zur Grunderwerbsteuer bei Share Deals – wie können Investoren ggf. vorausschauend darauf reagieren? Vereinbarungen im Vorfeld der Transaktion: Letter of Intent, Memorandum of Understanding, Term Sheet, Exklusivitätsvereinbarung; Vertraulichkeitsvereinbarung. Due Diligence: Käufer Due Diligence/Verkäufer Due Diligence; Red Flag List; Executive Summary; Report; Datenraumanforderungen. Asset Deal: Kaufgegenstand (Bestimmtheit, Dingliche Belastungen, Bauverpflichtung); Kaufpreis (Gestaltung, Fälligkeit, Sicherstellung, Verkäuferdarlehen); Dingliche Sicherung der Kaufpreisfinanzierung (Belastungsvollmacht, Sicherstellung der Löschung); Übergang von Vertragsverhältnissen (Mietverhältnisse, Service Verträge, Versorgungsverträge, Nachvereinbarungen); Garantiehaftung versus Haftungssystem des BGB; Rechtsfolgen der Haftung (Basket, Cap, Selbstbehalt, Vertragsstrafen); Übergang von Nutzen und Lasten; Rücktrittsrechte (Verzug des Käufers, Nichteintritt der Fälligkeitsvoraussetzungen, Rechtsfolgen); Auflassungsvormerkung und Auflassung; Kostenregelung; Zusammenschluss-kontrolle.
2. Tag: Share Deal – Ankauf einer Immobilie: Abgrenzung zum Asset Deal; Anwendbares Recht; Sprache der Transaktionsdokumente; Erforderlichkeit der notariellen Beurkundung; Kaufpreisgestaltung, Ablösung von Verbindlichkeiten und Kaufpreisanpassung; Physisches Closing versus reales Closing; Haftungssystematik beim Share Deal; Optionsvereinbarungen. Joint Venture für ein Immobilienprojekt: Arten von Immobilien-Joint Ventures; Wirtschaftliche Grundlagen von Joint Ventures (Objektbeschaffung, Asset Management, Exit, Budget); Die Joint Venture Vereinbarungen (Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen, Geschäftsbesorgungsverträge, Leistungsverträge); die Master Vereinbarung. Fortsetzung Joint Venture bezogen auf ein Immobilienprojekt: Gesellschaftsrechtliche Regelungen (Kapitalausstattung, Stimmrechte, Tag along, Drag along, Vorkaufsrechte, Gewinnverteilung); Geschäftsbesorgungsverträge (Verwaltung des Joint Ventures, Beschaffung, Verwaltung, Wertschöpfung, Finanzierung, Verkauf). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 10. und 11. Mai im THE WESTIN GRAND in Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Praxis-Seminar: Welche Wohnungsgrundrisse und welche Extras sind bei Käufern heute gefragt? Erfahrungsberichte von Projektentwicklern

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Investoren im Wohnungsneubau, Vertriebe und Architekten und finanzierende Banken. Lernen Sie aus der Praxis, was sich bewährt hat – und was nicht. Erfahrene Projektentwickler berichten anhand von Beispielen, was gut funktioniert hat – und was nicht.

Referenten: Henrik Diemann (Metropol Grund GmbH), Raimund Adameck (PANDION AG), Manuel Skorbier (ISARIA Wohnbau AG), Helmut Kunze, (Bonava Deutschland GmbH), Fabian von Köppen (GARBE Immobilien-Projekte GmbH), Claus Baumgartl / Lars Neubauer (Investa Projektentwicklungs- und Verwaltungs GmbH), Marcus Keller (BPD Immobilienentwicklung GmbH), Markus Feldt (Zabel Property AG), Alexander Happ (BUWOG Group), Carsten Sellschopf (formart GmbH & Co. KG), Christoph Gröner (CG Gruppe AG), Roderick Rauert, (LBBW Immobilien). Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Die Referenten stellen am Beispiel von zwei bis drei Projekten dar: Erfahrungen mit Grundrissen – was hat sich bewährt, was nicht? Welche Extras (Energie, Haustechnik, Smart Home etc.) kamen im Vertrieb gut an, welche nicht? Abverkaufszeiten, Erfahrungen mit Sonderwunschmanagement und Lehren für künftige Projekte.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 16. Mai im Intercontinental Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

IREBS Immobilienakademie - BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Basisseminar: Projektentwicklung

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an (neue) Mitarbeiter von Projektentwicklern / Bauträgern / Projektsteuerern, Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (v. a. jene, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Mitarbeiter von Generalunternehmern / Bauunternehmen. Wenn Sie mehr als drei Mitarbeiter Ihres Unternehmens anmelden, erhalten Sie ab dem vierten Mitarbeiter einen Rabatt von 30 %. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

Referenten: Dr. Philipp Feldmann (Cilon GmbH) und Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer. Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Am ersten Tag werden folgende Themen behandelt: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen, Definition, klassische Aufgaben); idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte); der Markt für Projektentwickler (Typen, Strategien, Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse, Wettbewerbsanalyse, Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ bis hin zur dynamischen Developer-Rechnung). Am zweiten Tag geht es um Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht, Grundstücksanalyse, Untersuchungen vorhandener Bausubstanz); Planungskonzepte (Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung, Bildung von Gebäudemodellen, Gebäudeplanung); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI, Baukostenplanung in der Projektentwicklung, Rahmenterminplanung); Management von Bauprojekten (Projektanalyse als Einstieg, Projektorganisation, Leistungsbilder).

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 31. Mai und 1. Juni im The Westin Grand Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung Intensivseminar: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobiliensteuerrecht (Schwerpunkt Grunderwerbsteuer- / Grundsteuer-Reform)

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Rechtsanwälte / Steuerberater und Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, wird zum 14. Mal durchgeführt und bekam stets Bestnoten von den Teilnehmern. Es können beide Tage einzeln oder auch zusammen gebucht werden.

Referenten: Hans-Joachim Beck, Vorsitzender Richter Finanzgericht Berlin-Brandenburg a. D. / Leiter Abteilung Steuern IVD und Dr. Kai Tiede, Richter am Finanzgericht Berlin-Brandenburg

Themen: Dieses Mal werden zwei besonders wichtige und aktuelle Themen behandelt. Am ersten Tag werden die Reform der Grundsteuer (die Systematik der Grundsteuererhebung und die Bewertung der Grundstücke) und die geplante Reform der Grunderwerbsteuer (Überblick über die der Grunderwerbsteuer unterliegenden Erwerbsvorgänge und die aktuelle Rechtsprechung zur Grunderwerbsteuer, Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer, Grunderwerbsteuer bei Share Deals – die derzeitigen Regelungen sowie Fragen wie: Unter welchen Voraussetzungen wird derzeit Grunderwerbsteuer ausgelöst, wenn Anteile an grundbesitzenden Gesellschaften übertragen werden? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, um solche Anteile ohne Belastung mit Grunderwerbsteuer zu übertragen? Welche Steuerbefreiungen können in Anspruch genommen werden? Wie wird der Grundstückswert ermittelt? Welche Änderungen für Share Deals werden derzeit diskutiert? Wie kann in Verträgen bei Forward-Deals vorbeugend auf mögliche geplante Änderungen reagiert werden?) behandelt. Auch geht es um die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen bzgl. Wohnimmobilienkreditrichtlinie, aktuelle Rechtsprechung zum Immobiliensteuerrecht und aktuelle Verwaltungsanwei­sungen zum Immobiliensteuerrecht. Am zweiten Tag geht es um die Einkommensteuer (Anschaffung eines Grundstücks, Vermietung des Grundstücks, Modernisierung, Gewerblicher Grundstückshandel, Verlustausgleichsbeschränkung (§ 15 b EStG), Erhöhte Absetzungen bei Immobilien unter Denkmalschutz und im Sanierungsgebiet, Finanzierungskosten, Geschlossene Fonds, um den § 23 EStG – Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften, u, die Gewerbesteuer (die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 GewStG)), die Umsatzsteuer (Das Prinzip der Umsatzsteuer, Vermietung des Grundstücks, aktuelle Probleme bei der Aufteilung der Vorsteuern, Veräußerung eines Grundstücks, § 13 b UStG, reverse charge) und die Erbschaft- und Schenkungsteuer (Bewertung des Grundbesitzes, Verschonung des Betriebsvermögens, sachliche Befreiung für das Familienwohnheim, gemischte Schenkung, Kritik des BVerfG und geplante Änderungen). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 19. und 20. Juni im Maritim Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de