Kommentar am Montag

Jakob Mähren Mähren AG

Immobilieninvestments: Planen wie ein Schachmeister

Wer nur zwei Züge vorausdenkt, verliert. So ist es beim Schach. Das Ziel: Nicht nur auf die kurzfristige Entwicklung des Spiels reagieren, sondern das gesamte Brett überblicken und ganzheitlich denken. Auch ein Unternehmer muss denken wie ein Schachmeister.

In der Immobilienbranche ist der Blick über den Tellerrand ein Muss, sei es auf Entwicklungen in der Weltpolitik oder den Lebensstil künftiger Mieter. Dann erkennt man, worauf es für eine Wohngegend langfristig ankommen wird. Meine Frage lautet also, bevor ich investiere: Wie werden wir morgen leben?

Moderne Mobilität eröffnet neue Möglichkeiten

Ein Aspekt, der in Zukunft radikal neu gedacht werden wird, ist das Thema Mobilität. Wo heute noch um Parkplätze gestritten wird, werden neue Mobilitätskonzepte die Spielregeln völlig verändern. Autonom fahrende E-Autos oder sogar von Drohnen getragene persönliche Transportkapseln, wie sie Airbus kürzlich vorgestellt hat, könnten dafür sorgen, dass Parkplätze zu Grünanlagen oder anderweitig nutzbarer Baufläche werden. Selbstfahrende Autos müssen nach dem Aussteigen eines Fahrgastes nicht geparkt werden. Statt einen Großteil der Zeit ungenutzt Platz einzunehmen, können sie gleich zur nächsten Fahrt aufbrechen. Wie die Fahrzeuge der Zukunft auch aussehen werden: Fakt ist, die Logistik, Mobilität und der Stadtverkehr werden sich grundlegend verändern ? mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft.

Konsumverhalten verändert den Flächenbedarf, auch zu Hause

Wie wir in Zukunft konsumieren, bestimmt auch, wie wir wohnen. Im Hinblick auf den E-Commerce kann man davon ausgehen, dass viele der schweren Waren, die heutzutage in Läden vertrieben werden, in den nächsten Jahren per Online-Versand und Direktlieferung zum Kunden gelangen. Der Profi spricht von der sogenannten letzten Meile, also der Optimierung der Auslieferung an Privatkunden. Das verkleinert die Flächen, die vor Ort für den Einzelhandel benötigt werden und fordert mehr Flexibilität. Auch im Wohnbereich werden Veränderungen nötig sein, um diesen an die Einkaufsgewohnheiten der Mieter anzupassen. Brauchen Wohnungen der Zukunft womöglich Landeplätze für Drohnen-Lieferungen? Vielleicht nicht direkt, aber die Wohnhäuser von morgen sollten auf jeden Fall mit dem Gedanken an den Online- und Versandhandel gestaltet werden. Eine Paketannahmestelle im Haus wäre ein logischer Schluss des Konzepts der letzten Meile.

Erlebnisse zählen

Einen frisch gebrühten Kaffee und den Korbstuhl im Sonnenschein bekommt man hingegen noch nicht im Internet. Mit anderen Worten: Für Gastronomie und Freizeitangebote sollte bei Wohnprojekten genügend Platz eingeplant werden. Im Neubau geht das von vornherein, im Bestand könnten Flächen umgenutzt werden, die ehemals als Pkw-Stellplätze dienten. Denn immer mehr Menschen verstehen die Wohnung als Lifestyle-Produkt. Sie wollen in einer Nachbarschaft mit Kinderspielplätzen und -tagesstätten, Fitness- und Kulturangeboten, Cafés und Bäckereien wohnen. Auch gemeinsam nutzbare Terrassen für die Bewohner steigern die Lebensqualität und Mieterzufriedenheit und werten zugleich die Immobilie langfristig auf.

Mein Fazit:

Als Unternehmer gilt es, dafür zu sorgen, dass die Immobilie der Zukunft mit dem Lebensstil ihrer Bewohner mithalten kann. Wir dürfen uns dabei aber nicht von jedem neuen Trend schachmatt setzen lassen – lieber gelassen und aufmerksam den Verlauf der Entwicklung beobachten – und im richtigen Moment taktisch klug zum Zug kommen. Das schafft Mehrwert für alle Beteiligten.

Dieser Artikel erschien bereits am 29.3. online auf BUSINESS INSIDER.

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Dann schreiben Sie an den Leiter unserer Redaktion Dr. Josef Girshovich.

MARKT-NEWS

Weltweites Interesse an Immobilien bleibt unverändert groß

Laut Colliers International ist damit zu rechnen, dass der Umsatz auf den Gewerbetransaktionsmärkten weltweit im Vergleich zu 2016 stabil bleiben wird. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 30.3. Rund 10 % des Vermögens der globalen Fonds stecke in Immobilien, weltweit hielten sie Immobilien im Wert von 55 Bio. Euro. Rund 175 Mrd. Euro kämen jährlich hinzu. Büroinvestments in Europa würden etwas weniger stark nachgefragt. Ihr Anteil an neu getätigten Anlagen habe 2016 nur gut 40 % nach 47 % im Vorjahr betragen. Auch das Interesse an Einzelhandelsimmobilien habe leicht nachgelassen, deutlich mehr Geld werde in Wohnungen investiert. Das Interesse der großen Investoren an Investments in Projektentwicklungen habe im vergangenen Jahr zwar merklich nachgelassen, doch sei zu erwarten, dass es bald wieder steigen werde. Auch Großbritannien sei für Investoren weiterhin attraktiv, was an der günstigen Bevölkerungsprognose liege. Nur Paris, wo der größte Zustrom gut ausgebildeter jüngerer Leute zu erwarten sei, sei hinsichtlich der allgemeinen Zukunftsfähigkeit überlegen. In den USA erwarte Colliers wieder anziehende Umsätze, ohne dass in Europa weniger angelegt werde.

Projektentwicklung gewinnt an Bedeutung

Vor dem Hintergrund des Angebotsmangels am Wohnimmobilienmarkt besteht ein sehr großes Interesse der Kapitalgeber an Investitionen in Neubauprojekte, schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 30.3. Die CG-Gruppe plane angesichts des „äußerst regen Interesses“ für die kommenden fünf Jahre Investitionen von 4,7 Mrd. Euro, davon ca. 63 % über Forward-Deals an institutionelle Investoren. Auch die anderen Großen der Branche wie etwa Bonava sähen sich mit einer sehr großen Nachfrage konfrontiert. Projektentwicklungen hätten binnen eines Jahres deutlich an Bedeutung gewonnen. Von den insgesamt rund 13,7 Mrd. Euro, die laut CBRE im Jahr 2016 auf dem deutschen Wohninvestmentmarkt umgesetzt worden seien, seien 3,5 Mrd. Euro (rund 25 %), mehr als jemals von CBRE registriert, in Projektentwicklungen von Wohnungen geflossen. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre seien es lediglich 11 % gewesen. Portfolio-Großdeals habe es im vergangenen Jahr nur wenige gegeben. Zugleich stiegen die Summen, die in Wohnprojekte investiert würden, immer weiter. „Historisch gesehen wurden im Schnitt für eine Projektentwicklung 30 bis 40 Mio. Euro investiert. Das war typisch für die institutionellen Kapitalsammelstellen“, sage Konstantin Lüttger von CBRE. Nun seien es 100 Mio. Euro und mehr pro Projekt. Auch seien die Renditeerwartungen gesenkt worden, und es werde in IB- oder sogar IIA-Lagen investiert. Wichtiger als eine hohe Rendite sei den Investoren Stabilität, was laut Jürgen Kelber von Dr. Lübke & Kelber auch dazu führe, dass viele Investoren bei der Projektentwicklung auf kleinere und bezahlbare Wohnungen setzten. Familien mit Kindern zögen eher ins Umland, das so für Projektentwickler und Investoren wieder interessant werde. Nach Einschätzung von CBRE werde Projektentwicklung auch in diesem Jahr noch einmal an Bedeutung gewinnen. Das lasse sich an den 2017 bereits stattgefundenen Projektentwicklungstransaktionen ablesen, bei denen es sich um „großvolumige Vorhaben von mehr als 100 Mio. Euro, über die Republik verteilt“ handele. „Ankaufskriterien von Investoren für Projektentwicklungen im Wohnungsneubau (Forward-Deal)“: Zu diesem Thema findet am 4. Mai 2017 im Steigenberger Hotel Berlin eine Sonderveranstaltung der BERLINER IMMOBILIENRUNDE statt. Fordern Sie das Programm unter: info@immobilienrunde.de

Förderprogramme für sozialen Wohnungsbau sind zu unattraktiv

Über die Frage, warum in Deutschland trotz zahlreicher Förderungsprogramme und des Mangels an bezahlbaren Wohnraum kaum neue Sozialwohnungen entstehen, schreibt der SPIEGEL ONLINE am 30.3. Laut Ulrich Jacke von Dr. Lübke & Kelber sei das größte Problem die Förderung an sich. Eine Umfrage des Unternehmens unter mehr als 1.000 Akteuren der Immobilienwirtschaft (Immobilien-AGs, Wohnungsunternehmen, Pensionskassen, Versicherungsunternehmen oder Fondsanbieter) habe ergeben, dass der öffentlich geförderte soziale Wohnungsbau für diese Unternehmen eher unattraktiv sei. Als Gründe hierfür seien u. a. die Mietpreisbindung, zu lange Laufzeiten der Förderprogramme und die geringere Rendite genannt worden. Drei Viertel der Befragten hätten sich grundsätzlich dazu bereit erklärt, in den Sozialwohnungsbau zu investieren, jedoch nicht zu den aktuellen Bedingungen.

Mangel an Gewerbeimmobilien in Deutschland drückt Umsatz

DIE WELT schreibt am 29.3. über die Folgen des Angebotsmangels in Deutschland. Während der Gewerbeimmobilienumsatz in Staaten wie Frankreich, Schweden und Italien im vergangenen Jahr um zweistellige Raten gewachsen sei, sei er in Deutschland um fast 9 % zurückgegangen. Nur am britischen Markt sei der Rückgang infolge der Unsicherheiten durch den bevorstehenden Brexit stärker gewesen. Nach Einschätzung von Savills sei an Schlüsselstandorten wie Deutschland und Spanien ein Punkt im Investmentzyklus erreicht, der zu einer mangelnden Verfügbarkeit großer Objekte führe. Das wiederum mache den Markt weniger attraktiv und ziehe eine Verlagerung der Aktivität etwa in die Niederlande und nach Polen nach sich. Noch sei Deutschland aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Stabilität sehr beliebt bei den Investoren. 22 % der professionellen Anleger bevorzugten Deutschland, gefolgt von Großbritannien mit 20 %. Vor dem Hintergrund niedriger Renditen und der Erwartung, dass die Zinsen nicht dauerhaft niedrig blieben, seien für viele Anleger höhere Mieten die einzige Lösung. Laut IVD hätten sich die Mieten selbst für einfache Büroflächen im vergangenen Jahr um 1,8 % erhöht, nachdem es im Vorjahr 0,9 % gewesen seien. In München liege die Spitzenmiete laut Cushman & Wakefield bei 35 Euro/qm und sei binnen der ersten drei Monate dieses Jahres um 50 Cent gestiegen. Das liege laut Savills aber auch daran, dass viele Büroflächen in Deutschland im internationalen Vergleich nicht ideal bewirtschaftet seien, was Raum für Wertsteigerung gebe. Doch werde auch zu wenig gebaut.

Finanzaufsichtsrechteergänzungsgesetz beschlossen

Wie die FAZ am 31.3. schreibt, hat der Bundestag am Donnerstag das „Finanzaufsichtsrechteergänzungsgesetz“ beschlossen und die Bafin mit zusätzlichen Rechten ausgestattet, die es ihr erlauben, bei einer drohenden Überhitzung des Immobilienmarktes Beleihungsobergrenzen für Wohnbaukredite zu verhängen und Vorgaben für die Tilgung zu machen.

Grundsatzurteil bezüglich Kündigung wegen Eigenbedarfs

Wie die FAZ und DIE WELT am 30.3. schreiben, hat der Bundesgerichtshof am Mittwoch zwei Urteile gesprochen, welche die Möglichkeit von Vermietern, Mietern wegen Eigenbedarfs zu kündigen, erheblich einschränken. Die Bundesrichter hätten „Leitlinien“ für die unteren Instanzen formuliert und ein Stufenmodell entwickelt, nach dem eine Kündigung für den Vermieter desto einfacher sei, je mehr es darum gehe, in der Wohnung auch tatsächlich zu leben und sie nicht nur als Büro- oder Geschäftsräume zu nutzen. Haus & Grund wolle in dem Urteil keine grundlegende Richtungsänderung sehen. Wichtig sei, dass auch künftig Wohnen und gewerbliche Tätigkeiten gleichberechtigt in einem Quartier möglich seien.

Neubauzahlen in Berlin steigen

Wie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 31.3. schreibt, haben die Berliner Behörden laut dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg im vergangenen Jahr den Bau von 25.063 neuen Wohnungen genehmigt. Das seien 12 % mehr als im Vorjahr und die höchste Zahl seit 1997. Neun von zehn neuen Wohnungen entstünden in Mehrfamilienhäusern, der Anteil der Eigentumswohnungen sei weiter auf ein Viertel zurückgegangen. In Ein- und Zweifamilienhäusern seien 1.832 Wohnungen geplant (1,1 % weniger als 2015). Die meisten Wohnungen entstünden in Pankow, Mitte und Lichtenberg.

Mehr Spielraum für die Immobilienbranche

BFW-Bayern-Präsident Andreas Eisele hat in seiner Eröffnungsrede zum Bayerischen Immobilientag des BFW-Landesverbands Bayern weniger Verordnungen, weniger Gutachten und mehr Spielraum für die Immobilienbranche gefordert. Das schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 31.3. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) habe sich ebenfalls für ein vereinfachtes Baurecht und eine schnellere Bebauung von Brachen ausgesprochen sowie eine innerstädtische Nachverdichtung und Aktivierung von vorhandenem Bauland vorgeschlagen. Eine kostenlos zur Verfügung gestellte Datenbank, in die Kommunen ihre Kataster-Daten einpflegen und so schnell erkennen könnten, welche Flächen im Ort noch unbebaut seien, werde kaum genutzt.

Sanierungsstau in Wohnungseigentumsanlagen

Wie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 31.3. schreibt, bestehen laut einer Befragung des Verbandes ‚Wohnen im Eigentum e. V.‘ unter mehr als 2.000 Wohnungseigentümern bei etwa 40 % der Wohnungseigentumsanlagen kleinere und größere Sanierungsstaus, obwohl Maßnahmen zur Bestandserhaltung oder energetische Sanierungen grundsätzlich erwünscht seien. 43 % planten derzeit keine Sanierungsmaßnahmen, in den anderen WEG überwögen Einzelmaßnahmen. 94 % der Befragten wohnten in Gebäuden, die vor 2010 errichtet worden seien. Dies sei keine gute Nachricht für den deutschen Immobilienmarkt, da fast jede vierte Wohnung zu einer Eigentümergemeinschaft gehöre. Die Gründe hierfür seien vor allem die schwierigen Abstimmungsprozesse unter den einzelnen Eigentümern und die nicht ausreichende Qualifizierung vieler Verwalter. Fast drei Viertel aller Verwaltungen verfügten nicht über die nötige Kompetenz und Erfahrung im Bereich Projektmanagement.

Studentenwohnheim aus Holzmodulen in Hamburg

Wie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 31.3. schreibt, entsteht im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ein sechsgeschossiges Gebäude mit 371 Studentenwohnungen, das aus knapp 20 qm großen, vorgefertigten Holzmodulen inklusive Innenausbau samt Elektro- und Sanitärleitungen, Nasszelle, Vorratskammer und kompletter Möblierung zusammengefügt ist. Nur das erste Geschoss, die Treppenhäuser und die Fahrstuhlschächte würden aus Beton gefertigt. Die Grundsteinlegung für das ‚Woodie‘ sei im Dezember 2016 erfolgt. Schon in diesem Herbst und damit rund acht Monate früher als ein herkömmlicher Bau solle es bezugsfertig sein. Die Kosten lägen 10 % bis 20 % über den Baukosten eines vergleichbaren konventionellen Gebäudes.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Privatanleger weiter zurückhaltend bei geschlossenen Fonds

Laut einer Analyse von Scope haben deutsche Privatanleger im vergangenen Jahr 1,72 Mrd. Euro Eigenkapital in geschlossene Beteiligungsmodelle investiert. Hierüber berichten die BÖRSEN ZEITUNG, die FAZ und DIE WELT am 30.3. Davon seien 1,36 Mrd. Euro auf geschlossene Publikums-AIF und 0,36 Mrd. Euro auf Vermögensanlagen entfallen. Immobilien seien die Assetklasse mit dem weitaus größten Anteil. Der Markt für geschlossene Beteiligungsmodelle sei „weiterhin in einer Konsolidierungsphase“, zitiert die BÖRSEN ZEITUNG Sonja Knorr von Scope. Zwar sei damit zu rechnen, dass der emittierte Publikums-AIF steigen werde, doch das durchschnittliche Fondsvolumen werde zurückgehen und folglich das insgesamt zu erwartende emittierte Eigenkapitalvolumen in diesem Jahr nicht ansteigen. Die Gründe hierfür seien die Zurückhaltung der Vertriebe, Altlasten durch schlecht laufende alte geschlossene Fonds und Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Assets.

Vonovia übernimmt conwert

Wie die BÖRSEN ZEITUNG und die FAZ am 29.3. berichten, hat Vonovia den österreichischen Wettbewerber Conwert nahezu vollständig übernommen. Im Rahmen der verlängerten Annahmefrist seien Deutschlands größtem Wohnimmobilienkonzern 93,09 % der Anteile angedient worden. Conwert bringe 24.500 Wohnungen in Berlin, Potsdam, Dresden, Leipzig und Wien ein. Das zusammengeschlossene Unternehmen halte einen Bestand von 355.000 Wohnungen.

Deutsche Immobilienfonds erneut gewachsen

Deutsche Immobilieninvestments nehmen mit einem Marktanteil von 26,6 % des Zeichnungsvolumens bei Privatanlegern den zweiten Platz in der ‚k-mi‚-Platzierungsstatistik 2016 hinter internationalen Immobilienanlagen ein. Das schreibt K-MI am 24.3. Rechne man Immobilienzweitmarktanlagen mit einem Anteil von 3,6 % hinzu, stünden die deutschen Immobilieninvestments mit einem Marktanteil von über 30 % sogar an erster Stelle. Insgesamt hätten Privatanleger im vergangenen Jahr 447,5 Mio. Euro in deutsche geschlossene Immobilienfonds (inkl. Immobilienzweitmarkt) investiert, was einen Anstieg um 4,5 % gegenüber dem Vorjahr bedeute.

Commerzbank rechnet mit langfristiger Nachfrage nach privaten Immobilienkrediten

Die Commerzbank will das Neugeschäft mit privaten Immobilienkrediten bis zum Jahr 2020 um bis zu 40 % auf knapp 17 Mrd. Euro ausbauen, schreibt die BÖRSEN ZEITUNG am 29.3. Man gehe davon aus, dass der Markt für Immobilienfinanzierung kontinuierlich weiter wachsen werde, und dies ein nachhaltigerer und langfristigerer Prozess sei. Eine Immobilienblase gebe es „in der Breite“ nicht.

VERSCHIEDENES

Mehr Respekt für die Immobilienbranche

Steffen Uttich von Beos schreibt im GERMAN COUNCIL MAGAZIN 1/2017 ausführlich darüber, wie die Immobilienbranche sich mehr Respekt verschaffen kann, wenn sie sich nur ihrer Stärken bewusst wird. Marktakteure sollten sich vor Augen führen, wie nachhaltig sie das Stadtbild prägten. Ein gelungenes städtebauliches Vorhaben könne Bewunderung erzeugen und Glanz auf diejenigen abstrahlen lassen, die seine Entwicklung möglich gemacht hätten.

Kappungsgrenzen unter der Lupe

Alexander Harnisch von Diamona & Harnisch schreibt in DIE IMMOBILIE online am 30.3. ausführlich über Kappungsgrenzen von Investoren. Man unterscheide renditefokussierte und räumliche Kappungsgrenzen, die momentan beide weit verbreitet seien. Institutionelle Anleger und Anlage-Pools, die Renditeversprechen gegeben hätten, würden oft eine Rendite von oftmals mind. 5 % fokussieren, was derzeit nur mit erhöhter Risikobereitschaft realisierbar sei und ein Interesse an weniger nachgefragten Lagen und Nischensegmente mit sich bringe. Das führe aber zu zu vielen beliebigen Standorten, die zudem beliebig bebaut seien. Vorrangig an Sicherheit interessierte Anleger wie Family Offices oder ausländische Anleger mit geringer Kenntnis des lokalen Marktes bevorzugten als Kappungsgrenze die Lage und konzentrierten sich dementsprechend auf die Innenstädte, welche die höchste Sicherheit im Sinne einer positiven Entwicklung böten.

Handelsimmobilien im Wandel

Ludwig Vogel von Warburg-HIH Invest Real Estate schreibt im HANDELSIMMOBILIEN REPORT Nr. 243 darüber, wie sich in Deutschland die High-Streets, die Shopping-Center und der Lebensmittelmarkt weiterentwickeln werden und worauf sich Vermieter einstellen müssen. Zehn Trends ließen sich identifizieren: So etwa hätten Drogerien Marktanteile gewonnen und als Frequenzbringer an Bedeutung gewonnen, Lebensmitteldiscounter und Vollsortimenter näherten sich hinsichtlich Warenpräsentation und Sortiment an, Showrooms und flexible Ladenkonzepte würden gefragter und Food-Konzepte wichtiger. Ebenfalls ein wichtiger Aspekt sei die zunehmende Professionalisierung der Mieter.

60er-Jahre-Immobilien bieten Chancen

Patrick Herzog-Smethurst von der DKW-Gruppe schreibt in der IMMOBILIEN ZEITUNG vom 30.3. über die Chancen, die Immobilien aus den 60er-Jahren bieten. Gerade heute, in Zeiten der hohen Nachfrage nach Wohnraum und des zu geringen Neubaus, lohne sich ein Blick auf diese unterbewertete Assetklasse. Angesichts geringerer Anschaffungs- und maximal ähnlicher Investitionskosten je Quadratmeter könne die Rendite entsprechend höher ausfallen. Wer die Herausforderung suche und die Städte historisch vielschichtig erhalten wolle, könne mit Investitionen in solche Immobilien kluge Akzente setzen.

RAINER ZITELMANN

Dr. Dr. Rainer Zitelmann www.rainer-zitelmann.de

Venezuela: Utopia der Linken
Sozialismus wieder mal gescheitert

Venezuela: Das war das Utopia der Linken. Sarah Wagenknecht pries das Wirtschaftsmodell des Landes und die Linke organisierte Kampagnen für das sozialistische Venezuela.

Hugo Chávez und sein Modell des „Sozialismus im 21. Jahrhundert“ übten eine ungeheure Faszination auf die Linke in der ganzen Welt aus. Die Ökonomin der Linken, Sarah Wagenknecht pries lautstark das Wirtschaftsmodell von Chávez. Und was ist heute? Jetzt ist es auf einmal still um Venezuela geworden. Die Verhaftungen prominenter Oppositionspolitiker (wie Leopoldo López), die wegen „Rebellion“ zu langen Haftstrafen verurteilt wurden, waren in deutschen Medien nur ein Randthema, ebenso wie die Beseitigung der Pressefreiheit. Für jeden ist inzwischen ersichtlich, dass es sich um eine sozialistische Diktatur handelt. Als weiteren Schritt in der Etablierung der sozialistischen Diktatur wurden dem Kongress vor einigen Tagen alle gesetzgeberischen Kompetenzen entzogen – das Parlament sollte damit vollständig entmachtet werden. Grund: Seit ihrem Wahlsieg im Dezember 2015 hatte die bürgerlich-konservative Opposition im Parlament eine klare Mehrheit. Nach heftigsten internationalen Protesten wies der Staatspräsident das Verfassungsgericht zwar an, den Schritt zurückzunehmen, aber dies sagt ja schon alles über den nicht mehr existierenden Rechtsstaat, wenn der Präsident dem Verfassungsgericht zuerst befiehlt, die Rechte des Parlamentes abzuschaffen und dann wieder befiehlt, das rückgängig zu machen.

Hunger und Inflationsrate über 1.000 %

Die Inflationsrate in Venezuela betrug selbst nach offiziellen Angaben im vergangenen Jahr 800 %. Inzwischen liegt sie nahe bei 2.000 %. Die Inflation ist kein neues Phänomen in Venezuela. Sie begleitet das sozialistische Land seit vielen Jahren und stieg von 18,7 % (2007) über 40,6 % (2013) auf 121,7 % (2015). Die Inflation löste bereits Anfang 2014 Massenproteste gegen den (noch persönlich von Chávez eingesetzten) Staatschef Nicolás Maduro aus. Bei den Protesten kamen 42 Menschen ums Leben, 785 wurden verletzt. Im Juli 2016 musste Venezuela die Grenze zu Kolumbien für 12 Stunden öffnen, damit die Menschen dort einkaufen konnten. Zuvor war die Grenze schon von 500 verzweifelten Frauen durchbrochen worden, die Lebensmittel im Nachbarland kaufen wollten. In den Supermärkten gab es Schlangen von 500 Metern. Am 12. August 2016 wurden fünf Grenzposten nach Kolumbien geöffnet, und in drei Tagen nahmen über 120.000 Menschen die Gelegenheit wahr, in Kolumbien einzukaufen.

Zweitgrößte Erdölreserven der Welt

Das alles ist absurd. Denn Venezuela ist potenziell eines der reichsten Länder der Welt. Hier lagern 14,7 % der weltweiten Ölreserven (nur in Saudi-Arabien sind es mit 15,7 % noch etwas mehr). Zum Vergleich: Selbst im Iran sind es nur 9,4 % und in Russland 4,8 %, in Libyen 2,9 %. Der Ölpreisverfall hat alle diese Länder getroffen, aber in keinem anderen der an Erdöl reichen Länder hungern die Menschen und gibt es eine Hyperinflation. Schuld daran ist offensichtlich nicht der Ölpreisverfall, sondern das sozialistische Missmanagement. Zudem herrscht laut dem Ranking von ‚Transparency International‘ in keinem südamerikanischen Land eine so hohe Korruption wie im sozialistischen Musterland.

Wieder einmal ist der Sozialismus gescheitert

Die sozialistische Utopie ist wieder einmal gescheitert – und hat zu Diktatur und wirtschaftlichem Siechtum geführt. Ich wundere mich, warum es immer noch Menschen gibt, die glauben, der Sozialismus sei eine gute Idee, die bisher nur in der Praxis noch nicht richtig durchgeführt worden sei. Wie oft will man das Experiment denn noch wiederholen? Wo hat es funktioniert? In Russland nicht, in den osteuropäischen Ländern wie Rumänien, Bulgarien oder Polen nicht, in der DDR nicht. Kein Modell hat funktioniert: Weder in Albanien noch in Jugoslawien oder in Nordkorea (wo die Menschen ebenfalls Hunger leiden). Überall hat es zu Unfreiheit und wirtschaftlichem Niedergang geführt. Den Chinesen geht es erst besser, seit sie sich vom sozialistischen Wirtschaftsmodell verabschiedet haben und auf Marktwirtschaft setzen.

Und die Medien…?

Als ich vergangenes Jahr in den USA war, wurde in vielen US-Medien groß über die Hungerproteste berichtet – und es wurde dort sehr deutlich von einem erneuten Scheitern des sozialistischen Modells gesprochen. In Deutschland liest man viel weniger über die Tragödie in Venezuela. Und die Kommentatoren in den deutschen Medien sehen die Entwicklung auch offenbar nicht als erneute Bestätigung für das Scheitern des Sozialismus. Das Wort „Sozialismus“ findet sich in den meisten Berichten nicht einmal. Wahrscheinlich will man das für viele linke Journalisten so schön klingende Wort nicht besudeln. Die „Welt“ überschreibt einen – ansonsten sehr guten – Artikel mit der absurden Überschrift: „Der Sozialismus ist tot. Es lebe die Diktatur!“ Nun ja, es war die „Welt“-Ausgabe vom 1. April. Vielleicht war die Überschrift also nur ein Aprilscherz. Denn Sozialismus und Diktatur, das ist natürlich keineswegs ein Widerspruch. Fast alle sozialistischen Länder (mit wenigen Ausnahmen wie Schweden) waren Diktaturen.

Wo bleibt die Selbstkritik der Linken?

Sarah Wagenknecht pries Hugo Chávez noch vor vier Jahren als „großen Präsidenten“, der „mit seinem ganzen Leben für den Kampf um die Gerechtigkeit und Würde stand“. Würde??? Gerechtigkeit??? Das sehen die Hungernden in Venezuela ganz anders. Chávez, so Wagenknecht, habe bewiesen, dass ein „anderes Wirtschaftsmodell möglich sei“. Bitte verschont uns mit „anderen Wirtschaftsmodellen“, wenn die so aussehen wie in Venezuela!

Sarah Wagenknecht gibt sich inzwischen lernwillig und beruft sich heute sogar auf den Marktwirtschaftler Ludwig Erhard. Aber hat sie wirklich gelernt? Wo bleiben dann selbstkritische Worte über ihre grandiose Fehleinschätzung des Wirtschaftsmodells von Chávez? Und der von den Linken in Berlin ursprünglich als Staatssekretär vorgesehene Andrej Holm schwärmte in Büchern und Vorträgen zur sozialistischen Utopie in Venezuela. Jetzt ist es merkwürdig ruhig geworden. Betretenes Schweigen. Man hört nichts mehr dazu von den Linken. Und wenn, dann sind natürlich allein die USA schuld. So wie bekanntlich für alle Übel dieser Welt. Der Sozialismus kann seine Unschuld offenbar nicht verlieren, egal wie oft er scheitert.

Lesen Sie auch Rainer Zitelmanns Kommentare auf Wallstreet-Online.

Zitat der Woche

"Wenn er all seine Kräfte auf ein einziges Ziel richtet, kann auch der Schwächste etwas erreichen, während selbst der Stärkste, der die seinen verzettelt, vielleicht zu gar nichts kommt."

Thomas Carlyle, schottischer Historiker und Philosoph

Die wissenschaftliche Forschung über besonders erfolgreiche Sportler oder Musiker, von denen wir alle dachten, das Talent sei entscheidend für ihren ungewöhnlichen Erfolg gewesen, hat inzwischen bestätigt, dass es in den meisten Fällen die systematische Übung von früher Kindheit an war, die für ihren ungewöhnlichen Erfolg verantwortlich war. Menschen, die bislang nicht den erwünschten Erfolg im Leben hatten, führen dies gern auf mangelndes Glück, mangelndes Talent oder mangelnde Beziehungen zurück. In Wahrheit liegt einer der wichtigsten Gründe, warum manche Menschen mehr Erfolg haben und andere weniger, nur darin, dass es manchen besser gelingt, ihre Energien zu konzentrieren als anderen. Ein Karatekämpfer kann deshalb sogar Ziegelsteine zerschlagen, weil er alle Energie eines Schlages in einem kleinen Punkt konzentriert. Ihre „Durchschlagskraft“ im Beruf wird ebenso groß sein, wenn es Ihnen gelingt, sich ganz und gar auf ein Ziel zu fokussieren.

140 weitere Zitate und Kommentare finden Sie in dem Buch „Worte des Erfolges“ von Dr. Dr. Rainer Zitelmann. Bestellen Sie das Buch bei info@pb3c.com

TERMINE

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

30 % Wohnungs-Crash: Unverantwortlicher Alarmismus oder reale Gefahr?

Zielgruppen: Wohnungs-Projektentwickler, Investoren am Wohnungsmarkt, Banken und andere Finanzierer sowie Vertriebe von Wohnungen aus ganz Deutschland.

Thema: Die Warnungen des ZIA-Frühjahrsgutachtens der Immobilienweisen vor möglichen massiven Preisrückgängen bei Wohnimmobilien haben zu einer intensiven Debatte in der Immobilienwirtschaft geführt. Hat empirica mit der Analyse falschen Alarm geschlagen oder auf verdrängte Risiken aufmerksam gemacht? Professor Dr. Simons von empirica begründet seine Analyse und stellt sich der Diskussion. Martin Steininger, Chefökonom von bulwiengesa stellt seine Analyseergebnisse vor. Weitere führende Experten aus dem Immobilien-Research und der Praxis werden die Chancen und Risiken am deutschen Wohnungsmarkt diskutieren. Ziel der Veranstaltung ist es, dass ausführlich alle Zahlen und Argumente diskutiert und gewogen werden – und zwar von Researchern wie auch von führenden Projektentwicklern aus ganz Deutschland.

Referenten: Vorträge von Martin Steininger (Chefökonom bulwiengesa AG): ‚Immobilienmarktprognose auf Basis von Realwirtschaft‘ und Jürgen Michael Schick MRICS (Präsident Immobilienverband IVD / Inhaber MICHAEL SCHICK IMMOBILIEN GmbH & Co. KG):‚ Welche Strategien bleiben noch?‘ Es folgt eine Podiumsdiskussion, geleitet von Prof. Dr. Tobias Just IREBS (Immobilienakademie GmbH) und den Diskussionsteilnehmern: Prof. Dr. Harald Simons (empirica ag), Martin Steininger (Chefökonom bulwiengesa AG), Jürgen Michael Schick MRICS (Präsident Immobilienverband IVD / Inhaber MICHAEL SCHICK IMMOBILIEN GmbH & Co. KG), Jacopo Mingazzini (ACCENTRO Real Estate AG), Michael Haupt (ISARIA Wohnbau AG), Carsten Sellschopf (formart GmbH & Co. KG), Fabian von Köppen (Garbe Immobilien-Projekte GmbH), Reinhold Knodel (PANDION AG), Dr. Dr. Rainer Zitelmann, Gerd Kropmanns, (DIE WOHNKOMPANIE NRW GmbH), Dr. Jürgen Leibfried (BAUWERT AG), Alexander Happ (BUWOG Group), Thomas Meyer, WERTGRUND Immobilien AG. Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 27. April 2017 im Grand Hyatt Berlin Hotel statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de. Wegen des zu erwartenden großen Teilnehmerinteresses bitten wir um rasche Anmeldung.

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Ankaufskriterien von Investoren für Projektentwicklungen im Wohnungsneubau (Forward-Deal)

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich deutschlandweit an Projektentwickler im Bereich Wohnungs-Neubau und weitere Investoren, die in den Wohnungsneubau investieren.

Referenten: Lutz Wiemer (HanseMerkur Grundvermögen AG), Maik Rissel (Family Office Bank Marcard, Stein & Co AG), Florian Mundt (Deutsche Investment Kapitalanlagegesellschaft mbH), Christoph Geirhos (Bayerische Versorgungskammer), Jochen Worringen (CORPUS SIREO / Swiss-Life-Fonds), Martin Eberhardt FRICS, Bouwfonds Investment Management), Thomas Meyer (WERTGRUND Immobilien AG), Nikolas Jorzick CFA MBA (HAMBURG TEAM Investment Management GmbH), Christoph Thumm (Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH), Fabian Klingler (Aberdeen Asset Management Deutschland AG). Begrüßung und Einführung durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Die wichtigsten Investoren aus ganz Deutschland stellen sich bei dieser Veranstaltung vor. Sie nennen ihre Ankaufskriterien (Lagen, Projektvolumen, Einkaufsfaktoren etc.), zeigen Beispiele von bereits durchgeführten Transaktionen und geben Informationen zur Abwicklung von Forward-Deals.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 4. Mai 2017 im Steigenberger Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht

Zielgruppen: Diese Veranstaltung, die wir bereits zum achten Mal durchführen, richtet sich an alle Marktteilnehmer, die professionell Immobilien kaufen und verkaufen. Sie vermittelt an zwei Tagen sowohl Grundlagen als auch Wissen zu aktuellen Entwicklungen im Immobilien-Transaktionsrecht. Kommen sollten Projektentwickler, Bauträger, Investoren, Asset-Manager, Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, Transaktionsberater, Makler, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Referenten: Dr. Peter Decker ist Rechtsanwalt und Partner von Gibson, Dunn & Crutcher LLP und berät in nationalen und internationalen Immobilientransaktionen. Er ist qualifiziert als Chartered Surveyor (MRICS) und leitet die Real Estate Praxis im Münchner Büro von Gibson Dunn, eine der führenden internationalen Anwaltskanzleien mit Sitz in Los.

Dr. Christian Schmidt ist Rechtsanwalt und seit 2014 Mitarbeiter in der Steuerabteilung der Deutschen Pfandbriefbank AG. Zuvor war er 14 Jahre als Rechtsanwalt für die internationale Anwaltssozietät Shearman & Sterling LLP und Gibson, Dunn & Crutcher LLP auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Steuerrechts tätig. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten gehört u.a. das Immobiliensteuerrecht.

Themen: 1. Tag: Steuerliche Strukturierung der Transaktion: Asset Deal; Steuerliche Aspekte einer Immobilientransaktion; Asset Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Asset Deal aus Sicht des Erwerbers (Abschreibung der Anschaffungskosten); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtige Rechtsgeschäfte, Bemessungsgrundlage, Steuerausnahmen); Umsatzsteuer (Geschäftsveräußerung im Ganzen, Umsatzsteueroption); Haftung (Betriebssteuern, Grundsteuer, Haftungsregelung im Kaufvertrag). Steuerliche Strukturierung der Transaktion – Share Deal: Share Deal aus Sicht des Veräußerers (Veräußerungsgewinnbesteuerung); Share Deal aus Sicht des Erwerbers (Abzugsfähigkeit der Akquisitionsfinanzierung, Schicksal der Verlust- und Zinsvorträge); Besteuerung mit Auslandsbezug; Umsatzsteuer (Umsatzsteuerfreiheit des Share Deals); Grunderwerbsteuer (Grunderwerbsteuerpflichtigkeit der Anteilsübertragung und Anteilsvereinigung; gem. §§ 1 Abs. 2a, Abs. 3 und Abs. 3a GrEStG, Strukturierungsmöglichkeiten); Haftung (Steuerklausel im Kaufvertrag); Mögliche Änderungen zur Grunderwerbsteuer bei Share Deals – wie können Investoren ggf. vorausschauend darauf reagieren? Vereinbarungen im Vorfeld der Transaktion: Letter of Intent, Memorandum of Understanding, Term Sheet, Exklusivitätsvereinbarung; Vertraulichkeitsvereinbarung. Due Diligence: Käufer Due Diligence/Verkäufer Due Diligence; Red Flag List; Executive Summary; Report; Datenraumanforderungen. Asset Deal: Kaufgegenstand (Bestimmtheit, Dingliche Belastungen, Bauverpflichtung); Kaufpreis (Gestaltung, Fälligkeit, Sicherstellung, Verkäuferdarlehen); Dingliche Sicherung der Kaufpreisfinanzierung (Belastungsvollmacht, Sicherstellung der Löschung); Übergang von Vertragsverhältnissen (Mietverhältnisse, Service Verträge, Versorgungsverträge, Nachvereinbarungen); Garantiehaftung versus Haftungssystem des BGB; Rechtsfolgen der Haftung (Basket, Cap, Selbstbehalt, Vertragsstrafen); Übergang von Nutzen und Lasten; Rücktrittsrechte (Verzug des Käufers, Nichteintritt der Fälligkeitsvoraussetzungen, Rechtsfolgen); Auflassungsvormerkung und Auflassung; Kostenregelung; Zusammenschlusskontrolle.

2. Tag: Share Deal – Ankauf einer Immobilie: Abgrenzung zum Asset Deal; Anwendbares Recht; Sprache der Transaktionsdokumente; Erforderlichkeit der notariellen Beurkundung; Kaufpreisgestaltung, Ablösung von Verbindlichkeiten und Kaufpreisanpassung; Physisches Closing versus reales Closing; Haftungssystematik beim Share Deal; Optionsvereinbarungen. Joint Venture für ein Immobilienprojekt: Arten von Immobilien-Joint Ventures; Wirtschaftliche Grundlagen von Joint Ventures (Objektbeschaffung, Asset Management, Exit, Budget); Die Joint Venture Vereinbarungen (Master Vereinbarung, gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen, Geschäftsbesorgungsverträge, Leistungsverträge); die Master Vereinbarung. Fortsetzung Joint Venture bezogen auf ein Immobilienprojekt: Gesellschaftsrechtliche Regelungen (Kapitalausstattung, Stimmrechte, Tag along, Drag along, Vorkaufsrechte, Gewinnverteilung); Geschäftsbesorgungsverträge (Verwaltung des Joint Ventures, Beschaffung, Verwaltung, Wertschöpfung, Finanzierung, Verkauf). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 10. und 11. Mai im THE WESTIN GRAND in Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Praxis-Seminar: Welche Wohnungsgrundrisse und welche Extras sind bei Käufern heute gefragt? Erfahrungsberichte von Projektentwicklern

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Investoren im Wohnungsneubau, Vertriebe und Architekten und finanzierende Banken. Lernen Sie aus der Praxis, was sich bewährt hat – und was nicht. Erfahrene Projektentwickler berichten anhand von Beispielen, was gut funktioniert hat – und was nicht.

Referenten: Henrik Diemann (Metropol Grund GmbH), Raimund Adameck (PANDION AG), Manuel Skorbier (ISARIA Wohnbau AG), Helmut Kunze, (Bonava Deutschland GmbH), Fabian von Köppen (GARBE Immobilien-Projekte GmbH), Claus Baumgartl / Lars Neubauer (Investa Projektentwicklungs- und Verwaltungs GmbH), Marcus Keller (BPD Immobilienentwicklung GmbH), Markus Feldt (Zabel Property AG), Alexander Happ (BUWOG Group), Carsten Sellschopf (formart GmbH & Co. KG), Christoph Gröner (CG Gruppe AG), Roderick Rauert, (LBBW Immobilien). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Die Referenten stellen am Beispiel von zwei bis drei Projekten dar: Erfahrungen mit Grundrissen – was hat sich bewährt, was nicht? Welche Extras (Energie, Haustechnik, Smart Home etc.) kamen im Vertrieb gut an, welche nicht? Abverkaufszeiten, Erfahrungen mit Sonderwunschmanagement und Lehren für künftige Projekte.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 16. Mai im Intercontinental Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

IREBS Immobilienakademie - BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Basisseminar: Projektentwicklung

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an (neue) Mitarbeiter von Projektentwicklern / Bauträgern / Projektsteuerern, Mitarbeiter von Ingenieurbüros, Architekten, Finanzierer, Investoren (v. a. jene, die Forward-Deals von Projektentwicklern kaufen), Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Mitarbeiter von Generalunternehmern / Bauunternehmen. Wenn Sie mehr als drei Mitarbeiter Ihres Unternehmens anmelden, erhalten Sie ab dem vierten Mitarbeiter einen Rabatt von 30 %. Alle Teilnehmer bekommen eine Teilnahmebestätigung der IREBS Immobilienakademie.

Referenten: Dr. Philipp Feldmann (Cilon GmbH) und Prof. Dr. Ulrich Schütz, Drees & Sommer. Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Themen: Am ersten Tag werden folgende Themen behandelt: Aufgaben eines Projektentwicklers (Grundlagen, Definition, klassische Aufgaben); idealtypischer Ablauf einer Projektentwicklung (prozessuale Aspekte); der Markt für Projektentwickler (Typen, Strategien, Marktfaktoren); Machbarkeitsstudien (Standort- und Marktanalyse, Wettbewerbsanalyse, Analyse des Nutzungskonzepts); Kalkulationsmodelle in der Projektentwicklung (von der „Bierdeckel-Kalkulation“ bis hin zur dynamischen Developer-Rechnung). Am zweiten Tag geht es um Standortanalyse/Due Diligence (Baurecht, Grundstücksanalyse, Untersuchungen vorhandener Bausubstanz); Planungskonzepte (Nutzungskonzepte/Bedarfsplanung, Bildung von Gebäudemodellen, Gebäudeplanung); Kosten- und Terminplanung (Grundleistungen nach HOAI, Baukostenplanung in der Projektentwicklung, Rahmenterminplanung); Management von Bauprojekten (Projektanalyse als Einstieg, Projektorganisation, Leistungsbilder).

Termin:
Die Sonderveranstaltung findet am 31. Mai und 1. Juni im The Westin Grand Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Intensivseminar: Grundlagen und aktuelle Entwicklungen im Immobiliensteuerrecht (Schwerpunkt Grunderwerbsteuer- / Grundsteuer-Reform)

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Projektentwickler, Rechtsanwälte / Steuerberater und Geschäftsführer von Immobilienunternehmen, wird zum 14. Mal durchgeführt und bekam stets Bestnoten von den Teilnehmern. Es können beide Tage einzeln oder auch zusammen gebucht werden.

Referenten: Hans-Joachim Beck, Vorsitzender Richter Finanzgericht Berlin-Brandenburg a. D. / Leiter Abteilung Steuern IVD und Dr. Kai Tiede, Richter am Finanzgericht Berlin-Brandenburg

Themen: Dieses Mal werden zwei besonders wichtige und aktuelle Themen behandelt. Am ersten Tag werden die Reform der Grundsteuer (die Systematik der Grundsteuererhebung und die Bewertung der Grundstücke) und die geplante Reform der Grunderwerbsteuer (Überblick über die der Grunderwerbsteuer unterliegenden Erwerbsvorgänge und die aktuelle Rechtsprechung zur Grunderwerbsteuer, Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer, Grunderwerbsteuer bei Share Deals – die derzeitigen Regelungen sowie Fragen wie: Unter welchen Voraussetzungen wird derzeit Grunderwerbsteuer ausgelöst, wenn Anteile an grundbesitzenden Gesellschaften übertragen werden? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, um solche Anteile ohne Belastung mit Grunderwerbsteuer zu übertragen? Welche Steuerbefreiungen können in Anspruch genommen werden? Wie wird der Grundstückswert ermittelt? Welche Änderungen für Share Deals werden derzeit diskutiert? Wie kann in Verträgen bei Forward-Deals vorbeugend auf mögliche geplante Änderungen reagiert werden?) behandelt. Auch geht es um die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen bzgl. Wohnimmobilienkreditrichtlinie, aktuelle Rechtsprechung zum Immobiliensteuerrecht und aktuelle Verwaltungsanweisungen zum Immobiliensteuerrecht. Am zweiten Tag geht es um die Einkommensteuer (Anschaffung eines Grundstücks, Vermietung des Grundstücks, Modernisierung, Gewerblicher Grundstückshandel, Verlustausgleichsbeschränkung (§ 15 b EStG), Erhöhte Absetzungen bei Immobilien unter Denkmalschutz und im Sanierungsgebiet, Finanzierungskosten, Geschlossene Fonds, um den § 23 EStG – Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften, u, die Gewerbesteuer (die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 GewStG)), die Umsatzsteuer (Das Prinzip der Umsatzsteuer, Vermietung des Grundstücks, aktuelle Probleme bei der Aufteilung der Vorsteuern, Veräußerung eines Grundstücks, § 13 b UStG, reverse charge) und die Erbschaft- und Schenkungsteuer (Bewertung des Grundbesitzes, Verschonung des Betriebsvermögens, sachliche Befreiung für das Familienwohnheim, gemischte Schenkung, Kritik des BVerfG und geplante Änderungen). Einführung und Moderation durch Dr. Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 19. und 20. Juni im Maritim Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de