Kommentar

Holger Friedrichs ZitelmannPB

Wie sich Unternehmen gegen Fake News wappnen können

2017 hat begonnen – und die größte Herausforderung für die Kommunikation wird der Umgang mit Fake News sein. Denn immer häufiger werden Falschnachrichten genutzt, in der Politik ebenso wie in der Wirtschaft. Der Schaden ist in beiden Fällen enorm, und die Drahtzieher sind schwer zu ermitteln – erinnern Sie sich noch an den Fall „Vinci“ vom November 2016? Es liest sich wie ein Wirtschaftsthriller. Mich hat der Fall im wahrsten Sinne des Wortes gefesselt und ich fasse gern zusammen:

Der Fall „Vinci“

Am 22. November 2016 erhielten große Nachrichtenagenturen um 16:05 eine Pressemitteilung des französischen Dienstleistungs- und Baukonzerns Vinci. Vinci teilte darin mit, dass milliardenschwere Fehler in der Bilanz vorhanden seien. Man rechne mit Verlusten von 3,5 Mrd. Euro, der Finanzvorstand sei seines Amtes enthoben worden. Es handelte sich um eine gefälschte Pressemitteilung, um Fake News. Um 16:07 veröffentlichten Dow Jones und Bloomberg Teile der Nachricht, um 16:10 folgte das Dementi seitens des Vinci-Konzern, das wiederum umgehend von den Nachrichtenagenturen aufgenommen wurde. In wenigen Minuten stürzte die Aktie rapide an den Märkten. Um 16:15 wurde der Handel der Vinci-Aktie kurzfristig ausgesetzt, da war die Aktie bereits um 18 % gefallen – ein Verlust von rund sechs Mrd. Euro bei einem ursprünglichen Börsenwert von rund 35 Mrd. Euro. Um 16:19 wurde der Handel wieder aufgenommen, der Kurs erholte sich. Um 16:27 Uhr erhielten die Nachrichtenagenturen eine zweite gefälschte Pressemitteilung, die die erste Mitteilung teilweise korrigierte. Der Finanzvorstand sei nicht entlassen worden, hieß es nun.

Logo und Corporate Design der gefälschten Pressemitteilungen stimmten mit den üblichen Pressemitteilungen von Vinci überein. Als Absender war der tatsächliche Pressesprecher des Unternehmens aufgeführt, jedoch mit einer falschen Telefonnummer. Journalisten, die sich über diese Nummer rückversicherten, erhielten eine Bestätigung über den hohen Verlust. Wer dem Link in der gefälschten Pressemitteilung folgte, kam auf eine Landing Page, die der echten Vinci-Webseite verblüffend ähnlich sah. Auf der Webseite konnte die gefälschte Pressemitteilung normal heruntergeladen werden. Auch diese Seite www.vinci.group war ein Fake. Vinci nutzt die Domain www.vinci.fr.

AFP zeigt Nerven

Glück, starke Nerven und Umsicht hatten die Redakteure der französischen Nachrichtenagentur AFP. Auch AFP erhielt die Meldung, allerdings erst um 16:12 Uhr, also sieben Minuten später als andere Agenturen. Die Redakteure prüften die Pressemitteilung routinemäßig, standen dabei aber unter erheblichen Druck, konnten sie doch live beobachten, wie die Konkurrenz diese Nachricht rasch veröffentlichte. Die Nachricht verbreitete sich bereits auf Twitter und in den einzeiligen News-Flashs der Agenturen. Die AFP-Redakteure wollten sich jedoch bei der Redakteurin rückversichern, die sich üblicherweise mit Bauunternehmen und Vinci beschäftigt. Die Redakteurin war wiederum nicht sofort erreichbar, abermals verging Zeit, der Druck, zu veröffentlichen nahm zu. Schließlich rief die für Bauthemen zuständige Journalistin beim Pressesprecher von Vinci an. Sie wählte aber nicht die auf der Pressemitteilung angegebene gefälschte Nummer, sondern die ihr bekannte, unter der sie immer mit Vinci telefonierte. Nur so erfuhr sie, dass die Pressemitteilung ein Fake war.

Zwei Stunden später bekannte sich eine Initiative zu den gefälschten Pressemitteilungen – abermals wieder per Pressemitteilung. Darin wurde auf Vinci und deren Bauprojekte wie etwa die Errichtung des Flughafens im französischen Nantes geschimpft. Doch auch diese Pressemitteilung war ein Fake, der Absender unbekannt.

Bis heute konnte nicht nachverfolgt werden, wer für diese Fake-Aktion verantwortlich ist. Der Kurs von Vinci hat sich seit dem immer noch nicht vollständig erholt.

Googeln Sie „Vinci“ – Sie werden heute keine negativen Nachrichten mehr dazu finden, dass der Konzern 3,5 Mrd. Verlust zu verzeichnen habe. Google würde entsprechende Nachrichten auch rasch entfernen. Aber manchmal dauert es, bis dies überhaupt erkannt wird. So hat die Washington Post etwa kürzlich herausgefunden, dass man unter „final election results“ erfährt, dass Donald Trump nicht nur von den Wahlmännern gewählt wurde, sondern laut den aufgeführten Ergebnissen der ersten Google-Seite auch Sieger der „Popular Vote“ gewesen sein soll – wieder ein Fake.

Gerade in Zeiten der Online-Recherche müssen wir unsere Quellen doppelt und dreifach prüfen. Denn heute beziehen Nutzer ihre Informationen zuerst aus dem Netz, dann kommen Fernsehen und Social Media, und erst an vierter Stelle folgen klassische Medien. Auch wenn derartige Untersuchungsergebnisse ebenfalls mit Vorsicht zu genießen sind, zeigen sie doch die Gefahr und die Macht, die von Fake News ausgehen. Sie verbreiten sich schnell, einfach, werden für stimmig gehalten, nicht hinterfragt und müssen anschließend mühselig dementiert werden. Dann aber ist der Schaden bereits angerichtet.

Was lernen wir aus dem Fall Vinci? Wie gehen wir als Kommunikationsstrategen damit um?

1. Fake News können jeden treffen. Es geht nicht nur um die „große Politik“. Auch die Bau- und Dienstleistungsbranche und natürlich die Finanz- und Immobilienwirtschaft können von Fake-News betroffen sein.

2. Kommunikation ist Macht. Inhalte und Botschaften bewegen Börsenkurse und sogar ganze Nationen, seien sie noch so einfach oder auch falsch. Übrigens: Auch die Hauptbotschaft von Hillary Clinton war einfach gehalten: „Stronger Together“. Clintons Slogan war lediglich nicht so erfolgreich wie die Botschaft von Donald Trump.

3. Ungeprüfte Kommunikation ist eine fünfte Gewalt. Twitter, Facebook und andere Netzwerke ermöglichen sowohl eine deutlich fokussiertere Ansprache einzelner Zielgruppen als auch die Ansprache und Mobilisierung von immer mehr Menschen. Die klassischen Medien gelten allgemein als vierte Gewalt im Staate. Doch es gibt eine neue, supranationale Gewalt – die direkte und ungeprüfte Kommunikation zwischen einzelnen und Gruppen.

Die drei Lehren für Unternehmen

Man kann sich nicht gegen jeden Fake News-Angriff wehren, aber kann vorbereitet sein, um so im schlimmsten Fall den Schaden zu minimieren – dafür gibt es drei klare Regeln:

1. Halten Sie einen engen und vertrauensvollen Kontakt zu den Journalisten. Im besten Falle erkennt die Presse dann frühzeitig den Fake, und sei es, weil sie sich unter den richtigen Nummer rückversichern.

2. Monitoren Sie Medien jeder Art, laufend, 24/7, 365 Tage im Jahr. Nur so können Sie schnell und spontan reagieren.

3. Erarbeiten Sie einen logischen Krisenkommunikationsplan. Nur so können Sie rasch über alle Kanäle reagieren – denn bei Fake News-Angriffen zählt jede Minute.

Ich wünsche Ihnen ein gutes und kommunikatives Jahr 2017.

Ihr
Holger Friedrichs

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Dann schreiben Sie an den Leiter unserer Redaktion Dr. Josef Girshovich.

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MARKT-NEWS

Zahl der schwebenden Hausverkäufe in USA sinkt, Preise in Ballungsgebieten steigen

Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 29.12. schreibt, ist in den USA laut der Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) die Zahl der nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im November überraschend um 2,5 % im Vergleich zum Vormonat gesunken. Im Oktober hätten die Verkäufe noch leicht um 0,1 % zugelegt, weshalb Volkswirte einen Anstieg um 0,5 % erwartet hätten. Im Jahresvergleich seien die Verkäufe im November 2016 jedoch stärker als zuletzt festgestellt gestiegen, nämlich um 1,4 % (nach 0,2 % im Vormonat). Die Preise in den 20 größten Ballungsgebieten hätten sich laut dem Case-Shiller-Index im Vergleich zum Vormonat um 0,63 % erhöht, nachdem Bankvolkswirte mit nur 0,51 % gerechnet hätten. Im Vormonat habe dieser Indikator noch um 0,48 % zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Preise im Oktober um 5,10 % gestiegen. Das Plus im Vormonat hatte bei 5,03 % gelegen.

Britische Wohnimmobilien verteuern sich

Nach Erwartungen der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) werden die Preise für Wohnimmobilien in Großbritannien im kommenden Jahr im Schnitt um 3 % steigen, also um die Hälfte des für 2016 erwarteten Anstiegs. Das schreibt die BÖRSEN ZEITUNG am 22.12. Bei den Mieten werde 2017 mit einem Anstieg um 2 % bis 3 % gerechnet. Der Angebotsmangel werde Preise und Mieten auch weiterhin stützen. Für das Zentrum von London rechneten die Sachverständigen mit einer Stabilisierung der Preise, da die Abwertung des Pfunds Interessenten aus dem Ausland ermutigen dürfte.

Wohnen in Deutschland wird auch 2017 teurer

Wie DIE WELT am 24.12. schreibt, liegen laut dem aktuellen Marktreport von F+B die Nettokaltmieten in München bei durchschnittlich 16,32 Euro/qm, in Frankfurt bei 13,31 Euro/qm sowie bei 11,43 Euro/qm in Hamburg. Die Mieten stiegen weiter, obwohl laut dem Statistischen Bundesamt von Januar bis Oktober 2016 308.700 neue Wohnungen genehmigt worden seien. Damit, dass Wohnen im kommenden Jahr in Deutschland weiter teurer wird, rechnet auch der Deutsche Mieterbund, berichten die FAZ und DIE WELT am 27.12. Das gelte vor allem für Großstädte, Ballungsgebiete und Universitätsstädte. Auch gebe es Anzeichen dafür, dass es zuletzt auch in ländlichen Räumen zu leichten Preissteigerungen gekommen sei. Das Investitionsvolumen sei 2016 nach vorläufigen Daten weiter gestiegen. Die Mieten seien in Großstädten nach einem Umzug um 7 % bis 8 % höher. Die Bestandsmieten seien nicht ganz so stark gestiegen, doch gebe es keine Anzeichen, dass der Mietanstieg 2017 weniger stark ausfallen werde. Inzwischen fehlten in Deutschland 850.000 Wohnungen. Um dem zu begegnen, sei die Errichtung neuer Stadtteile nötig.

Baubranche erlebt stärkste Auftragslage seit mehr als 20 Jahren

Wie die BÖRSEN ZEITUNG am 24.12. schreibt, sind die Auftragsbestände in der Baubranche so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Deshalb habe der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie seine Prognose für 2016 zum dritten Mal erhöht. Für 2017 sei von einem Wachstum von 5 % bis 6 % auf rund 111 Mrd. Euro auszugehen. Vor allem Projekte der öffentlichen Infrastruktur würden aufgrund höherer staatlicher Investitionen verstärkt umgesetzt. Auch der rege Wohnungsbau trage zur Auftragslage bei. 2016 seien rund 280.000 Wohneinheiten entstanden, für 2017 würden mehr als 300.000 neue Einheiten prognostiziert. Bundesbauministerin Hendricks halte jedoch 400.000 neue Wohnungen pro Jahr für nötig. Außer für Logistikimmobilien, bei denen die Nachfrage aufgrund des wachsenden E-Commerce hoch sei, werde bei Wirtschaftsgebäuden die Auftragslage langsamer wachsen. Die Steigerung um insgesamt 3 % gründe sich zentral auf umfassende Investitionen der Deutschen Bahn, ohne die das Wachstum „gegen null gehen“ würde, wie Heiko Stapelmann vom Hauptverband kommentiere.

ABCD-Klassifizierung wird überarbeitet

Die von bulwiengesa vor rund 25 Jahren erarbeiteten Kategorien für die Klassifizierung des Wohnungsmarktes werden von einer Arbeitsgruppe der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) überarbeitet, berichtet die IMMOBILIEN ZEITUNG am 22.12. „ABCD ist für den Büromarkt, nicht aber für den Wohnungsmarkt geeignet“, sage Michael Schlatterer von CBRE. Intern bemühe sich CBRE schon seit längerem um eine Erneuerung und habe sich die Kategorien Studentenstadt (mittelgroße Städte mit einem Studentenanteil von mehr als 15 %) oder Großstädte mit einer „stabilen Basis im produzierenden Bereich“ (wie Bremen, Nürnberg oder Hannover) einfallen lassen. Wichtig seien inhaltlichen Kriterien, auf die sich alle Marktteilnehmer einigen könnten und die auch langjährige Vergleiche erlaubten. Tobias Just von der Irebs, der die Arbeitsgruppe berate, plädiere dafür, das ABCD-Schema, das die für Investoren wichtige Liquidität aufzeige, nicht abzuschaffen, sondern zu ergänzen. André Adami von bulwiengesa bezweifle den Nutzen einer solchen Ergänzung, da Chaos zu entstehen drohe, die langjährige Vergleichbarkeit nicht mehr gewährleistet sei. Auch seien die derzeitigen ABCD-Klassifizierungen ja nicht starr, da seit 2009 einige Änderungen vorgenommen worden seien.

Regeln für Wohnimmobilienkreditvergabe präzisiert, Eingriffsmöglichkeiten für den Blasenfall beschlossen

Wie das HANDELSBLATT am 21.12. sowie die BÖRSEN ZEITUNG und DIE WELT am 22.12. schreiben, hat das Bundeskabinett am Mittwoch vor Weihnachten eine Präzisierung der Vorgaben für die Wohnimmobilienkreditvergabe auf den parlamentarischen Weg gebracht. Laut Gesetzentwurf sollten künftig auch Wertsteigerungen von Immobilien etwa durch Bau- und Renovierungsmaßnahmen bei der Kreditwürdigkeitsprüfung berücksichtigt werden. Zudem werde klargestellt, dass Immobilienverzehrkredite nicht unter die Schutzbestimmungen für Verbraucherdarlehen fallen. Finanz- und Justizministerium sollten außerdem in einer Rechtsverordnung klare Leitlinien zur Kreditwürdigkeitsprüfung erarbeiten. Branchenvertreter begrüßten die Präzisierung der Vorgaben. Die Aufsichtsbehörden verfügten schon heute über ausreichende Instrumente. Laut einer Studie von Kreditvergleich.net hat ungeachtet dessen die Kreditvergabe im Q2 2016 über der im Vorjahresquartal gelegen, schreibt die FAZ am 30.12. Allerdings bezöge sich die Angabe nur auf das Volumen, nicht auf die Anzahl der ausgereichten Kredite. Denkbar sei, dass weniger Kredite mit größeren Summen ausgereicht worden oder Effekte der Richtlinie erst später eingetreten seien. Auch habe es offenkundig Unsicherheit bei vielen Kreditinstituten gegeben, da es an klaren Formulierungen fehle, auf die sich die Banker bei ihren Entscheidungen berufen könnten. Zugleich mit den Präzisierungen für die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie sind dem Wohnkreditgesetz Eingriffsmöglichkeiten der BaFin im Fall einer Immobilienblase vom Bundeskabinett beschlossen worden, schreiben das HANDELSBLATT am 21.12. sowie die BÖRSEN ZEITUNG und DIE WELT am 22.12. Das kritisierten Branchenvertretern weiterhin scharf, auch eine größere Gruppe Abgeordneter in beiden Fraktionen sperre sich gegen das Gesetz. Erik Marienfeldt von HIH Real Estate schätzt im Interview mit der FAZ vom 30.12. zur derzeitigen Verfassung der Immobilienwirtschaft im Euroraum die systemischen Risiken als gering ein: „Eine Korrektur des Marktes, wie sie etwa ein signifikanter Zinsanstieg auslösen würde, wäre in der jetzigen Marktsituation wegen der hohen Eigenkapitalquoten deutlich abgebremster, und wegen der geringen Verbriefungsquoten würden nicht mehr automatische Verwertungszwänge auf der Kreditseite einsetzen. Ein akuter Marktschock wie nach der Lehman-Krise ist deshalb unwahrscheinlich.“

Neue Berliner Landesregierung schützt vor allem Mieter

Für die neue Berliner Landesregierung steht laut der Koalitionsvereinbarung von SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen ungeachtet des Wohnungsmangels in der Hauptstadt der Mieterschutz im Vordergrund. Das schreibt DIE WELT am 28.12. Unter der neuen Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) sollten Milieuschutzregeln ausgeweitet werden und Anwohner mehr mitbestimmen können. Außerdem solle die Kommune (in Berlin der zuständige Bezirk) unter gewissen Voraussetzungen ein Vorkaufsrecht ausüben dürfen. Die drei Koalitionsparteien setzten verstärkt auf die sechs landeseigenen Wohnungsbauunternehmen. Bis zum Jahr 2025 solle der landeseigene Bestand auf 400.000 Wohnungen ausgebaut werden. Der Druck auf die öffentlichen Unternehmen sei enorm. Sie müssten neu bauen und sanieren, würden damit aber Verluste machen, die der Steuerzahler ausgleichen müsse. Jacopo Mingazzini von Accentro Real Estate kritisiere: „Der Koalitionsvertrag der rot-rot-grünen Landesregierung strotzt vor Misstrauen in die Marktkräfte“ und sei ein Schritt in die Quasi-Verstaatlichung. Eine Förderung von Wohneigentum finde in der Politik der neuen Landesregierung nicht statt, obwohl sie von der Berliner Verfassung vorgeschrieben werde. Auch Dirk Wohltorf vom IVD spricht mit Blick auf Katrin Lompscher von einer „Senatorin, die Wohneigentum und Investitionen als etwas Böses sieht“. Jakob Mähren von der Mähren AG sage: „Es wird alles getan, damit Investoren vertrieben werden.“

Münchener Wohnungen werden kleiner und teurer

Wie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 30.12. schreibt, hat bulwiengesa für seine aktuelle Neubau-ETW-Studie in München in zentralen Stadtteilen insgesamt 101 Projekte ausgewertet, die konkret in Planung sind oder 2016 fertiggestellt wurden. Die untersuchten Bauvorhaben umfassten 5.960 Eigentumswohnungen mit einer Wohnfläche von insgesamt knapp 509.000 qm. Die Preise der neuen Eigentumswohnungen seien deutlich höher als in den vergangenen Jahren, auch aufgrund der extrem teuren Baugrundstücke. Vor allem in den zentralen Lagen entstünden einige Premiumwohnungen mit Durchschnittspreisen von 15.000 Euro/qm oder 16.000 Euro/qm. Doch gebe es auch verhältnismäßig günstige Angebote mit Durchschnittspreisen von 4.800 Euro/qm bis 5.300 Euro/qm. Die meisten Wohnungen in München würden vor Fertigstellung verkauft. Der Durchschnittspreis liege bei 7.464 Euro/qm. Münchener Wohnungen würden im Mittel immer kleiner, bei zwei Dritteln der Projekte betrage die durchschnittliche Wohnungsgröße weniger als 90 qm. Große Wohnungen gebe es nur wenige und vor allem im gehobenen Segment. Wohnungen mit mehr als 150 qm Fläche kosten im Durchschnitt 13.500 Euro/qm.

Büromieten steigen

Die deutschen Büromieten sind 2016 in allen Städteklassen und allen Nutzungskategorien gestiegen. Das schreibt die FAZ am 30.12. unter Berufung auf den aktuellen Gewerbepreisspiegel des IVD, für den die Büromieten in 350 Städten und Gemeinden ausgewertet worden seien. In den Metropolen habe die Dynamik etwas nachgelassen, die Nettokaltmieten der normal ausgestatteten Büros hätten nur noch um 1,6 % zugenommen. Bei Büros mit einfachem Nutzungswert sei der Zuwachs von 3,4 % auf 0,5 % zurückgegangen. Doch in Städten mit 250.000 bis 500.000 Einwohnern seien die Mieten in allen Nutzungswertkategorien 2016 stärker als im Vorjahr gestiegen. Büros mit mittlerem Nutzungswert seien um 4,1 % (Vorjahr: 1,1 %) teurer geworden. In Klein- und Mittelstädten mit weniger als 100.000 Einwohnern seien die Mieten 2016 um 1,6 % bis 2,9 % gestiegen. Grund hierfür sei eine konstant steigende Büronachfrage in ganz Deutschland. „Die erhöhte Nachfrage fußt auf einem soliden Beschäftigungsaufbau“, sage Jürgen Michael Schick vom IVD. Die Anzahl der Bürobeschäftigten sei zwischen dem Q2 2014 und dem Q2 2015 um 2,2 % gestiegen, seit 2010 sogar um 10 %. Da sich die Beschäftigung in Deutschland auch aktuell günstig entwickle, rechne der IVD für 2017 mit weiterem Mietanstieg, wenn auch mit nachlassender Dynamik. Am teuersten sei es nach wie vor in München mit inzwischen 22,50 Euro/qm für Büros mit mittlerem Nutzungswert. Frankfurt liege deutlich dahinter mit 14,40 Euro/qm, gefolgt von Düsseldorf (13 Euro/qm), Köln (12 Euro/qm) und Stuttgart (10 Euro/qm). Auch der Mietanstieg liege mit 2,3 % in München 2016 gegenüber dem Vorjahr über dem Durchschnitt. Am stärksten aber hätten sich die Büromieten 2016 in Berlin verteuert, und zwar um 4,5 % auf 8,88 Euro/qm.

Immer mehr Gastronomieflächen in Einkaufszentren

Laut Ludwig Vogel von Warburg-HIH Invest belegen Restaurants und Fastfood-Anbieter inzwischen durchschnittlich 15 % der Flächen in den Einkaufszentren, nachdem ihr Anteil 1995 erst bei 3 % bis 5 % gelegen habe. Das schreibt die FAZ am 23.12. Bis zum Jahr 2025 dürfte ihr Anteil weiter auf 20 % steigen. Hauptgrund dafür sei, dass die Menschen seltener zu Hause äßen als früher. In der Folge sinke der Anteil der Flächen, die von Elektrogerätemärkten belegt würden. Laut Jan Dirk Poppinga von CBRE seien etablierte Einkaufszentren in guten Lagen weiterhin besonders stark gefragt. Doch sei das Angebot zu gering, weil zu wenig neue Zentren entstünden.

Nachholbedarf beim Thema Digitalisierung

Wie KONII.DE am 14.12. und die IMMOBILIEN ZEITUNG am 22.12. schreiben, schreiten die digitalen Transformationsprozesse innerhalb der Immobilienbranche unterschiedlich schnell voran. Dies gehe aus einer Studie des ZIA unter Mitarbeit des Real Estate Management Institute (Remi) der EBS Universität für Wirtschaft und Recht und der Real I.S. AG hervor. Insgesamt sehe der ZIA noch Nachholbedarf für die Branche. So hätten lediglich 18 % der 127 befragten Unternehmen angegeben, sich in einem weit fortgeschrittenen Stadium der Digitalisierung zu befinden. Demgegenüber stünden 32 % in einer mittleren Fortschrittsphase und 16 % am Anfang, bei 5 % stehe habe der Prozess noch nicht eingesetzt. In 81 % der Unternehmen gebe es keine eigenen Abteilungen für den digitalen Transformationsprozess. „Die Studie zeigt, dass Unternehmen, die die Zuständigkeit nicht klar definiert haben, mit diesem Transformationsprozess noch nicht begonnen haben oder sich erst in einem sehr frühen Stadium befinden“, sage Jochen Schenk von Real I.S. Den etablierten Marktakteuren stünden sogenannte Proptechs entgegen, also Start-ups in der Immobilienbranche. Trotz innovativer Ideen sei bisher nur eine vergleichsweise geringe Summe in deutsche Proptechs investiert worden (90 Mio. Euro von Q1-Q3 2016), wie eine Auswertung der Onlinebank comdirect.de zeige. Es biete sich jedoch für die etablierten Immobilienunternehmer an, Proptechs zu übernehmen, um den eigenen Digitalisierungsprozess voranzutreiben.

FONDS- UND FINANZ-NEWS

Immobilienfonds

Benelux Commercial Real Estate: Wie die IMMOBILIEN ZEITUNG am 21.12. online schreibt, legen Cording Real Estate und Warburg-HIH Invest gemeinsam den offenen Spezialfonds ‚Benelux Commercial Real Estate‘ auf. Das Individualmandat für Helaba Invest und die SV SparkassenVersicherung werden in den kommenden zwei Jahren Multi-Tenant-Immobilien aus den Segmenten Büro und Handel in der Größenordnung von 10 Mio. bis 40 Mio. Euro in den Ländern Belgien, Holland und Luxemburg einkaufen. 200 Mio. Euro Eigenkapital stünden zur Verfügung, brutto solle der Fonds ein Volumen von 300 Mio. Euro erreichen. Als Nettoausschüttungsrendite über den geplanten Anlagezeitraum von zehn Jahren würden 4 % p. a. angestrebt.

Offene Immobilienfonds: Aus offenen Immobilienfonds sind laut der aktuellen BVI-Statistik vom 31.10. im Oktober 2016 0,3 Mrd. Euro abgeflossen. Darin eingerechnet seien aber Substanzauszahlungen im Wert von 0,9 Mrd. Euro als Rückflüsse, die offene Immobilienfonds in Auflösung an Anleger überwiesen hätten. Faktisch hätten die Fonds im Oktober somit 0,6 Mrd. Euro eingesammelt. Das verwaltete Vermögen der offenen Immobilienfonds betrage 88 Mrd. Euro.

Immo-AGs

Vonovia/Conwert: Der größte Wohnungskonzern Deutschlands übernimmt die österreichische Conwert. Das schreiben die BÖRSEN ZEITUNG am 20.12. sowie die FAZ und DIE WELT am 21.12. Mehr als die Hälfte der Conwert-Aktionäre habe nach Angaben von Vonovia das Übernahmeangebot angenommen. Laut der BÖRSEN ZEITUNG vom 21.12. hat sich die Adler Real Estate mit Vonovia darauf verständigt, ihr Aktienpaket (26 %) an Conwert gegen Barzahlung in die Offerte einzuliefern.

Immofinanz/CA Immo: Die beiden österreichischen Immobilienunternehmen werden später als geplant fusionieren, schreibt die BÖRSEN ZEITUNG am 20.12. Grund dafür sei, dass die Abtrennung des Russlandgeschäfts der Immofinanz einen längeren Zeitraum als ursprünglich geplant erfordere, wie Immofinanz nach Festlegungen von Vorstand und Aufsichtsrat mitgeteilt habe. Die Detailgespräche würden bis zur Abtrennung des Russlandportfolios ruhen.

Aktuelle Projektentwicklungen

Berlin: Der Projektentwickler immobilien-experten-ag. hat auf dem Campus Am Oktogon in Berlin-Adlershof das Büro- und Laborgebäude ‚B2′ in Betrieb genommen. Das schreibt die IMMOBILIEN ZEITUNG am 22.12. Drei der fünf Etagen des Gebäudes mit 2.200 qm Nutzfläche seien bereits vermietet. Wie bei dem bereits zuvor fertiggestellten Zwillingsgebäude ‚B1′ solle das B2 das Nachhaltigkeitszertifikat LEED Gold erhalten.

Rainer Zitelmann

Dr. Dr. Rainer Zitelmann www.rainer-zitelmann.de

Andrej Holm - der Mann, der künftig Berlins Wohnungspolitik macht

Seit einigen Wochen wird in Berlin heftig über Andrej Holm diskutiert, den für Wohnen zuständigen Staatssekretär unter der Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke). Die linke Szene in Berlin ist ebenso begeistert wie der Mieterverein. Aus meiner Sicht ist die Diskussion zu einseitig auf seine Stasi-Vergangenheit fixiert und beschäftigt sich zu wenig mit seinen heutigen wohnungspolitischen Vorstellungen.

Die Fakten: Holm räumt ein, als Jugendlicher für die Stasi gearbeitet zu haben. 1989 sei er in die Grundausbildung im Wachregiment Feliks Dzierzynski gegangen, mit der Perspektive, „in der Stasi zu bleiben“. Dann habe er sich jedoch gefreut, als die DDR zusammenbrach. Vorgeworfen wird ihm auch, in der linksextremen, autonomen Szene Berlins aktiv gewesen zu sein. Ein Ermittlungsverfahren gegen ihn wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung wurde jedoch eingestellt. Die Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher stellte sich auf dem Linken-Parteitag demonstrativ hinter Holm. Er sei zur Zeit des Mauerfalls 18, 19 Jahre alt gewesen. „Wir alle haben ein Recht auf Irrtum und Korrektur und allemal gilt das für junge Leute.“

Grundsätzlich sehe ich das nicht anders. Seit über 20 Jahren bin ich FDP-Mitglied, aber in meiner Jugend war ich Maoist. Mit 13 Jahren gründete ich an meiner Schule eine „Rote Zelle“ und gab die Schülerzeitung „Rotes Banner“ heraus. Mit 14 Jahren schloss ich mich der Jugendorganisation der maoistischen KPD/ML an. Niemand hat mir das je zum Vorwurf gemacht.

Lompscher hat Recht: Jeder hat ein Recht auf Irrtum. Niemandem soll man ein Leben lang Jugendsünden vorwerfen. Andernfalls hätten weder Jürgen Trittin noch Joschka Fischer Minister werden dürfen – Trittin war Mitglied des Kommunistischen Bundes (KB) und Fischer Aktivist beim linksextremen „Revolutionären Kampf“. Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann, heute bekennender Konservativer bei den Grünen, war Mitglied im maoistischen KBW, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Antje Vollmer, war in der maoistischen KPD/AO. Und was die Stasi-Vergangenheit anlangt, so gab es diese Vorwürfe auch gegen den Ministerpräsidenten von Brandenburg, Manfred Stolpe, (IM Sekretär) sowie gegen Gregor Gysi.

Ich finde, jeder hat ein Recht auf Irrtum, und wenn extremistische Aktivitäten Jahrzehnte zurückliegen und sich derjenige glaubwürdig davon distanziert, dann sollte man ihm dies nicht zum Vorwurf machen. Wie steht es damit bei Holm? Ist der ehemalige überzeugte Kommunist und Stasi-Mann heute ein Demokrat?

Venezuela in Berlin?

2007 veröffentlichte Holm einen Beitrag, in dem er die „partizipatorische Stadtentwicklung“ im sozialistischen Venezuela als vorbildlich bezeichnete. Linke Kritik an dessen Herrschaftssystem sei unsolidarisch. Vor sieben Jahren referierte er bei einer Veranstaltung über Venezuela – Titel: „Revolution als Prozess“. Veranstalter waren u. a. die MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands), die DKP (Deutsche Kommunistische Partei) und andere linke und linksextreme Gruppen. Voller Enthusiasmus heißt es in der Ankündigung:

In Venezuela hat sich seit der erstmaligen Wahl von Chavez im Jahr 1998 für die Bevölkerung viel verbessert:
– kostenlose Gesundheitsversorgung für alle,
– vollständige Alphabetisierung, Zugang zu Bildung für alle,
– Ersetzen von Slums durch Sozialwohnungen,
– Beteiligung von immer mehr Menschen an den Medien,
– Überwindung der Benachteiligung der indigenen Bevölkerung usw.

In der neuen Verfassung sind Grundrechte auf Bildung, Gesundheit usw. für alle Menschen garantiert, die Abschaffung des Großgrundbesitzes ist als Ziel festgeschrieben. Dabei sind die Veränderungen zustande gekommen unter breitester Beteiligung von Basisinitiativen. Die Frage des Sozialismus wird breit in der Bevölkerung diskutiert.

Noch heute leiden die Menschen in Venezuela unter den Folgen der Herrschaft von Hugo Chávez, für den Holm sich so begeisterte. Die Menschen hungern in einem Land, das die höchste Inflation der Welt hat (über 200 % im Monat), obwohl es auch die größten Erdölvorkommen hat. Vorbild für Deutschland?

Holm 2014: „Hausbesetzung ist ein Beitrag zur Lösung“

Ich finde, was Holm heute sagt, spricht für sich selbst – und überlasse das Urteil darüber daher dem Leser: „Hausbesetzen ist aber auch ein Beitrag zur Lösung der Wohnungsfrage. Vor allem langfristig – das zeigen die Beispiele in Berlin, Hamburg, Frankfurt und Freiburg – bieten die ehemals besetzten Häuser günstige Wohngelegenheiten, selbst in gentrifizierten Nachbarschaften“, so sagte Holm noch 2014! Gerade im Vergleich zu Instrumenten wie Milieuschutzsatzungen oder Förderprogrammen schneide die sozial-ökonomische Bilanz langfristig gesicherter Hausbesetzungen besser ab, so Holm, weil die Verwertungsinteressen nicht nur ausgebremst, sondern tatsächlich aus dem Rennen genommen würden.

„Mit der faktischen Enteignung privaten Immobilienbesitzes“, so Holm, „wird die Logik der Ertragserwartung durch eine Ökonomie der Selbsthilfe ersetzt, die sich ausschließlich an den Bedürfnissen und den realen Kosten orientiert … Eine Lösung der Wohnungsfrage wird es nur geben, wenn es gelingt, auf der Basis einer marktfernen Bewirtschaftung das Wohnen als soziale Infrastruktur zu organisieren. Hausbesetzungen und die aus ihnen entwickelten Rechtsformen wie das Mietshäusersyndikat können dabei als Orientierung verstanden werden.“

Holm 2014 „Jede Besetzung ist ein kleiner Sieg“

Die soziale Praxis des Besetzens, so schrieb Holm 2014 in der taz, sei „nach wie vor zeitgemäß“ und verspreche „eine Reihe von Vorteilen im Vergleich zu anderen Formen der politischen Intervention“. Das Nutzen von Räumen ohne die Zustimmung der Besitzenden stelle nicht nur die bestimmende Rolle des Eigentums infrage, sondern eröffne vor allem Räume für andere Formen des Alltags. „Es ist durch Momente der Selbstermächtigung geprägt und kann als effektive Form einer sozialen Wohnungspolitik angesehen werden. Jede Besetzung ist ein kleiner Sieg der Gebrauchswerte über den Tauschwert. Sie zeigt uns, dass eine andere Welt möglich ist.“

Lesen Sie auch Rainer Zitelmanns Kommentare auf Wallstreet-Online.

Buchtipp: Das trügerische Gedächtnis

Julia Shaw, Das trügerische Gedächtnis. Wie unser Gehirn Erinnerungen verfälscht, Carl Hanser Verlag, München 2016, 302 Seiten.

Dies ist eines der faszinierendsten Bücher, die ich 2016 gelesen habe. Die führende Gedächtnisforscherin Julia Shaw zeigt, dass Ereignisse, von denen wir glauben, sie hätten sich ereignet, manchmal überhaupt nicht oder aber in völlig anderer Weise stattgefunden haben, als wir glauben. Unsere Erinnerung täuscht uns – viel häufiger, als wir denken. Die Autorin arbeitet u. a. als Kriminalpsychologin und hat vielfach aufgedeckt, dass vermeintliche Erinnerungen von Zeugen falsch waren, wobei es sich keineswegs um bewusste Falschaussagen handelte. Die Zeugen glaubten tatsächlich, sie hätten etwas gesehen, was in Wahrheit so nie stattfand.

Shaw führt aus, „dass sich Erinnerungen für diejenigen, die sie haben, echt anfühlen und folglich auch für andere echt aussehen – sie können Teil der persönlichen Vergangenheit der Person werden, die sich erinnert, ob sie tatsächlich stattgefunden haben oder nicht“ (S. 197).

Experimente zeigen, wie es möglich ist, die Erinnerungen von Menschen zu manipulieren. Dafür braucht es keiner Methoden wie Hypnose oder Gehirnwäsche. Es genügt, Menschen eine Fotomontage vorzulegen, die sie in einem Heißluftballon zeigen – und viele beginnen, sich an die Einzelheiten dieser (vermeintlichen) Ballonfahrt zu erinnern und davon zu erzählen. Die Hälfte der Versuchspersonen erinnerte sich an Einzelheiten der Fahrt im Heißluftballon, die sie tatsächlich nie gemacht hatten (S. 204). Und zwar einfach auf die Aufforderung hin, sich an das Ereignis zu erinnern, während man ihnen ein bearbeitetes Foto vorlegte, auf dem sie im Korb dieses Ballons zu sehen waren.

„Wenn wir ein Foto sehen, erschaffen wir eine neue Erinnerung von diesem Moment, die unsere Erinnerung daran, dass wir etwas selbst erlebt (oder nicht erlebt) haben, überlagern kann (wie bei der verbalen Überschattung). Wenn wir dann an das Ereignis denken, haben wir Mühe, zwischen unserer Erinnerung an das Foto und an unser tatsächliches Erleben zu unterscheiden – möglicherweise ersetzen wir dabei sogar eine echte visuelle Erinnerung durch eine andere.“

Es reicht aus, Personen vermischte Geschichten vorzulegen – erfundene und wahre -, die Bekannte über gemeinsam Erlebtes berichten, und viele Menschen bilden darauf falsche Erinnerungen heraus. Das sind keine Ausnahmefälle und beschränkt sich keineswegs auf leicht beeinflussbare Personen, sondern 70 % der Versuchspersonen glaubten danach tatsächlich, sie hätten beispielsweise ein Verbrechen begangen, obwohl das gar nicht der Fall war (S. 195).

„Wir alle“, so die Autorin, „sind anfällig für die gleichen Arten von Erinnerungstäuschungen und überschätzen die Sicherheit unserer Erinnerungen. Und wir müssen anerkennen, dass allzu große Selbstgewissheit in Bezug auf unsere Erinnerungen nicht angebracht ist. Für mich ist diese Selbstgewissheit vielmehr oft ein Warnsignal. ACHTUNG, diese Person ist sich vielleicht nicht ausreichend über ihre Wahrnehmungsverzerrungen im Klaren. ACHTUNG, diese Person weiß vielleicht nichts von Erinnerungstäuschungen und Erinnerungsschwächen.“ (S. 180)

Shaw berichtet von dem „Innocence Project“ in den USA, das sich der Aufgabe widmete, Unschuldige, die für ein Verbrechen verurteilt worden waren, zu rehabilitieren. Insgesamt wurden 337 Menschen befreit, die zu Unrecht im Gefängnis gesessen hatten – DNA-Tests hatten zweifelsfrei belegt, dass sie unschuldig waren und die Tat von einem anderen begangen worden war. Fehlerhafte Erinnerungen von Zeugen spielten in mindestens 75 % dieser Fälle eine Rolle (S. 158).

Die Autorin zeigt auch die Gefahr von Therapien und Psychoanalyse auf, bei denen Patienten dazu gebracht würden, vermeintlich verdrängte Erlebnisse noch einmal zu erleben. Nicht selten würden diese angeblichen Erlebnisse während der Therapie erst „erzeugt“. Ähnliches geschehe bei Polizeibefragungen, bei denen zu oft mit suggestiven Methoden gearbeitet werde. „Das heißt, dass unsere falschen Wahrnehmungen der Wirklichkeit in unser Gedächtnissystem eingespeist und später wieder erinnert werden können, obwohl sie nie die objektive Wirklichkeit abgebildet haben.“ (S. 70) Die falschen Erinnerungen sehen oft echt aus und fühlen sich auch so an – und da sie keine Form der Lüge sind, wirken sie auch nicht wie eine Täuschung (S. 247).

Manchmal komme die Erkenntnis, dass etwas nicht stattgefunden haben kann, nur im Lichte neuer Beweise zustande, die unseren bisherigen Überzeugungen widersprächen. Meist stellten wir unser Gedächtnis aber nicht infrage. Manche Menschen behaupten sogar, sich an Ereignisse ihrer ersten Lebensjahre oder sogar an ihre Geburt zu erinnern. Sie schildern diese Ereignisse so plastisch und mit so vielen Details, dass sie plausibel wirken. In Wahrheit hat die Wissenschaft jedoch herausgefunden, dass solche Erinnerungen an die ersten Lebensjahre unmöglich sind. Meist handelt es sich um Geschichten, die die Eltern uns erzählt haben. Unser Gehirn kann nur unzureichend zwischen eigenen Erinnerungen unterscheiden und Geschichten, die uns andere erzählt haben. Die Autorin spricht von „Quellenverwechslung, bei der wir die Quelle der Information vergessen, an die wir uns erinnern, was uns zu der Annahme verleiten kann, wir hätten Dinge erlebt, von denen man uns nur erzählt hat“ (S. 224).

Hier liege in der Kriminaltechnik eine große Gefahr, wenn Zeugen gemeinsam vernommen würden, sich über eine Tat austauschten oder aus Medien von anderen Tatschilderungen erführen. Sie vermengen dann vielfach die eigenen Erinnerungen mit denen anderer Zeugen. Und die wechselseitige Bestätigung von Zeugenaussagen, die in Wahrheit ein Ergebnis dieser Erinnerungsübertragungen sei, werde dann fälschlich als Beleg für die Korrektheit der Zeugenaussage bewertet.

Das Buch ist in einer lockeren und sympathischen Sprache geschrieben – und die Autorin ist sogar so freundlich, den Leser zuvor auf ein schwerer verdauliches Kapitel über Neurobiologie (Kapitel 3) hinzuweisen und ihm zu „erlauben“, dieses zu überspringen. Das Buch ist im besten Sinne aufklärerisch, denn es kann unsere Skepsis gegenüber eigenen und fremden Erinnerungen stärken – und übrigens auch gegenüber klassischen Therapieformen wie der auf Sigmund Freud zurückgehenden Psychoanalyse. Vermutlich wurden manche Traumata erst in solchen Therapien erzeugt – und die Menschen leiden dann darunter, als ob sie diese Dinge wirklich erlebt hätten.

Man kann nur hoffen, dass die Erkenntnisse der Kriminalpsychologin auch von Richtern und Polizeibeamten zur Kenntnis genommen werden, damit Zeugenaussagen angemessen bewertet und bei Befragungen die von ihr aufgezeigten Fehler vermieden werden.

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Zitat der Woche

Jedem Besiegten wird es schwer, den Grund seiner Niederlagen an der einzig richtigen Stelle, nämlich in sich selbst zu suchen.“

Theodor Fontane, deutscher Schriftsteller

In jedem Gefängnis finden Sie ganz überwiegend Menschen, die glauben, sie seien zu Unrecht verurteilt worden. Sie halten sich selbst für Opfer von Justizirrtümern, der Gesellschaft oder ihrer unglücklichen Kindheit. Wenn es sogar einem rechtskräftig verurteilten Verbrecher so schwerfällt, die Schuld für die eigene Niederlage bei sich selbst zu suchen, wie schwer fällt es dann erst recht uns, bei leichteren „Vergehen“ und kleineren Niederlagen die Schuld zuerst bei uns selbst zu suchen? Es fällt uns allen unendlich viel leichter, den Grund für unsere Niederlagen außerhalb von uns zu suchen, anderen die Schuld zu geben. Aber hilft uns das wirklich? Wir können aus Niederlagen nur dann lernen, wenn wir die Verantwortung dafür ohne Wenn und Aber selbst übernehmen.

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Mehr Wohnhochhäuser nötig: Wie Thomas Zabel von der Zabel Property AG am 27.12. auf BUSINESS INSIDER ausführt, sind in Deutschland auch aus städteplanerischer Sicht mehr Wohntürme nötig. Den Bewohnern versprächen sie ein urbanes Lebensgefühl mit verschiedenen Servicedienstleistungen.

Landespolitik als Unsicherheitsfaktor für die Pflegeheimplanung: Wie Jens Nagel von Hemsö am 22.12. auf DIE IMMOBILIE online schreibt, sind die länderspezifischen Unterschiede in den Regelungen für Pflegeheiminvestitionen ein Risikofaktor für Betreiber und Investoren. Hinzu komme die Tatsache, dass Landespolitiker Pflegethemen verstärkt für ihren Wahlkampf nutzten und deshalb einschneidende Änderungen mit jedem Regierungswechsel zu befürchten seien. Dies schade den Bewohnern, Betreibern und Investoren gleichermaßen, dabei sei heute eine langfristige Pflegeversorgung bundesweit wichtiger denn je.

Barrierefreie Wohnungen bieten attraktive Renditepotenziale: Das Angebot im barrierefreien Wohnsegment bleibt deutlich hinter der Nachfrage zurück, schreibt Michael Held von Terragon am 21.12. auf CASH ONLINE. Bei altersgerechten Wohnungen liege der Bestand bei nur 800.000 Wohneinheiten, während 3,7 Millionen Senioren bewegungseingeschränkt seien. Doch eine barrierefreie Wohnung sei nicht nur für Senioren attraktiv, sondern auch für Familien mit Kleinkindern oder krankheitsbedingt Bewegungseingeschränkte. Da Barrierefreiheit im Wohnungsneubau laut aktuellen Erkenntnissen keine Mehrkosten verursache, biete sie Investoren stabile Renditepotenziale.

Moderates Personalwachstum ist oft nachhaltiger: Wie Mark Spangenberg und Jacobé Götz von CBRE Germany in einem Interview mit der IMMOBILIEN ZEITUNG am 22.12. mitteilen, ist es für Unternehmen oft nicht der beste Weg, um jeden Preis zu wachsen. Trotz verschiedener Übernahmen setze CBRE auf ein moderates Wachstum, das die Integration der übernommenen Mitarbeiter fokussiere. Ein nachhaltiges Personalwachstum sei oft die bessere Variante, gerade falls die Marktsituation einmal umschlage. Für 2017 rechne man „mit einem Wachstum im zweistelligen Prozentbereich“, kommentiere Spangenberg.

Mangel an Generalunternehmern sorgt für steigende Baukosten: Frank Wojtalewicz von d.i.i. schreibt am 22.12. in der IMMOBILIEN ZEITUNG, dass die Baukosten zwar auch aufgrund des Anstiegs der Grundstückspreise stiegen, vor allem aber wegen der hohe Nachfrage nach Generalunternehmern. Kaufe man jedoch mehr Dienstleistungen einzeln ein oder vereine sie per Insourcing im eigenen Unternehmen, zahle man nur wenig mehr als früher.

Umnutzung von Büroimmobilien lohnt sich oft nicht: Nach einem Bericht des TÜV Rheinland ist die Zahl erfolgreicher Umnutzungen von Büros als Wohnungen hierzulande eher klein. Das schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG am 23.12. Nur ein Viertel der geprüften Bürogebäude lasse sich zu Wohnhäusern umgestalten, oft lohnten sich solche Investments nicht. Zwischen 2006 und 2013 seien laut dem Bundesamt für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bundesweit 229 solcher Projekte realisiert oder geplant worden.

Aufwertung von Büroimmobilien durch Betreiberkonzepte: Wie Alexander von Erdély von CBRE am 22.12. auf DIE IMMOBILIE online schreibt, können herausragende Betreiberkonzepte gerade bei der aktuellen Angebotsknappheit auf dem Immobilienmarkt auch zweitklassige Objekte aufwerten. Eine geringere Gebäudequalität oder eine mittelmäßige Lage könnten durch Zusatzservices wie Co-Working-Spaces oder andere Gemeinschaftszonen kompensiert werden.

Termine

NRW IMMOBILIENRUNDE

Sonderveranstaltung: Die wichtigsten Wohnungsneubau-Projekte in NRW

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Vertreter weiterer Projektentwickler/Bauträger, Institutionelle Investoren, Family Offices, Finanzierer/Mezzanine-Geber und Architekten.

Referenten: Andreas Schulten (bulwiengesa AG), Henning Dieke (BERND REITER GRUPPE), Anett Barsch (CORPUS SIREO Projektentwicklung Wohnen GmbH), Michael Kunz (PROXIMUS REAL ESTATE AG), Alexander Schmitz (INTERBODEN Innovative Lebenswelten GmbH & Co. KG), David Christmann (PATRIZIA Deutschland GmbH), Tanja Kilger (BPD Immobilienentwicklung GmbH), Reinhold Knodel (PANDION AG), Heinrich Falkenberg (DORNIEDEN Generalbau GmbH), Andreas Gräf (formart GmbH & Co.KG), Christoph Gröner (CG Gruppe AG), Ulrich Tappe (Grafental GmbH & Co. KG)

Themen: Die Veranstaltung beginnt mit einem aktuellen Überblick über Mieten und Kaufpreise durch bulwiengesa. Am Ende dieses Tages werden Sie den bestmöglichen Überblick über den Markt für Wohnungsprojektentwicklungen in NRW gewonnen und wichtige Kontakte geknüpft haben. Die Referenten sprechen über ihre Vorstellungen hinsichtlich aktueller und geplanter Wohnungs-Neubau-Projekte in NRW (Alleinstellungsmerkmale der Projekte / Besonderheiten der Architektur / Grundrisse etc.) und darüber, wie die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden verliefen, wer die Käufer sind (Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren), wie die Vermarktung erfolgt, welche Preise erzielbar sind (qm-Preise, Faktoren für Institutionelle), wann der Grundstückskauf vonstattenging, wann das Baurecht erteilt wurde und wie schnell der Abverkauf erfolgte. Zudem klären die Referenten Fragen bzgl. Kommunikation, PR und Marketing. Begrüßung und Einführung durch Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 17. Januar 2017 im Courtyard by Marriott – Düsseldorf Seestern Hotel statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

BERLINER IMMOBILIENRUNDE

Jahresauftaktveranstaltung: Immobilienstrategien institutioneller Investoren

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Vertreter weiterer institutioneller Investoren, Family Offices, Stiftungen, Projektentwickler, Spezialfonds und Finanzierer.

Referenten: Dietmar Fischer (Ernst & Young Real Estate GmbH), Andreas Meister (Talanx Immobilien Management GmbH), Gereon Kohlgrüber / Stephan Bönning (AEW Europe), Dirk Schlürmann (Allianz Real Estate Germany GmbH), Dr. Ulrich von Creytz (Deutsche Asset Management), Dr. Christoph Schumacher (Union Investment Institutional Property GmbH), Norman Fackelmann (Bayerische Versorgungskammer), Mark Wolter (WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH / Deka Immobilien Investment GmbH), Gerhard Lehner (Savills Investment Management), Martin Eberhardt FRICS (Bouwfonds Investment Management Deutschland GmbH), Klaus Betz (Württembergische Lebensversicherung AG)

Themen: Jahresauftaktveranstaltung der BIR hat sich in den vergangenen Jahren zum wichtigsten Ereignis für institutionelle Investoren (und alle, die mit ihnen ins Geschäft kommen wollen) zum Jahresbeginn entwickelt. Die Referenten sprechen über ihre Immobilienstrategie 2017 und darüber, wonach sie derzeit ganz besonders suchen, in welche Nutzungsarten (Wohnen, Büro, Einzelhandel, Unternehmensimmobilien, Logistik usw.) und in welchen Städten derzeit vorwiegend investiert wird, welche Investitionsstrategien sie bevorzugen (Core, Value add), welche Anforderungen es bei Investitionen in Projektentwicklungen gibt und wie Entscheidungsprozesse bei Investitionen in Spezialfonds und andere indirekte Vehikel ablaufen. Begrüßung und Einführung durch Dr. Rainer Zitelmann.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 24. Januar 2017 im Steigenberger Hotel Berlin statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de

FRANKFURTER IMMOBILIENRUNDE

Zielgruppen: Diese Veranstaltung richtet sich an Investoren, die im Rhein-Main-Gebiet (besonders Frankfurt) in den Wohnungsneubau investieren wollen, also institutionelle Investoren und Family Offices, die im Rhein-Main-Gebiet investieren wollen, Banken und andere Finanzierer, Makler/Transaktionsberater/ Vertriebe und Architekten. Zudem sollten Projektentwickler aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen, die sich einen aktuellen Marktüberblick verschaffen wollen.

Referenten: Sven Carstensen (bulwiengesa AG), Iris Dilger (DIE WOHNKOMPANIE Rhein-Main GmbH), Christoph Gröner (CG Gruppe), Frank Berlepp (LBBW Immobilien Management GmbH), Ralf Werner (formart GmbH & Co. KG, Niederlassung Rhein-Main), Peter Ulm (6B47 Real Estate Investors AG), Wolfgang Ries (BIEN-RIES AG), Jürgen Blankenberg (gsp Städtebau GmbH), Mark Reinhard, Cityraum GmbH & Co. KG), Carsten Fuchs (GWH Bauprojekte GmbH), Nicolas Moog (Biskupek Scheinert Moog Investorengruppe)

Themen: Die Referenten stellen aktuelle und geplante Wohnungs-Neubau-Projekte in Frankfurt/Main sowie dem Rhein-Main-Gebiet vor und erläutern ihre Alleinstellungsmerkmale und die Besonderheiten von Architektur und Grundrissen etc. Sie sprechen darüber, wie die Genehmigungsprozesse bzw. die Abstimmung mit den Behörden verliefen, ob die Käufer Selbstnutzer, Anleger, institutionelle Investoren sind und ob die Finanzierung aus dem Cashflow, Bankenfinanzierung, Mezzanine u. ä. erfolgte. Zudem werden thematisiert: die Faktoren und Mietansätze beim Globalverkauf / Forward-Deal, die Quadratmeter-Preise beim ETW-Vertrieb und die Inanspruchnahme von Fördermitteln/ Förderprogrammen. Auch werden Fragen besprochen wie: Wann erfolgte der Grundstückskauf? Wann gab es das Baurecht? Wie schnell erfolgt der Abverkauf? Begrüßung und Einführung durch Dr. Rainer Zitelmann. Darauf, was ihnen gefallen habe, antworteten Teilnehmer der beiden letzten Veranstaltungen dieses Formates, die wir kürzlich in Hamburg und München durchgeführt haben: „Konkrete Zahlen“; „sehr transparente Projektvorstellungen und hochinteressante Hinweise“; „Transparenz der Information“; „Offenheit der Vortragenden hinsichtlich Kennzahlen“; „wertvolle Anregungen für meine Tätigkeit als Projektentwickler“; „Kontakt zu einem Family Office“.

Termin: Die Sonderveranstaltung findet am 21. Februar im Marriott Hotel Frankfurt statt. Programm anfordern unter: info@immobilienrunde.de